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Iran schmuggelt weltweit Waffen an Terrorgruppen – Neues von WikiLeaks

Im Dezember 2010 beschuldigten westliche Länder den Iran, dass er mit „komplexen und komplizierten“ Methoden Waffen und Sprengstoff schmuggle, und damit die Sanktionen der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten umgehe. Martin Briens, der stellvertretende Botschafter Frankreichs bei den Vereinten Nationen, sagte, der Iran stecke hinter „einem bedeutenden Transfer von Waffen und anderen Gefahrengütern“…

Diana Gregor

Für den Transport in Afrika seien besorgniserregende neue Transitrouten entdeckt worden, so Briens. Im Oktober 2010 konfiszierten nigerianische Beamte in Lagos 13 Container mit Waffen, die in dem iranischen Hafen von Bandar Abbas verladen worden waren und Berichten zufolge nach Gambia verschifft werden sollten.

Depeschen der amerikanischen Regierung, die von WikiLeaks veröffentlicht wurden, enthüllten, dass Ägypten aus Furcht vor dem Einfluss des Iran in der Region amerikanischen Beamten mitgeteilt habe, dass der Iran versuche, “Beduinen auf der Halbinsel Sinai für den Waffenschmuggel in den sich unter Seeblockade befindenden Gazastreifen zu rekrutieren”. Die Depesche von WikiLeaks berichtete, dass der ägyptische Präsident Hosni Mubarak denkt, dass “das nukleare Programm des Iran eine strategische und existentielle Bedrohung für Ägypten und die Region darstellt.“ Mubarak war alamiert durch die nicht-nuklearen, auf Destabilisierung ausgerichteten Handlungen des Iran, wie etwa seine Unterstützung der Hamas, Medienattacken sowie der Schmuggel von Waffen und rechtswidrigen Finanzmitteln. Seiner Ansicht nach gehen die Entwicklungen dahin, dass der „Einfluss des Iran sich wie ein Krebsgeschwür vom Gebiet des Golf-Kooperationsrats bis nach Marokko ausbreitet”. [2]

Andere von WikiLeaks enthüllte Dokumente berichten, dass der Iran Krankenwagen eingesetzt habe, um in Verlauf des Krieges zwischen Hisbollah und Israel (2006) Waffen in den Libanon zu schmuggeln. Andere Depeschen legen offen, dass der Iran sich möglicherweise im Besitz von „weitaus fortschrittlicheren Raketen befindet, als weitgehen angenommen.“ [3]

Der Iran nutzt zahlreiche Länder und Scheinfirmen, um seine Waffenlager aufzustocken. WikiLeaks zufolge „könnten türkische Firmen einen Vertrag für den Export von militärischer Ausrüstung in den Iran unterzeichnen“, darunter Munition, Raketenwerfer und Magazine für Sturmgewehre. [4]

Im Verlauf des bisher größten Luftabwehrmanövers in der Geschichte der islamischen Republik führe der Iran im November 2010 erfolgreiche Tests mit einer neuen Raketenabwehranlage durch. [5] Der iranischen Verteidigungsminister, Brigadegeneral Ahmad Vahidi, hatte zuvor bereits im März 2010 die Produktion einer neuen Art von Kurzstreckenraketen angekündigt, die von Radargeräten nicht erfasst werden können. Er sagte: “Die Rakete des Typs Nasr 1 ist in der Lage, Ziele von 3000 Tonnen zu zerstören.” [6]

Das Arsenal des Iran besteht aus einer Vielzahl von Artilleriegeschossen, unter anderem vom Typ Shahin, Oghab, Fajr, Naze’at und Zelzal. Unter dem Einsatz von Bauteilen, die aus China und Russland stammen, stellt der Iran eine Anzahl von Raketen her, darunter Raketen des Typs Haseb, Noor und Arash, und befasst sich gegenwärtig mit der Konstruktion von ballistischen Mittelstreckenraketen (mit einer Reichweite von bis zu 1000 km). [7]

WikiLeaks: Die Unterstützung von Terrorgruppen durch den Iran

Die Depeschen von WikiLeaks enthüllten, dass der Iran die Hisbollah mit Raketen des Typs Scud D beliefert hat. [8]

Die neu veröffentlichten Telegramme legten dar, dass Syrien die Hisbollah ebenfalls mit Waffen versorgt. Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton sagte: “Wir sind uns […] der gegenwärtigen Bemühungen von Seiten Syriens bewusst, die Hisbollah mit ballistischen Raketen zu versorgen.” Syrien leugnete die Anschuldigungen ab, doch den Angaben des Pentagon entsprechend hat die Hisbollah bis zu 50.000 Raketen und Geschosse angesammelt. [9]

Berichten zufolge rüstet die Hisbollah im Süden des Libanon wieder auf und schmuggelt Raketen und Waffen aus Syrien und anderen Ländern, von denen sie unterstützt wird, in die Region. [10] Resolution 1701 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, die den Krieg zwischen Israel und der Hisbollah beendete, hatte alle nicht genehmigten Waffen aus dem Gebiet zwischen dem Litanni Fluss und der Blauen Linie – der von den Vereinten Nationen überwachten Grenze zwischen dem Libanon und Israel – verbannt. [11] Dieses Waffenembargo wurde von den Aufsichtsbeamten der Vereinten Nationen entlang der Grenze zwischen den beiden Ländern jedoch niemals durchgesetzt. [12] Den Berichten westlicher Regierungsbeamter zufolge und den eigenen Angaben der Hisbollah hat diese schiitische moslemische Organisation wieder aufgerüstet und ist stärker, als sie es vor der bewaffneten Auseinandersetzung mit Israel gewesen war. [13] Der Iran betrachtet die Hisbollah als einen „wesentlichen Partner für die Förderung der Ziele seiner Politik in der Region,” wie das Pentagon vor kurzem berichtete. [14] Der Libanon erhält militärische und wirtschaftliche Hilfe aus den Vereinigten Staaten, deren Ziel darin besteht, die eigenen bewaffneten Streitkräfte des Libanon zu stärken und den Einfluss der Hisbollah zu schwächen. [15] Im Januar 2010 beschrieb Präsident Suleiman die Beziehungen zwischen dem Libanon und dem Iran als “in jeder Hinsicht gut“. [16]
In den Dokumenten von WikiLeaks beziehen sich die Jordanier auf den Iran als eine „Krake, die ihre Fangarme auf hinterhältige Weise ausstreckt, um zu manipulieren, Unruhe zu stiften und die gut durchdachten Pläne des Westens und der gemäßigten Länder in der Region zu unterminieren: Diese Fangarme des Iran umfassen seine Verbündeten in Qatar und Syrien, die Hisbollah im Libanon, die Hamas in den palästinensischen Gebieten, eine irakische Regierung, die nicht selten als Bittstellerin in Teheran betrachtet wird, sowie schiitische Gemeinden überall in der Region.” [17]

Darüber hinaus legte WikiLeaks zudem offen, dass Saudi Arabien vor zwei Jahren die Schaffung einer arabischen Streitkraft vorgeschlagen hatte, die von den Vereinigten Staaten und den Vereinten Nationen unterstützt werden sollte, um im Libanon zu intervenieren und die Hisbollah zu zerstören. Auch wenn dieser Plan niemals durchgeführt wurde, so verdeutlicht er jedoch „die Befürchtungen Saudi Arabiens – ebenso wie die der Vereinigten Staaten – vor einen wachsenden Einfluss des Iran im Libanon und anderswo im Nahen Osten.” [18]

Zudem enthüllen die Depeschen, dass das amerikanische Außenministerium den Sudan im Jahre 2009 warnte, „den Transport von Waffen unspezifizierter Art, deren Weitergabe an die Hamas im Gazastreifen erwartet wird,“ nicht zu gestatten. Dieser Waffentransport wurde später durch Israel attackiert. [19]

Quellenangaben:

realite-eu.org