Zum 63. Unabhängigkeitstag: 7.746.000 Einwohner in Israel

Rechtzeitig zum 63. Unabhängigkeitstag des Staates Israel, der heute Abend beginnt, hat das Zentralamt für Statistik neue Zahlen zur Bevölkerung des Landes veröffentlicht…

Die Bevölkerung Israels zählt heute rund 7 746 000 Menschen. Im Jahr der Staatsgründung gab es lediglich 806 000 Einwohner. Im Laufe des letzten Jahres ist die Bevölkerung um 155 000 Einwohner gestiegen, ein Wachstum von 2.0%.

Die jüdische Bevölkerung beläuft sich auf 5 837 000 Personen (75.3% der Gesamtbevölkerung), die arabische auf 1 587 000 (20.5%). 322 000 (4.2%) werden als „Andere“ geführt, womit Neueinwanderer und ihre Nachkommen gemeint sind, die nicht als Juden registriert sind.

Seit dem letzten Unabhängigkeitstag wurden 178 000 Babys geboren, und 43 000 Menschen starben. 24 500 Neueinwanderer trafen in Israel ein (6500 davon als „einwandernde Staatsbürger).

Mehr als 70% der jüdischen Bevölkerung wurden bereits in Israel geboren (wobei mindestens die Hälfte seit zwei Generationen im Land ansässig ist). 1948 traf dies nur auf 35% zu.

1948 gab es lediglich eine Stadt in Israel mit mehr als 100 000 Einwohnern – Tel Aviv-Yafo. Heute gibt es davon ganze 14, von denen sechs mehr als 200 000 Einwohner zählen: Jerusalem, Tel Aviv-Yafo, Haifa, Rishon Lezion, Ashdod und Petach Tikva.

Zentralamt für Statistik, 09.05.11, Newsletter der Botschaft des Staates Israel

5 Kommentare zu “Zum 63. Unabhängigkeitstag: 7.746.000 Einwohner in Israel

  1. Das ist so, als würden in Bayern seit Jahrhunderen ansässige Juden nicht als Deutsche gezählt, nur weil sie eben Juden sind.
     
    Es gibt kaum noch Juden in Bayern, die auf eine seit Jahrhunderten ansässige Familie zurückblicken können. Wer nicht noch rechtzeitig emigrieren konnte, wurde deportiert und vergast.
    Die Juden im heutigen Bayern haben mehrheitlich Vorfahren aus Osteuropa, nur sind sich einige dessen mehr ( „Kontingentjuden“, http://de.wikipedia.org/wiki/Kontingentfl%C3%BCchtling ), andere (‚Ältereingesessene‘) weniger bewusst.

  2. Das ist so, als würden in Bayern seit Jahrhunderen ansässige Juden nicht als Deutsche gezählt, nur weil sie eben Juden sind.

    Oh je, @Sebaldius, Sie schon wieder!
     
    Bayern ist die Region Deutschlands mit der blutigsten Minderheitengeschichte überhaupt. Ob Hexen, „Ketzer“, Juden oder Sinti, nirgends war man intoleranter Minderheiten gegenüber als im Land der Bajuwaren, Alpenjodler und Schuhplattler.
    Juden in Bayern wurden seit dem Mittelalter blutig unterdrückt und grausam ermordet, Juden in Bayern litten mehr als anderswo, Juden in Bayern mussten am längsten warten, bis sie als gleichberechtigte Menschen anerkannt wurden, nämlich bis 1871. Bayern hatte über lange Zeit die boshafteste Judengesetzgebung, die man sich nur denken konnte und nirgends in Deutschland wurden gleichzeitig derart menschenfeindliche „Zigeunergesetze“ erlassen wie in Bayern. Als die Nazis an die Macht kamen, brauchten sie diese bayerischen Gesetze nur noch auf ganz Deutschland zur Anwendung zu bringen – so streng waren diese und so sehr kamen sie den Nationalsozialisten entgegen.

    Der Nationalsozialismus ist ein Kind Bayerns. Die antisemitische Thulegesellschaft, die NSDAP, die SA, die SS – alle entstanden sie in Bayern. Das KZ Dachau war das dienstälteste KZ der 12 Jahre Nazidiktatur und es war das Musterlager für Auschwitz und ungezählte weitere Todeslager in Osteuropa.


    Lesen Sie das, Sebaldius, für Leute wie Sie, die keine Ahnung haben, habe ich diese Webseite eingerichtet:

    http://www.judenundbayern.de/
     
    Bayerns bis heute beliebtester Dichter und Schriftsteller, Ludwig Thoma, hat Juden beschimpft und geschmäht, lange vor den Nazis, und er tat es wie kaum ein anderer Nationalliterat.
    „Berliner Saujud“, „hebräische Sau“, „galizische Wanzenjuden“, „dass sich die Beschnittenen bei uns noch einmal mausig machen“, „in ganz Deutschland gab es keinen räudigen Hund, der so voll Ungeziefer war, wie hier der reichste Jude oder der Rabbiner“. – Dies sind ‚Kostproben‘ von der Hand des bis heute populärsten bayerischen Schriftstellers und Intellektuellen der Jahre 1890 bis 1920!
     
    Dabei hat gerade Bayern Juden von Weltruf hervorgebracht, auf die es stolz sein könnte: Levi Strauss, Lion Feuchtwanger, Jakob Wassermann, Emmy Noether usw.
     
    Bis in die Gegenwart hat die Mehrheit der Bayern keine Ahnung von der eigenen jüdischen Geschichte und Kultur. Immer noch werden Juden in Bayern als Fremdkörper wahrgenommen, die ‚eigentlich nicht zu uns gehören‘. Jüdische Symbole wie der Davidstern werden von vielen Bayern mit Abneigung und anderen negativen Gefühlen registriert, bösartige, abfällige Kommentare sind nicht selten, Desinteresse und Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal der eigenen Juden üblich.
     
    Wahrscheinlich leben Sie, Sebaldius, in Ostfriesland und kennen Bayern lediglich vom Wohnwagenurlaub auf dem Campingplatz (war schon schön, Schloss Neuschwanstein, gel?) oder aus dem Fernsehen.
    Baruch Zion hat schon recht, wenn er Ihnen Bildungsmängel und Unlust auf Lesen vorwirft! Bayern ist nicht nur BMW und AUDI und Bayern München und Bier und Brezl und Dirndltrachtler – Bayern ist ein Land mit einer extrem intoleranten Vergangenheit und Gegenwart (wie die Studien der Friedrich Ebert Stiftung 2006, 2008 und 2010 nachgewiesen haben.)
    Und Bayern eignet sich ganz und gar nicht für fragwürdige Vergleiche, wie Sie sie oben anstellen!

  3. @Sebaldius

    „Das ist so, als würden in Bayern seit Jahrhunderen ansässige Juden nicht als Deutsche gezählt, nur weil sie eben Juden sind.“

    Ist ja unglaublich wieviel Schwachsinn
      
    Genau das hat man 2000 Jahre in ganz Europa mit den Juden gemacht. Insbesondere in Deutschland waren die Juden keine deutsche sondern nur Juden.
    Jahrhunderte hatte die Juden keine Bürgerechte und durften kein Handwerk ausüben. Waren Freiwild des deutschen Pöbel genauso wie in den Arabischen Ländern genau das gleiche.
    Auch in Russland waren die Juden keine Russen, im Pass der Juden war immer ein Stempel mit der Bezeichnung Jewri ( Hebräer)

    Im übrigen völkisch Rassistisch ist ein typischer deutscher Sprachgebrauch schon von Bismarck bis Hitler.

    Und wenn ihr Knalltüten ein bischen mehr Verstand im Kopf hättet dann wüsstet ihr wer und was das Haus Israel ist und ganz besonders die Geschichte der Region.

    Bischen mehr Lesen das Bildet und tut auch nicht weh im Kopf.

  4. „Die Bevölkerung Israels zählt heute rund 7 746 000 Menschen.“
    Das sind ja wieder mal hochprozentige Schnapszahlen, und wieder mal typisch für Israel. Die Betreiber solch einer irrationalen Statistik können ja noch nicht einmal angeben, wo genau und in welchen Grenzen ihr „Israel“ überhaupt gelegen ist, und was jetzt israelisches Hoheitsgebiet sein soll und was nicht, wer also gezählt wird und wer nicht. Schliesslich weigert sich der „Staat“ Israel, seine Grenzen anzuerkennen, und hat somit also auch kein definiertes Staatsgebiet.
     
    Da werden also als Juden zugewanderte Amerikaner und Russen und Europäer und Afrikaner als „Israelis“ gezählt, wenn sie in einer ethnisch reinen jüdischen Siedlung in Ostjerusalem leben, aber gleichzeitig werden die seit Jahrhunderten in Ostjerusalem heimischen Palästinenser nicht als „Israelis“ gezählt, und zwar nur deswegen nicht, weil sie keine Juden sind. Wie krank ist das denn. Das ist so, als würden in Bayern seit Jahrhunderen ansässige Juden nicht als Deutsche gezählt, nur weil sie eben Juden sind.
     
    Wann jemals in der Geschichte hat es eine vergleichbar verlogene völkisch-rassistisch motivierte demographische Zählweise gegeben, wie Israel sie da betreibt?
     

    • können sie nicht lesen?
      7 746 000 ist GESAMTEINWOHNERZAHL Israels und nicht ausschließlich jüdische Bürger. 5 837 000 davon sind Juden. Aber manche Leute lesen natürlich nur was sie gerne lesen wollen um ihre Ressentiments gegen den jüdischen Staat bestätigt zu sehen. Wird in Deutschland etwa nicht der Anteil der Bevölkerung „mit Migrationshintergrund“ gezählt? Aber Israel ist natürlich gleich „völkisch-rassistisch“, schon klar…

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