Selbstbewusste Antizionisten

In der Linkspartei suchen die Feinde Israels den offenen Konflikt. Sie wähnen sich ­dabei siegessicher…

Kommentar von Ivo Bozic
Jungle World v. 01.06.2011

In der Partei »Die Linke« zeigen die Feinde Israels eine beinahe bewundernswerte Chuzpe. Nachdem ein wissenschaftlicher Aufsatz der Jungle-World-Autoren Samuel Salzborn und Sebastian Voigt über das Problem des Antisemitismus in der Linkspartei bundesweit ein gewaltiges Medienecho ausgelöst hatte, der Parteivorstand zusammengekommen war und eine Erklärung gegen Antisemitismus und für das Existenzrecht Israels abgegeben hatte, und nachdem auf Grundlage der wissenschaftlichen Untersuchung sogar eine Aktuelle Stunde im Bundestag zum Verhältnis der »Linken« zu Israel stattgefunden hatte, nach all dem hätte man denken können, dass die schlimmsten Antizionisten in der Partei, die ja sicherlich auch die gerissensten sein müssten, jetzt zumindest aus taktischen Gründen eine Weile die Füße stillhalten würden, bis die Medien das Interesse wieder verloren haben. Spätestens bei der nächsten Gaza-Soli-Flottille hätte man dann ja wieder das Diskurs- oder auch Bootsruder übernehmen können.

Aber nein, statt abzuwarten, bis sich die wenigen Israel-Sympathisanten in der Partei beruhigt haben, legen die Antizionisten selbstbewusst nach. So trat in Hamburg die »Linke« als Unterstützerin einer Veranstaltung in Erscheinung, bei der am 2. Juni eine »Einstaatenlösung im historischen Palästina« als Lösung des Nahost-Konflikts diskutiert werden soll – ein einziger Staat, der aber offenbar nicht Israel ist. Also anders gesagt: Die Linkspartei unterstützt eine Diskussion, in der es um die Abschaffung Israels gehen soll.

Es ist offenkundig: Die Antizionisten in der Partei suchen die Konfrontation, sie suchen die Entscheidung und wähnen sich dabei siegessicher. Die Differenzierer, die zur Vernunft aufrufen, die immer wieder aufs Neue ihre »Geduld am Ende« sehen, aber auf Konsequenzen verzichten, sie werden von ihnen geradezu vorgeführt. Die Partei wird diesen Konflikt austragen müssen, nicht mit Diskussionen irgendwann, sondern mit echten Maßnahmen, sprich Parteiausschlüssen, jetzt und ohne Rücksicht auf die Landtagswahlen in Berlin, sonst wird sie vom antiisraelischen Flügel vollständig übernommen.

Dennoch muss die Linkspartei an dieser Stelle auch in Schutz genommen werden – vor falschen Anklägern. Ein fragwürdiges Verhältnis zu Is­rael haben nicht nur die »Linken«. Vor einem Jahr wurde im Bundestag die sogenannte Gaza-Resolution verabschiedet – einstimmig von allen Parteien. Auch Antisemiten hat es immer wieder in allen Parteien gegeben. In der FDP hatte man Möllemann, bei den Grünen Karsli usw. Antisemitismus ist kein Phänomen, das nur in der Linkspartei vorkommt – auch wenn sie die einzige deutsche Partei ist, aus deren Reihen Bundestagsabgeordnete an antiisraelischen See­manövern teilnehmen und dafür gefeiert werden.

Und doch ist noch eine Relativierung nötig: Schaut man sich die linken Parteien und Bewegungen in Italien, Spanien, Großbritannien an, dann werden dort überall, ganz ohne jeden Widerspruch, Positionen vertreten, wie sie in der Linkspartei nur die allerschlimmsten Eiferer formulieren. Das macht das Problem bei der »Linken« nicht besser, es zeigt im Gegenteil, wie umfassend und bedrohlich Antisemitismus, der sich heutzutage vor allem in obsessiver Israelfeindschaft äußert, in der Linken weltweit und in der gesamten Gesellschaft ist.

58 Kommentare zu “Selbstbewusste Antizionisten

  1. Natürlich können Ketten und Eisenstangen gefährlich sein und wenn man sich einer tödlichen Bedrohung gegenüber sieht, ja dann greift man natürlich zu allem, was sich finden lässt, allerdings sind sie dennoch nicht sehr tauglich gegen gut ausgestattete Soldaten, schon gar nicht taugen sie, um zu überzeugen, dass eine solche Konfrontation kalkuliert gewesen wäre (von den Aktivisten).
     
    Es sind aber nun einmal Gegenstände, welche sich in der Not zu Waffen umfunktionieren lassen.
     
    Wenn die IDF jemand erschossen haben, dann ist der Ausbruch der Panik und auch die Notwehr natürlich vollkommen logisch.
     
    Hätten die Aktivisten ganz bewusst die IDF ‚in einen Hinterhalt locken wollen, um sie anzugreifen‘, dann hätten sie sich doch mit richtigen Waffen, die viel effizienter sind, eingedeckt.
     

  2. Jane spricht von friedlichen IHH Leuten: „Ketten, Messer und aus der Reling gebrochene Eisenstangen und Plastikstühle in Massen – ja so bereitet man sich auf eine Auseinandersetzung mit Elitesoldaten des IDF vor – das ist doch eher ein Beweis, dass die Menschen sich eben NICHT auf einen tödlichen Angriff auf den IDF vorbereitet hatten, sondern in Panik handelten.“
    Die Ketten, Messer und Äxte sind für sie Kinderspielzeug. Und die Revolver wahrscheinlich auch, mit denen die IHH-Islamisten auf israelische Soldaten geschossen haben.
    http://test.hagalil.com/2011/06/09/marmara-2/
    Jane hat wieder einmal – wie schon so oft zuvor – ein Selbstgol geschossen.

  3.  
     
    Das ist das Eine, das Andere aber ist die Frage, warum sich hier immer noch Leute finden, die wider besseren Wissens ob der absolut hoffnungslosen Vergeblichkeit auf diese Person eingehen, mit jeder Reaktion auf ihren Schwachsinn ihr Gelegenheit und Motivation geben, wieder und wieder ihren Hass ausleben zu können und neuen Schwachsinn zu prodzieren.

    Nachsatz: Schwierig so schweren Vorwurf zu formulieren, angesichts der gegenständlichen, nicht hinnehmbaren Textinhalte gegen Israel aber, irgendeinmal unumgänglich.


  4.  
     
    Sagt einmal, Leute, kann man dieser hysterischen Person nicht endlich mal den Stecker ziehen?
     
    Es gibt ja kaum mehr einen Leser hier, der ihre von ihr selbst veröffentliche Vita und damit den Grund für ihren Judenhass, insbesondere auf orthodoxe Juden kennt.
     
    Warum ist man eigentlich, als „haGalilianer“ dazu verurteilt, ständig mit solch hasserfüllten Beiträgen gegen Israel ausgerechnet hier konfrontiert zu sein????
     
    Diese Person steht mit ihrer Omnipräsentz, ihrem penetranten und durch und durch verlogenen „Israel-biting“ eindeutig einer positiven Entwicklung des hiesigen Kommentarbereiches zur seriösen, niveauvollen und aber durchaus auch kritischen Plattform ganz massiv entgegen.
     
    Ich denke, es reicht jetzt aber wirklich!
     
     
     


  5. Natürlich ist eine Weltverschwörung am Werk. Beachtlich ist ja auch, dass nach Ihren dezidierten Kenntnissen, Jane, die Videokameras per Störsignal lahmgelegt werden konnten (ergo nicht aufzeichneten) und dennoch was die „israelische PR-Maschine“ in der Lage Bilder herauszuschnipseln (die ja eigentlich wegen der Störung gar nicht existieren). Fällt was auf?
     
    In dem von Herrn Pfeifer verlinkten BBC-Bericht (der übrigens noch einen zweiten Teil hat) kommen die IHH-Aktivisten ausgiebig zu Wort und positionieren sich eindeutig, auch wenn das Ihrer Wunsch-Wahrnehmung vielleicht widerspricht, Jane.
     
    Was passiert, wenn Elitesoldaten oder Polizei mit Messern, Eisenstangen und Sägen attackiert werden, dürfte weltweit das gleiche sein. Deutsche Polizisten machen ebenfalls von der Schusswaffe Gebrauch, wenn sie mit Messern attackiert werden. Der Tod von 9 Menschen ist stets zu Bedauern, aber in diesem Fall wird meiner Meinung nach offensichtlich, dass der Märtyrertod einkalkuliert war. Gewaltloser Widerstand sieht anders aus. Übrigens was den „Schutz“ der Geiseln durch Passagiere angeht, ist denke ich klar, dass die Passagiere hier gespalten waren (wird auch von Al Jazeera nicht anders berichtet).
     
    Herr Pfeifer, hier ein Link zu einem Interview, das beweist, dass es doch noch Stimmen der Vernunft gibt:
    http://www.youtube.com/watch?v=5KsGlw0hPs4&feature=related

  6. Herr Pfeifer,

    wenn intrernationale Friedensaktivisten Zement, medizinische Hilfsmittel, Schulmaterial etc. nach Gaza bringen, – alles Dinge von denen die Israelis meinen, dass die Palästinenser sie nicht haben sollten, weil sie darin ein ‚Risiko für ihre Sicherheit‘ sehen (wer immer das verstehen soll?) – dann

    hat das überhaupt nichts zu tun mit

    –  “Juden raus aus Palästina“

    also hören Sie auf mit diesem demagogischen Sammelsurium, auch wenn Sie sich damit richtig Mühe gegeben haben. Die konkret aufgerufenen Fragen werden damit in keiner Weise beantwortet.Niemand ruft hier ‚Juden raus aus Palästina, ich nicht und auch die Aktion nicht. Sie ruft lediglich – Israel Hände weg von Gaza – das ist alles – und absolut notwendig.

    Noch mal – WARUM SCHIRMT ISRAEL DIE SOLDATEN UND OFFIZIERE AN DER BETEILIGTEN AKTION VOR DER EIGENEN UNTERSUCHUNGSKOMMISSION AB?

    Können Sie mir eine vernünftige Antwort darauf geben?

  7. Jane sieht wieder einmal die „Weltverschwörung“ am Werk. Denn warum sonst würde DIE LINKE Maßnahmen ergreifen. Dass sie dies aus ihrem ureigensten Interesse tut kommt ihr nicht in den Sinn. Sie glaubt alle müssen an der gleichen Horizontvereingung leiden wie sie.
    Sie haßt den einzigen multikulturellen, demokratischen Staat im Nahen Osten weil das ein jüdischer Staat ist und sie schießt sich auf diesen Staat ein ohne sehen zu wollen, ohne begreifen zu wollen, dass dieser Staat bis heute bedroht ist. Sie will nicht sehen, wie man in den anderen Staaten des Nahen Ostens schutzlose Minderheiten, seien es Kurden in Syrien oder Kopten in Ägypten, Christen im Irak etc behandelt. Das wäre im besten Fall das Schicksal der Juden Israels würde der Traum von der Vernichtung des Staates Israel Realität werden.
    Was spielt das für eine Rolle, dass dort in diesem Meer von Intoleranz und Pogromen eine Insel existiert. Dass dort eine Sprache belebt wurde, eine Kultur geschaffen wurde, dass die israelische Wissenschaft und Medizin großes leistet und das andere Völker davon profitieren.
    Und da es hier um deutsche Linke geht, ist es doch klar, dass sie aus der Geschichte lernen müssen, wenn sie sich im politischen Wettstreit behaupten wollen. Denn wir wissen, wie die deutsche Arbeiterbewegung in Schande 1933 untergegangen ist. Sicher waren dann die Mittelklassen in der NSDAP überrepräsentiert und die Arbeiterklasse unterrepräsentiert, doch mit Ausnahme einer kleinen Minderheit, hat diese Klasse die Volksgemeinschaft akzeptiert und ihren Frieden mit dem NS gemacht. Die Hakenkreuzfahnen hingen genauso in den Vierteln wo Kommunisten bzw. Sozialdemokraten früher das Sagen hatten, wie in den feinen Vierteln. Und wie das ein SOPADE Bericht aus Berlin im Dezember 1938 dokumentierte, haben Arbeiterfrauen bedauert, dass nicht mehr Juden in den in den Brand gesteckten Synagogen waren.
    Was also ist die Lehre: Juden und der jüdische Staat gehören genauso behandelt wie andere Menschen bzw wie andere Staaten. Und d.h. man unterstützt keine Provokationen die gegen einen Staat gerichtet sind. Und wenn auch Jane die 9 Islamisten, die mit Ketten, Äxten und Messern gegen die israelischen Soldaten vorgingen als unschuldige Märtyrer sieht, muss sie zur Kenntnis nehmen, dass es immer wieder in Europa im tiefsten Frieden passiert, dass wenn Polizisten mit solchen Waffen angegriffen werden, wenn eine Pistole gezückt wird die Polizisten nicht ihre Wange hinhalten sondern auf den Täter schiessen.
    Es besteht auch kein Grund mit antisemitischen reaktionären Islamisten, welche die Protokolle der Weisen Zions in ihrer Charta festschreiben gemeinsame Sache machen.
    Gerade jetzt haben österreichische Neonazi auf Alpen Donau ein neues Logo
    Juden raus aus Palästina ins net gesetzt, weil sie da eine gemeinsame Front mit Islamisten und Antiimperialisten machen wollen. Siehe auch
    http://hurryupharry.org/2011/06/07/from-jews-to-palestine-to-jews-out-of-palestine/
    Deutsche Antisemiten haben lange vor ihrer Volksgemeinschaft den Slogan geprägt: Juden nach Palästina. Deutsche Linke dürfen  heute nicht gemeinsame Sache machen mit jenen, die anstreben: Juden raus aus Palästina. Auch dann nicht, wenn dieses Streben maskiert wird als Forderung eines einheitlichen Staates.
     
     
     
     

  8. Übrigens – Die Linke ist eingeknickt – und hat erklärt, dass ihren Mitgliedern die Teilnahme an einer neuen Gaza-Flotille untersagt sei – da können sich Herr Salzborn und Herr Voigt und auch Sie ja über einen Etappensieg freuen – ich finde das eher ein wenig erbärmlich – aber es ändert nichts daran, dass recht offensichtlich ist, mit welch fragwürdigen Mitteln hier auf allen Ebenen für die Durchsetzung einer völlig verfehlten Politik, die die Weltöffentlichkeit jetzt seit zig Jahren in Atem hält, gekämpft wird und dass ihre Hauptargumente – das Diffamieren und Einschüchtern – immer noch ganz gut klappen.

  9. “Aha, die IHH, die ihre Leute mit Ketten und Messer losgehen läßt auf Soldaten hat nichts mit Islamismus zu tun und die Erde ist flach“.

    Ketten, Messer und aus der Reling gebrochene Eisenstangen und Plastikstühle in Massen – ja so bereitet man sich auf eine Auseinandersetzung mit Elitesoldaten des IDF vor – das ist doch eher ein Beweis, dass die Menschen sich eben NICHT auf einen tödlichen Angriff auf den IDF vorbereitet hatten, sondern in Panik handelten. Wer würde so naiv sein und wer müsste Stangen aus der Reling brechen und zu Stühlen greifen, wenn er doch von vornherein gegen Soldaten kämpfen WILL und was die Leute im Vorfeld sich an Mut anredeten FALLS der IDF sie angreifen würd, wer kann ihnen das verdenken.
    Tatsache ist Soldaten des IDF haben 9 Passagiere umgebracht und kein einziger Soldat wurde umgebracht – hätten die Passagiere das gewollt, sie hätten sich doch mit Schusswaffen oder anderem echten Gerät eindecken können und nicht alles aus der Umgebung nehmen, was ERSATZWEISE als völlig unzureichend Waffe gegen hochgerüstete und gut ausgebildete Soldaten dienen kann.

    Sobald die IDF sich im Morgengrauen auf das Schiff begab und sobald der erste Schuss fiel, ist es vollkommen klar, dass die Menschen Angst um ihr Leben haben MUSSTEN und genau danach sieht es auch aus.

    Tatsache ist, dass das ganze Schiff voll war mit Videokameras, um sicher zu gehen, dass ALLES was auf dem Schiff passiert für die Weltöffentlichkeit sichtbar gemacht werden kann. Sollten das die angeblichen ‚Terroristen‘ wollen?

    Tatsache ist – DIE ISRAELIS WOLLTEN NICHT, DASS ALLES WAS SICH AUF DEM BOOT ABSPIELTE FÜR DIE WELTÖFFENTLICHKEIT SICHTBAR IST – DENN SIE LEGTEN DIE VIDEOÜBERWACHUNG IM VORFELD PER STÖRFUNK LAHM – und schnippselten sich im Anschluss ein paar Bilder raus, die sie für ihre selbstgestaltete PR gut gebrauchen konnten.

    Die vom IDF freigegebenen und z.Teil selbst hergestellten Videofilme, ZEIGEN ÜBERHAUPT NICHTS ÜBER DEN VERLAUF DER AKTION, sie zeigen nichts darüber, ob die Menschen in Panik zu allem griffen, womit sie sich der Soldaten erwehren konntenGENAUSO SIEHT DAS ABER AUS.

    Wenn die Israelis so viel Wert darauf legen, dass Ihre Soldaten sich NICHT AUF EINEN TÖDLICHEN EINSATZ VORBEREITET HATTEN , warum wollten sie dann keine Zeugen, indem sie die Videoüberwachung lahmlegten.
    Warum wurden Soldaten, die von Passagieren überwältigt wurden unter Deck gebracht und verarztet, wie herausgeschmuggeltes Fotomaterial beweist?

    http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:jrTS0V1c-K8J:occupiedpalestine.wordpress.com/2011/05/30/israel-hasbara-fails-again-photos-show-mavi-marmara-passengers-protecting-aiding-israeli-soldiers/+soldier+mavi+marmara+medical+help&cd=4&hl=de&ct=clnk&gl=de&client=firefox-a&source=www.google.de

    Auch Ihre eingeblendete Reportage, zeigt in ihren Anklagepunkten gegen die IHH weitgehend tendenziöse und ungeprüfte Information, sie bezichtigt zum Beispiel die Kontakte der IHH doch tatsächlich zu der Regierung der Türkei, schließlich sei das eine ‚islamistische Regierung‘. Das ist doch ein Witz – jeder weiß, dass Erdogan, zwar ein traditionell, religiös ausgerichteter Politiker ist – ABER EBEN ÜBERHAUPT KEIN ISLAMIST ist, sogar ein geschätzter Partner des Westens, der es geschickt verstehet Tradition und Moderne zu versöhnen – darüberhinaus ist die Türkei mit ihrer lt. Reportage ‚islamistischen Regierung‘ ein treuer NatoPartner.

    Auch die Interviews mit türkischen Passsagieren, von denen eingeblendet wird SIE SEIEN MITGLIEDER terroristischer Organisationen wurden von Israel nie weiter belegt, Es wurde immer angegeben – Geheimdienstinformation – und das wars dann.

    Was aus den Vorwürfen gegen die IHH und ihre angebliche finanzielle Unterstützung vor einem deutschen Gericht wurde, welchem ja echte Quellen und Beweise vorliegen, haben wir ja gesehen – sie erwiesen sich schlicht und ergreifend als falsch und das Verbot wurde aufgehoben. Dass müssen selbst Sie Herr Pfeifer zur Kenntnis nehmen, oder halten sie jetzt das deutsche Gericht auch für einen IslamistenPartner?

    Darüberhinaus – ALLE AKTIVISTEN BEFANDEN SICH VORÜBERGEHEND IN ISRAELISCHEM GEWAHRSAM – WARUM HAT ISRAEL NICHT EINIGE INHAFTIERT UND VOR GERICHT GESTELLT? NUR DAS VIDEO, FOTOMATERIAL etc. welches die Passagiere hatten wurde ihnen abgenommen und blieb in Israel.

    ABER WAS WIRKLICH ENTSCHEIDEND IST – ISRAEL ‚BESCHÜTZT‘ DIE SOLDATEN AUCH VOR AUSSAGEN VOR DER EIGENEN UNTERSUCHUNGSKOMMISSION, was für mich ein indirektes Schuldeingeständnis darstellt.

    “Wie israelische Medien weiter berichteten, soll sich die Kommission aus Juristen und ehemaligen hochrangigen Diplomaten aus Israel zusammensetzten. Zwei Juristen aus dem Ausland sollen demnach als Beobachter eingeladen werden. Die Kommission soll jedoch nicht das Recht erhalten, die an dem Einsatz beteiligten Offiziere und Soldaten zu befragen.

    Der frühere Justizminister und angesehen Jurist Amnon Rubinstein sprach von einer “ Untersuchung ohne Untersuchungsmacht“. Die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ titelte, es handle sich um eine „Kommission light“. Dem Militärrundfunk zufolge lehnten mehrere renommierte Juristen wegen des eingeschränkten Mandats eine Mitarbeit in der Kommission ab.
     
    http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:AlkkfpU15qIJ:www.tagesschau.de/ausland/gazaflotille126.html+israelische+untersuchung+light&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de&client=firefox-a&source=www.google.de


    Noch mal – die handverlesene iseralische Untersuchungskommission, bestehend aus Freunden Nentanyahus und treu-zionistischen Juden, darf die Soldaten, die eigentlichen Zeugen, NICHT BEFRAGEN – WARUM?

    Sie und ich, wir können hier noch so viel selektiv Material zusammenstellen, um den jeweiligen Standpunkt zu untermauern, aber welche Antwort kann es darauf geben, dass die Israelis nicht einmal wollen, dass die Zeugen der Vorgänge vor der eigenen Kommission nicht aussagen dürfen.

  10. Sie unterstellen mir etwas, was ich nicht behauptet habe.
     
    Na dann haben Sies halt nicht behauptet, Lichterberg. Hier meine Bitte – suchen Sie sich für Ihren leicht paranoiden Antiamerikanismus nen passenden Strang, bzw., besser noch, überhaupt ne andere Plattform – hier gehts nämlich, gegenwärtig, um den monströs manifesten Antisemitismus innerhalb der Partei „Die Linke“.
     
    Das wars.

  11. Und dann dürfte es den Autoren ja eigentlich auch nicht entgangen sein, dass die ‚Fakten‘ zu den Vorgängen auf der Mavi Marmara ja keine unabhängig bestätigten sind, sondern der Eigendarstellung dessen darstellen, der auf der vermeintlichen Anklagebank sitzt – der Staat Israel, bzw. all jene, die an dieser Kommandoaktion beteiligt waren, von der politischen Spitze, bis zu den beteiligten Soldaten natürlich.
     
    In dem Zusammenhang müsste man natürlich erst mal wissen –
     
    WAS SAGEN DENN DIE AN DEM EINSATZ BETEILIGTEN SOLDATEN?
     
    Wollen Sie nicht wissen, wie es auf dem Schiff zuging, wie ‚brutal sie angegriffen ‚ wurden, denn das ist doch Ihre Sicht der Dinge, die die Autoren selbstverständlich teilen;woher sie das so zweifelsfrei wissen wollen, erfahren wir nicht. Sollten wir sie nicht anhören? Sie haben schließlich ein Recht darauf gehört zu werden und der Welt ihre Version der Dinge mitzuteilen.
    Nun was die beteiligten Soldaten zu berichten hatten, das erfahren wir nicht. Es gibt keinerlei öffentliche Wiedergabe dessen was die Soldaten die ja nun neben den Passagieren des Schiffs, die einzigen sind, welche wirklich wissen, was sich dort abspielte, werden nicht gehört. Von so ziemlich niemandem.
    Nun werden Sie sagen – ja wir können die Soldaten nicht öffentlich vorführen, denn eine voreigenommene, und antisemitische Weltöffenltichkeit und voreingenommene internationale Untersuchungsrichter etc. etc. würden ihre Identität nutzen, um sie vor ein voreingenommenes Gericht zu stellen.
     
    Ich persönlich habe auch keine mündliche Wiedergabe dessen was die Soldaten sagten, ohne Nennung der Identität (was ja kein Problem wäre). Es heisst immer, die Soldaten haben dies, die Passagiere haben das – ABER KEINE DIREKTE AUSSAGE. Vielleicht finden Sie ja irgend was.
     
    Nun hat Nentanyahu ja ein eigenes Untersuchungsgremium eingesetzt. Die Mitglieder sind handverlesen, die beiden zugelassenen ausländischen Beobachter sind der Sache Israels treu ergeben, einer von beiden ist ein Freund Nentanyahus.
     
    Nun – also – dürfen Sie endlich die eigentlichen Zeugen der Verteidigung hören, die beteiligten Soldaten, die wie aus unerfindlicher Quelle kolportiert wird ‚brutal angegriffen wurden‘ – darf das von Nentanyahu handverlesene Untersuchungskommitee hinter verschlossenen Türen unter Wahrung der Identität der Soldaten, diese befragen`?
     
    Vermutlich befragen sie keine Passagiere der Mavi Marmara, die sind wieder weg und waren nur kurz in polizeilichem Gewahrsam und die mögen wahrscheinlich auch nicht nach Israel kommen. Vermutlich haben sie kein Interesse besagte Passagiere zu verurteilen, wieso auch, die haben ja niemanden ermordet, natürlich würde eine solche Befragung etwas dazu beitragen, zu klären, was sich auf dem Schiff wirklich abspielte. Und natürlich sollten endlich hier die israelischen Soldaten von dem ‚brutalen Angriff‘, welcher sie zu solch ‚brutaler Notwehr‘ zwang aussagen können – tun sie das?


    Die Antwort ist NEIN. Auch das israelische Untersuchungskommitee bekommt die eingesetzten Soldaten nicht zu Gesicht.


    KÖNNEN SIE MIR EINEN VERNÜNFTIGEN GRUND NENNEN – WARUM?
     
    BITTE SAGEN SIE ES MIR –

    Und wenn das israelische Untersuchungskommitee, welches gebildet wurde, um die Vorgänge zu untersuchen ‚unvoreingenommen‘ und nicht von ‚internationalen Antisemiten‘ – was untersuchen sie denn, wenn sie die eigentlichen Zeugen der Verteidigung nicht hören dürfen.

    Und wenn sie das nicht dürfen – WOZU WURDEN SIE ÜBERHAUPT EINGESETZT?
     

  12. @jim
    Sie unterstellen mir etwas, was ich nicht behauptet habe. Nicht ich drohe oder träume davon New York anzugreifen, Rußland droht auch nicht, es ist andersherum: Nicht Sie, aber der Westen vornehmlich die USA drohen indirekt Rußland mit einem Angriff. Fühlen Sie sich nicht angegriffen oder provoziert von meinen Äußerungen (die sind zweitranging und unbedeutend), beziehen Sie Stellung zu dem Umstand, daß das Spiegel Magazin eine solche Story bringt. Wie kommt der Spiegel dazu, Rußlands Einsatz- und Abwehrfähigkeit derart schlechtzureden? Was ist die Motivation? Beruhen die Aussagen auf Fakten? Es ist auch immerwieder interessant die Meinung Moskaus zu vielen Dingen zu hören. Da hört sich plötzlich einiges anders an. Ich bin auch kein Kommunist oder Marxist, sondern ein Anhänger der alten Brd (1945-1991). Die soziale Marktwirtschaft war das beste System. Doch leider verändert sich dieses Land in Richtung US-System.
    Und zu Ihrem Hinweis New York und Juden, daß weiß ich auch. Doch das eine schließt das andere nicht aus.  Beantworten Sie folgende zwei Fragen:
    A) Moskau sendet 1942 einen verzweifelten Hilferuf an die USA, mit der Bitte in Westeuropa eine zweite Front gegen Deutschland aufzumachen, wo waren die USA?
    B) Jan Karsky schlägt sich als polnischer Wiederstandskämpfer bis in die USA durch, und bittet die US-Regierung um Hilfe für Juden in Polen 1944, er stößt auf Taube Ohren. Weshalb?
     

  13. „Strafanzeige gegen wissenschaftl. MItarbeiter der Linksfaktion im Bundestag wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinung“

    „von Benjamin-Arendt Institut für Demokratie- und Totalirismusforschung, Montag, 6. Juni 2011 um

    Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof Hansestadt Stade, 06.06.2011″
    Brauerstraße 30
    76135 Karlsruhe
    Telefax: (0721) 81 91 59 0
    „Strafanzeige  wegen  Unterstützung einer ausländischen terroristischen Gemeinschaft § 129b Abs. 1 i.V.m. § 129a Abs. 5 StGB
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    hiermit stelle ich Strafanzeige gegen Stefan Ziefle wegen Unterstützung einer ausländischen terroristischen  Gemeinschaft. Stefan Ziefle ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bundestagsfraktion der Linkspartei und zwar der Lin­ken-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Chris­ti­ne Buch­holz und ge­hört zum Netz­werk „Marx 21″ in­ner­halb der Par­tei.  Au­ßer­dem ist Zief­le der Spre­cher der „BAG Frie­den und in­ter­na­tio­na­le Po­li­tik der LIN­KEN“. Ste­fan Zief­le hielt auf einer Ver­an­stal­tung sei­nes or­ga­ni­sa­to­ri­schen Zu­sam­men­schlus­ses „Marx 21“ ein Re­fe­rat, das sich mit der Frage be­schäf­tig­te, ob Kri­tik an Is­ra­el an­ti­se­mi­tisch sein könne. Im Rahmen seines Referates rief der Referent zur Unterstützung der Hamas auf und teilte mit, dass er bei politischen Aktionen mit der Hamas zusammenarbeitet hat. Die Hamas ist für ihn eine Befreiungsbewegung, die von Deutschland aus unterstützt werden muss.
    Die Hamas ist von der EU und Vereinten Nationen als terroristische Organisation „anerkannt“. Herr Ziefle hat in seinem Referat damit eingeräumt mit der Hamas in der Vergangenheit zusammen gearbeitet zu haben und hat dafür geworben, innerhalb der Linkspartei mit der Hamas in Zukunft zusammen zu arbeiten.“
    Als Beweis verweisen wir auf folgende Videoaufzeichnung im Internet „http://reflexion.blogsport.de/2011/06/03/die-thesen-des-stefan-ziefle/. Unserer Auffassung nach hat Herr Ziefle damit den Tatbestand der Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung erfüllt.
    Mit freundlichen Grüßen
    Thomas Schalski-Seehann
    Benjamin-Arendt Institut für Demokratie- und Totalitarismusforschung

  14. Weitere Informationen welche die Diffamierung der IHH als Verleumdungskampagne entlarven, wie sie die Autoren und die angeblichen ‚Studien‘ auf die sie sich ihrerseits stützten völlig unkritisch reproduzieren. Natürlich werden selbige ‚Fakten‘ dann auch von all den Hasbara Seiten unzählige male im Internet multipliziert:
    So z.Bsp. die zitierte Studie von Evan Kohlmann, einem FBI Agenten

    A 2006-2007 working paper by Evan F. Kohlmann,‘ The Role of Islamic Charities in International Terrorist Recruitment and Financing‘, published by the Danish Institute for International Studies,  mysteriously surfaced.
    It is worth noting that anti-terrorism expert.   His mentor Steve Emerson,  produced  the 1994 Frontline television special „Jihad in America“ and he is the author of, among other anti-terrorism tracts, Jihad Incorporated: A Guide to Militant Islam in the United States, both of which have been recognized as unfairly profiling  Muslims. Spinprofiles points out that Kohlmann had been dubbed “the Doogie Howser of terrorism“, at the outset of his career,  and provides a useful litany of Objections to both his qualifications and his methods.
     
    http://mondoweiss.net/2010/06/terror-smear-against-ihh-springs-from-a-familar-source.html

    Emerson was also criticized in a 2002 review of American Jihad in the liberal[ Salon by Eric Boehlert.

    Boehlert called Emerson a „heavy-handed scaremonger who fails to grasp – or deliberately blurs – the most rudimentary distinctions between different radical groups.“ Boehlert also criticizes Emerson for saying that Ghazi Ibrahim abu Mezer, a Palestinian immigrant who planned to blow up a Brooklyn, N.Y., subway station, was a member of

    Hamas when James Kallstrom, head of the New York FBI office, said that he wasn’t.[

    A Chicago Tribune article, however, notes that while Kallstrom did indeed say there was no connection, the AP reported that a federal law enforcement source said that both suspects were linked to Hamas.
    Boehlert also criticized Emerson for suggesting that Katherine Smith, a 49-year-old Tennessee motor vehicles inspector who died when her car exploded was the victim of assassination even though authorities denied this. Boehlert quotes a former director of counterterrorism for the CIA Vincent Canistraro who said of Emerson’s thesis:

    „He’s trying to say people who move to this country and set up charities and think tanks and are associated with Hamas and Islamic Jihad and Hezbollah, that there’s some kind of connection between them and Sept. 11, that there’s a liaison or support network. He doesn’t know what he’s talking about.“

    http://en.wikipedia.org/wiki/Steven_Emerson
     
    Wenn also ein verzerrender Agitator, beim nächsten abschreibt und der wieder beim nächsten, dann kommt so in etwa das heraus, was Herr Salzborn und Sebastian Voigt fabriziert haben.
     
    Weiterhin zur IHH und zu der PR(paganda) der israelischen Regierung in diesem Zusammenhang:
     
    ‘Terror’ smear against IHH springs from a familiar source‘ von Marsha B. Cohen

    The IDF (Israeli Defense Forces) has backed down from the claim that forty activists in the Gaza flotilla, who had resisted the ship’s interception by Israeli commandos in international waters on Monday, are „al Qaeda mercenaries.“
     
    Some participants in the Gaza convoy are members of Insan Hak ve Hürriyetleri İnsani Yardım Vakfı –the Foundation for Human Rights, Liberties, and Humanitarian Relief– IHH, a Turkish non-governmental organizaion (NGO) established in the early 1990s.   Its mission is to provide humanitarian relief in regions of conflict or that have experienced natural disasters.  For the past six years, IHH has held Special Consultative status as an NGO (non-governmental organization) in the United Nations Economic and Social Council.

    According to Max Blumenthal, when he and Lia Tarachansky, an Israel-based  freelance journalist fluent in Hebrew, called the IDF requesting more conclusive evidence of al Qaeda affiliation than possession of bullet-proof vests and night vision goggles, they were each told, „We don’t have any evidence.“ The IDF press release had been based on information emanating from Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu’s National Security Council.

    The next day, Blumenthal notes with satisfaction, the IDF’s press office changed the headline to ‚Attackers of the IDF Soldiers Found Without Identification Papers. , although the browser retains the original accusation of a link with al Qaeda. The rewritten story, which still bears yesterday’s date and the original time it was posted, omits any mention of a connection of the group with al Qaeda.

    But the condemnation of IHH participants now ricocheting around the blogosphere isn’t about to go away anytime soon. The sad truth, with all due respect to Max (and a great deal is due!), is that the IDF gave in on the paltry evidence gleaned from photos of night vision goggles and bullet proof vests because they believe they a weapon much more powerful–a pro-Israel blogosphere where no Israeli Jew can do anything wrong, and no Muslim can do anything right. And the claim that there is a link between „Islamic terrorism“ and the participants in the Gaza flotilla doesn’t need any pictures–a thousand words will do.

    http://mondoweiss.net/2010/06/terror-smear-against-ihh-springs-from-a-familar-source.html
     
    Wenn sich also unsere Parlamentarier auf eine vermeintliche ‚Studie‘ stürzten, freudig darüber ein Linken BAshing zu veranstalten, eine ‚STudie‘, die die zwei Männer geschrieben haben, von denen der eine ja tatsächlich einen akademischen Posten an einer deutschen UNI hat, dann gingen sie wahrscheinlich ohne besagten Aufsatz davon aus, dass es sich tatsächlich um eine ‚Studie‘ handelt, also um unvoreingenommen empirisch gesammeltes Material, welches nach streng wissenschaftlichen Kriterien ausgewertet wurde –
     
    Tatsächlich handelt es sich weitgehend um eine Sammlung von vollkommen unkritisch rezipierter Propaganda.

  15. “Nehmen Sie konkret die Studie oder den “Aufsatz” (darüber zu beckmessern bleibt Ihnen vorbehalten) und versuchen Sie uns zu zeigen, was an den erwähnten Fakten falsch ist.“
     
    die Punkte

    – Funksprüche

    – lokalpolitische Entscheidungen zur Bezuschussungen von Bauvorhaben

    – EUMC – Richtlinien
     
    hatte ich ja schon.
     
    Weiterhin:
     
    Zur IHH

    in der ‚Studie‘ behaupten die Autoren, dass man sich in den oberen Rängen der IHH islamistischen Terroristen angeschlossen hätte und die Hamas unterstütze. Thomas de Maiziere hatte die Organisation in Deutschland in Deutschland auf Grund des allgemeinen Getöses und der aneblich gesicherten Informationen verboten.

    Die IHH hat eine Klage gegen das Verbot geführt. Das Urteil wurde in diesen Tage gesprochen.


    –  Verbotsverfügung des BMI über die IHH wird vom BVerwG nicht bestätigt
    Die Verteidigung des BMI , dass es ihm dabei um die Verortung der IHH in einem bestimmten Milieu gegangen sei, überzeugte das Gericht nicht. Mit der Einbeziehung der ausländischen Partnerorganisationen hatte das BMI aber auch die vermeintliche Spendensumme von über 6 Mio. Euro an die Hamas begründet. Nur ein Bruchteil dieses Betrages war aber überhaupt in konkrete Projekte in den palästinensischen Gebieten geflossen. Der überwiegend größte Teil des in der damaligen Pressemitteilung des Gerichts angeführten Betrages kam aber erst gar nicht in den palästinensischen Gebieten zum Einsatz.
    Auch von den verbliebenen zwei Partnerorganisationen in Palästina fiel der Partner im Westjordanland aus den Verbotsgründen heraus. Das Gericht stellte fest, dass zum Zeitpunkt des Verbots und seit mindestens 2008 an der Spitze des karitativen Vereins ein Vertrauter des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas und amtierender Richter in Hebron stand. Das BMI musste eingestehen, dass sie keine Information über eine Hamas-Zugehörigkeit des Vorstands hätten, obwohl die Hamas-Zugehörigkeit der Institution in der Verbotsverfügung und in den Schriftsätzen des BMI noch mit dieser Person behauptet wurde.

    ….Die verbotsverfügende Behörde konnte diesbezüglich keinen Nachweis erbringen und überraschte keineswegs mit der Erwägung, die Hürden im Al-Aqsa-Urteil des BVerwG müssten heruntergesetzt werden. Dass die humanitäre Hilfe im Gazastreifen nur konkret die Hilfsbedürftigen erreichte und den Institutionen keine abstrakte Hilfe zu kam, konnte auch vom BMI nicht in Frage gestellt werden….

    https://www.d-a-g.de/index2.php?option=com_content&do_pdf=1&id=713
     
    Die Autoren präsentieren alles mögliche als angebliche ‚Fakten‘, so z.Bsp. die angeblich extremistische Ausrichtung der IHH, selbst wenn die Faktenlage bis dato gar nicht bekannt ist. Nicht mal ein Hinweis auf möglichen Klärungsbedarf wird in dem Aufsatz gegeben. Mit redlich wissenschaftlichem Arbeiten, dass sich um Unvoreingenommenheit zumindest bemühen muss, hat das nichts zu tun. Inwieweit weitere zitierte ‚Studien‘ möglicherweise eine ähnliche ‚Güte‘ haben, bedürfte natürlich weiterer Recherche.
     
    Tatsache ist jedenfalls, dass die Vorwürfe des Extremismus vor Gericht keinen Bestand hatten und sich bei genauer Untersuchung in Luft auflösten.
     
    Ich werde nach weiteren Beispielen suchen und habe nicht den geringsten Zweifel, dass das ein großes Reservoir ungenügend recherchierter ‚Fakten‘ ist (wenn es sich schon nicht um eine empirische Bestandsaufnahme handelt).

  16. Herr Pfeifer es geht immer um Religion und um Ideologien. Es geht um die Ideologie der Linken wie auch bei den Rechten.

    Das System  und die Ideologie der Linken ist an sich selber ein Widerspruch gegen Freiheit und Demokratie. Also sind die Linken genauso wie die Rechten automatisch Antijüdisch eingestellt weil es ihre Natur ist. 
    Die Linken brauchen um ihre Ziele zu verwirklichen eine Diktatur und Zentralismus genauso wie die Rechten. 
    Und das ist der Unterschied zu der Jüdischen Religion und zum Judentum. G“tt gibt dem Menschen Freiheit und Persönlichkeit, Individualismus und Selbstverwirklichung.
    Das heist Judentum ist nicht nur eine Religion sondern die Grundlage aller Menschenrechte und Menschlicher Bedürfnisse nach Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung und freier Entwicklung jeder Persönlichkeit.

    Sie sollte sich nochmal die Ideologie der Linken und Kommunisten ansehen. Und wenn sie sagen können das die Linken in ihrer Grundideologie und in ihrem Ziel Demokratisch sind? Dann, aber auch dann kann man den Pauschalen Antisemitismus auf Individuellen Antisemitismus legen.
    Aber selbst das ist schon ein Widerspruch in sich selbst, denn es gibt bei den  Linken kein Individualismus und freie Meinungen.

    Das alte Moto der SED war und ist : Die Partei hat immer Recht  

  17. Herr Pfeifer, bereits an anderer Stelle wurde angeführt, dass eine Okkupation von Muslimen durch andere Muslime keine Fremdherrschaft darstelle. Somit dürfte sich auch erklären, warum Syrien nur in den Blickpunkt rückt, wenn es in Konflikt mit Israel steht. Ich bin überzeugt, würde Ägypten Gaza annektieren könnte es ein noch so grausames Regime errichten, von vielen „Freunden“ des palästinensischen Volkes wäre nicht viel zu hören.

  18. Nein Baruch Zion, das Thema ist hier nicht die Religion. Sondern ob es in der Partei LINKE Antisemiten gibt, wie das Salzborn/Voigt belegen. Und wir sollten bei diesem Thema bleiben.
    Nun halte ich die Herrschaften Dierkes, Höger, Peach und Dunstkreis für antisemitisch. Sie setzen eine antisemitische Tradition der Sowjetunion und der DDR (und andere „sozialistischer Staaten“) fort.
    Wir erinnern uns, wie unter Stalin ein Teil der jüdischen Intelligenz ausgerottet wurde, wir erinnern uns an den Slansky-Prozess, als der Staatsanwalt vom typisch kosmopolitischen Gesichtszügen von Rudolf Slansky sprach. Wir erinnern uns an die 11 gehängten Juden (von 14) Wir erinnern uns an die Vertreibung der Juden aus Polen im Jahr 1968. Wir denken daran, dass die DDR ein Mitglied der politischen Polizei in Auschwitz als Zuträger des MfS beschäftigte und gegenüber der BRD Justiz behauptete nicht zu wissen, wo der ist. So zu tun, als ob Israel  d e r
    M e n s c h e n r e c h t s v e r l e t z e r  im Nahen Osten wäre, gerade in einer Zeit in der wir sehen, wie Araber andere Araber, Muslime andere Muslime massenhaft abschlachten, einen doppelten Standard gegenüber dem jüdischen Staat zu haben, mit Islamisten gemeinsame Sache zu machen, diesen allein unter allen Staaten der Welt boykottieren zu wollen, all das zeugt vom frenetischen Antisemitismus.
    Warum organisieren diese Leute kein Solidaritätsschiff nach Syrien?
    Ich trete gegen jedes Pauschalurteil gegen Linke ein. Aber wenn Antisemiten und Antisemitismus hinter einer Maske von „Kritik“ geduldet werden, dann ist das ein Skandal und Salzborn und Voigt gebührt Dank, dass sie sich damit auseinandersetzen.
     

  19. @Karl Peifer

    lesen bei hagalil unter Religion „Das neue Zeitalter“

    Wirkliches Recht und Gerechtigkeit kommt von G“tt und seiner Lehre die Torah.
    Wer sich an die Torah hält und sie befolgt gewinnt Leben, Gesundheit, Kraft erhält Weisheit und Klugheit. 

  20. @Karl Peifer

    das Problem und das Übel der Welt  sind die Linken und die Rechten, alles was Radikal links oder rechts von der Mitte ist.  Die Radikalen Ideologien der Nazis und der Kommunisten sind gleich und Identisch. Beide Systeme sind Mörderisch und Menschenverachtend mit dem Ziel die Persönlichkeit der Menschen zu unterdrücken.

    Die Linken haben nach 1945 ih ihrem Machtbereich nichts ausser Elend und Verdummung geschaffen. Umerziehung der Menschen auf die Linke Ideologie die keine Toleranz für Meinungsfreiheit und Individualismus zulässt.

    Die einzige wirkliche Wahrheit ist das was G“tt über die Juden der Welt gegeben hat.  Die Torah die als einzige Quelle der Weisheit zu betrachten ist.

    Beispiel der Schabbat : die Juden hatten schon einen 6 Tage Woche vor 3300 Jahren. Der Freie Tag galt nicht nur für die Juden sondern für alle die in einem Jüdischen Haus angestellt  von Mensch bis zum Tier.
    Der Kampf mit den Linken und den Rechten ist der Kämpf seit tausenden von Jahren. Das Gute gegen das Böse, Die die G“tt und seine Gesetzte auf der Welt behüten gegen das Böse die G“tt für ihre Ideologien ersetzen wollen.  

    Heute ist Erev Schawuot, der Abend als das Jüdische Volk entstand und G“tt seinem Volk die Lehre (Torah) übergab. Das ist der Abend als G“tt runterkam zum Berg Sinai um den Menschen Gesetze zu geben die das zusammenleben Regeln.

    Das die Erde flach, ist hat die Römisch Kth. Kirche behauptet um die Menschen zu Konditionieren und um ihren Machtbereich zu stärken. Die gleiche Kirche die die Inquisition eingeführt hat, was Jahrhunderte später Hitler und Stalin weitergeführt haben.

    Für Juden war die Erde immer Rund und das höchste Gut im Judentum ist  Freiheit.

    Den G“tt hat uns aus dem Sklavenhaus befreit und uns die Gesetzte gegeben damit wir sie bewahren und hüten.


  21. Wie bereits schon mal an anderer Stelle ausgeführt habe, denke ich auch, dass es wichtig ist, nicht zu vergessen, dass antisemitische Tendenzen in allen Parteien zu finden sind. Doch, und das sollte man bei der gegenwärtigen Diskussion im Kopf behalten, geht es auch vor allem um den Umgang, den die Linke gerade an den Tag legt (und mit die „Linke“ meine ich ausdrücklich die Partei, denn meiner Meinung nach bringt auch hier eine Verallgemeinerung wenig). Der Gegenwind, der antisemitische Strömungen in der Partei entgegenschlägt ist eher ein laues Lüftchen. Vielmehr werden die Reihen fest geschlossen und Kritiker werden diffamiert (ein Blick auf die Facebook-Seite von „Stoppt den BAK Shalom zeigt mit welchen Bandagen da gespielt wird). Allerdings lässt sich dieser Mechanismus in Teilen auch außerhalb der Partei wiederfinden. Janes Argumentation zeigt, wie schnell dann aus Leuten wie Salzborn „NeoCons“ werden. Ich kann mich da eben an Punkten des Eindrucks nicht erwehren, das bedeutend entschiedener gegen die „Nestbeschmutzer“, die es wagen linken Antisemitismus zu thematisieren, agiert wird (und nicht immer nur mit Worten!), als gegen Antisemitismus in den eigenen Reihen.
     
    Der von jim hier angeführte link zum Marx21-Kongress (danke an dieser Stelle für den Hinweis) und Ziefles Zionismusbegriff (was einmal mehr verdeutlicht, dass viele der selbsterklärten „Antizionisten“ nicht die leiseste Ahnung haben, worüber sie da eigentlich genau reden) verdeutlichen einmal mehr, wie sich die Situation in der Partei darstellt. Eine Reaktion auf Ziefles Ausfälle (und das war nicht das erste Mal, dass der Herr in dieser Form aufgefallen ist) seitens der Partei? Stille.
     
     
    Jane, offenbar haben Sie den von Ihnen genannten Link selbst nicht gelesen, bzw. gehört. Dort findet sich der Hinweis, dass der erste Mitschnitt gekürzt war und dass nun die ungekürzte Version veröffentlicht wird. Von „Dementi“ kann man also nicht sprechen, noch weniger von einem „Beweis“. Lediglich eingeschränkt wurde die Quelle des Funkspruchs, der keinem der Schiffe explizit zugeordnet werden kann. Ändert allerdings nichts daran, dass dieser ekelhafte Funkspruch von einem der Flotilla-Schiffe gesendet wurde.

  22. Da täuscht euch mal nicht, die Russen habbe noch mehr druff als ihr denkt. Und gepriesen sei G-tt, Rußland ist die einzige Nation der Welt, die dazu in der Lage ist, die USA von der Matte zu fegen.
     
    Entschuldigen Sie bitte, lieber Lichterberg – aber Sie sind kein Marxist, Sie sind Infantilist – wobei, Ihr spezieller, beschränkter Infantilismus kommt so blöde rüber, dass es fast schon lustig ist – wärs nicht so traurig.
     
    Nur ein Beispiel: Fakt ist, und Sie wissen das: New York zB, hat, nach Tel Aviv, die zweitgrößte jüdische Bevölkerung der Welt, und – ohne die USA gäbs kein Israel.
     
    Also alles, inklusive Israel von der Matte fegen?
     
    Wer solches träumt der isn Depp!

  23. Werter Baruch
    Wenn ich mir Geschichte anschaue, so sind viele Juden (wie immer dieser Begriff zu definieren ist) Kommunisten und Linke gewesen – bis zum heutigen Tag!
     
    In Deutschland können – historisch bedingt – lediglich Linke Kritik an Israel üben, einem  Land, das mit großer materieller (auch militärischer) Hilfe auch aus Deutschland entstand und sich ausdehnte. Weder CDU-  noch SPD- und FDP-Abgeordnete würden es wagen, Israel stärker zu kritisieren, als dies der unausgesprochene Konsens erlaubt.
     
    Ich halte es für mutig und richtig, was Norman Peach, Ingrid Höger, Hermann Dierkes u.a. getan haben und tun. Diesen das Etikett „Antisemiten“ anheften zu wollen wird dazu führen, dass das Etikett sehr deutlich an Wert verlieren wird – nicht nur bei der Linken.
     
    Die Politik Israels hat Bedeutung auch für uns Deutsche, deshalb sollten wir nicht  kommentarlos zuschauen, was dort passiert! Und wir sollten uns ganz und gar nicht in Kriege der USA hineinziehen lassen, die angeblich islamischen Ländern mehr Demokratie bringen wollen, denn auch bei den NeoCons sind in den USA viele Menschen, die Israel in einer besonderen Weise verbunden sind.
     
    Ob Islamisten Terroristen oder Freiheitskämpfer sind, vermag ich nicht beurteilen, ebenso  wenig, welchen „Demokratiestatus“ einzelne Länder in Europa, dem Nahen Osten oder der  islamischen Welt haben. Zu oft wurde ich durch Medien getäuscht. Leider haben wir in Deutschland keine Haaretz. Und was Meinungsfreiheit anbelangt, so hätte ich schon gern  auch solche Journalisten in Deutschland wie Avneri oder Levy.
     
    Wir sollten – auch wenn wir nicht die Meinung des anderen teilen – dafür Sorge tragen, dass  dieser seine Meinung, also seine Sicht auf die Dinge, kundtun kann. Üble Etikettierungen vergiften das Beobachtungs- und Denkvermögen und schüchtern Menschen ein. Aber das hatten wir schon zur Genüge in Deutschland mit den Etiketten „Ketzer“, „Demagoge“,  „Jude“ usw. Und auch heute ist unsere Meinungs- genauer Redefreiheit in Bezug auf nicht wenige Themen doch sehr eingeschränkt.
     
    Fast alle Religionsführer – weltliche wie auch die sich auf Offenbarungen berufenden – haben die Grundhaltung, dass ihre Sicht auf die Welt die einzig wahre ist – und das Ungläubige entweder bekehrt oder beseitigt werden müssen. Und bei vielen Völkern bestand über Jahrhunderte der Wunsch, ihren Lebensraum auf Kosten anderer zu vergrößern.
     
    Dem können wir nur Rechtsordnungen entgegensetzen, die die Freiheit des einzelnen sichert, unabhängig von seiner Weltanschauung oder Herkunft. Dazu gehört unabdingbar auch das
    Recht auf Meinungsfreiheit! Und Staaten müssen in friedlicher Koexistenz zusammenleben und nicht ständig ihr Territorium auf Kosten der Nachbarn vergrößern oder seine Nachbarn bedrängen.

  24. Zu der interessanten Frage von mir, ob nur die NPD sich an die Verfassung halten soll?: Das Bundesverfassungsgericht hat den Verbotsantrag abgelehnt, eben weil hier Verfassungsbruch von Seiten des deutschen Staates vorliegt! Gratulation an die Richter, ein Funke Hoffnung an dieses System bleibt mir erhalten.
    Vor ein paar Monaten bei uns in der Großstadt: Wochenlange Vorbeitung, 300 Polizisten im Einsatz, Straßenrazzia in einem heiklen Viertel. Zufällig war ich zugegen, bin einfach durch eine Polizeiabsperrung gelaufen, dabei habe ich beobachtet wie 15 Polizisten 2 am Boden kauernde Punker filzen. Da ist mir der Kragen geplatzt, „Da drüben sind die Vebrecher, und ihr kontrolliert mit 15 Mann plus Absperrung 2 Punker?“ Der Einsatzleiter schaute verlegen zu Boden und stammelte: „bitte weitergehen“ Der alles überragende Erfolg dieser Aktion (300 Polizisten im Einsatz) war zwei Tage später in der Presse zu lesen: 2 Klappmesser und ein CS-Gasspray wurden beschlagnahmt! Wow!
    Zu einer anderen Frage von mir, ob die Russen bald die A-Bombe auf den Kopf kriegen, soweit ist das garnicht hergeholt. In einer 2008er Ausgabe des Spiegels (eines der rennomiertesten Magazine Deutschlands) lassen sich die beiden Autoren über die Einsatz- und Abwehrfähigkeit der nuklearstreitkräfte Rußlands aus. Tenor: Die Russen habbe nix mehr druff, die Nato weiß ganz genau wo die mobilen Atomraketen der Russen stationiert sind usw.. Ich habe ja gedacht ich lese nicht richtig. Das werden die zwei Spiegel Autoren sich ja auch nicht einfach so ausgedacht haben, sondern die haben sich vorher mit Nato Leuten unterhalten, die haben ihnen diese Infos gegeben. Da täuscht euch mal nicht, die Russen habbe noch mehr druff als ihr denkt. Und gepriesen sei G-tt, Rußland ist die einzige Nation der Welt, die dazu in der Lage ist, die USA von der Matte zu fegen.

  25. Baruch Zion, wollen Sie jetzt mit Jane wetteifern wie man nicht über das Thema diskutiert. Das Thema des obigen Artikels sind einzelne Antisemiten in der Linken und die Toleranz der Führung der Linken. Wenn Sie dann mit ihren Verallgemeinerungen kommen, Links = antisemitisch, dann habe ich versucht Ihnen einiges zu zeigen
    wenn ich Ihrer „Logik“ folgen würde, dann waren Möllemann und  Hohmann, weil dem rechten Spektrum der politischen Landschaft angehörend richtige Philosemiten.
    Und es ist schon richtig, dass die Tschechoslowakei für die Waffen Geld bekam, aber damas belegten die USA und die UK Israel mit einem Waffenembargo.
    Ich erinnere mich, Mitte im Sommer 1983 oder 84 einen Vortrag des Rabbi Kahane in Jerusalem gehört zu haben, der ähnlich argumentiert hat wie Sie, nämlich alles Üble kommt von Linken. Er erzählte, dass im Krieg 1948 die israelischen Linken sich feig zurückhielten und es die ganz Rechten waren, die Israel schufen. Eine offensichtliche Geschichtslüge.
    Und nicht Linke übergaben Hitler die Macht, sondern Rechte.

    Und Linke sorgten dafür, dass es in Europa nach 1945 nicht zu einem ungehemmten Manchesterkapitalismus kam und dass auch arbeitende Menschen einen Anteil am Wohlstand erhielten.

    Und von jetzt an können Sie behaupten, die Erde sei flach und ich will nicht mehr widersprechen, glauben Sie doch die Tora von Sinai zu verkünden und die Weisheit mit Suppenlöffeln gegessen zu haben.
     

  26. “Nehmen Sie konkret die Studie oder den “Aufsatz” (darüber zu beckmessern bleibt Ihnen vorbehalten) und versuchen Sie uns zu zeigen, was an den erwähnten Fakten falsch ist.“

    Habe ich schon im Thread  zu ‚Ignorant,Weltfremd und dumm‘ getan.
     
    Nur noch mal kurz
     
    z.Bsp. die Funksprüche die angeblich von der Mavi Marmara gekommen sein sollten ‚Geht zurück nach Ausschwitz etc.“ stammten mit ziemlicher Sicherheit tatsächlich von Soldaten des IDF. Das Band war zusammen geschnitten und der IDF musste ein Dementi des Vorwurfs an die Mavi Marmara veröffentlichen – so geschehen am 5. Juni 2010. (Link zum Demente des IDF im anderen Thread) Aber das scheint die Autoren der ‚Studie‘ nicht zu interessieren – egal.
     
    Als Wissenschaftler ist man angehalten, die eigenen Thesen Fakten etc, kritisch zu prüfen. Davon kann in besagtem Aufsatz gar keine Rede sein – daher handelt es sich eher um Agitation, denn um einen wissenschaftlichen Aufsatz.
     
    Wenn z.Bsp. eine linke Lokalpolitikern als angeblich eindeutig antisemitisch motiviert dargestellt wird, weil sie einen weiteren Zuschuss für die Synagoge ablehnte und 2 Monate zuvor finanzielle Unterstützung für eine andere religiöse Gemeinde befürwortete – dann ist das ein Treppenwitz. Das bedarf schon genaueren Hinsehens – den Autoren war wohl entgangen, oder sie hatten möglicherweise auch bewusst den Fakt unterschlagen, dass die jüdische Gemeinde bereits eine gerade eben erst eingeweihte und auch von der Stadt bezuschusste Synagoge mit Großem TamTam eingeweiht hatte. Heute muss an so vielen Stellen gespart werden und dringend benötigte soziale Einrichtungen werden überall weg gekürzt – auch in besagter Stadt – aber gegen weitere und weitere Bezuschussung jüdischer Gemeindebauten darf man anscheinend nicht stimmen – weil das ja angeblich nur ein Ausdruck des Antisemitismus sein kann. Wissen Sie – wenn die Autoren solche Agitation betreiben, dann kann man nur konstatieren, dass sie dazu beitragen den Antisemitismus zu fördern. Etwas mehr Sachlichkeit würde ihnen jedenfalls gut zu Gesicht stehen.
     
    Da ließe sich zweifelsohne noch sehr viel mehr finden – Solche Darstellungen entsprechen dem hier allseits gepflegten Bloggerniveau. Wo da die Wissenschaftlichkeit sein soll – ist mir schleierhaft.

     
    Meine ziemlich lange Auseinandersetzung (lang für einen Thread) mit dem Zustandekommen der EUMC Richtlinien ist ebenfalls eine kritische Auseinandersetzung mit dem Text, werden diese doch als Grundlage definiert.
    Noch mal zu  ‚anti-deutsch‘:
     
    Obiger Artikel ist in der Zeitschrift ‚Jungle World‘ erschienen, das ist ein anti-deutsches Blatt und entstand in der Ablehnung gegen die Redaktion der ‚Jungen Welt‘ , die man von ‚Linksradikalen‘ Elementen säubern wollte.


    Ihrem Selbstverständnis nach will sie eine Plattform für unterschiedliche linke Positionen sein und sieht sich als undogmatische Linke Wochenzeitung. In der politischen Ausrichtung ist die Jungle World zwischen linksradikal und unorthodox links einzuordnen, wobei „die“ radikale Linke, insbesondere das „antiimperialistische“ Spektrum, von der Berichterstattung der Jungle World oft mit Argwohn und Ablehnung betrachtet wird. Für die Jungle World sind viele antiimperialistische Bewegungen unreflektiert und nationalistisch. Regelmäßig kommen in dem Blatt Autoren zu Wort, die der Bewegung der Antideutschen zugerechnet werden. Andererseits ist sie auch von der explizit antideutsch orientierten Zeitschrift Bahamas gelegentlich attackiert worden


    Die Zeitschrift wird u.a. vom Verfassungsschutz des Landes Brandenburg als eine der wichtigsten Publikationen der antideutschen Bewegung eingestuft.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Jungle_World



    Obiger Artikel wurde, wie man unschwer sehen kann, also im Hausblatt der Antideutschen veröffentlicht, genauso Samuel Salzborns Artikel ‚Weltfremd, ignorant und dumm‘.
     
    Jungle World hat schon über 50 Artikel von Salzborn veröffentlicht, man dürfte ihn wohl damit als Hausjournalisten eines der wichtigsten antideutschen Publikationen betrachten.
     
    Sebastian Voigt seinerseitsist Gründer von BAK Schalom, einer Organisation innerhalb der LInken, die sich explizit, als eines ihrer Hauptanliegen, der Solidarität mit Israel verschrieben hat:
     
    Aus dem Grundsatzprogramm von BAK-Schalom:


    Eine grundlegende Diskussion über die Ausrichtung fortschrittlicher Gesellschaftskritik und eine schonungslose Kritik von Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressivem Antikapitalismus innerhalb wie außerhalb der Partei DIE LINKE. ist die Aufgabe des BAK Shalom.
     
    http://bak-shalom.de/index.php/materialien-des-bak-shalom/wir/
     
    Das liest sich ziemlich genauso wie die heilige Dreifaltigkeit der Anti-Deutschen – also kommen Sie mir nicht damit, dass die Autoren nicht dem anti-deutschen Spektrum zuzurechnen sind. Wenn sie solche Inhalte befürworten – dann stehen sie doch dazu.

  27. Das Shylock-Syndrom, nach Hans Mayer
     
    Möchte nun doch noch einmal an Ernst Simmel erinnern, der sich dem Phänomen Antisemitismus psychoanalytisch genähert hat, die Verschlingungstendenz, das Zum Verschwinden bringen wollen, den eliminatorischen Charakter von Hass, insbesondere dem Judenhass, des Antisemitismus also analytisch nachgewiesen, erklärt und mit dem Begriff des Jew-biting einprägsam dargestellt hat.

    Konsequent weitergeführt, kann man, um die gegenwärtige Situation, streckenweise auch hier im Kommentarbereich von haGalil – leider –  zutreffend beschreiben zu können, heutzutage also durchaus von Israel-biting sprechen – erschreckend, eigentlich.
     
     

  28. @Karl Pfeifer

    die Russen mit ihrer Kommunistischen Linken Diktatur und Unterjochung vieler Ost Europäischer Staaten, haben die Tschechen mit Russischen  Panzer gezwungen ein Kommunistisches Land zu bleiben.
    Freiwillig war das bestimmt nicht!
    Und die Waffenlieferungen hatten wirtschaftliche und politische Gründe.

    Herr Pfeifer für was steht das Judentum?  Für Freiheit Individualismus und Pluralismus.  Islam Linke und Rechte haben nur ein Ziel und das ist die Abschaffung von Demokratie Freiheit und Individualismus.

    Schauen sie sich die ganzen Mitläufer von NSDAP, SED und Linken an. Alle kennen das Ziel und laufen doch weiter mit.  Warum wohl ?

  29. @Karl K.

    die Linken und die Kommunisten waren noch nie Freunde der Juden was auch logisch ist.

    Denn Linke und Kommunisten sind radikale Oorganisationen mit Diktatorischen Charakter vergleichbar mit dem Islam der ebenfalls keine Demokratie zulässt.

    Der Feind meines Feindes ist mein Freund  Hitler Stalin Pakt

    die Linke Bundestagsabgeordnete Höger auf einem Schiff voller Islamisten gegen Israel.

    Was ist das Ziel des Islam und was ist das Ziel der Kommunisten?

    Sie haben schon mitbekommen das die Bevölkerung in Islamischen Ländern für Freiheit und Demokratie Kämpfen? 

    Für was Kämpft die Bundeswehr in Afghanistan?

  30. @ Baruch Zion
     
    „Und desswegen hassen die Linken die Juden und versuchen zusammen mit dem Islamistischen Terroristen die Juden zu Vernichten.“

    Sind Sie sicher, dass Sie diesen Satz ernst meinen?   Wenn ja, sollten Sie mal versuchen herauszufinden, ob es zwischen schwarz und weiß noch etwas anderes gibt!

  31. Baruch Zion Ihre Verallgemeinerungen können nicht unwidersprochen bleiben.
    Nehmen wir den Staat Israel 1948. Ohne tschechoslowakischen Waffen, hätte dieser nicht überleben können. Es gibt Antisemiten bei Linken, aber deswegen darf man ja keine Pauschalurteile abgeben. Solche Pauschalurteile sind fast immer falsch, weil sie einer komplexen Wirklichkeit nicht gerecht werden.
    Und bitte phantasieren Sie nicht über Juden als ob alle Juden einer Meinung wären, oder gar ihre Ansichten teilen würden.
    Sicher gab es in der DDR Antisemitismus und zwar von staatlicher Seite. Das wird von mir nicht bestritten.
    Differenzieren kann überhaupt nicht schaden.

  32. @Jane

    Dass die israelische Politik zahlreiche Flanken zur Kritik hat, ist nicht Schuld der Kritisierenden

    Aber die Motivation der Kritiker die Israel Kritisieren ist zu hinterfragen und zu beleuchten.
    Die Linken mit ihrer Mörderischen und Unmenschlichen Geschichte, bekommen immernoch den grössten Stimmenanteil aus Ostdeutschland. Der Teil deutschland der Millionen Menschen Unterdrückt und tausende Kritiker eingesperrt oder Ermorden lies.
    Ostdeutschland war das Unrechtsregime (DDR) was mit Israel keinen Kontakt hatte und auch nicht wollte. Dieser Unterdrückungsstaat DDR hatte aber dafür sehr gute Kontakte zur PLO und den Terrororganisationen von der PLO. Die DDR hat Terror gegen Israel unterstützt und finanziert. Die DDR hat Top Terroristen in Ost Berlin versteckt und Schutz gewährt.

    Juden wurden in der DDR von der Stasi Bespitzelt, Beobachtet und eingeschüchtert. 

    Das ist die Geschichte der heutigen Linken und viele alte Stasi Genossen die genügend Blut an den Händen haben arbeiten heute noch sehr aktiv bei den Linken mit.

    Der Verfassungsschutz warnt wieder vor dem erstarken des Linken Terror. 
    Der grösste Feind der Linken und Kommunisten ist Freiheit Demoktatie und Pluralismus. Das ist es was sie abschaffen wollen und die Juden sind ihre stärksten Gegner bei dem Job. 

    Und desswegen hassen die Linken die Juden und versuchen zusammen mit dem Islamistischen Terroristen die Juden zu Vernichten.

     

  33. Jane und noch etwas, auch wenn Sie tausendmal behaupten, man wolle ja nur Kritik an Israel abwürgen bleibt das unwahr.
    1) ein blick in israelische medien zeigt, dass diese voll mit Kritik sind. Das ist auch gut so.
    2) ein blick in hagalil zeigt, dass auch diese Website voll davon ist. Auch das ist gut
    Worauf es ankommt, ist die Frage, ob es dabei einen doppelten Standard gibt und ob antijüdische Stereotypen benützt werden.
    Und so ist es auch mit der Kritik von Salzborn/Voigt. Die Frage ist, ob sie für die LINKE einen besonderen Massstab anwenden. Tun sie nicht. Ob sie Stereotypen gegen die LINKE benützen. Tun sie nicht. Und Dierkes, Höger und andere „Antizionisten“ wird man ja noch kritisieren dürfen, ohne in einen Winkel „antideutsch“ gestellt zu werden.

     

  34. Jane, Sie können  die Working Definition der EUMC in Frage stellen, bislang gibt es keine bessere und Sie können uns auch keine bieten.
    Und auch wenn Sie so lange Mantras über „antideutsch“ schreiben und den Verfassungschutz zitieren, müssen Sie uns noch nachweisen, dass Samuel Salzborn im Sinn, wie Sie es beschrieben haben „antideutsch“ ist. Und genau das tun Sie nicht. Es ist auch irrelevant, wie Menschenrechtsrat der UNO Israel beurteilt, weil dieser auch schwer an Einseitigkeit leidet. Was ja bei seiner Zusammensetzung kein Wunder ist.
    Nehmen Sie konkret die Studie oder den „Aufsatz“ (darüber zu beckmessern bleibt Ihnen vorbehalten) und versuchen Sie uns zu zeigen, was an den erwähnten Fakten falsch ist. Denn dass Sie Jane mit jeder antisemitischen Unterstellung einverstanden sind, mit Boykott von Israel, mit islamistischen Provokationen (Mawi Marmara), das beweist gar nichts gegen die Studie.
    Ich wurde hier auch von frenetischen Palästinabegeisterten als „antideutsch“ hingestellt. Die brauchen genauso wie Sie kein Substrat. Die Behauptung ist schon  Beweis.
    Und Salzborn hat sehr gute Arbeit geleistet gegen die ewig gestrigen unter den Vertriebenen. Mit denen Sie wahrscheinlich genauso sympathisieren, wie mit den arabischen „Revisionisten“, die das Rad der Geschichte zurückdrehen möchten.

  35. “Jane hat drei “Argumente” anzuführen.

    1) Die beiden Forscher seien “antideutsch”, ohne uns zu erklären, was sie darunter versteht.  Jane springt natürlich auf den Zug der Rechtsextremisten auf, wenn sie Salzborn als antideutsch diffammiert.“

    Herr Pfeifer  – eine Einordnung der Autoren ins sogenannte ‚antideutsche‘ Spektrum hat nichts mit Rechtsextremismus zu tun. ‚Antideutsch‘ ist ein fest umrissener Begriff und hat nichts im Umkehrschluss mit ‚pro-deutsch‘ zu tun.

    Der Begriff Antideutsche ist vor 1989 noch eine ziemlich diffuse Fremdbezeichnung für die innerdeutsche antipatriotische Bewegung wie auch für die Politik der Alliierten gegenüber Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Seine heutige Prägung erfuhr der Begriff erst sehr viel später, indem er als Selbstbezeichnung von einer spezifischen theoretischen Strömung innerhalb der Linken wieder aufgegriffen wurde
    Antideutsche sind eine aus verschiedenen Teilen der radikalen antifaschistischen Linken hervorgegangene Strömung. Antideutsche wenden sich nach eigener Überzeugung gegen einen besonderen deutschen Nationalismus, der im Zuge der deutschen Wiedervereinigung erstarkt sei. Die Antideutschen sind innerhalb des linksradikalen Lagers Gegenstand heftiger Kontroversen.

    Der Verfassungsbericht 2006 meint, dass die Antideutschen aufgrund teilweise verschiedener ideologischer Ausprägungen des antideutschen Spektrums kein einheitlicher Block seien. Als Gemeinsamkeit nennt er das Bekenntnis zu „bedingungslose[r] Solidarität mit der Politik Israels und dem jüdischen Volk“. Dies schließe die „Befürwortung aller Maßnahmen ein, die geeignet erscheinen, den Bestand des Staates Israel als einzigen Schutzraum der Holocaustüberlebenden zu sichern. Da die USA als einziger ‚ehrlicher‘ Verbündeter Israels gesehen würden, wendeten sich Teile der Antideutschen gegen jede Form des Antiamerikanismus.“
    Der Verfassungsschutzbericht 2008 konstatiert:
    Den Höhepunkt ihres Einflusses auf den traditionellen LInksextremismus hat die „antideutsche“ Strömung inzwischen überschritten. Ihr wird in der Szene kaum noch Aufmerksamkeit entgegengebracht

    Antideutsche sehen das Dasein von Juden in aller Welt und insbesondere im Staat Israel von verschiedenen Seiten bedroht – sowohl durch das Fortbestehen einer Ideologie der Volksgemeinschaft in den westlichen Ländern und insbesondere in Deutschland („Postfaschismus“), als auch durch die Ignoranz der europäischen Regierungen gegenüber dem erstarkenden Antisemitismus in der EU und in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Besonders der virulente Antisemitismus in vielen islamischen Ländern sei ein nicht zu unterschätzender Angriff auf das Existenzrecht Israels und Bestandteil einer „Antisemitischen Internationale“.
    Aus dieser Analyse folgt für Antideutsche die Forderung nach bedingungsloser Solidarität mit Israel, welches als Staat der Holocaust-Überlebenden eine notwendige Zuflucht für verfolgte Juden aller Länder bilde. Diese grundsätzliche „Israel-Solidarität“ beinhaltet bei vielen Antideutschen auch die volle Unterstützung für die konkreten politischen und militärischen Maßnahmen der jeweiligen israelischen Regierungen. Israel habe als Opfer beständiger Aggression durch palsätinensische Organisationen das Recht, sich mit Maßnahmen wie Kontrollen, Sicherungsanlagen und gezielte Tötungen zu verteidigen. Ein sich in fortwährendem Bedrohungszustand befindendes Israel dafür zu kritisieren, dass es seine Selbstverteidigung aktiv, und sofern notwendig auch präventiv, betreibt, laufe darauf hinaus, seine Vernichtung in Kauf zu nehmen. Solidarität, die über Lippenbekenntnisse hinausgehen wolle, könne daher nur bedingungslos sein.

    Um eine pauschale Affirmation jedweden Handelns der israelischen Politik zu vermeiden, befürworten einige prominente Vordenker der antideutschen Linken eine nähere Bestimmung der Solidarität mit Israel. So entwickelte Stephan Grigat den „zionistischen kategorischen Imperativ“ als Maßstab für die Solidarisierung, die nur solche Aktionen umfasse, die dazu beitragen, „die Möglichkeiten reagierender und präventiver Selbstverteidigung“ des Staates Israel aufrechtzuerhalten.

    Insbesondere an der Frage der Israelsolidarität vollzog sich der Bruch zwischen der traditionell eher pro-palästinensisch eingestellten Antiimperialisten und pro-israelischen Antideutschen. Ihre Position steht zugleich aber auch im Gegensatz zu ethnopluralistische Strömungen innerhalb der Neuen Rechten, die aus dem postulierten „Selbstbestimmungsrecht aller Völker“ die Souveränität aller (National-)staaten ableiten, und diese auch Israel zugestehen. Die Pro-Israel-Haltung der Antideutschen muss also in doppelter Abgrenzung zu völkisch-nationalistischen Kreisen sowie der antiimperialistischen und antizionistischem Linken gesehen werden, wobei sich auch teilweise überschneidende Denkmuster konstatiert und kritisiert werden.

    Ilse Bindseil kritisiert, dass die Antideutschen sich letztlich nicht mit den Konsequenzen von Ausschwitz für die deutsche Gesellschaft und für die eigene Biographie beschäftigten. Sie sieht im moralischen Sektierertum der Antideutschen die „Suche nach Flucht in die Unschuld“ der Nach-68er, die erkennen mussten, dass der Bruch mit der Generation sie nicht vor den Zuständen der „Postfaschistischen Gesellschaft“ schütze. Statt der Komplexität von Themen wie Auschwitz gerecht zu werden, bestehe in diesem Teil der Gesellschaft der Hang zu unterkomplexen Reflexions- und Handlungsschemata, die letztlich vom Ausgangsproblem ablenkten und dieses nicht mehr transparent erscheinen ließen. „Das Böse musste her, damit der Riss in der Biographie gekittet werden konnte“ (Ilse Bindseil).

    Gerhard Hanloser bemängelt, hieran anknüpfend, eine „Kritische Kritik“, wie Karl Marx sie in Bezug auf Bruno Bauer als bloß theoretisierende, nicht aber praktische Kritik bekämpfte. Diese „Kritische Kritik“ sei letztlich, so Hanloser, nur eine „Selbstbespiegelung vermeintlich kritischer Geister“. Kritik verkomme so als „Habitus“ und setze sich mit „Denunziation“ und „Polemik“ gleich, wie sich auch im oft unsachlichen Stil antideutscher Publikationen widerspiegele

    http://de.wikipedia.org/wiki/Antideutsche

    “Es handelt sich um keine Studie sondern um einen Aufsatz
    Ja, dann kann man sich weiter gegen den Vorwurf immunisieren, braucht gar nicht darauf einzugehen.“

    Herr Pfeifer – Es steht Ihnen natürlich frei, ebenso einzelne Thesen des Aufsatzes zu thematisieren und wir können dann gerne darüber diskutieren.
    Ich glaube in der Auseinandersetzung um diesen Aufsatz, ist bislang niemand konkreter auf seinen Inhalt eingegangen als ich. Natürlich kann  man einen 16-seitigen Aufsatz nicht mit ein paar Blogeinträgen abhandeln, aber Beispiel habe ich jedoch schon einige sehr konkret behandelt.

    Darauf hinzuweisen, dass es nicht gerade redlich ist, einen Aufsatz als Studie auszugeben, zumindest dann, wenn er als Studie bislang gar nicht angenommen ist, ist völlig legitim. Fraglos hätten Salzborns Thesen niemals diese Aufmerksamkeit erlangt, hätte man sie wahrheitsgemäß unter dem Lable ‚Aufsatz‘ veröffentlicht und das ist für sich schon ein Politikum, hat der Aufsatz doch ein nicht geringes Unterfangen zum Ziel, die Partei der LInken in ihrer Gesamtheit zu disrkeditiern.

    Dass die israelische Politik zahlreiche Flanken zur Kritik hat, ist nicht Schuld der Kritisierenden und insofern rechts-nationale Kreise sich solches tatsächlich zu Nutze machen, um ihre antisemitische Gesinnung zu kaschieren, ist das ein Thema – dass Israel nicht zu kritiseren ist, weil man letzteres nun einmal nicht verhindern kann, ist aber keine akzeptable Option.

  36. Zunächst stellt der Autor besagter ‘Studie’ die Arbeitsgrundlage anhand derer er die Partei Die Linke hinsichtlich antisemitischer Tendenzen untersuchen will vor. Es handelt sich um die Arbeitsdefinition der Europäischen Union aus dem Jahr 2005. Allein diese Arbeitsdefinition war seit ihrer Entstehung bereits sehr umstritten. Ähnlich wie die frühzeitige Veröffentlichung von Salzborns Thesenpapier, wurde auch selbige, auf Druck von pro-zionistischen Kreisen veröffentlicht, obwohl das Papier als nicht ausgereift betrachtet wurde.

    Die Entstehung der »Arbeitsdefinition« ist durch weitgehenden Mangel an demokratischer Teilnahme und Transparenz gekennzeichnet. Prozionistische Interessengruppen, insbesondere das American Jewish Comittee, aber auch obskure, nicht im geringsten repräsentative Gruppen wie »honestly concerned« und das Blatt Die Jüdische, haben dabei eine ungleich größere Rolle gespielt als die politischen Parteien.


    Gegenpositionen, auch von jüdischer und israelischer Seite, fanden kaum Gehör und wurden, wie Alfred Grosser bei einem »öffentlichen Expertengespräch« im November 2004, als »Antisemiten« niedergemacht. Die offensichtliche Tatsache, dass es bei der zentralen Frage, wie weit und in welcher Form Kritik an der israelischen Politik »zulässig« ist, nicht zuletzt auch um handfeste Interessen geht, wurde gar nicht oder jedenfalls nur unzureichend reflektiert. Knut Mellenthin, Junge Welt

    Die Entstehung dieser Thesen bedürfte in der Tat einer genaueren Untersuchung, scheint die Absicht, eine Arbeitsgrundlage zu schaffen, welche es in Zukunft einfacher machen sollte, Kritik an der israelischen Besatzungspolitik zu verunmöglichen und als Antisemitismus zu brandmarken. Herr Salzborns Aufsatz darf man daher als direktes Ergebnis dieser Bestrebungen betrachten. Die Teilnahme einzelner Mitglieder an dem Hilfskonvoi zur Durchbrechung der israelischen Blockade, betrachtet der Autor, als ‚Gipfel‘ der antisemitischen Agitation der Partei.
    Nun ist es so, dass der Menschenrechtsrat der UNO eindeutig Stellung genommen hat, hinsichtlich der Blockade des Gaza-Streifens. Diese ist illegal und stellt eine unzulässige Kollektivbestrafung dar. Spätestens seit 2007 ist es unmöglich Israel nicht auch weiterhin als Besatzungsmacht Gazas zu begreifen, als solches hat Israel eine Fürsorgepflicht, die es sträflich verletzt, bzw. völlig konterkariert. Die Lieferung von dringend Notwendigem für die zivile Infrastruktur und die Versorgung der Zivilbevölkerung wurde von Israel sabotiert und verhindert. Die völlig willkürliche Selektion von Hilfsgütern nach vollkommen absurden Kriterien, hat nichts mit sicherheitspolitischen Interessen zu tun, behindert sie doch aktiv eine ausreichende Ernährung der Menschen, sabotiert grundlegende Bedürfnisse, wie das Recht auf Bildung (Schulmaterial) in Gaza und eine Wiederherstellung der zivilen Infrastruktur, welche von Israel in großem Umfang beschädigt wurde.
    Gleichzeitig pocht Israel darauf, nicht Besatzungsmacht über den Gaza-Streifen zu sein. Der politische Protest, welchem sich einzelne Parlamentarier der Linken anschlossen, in dem sie einen Hilfskonvoi mit humanitären Gütern für Gaza begleiteten, ist nicht nur legitim, sondern geboten. Insofern sich Israel nicht als Besatzungsmacht versteht, gibt es auch keinen Grund, das Schiff am Passieren palästinensischer Gewässer zu hindern.

    Die Flotte wollte die israelische Seeblockade durchbrechen, um die geladenen Hilfsgüter direkt nach Gaza zu bringen. Mediziner von IPPNW, die sich für eine friedliche, atomtechnologiefreie und menschenwürdige Welt einsetzen, befanden sich ebenso auf den Schiffen, wie Vertreter von Pax Christi, der schwedische Schriftsteller Henning Mankell, Mitglieder verschiedener Nichtregierungsorganisationen und Abgeordnete aus mehreren Staaten. Der Verein „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ und die israelische Friedensbewegung „Gush Shalom“ hatten an Israel appelliert, die Schiffe mit der humanitären Hilfe passieren zu lassen.
    Wolfang Lieb, ‚ ‚Nachdenkseiten 15.7.2010

    In einer Erklärung sagte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton am Dienstag in Brüssel: „Die EU wiederholt erneut ihre Forderung nach einer unverzüglichen, dauerhaften und bedingungslosen Öffnung der Grenzübergänge von und nach Gaza für humanitäre Hilfslieferungen sowie für den Waren- und Personenverkehr.“Die Blockade sei „unannehmbar” und „politisch kontraproduktiv“. Daher müsse dringend eine dauerhafte Lösung der Probleme im Gazastreifen gesucht werden. Nach Ansicht der Außenbeauftragten gibt die humanitäre Lage im Gazastreifen Anlass zu großer Besorgnis. Ashton bekräftigte die scharfe Kritik an dem israelischen Militäreinsatz gegen die „Solidaritätsflotte“ für Gaza.
    Auch aus dem Europäischen Parlament war das Vorgehen Israels scharf kritisiert worden. Die Europaabgeordnete Alexandra Thein (FDP), die selbst erwogen hatte, durch eine Teilnahme an der Flottille ein Zeichen gegen die Blockade zu setzen, kritisierte den unverhältnismäßigen Einsatz von Waffengewalt. Welt online. 2.6.2010

    Möchte Herr Salzborn nun auch gegen die antisemitischen Umtriebe in der FDP, PAX Christi und gegen andere europäische Parlamentarier vorgehen? Vermutlich würde er es gerne und nach seiner Logik wäre das auch geboten, es wäre jedoch taktisch ungeschickt. Die Linke jedoch zu diskreditieren, deren Wahlerfolge allemal allen anderen Parteien ein Dorn im Auge sind, dürfte hingegen erfolgversprechender sein und sendet natürlich eine unausgesprochene Botschaft aus, dass israelische Politik zu aktzeptieren und nicht zu hinterfragen ist. Der Aufsatz treibt somit einen Keil in bestehende Konflikte der innerdeutschen Parteienlandschaft und macht sich diese geschickt zunutze, um israelische Politik für sakrosant zu erklären. Ein Trauerspiel ist die reflexhafte Unterstützung dieser Thesen durch andere Parlamentarier, ja mitunter sogar durch linke Parlamentarier.

    Hat es nicht jede Menge Solidarisierung mit der Gaza-Hilfsflotille gegeben und wurde das Vorgehen Israels hingegen nicht scharf kritisiert, auch wenn natürlich nicht alle Fraktionen und Parlamentarier die Protestaktion gut hießen? Wer alles ist also gemeint, wenn Herr Salzborn die Teilnahme an einer friedlichen Protestaktion zur Durchbrechung der illegalen Blockade des Gaza-Streifens durch Internationale und Juden, als ‚Gipfel des Antisemitismus‘ bezeichnet?

    In diesem Zusammenhang muss man die Verurteilung der Linken durch Parlamentarier anderer Parteien, als heuchlerisch, opportunistisch und feige bezeichnen. Es ist eine Sache, dass die Mitglieder anderer Fraktionen nicht ähnlich offensiv die israelische Politik verurteilen möchten, wie es zu weilen in der Linken geschieht – eine andere ist es eine Diffamierung der friedlichen Protestaktion der Gaza-Hilfsflotille als antisemitisch zu brandmarken – wird doch eine Beendigung der Blockade des Gaza-Streifens von allen Parteien gefordert. Vermutlich haben die Parlamentarier sich der Kritik der Studie kritiklos angedient, nicht begreifend, wie sehr hiermit die Blockade Gazas indirekt legitimiert werden soll, deren Ablehnung jedoch weitgehend Konsens im Bundestag ist.

    Nun ist eine der Thesen in der ‚Arbeitsgrundlage‘, dass man an den Staat Israel nicht andere Maßstäbe an den Staat Israel anlegen dürfe, als an andere Staaten auch. Das ist im Prinzip vollkommen gerechtfertigt. Dies beinhaltet jedoch, dass man Israel eben auch kritisieren darf, wie jedes andere Land auch. Genau dies soll jedoch mit Aufstellung dieser Thesen verhindert werden. Tatsächlich fordert das Papier eine Ungleichbehandlung Israels durch die Internationale Gemeinschaft in dem es eng umgrenzte Defintionen schafft, innerhalb derer man die israelische Politik kritisieren darf oder nicht. Kritik an Israel, Antizionismus, wird mit Antisemitismus gleich gesetzt. Ein solches Ansinnen ist allerdings für sich schon einmalig und kommt keinem anderen Land zugute. Begriffe wie z.Bsp. ‚rassistisch‘ dürfen lt. dieser Arbeitsgrundlage hinsichtlich der israelischen Politik nicht benutzt werden, was per se ein Angriff auf die freie Meinungsäußerung darstellt. Gerade zur Eindämmung rassistischer Bestrebungen, ist die Freiheit der Presse unabdingbar und dazu gehört selbstverständlich Rassismus zu benennen, wo er sein hässliches Gesicht zeigt. Dies gilt für alle Länder, selbstverständlich auch für Israel. Es handelt sich um einen amtlich sanktionierten Maulkorb. Indirekt wird daher durch diese Arbeitsgrundlage eine Legitimation und Duldung des Rassismus gefördert, jedenfalls dann, wenn er sich in Israel oder in den besetzten Gebieten abspielt. Dies konterkariert die Grundwerte der Europäischen Union und ist daher nicht hinnehmbar. Es wäre legitim, den Vorwurf des Rassismus fundiert begründen zu müssen; sofern dies aber möglich ist, ist eine solche Kritik dringend notwendig. Das Arbeitspapier, sagt nun es sei ein Ausdruck des Antisemitismus, wenn man den israelischen Staat als ‚rassistisches Konstrukt‘ bezeichnet – nun insofern es dabei bleibt ist das in Ordnung, es darf jedoch nicht dahin gehend ausgelegt werden, dass man rassistische Auswüchse israelischer Politik, so wie auch in anderen Ländern zuweilen, nicht mehr auch benennen darf. In der Praxis jedoch wird dieser Unterschied von Adepten der israelischen Besatzungspolitik permanent verwischt und das Grundlagenpapier wird hierfür als unzulässige Grundlage genutzt. Der Autor macht hierbei keine Ausnahme. Die teilweise vermutlich recht bewusst verschwommen gehaltene Zuschreibung in der Arbeitsgrundlage, dürfte wohl nicht unabsichtlich so gehalten sein. Daher bedürfte es dringend einer kritischen Bestandsaufnahme, besagter Arbeitsgrundlage, war ihre Veröffentlichung doch Anfang an nicht frei von einseitig, artikulierten Interessen.

    Alleine die Entstehungsgeschichte und der Umstand, dass dem Antisemitismus, eine solche ‚Arbeitsgrundlage‘ gewidmet wird, stellt einen Sonderweg dar. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, welche in der EU ein sehr viel virulenteres Problem sind, als der Antisemitismus, verfügen über keine derartige Arbeitsgrundlage. Antisemitismus, ist allerdings, genau wie Rassismus in der EU nicht akzeptiert, wenn auch mehr oder weniger Realität. Es gibt zahlreiche Anti-Diskriminierungsgesetzte und auch antisemitische Agitation steht in Deutschland unter Strafe. Das Arbeitspapier ‚der EU‘ stellt hier allerdings Definitionen auf, die angeblich Antisemtismus bekämpfen, Rassismus jedoch legitimieren oder zumindest begünstigen, insofern er durch Israelis oder Juden ausgeübt wird. Das ist nicht akzeptabel und wird auch von linken, pazifistischen Juden nicht unkritisch bewertet.

  37. Jane hat drei „Argumente“ anzuführen.
    1) Die beiden Forscher seien „antideutsch“, ohne uns zu erklären, was sie darunter versteht.  Jane springt natürlich auf den Zug der Rechtsextremisten auf, wenn sie Salzborn als antideutsch diffammiert.
    „Mit Haß Karriere machen Samuel Salzborn – der neue Stichwortgeber der „antifaschistischen Vertriebenenfeinde“
    kann man auf einer solchen Website lesen.“ Und dann:
    „Schließlich würde es nicht mit rechten Dingen zugehen, wären jene Volkspädagogen, „Antideutschen“ und Vertriebenenverächter, die jahrelang beständig ihren mahnenden Zeigefinger erhoben hatten, über Nacht wie durch Zauberspruch verschwunden. Nein, sie sind präsenter denn je und schicken sich an, durch immer radikalere antideutsche Thesen die lange gepflegte eigene Maske moralischer Überlegenheit selber vom streitlüsternen Haupt zu ziehen. Ihr neuer Haupt-Stichwortgeber heißt übrigens Samuel Salzborn.“
    2) Jane ist einverstanden mit dem“jüdisch-israelischen“ Persilscheingeber von Dierkes & Höger. Zuckermann publiziert beim Wiener Promediaverlag, der auch das Buch „Blumen aus Galiläa“ des russisch-schwedischen Antisemiten „Israel Shamir“ veröffentlichte, ein Buch das auch von Rechtsextremisten beworben und verkauft wird. Weshalb wohl braucht Jane einen „jüdisch-israelischen“ Kronzeugen?
    3) Es handelt sich um keine Studie sondern um einen Aufsatz
    Ja, dann kann man sich weiter gegen den Vorwurf immunisieren, braucht gar nicht darauf einzugehen. Wer links ist, kann kein Antisemit sein lautet das Argument, als ob es in der Sowjetunion und den Staaten des „realen Sozialismus“ wie die DDR keinen Antisemitismus gegeben hätte. Da lese man doch was dazu Mitglied der LINKEN Peter Hermlin aussagt:

    http://www.juedische- allgemeine.de/article/view/id/10462

    Und natürlich gibt es einige durchaus seriöse Funktionäre der LINKEN die mit Recht z.B. über den Skandal, „Kauft nicht bei Israel“ (das doch hübscher klingt als „kauft nicht bei Juden) empört sind.

  38. Zunächst stellt der Autor besagter ‚Studie‘ die Arbeitsgrundlage anhand derer er die Partei Die Linke hinsichtlich antisemitischer Tendenzen untersuchen will vor. Es handelt sich um die Arbeitsdefinition der Europäischen Union aus dem Jahr 2005. Allein diese Arbeitsdefinition war seit ihrer Entstehung bereits sehr umstritten. Ähnlich wie die frühzeitige Veröffentlichung von Salzborns Thesenpapier, wurde auch selbige, auf Druck von pro-zionistischen Kreisen veröffentlicht, obwohl das Papier als nicht ausgereift betrachtet wurde.

    Die Entstehung der »Arbeitsdefinition« ist durch weitgehenden Mangel an demokratischer Teilnahme und Transparenz gekennzeichnet. Prozionistische Interessengruppen, insbesondere das American Jewish Comittee, aber auch obskure, nicht im geringsten repräsentative Gruppen wie »honestly concerned« und das Blatt Die Jüdische, haben dabei eine ungleich größere Rolle gespielt als die politischen Parteien.
    Gegenpositionen, auch von jüdischer und israelischer Seite, fanden kaum Gehör und wurden, wie Alfred Grosser bei einem »öffentlichen Expertengespräch« im November 2004, als »Antisemiten« niedergemacht. Die offensichtliche Tatsache, dass es bei der zentralen Frage, wie weit und in welcher Form Kritik an der israelischen Politik »zulässig« ist, nicht zuletzt auch um handfeste Interessen geht, wurde gar nicht oder jedenfalls nur unzureichend reflektiert. Knut Mellenthin, Junge Welt


    Die Entstehung dieser Thesen bedürfte in der Tat einer genaueren Untersuchung, scheint die Absicht, eine Arbeitsgrundlage zu schaffen, welche es in Zukunft einfacher machen sollte, Kritik an der israelischen Besatzungspolitik zu verunmöglichen und als Antisemitismus zu brandmarken. Herr Salzborns Aufsatz darf man daher als direktes Ergebnis dieser Bestrebungen betrachten. Die Teilnahme einzelner Mitglieder an dem Hilfskonvoi zur Durchbrechung der israelischen Blockade, betrachtet der Autor, als ‚Gipfel‘ der antisemitischen Agitation der Partei.

    Nun ist es so, dass der Menschenrechtsrat der UNO eindeutig Stellung genommen hat, hinsichtlich der Blockade des Gaza-Streifens. Diese ist illegal und stellt eine unzulässige Kollektivbestrafung dar. Spätestens seit 2007 ist es unmöglich Israel nicht auch weiterhin als Besatzungsmacht Gazas zu begreifen, als solches hat Israel eine Fürsorgepflicht, die es sträflich verletzt, bzw. völlig konterkariert. Die Lieferung von dringend Notwendigem für die zivile Infrastruktur und die Versorgung der Zivilbevölkerung wurde von Israel sabotiert und verhindert. Die völlig willkürliche Selektion von Hilfsgütern nach vollkommen absurden Kriterien, hat nichts mit sicherheitspolitischen Interessen zu tun, behindert sie doch aktiv eine ausreichende Ernährung der Menschen, sabotiert grundlegende Bedürfnisse, wie das Recht auf Bildung (Schulmaterial) in Gaza und eine Wiederherstellung der zivilen Infrastruktur, welche von Israel in großem Umfang beschädigt wurde.

    Gleichzeitig pocht Israel darauf, nicht Besatzungsmacht über den Gaza-Streifen zu sein. Der politische Protest, welchem sich einzelne Parlamentarier der Linken anschlossen, in dem sie einen Hilfskonvoi mit humanitären Gütern für Gaza begleiteten, ist nicht nur legitim, sondern geboten. Insofern sich Israel nicht als Besatzungsmacht versteht, gibt es auch keinen Grund, das Schiff am Passieren palästinensischer Gewässer zu hindern.

    Die Flotte wollte die israelische Seeblockade durchbrechen, um die geladenen Hilfsgüter direkt nach Gaza zu bringen. Mediziner von IPPNW, die sich für eine friedliche, atomtechnologiefreie und menschenwürdige Welt einsetzen, befanden sich ebenso auf den Schiffen, wie Vertreter von Pax Christi, der schwedische Schriftsteller Henning Mankell, Mitglieder verschiedener Nichtregierungsorganisationen und Abgeordnete aus mehreren Staaten. Der Verein „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ und die israelische Friedensbewegung „Gush Shalom“ hatten an Israel appelliert, die Schiffe mit der humanitären Hilfe passieren zu lassen.
    Wolfang Lieb, ‚ ‚Nachdenkseiten 15.7.2010

    In einer Erklärung sagte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton am Dienstag in Brüssel: „Die EU wiederholt erneut ihre Forderung nach einer unverzüglichen, dauerhaften und bedingungslosen Öffnung der Grenzübergänge von und nach Gaza für humanitäre Hilfslieferungen sowie für den Waren- und Personenverkehr.“Die Blockade sei „unannehmbar“ und „politisch kontraproduktiv“. Daher müsse dringend eine dauerhafte Lösung der Probleme im Gazastreifen gesucht werden. Nach Ansicht der Außenbeauftragten gibt die humanitäre Lage im Gazastreifen Anlass zu großer Besorgnis. Ashton bekräftigte die scharfe Kritik an dem israelischen Militäreinsatz gegen die „Solidaritätsflotte“ für Gaza.
    Auch aus dem Europäischen Parlament war das Vorgehen Israels scharf kritisiert worden. Die Europaabgeordnete Alexandra Thein (FDP), die selbst erwogen hatte, durch eine Teilnahme an der Flottille ein Zeichen gegen die Blockade zu setzen, kritisierte den unverhältnismäßigen Einsatz von Waffengewalt. Welt online. 2.6.2010
     
    Möchte Herr Salzborn nun auch gegen die antisemitischen Umtriebe in der FDP, PAX Christi und gegen andere europäische Parlamentarier vorgehen? Vermutlich würde er es gerne und nach seiner Logik wäre das auch geboten, es wäre jedoch taktisch ungeschickt. Die Linke jedoch zu diskreditieren, deren Wahlerfolge allemal allen anderen Parteien ein Dorn im Auge sind, dürfte hingegen erfolgversprechender sein und sendet natürlich eine unausgesprochene Botschaft aus, dass israelische Politik zu aktzeptieren und nicht zu hinterfragen ist. Der Aufsatz treibt somit einen Keil in bestehende Konflikte der innerdeutschen Parteienlandschaft und macht sich diese geschickt zunutze, um israelische Politik für sakrosant zu erklären. Ein Trauerspiel ist die reflexhafte Unterstützung dieser Thesen durch andere Parlamentarier, ja mitunter sogar durch linke Parlamentarier.
     
    Hat es nicht jede Menge Solidarisierung mit der Gaza-Hilfsflotille gegeben und wurde das Vorgehen Israels hingegen nicht scharf kritisiert, auch wenn natürlich nicht alle Fraktionen und Parlamentarier die Protestaktion gut hießen? Wer alles ist also gemeint, wenn Herr Salzborn die Teilnahme an einer friedlichen Protestaktion zur Durchbrechung der illegalen Blockade des Gaza-Streifens durch Internationale und Juden, als ‚Gipfel des Antisemitismus‘ bezeichnet?
     
    In diesem Zusammenhang muss man die Verurteilung der Linken durch Parlamentarier anderer Parteien, als heuchlerisch, opportunistisch und feige bezeichnen. Es ist eine Sache, dass die Mitglieder anderer Fraktionen nicht ähnlich offensiv die israelische Politik verurteilen möchten, wie es zu weilen in der Linken geschieht – eine andere ist es eine Diffamierung der friedlichen Protestaktion der Gaza-Hilfsflotille als antisemitisch zu brandmarken – wird doch eine Beendigung der Blockade des Gaza-Streifens von allen Parteien gefordert. Vermutlich haben die Parlamentarier sich der Kritik der Studie kritiklos angedient, nicht begreifend, wie sehr hiermit die Blockade Gazas indirekt legitimiert werden soll, deren Ablehnung jedoch weitgehend Konsens im Bundestag ist.
     
    Nun ist eine der Thesen in der ‚Arbeitsgrundlage‘, dass man an den Staat Israel nicht andere Maßstäbe an den Staat Israel anlegen dürfe, als an andere Staaten auch. Das ist im Prinzip vollkommen gerechtfertigt. Dies beinhaltet jedoch, dass man Israel eben auch kritisieren darf, wie jedes andere Land auch. Genau dies soll jedoch mit Aufstellung dieser Thesen verhindert werden. Tatsächlich fordert das Papier eine Ungleichbehandlung Israels durch die Internationale Gemeinschaft in dem es eng umgrenzte Defintionen schafft, innerhalb derer man die israelische Politik kritisieren darf oder nicht. Kritik an Israel, Antizionismus, wird mit Antisemitismus gleich gesetzt. Ein solches Ansinnen ist allerdings für sich schon einmalig und kommt keinem anderen Land zugute. Begriffe wie z.Bsp. ‚rassistisch‘ dürfen lt. dieser Arbeitsgrundlage hinsichtlich der israelischen Politik nicht benutzt werden, was per se ein Angriff auf die freie Meinungsäußerung darstellt. Gerade zur Eindämmung rassistischer Bestrebungen, ist die Freiheit der Presse unabdingbar und dazu gehört selbstverständlich Rassismus zu benennen, wo er sein hässliches Gesicht zeigt. Dies gilt für alle Länder, selbstverständlich auch für Israel. Es handelt sich um einen amtlich sanktionierten Maulkorb. Indirekt wird daher durch diese Arbeitsgrundlage eine Legitimation und Duldung des Rassismus gefördert, jedenfalls dann, wenn er sich in Israel oder in den besetzten Gebieten abspielt. Dies konterkariert die Grundwerte der Europäischen Union und ist daher nicht hinnehmbar. Es wäre legitim, den Vorwurf des Rassismus fundiert begründen zu müssen; sofern dies aber möglich ist, ist eine solche Kritik dringend notwendig. Das Arbeitspapier, sagt nun es sei ein Ausdruck des Antisemitismus, wenn man den israelischen Staat als ‚rassistisches Konstrukt‘ bezeichnet – nun insofern es dabei bleibt ist das in Ordnung, es darf jedoch nicht dahin gehend ausgelegt werden, dass man rassistische Auswüchse israelischer Politik, so wie auch in anderen Ländern zuweilen, nicht mehr auch benennen darf. In der Praxis jedoch wird dieser Unterschied von Adepten der israelischen Besatzungspolitik permanent verwischt und das Grundlagenpapier wird hierfür als unzulässige Grundlage genutzt. Der Autor macht hierbei keine Ausnahme. Die teilweise vermutlich recht bewusst verschwommen gehaltene Zuschreibung in der Arbeitsgrundlage, dürfte wohl nicht unabsichtlich so gehalten sein. Daher bedürfte es dringend einer kritischen Bestandsaufnahme, besagter Arbeitsgrundlage, war ihre Veröffentlichung doch Anfang an nicht frei von einseitig, artikulierten Interessen.
     
    Alleine die Entstehungsgesichte und der Umstand, dass dem Antisemitismus, eine solche ‚Arbeitsgrundlage‘ gewidmet wird, stellt einen Sonderweg dar. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, welche in der EU ein sehr viel virulenteres Problem sind, als der Antisemitismus, verfügen über keine derartige Arbeitsgrundlage. Antisemitismus, ist allerdings, genau wie Rassismus in der EU nicht akzeptiert, wenn auch mehr oder weniger Realität.

    Es gibt zahlreiche Anti-Diskriminierungsgesetzte und auch antisemitische Agitation steht in Deutschland unter Strafe. Das Arbeitspapier ‚der EU‘ stellt hier allerdings Definitionen auf, die angeblich Antisemtismus bekämpfen, Rassismus jedoch legitimieren oder zumindest begünstigen sollen, insofern er durch Israelis oder Juden ausgeübt wird. Das ist nicht akzeptabel und wird auch von linken, pazifistischen Juden nicht unkritisch bewertet.

  39. @Jane

    Es ist egal wie sie es nennen mögen ob Aufsatz oder Studie.
    Entscheident ist das Herr Salzborn recht hat mit dem was er geschrieben hat.

    Er hat die Linken Entlarvt und es wird sich zeigen was die Linken machen werden.

    Denn was haben die Linken mit der sogenannten Besatzung zu tun?

    Wo es nicht einmal eine Besatzung gibt, denn das ist ja schon gelogen und typische Antisemitische Linke Hetze finanziert aus Moslemischen Drogengeldern.

    Also lassen sie den armen Herrn Salzborn zufrieden und aktzeptieren sie die Wahrheit. Denn das tut ihnen gut so bekommen sie mal wieder ein Blick für die Realität und haben mal die Möglichkeit aus ihrer Traumwelt raus zu kommen.

    Wir tun das alles nur für die Linken damit sie die Realität erkennen, denn wenn wir das ihnen nicht sagen tut es keiner.
    Die anderen Lachen nur über die Linken, wir wollen ihn helfen.

  40.  
     
    Schaut man sich die linken Parteien und Bewegungen in Italien, Spanien, Großbritannien an, dann werden dort überall, ganz ohne jeden Widerspruch, Positionen vertreten, wie sie in der Linkspartei nur die allerschlimmsten Eiferer formulieren. Das macht das Problem bei der »Linken« nicht besser, es zeigt im Gegenteil, wie umfassend und bedrohlich Antisemitismus, der sich heutzutage vor allem in obsessiver Israelfeindschaft äußert, in der Linken weltweit und in der gesamten Gesellschaft ist.
     
    „Der ewige Jude“.
     
    … es zeigt (…), wie umfassend Antisemitismus, der sich heutzutage vor allem in obsessiver Israelfeindschaft äußert, in der Linken weltweit und in der gesamten Gesellschaft ist.
     
    Möchte nun doch an Ernst Simmel erinnern, der sich dem Phänomen Antisemitismus psychoanalytisch genähert hat, die Verschlingungstendenz, das Zum Verschwinden bringen wollen, den eliminatorischen Charakter von Hass, insbesondere dem Judenhass, dem Atnisemitismus also analytisch nachgewiesen, erklärt und mit dem Begriff des „Jew-biting“ einprägsam dargestellt hat.
     
    Konsequent weitergeführt, kann man, um die gegenwärtige Situation zutreffend beschreiben zu können, heutzutage also durchaus von „Israel-biting“ sprechen – erschreckend, eigentlich.
     
     
     
     
     
     
     

  41. Schön, dass mittlerweile wahrgenommen wird, dass das Wort ‚Studie‘ offensichtlich nicht mit Berechtigung jetzt seit Tagen durch die Medien geistert.
    Auch auf der Website des Verfassers, wird es als ‚Aufsatz‘ bezeichnet und mehr ist es auch nicht.
    Über den kann man diskutieren, wie tendenziös und voreingenommen der  Verfasser dabei vorging, habe ich in einem anderen Thread schon anhand mehrerer Beispiele deutlich gemacht.

    Den RundumSchlag den die Autoren, altbekannte Anitdeutsche, die auch schon gerne mal Juden als Antisemiten diffamieren, wenn sie ihnen unliebsame politische Standpunkte vertreten, hiermit auslösen wollten solchen Erfolg hatte, liegt nicht letztendlich daran, dass alle Parteien ein virulentes Interesse haben, die Linke auszugrenzen, eine Veröffentlichung 3 Tage vor der Wahl in Bremen, war das gewiss auch kein Zufall.

    “in dem von Ihnen gewählten Zitat nur in seiner allgemeinen Aussagekraft in Frage gestellt wird und nicht was die Bewertung der antisemitischen Vorfälle in der Partei angeht, oder? Also doch nicht alles Diffamierung?“

    Darüber muss man dann im Einzelnen diskutieren und das ist auch eine andere Fragestellung, als der reißerische und beleidigende Titel und die Überschrift besagten Aufsatzes es intendieren.


    Der Aufsatz hat nicht zuletzt deshalb solche Wogen geschlagen, weil er sich als ‚Studie‘ ausgibt und damit eine besondere wissenschaftliche Objektivität impliziert auf die sich unsere Parlamentarier und die üblichen pro-zionistischen Blogger dankbar stürzten, die sich allerdings bei nährerem Betrachten in Luft auflöst.

    Dass die Autoren alles daran setzen, die israelische Politik für sakrosant zu erklären, ist jedenfalls offensichtlich und so sehr ein in Duisburg von vermeintlich unbekannter Quelle veröffentlichtes Flugblatt Fragen aufwerfen mag, die man klären sollte, ist dies alles doch nichts, gegen die Absicht der Autoren, die Unterdrückung der Palästinenser für legitim zu erklären.


    Daher halte ich die ganze Diskussion für völlig unproportioniert und das allein ist sicherlich einmal mehr ein Erfolg für Salzborn und Voigt.
    Inwieweit jedoch der vollmundig als ‚Studie‘ angekündigte Aufsatz, tatsächlich die Kriterien einer Studie erfüllt, wird sicherlich noch sachkundig geklärt werden und darauf bin ich schon gespannt.

  42. @Jane
    Sie haben darauf hingewiesen, daß die Nachbarn Israels Menschen sind und keine Raubtiere. Da haben Sie recht, daß ist es ja warum ich mir Sorgen mache. Die Konzentrationslager wurden errichtet von Menschen oder Raubtieren? In den US-Bombern die Millionen deutsche Zivilisten zu Tode gebombt haben, saßen da Menschen oder Raubtiere drin? Die Atombomben über Hiroshima und Nagasaki, abgeworfen von Menschen oder Raubtieren? Der Genozid in Ruanda, 800000 Menschen mit Macheten in Stücke gehauen innerhalb weniger Wochen, waren das Menschen oder Raubtiere? Ich schließe mich der Aussage eines indischen Philosophen an: Der Mensch ist das schlimmste Raubtier das es gibt.

    @me
    Auf den Moschiach warten ja nicht nur die Schiiten (in Form des 13. verborgenen Imman). Und wenn ich mir die Ereignisse in New York so angucke, fühle ich mich an den Film „Im Auftrag des Teufels“ mit Al Pacino erinnert, „Wir werden die Lügen so hoch stapeln, daß er da oben erstickt an seiner Schöpfung.“

  43. Wo ist die Logik an der Israelkritik der Linken ?
    Israel, ein Land was vier Flugstunden von deutschland entfernt ist und keinen Einfluss auf die Sozialpolitik in deutschland hat, steht Regelmässig in der Kritik der Linken.

    Deutschland hat soviel sozialpolitische Brennpunkte das mann annehmen könnte eine Partei wie Linken hätten 24 Stunden damit zu tun den regierenden Parteien in deutschland die verfehlte und Menschenverachtende Sozialpolitik um die Ohren zu hauen.

    Aber stattdessen übertrumpfen sie sich in der Kritik der Innenpolitk des Staates Israel, das man denken könnte sie wären eine Israelische Partei und nicht eine deutsche.

    Warum angagiert sich die Linke so sehr im Nah Ost Konflikt?

    Der Zionismus soll scheitern

    Ist es noch Israeltritik? Nein, es ist weit mehr als das, es sind Vernichtungsphantasien.
    Die revolutionäre antiimperalistische Linke hat ein spezielles Problem mit Israel.
    Sozialismus und Zionismus besonders der linke Zionismus sind nahe Verwandte, entsdanden zur selben Zeit und von den gleichen Idealen geprägt Freiheit, Gerechtigkeit und Selbsbestimmung. Viele Zionisten waren auch Sozialisten das heute noch in Israel sehr gut zu sehen ist und die Zeitung Haaretz ist ein Beispiel dafür,
    Die Sowjetunion war anfangs einer der grösste Unterstützer des jungen Staates Israel weil man dachte es wir ein Sozialistischer Staat.

    Der Kibbutz eine Idee aus Russland ist das einzige Modell eines wirtschaftlichen Kollektives, das bis heute funktoniert. Der Kibbutz war schon so oft tot gesagt und am ende, erlebt aber gerade heute wieder mehr zulauf weil die Menschen zurück zu den Werten wollen.
    Der Sozialismus in Europa hat wirtschaftlichen und Menschlichen Konkurs anmelden müssen. Das System Sozialismus ist gescheitert und am Ende und die Linken Parteien haben kaum noch eine Berechtigung für Soziale Probleme.

    Israel vereint in seiner Jüdischen Tradion auch den Gedanken der Sozialen Gerechtigkeit. Es ist kein Zufall das ausgerechnet Juden immer wieder in Linken oder Sozialistischen Parteien aktiv waren und es immer noch sind.

    Die Linken machen den gleichen Fehler wie alle anderen Organisationen, Parteien, Kirchen oder Staaten. 
    Alle diejenigen die Versucht haben das Haus Israel zu Vernichten sind daran selber zugunde gegangen. Die Geschichte ist voll damit und sollte eigentlich ein Hinweis für alle sein, die das Haus Israel Vernichten wollen.

    Am Tisch der Geschichte für Verlierer ist noch ein weiterer Platz frei.

        

  44. „Der Frankfurter Antisemitismusforscher Micha Brumlik sagte der taz: “Die Fälle, auf die Salzborn sich bezieht, sind zwar empörend, aber nicht neu.“

    Ihnen ist schon aufgefallen, dass der Inhalt der Studie (oder des Aufsatzes, wenn Sie darauf bestehen) in dem von Ihnen gewählten Zitat nur in seiner allgemeinen Aussagekraft in Frage gestellt wird und nicht was die Bewertung der antisemitischen Vorfälle in der Partei angeht, oder? Also doch nicht alles Diffamierung?

  45. Natürlich bläst den Verfassern der ‚Studie‘ nun der Wind entgegen und natürlich werden jetzt nicht alle in der Linkspartei nur einen artigen Kotau vor den Diffamierungen der Antideutschen machen. Es gibt zwar auch in der Linken Politiker, die jetzt in vorauseilendem Gehorsam alles daran setzen, dezidiert Israel-kritische Mitglieder zu diffamieren – ich glaube aber nicht, dass diese Haltung sich durchsetzen wird. Das Thema insgesamt und all die Einschüchterungen, die jeder zu fürchten hat, der Israel in deutlichen Worten kritisert, werden mehr und mehr selbst zum Thema und werden sich wohl in Zukunft selber einer genaueren Analyse unterziehen müssen.

    Die Studie, von der inzwischen auch in Nachrichtenagenturen die Rede ist, liegt derzeit einer Fachzeitschrift zur Begutachtung vor. Samuel Salzborn, der mit dem Thema vertraut ist und seine Kritik an der Linkspartei nicht zum ersten Mal äußert, sagte auf Anfrage, “es sei unglücklich, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels in der FR noch keine Entscheidung über die Annahme oder Ablehnung der Studie vorliegt”.

    Nach Informationen der Stellvertretenden Pressesprecherin, Marion Heinrich, hat die Linkspartei – anders als in dem Beitrag in der Frankfurter Rundschau dargestellt – sehr wohl auf Anfragen von Jan-Philipp Hein reagiert. Danach habe es mehrfach telefonischen Kontakt zwischen der Hein und der Pressestelle gegeben, die allerdings nicht bereit war, einzelne Zitate aus der Studie zu kommentieren, und deshalb um Einsicht in die komplette Arbeit ersucht hatte – diese wurde bisher allerdings nicht gewährt.

    Die Taz schreibt am Freitag: Hintergrund der neu entfachten Debatte war ein zunächst unveröffentlichtes Manuskript des Gießener Politikwissenschaftlers und Autors Samuel Salzborn und des Leipziger Forschers Sebastian Voigt, aus dem die Frankfurter Rundschau am Donnerstag zitiert hatte. Nachrecherchen ergaben, dass der wissenschaftliche Begutachtungsprozess jedoch noch nicht abgeschlossen war und die vermeintliche “Studie” ein 16-seitiger Aufsatz ist, der zunächst nicht veröffentlicht werden sollte. Nachdem Zweifel an der Seriosität des als “Studie” bezeichneten Aufsatzes geäußert worden waren, veröffentlichte die FR das Manuskript.

    Der Frankfurter Antisemitismusforscher Micha Brumlik sagte der taz: “Die Fälle, auf die Salzborn sich bezieht, sind zwar empörend, aber nicht neu. Daraus die Konsequenz zu ziehen, dass insbesondere die westdeutsche Linke von strukturellem Antisemitismus gekennzeichnet sei, schießt über das Ziel hinaus.” Die “generalisierenden Schlüsse” des Aufsatzes, so Brumlik, seien schwer zu belegen.
     
    http://www.lafontaines-linke.de/2011/05/immer-dominanter-studie-antisemitismus-salzborn-voigt-hein-frankurter-rundschau/
     
    Interessant dazu auch das Interview mit dem jüdisch-israelischen Soziologen Moshe Zuckermann auf Youtube, dessen  Argumentation ich mich in allen Punkten anschließen kann:
     
    http://www.youtube.com/watch?v=-pj9Fx2mV_E

  46. Alles richtig, gewiss sinnvoll, das deutlich zu benennen.
    Dennoch, ein kleiner Widerspruch. Du schreibst: „In der FDP hatte man Möllemann, bei den Grünen Karsli usw.“ Da möchte ich aber doch in Erinnerung rufen, dass Karsli aus den Grünen „ausgetreten worden ist“ und seine Zuflucht beim überzeugten Fallschirmspringe suchte, den seine antisemitischer Furor letztendlich in den öffentlich inszenierten Suizid trieb.
    Eine kleine historische Anekdote, zur Erinnerung: Möllemanns antiisraelischer und antisemitischer Furor machte sich schon früh bemerkbar – erkennbar für jeden, der dies wahrzunehmen bereit war. In der von Broder und Finkelgruen 1979/1980 herausgegebenen „Freie(n) Juedische(n) Stimme“ wurde in der Nr. 2 (August 1979, S. 4) ein mit „Warum ich Kontakte mit der PLO für sinnvoll halte“ betitelter Beitrag der seinerzeit 34-jährigen Möllemann mit zu erwartendem Inhalt publiziert.
    Und, sorry: Es scheint mir nicht sinnvoll zu sein, die fraktionsübergreifende Gaza-Bundestagsresolution mit den Einlassungen und antisemitischen Aktivitäten besagter Linken-MdBs in einem Atemzug zu nennen. Ansonsten verliert man alle Maßstäbe, so will mir scheinen.  

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.