Musar: Die Briefe des Gaon von Vilna

Die Igeres haGra sind Briegfe, die der Gaon, Rabbi Elijahu von Vilna, z“l an seine Familie schrieb, als er im Land Israel weilte…

Es geht ihm um die wichtigsten Dinge, die er auch während seiner Abwesenheit betonen wollte: Bescheidenheit und das Hüten der bösen Zunge. Ganz im Sinne der Überlieferung, die berichtet G’tt liebe Israel um dreier Eigenschaften willen: Es ist Israels Sinn für Gerechtigkeit, die Bescheidenheit und das einfühlsame und mitfühlende Wesen: Zedek, Bajschanuth veRahamim…

  • Iggeres HaGra – (Teil 1): Eitle Eitelkeit – Jagen nach Wind
    Es ist wohlbekannt, daß diese Welt Leere ist, daß jedes Vergnügen wertlos ist und daß jedem wehe wird, der seiner Eitelkeit nachjagt, die ebenfalls wertlos ist. Und beneide nicht die Reichen, denn „Reichtümer häuft der Besitzer zu seinem eigenen Unglück auf“…
  • Iggeres HaGra – (Teil 2): Des Eitlen Durst nach Ehre ist unstillbar
    Strebe nicht nach eingebildeter Ehre, denn sie ist wertlos, und die Zeit ist verräterisch: sie ist wie eine Waage, die das Leichte nach oben trägt und das Schwere nach unten drückt…
  • Iggeres HaGra – (Teil 3): uLaschon har’a – keneged kulam…und die boshafte Rede steht gegen alle…
  • Iggeres haGra – (Teil 4): Kein Wort geht verloren; alles wird festgehalten!
    Über diese schwerste aller Sünden muss ich nicht ausführlich reden. Unsere Weisen sagten, dass alle Mitzwoth und alle Lehren des Menschen nicht genügen, um auszugleichen, was aus seinem Munde kommt…

Ähnliche Schreiben liegen auch von andren Rabbinern vor, so z.B. der Brief des RaMBaN an seinen Sohn, in dem er besoners den Aspekt der Bescheidenbheit betont.

Mit dem Thema der bösen Rede befasste sich auch einer der größten Rabbiner der Neuzeit, der Chafetz Chaim.

  • Zur Halakhah der reinen Rede: Über Gerüchte und böse Zungen zum Rufmord
    Das schlechte Reden über einen Menschen, wird von den Weisen Israels auf das Schärfste verurteilt. Zahlreiche Abhandlungen und Gesetze befassen sich mit der „boesen Zunge“, der Laschon hara. Gemeint sind ueble Nachrede, Verleumdung, Verhetzung, Propaganda, geistige Brandstiftung, Anleitung zu Neid, Missgunst, Zorn, Hass, Blutvergießen…
  • Israel Meir haKohen (1838-1933): Der Chafez Chajim
    Der als „Chafetz Chaiim“ bekannte Rabbiner Israel Meir haKohen zählt zu den wichtigsten Persönlichkeiten im neuzeitlichen Judentum. Er wurde am 06-02-1838 in ärmlichen Verhältnissen in Polen geboren…
  • Aktuelle Halakhah: Die Gesetze zur „Kränkung durch Worte“
    Im Munde und im Herzen sei eins, darum prüfe Dein eigenes Herz und achte auf Deine Worte! Wisse, dass die Himmelstore für die Tränen niemals geschlossen sind…
  • Sefer Chafetz Chaim: Halakhoth zur „bösen Zunge“
    haLaschon har’a, Gerüchte, Tratsch und üble Nachrede…