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Iran heizt Konflikte in Westafrika an

Der Iran sorgt mit seinen Aktivitäten in Westafrika zunehmend für Spannungen. So hat heute der Senegal bekannt gegeben, seine diplomatischen Beziehungen mit der Islamischen Republik abzubrechen, da er diese verdächtigt, separatistische Rebellen mit Waffen zu beliefern…

In dieser Woche wurden in der im Süden des Landes gelegenen Region Casamance drei senegalesische Soldaten von den Rebellen getötet – mit Waffen aus dem Iran.

„Der Senegal ist empört, feststellen zu müssen, dass iranische Waffen senegalesischen Soldaten den Tod gebracht haben. Infolgedessen hat der Senegal entscheiden, seine diplomatischen Beziehungen mit der Republik des Iran vom heutigen Tag an abzubrechen“, teilte das Außenministerium in Dakar mit.

Es ist dies nur das letzte Glied einer Kette diplomatischer Verstimmungen zwischen dem Iran und westafrikanischen Staaten. Bereits im Dezember hat der Senegal seinen Botschafter aus Teheran zurückgerufen, um seiner Unzufriedenheit mit den Erklärungen Teherans in Bezug auf die Beschlagnahmung von Mörsergranaten und Raketen in Nigeria zwei Monate zuvor Ausdruck zu verleihen. Das Nachbarland Gambia – wohin die Waffen gelangen sollten – brach seine Beziehungen schon damals völlig ab.

Haaretz, 23.02.11, Newsletter der Botschaft des Staates Israel