Studie: Israels Jugend driftet nach rechts

Zum dritten Mal hat das Tel Aviver Büro der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung eine Jugendstudie Israel vorgelegt. Ihr Fazit: die jüdischen Jugendlichen Israels sind unpolitisch und fröhlich und rechts-orientiert…

Alles soll bleiben wie es ist

Israelische Jugendliche verlieren das Interesse am Rechtsstaat, sie geben zunehmend demokratische Prinzipien auf und sie driften immer mehr nach rechts ab. Das sind Ergebnisse der 3. Jugendstudie Israel, die die sozialdemokratische Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegeben hat. Die Erhebung wurde vom Macro Center for Political Economics in Tel Aviv durchgeführt. 1600 Jugendliche aus allen Schichten und Sektoren der Gesellschaft im Alter zwischen 15 und 24 Jahren der Gesellschaft wurden befragt. Ausgenommen wurden die Militärjahrgänge, die nach israelischem Recht nicht befragt werden können.

Die „sowohl-als-auch-Generation“

Die Einstellungen der jüdischen Jugendlichen Israels könne man paradox nennen, sagt Roby Nathanson vom Macro-Center. Die jungen Menschen seien ambivalent und unentschieden, sie wollten Vorteile aus allen Welten ziehen. Sowohl als auch sei ihr Motto. „Sie möchten den Friedensprozess, aber sie sind nicht bereit, einen Preis für den Friedensprozess zu bezahlen. Sie wünschen sich starke Führer, aber sie wollen auch Demokratie.“

Die Mehrheit der jüdischen Jugendlichen glaubt nicht mehr an einen Frieden mit den Palästinensern und will am Status Quo festhalten. Nur etwa ein Viertel setzt auf die Zweistaatenlösung, also auf die Schaffung eines palästinensischen Staates an der Seite Israels. Bei den arabischen Jugendlichen dagegen wünscht sich fast die Hälfte eine Zweistaatenlösung, 20 Prozent streben einen binationalen Staat mit gleichen Rechten für Juden und Palästinenser an.

Arabische Jugendliche ohne Lagerdenken

Große Unterschiede zwischen arabischen und jüdischen Jugendlichen gibt es auch bei der politischen Orientierung. Während eine steigende Anzahl von arabischen Jugendlichen sich nicht mehr den traditionellen politischen Lagern zugehörig fühlt, geht der Trend bei den jüdischen Jugendlichen klar nach rechts, sagt der Autor der Studie, Professor Ephraim Yaar von der Universität von Tel Aviv. Schon im Jahr 1998 hätten sich fast 50 Prozent als rechts definiert. Inzwischen sind es bei den jungen Erwachsenen 66 Prozent, bei den Jugendlichen 57 Prozent.

Nationalistische Einstellungen nehmen zu, das Vertrauen in die Demokratie schwindet. 46 Prozent sprechen sich dafür aus, den arabischen Mitbürgern politische Rechte vorzuenthalten. Für den Frankfurter Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik sind diese Ergebnisse erschreckend. Er machte ein Experiment und schrieb überall, wo in der Studie Israel stand, wahlweise Venezuela, Zimbabwe oder Ungarn rein. „Würde es um diese Länder gehen, würde ich keinen Augenblick zögern und von einem präfaschistischen Syndrom zu sprechen“, so der Wissenschaftler.

Die Stimmung unter den jüdischen Jugendlichen in Israel erinnere ihn an die Lage in Deutschland am Vorabend des Dritten Reichs. Damals hätten die Frankfurter Soziologen Adorno, Horkheimer, Marcuse und der Psychoanalytiker Erich Fromm die politische Stimmung bei Angestellten und Arbeitern untersucht und eine erschreckendes autoritäres Syndrom, vor allem bei den sozialdemokratischen Arbeitern festgestellt. Erich Fromm habe das Ergebnis der Studie so entsetzt, dass er Deutschland verlassen habe.

In Bezug auf Israel sei er in Anbetracht der Jugendstudie der Friedrich-Ebert-Stiftung pessimistisch. „Wenn man sich vorstellt, dass diese jungen Leute in zehn Jahren in die Führungen der politischen Parteien einrücken, dann kann ich mir weder vorstellen, dass der sogenannte Friedensprozess weitergeht, noch dass mögliche politische Initiativen, die Rechte von Minderheiten weiter zu beschneiden, gestoppt werden.“ Das Bild, das die Studie der Ebert-Stiftung ergebe, sei außerordentlich besorgniserregend.

Ein Funken Optimismus

Der Bielefelder Soziologe Matthias Albert ist Mitautor der Shell-Jugendstudie, die die Stimmung unter Jugendlichen in Deutschland untersucht. Er sieht deutliche Parallelen zwischen deutschen und israelischen Jugendlichen. Beide Gruppen seien optimistisch, was ihre persönliche Lage angehe. Frage man sie dagegen nach der politischen Zukunft ihrer Länder, stoße man auf eine pessimistische Einstellung, gepaart mit einer ausgeprägten Politikverdrossenheit. Große Unterschiede gebe es dagegen bei der politischen Orientierung. Im Unterschied zu ihren israelischen Altersgenossen definierten sich die meisten deutschen Jungendlichen als gemäßigt links. Trotz des düsteren Bildes empfiehlt Albert eine Portion Optimismus, denn dass eine hinsichtlich der Zukunftsaussichten eher pessimistische Grundeinstellung gerade bei Jugendlichen umschlagen und dann enorme politische Triebkräfte freisetzen könne, das habe man in den letzten Monaten in der Nachbarschaft Israels, in Ägypten und Tunesien erlebt.

Autorin: Bettina Marx, Redaktion: Peter Stützle, deutsche welle

78 Kommentare zu “Studie: Israels Jugend driftet nach rechts

  1. @Esther
     
    Erneut beweisen Sie uns, dass Sie zu konstruktiven Beiträgen nicht in der Lage sind.
    Karl Pfeifer hat recht, man verliert zuviel Zeit mit Leuten wie Ihresgleichen.

  2.  

    Interessant, wie all diese tapferen “Antifaschisten” und “Friedenskämpfer” – wie Jane und Dunstkreis – sich auf ein Land einschiessen im Nahen Osten.
     
    Shylock-Syndrom.
     
     

  3. Jim, meine Antwort ist Ja ich bin ein Fan von Ronit.
    Interessant, wie all diese tapferen „Antifaschisten“ und „Friedenskämpfer“ – wie Jane und Dunstkreis – sich auf ein Land einschiessen im Nahen Osten. Da werden in Syrien Massen von Zivilisten massakriert, in Ägypten gibt es Pogrome, im Sudan Kriegsverbrechen, in Jemen Bürgerkrieg usw. aber all das kümmert diese Rassisten nicht, denn „das gehört halt zur Kultur da drunten“. Dafür sehen sie den Spalten in den Augen Israels und merken den Balken in den Augenj ihrer Freunde (Hamas, HizbAllah, Iran, Syrien, Sudan) nicht.
    Leider verliere ich viel zu viel Zeit, um hier zu posten.
    .
     

  4. @ Uri Degania
    Als ich meinen Beitrag um 20:14 Uhr schrieb, war Ihre sehr freundliche Nachfrage vom Nachmittag (zumindest auf meinem PC) noch nicht veröffentlicht – ich hatte sie nicht gelesen, sonst hätte ich sie nicht übergangen, das ist wirklich nicht meine Art…
     
    „Verniedlichend“ oder „verharmlosend“ haben Sie meiner Erinnerung nach im Zusammenhang mit „BDM-Mädel“ verwendet, um zu verdeutlichen, daß Sie diesen Begriff noch für eine Untertreibung halten.
    Von „diffamierenden Ausfällen gegenüber Baruch Zion“ sprechen Sie hier:
    http://test.hagalil.com/2011/06/28/jugend-2/comment-page-1/#comment-21418
     
    …Vielleicht nehmen Sie Ihre Formulierung „in erkennbar diffamierender und Nebel werfender Weise Zitate unterschieben“ auf dieser Grundlage wieder zurück?
     
    Stichwort „Diskussionsabbruch“: Ich glaube, daß ich Jim nicht überinterpretiere, daß er mit „Das war’s!“ gerne Diskussionen beendet, deren Fortsetzung er nicht beabsichtigt – daher mein „Nachschlag“ – war nicht böse gemeint.
    Stichwort „Schutzheilige“: Auch ich stehe mit Volker Scheunert nicht in persönlicher Verbindung, weswegen ich meinen Beitrag ganz unabhängig und nicht als seine „stellvertretende Sprecherin“ gebracht habe – wesentlich war für mich ebenfalls nur der inhaltliche Bezug.
     
    Wäre es möglich, daß Sie trotz aller Aufregung noch auf meine „Kernfrage“ eingehen – sie erscheint mir von zentraler Bedeutung, sonst hätte ich sie nicht gestellt: Glauben Sie tatsächlich, daß es funktioniert, ein Ressentiment durch ein anderes zu bekämpfen?



  5. (Um allen Verschwörungstheoretikern neue Nahrung zu geben: Lieber Herr Pfeifer, dürfen wir Ihnen die Ehrenmitgliedschaft in diesem Fanclub antragen? -:) ).
     
    Stimme zu.
     
     
     
     

  6. @Esther. Noch einmal: Ich habe Ihnen zwei konkrete Fragen gestellt, aufgrund Ihrer Ausführungen und Unterstellungen meiner Person gegenüber.
    Ich bitte erneut und dringlich um Erklärung: Wo habe ich jemals den Begriff “verniedlichende” verwendet?
    Und: Wo habe ich jemals – Sie verwenden ja sogar Zitationszeichen, da ist Ihnen die mir zugeschriebene Passage ja gewiss gegenwärtig – von “diffamierende(n) Ausfälle(n) gegenüber Baruch Zion” gesprochen. 
    Sie haben mir in erkennbar diffamierender und Nebel werfender Weise Zitate unterschoben, sogar durch konkrete Zitation, und müssen, so man Sie hier zukünftig noch als ernst zu nehmenden Diskussionsteilnehmerin betrachten soll, in der Lage sein, diese Unterstellungen (bzw. Projektionen) zu belegen.
    Statt meine sehr konkreten und naheliegenden Nachfragen in klärender Weise zu beantworten fügen Sie in zu Ihren alten Unterstellungen nun noch einmal neue Unterstellungen hinzu: Stichworte: „Diskussionsabbruch“, „Schutzheilige“ (ich stehe zu keinem der Diskutanten in persönlicher Verbindung, habe auch niemanden gebeten, sich hier zu äußern, schätze aber durchaus intelligente, historisch belesene, engagierte und einfühlsame Persönlichkeiten, die an den Themen eines jüdischen Internetmagazins wirklich Interesse haben und dieses inhaltlich bereichern. In diesem Sinne habe ich auf einige Diskussionsteilnehmer in inhaltlich Bezug nehmender Weise verwiesen, die in nun wohl schon mehreren hundert klugen und engagierten Analysen die antisemitischen und von einem Vernichtungswunsch geprägten Raubkopien aus links- bzw. rechtsradikalen Websites (s. meine obige Stellungnahme) dieses geistigen BdM-Mädels kommentiert und analysiert haben. Diese Stellungnahmen nun immer wieder zu wiederholen ergibt keinen Sinn.)
    Und, um die eigene mangelnde Bildung, die eigene Identifikation mit dem BdM-Mädel zu begründen (übrigens, ein dezenter Hinweis: solche gestört-bösartigen Personen neigen nicht zur Dankbarkeit…) verwenden Sie sogar den Begriff des „Ressentiments“, das man (ich???) gegenüber dieser antisemitischen Überzeugungstäterin hätten. Oh, wie erbärmlich… Vermutlich werden Sie demnächst schreiben, ich hätte ein Ressentiment gegen Hitler und Eichmann…

    Und, noch einmal: Weder Herr Baruch Zion noch Herr Scheunert benötigen stellvertretende Sprecher. Ich schätze Herrn Scheunerts gelegentlichen Stellungnahmen, soweit ich sie hier bisher zur Kenntnis genommen habe (ich lese nicht alle Kommentare hier, eher die inhaltlichen Beiträge, schreibe ansonsten Bücher und Studien). Darum habe ich auf seine Stellungnahme reagiert.

    @Jim: „Ronit, die die sympathischste und anregendste Kommentatorin in diesem Forum ist (ich würd für sie glatt `nen Fanclub aufmachen J , sie hat´s verdient!) : Oh, Jim, da  hat mir die „Computertechnik“ `nen kleinen Streich gespielt: Das „J“ nach „aufmachen“ war auf meinem Computer noch `nen Smilie 🙂
    Ja Jim, Fanclubs sind super. Prima, dass Du dabei bist! Würde dann noch `nen Fanclub zu Maccabi Tel-Aviv aufmachen (trage von Maccabi ein schickes gelbes T-Shirt) und von AviV GeFfeN (so ist Aviv Geffens Name auf meinem schwarzen T-Shirt notiert. Vor zwei Jahren erlebte ich ihn bei einem Konzert). Aber: Zuerst treiben wir mal das zukunftsträchtige Projekt des Ronit – Fanclubs weiter!
    (Um allen Verschwörungstheoretikern neue Nahrung zu geben: Lieber Herr Pfeifer, dürfen wir Ihnen die Ehrenmitgliedschaft in diesem Fanclub antragen? -:) ).

  7. @ Uri Degania

     
    Der Diskussionsabbruch bleibt Ihnen natürlich vorbehalten, weswegen ich nur kurz auf ein paar Punkte Ihres Statements eingehen möchte: Natürlich braucht Herr Scheunert keinen stellvertretenden Sprecher, weshalb ich meinen Beitrag auch erst gebracht habe, als für ihn die Diskussion offensichtlich beendet war – Sie bedürfen hingegen wohl einer ganzen Menge Schutzheiliger, um Ihre Position zu vertreten…
     
     
    Ich entschuldige mich für meine anmaßend wirkende „Feststellung“ – sie war auch eine Reaktion auf die m.E. tragische Rolle, die ausgerechnet Jim und Sie – für die Begriffe wie Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit eben keine Fremdworte sind – beim öffentlich gestellten Ultimatum zwecks Jane-Sperrung gespielt haben.
     
     
    Irgendwie scheint „unser Kontext“ nicht derselbe zu sein… Es steht außer Frage, daß auf einem Forum wie diesem der Kampf gegen (konkret nachgewiesenen) Antisemitismus an oberster Stelle steht und dann erst mal lange nichts kommt. Doch gehen Sie nicht wirklich auf den Kernpunkt meines Beitrags ein: Glauben Sie tatsächlich, daß man ein Ressentiment durch ein anderes bekämpfen kann? Daß psychologische Defizite eine Voraussetzung zur Entwicklung von Ressentiments sind, ist auch unbestritten.

  8. @Esther: Noch ein Zusatz. Ich habe Ihre auf mich bezogene Stellungnahme noch einmal gelesen. Eine ernstgemeinte Bitte (gelegentlich vermag man sich, wenn man ein fleißiger Schreiber, Journalist ist, nicht an alle eigenen Stellungnahmen im Detail zu erinnen). Sie schreiben bzgl. meiner Sie bitterlich erzürnenden Analysen und Kommentierungen (die ich erkennbar nicht an Sie gerichtet habe):
    „… Sie würden sagen “verniedlichende”, Bezeichnung ist. Die daran geäußerte Kritik Volker Scheunerts (…) werten Sie als “diffamierende Ausfälle gegenüber Baruch Zion”. Wie deutlich müssen Ressentiments eigentlich sein, damit Sie sie als solche wahrnehmen?“
    Ich bitte um Erklärung: Wo habe ich jemals den Begriff „verniedlichende“ verwendet?
    Und: Wo habe ich jemals – Sie verwenden ja sogar Zitationszeichen, da ist Ihnen die mir zugeschriebene Passage ja gewiss gegenwärtig – von “diffamierende(n) Ausfälle(n) gegenüber Baruch Zion” gesprochen. Bin wirklich neugierig 🙂
    Wirklich – das ist jetzt keine Distanzierung oder sonst was – ich lese nicht alles, was unser fleißiger Baruch Zion schreibt.
    Und nochmal: Ich empfehle in diesem Kontext die Lektüre des 1938 erstmals in den USA erschienenen Büchleins „Adressat unbekannt“ von Kressmann Taylor (rororo) (ich kannte es zuvor nicht, ein Freund schickte es mir dieser Tage per Post). Nicht, dass es sich bei einem der beiden fiktiven Protagonisten dieses Buches – Martin Schulse – um das BdM-Mädel handelt…

  9.  
     
     
    Ronit, die die sympathischste und anregendste Kommentatorin in diesem Forum ist (ich würd für sie glatt `nen Fanclub aufmachen J , sie hat´s verdient!)
     
    Bin ich promt dabei – Mitgliedsnummer 002!
     
     
     

  10. INN Exclusive: Shocking Report of Norway’s Anti-Semitism
    „In the past few years, foreign interest in the widespread anti-Israelism among the Norwegian elite and the corresponding anti-Semitism in Norwegian society have increased. Up until last month, there were no official statistics to back this information up.
    This enabled the Norwegian government and media to deny the hate-inciting reality, while trying to demonize those who dared to tell the truth.“
    „Last month’s publication of a study ordered by the Oslo municipality on racism and anti-Semitism among students of the 8th through 10th grades in the town’s schools came as a shock. The study found that 33 percent of the Jewish students regularly experience bullying at school. According to the definition used, this means that at least two or three incidents of verbal or physical abuse target these Jewish students per month.“
    „It would be hard to find similarly extreme data anywhere else in Western Europe. The study also rendered it difficult to blame anti-Semitism exclusively on Muslim children, as it became evident that autochthonous Norwegians are also heavily involved.“
    „After Jews, the next most pestered group was Buddhists, with 10 percent experiencing bullying; “Others” were at 7 percent and Muslims at slightly over 5 percent. Fifty-one percent of all students believe that the term “Jew” is used pejoratively, 41percent had heard ethnic jokes about Jews and 35 percent heard insulting comments. Close to 5 percent had been present when the Holocaust was denied in class. Only 25 percent of the students never witnessed anything negative about Jews in school.[1]“
    „All this happens in a country where among a general population of about 5 million, the membership of the organized Jewish community is only 800. The total number of Jews in the country which includes Israelis, who often leave after a few years, is estimated at 2,000.“
    „For those who desired to know the truth, the findings came as no surprise. Already in 2002, Martin Bodd, a representative of the Jewish community in Oslo reported at an international conference of the Anti-Defamation League, that there had been more harassment of Jews in the preceding two years than at any time since 1945.“
    „Bodd mentioned that “most of the incitement and harassment against Jews has not been reported. Hardly any of the children or the adults offended by anti-Semitic statements or the like are willing to come forward publicly.” He said that there were approximately 15 incidents in which 10 children had been harassed.[2]“
    „A year later in an interview, Irene Levin, Professor of Social Work at Oslo University College said:“
    “Some Jewish children were told they would not be allowed to attend a birthday party because of Israeli actions. When there were anti-Semitic incidents at school, Jewish parents discussed this with some school principals, who supported the aggression. One told a Jewish girl to remove her ‘provocative’ Magen David. These incidents are important, but at present remain exceptions.”[3]
    „Last year, a courageous TV journalist Tormod Strand, succeeded in convincing the state TV NRK to broadcast a program about anti-Semitism in primary and other schools. This broadcast focused mainly on bullying of Jews by Muslims.[4]The teachers who discussed the ugly facts did so under the condition of anonymity. This was another indication of the Norwegian reality.“
    „Kristin Halvorsen, Minister of Education and Leader of the Left Socialist Party reacted with surprise and said that this information was all new to her.“
    „A few weeks later, the publisher of my book in Norwegian, „Anti-Semitism in Norway; Behind the Humanitarian Mask,“ arranged a press conference in Oslo. This gave me an opportunity to ask the journalists present how it was possible that I, who lived far away and did not speak their language, have been aware of this problem in Norwegian schools for a long time, while their own minister did not. There was no reply.“
    „I then felt as if I had to console them. I told them that this did not mean that I wanted to become minister of education in their country.“
    „After the broadcast, Halvorsen ordered a national study on racism in schools, which is still underway. After the study of the Oslo municipality was made public, Halvorsen announced that she will provide more than $1,000,000 to familiarize teachers with the issue and how it should be handled in schools.“
    „This effort is unlikely to be very successful. Halvorsen and her party colleagues are extremist anti-Israeli hate mongers. In 2006, she promoted a consumer boycott of Israeli goods. The Norwegian government had to distance itself from her statements after the then U.S. Secretary of State Condoleezza Rice threatened Norway with serious political consequences.[5]“
    „In 2009, when Halvorsen was Minister of Finance, she announced that the Norwegian government had decided that the state pension plan should divest from the Israeli company Elbit because it was involved in the construction of Israel’s security barrier.[6]This was considered incompatible with the so-called investment ethics which had been laid down for the pension fund. At the same time however, the fund continued to hold shares in companies in other countries involved in highly unethical activities.“
    „In 2009 during the Cast Lead war in Gaza, Halvorsen was the only Western minister to participate in an anti-Israeli demonstration. She was photographed standing close to someone holding a poster saying: U.S. and Israel – the Axis of the Greatest Evil.[7]At the demonstration, shouts of “Death to the Jews” could also be heard.“
    „The main question concerning the actions to be taken is: Can a minister with a continuing arsonist record become a fireman at the same time?“
    „It is obvious to those who do not wish to close their eyes that widespread anti-Semitism in Oslo schools is directly linked to the extreme anti-Israel hate mongering in Norway expressed by government ministers, politicians, media, trade unions, academics, certain Church leaders and others.“
    „One important subject not being investigated in the Oslo study is how many teachers discuss the Palestinian-Israeli conflict in class and to what extent their remarks are biased. This will probably serve to be another example of how  arsonists may now simultaneously be taught to become firemen.“
     
    http://www.israelnationalnews.com

  11. @Karl K.
     
    Der von Ihnen gewünschte Antisemitismus-Fragebogen, ach wie schön einfach wäre es doch, das Leben, wenn es für jeden Bereich und für jedes Wehwehchen ein passendes Formular gäbe, zum Ankreuzen und zum Ausfüllen, am besten noch in DIN-Norm (!), er existiert noch nicht.
    Begeben Sie sich lieber, anstatt täglich abends vor der Glotze zu hocken, oder die regelmäßige Lektüre von BILD, FAZ oder Spiegel wie eine Bibel für die absolute Wahrheit zu halten, unter die Menschen Ihrer Umgebung. Hören Sie ihnen zu, stellen Sie ihnen Fragen, oder geben Sie nur Stichworte oder Gesprächsthemen vor und lauschen Sie. Sie werden staunen, was Sie für Meinungen, ja Überzeugungen, in kehligem Brustton und aus tiefstem Bauchgefühl heraus geäußert, zu hören bekommen.
    Sie brauchen unsere lieben, netten Landsleute keineswegs übermäßig provozieren, nur das Thema (Israel, Juden, Vergangenheitsbewältigung, deutsche Schuld, etc.) kurz ansprechen, bzw. ein diesbezügliches Statementchen oder eine pointierte Bemerkung fallen lassen. Der Rest ergibt sich von allein.
    Das reelle Leben, glauben Sie mir, allerwertester Karl K., es ist viel spannender als der lächerliche „Tatort“ oder die vermeintlich so wichtige und aktuelle „Tagesschau“, oder die Beschäftigung mit jenen ganannten deutschen Presseorganen.
    Gehen Sie lieber in Kneipen, in Cafes, in Vereine, in Restaurants, ins Freibad, ins Wartezimmer Ihres Arztes, setzen Sie sich auf eine Bank im Park oder wohin auch immer und schauen Sie unseren Stefans und Gabis, unseren Sabinen und Christians, unseren Michaels und Claudias aufs Maul – Sie werden rasch erkennen – es ist gar nicht nötig einen allgemeingültigen Fragebogen zum Thema Antisemitismus einzuführen, um zu sehen wie antisemitisch ‚wir‘ ticken. Probieren Sie’s ruhig aus!
     
     
    @Esther
     
    Einmal nur möchte ich erleben, dass von Ihnen ein konstruktiver Beitrag kommt.
    Immer nur darüber jammern und klagen darüber, wie bös‘ und gemein wir von der Anti-jane-Fraktion sind, das hat Kindergartenniveau.
    Anstatt halbwegs intelligente Meinungen oder gar wertvolle Beiträge zu verantworten, verbringen Sie offensichtlich Stunden damit, im Web danach zu suchen, was einer von uns hier irgendwann einmal vermeintlich Verwerfliches, Peinliches oder Despektierliches geäußert hat. Eine solch destruktive Handlungsweise lässt eine Menge auf Sie selbst und Ihren Charakter schließen, wie nicht nur mir aufgefallen ist.
    Wäre es daher nicht angeraten, allmählich erwachsen zu werden, gnä‘ Frau?
    Die Themen, die hier auf haGalil erörtert werden sind zu brennend, als das wir die Zeilen mit albernem Klatsch, Nachrede und kindsköpfischem Geschwafel füllen sollten.

    • „einer von uns“

      … meinen Sie jetzt die Anti-Jane-Fraktion oder „uns“ von der u.a. sexistischen Altherren-Riege bei HaGalil – was ja nicht identisch ist?

      http://test.hagalil.com/2010/07/18/erziehung-2/comment-page-1/#comment-14817

      Sorry, Schlicke, Sie sollten sich nicht zu weit aus dem Sandkasten lehnen: Bei Ihnen muß ich nach „Belastungsmaterial“ nicht wesentlich länger suchen als bei Baruch Zion – und bei dem hat es mich als aufmerksame HaGalil-Leserin 5 Minuten gekostet. Sie haben doch nicht prinzipiell ein Problem damit, daß ich meine Behauptungen auch belege?

      Schade, daß Jim Ihre Äußerungen nicht mal „dekonstruierte“, als sich die Gelegenheit dazu bot – hätte ja nicht öffentlich sein müssen und „uns“ hier bei HaGalil hätte es vermutlich so einiges erspart.

  12. @Esther
    http://www.youtube.com/watch?v=tCOzIvDqWFY
    Frau Esther, Herr Scheunert bedarf keines stellvertretenden Sprechers. Auch keiner Sprecherin. Herr Scheunert ist ein psychiatrisch und wohl auch psychoanalytisch gebildeter Mensch, der für sich selbst sprechen kann – und dies auch tut. Auch ich bedarf keinerlei Belehrungen. Welch freundliche, oberlehrerhafte Worte: „Ich möchte feststellen, daß Sie mir bisher (…) keineswegs negativ aufgefallen sind“. Wäre es möglich, dass sich hierin eine Anmaßung artikuliert? Eine Selbsterhöhung?
    Ronit, die die sympathischste und anregendste Kommentatorin in diesem Forum ist (ich würd für sie glatt `nen Fanclub aufmachen J , sie hat´s verdient!) Jim, Karl Pfeifer und viele Andere haben sich immer wieder in angemessener, gebührender Weise über dieses geistige BdM-Mädel geäußert, welches ihr nicht vorhandenes geistiges Potential durch eine pathologische Abschreibtätigkeit aus Querfront-Magazinen, aus antisemitischen Revolverblättern und verschwörungstheoretischen Internetmagazinen zu überdecken versucht. Erbärmlich. Armselig. Ich würde sagen, dass es sinnvollere, erquicklichere, anregendere – ja, sprechen wir es aus: würdevollere – Tätigkeiten, Beschäftigungen im Leben gibt, als sich mit diesem antisemitischen und nazistischen Kram, dieser judenfeindlichen Verbohrtheit zu beschäftigen. Es ist sinnlos, verdirbt den Charakter und zerstört die Menschlichkeit. Es ist auch ekelhaft.
    So simpel ist es. Ich würd´ mich auch nicht mit dem H. Mahler unterhalten, mit ihm einen gepflegten Diskurs fühlen. Auch nicht mit dem Holger Apfel, dem Walter Herrmann oder dem zu Recht mit Schreibverbot (bezogen aus „Nahost“) belegten legendären Mitarbeiter der Bundeszentrale für politische Bildung. Auch nicht mit dem Betreiber des „Palästina-Portals“. Die Liste ließen sich erweitern. Das geistige BdM-Mädel ist, worauf u. a. Jim und Karl Pfeifer in wohlwollender, fürsorglicher Weise immer wieder hingewiesen haben, ein schwerer psychopathologischer Fall. Es handelt sich bei ihrer („die Palästinenser“ aus sehr persönlichen Motiven instrumentalisierenden) antisemitischen Besessenheit um eine pathologische Selbsterweiterung. Das nicht vorhandene Selbst wird durch die Kreierung eines zu vernichtenden Feindes erweitert. Da es selbst ihr „anfänglich“ als unfein erscheint, auf die von den deutschen vergasten Juden herumzutreten, sie zu verhöhnen, wählt sie als seelisches Ersatzobjekt die überlebenden Juden. Lesen Sie Freud. Lesen Sie den jüngst hier auf haGalil portraitierten Hans Keilson. Nun, in diesem Fall möchte ich hinzufügen: Lesen Sie Broder (der in seiner Weise gewiss auch ein narzisstisch pathologischer Mensch ist, aber früher außergewöhnlich kluge und treffende Bücher geschrieben hat und auch heute noch gelegentlich sehr gescheite Analysen liefert – trotz aller Übersteigerungen und Ressentiments.) Nun, ob unser streitbarer Baruch Zion gelegentlich übers Maß hinausschießt interessiert mit in unserem Kontext herzlich wenig.  Ich würd´ in `nem anderen Kontext darüber in deutlicher Form schreiben, mich mit ihm darüber austauschen (und gelegentlich vermutlich auch deutlichere Worte wählen) – aber die Anwesenheit geistiger BdM-Mädels, die in sadomasochistischer Weise ihre schwere Pathologie auf dem Rücken der wenigen Überlebenden der Shoah ausagieren stellt für solche wohlfeilen Diskurse ein wahrlich unpassender Rahmen.  
    Um mit Jim zu sprechen: Das war´s!

  13. @Esther

    Esther wenn Sie ein Problem mit mir haben dann sprechen Sie mich gefälligst selber an, und verstecken sich nicht im Blog mit einer dritten Person.

  14. @ Uri Degania
    „Die Hetze wird nur von einer Person betrieben, geht nur von einer Person aus! Ohne ihre jahrelange antisemitische Hetze würden wir hier auf haGalil wirklich gehaltvolle Diskussionen führen können. Wenn Baruch Zion deutliche Worte wählt, gerne auch Übertreibungen, so ist dies für mich mehr als nachvollziehbar und – in meinen Augen – auch legitim.“

    Das ist doch wohl nicht Ihr Ernst, Uri?
    Hier ein paar Aussprüche Baruch Zions vom 1.7.:

    „Sie sind eine alte verzickte deutsche die keiner mehr haben will die nur noch rum Zetert. Wahrscheinlich ist ihr Mann desswegen auch schon abgehauen…“
    „Der Kampf gilt besonders solchen Rechthaberischen übrig gebliebenen Nazi Zicken wie Jane…“
    „…üblen deutschen Presselandschaft die nichts besseres zu tun hat als Israel zu Denunzieren. Da passen sie gut rein Jane Streicher ( Stürmer ) Sie sind ein klein dumme deutsche…“

    http://test.hagalil.com/2011/06/30/delegitimierung/comment-page-1/#comment-21372
    http://test.hagalil.com/2011/06/30/delegitimierung/comment-page-1/#comment-21357
    http://test.hagalil.com/2011/06/28/jugend-2/comment-page-1/#comment-21362

    Das sind keine „deutlichen Worte“ oder „Übertreibungen“das sind Ressentiments purausgedrückt in einer Sprache, für die „Pöbelei/ Hetze“ noch eine zurückhaltende, Sie würden sagen „verniedlichende“, Bezeichnung ist. Die daran geäußerte Kritik Volker Scheunerts, der gewiß nicht für seine Übertreibungen bekannt ist, werten Sie als „diffamierende Ausfälle gegenüber Baruch Zion“. Wie deutlich müssen Ressentiments eigentlich sein, damit Sie sie als solche wahrnehmen?
     
    Uri, wir werden hier auf HaGalil solange keine gehaltvollen Diskussionen führen, wie fast jeder der Beteiligten implizit von einer Hierarchie der Ressentiments ausgeht, weswegen er das eine für völlig unerträglich hält, während er das andere zur vernachlässigbaren Größe erklärt. Diese Hierarchisierung – auch wenn sie abhängig von der eigenen Betroffenheit/ Nicht-Betroffenheit menschlich vielleicht nachvollziehbar ist – hat in der laufenden Diskussion zu mehr als seltsamen Solidarisierungseffekten geführt…
     
    Meine Reaktion besteht nicht zuletzt darin, daß ich mir von niemandem etwas über Antisemitismus erzählen lasse, der selber bis obenhin vollgestopft ist mit antiarabischen, antimuslimischen, antideutschen, antichristlichen, rassistischen und/ oder sexistischen Ressentiments. Ich möchte feststellen, daß Sie mir bisher – abgesehen von Ihrer Jane-Obsession – keineswegs negativ aufgefallen sind, Uri. Umso erstaunlicher ist es, was und wen Sie alles zu decken bereit sind, nur um Jane loszuwerden.
     

  15. Werter Herr Schlickewitz,  
     
    seit Jahren bemühe ich mich um einen Fragebogen, mit dessen Hilfe der Grad an Antisemitismus messbar ist. Meine Bemühungen waren, bis auf ausufernde Statements oder die Überlassung umfangreichen Studienmaterials, die sicherlich in jedem philologischen Oberseminar die schönsten kontroversen Debatten ausgelöst hätte, recht erfolglos. Vielleicht könnten Sie mir bei der Beschaffung eines auch für einen Naturwissenschaftler nachvollziehbaren Messinstruments behilflich sein. Sie sehen es mir nach, wenn ich nicht daran glauben kann, dass der Grad an A. in Deutschland größer sei als in anderen Ländern.  Ich erinnere Sie u.a. gern an die Tatsache, dass in der englischen und französischen Sprache Werke in renommierten Verlagen erschienen sind, die in Deutschlands aus bekannten Ängsten keinen Verlag fanden.
     
    Dass selbst Golo Mann von Adorno und Horkheimer als Antisemit diffamiert wurde, verweist auf die frühe Instrumentalisierung des Begriffs bereits in den 50er Jahren.
     
    Im übrigen steht Deutschland auf der kürzlich veröffentlichten BBC-Studie in der Anerkennungsliste unter über 40 Nationen auf Platz 1. Broder hatte diesbezüglich in der Welt einen längeren Kommentar, in dem er auch auf den Platz Israels hinwies, der in vielen Darstellungen fehlte.
     
    Ansonsten meine Bitte, auch an Herrn Pfeifer: bitte keine Diskussion ad hominem. Es wäre schade um einen kritischen Gedankenaustausch, der in der jüdischen Kultur einen sehr hohen Stellenwert hat, höher als in der Debatte unter Deutschen.
     

  16. Karl K. ich vermisse eine Antwort auf meine Postings. D.h. alles was nicht den rituellen Beschwörungen der Deutschen entspricht, ist Ihnen suspekt. Sie scheinen ja Ihr Land mit rosarotem Zuckerguss übergossen zu sehen. Sie merken die Spalten in den Augen der Israelis nicht aber die Balken im eigenen Auge.
    Tom Lehrer machte sich über diese Woche der Verbrüderung in den USA lustig. Tatsächlich hört man bei diesen Veranstaltungen in Deutschland meistens Phrasen.
    Robert Schlickewitz hat da einiges auf den Punkt gebracht was Ihnen Karl K. zu denken geben könnte.
     

  17. @Karl K.
     
    Sie sind der typische deutsche Ignorant, wie er zu Millionen herumläuft.
     
    Kopf in den Sand. Decke über’n Kopp. Was nicht sein darf, kann unmöglich sein.

    Wir Deutschen sind keine Antisemiten. Wir Deutschen sind in unserem innersten Kern gut (wenn nicht gar – sehr gut) und in unserer Moral allen anderen Völkern im Prinzip überlegen. Unsere Wirtschaft ist ein Vorbild für die ganze Welt, unser Fleiß beispielhaft, unsere Leistungen in Kultur, im Sport, in der Wissenschaft kaum zu toppen.
     
    So wie Sie denkt die Mehrheit in diesem Land. Fakt.
     
    Zu einem so properen Eigenbild, das von Staat und Massenmedien ständig und mit viel Phantasie und Energie aufgepeppt wird, passt es einfach nicht, dass ‚wir‘, wie zuletzt 2010 eine Studie zu Antisemitismus in Europa festgestellt hat, eben zu den zweitrangigen Nationen, zur Gruppe der Länder um Polen, Portugal und Ungarn gehören mit unserem immer noch weitverbreiteten Antisemitismus und nicht zu den höherzivilisierten Kulturländern England, Frankreich und Italien, in denen der Judenhass wesentlich niedrigere Werte aufweist.
     
    Wäre es nicht allmählich, auch für Sie Karl K., an der Zeit einzusehen, dass man in diesem (deutschen) Märchen der sprichwörtliche „Kaiser“ war mit sämtlichen dazugehörigen „neuen Kleidern“?
    http://www.maerchen.net/classic/a-k_kleider.htm

  18. Da war ich wohl doch etwas zu voreilig, lieber Baruch Zion.

    Da Selbsterkenntnis anscheinend nie zu Ihren Stärken gehören wird, kann ich Sie nur als hoffnungslosen Fall betrachten und verabschiede mich hiermit von Ihnen.

    Viel Spaß noch!

    Volker Scheunert 

  19. „Leider zeigt dieser Satz überdeutlich, dass wir unsere Lehren immer noch nicht gezogen haben, womöglich niemals ziehen werden, denn immer wieder trifft man auf diese fatale Trennung – hier “Deutsche” – da “Juden”.“
     
    Dieser Zustand wird noch sehr viele Generationen lang vorhanden sein; er wird immer wieder aufs Neue begründet, durch die geforderte besondere Verantwortung der Deutschen aufgrund ihrer dunklen Vergangenheit gegenüber Juden. Eine positive Diskriminierung hat immer auch den Aspekt der anderen Seite. Hoffnung auf Normalität und Unbefangenheit besteht, wenn Leben statt Mahnen zum wichtigsten Element des Miteinanders in Deutschland geworden ist – und wenn nicht in jeder Äußerung – auch karikaturhaften oder künsterlisch überzogenen – ein eliminatorischer Antisemitismus gesehen wird. Das „wehret den Anfängen“ kann sich auch zur Paranoia auswachsen.

  20. Israels Jugend – selbstbewußt, zionistisch und fröhlich

    „Zum dritten Mal hat das Tel Aviver Büro der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung eine Jugendstudie Israel vorgelegt. Die Schlüsse, die sich aus den vorgelegten Ergebnissen, ziehen lassen: Der seit Jahren anhaltende Trend setzt sich verstärkt fort – Israels Jugend ist selbstbewusst, zionistisch und fröhlich. Nicht überraschend ist, das die eher im linken politischen Spektrum zu verortende Stiftung die Ergebnisse der Untersuchung als „Rechtstrend“ meint interpretieren zu müssen, wobei Begriffe wie „Rechts“ oder „Links“ sicher immer eine Frage der Interpretation und des eigenen Standpunktes des Betrachters sind.“

    „Die Erhebung wurde im Auftrag der Stiftung vom Macro Center for Political Economics in Tel Aviv durchgeführt. 1600 Jugendliche aus allen Schichten und Sektoren der Gesellschaft im Alter zwischen 15 und 24 Jahren der Gesellschaft wurden befragt. Ausgenommen wurden die Militärjahrgänge.“

    „Zu den bemerkenswerten Ergebnissen gehört: Nur 25 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen befürworten die Gründung eines arabischen Staates in Judäa und Samaria („Westjordanland“).Aber auch bei den arabischen Jugendlichen scheint der Gedanke an einen PA-Staat nicht zu Begeisterungsstürmen zu führen – zu sehr scheinen die arabischen Jugendlichen die vielfältigen Möglichkeiten, die umfassenden Freiheitsrechte, die soziale Absicherung und die Zukunftsperspektiven zu schätzen, die sie als Bürger Israels haben. Weniger als 50 Prozent der arabischen Jugendlichen befürworten laut der Studie die Schaffung eines PA-Staates in Judäa und Samaria.“
    „Auch bei der parteipolitischen Orientierung hält der Trend an: Während sich 1998 sich knapp unter 50 Prozent der jüdischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen dem konservativen Spektrum (vor allem Likud) zugehörig fühlten, sind es bei den jungen Erwachsenen heute 66 Prozent, bei den Jugendlichen 57 Prozent (hauptsächlich Likud und Yisrael Beteinuh) – nicht berücksichtigt sind hierbei die Anhänger der religiösen, bzw. orthodoxen Parteien. Arabische Jugendliche hingegen haben ihre Bindungen zu den traditionellen politischen Spektren weiter verloren. Befragt nach ihren Zukunftsvorstellungen zeigen sich die jüdischen Jugendlichen bezüglich ihrer persönlichen Perspektiven ausgesprochen optimistisch, was sich auch im Alltagsleben ausdrückt – Israels Jugend ist lebensfroh und feiert gerne.“

    Eine kürzlich vorgestellte Studie Studie des Ariel University Center of Samaria gibt aktuelle Einblicke in das Stimmungsbild der israelischen Bevölkerung – wie sie die Situation ihres Landes und die Perspektiven eines möglichen Friedensabkommens mit der PA einschätzen. Dabei kamen zum Teil überraschende Ergebnisse heraus.
    47 Prozent der Israelis, die nicht in Judäa und Samaria („Westjordland“) leben sind nicht bereit, eine Räumung der jüdischen Ortschaften in Judäa und Samaria zu akzeptieren. Die Umfrage ergab außerdem, dass nur 20 % der israelischen Bürger bereit sind, ein paar illegale Gemeinden zu evakuieren, gar nur 12 % der Israelis sind bereit, eine kleine Zahl von Gemeinden im Gegenzug für die eventuelle Beendigung des Konflikts mit den Arabern zu räumen. Die Zahl jener Bürger, die bereit sind, eine große Anzahl oder alle Gemeinden in Judäa und Samaria zu räumen, hat sich von 27 % in 2010 auf aktuell 14 % fast halbiert. Eine verschwindende Minderheit von lediglich 5 Prozent sind bereit, alle jüdischen Ortschaften in Judäa und Samaria zu räumen und zur „Grenze von 1967“, also der Waffenstillstandslinie von 1948, zurückzukehren.
    64 Prozent der Befragten glauben nicht, das eine Zwei-Staaten-Lösung tatsächlich den Konflikt lösen wird und wenn überhaupt, dann nur einen sehr kurzzeitigen Frieden bringen würde. 74 % sehen in dem Konflikt zwischen Israel und den Arabern einen „national-religiösen Konflikt“, in dem es um die Grundsatzfrage geht, ob die Juden überhaupt einen eigenen Staat haben dürfen – Grenzfragen werden also nur als vorgeschobene Konflikte wahrgenommen.
    57 % der Befragten vertreten die Meinung, das der Bau jüdischer Ortschaften in Judäa und Samaria ein Akt echten Zionismus ist, 57 Prozent sehen die Siedlungen zudem als wichtig für die Sicherheit Israels und seiner Bevölkerung an. 64 Prozent der Befragten sind der Meinung, das die jüdischen Einwohner von Judäa und Samaria genauso Israelis sind wie alle anderen auch. Jeweils 57 Prozent lehnen die Behauptungen ab, die Siedlungen in Judäa und Samaria seien „illegal“ oder die Ursache für den Konflikt mit den Arabern.



  21. „Kann man die Tage der Machtergreifung der Nazis in Deutschland in irgendeiner Form mit dem vergleichen, was heute in Israel passiert?“, eröffnete Levy seinen Artikel. „Sollte man das tun? Darf man es tun? Ist es nur der israelischen Rechten erlaubt, den Nazismus für historische Vergleiche heranzuziehen – Saddam=Hitler, Arafat=Hitler, oder kann ein solcher Vergleich auch für uns legitim sein, solange er in der Realität Bestand hat?“

     
    http://www.nahost-politik.de/kultur/levy-1.htm

    „Man soll nicht vergleichen, denn für diese Lage trägt Israel nicht die Hauptschuld. Es gehört schon eine tüchtige Portion antipalästinensischer Rassismus dazu, diese – als ob sie Minderjährig wären – von jeder Verantwortung für den Konflikt zu entlasten, wenn man sie lediglich als arme unschuldige Opfer Israels darstellt, wie das Herr Levy immer wieder macht. Dieser palästinensische Terror, der immer dann gerade bestärkt wurde als die israelischen Friedenskräfte die Mehrheit der Bevölkerung überzeugten, dass man einen Kompromiss mit den Palästinensern schließen muss, führte – und das war von Arafat und Hamas durchaus beabsichtigt – dazu, dass die Rechten zur Mehrheit wurden. Arafat und seine jüdischen Freunde hatten doch immer wieder postuliert, es gäbe keinen Unterschied zwischen den israelischen Friedensfreunden und den Rechten. Denn ihnen geht nicht um ein Stück Land, um Siedlungen sondern um die Existenz des Staates Israel, der in ihren Augen nicht legitim ist. Diese Palästinenser bestätigten durch ihre Taten die israelischen Rechten, die schon immer behaupteten, die Palästinenser wünschen keinen Frieden sondern die Vernichtung Israels.“





  22. Ich bleibe bei meiner Aussage, dass wir Deutschen – trotz ihrer aufgeführten gegenteiligen Beispiele – unsere Lehren gezogen haben und sowohl zu Juden wie auch unseren Nachbarn ein friedliches und brauchbares Miteinander gefunden haben.
     
     
    Leider zeigt dieser Satz überdeutlich, dass wir unsere Lehren immer noch nicht gezogen haben, womöglich niemals ziehen werden, denn immer wieder trifft man auf diese fatale Trennung – hier „Deutsche“ – da „Juden“.
     
    Hans Mayer: »Empfinde ich mich als Deutscher, nachdem so viel geschehen ist? Geblieben ist die Skepsis gegenüber allen Möglichkeiten der vollständigen Emanzipation von Juden auf deutschem Boden. Es gibt kaum mehr Juden in diesem Lande, und die Generation der glühenden Gefolgsleute ihres Führers stirbt demnächst aus. Dennoch gibt es abermals Nazis unter der jungen Generation. Man schmäht die jüdischen Toten; die deutschen Richter sind bemüht, der Partei neuer Nazis die Legalität zu bestätigen. Noch gibt es ein bisschen Wohlstand. Wie aber, wenn wirklich die Krise eintritt und eine neue Verblendung? Wie es dann zugehen könnte, dafür gibt es viele Beispiele in der jüdischen Geschichte und auch in der deutschen.«


     

  23. Werter Herr Schlickewitz,
     
    sie haben eine beeindruckende Sammlung für die Niedertracht Deutscher zusammengestellt. Wenn ich das noch ergänze durch die Sammlungen, die in den Portalen im „Kampf gegen Rechts“ gesammelt werden, wird mir ganz übel. Ihr Hinweis auf „Studien“ über mangelndes Wissen bei Schülern kann ich bestätigen: vielen mangelt es gar an Grundkenntnissen im Lesen, Rechnen und Schreiben.
     
    Zu Ihrer Kenntnis: Das Dritte Reich mit seinen Verbrechen wird in mehreren Fächern an Schulen und in verschiedenen Jahrgängen behandelt. Darüber hinaus wird  recht häufig in Massenmedien berichtet.
     
    Ich bleibe bei meiner Aussage, dass wir Deutschen – trotz ihrer aufgeführten gegenteiligen Beispiele – unsere Lehren gezogen haben und sowohl zu Juden wie auch unseren Nachbarn ein friedliches und brauchbares Miteinander gefunden haben.
     

  24. Werter Herr Pfeiffer,
     
    Was gibt Ihnen Anlass mir zu unterstellen  („Das können Sie doch hier nicht vertreten“), dass ich Straftaten gutheiße?
     
    Warum insinuieren Sie im Diskurs mit mir indirekt „sekundären Antisemitismus“?
     
    Wass soll der noch im gleichen Atemzug hingeworfene polemische, inhaltsleere und niederträchtige Satz „Man kann und will Auschwitz-Birkenau, Sobibor und Treblinka den Juden nicht verzeihen.“ Solch eine Satz kann ich bei HM Broder lesen, der meinen Respekt schon lange gänzlich verloren hat.
     
    Ich glaube nicht, dass es Ihnen zusteht, aus meinen Äußerungen derartiges abzuleiten und mich auf  das zu reduzieren, was Sie sehen wollen. Ich bin meinem Vater (Jahrgang 1899) sehr dankbar auch in den Zeiten das „sapere aude“ gelebt zu haben, als viele hinter falschen Propheten herliefen. Ich habe auch keinen Anlass, bei Unrecht wegzuschauen. Wir Deutschen haben uns bei denen entschuldigt, denen in unserem Namen Unrecht zugefügt wurde.
     

    • Karl K. Sie lesen sehr schlampig. Der Beweis dafür: Nicht einmal meinen Namen können Sie korrekt schreiben. Ich schrieb: „Karl K. also ist alles O.K. in Deutschland? es ist O.K. dass ein indischer Bekannter in einer Berliner S-Bahnstation eine Bierflasche an seinen Kopf geschmissen bekommen hat und nun fast taub ist und für Jahre behindert. Es ist O.K. dass es in Deutschland national befreite Zonen gibt wo es für einen Farbigen lebensgefährlich werden kann und wo schon Farbige aber auch andere von Neonazi umgebracht worden sind. Das können Sie doch hier nicht vertreten.“
      Gerade damit sage ich doch, dass Sie dies unmöglich hier vertreten können, auch wenn der Eindruck entsteht, indem Sie über einiges in Deutschland hurtig wegsehen, um mit umso größer Vehemenz an Israel „Kritik“ zu üben.
      Wieso ist der Satz inhaltsleer über das nicht verzeihen können von Auschwitz? Das hat ja nicht Broder erfunden, sondern ein bekannter Psychiater. Wollen Sie wirklich die Existenz eines sekundären Antisemitismus leugnen?
      Aha man hat sich entschuldigt und jetzt ist alles paletti, jetzt ist die Schonzeit vorbei in einem Land in dem der Antisemitismus noch lange nicht vorbei ist. Siehe die Fakten, die Kollege Schlickewitz hier erwähnt hat.
      Die Frage muß doch gestattet werden, von wo kommt die Häme, von wo kommen die emotionalisierten Anklagen ausgerechnet gegen den Staat Israel? Gibt es denn solch emotionale aufgeschaukelte Demonstrationen gegen wirklich arge Verletzer der Menschenrechte im Nahen Osten wie gegen Israel?
      Einmal als ich dies gefragt habe, antwortete mir jemand, aber Israel ist doch nicht zu vergleichen mit denen, dieses Abschlachten und diese Pogrome gehören eben zu deren Kultur. Und der Deutsche, der so argumentierte, merkte gar nicht wie rassistisch eine solche Ansicht ist.
      Ich vermute, dass Teil dieser Emotionen daher kommt, weil Juden nach 1945 nicht daran gingen sich zu rächen an den Massenmördern sondern ihr Leben aufbauen wollten. Ein solches Benehmen weicht ja davon ab, was so viele Deutsche vor 1945 geglaubt haben, dass auf die Verbrechen, deren Zeugen sie waren, schreckliche Rache folgen würde. Und dazu im Gegensatz viele Araber, die glauben, den antisemitischen Hass von Generation an Generation weitergeben zu müssen.
      In der aktuellen Jungle World fand ich eine Gespräch mit zwei Forschern über Antisemitismus in deutschen Städten.
      http://jungle-world.com/artikel/2011/26/43503.html
      Der Antisemitismus war da in Deutschland lange vor Hitler und er ist auch – trotz aller salbungsvollen Reden der Politiker – nicht aus dem Alltagsleben verschwunden. Das trifft natürlich genauso auf Österreich zu. Ich kann mich erinnern, als ich 1985 bei einer Konferenz über Antisemitismus in Tirol in Bozen bei einer öffentlichen Diskussion über „die österreichische Lebenslüge“ sprach und einiges erzählte über den Antisemitismus in der Zweiten Republik, wurde ich von der doyenne der österreichischen Zeitgeschichte Prof. Erika Weinzierl abgekanzelt. Lediglich ein Jahr später erfuhr sie wie Recht ich hatte und entschuldigte sich öffentlich anläßlich meines 75 Geburtstages mit einer spontanen Rede.
      D.h. ich spreche Ihnen ja nicht die Ehrlichkeit ab, wenn ich mit Ihnen diskutiere, sondern zeige auf, dass Sie einiges aus der deutschen Wirklichkeit eben ausblenden. Und da ich oft genug mich in Deutschland aufhalte, kann ich mir auch ein Urteil bilden.
      Es ist dieses verdammte gute Gewissen, den manche haben, wenn sie ausgerechnet von Israel etwas fordern was sie von keinem anderen Staat fordern. Es ist diese Gedankenlosigkeit, die manche dazu verleitet das seit 66 Jahren in Frieden lebende Deutschland mit Israel zu vergleichen.
       
       
       
       
       
       

  25. @Karl K.
    „unsere Generationen haben längst bewiesen, dass sie ihre Lehren aus dem Dritten Reich gezogen hat. Rechtsradikalität, ethnisch geprägter Rassismus und religiöse Intoleranz sind keine charakteristischen Merkmale unserer Jugend“

    Sie sind ein unverbesserlicher Träumer und Zurseiteschauer oder ein bewusster Verharmloser. Lesen Sie mal das:


    http://www.welt.de/politik/article1529915/Jude_beliebtes_Schimpfwort_unter_Schuelern.html

    („Die Zahlen sind erschreckend: Einer neuen Studie zufolge macht der Unterricht über Nationalsozialismus Schüler nicht mehr betroffen. Und ihr Wissen um die Verbrechen im Zweiten Weltkrieg ist erschreckend schlecht. Geschichtslehrer werden oft sogar als „Israelfreunde“ beschimpft…“)
     
    Oder das:
     
    „Die öffentlich ausgesprochenen Ausdrücke „Judensau“ und „Saujude“ gelten im bundesdeutschen Strafrecht als eindeutig strafbare Beleidigungen. Sie gehen über gewöhnlichen Fremdenhass hinaus, da sie Personen in antisemitischer Tradition gezielt als Angehörige einer minderwertigen Rasse darstellen und herabsetzen.
    Das Schimpfwort „Judensau“ ist bis heute auf Fußballplätzen gegen als jüdisch angesehene Sportler oder Schiedsrichter zu hören. Damit wurden Fußballer des TuS Makkabi Berlin während einer Partie im Oktober 2006 von rechtsradikalen Zuschauern zunehmend beschimpft und körperlich bedroht, bis sie gemeinsam den Platz verließen. Alle dem Verband Makkabi Deutschland angeschlossenen deutschjüdischen Vereine vereinbarten daraufhin, Spiele bei solchen Vorfällen künftig abzubrechen und sie vor Sport-und Strafgerichte zu bringen. Dies stieß eine bundesweite Debatte über Antisemitismus im deutschen Fußball an. Der Deutsche Fußballbund und Die Liga – Fußballverband richteten im Dezember 2006 eine gemeinsame Taskforce gegen Gewalt, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ein. Der DFB nahm 2008 „Beleidigungen (§ 185 StGB) aus rassistischen bzw. fremdenfeindlichen Motiven“ als Grund für unbefristete Stadionverbote der Vereine in seine Richtlinien auf.
    Seit etwa 1990 haben antisemitische Straftaten wie die Schändung jüdischer Grabstätten und Mahnmale in Deutschland wieder zugenommen. So wurde etwa das gemeinsame Grab von Bertolt Brecht und seiner Frau Helene Weigel, die jüdischer Herkunft war, kurz nach Öffnung der Berliner Mauer 1989 mit der Parole „Sau-Jude“ beschmiert. In der Nacht zum 20. April 1992, des „Führers Geburtstag“, warfen Neonazis eine Schweinekopfhälfte in den Vorgarten der Erfurter Synagoge. Dies wiederholten ein Neonazi und drei Skinheads am 20. Juli 1992 – nach dem Tod von Heinz Galinski – mit zwei Schweinekopfhälften. Auf dem beigefügten Zettel stand: Dieses Schwein Galinski ist endlich tot. Noch mehr Juden müssen es sein. Das Mahnmal für deportierte Juden in Berlin-Grunewald wurde im Oktober 1993 mit Schweineköpfen geschändet.
    Im Oktober 1998 während der öffentlichen Debatte zwischen Martin Walser und Ignatz Bubis um die angebliche „Moralkeule Auschwitz“ trieben Neonazis ein Ferkel mit einem aufgemalten Davidstern und dem Namen von Ignatz Bubis über den Alexanderplatz in Berlin. Diese Entwürdigung galt einem Repräsentanten der Juden in Deutschland, den Neonazis häufig attackierten. Meir Mendelssohn, der das Grab von Bubis in Israel mit schwarzer Farbe übergossen hatte, forderte das Publikum bei einem von Christoph Schlingensief veranstalteten Theaterabend am 22. November 1999 in der Berliner Volksbühne auf, „… das Wort Judensau zu sagen, ganz normal und ganz natürlich.“ Er wurde daraufhin wegen Volksverhetzung angezeigt.
    Im Juni 2006 beschimpfte der Schweizer Rechtsextremist Pascal Lüthard einen Restaurantgast, der eine von Neonazis provozierte Schlägerei schlichten wollte, als „Judensau“. Lüthard wurde daraufhin wegen Verletzung der Schweizer Rassismus-Strafnorm zu einer Geldstrafe verurteilt. Seinen Revisionsantrag, wonach er nur eine Einzelperson beschimpft habe, wies das Obergericht zurück: Ihm sei die jüdische Identität des Beschimpften bekannt gewesen, der gezielte Ausspruch habe daher über ein individuelles Unwerturteil hinaus eine Ethnie und Religionszugehörigkeit gewollt herabgesetzt.
    Am 16. April 2010 wurde ein 17-jähriger gebürtiger Israeli, der Enkel eines Holocaustüberlebenden aus dem Warschauer Ghetto, in Laucha von einem rechtsextremen Mitschüler ohne Vorwarnung schwer körperlich misshandelt und dabei als „Judenschwein“ beschimpft. Die seit 2002 dort wohnhafte Familie überlegt, Deutschland wegen des Vorfalls wieder zu verlassen.
    Islamische Antisemiten bezeichnen Juden öfter als „Affen und Schweine“. Sie berufen sich dabei auf einige Suren des Koran (2,65; 5,60; 7,166), nach denen Allah frevelnde Juden in Affen und/oder Schweine verwandelt haben soll. Die Deutung dieser Verse wird heute manchmal abgemildert. Islamische Theologen haben empfohlen, heutige Juden nicht so zu bezeichnen.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Judensau
     
    Oder das:
     
    http://www.netz-gegen-nazis.de/frage/keine
    („Ich bin noch Schüler und in meiner Klasse beschimpfen sich manche immer mit ,, du Jude“
    usw.
    Unsere Klassenlehrerin ist schon darauf aufmerksam geworden, aber das hilft nicht.
    Es passiert trotzdem immer wieder.
    Ich finde es ziemlich unangenehm, da ich selbst Jude bin.
    Ich weiß nicht was ich tuen soll.“)
     
    Oder das:
     
    „zuzeit hör ich immer mehr jugendliche die z.b. „scheiss jude, du jude“ usw.
    als beleidigung sagen.

    habt ihr das auch schon gemerkt, oder ist das nur in meiner umgebung der fall
    (Baden-Württemberg)?

    ich find auch nicht das es was nazistisches an sich hat, denn auch ausländer sagen es.“
    http://archiv.raid-rush.ws/t-205646.html
     
    Na, Karl K., was sagen Sie jetzt? Alles bedauernswerte Einzelfälle? – Doch etwas häufig – für Einzelfälle, nicht wahr?

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