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Recycling-Rad aus Altplastik: Dem Fahrer anpassbar

Wie toll man in Israel, zumindest in Tel Aviv, fahrradfahren kann, ist eine Entdeckung unserer Zeit. Einen Weg für umweltfreundlichere Mobilität auf zwei Rädern zeigt Designstudent Dror Peleg von der Jerusalemer Kunstakademie Bezalel auf. Er entwickelte als Abschlussarbeit ein Fahrrad, das mittels Spritzgussverfahren aus altem Plastik hergestellt wird. Das „Frii“ getaufte Gefährt ist für den Stadtverkehr gedacht und kann an seinen Benutzer angepasst werden…
Frii – Rad aus Altplastik mit eigenwilliger Optik (Foto: Dror Peleg)

ptehttp://drorpeleg.com – Im Hinblick auf die Massenproduktion von Rädern mit wenig Ressourcen ist die Herstellung des Rads darauf ausgelegt, weniger arbeitsintensiv und zugänglicher zu sein als die Produktion herkömmlicher Räder.

„Frii“ ist an die Bedürfnisse des Fahrers anpassbar

Der Hintergedanke ist, den Prozess so variabel zu gestalten, dass er für die Kapazitäten lokaler Industrie optimiert werden kann. Bei der Herstellung von Frii werden die Lager und Rollen bereits vor dem Spritzvorgang montiert. Die Reifen werden erst nachträglich auf die Räder aufgetragen. Sie sind Vollmaterial und daher pannensicher. Durch die Möglichkeit, den Sattel in verschiedenen Größen zu spritzen, kann das Rad auf die Größe des zukünftigen Lenkers eingestellt werden.

Technik diktiert Design

Die durchgehende Verwendung von Plastik bringt die Notwendigkeit für technische Adaptionen mit sich. So beträgt der Radumfang nur 20 Zoll, die kürzere Gabel und zusätzliche Rippen machen das Fahrrad belastbarer. Dies führt zu einer sehr eigenwilligen Optik des bunt gehaltenen „Plastikesels“. Einzig mit Komfortfunktionen spart die Erfindung des israelischen Studenten, denn gefahren wird nur in einem Gang. Ob und wann „Frii“ in die Massenproduktion geht, ist noch nicht bekannt.