Chancen und Risiken: Peres in Washington

Israels Präsident Shimon Peres hat sich am Montag in Washington mit US-Außenministerin Hillary Clinton getroffen. Während einer Pressekonferenz sagte Peres, dass der Name Clinton für Israel „wahre Freundschaft, auch in schwierigen Zeiten“ bedeute und dass die Israelis großen Respekt vor der Außenministerin hätten…

Peres sprach zudem die Unruhen in der arabischen Welt an und sagte, dass sich der Nahe Osten inmitten eines Sturms befände. Er hoffe, dass die derzeitigen Umbrüche der Region mehr Sicherheit, Frieden und Demokratie bringen mögen. Diese Veränderungen würde Israel unterstützen.

Clinton nannte Peres eine „außergewöhnliche Führungspersönlichkeit“ und lobte ihn für sein Streben nach Frieden. Sie würde sich auf ihr gemeinsames Treffen mit Präsident Barak Obama freuen und unterstützte Peres’ Sicht auf die Umbrüche in der arabischen Welt. Sie fügte hinzu, dass diese Zeit der Veränderung nicht nur Unsicherheit mit sich bringt, sondern auch eine Gelegenheit für Wandel und Fortschritt sei.

Für sein Treffen mit Präsident Obama plant Peres, sowohl über Sicherheitsfragen zu sprechen, die Israel betreffen, als auch über Kooperationen mit den USA auf diesem Gebiet. Weiterhin soll besprochen werden, wie der israelisch-palästinensische Friedensprozess im Zuge der Umwälzungen in der Region weiter vorangetrieben werden kann.

Der israelische Präsident machte deutlich, dass „Israel keine einseitige UN-Resolution zur Gründung eines palästinensischen Staates auf sich nehmen würde.“ Ihm sei klar, dass es eine Mehrheit innerhalb der UN gebe, die sich gegen den Staat Israel ausspricht, aber „um voranzukommen, ist der einzig richtige Weg, die Verhandlungen mit den Palästinensern unverzüglich wieder aufzunehmen.“

Peres erinnerte die israelische Öffentlichkeit an Obamas Verpflichtung gegenüber Israel und dass er in die USA reist, um „einen wahren Freund zu treffen. Obama hat mir gegenüber mehrmals sein Bekenntnis zu Israels Sicherheit wiederholt und mir gesagt, dass diese während seiner Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten absolute Priorität genießt.“

Präsident Peres wird sich am Mittwoch mit Kongress-Abgeordneten treffen, bevor er weiter nach New York reist. Am Freitag trifft er UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon.

Haaretz, 04.04.2011, Newsletter der Botschaft