Arabischer Frühling, iranischer Herbst

Das beste Rezept gegen den Einfluss von Islamisten auf die ägyptische Revolte wäre ein Sturz des iranischen Regimes…

Von Stephan Grigat

Wer sich über die tunesische Revolution kein bisschen freuen kann und nicht zumindest jenen Revoltierenden in Ägypten Sympathie entgegen bringt, die Besseres zu tun haben als kollektiv Allah zu preisen, klammert sich an eine „politische Stabilität“, die Israel in der Vergangenheit zwar eine fragile Sicherheitsarchitektur in der Region ermöglicht hat, aber kaum noch Perspektiven für eine langfristige Minimierung der Gewalt bietet. Wer sich jedoch von seiner Begeisterung dazu verleiten lässt, den arabischen Aufbruch blindlings abzufeiern, verschließt die Augen davor, dass Volksaufstände schon viel zu oft das Schlechte durch etwas Schlimmeres ersetzt haben. Die keineswegs dominierenden, aber immer wieder auftauchenden Bilder, auf denen die Demonstranten Mubarak mit aufgemalten Davidsternen als Judenknecht brandmarken, rufen in Erinnerung, worin dieser Aufstand enden könnte.

Es ist kein Zufall, dass iranische Oppositionelle, von den Rätekommunisten bis zu den Liberalen, ihre Grußadressen an die tunesischen und insbesondere die ägyptischen Revolutionäre stets mit eindringlichen Warnungen spicken, nicht die Fehler aus der iranischen Revolution von 1979 zu wiederholen und die Islamisten zu unterschätzen. Ihre Sorgen werden durch die offen zur Schau gestellte Begeisterung des Regimes in Teheran über die Kairoer Demonstrationen gespeist. Die ist nicht verwunderlich, sehen die Ajatollahs die prowestliche ägyptische Diktatur doch seit dem Friedensschluss mit Israel als einen ihrer Erzfeinde an.

Die Ziele der ägyptischen Moslembrüder, deren ideologische Vordenker Schriften mit so eindeutigen Titeln wie „Unser Kampf mit den Juden“ verfasst haben, sind trotz des sunnitisch-schiitischen Gegensatzes jenen des iranischen Regimes durchaus ähnlich. In der wichtigsten Oppositionsgruppe existieren zweifellos unterschiedliche Flügel, von denen sich einer eher an der türkischen AKP orientiert. Schaut man sich deren immer hemmungslosere antiisraelische Politik und die Annäherung an das Regime in Teheran an, ist allerdings fraglich, warum das von zahlreichen Nahostexperten als Anlass zur Entwarnung gesehen wird.

Israel hat gute Gründe, nicht nur den Machtzuwachs der Islamisten zu fürchten. Der im Westen als moderat gepriesene Mohammed El Baradei kooperiert offen mit den Moslembrüdern und hat dem iranischen Regime in seiner Zeit als IAEO-Direktor viel Freude bereitet. Das ägyptische Oppositionsbündnis Kifaya, in dem sich Linke, Islamisten und Nationalliberale zusammengeschlossen haben, hat Mubarak in den vergangenen Jahren immer wieder scharf für seine Kooperation mit Israel attackiert und eine Petition zur Aufkündigung des Friedensvertrags von Camp David gestartet. Leider fällt es den Optimisten unter den Beobachtern schwer, stichhaltige Gründe anzugeben, warum sich ausgerechnet die viel beschworenen „jungen Liberalen aus der Bloggerszene“ oder eine „neue Arbeiterbewegung“ auf Dauer in Ägypten durchsetzen sollten. Immerhin reden wir von einem Land, in dem sich noch 2010 ganz im Gegensatz zu Tunesien über 80 Prozent für die Steinigung von Ehebrecherinnen und die Ermordung von Apostaten ausgesprochen haben.

Die zentrale Frage lautet, ob jener für den Nahen Osten so typische Mechanismus durchbrochen werden kann, bei dem die innergesellschaftlichen und durch den Weltmarkt evozierten Widersprüche, die allein durch einen Sturz des Regimes nicht verschwinden würden, stets in hemmungslose Aggression gegen den jüdischen Staat transformiert werden. Diese Verschiebungsleistung erfolgt keineswegs automatisch, und es gibt in Tunesien zahlreiche und in Ägypten zumindest einige Anzeichen, dass die Sache ausnahmsweise einmal erfreulich ausgehen könnte. Aber es wäre fatal, den Kopf in den Sand zu stecken und darauf zu vertrauen, dass schon alles gut gehen wird. Man sollte lieber das Schlimmste annehmen – in der Hoffnung, widerlegt zu werden. Aber nicht durch Nahostexperten, welche die Moslembruderschaft und andere ägyptische Oppositionsgruppen einfach schönreden, sondern durch die hoffentlich ausreichend vorhandene Vernunft und den Freiheitswillen der Demonstrierenden in Ägypten. Nur wenn sie sich gegen die mächtigen Feinde der Freiheit unterschiedlichster Couleur am Nil durchsetzen, würde dem iranischen Regime die Freude über die ägyptische Revolte vergehen. Eine Regierungsbeteiligung der Moslembrüder hingegen, die mittlerweile selbst von den USA erwogen wird, entspricht ganz dem Kalkül der Machthaber in Teheran.

Im besten Fall müssten die Demonstrationen in Nordafrika zur Inspiration für einen erneuten Anlauf zum Sturz der verhassten Diktatur aus Ajatollahs und Pasdaran im Iran werden. Der wäre eine gute, wenn auch sicher keine hinreichende Versicherung dagegen, dass der arabische Frühling in Ägypten und den anderen Staaten, in denen sich der Widerstand gegen die diversen Potentaten formiert, nicht zu einer Intifada gegen Israel verkommt, die den Massen weder Freiheit noch Brot zu bieten hätte – was aber bekanntlich überhaupt kein Grund ist, sie nicht vom Zaun zu brechen.

Um den Sturz des iranischen Regimes zu befördern wäre es notwendig, ihm durch konsequente Sanktionen die Fortsetzung seiner Projekte zu verunmöglichen, von denen die Finanzierung des globalen Djihadismus kein unbedeutendes ist. In Österreich und der EU geht es aber in die entgegen gesetzte Richtung: Gerade wird eine Aufhebung der Reisebeschränkungen für Außenminister Salehi erwogen und die Österreichische Wirtschaftskammer hat für den 15. Februar in Wien das nächste Werbeseminar für den Handel mit dem Iran angekündigt. Derweil feiert sich das Regime, das allein im Jänner 65 Menschen hinrichten ließ, am heutigen Jahrestag der „Islamischen Revolution“ selbst. Nicht nur in Teheran, sondern auch in Wien. Es wäre interessant zu wissen, welche Politiker, Diplomaten und Wirtschaftsvertreter sich am heutigen Abend für die Propagandainszenierung des Regimes beim Empfang in der Residenz des iranischen Botschafters hergeben.

Österreichische Unternehmen wie die VADO-Group oder die Leobersdorfer Maschinenfabrik sind weiterhin gut im Iran-Geschäft. Immer mehr Firmen wickeln ihren mittlerweile deutlich erschwerten Zahlungsverkehr mit dem Iran über die im Besitz des Regimes befindliche Europäisch-Iranische Handelsbank in Hamburg ab, wofür auch auf Seminaren der Wirtschaftskammer in Wien Werbung gemacht wird. Mittlerweile hat die EIH internationale Bedeutung erlangt. Deutschland, das sich bisher beharrlich weigert, gegen die Bank vorzugehen, wird dadurch zur globalen Drehscheibe für die Finanzierung eben jenes Handels, mit dem das iranische Regime nicht nur sein Nuklearwaffenprogramm, sondern auch die Unterstützung der islamistischen Organisationen finanziert, die jede Hoffnung auf Emanzipation in den arabischen Ländern zunichte machen könnten.

Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der Uni Wien und Mitherausgeber von “Iran im Weltsystem. Bündnisse des Regimes und Perspektiven der Freiheitsbewegung” (Studienverlag 2010).

Erschienen in Die Presse, 11. Februar 2011, eine gekürzte Fassung erschien im Tagesspiegel.

71 Kommentare zu “Arabischer Frühling, iranischer Herbst

  1. @ Nuri: Sie mögen sich wundern: Ich stimme Ihnen, wenn man von den einführenden Zeilen absieht, inhaltlich zu, was die Qualität und Besonderheit von haGalil betrifft. Da besteht keine Differenz zwischen uns.
    @ Anat: Liebe Anat, Sie haben in den letzten Jahren immer mal wieder sehr schöne, hilfreiche und anregende Kommentare abgegeben. Danke schön! Ihre Worte waren immer eine Bereicherung für mich. (Einmal sind wir uns in Ihren Kommentaren auch direkt begegnet – aber Sie können nicht wissen, dass dieser Beitrag von mir verfasst war… Aber: Danke!!! 
    @ Esther: Sie sprechen von der “`proisraelische(n)´ Seite“ und ordnen mich dieser wohl zu. Nun, es kommt darauf an, was man darunter versteht: Wenn ich ein Gegner, ein Feind  Israels, jüdischer Traditionen und Biografien etc. wäre (wie dies „Jane“, wie ihren tausenden von „Kommentaren unschwer zu erkennen ist, ist) dann sollte ich doch korrekter Weise auf den entsprechenden, den demokratischen Staat Israel bekämpfenden „palästinensischen“ bzw. rechtsradikalen Websites publizieren. Das wäre doch ehrlich und angemessen. Wenn Sie dies jedoch politisch meinen, im Sinne einer Zuordnung innerhalb des politischen Spektrums Israels, so kann ich Si beruhigen: Ich gehöre politisch (wenn man sich den genötigt sieht, seine private und politische Existenz parteipolitisch zu verankern) eindeutig dem „linken“, um verständigung und Ausgleich bemühten „Lager“ an. Die „Genfer Initiative“ beispielsweise bleibt der einzig angemessene, zukunftsfähige Vertragsentwurf für eine friedliche Zwei-Staten-Lösung. Ich stimme allen Stellungnahmen von Yossi Beilin, David Grossman oder Amos Oz vorbehaltlos zu! Ich schätze übrigens auch Uri Avnery (wenn auch mit einer gewissen Ambivalenz) in seiner biografischen Kontinuität, in seiner Unbeugsamkeit, in seinem journalistischen Talent und in seinem Bekenntnis, dass er einzig und allein in Israel leben kann und leben wird. (Dies unterscheidet Avnery übrigens sehr von dem Großteil der deutschen Maulhelden, die ihn anhimmeln!) Uri Avnery hat als Journalist und Politiker insbesondere in den Jahren bis 1990 die demokratische und kulturelle Tradition in Israel sehr viel stärker geprägt, als das hierzulande verstanden wird. (Dessen ungeachtet verfügt Uri Avnery natürlich über eine außergewöhnliche Fähigkeit zur Romantisierung, aber auch zur Verleugnung und Ausblendung des Terrors der Hamas etc. Heute hat er politisch überhaupt keinen Einfluss mehr in Israel, was man ihm aber durchaus nicht zum Vorwurf machen mass.) Dies nur zur Klärung.
    @ Gila: „Jim, Degania, ist das dann die Gesellschaft in der Sie sich wohlfühlen? Danke fürs Öffnen der Gruselkiste..“.
    Liebe Gila, Sie vermuten zutreffend: Das ist nicht „die Gesellschaft, in der ich“ (und gewiss auch Jim) „sich wohlfühlen“. In der Tat: Zahlreiche der nachfolgenden Postings sind ein menschenfeindliches Gruselkapinett. Jim hat hierzu in der ihm eigenen luziden Präzision angemerkt:
    „@Ron & @Mertens, Sie schreiben Stuss und merkens wohl nicht mal. Schönes Wochenende allen.“ Dem möchte ich inhaltlich nichts Weiteres hinzufügen. Ein größerer Teil der auf uns folgenden Kommentare disqualifiziert sich selbst. Kein Kommentar notwendig (auch nicht zur möchtegern-Schriftstellerin „Monika“, die von H. M. Broder jüngst in der „Welt“ als „Hausfrau“ tituliert worden ist; in ihrem blinden „Israelpatriotismus“ eine erklärte Feindin haGalils; in ihrer Diktion („herumstänkern“ etc.) dem Gegenstand, den zu „bekämpfen“ sie vorgibt, näher und ähnlicher, als ihr bewusst ist.). Aber: Sind wir für den Quatsch anderer Personen verantwortlich? Im Sinne von Adorno würde ich formulieren wollen: Da wurde wohl manchen Unbewusste kenntlich gemacht.
    Jedoch: Ist es in irgendeiner Weise unangemessen, auf die jahrelangen (!) ressentimentgeladenen, aus den bekannten antiisraelischen Websites (Arendt, Steinberger, Muslimmarkt etc.) abgeschriebenen und geklauten Postings besagter „Dame“ einmal in deutlicher Weise zu reagieren? Sollte dies in irgendeiner Weise unpassend sein? „Schaden“ wir hierdurch, als langjährige Schreiber und Sympathisanten, haGalil? Das ist doch wohl ziemlicher Unfug.
    Aber: Darum geht es mir – (bzw. uns)  – nicht! Wenn Jim (und seine Kommentare aufgreifend und bewusst unterstützend: ich) längst überfällige, deutliche Worte für die jahrelangen (!), wohl tausende (!) von israelfeindliche und den demokratischen Staat Israel verhöhnenden „Kommentare dieser fanatischen, obsessiven Person finden, hierauf reagieren, so ist dies doch wohl legitim sein!
    Jim hat es treffend formuliert:
    „Niemand, ich betone, niemand war bisher in der Lage, und zwar über Jahre und in der Tat tausende Beiträge, diesem permanenten Erguss völlig einseitiger Schuldverschiebung ausschließlich auf Israel auch nur das geringste entgegen zu setzten, hundertmal widerlegt, beginnt das Ganze immer wieder von neuem.
     
    Es ist keine Sachdiskussion möglich. Es ist kein Disput, es ist kein Streitgespräch.  Es ist einzig und allein eine immer wiederkehrende, ausschließlich gegen Israel gerichtete Suada. Es ist die apodiktische, keinen Widersspruch duldende Beschuldigung dieses Landes. Es ist nicht mehr und auch nicht weniger als hilflos einseitige Beurteilung, auf welcher Anklage und vernichtende Verurteilung durch diese Person beruht. Verurteilung Israels durch diese Person – es gibt keinerlei Spielraum, es ist geradezu wahnhaft.
     
    Also, zumindest ich denke, es reicht.“
    Ich stimme ihm vollständig zu. Herr Pfeifer, Robert Schlickewitz, Jim und viele andere haben immer wieder sachlich auf die geklauten, hasserfüllten, die Wirklichkeit verzerrenden, demagogischen und herabsetzenden Äußerungen dieser Person reagiert. Gebracht hat es absolut nichts. Wie ich bereits zuvor schrieb: Ich habe mich in deutlicher Weise über diese fanatische Israelhasserin geäußert, weil ich dies für längst überfällig hielt, aber auch um Jim auch öffentlich zu unterstützen. Dies hat nichts, aber absolut nichts mit einer Kritik an den bewundernswerten Betreibern und Machern von haGalil zu tun! Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass die tausenden und tausenden von geklauten antiisraelischen Diffamierungspostings dieser Person „der Sache“ und auch der Glaubwürdigkeit haGalils schaden. Mit gleichem Recht könnte man auch ununterbrochen Stellungnahmen und Verschwörungstheorien aus rechtsradikalen Websites auf haGalil publizieren. Ich muss inzwischen konstatieren: Letzteres wäre mir persönlich inzwischen besser erträglich.
    Und noch etwas: Ich bezeichne diese Person inzwischen bewusst nur noch als braves, fanatisiertes, geistiges BDM-Mädel, die den Vernichtungswahn der Nationalsozialisten bis heute unbeirrt fortträgt. Wir erinnern uns der klarsichtigen Formulierung des israelischen Psychoanalytikers Zvi Rix: „Die Deutschen werden den Juden Auschwitz niemals verzeihen.“ Es muss „Jane gekannt haben.

    Das war´s – in dieser Sache. Schalom 

  2. “Sie drücken sich, wenn Sie emotional erregt sind, mehr als doppeldeutig aus“

    Zum einen verbitte ich mir den sexistischen Unterton in diesem Ihrem Satz,

    zum zweiten ‚erregt‘ mich gar nichts an ihrer hölzernen Weltwahrnehmung

    und zum dritten ist nichts doppelbödiges daran, wenn man Sie darauf aufmerksam macht, dass sie mit keinem Wort etwas zum eigentlichen Thema und zu den von mir zitierten Quellen zu sagen haben, trotzdem erlauben Sie sich dauernd Ihr harsches Urteil,  zumindest das sollte Ihnen doch nicht entgangen sein, Oder sind sie so selbtverliebt in ihrer Lexikapflückerei und ihrer einmal gefunden Rolle als ‚Retter der Juden‘ mit grenzenlosem Eifer sich durch die angestaubten Blätterberge wühlend , dass sie den Rest der Welt und darüber hinaus die politische Gegenwart, soweit sie nicht in ihr Nazi-Jude Schema passt, gar nicht wahrnehmen – ein daraus resultierendes Missverständnis, für das Sie die Verantwortung schon selbst übernehmen sollten.

  3. Vielen Dank mal wieder für die tollen Sounds. Suuper!
    Aber ich wundere mich und will dazu mal was sagen.
    Denn wenn Jim “Hagalilianer” ist und Uri Degania sich “für Hagalil engagiert”, dann frage ich mich, wie wohl die Feinde von jemandem (Hagalil) aussehen, der solche Freunde hat?

     
    Auch für meinen Geschmack ist Hagalil viel zu zionistisch und viel zu religiös.
    Aber ich käme doch nicht auf die Idee so mit Dreck um mich zu werfen, wie das hier viele tun.

    Hallo Nuri,
     
    danke für Deinen Beitrag und ich betrachte es durchaus als ehrenvoll, mit einem Uri Degania in einem Atemzug genannt zu sein.
     
    Gebe Dir den Tip, den Namen „Uri Degania“ in die Suchmaske hier einzugeben, Du wirst in kürzester Zeit erkennen können, wie sehr und zu welchen Themen dieser Mensch sich bisher hier auf haGalil eingebracht hat und wie sehr Du Dich in Deiner kurzfristig gefassten Einschätzung zu dieser Person wohl irrst.
     
    Das Gleiche versuchst Du dann mit dem Namen „Jane“, bzw. „Catya“ und was weiß denn ich, unter wievielen weiteren Nicks diese Dame hier bisher ihre Hetzbeiträge  gegen Israel, eingestellt hat und Du wirst Dir ein Bild vom wahren Ausmaß dieser Abstraktion Jane machen können, abschätzen können, wer hier zum Freund haGalils geworden ist und wer es vielmehr ist, der haGalil massiv schadet, indem haGalil zur Projektionsfläche, zum Ausleben eigener Bedürfnisse, eigener Projektionen, eigenen Hasses und dem Ringen um eigene Katharsis gemacht und so und auf diese Weise schamlos missbraucht wird.
     
    Niemand, ich betone, niemand war bisher in der Lage, und zwar über Jahre und in der Tat tausende Beiträge, diesem permanenten Erguss völlig einseitiger Schuldverschiebung ausschließlich auf Israel auch nur das geringste entgegen zu setzten, hundertmal widerlegt, beginnt das Ganze immer wieder von neuem.
     
    Es ist keine Sachdiskussion möglich. Es ist kein Disput, es ist kein Streitgespräch.  Es ist einzig und allein eine immer wiederkehrende, ausschließlich gegen Israel gerichtete Suada. Es ist die apodiktische, keinen Widersspruch duldende Beschuldigung dieses Landes. Es ist nicht mehr und auch nicht weniger als hilflos einseitige Beurteilung, auf welcher Anklage und vernichtende Verurteilung durch diese Person beruht. Verurteilung Israels durch diese Person – es gibt keinerlei Spielraum, es ist geradezu wahnhaft.
     
    Also, zumindest ich denke, es reicht.
     
    Mit herzlichem Dank, jim.

  4. Kurzes Fazit:
    Die „proisraelische“ Seite ist in dieser Diskussion wirklich leicht zu erkennen – durch ihren unerschöpflichen Vorrat an Formulierungen wie: widerliche, dumme Nuß, Volunteer der Islamistischen Faschistischen Expansionspolitik, geistiges BdM-Mädel, geifernde Judenhasserin, Dreckschleuder … wahnhaft, mit grenzenlosem Haß auf Israel herumlügen, ekelerregend, abstoßend, auf niederträchtige Weise beleidigen, perverse Denkstrukturen, obsessiver, antisemitischer Dreck, pathologischer Haß, ekelhaft, menschenverachtender Dreck usw. xxx usw.
     
    Und während die einen sich noch mit Beleidigungen aufhalten, fertigt Horst Breva schon mal Abschußlisten an – mich bitte auch drauf setzen: neben Jane, Anat, Benji, Koshiro (hat sich noch nicht geäußert, paßt aber gut dazu), mfb, efem, Gila, Nuri… und natürlich HaGalil. Ja, auch HaGalil! Es kann nicht länger geduldet werden, daß HaGalil immer noch Diskussionsteilnehmer zuläßt, die andere nicht beleidigen.

  5. Herr Schlickewitz – ich schreibe aber die ganze Zeit zum Nah-Ost-Konflikt, wenn das nicht Ihr Gebiet ist – wie Sie ja selber sagen – warum halten Sie sich dann nicht einfach raus? Ihre Unterstellungen muss man schließlich entnehmen, dass
     
    a) nichts ernsthaft an der israelischen Politik zu kritisieren wäre.
    b) wir uns das nicht erlauben dürften.
    Mit beidem bin ich nicht einverstanden.
     
    Sie sind dann ganz einfach im falschen Thread – Schauen Sie mal oben aufs Thema.
     
    Und wenn Sie noch mal tausend mal diesen albernen ‚Plagiatsvorwurf‘ wiederholen – dann bleibt er trotzdem lächerlich. Erst mal geht es mir um Inhalte, weshalb ich ziemlich viel aus ziemlich vielen Quellen in meine Einträge einfließen lasse und dieses durch Gänsefüßchen oder Kursivformatierung von dem was ich selber schreibe abhebe – in diesem Fall wars auch nicht anders – allein DIE QUELLENANGABE bzgl. Zitate etc. AUF DER DER TEXT BERUHT – war nicht kursiv – 2 ZEILEN.

     
    Sollte dadurch irgendwie der Eindruck entstanden sein, ich wollte den Text (den ich doch kursiv markierte) nicht von mir sein, dann bitte ich das zu entschuldigen – ich lege hier freilich keine Doktorarbeit ab – man könnte schon meinen es wäre so.
     
    aber damit hätten Sie es mal wieder geschafft aus Zeichen Kommata oder vergessenem Kursivdruck in einem Zweizeiler – eine alberne Diskussion zu machen.


    “Sie schrecken davor zurück sich den elementarsten Fragen, die jeden intelligenten Deutschen brennend interessieren müssten, zu stellen. Sie fragen nicht nach dem “warum” in unserer gemeinsamen christlich-jüdischen deutschen Geschichte, Sie suchen vielmehr Ihr Heil in der Ablenkung auf das, was Sie davon abhält sich mit der eigenen Identität zu beschäftigen“
     
    Völliger Blödsinn – Sie haben keine Ahnung. Ich habe allerdings keine Lust mir damit einen Orden zu verdienen.
     
    Wenn ich freilich zu diesem Thema was sagen wollte, dann würde ich das doch primär in einem Rahmen, bzw. in einem Thread tun, der auch eben dieses Thema behandelt.
     
    Sie sind es – der diese beiden Themen dauernd durcheinanderwürfelt und gleichzeitig jede echte Konfrontation mit dem Thema des Threads scheut – legitim ist das nicht.

  6. @Jane
    ich kritisiere ja nicht die Aufarbeitung unbearbeiteter Flecken deutscher Gesichte, sondern Ihr Ausblenden reichlich kritikwürdiger Aspekte israelischer Politik und ihr konseuqntes Eintreten dafür, der israelischen Politik einen Persilschein auszustellen.
     
    Sie drücken sich, wenn Sie emotional erregt sind, mehr als doppeldeutig aus und so fällt es ausgesprochen schwer zu verstehen was Sie nun tatsächlich meinen.
     
    Bezüglich Ihres obigen Vorwurfs, habe ich Ihnen bereits einmal erklärt, dass mein Spezialgebiet die Geschichte der Juden in Deutschland vor 1933 und nach 1945 ist. Nicht die Zeitgeschichte Israels oder die der Palästinenser. Wenn Sie zu Ihrem Metzger gehen und eine Schwarte Schweinebauch haben wollen, erwarten Sie doch von ihm nicht, dass er auch noch wie Mister Mint Schuhe repariert und Schlüssel zurechtfeilt, oder? Eben, daher schreibe ich auch nicht zu Themen, zu denen Sie sich anscheinend berufen fühlen.
     
    Zeigen Sie mir bitte, wo ich „konsequent“ dafür eintrete der israelischen Politik Persilscheine ausszustellen! Konsequent heißt mehrfach. Ich bekenne mich in der Tat zu Israel, und habe in einem Fall das Vorgehen der israelischen Regierung gutgeheißen. Das Wort „konsequent“ passt auf mich bezogen hier nicht. Sie haben es vielmehr bei mir abgeschrieben, weil Ihnen nichts Besseres einfiel, stimmt’s? Es hat Ihnen auch noch so gut gefallen, dass Sie es gleich mehrfach tippten.
     
    Zum Plagiatsvorwurf: Sie heben sich erst kürzlich vorwerfen lassen müssen, nicht ordentlich Texte als nicht von Ihnen stammend kenntlich gemacht zu haben. Lesen Sie nach, was Ihnen Ihre Gegner, keinesfalls unbegründet, vorwarfen!
     
    An meinem Hauptvorwurf Ihnen gegenüber halte ich im übrigen fest: Sie blenden die deutsche, Ihre eigene deutsche Geschichte und Gegenwart, die antisemitische bundesdeutsche Gegenwart, aus und suchen sich einen Ersatzkriegsschauplatz, weil das bequemer für Sie ist.
    Sie schrecken davor zurück sich den elementarsten Fragen, die jeden intelligenten Deutschen brennend interessieren müssten, zu stellen. Sie fragen nicht nach dem „warum“ in unserer gemeinsamen christlich-jüdischen deutschen Geschichte, Sie suchen vielmehr Ihr Heil in der Ablenkung auf das, was Sie davon abhält sich mit der eigenen Identität zu beschäftigen.

  7. Also so ganz nehme ich Ihnen das nicht ab. Nach Modern Orthodox hört sich Ihr Schreiben über die Einheit des Volkskörpers einfach nicht an. Seit wann sind Sie denn Modern Orthodox?

    Vielleicht auf der Ebene eines Kindes gedacht, aber so jung sind sie auch nicht, oder? Bne Akiwa. Wie alt sind sie denn? Wenn ich fragen darf, es erscheint mir einfach so kurios.
    Aber wie gesagt, auch inhaltlich. Sie kommen mir vor, als mimen sie hier den Juden, mit dem sicher niemand auskommen kann und will, und einige ganz unbedarfte Geister jubeln Ihnen zu.

    Oder ist das wirklich so, dass die moderne Orthodoxie sich an solch paganisch-mystischen Vorstellungen orientiert? Und man daraus mal so einfach politische Rückschlüsse ausplaudert, ohne ein Hintergrundwissen voraussetzen zu können. Wurde nicht wenigstens darüber diskutiert, ob nicht derartiges, ohne tiefere Kenntnis, nur zu solchen Missverständnissen führen kann, wie wir sie ja auch hier sehen.
    Und eigentlich ganz egal warum und wieso, sie liefern hier Beweise für finstere Unterstellungen, gegen die das Judentum, nicht erst seit der Aufklärung, stets gekämpft hat. Ebenso Ihre eigenartige Rede zum Kreativismus? Wem wollen Sie dies als „modern“ orthodoxe Botschaft nahebringen?
    Das hört sich eher nach evangelikaler Heilserwartung an.

    Ich habe jetzt nicht vor weitere Strangeheiten aus Ihren Beiträgen zu kommentieren. Ich habe mich einfach nur gewundert. Oder sind die Bne Akiwa schon so nationalreligiös, dass die Nationalen Werte die Religion längst überflüssig gemacht haben, von identitätsstiftender Folklore mal abgesehen.
    Kann das modern orthodox sein?
    Verstehen Sie meine Irritation?

  8. Was den heutigen Antisemitismus angeht, so ist es für mich völlig selbstverständlich, dass Beleidigungen und Straftaten auf Grund rassischer, religiöser Motive eine Straftat sind und zwar ob sie nun anti-semitisch oder sonstwie rassistisch motiviert sind.
     
    Wir haben eine eindeutige Rechtslage und tortz ihrer Behauptung Deutschland würde zur Hälfte noch aus Nazis bestehen, bin ich mir doch sicher, dass eine robuste Mehrheit in Deutschland diese Gesetzeslage ganz klar befürwortet.
     
    Ich denke auch, dass Juden heute in Deutschland gut leben können, und dass andere Minoritäten sehr viel mehr Probleme auf Grund von Rassismus haben, als Juden.
     
    Ungeachtet der Tatsache, dass es Judenfeindlichkeit, Femdenfeindlichkeit etc. gibt, halte ich doch die Art und Weise, wie man versucht Israelkritik durch den Antisemitismusvorwurf zu begegnen, für politisch motiviert und in der Sache wenig sachlich. Nicht selten wird er von der Hasbara massiv aufgebauscht, so wie z.Bsp. als Ariel Sharon den AntiSemitismus in Frankreich beklagte und den französischen Juden die Aliyah nahelegte, vermutich um von der Kritik an seinen oft skrupellosen Feldzügen in den besetzten Gebieten abzulenken. Die französischen Juden haben sich übrigens damals Sharons Einmischung verbeten.
     
    Auch manch wissenschaftliche Studie offenbart solche Schlagseiten und ist nicht selten durch entsprechende Interessenvertretungen beeinflusst.
     
    So sagte z.Bsp. der ehemalige israelische Botschafter Avi Primor, man solle nicht ständig diesen Vorwurf ins Feld führen, da sonst niemand mehr hört, wenn er tatsächlich angebracht wäre.
     
    Worüber ich mir freilich sicher bin, nicht wenige Menschen empfinden die Politik der Besatzung als verwerflich, wagen aber kaum dies offen auszusprechen, eben weil sie da fürchten müssen, als AntiSemit diffamiert zu werden – das ist ein ungesundes Klima und auch wenn natürlich weder ‚die Juden‘ verantwortlich sind für die Politik in Israel und weiß Gott auch nicht alle dafür stehen, so muss man, spricht man offen darüber dorch fürchten, auf diese Art militante Abwehr zu stoßen, die man auch hier im Forum beobachten kann. Da gibt es nur für oder gegen und dazwischen ist ohnehin schon lange nichts mehr möglich. So lange man sich nicht kennt, bleibt das Thema jedenfalls mehr als heikel – es sei denn man ist auch zum Pro-Israel-Lobbyisten mutiert, davon gibts ja auch nicht wenige.
     
    Das insgesamt ist natürlich belastend für Nicht-Juden im Verhältnis zu Juden und ich denke sicher auch umgekehrt – tatsächlich finde ich das sehr schade.

  9. @Jane

    der grosse Vorteil an Ihrer Kopiererei von Artikeln ist, ich weiß jetzt auf welchen Internetseiten Sie sich ihre Informationen beschaffen.  Das erklärt warum Sie ohne unterlass soviel Schrott schreiben und der Meinung sind das ist die Wahrheit.

    Nun gut nach dem Shabbat werde ich Stellung zu Ihren Artikeln nehmen und ihnen die wirkliche Wahrheit schreiben. Die in erster Linie nicht für sie gedacht ist sondern für die anderen Leser die sonst Denken könnten das es stimmt was sie hier schreiben.
    Denn bei Ihnen ist Hopfen und Malz verloren, Sie sind auf die Antizionistische Antiisraelische Linie eingeschwuren.

  10. Vielen Dank mal wieder für die tollen Sounds. Suuper!

    Aber ich wundere mich und will dazu mal was sagen.
    Denn wenn Jim „Hagalilianer“ ist und Uri Degania sich „für Hagalil engagiert“, dann frage ich mich, wie wohl die Feinde von jemandem (Hagalil) aussehen, der solche Freunde hat?

    Es stimmt, es gibt sicher Dutzende oder Hunderte von deutlich im rechten bis extrem rechten Spektrum der zionistischen Ideologie reichende Pages. Manche sind gleichzeitig Hass-Seiten gegen Muslime, Linke und Liberale. Die meisten dieser Seiten sind engmaschig miteinander verbunden und verlinkt und überall herrscht eine deutliche Stimmung, die an ein Fussballstadion erinnert. Hurra Israel, Bravo! Bravo! Bravo Netanyahu, Bravo Liebermann! Oder es wird gejammert, dass man es kaum glauben kann, alle Welt hasst uns, alle sind böse, nur Israel ist gut und muss gegen EU, NATO, Arabische Liga, USA, Russland, UNO, amnesty international, Human Right Watch und sonst wen noch alles kämpfen und ihnen allein Dummheit und Bosheit nachweisen, was nicht immer leicht ist.

    Die Regierung israels ist weise, klug, legitim und demokratisch und wer auch immer ihr vorsteht ist hundertfünfzig Prozent zu unterstützen, solange er keine Konzessionen macht oder auch nur andeutet.
    Wie schnell war Olmert unten durch, oder Sharon.
    Nun gut. Da war die Unterstützung der „legitimen Regierung“ schnell passé.
    Seltsam!

    Dann gibt es viel weniger, vielleicht an einer Hand abzählbare Pages von linkszionistischer Quelle, links von Hagalil. Darunter sind sogar Pages, die einen jüdischen, wenn auch anti-zionistischen Kurs fahren, israelit.de, semit, Stimme des Friedens.

    Alle diese Seiten ob rechts oder links, haben eines gemeinsam. Sie boykottieren Hagalil. Es existiert einfach nicht, zumindest nicht unter den „empfehlenswerten Sites“.

    So gesehen, steht Hagalil sehr „in der Mitte“ da.
    Klar zionistisch aber nicht messianisch-fundamentalistisch und siedlerorientiert.
    Ja zur Friedensbewegung, aber gegen eine Einstaatenlösung oder gar die Auflösung des Staates Israel als garantierte Heimat der Juden der Welt.

    Nun, mit dieser Pragmatik steht Hagalil in diesem Umfeld mehr oder weniger allein.
    Und noch etwas zeichnet hagalil aus. Es ist die einzige Publikation in diesem Umfeld, die Diskussionen zulässt auch über die ideologischen Lager hinweg.
    Und das zu einer solchen Themenvielfalt, dass es immer wieder erstaunt.

    Man kann ziemlich sicher sein, dass ein Kommentar freigeschaltet wird. Dass jemand aus „nichtigem Grund“, wie Jim behauptet, gesperrt wurde, kann ich mir kaum vorstellen.

    Ich habe immer wieder im Bekanntenkreis, ich bin vor einiger Zeit nach Deutschland gekommen, nachdem ich lange in Israel war, dafür plädiert sich an den Diskussionen zu beteiligen. Aber für die meisten meiner eher links gerichteten Freunde, war Hagalil, als „total-zionistisches Organ“ verpönt. Artikel von Pfeifer, Sahm, Jemini, Lavit, Shavit etc. sind doch deutlich in der Mehrheit, verglichen mit den zuvor genannten bösen Jungs, wie Levy, Zuckermann, Avnery oder Be(i!)lin.
    Auch für meinen Geschmack ist Hagalil viel zu zionistisch und viel zu religiös.
    Aber ich käme doch nicht auf die Idee so mit Dreck um mich zu werfen, wie das hier viele tun.

    Ich meine das ist ein Beweis der extremen Sprachlosigkeit. Der totalen Spaltung im jüdischen Volk. Hagalil ist sicher bemüht, die konträren Positionen untereinander bekannt zu machen, das scheint aber zu extremer Anfeindung aus allen Ecken zu führen.
    Ein undankbarer Job.
    Nicht zu beneiden.

    Und da ich weiss, unter welch belastenden und auch finanziell sehr schwierigen Umständen Hagalil gemacht wird, und von welch angenehmen Menschen, das will ich hier doch auch noch sagen, ziehe ich den Hut.

    Ich sage sogar macht weiter so, auch wenn ihr mir viel zu zionistisch und viel zu fromm seid.
    😉
    A gitn Shabes.
    Nuri

  11. “Wenn Sie meine Beiträge wirklich aufmerksam gelesen hätten, dann würden Sie feststellen, dass ich mich stets darum bemüht habe die Einträge deutscher Nachschlagewerke den Aussagen jüdischer Historiker und Lexika (Heinrich Graetz, Enzyklopaedia Judaica, Jüdisches Lexikon etc.) gegenüberzustellen. Lesen Sie gerne noch einmal nach, um sich zu überzeugen.“
     
    Herr Schlickewitz – da sieht man wie konsequent, Sie das ausblenden, worüber ich hier eigentlich rede, wahrscheinlich existiert es in ihrem Hirn gar nicht – natürlich meinte ich nicht die Gegenüberstellung historischer Darstellungen über das NaziReich deutscher Lexika mit jüdischen Lexika, sondern historische Quellen, wie ich sie heir z.Bsp. anführte, bzgl des Nah-Ost-Konflikts, Quellen wie z.Bsp. die Tagebücher von Moshe Sharet, das Wissen über die Ermordung Israel de Haans, die Ermordung des Grafen Bernadotte durch jüdische Terroristen, aus deren Reihen später führende Regierungsvertreter kamen, Bernadotte der seinerzeit als Vermittler für eine Teilung auftrat, ein Mann der zuvor maßgeblich an der Rettung von Juden aus deutschen KZs beteiligt war und vieles, vieles mehr – ich kritisiere ja nicht die Aufarbeitung unbearbeiteter Flecken deutscher Gesichte, sondern Ihr Ausblenden reichlich kritikwürdiger Aspekte israelischer Politik und ihr konseuqntes Eintreten dafür, der israelischen Politik einen Persilschein auszustellen.

    Ihre konsequente Abwehr derselben spielt der Unterdrückung, der Entrechtung und der Vertreibung, nicht selten auch an ungesühntem Mord an Palästinensern jedenfalls zu, denn wenn noch irgend etwas die Situation dort unten zum positiven wenden kann, dann konsequente und deutliche Kritik an der israelischen Expansionspolitik für die es, und da sind sich alle internationalen und rechtlichen Gremien auch der besten Verbündeten Israels einig, keinerlei rechtliche Grundlage gibt.

    “dabei Plagiatsvorwürfe nach Muster Guttenberg billigend in Kauf nehmend.“
     
    Na jetzt versteigen Sie sich aber wirklich – das ist doch lächerlich, ich habe gar keinen Fremdtext als meinen ausgegeben – ich habe den Text komplett kursiv gesetzt – nur bei einer 2-zeiligen nachträglichen Quellenangabe habe ich die Kursivmarkierung vergessen.

    Wie sich alle hier darauf stürzen macht ja schon deutlich, wie dünn das Eis ist, auf welchem sie sich argumentativ bewegen.
     
    Konsequent gehen Sie auf die von mir zitierten Quellen nicht ein, genauso wie all die anderen Patrioten hier. Der Inhalt derselben ist freilich das eigentliche Thema und alles was hier abgeht ist ein konsequentes Umschiffen der Wahrnehmung derselben, im Zweifelsfall halt durch Beleidigen was das Zeug hält, dabei sollte man doch meinen, dass Sie solche historischen Quellen interessieren.

  12. Also ich muss Jim zustimmen. Raus mit der Judenhasserin. Oder Hagalil wird boykottiert!
    Klare Ansage. Klare Forderung. Klare Konsequenz. Auch Degania sei hier gedankt.

    Doch nun, die Judenhasserin schmiert weiter. Auch in diesem Thread, und ihr Posting gehört zu den besonders langen und trögen Wüsten der antisemitischen Hetze, wie man sie seit Himmler nicht mehr für möglich gehalten hatte.
    Ja es ist schockierend und ekelhaft.
    So bleibt es auch mir, mich mit Jim, degania, und allen Freunden Israels, ja ich bekenne dies mit Stolz, angewidert und voller Ekel aus diesem Sumpf zurückzuziehen.
    AM YISRAEL CHAI!

  13. Lieber Jim, mit deinem Link zu der segensreichen und wirklich gut gemachten und informativen, dabei vielseitigen und offenen Seite von Lisa hast du doch gezeigt, das es um Hagalil nicht schade wäre. Darauf kann man getrost verzichten.
    Freuen wir uns, das es heute inzwischen über hundert ganz klar und eindeutig PRO-ISRAEL positionierte Seiten im Deutschen Netz gibt, wo die Regierung Israels in ihrem steten Mühen um Stabilität und Sicherheit unterstützt und bestärkt wird.
    Dagegen ist mit der Halligalli Postille eh kein Stich mehr zu machen. Lassen wir sie ruhig eingehen. Auch dein stets Engagement Degania ist hier fehl am Platze. Wende dich dem Licht zu. Der Wahrheit Israels.
    Halligalli und Konsorten sind nicht deiner großen Mühsal wert, die du wohl für diese Leute aufgebracht hast. Du bist nicht der erste, der enttäuscht erkennen muss, dass diese Friedensfanatiker jeden Fallen lassen, der sich ihrer Linie nicht beugt. Von Demokratie haben die keine Ahnung, sonst würden sie nicht die einzige wahre Demokratie in der Region beleidigen und besudeln.
    Wer heute noch Rabinianer ist, um deine Kreation, lieber Jim, zu nutzen, kann nur dumm genannt werden.
    Wie krank kann man sein, wenn man meint man müsse mit dsen Pals verhandeln und immer nur Nachgeben. Bis man ins Meer getrieben wird. Da ist doch alles zu spät. Leider, doch wir wissen AM YISRAEL CHAY!!!

  14. @Jane
    Es wundert mich dann auch nicht mehr dass Leute wie Schlickewitz, die so einen akribischen Fleiß an den Tag legen, wenn es darum geht deutsche Lexika auseinanderzupflücken sämtliche israelische, historische Quellen ignorieren,…
     
    Schon wieder das altbekannte Symptom einer psychischen Erkrankung: pathologisch selektive Wahrnehmung.
     
    Wenn Sie meine Beiträge wirklich aufmerksam gelesen hätten, dann würden Sie feststellen, dass ich mich stets darum bemüht habe die Einträge deutscher Nachschlagewerke den Aussagen jüdischer Historiker und Lexika (Heinrich Graetz, Enzyklopaedia Judaica, Jüdisches Lexikon etc.) gegenüberzustellen. Lesen Sie gerne noch einmal nach, um sich zu überzeugen.
     
    Der Hauptvorwurf jedoch, den ich Ihnen mache, ist der, von Deutschland als einem „ziemlich normalen“ Land auszugehen und zu behaupten, es gäbe keinen latenten Antisemitismus in Deutschland, obwohl wissenschaftliche Untersuchungen und angesehene Wissenschaftler lange schon das Gegenteil belegen. Sie blenden konsequent die Ihnen unangenehme, judenfeindliche, deutsche Realität aus, indem Sie sich in Israel einen Hassgegner suchen, auf den Sie sich wortreich einschießen, dabei Plagiatsvorwürfe nach Muster Guttenberg billigend in Kauf nehmend.

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