Panenské Břežany: Heider Heydrich wird sich nicht an der Restaurierung des Schlosses beteiligen

Heider Heydrich, der Sohn des früheren stellvertretenden Reichprotektors von Böhmen und Mähren, hat erneut dementiert, sich an der Restaurierung des Schlosses Panenské Břežany / Jungfernbreschan beteiligen zu wollen. Der 76-jährige Heydrich hat dies in einem Brief an Bürgermeister Holík bekräftigt…

Nach Holíks Angaben sei Heider Heydrich enttäuscht gewesen über die Meldungen der tschechischen Medien. Schon Radio Prag gegenüber hatte Heydrich Ende März Überlegungen zu seiner Beteiligung an der Schlosssanierung als gegenstandslos bezeichnet.

Der stellvertretende Reichprotektor und Hitler-Beauftrage für die so genannte „Endlösung der Judenfrage“, Reinhard Heydrich, hatte in Panenské Břežany seinen Sitz. 1942 starb er an den Folgen eines Attentats. In Tschechien gehört Reinhard Heydrich noch heute zu den meistgehassten geschichtlichen Persönlichkeiten. Als Racheakt für dessen Tod ließ Hitler unter anderem die Dörfer Lidice und Ležáky dem Erdboden gleichmachen und ihre Bewohner ermorden oder ins KZ transportieren.

© Radio Prag

Ein Kommentar zu “Panenské Břežany: Heider Heydrich wird sich nicht an der Restaurierung des Schlosses beteiligen

  1. Es lohnt nochmals nachzulesen, was damals in Lidice und Lezaky u.a. geschah:
     
    Lidice:
    Die 98 Kinder des Dorfes wurden in das Lager der „Umwandererzentrale Litzmannstadt“ in der Gneisenaustraße 41 in Litzmannstadt deportiert und nach rassischen Kriterien ausgesondert. Zwölf Kinder wurden zur Germanisierung vorgesehen. Diejenigen 82 Kinder, die nicht zur „Germanisierung“ vorgesehen waren, wurden zusammen mit elf Kindern aus Ležáky ins Vernichtungslager Kulmhof deportiert und dort vergast.[2]
    Die zwölf Kinder, die zwecks „Germanisierung“ ausgesondert worden waren, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg in Bayern wieder aufgefunden, ebenso sechs von den sieben, die nach dem 10. Juni 1942 geboren wurden; das siebte war verstorben.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Lidice
     
    Lezaky:
    Die 13 Kinder aus Ležáky wurden dem Rasse- und Siedlungshauptamt (RuSHA) Prag übergeben und von dort in die Umwandererzentralstelle Litzmannstadt abtransportiert, wo sie in ein dieser unterstehendes Jugendverwahrlager in der Gneisenaustraße in Litzmannstadt kamen. Lediglich zwei Kinder konnten nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgefunden werden, da sie ins Deutsche Reich zur Germanisierung verschickt worden waren. Die übrigen 11 Kinder wurden zusammen mit 82 Kindern aus Lidice ins Vernichtungslager Kulmhof deportiert und dort wahrscheinlich vergast.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Lezaky

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.