UNWRA beschämt Andrew Whitley

Ben S. Cohen, Associate Director of Communications des AJC hat am 5. November 2010 in Huffington Post einen Artikel über UNRWA geschrieben, der Licht auf eine der Affären dieser Organisation wirft und von Karl Pfeifer ins Deutsche übersetzt und redigiert wurde…

UNRWA, das Hilfswerk der „Palästinaflüchtlinge“ hat schon viele Skandale erlebt. Der letzte ereignete sich diesen Herbst.

Bereits vor ein paar Tagen schrieb Cohen in der Huffington Post einen Artikel über den jüngsten Skandal, dessen Opfer Andrew Whitley, der Direktor des New Yorker UNWRA Büros wurde.

Whitley sagte in einer Konferenz in Washington, dass das so genannte „Recht auf Rückkehr“ wahrscheinlich niemals ausgeübt werden kann und dass die Anstrengungen besser für die Integrierung der palästinensischen Flüchtlinge in den Ländern unternommen werden sollten, in denen sie seit Jahrzehnten leben.

Ich bemerkte, dass außerhalb dem beschränkten Wahrnehmungshorizont der UNWRA die Anmerkungen von Whitley kaum innovativ sind, weil die von ihm behauptete Wahrheit seit Jahrzehnten bekannt ist, vor allem bei palästinensischen und arabischen Führern. Nicht desto weniger kommend von einem UNWRA Beamten waren diese Bemerkungen von enormer Wichtigkeit. Sie hätten – und sollten – eine sehr benötigte Diskussion auslösen, wie man die Palästinenser von ihrer „grausamen Illusion“ (von Whitley geprägt) befreien kann, dass sie eines Tages ein Heim in den Städten und Ortschaften Israels beanspruchen können.

Das war bereits vor mehr als sechzig Jahren eine Illusion als diese Forderung zuerst erhoben wurde bezüglich der 700.000 arabischen Flüchtlingen des Krieges 1948 und es bleibt auch jetzt eine Illusion wenn die Zahl der Palästinenser, die von der UNWRA registriert sind auf fast fünf Millionen gewachsen ist, aus dem einfachen Grund, weil die Palästinenser im Gegensatz zu anderen Flüchtlingsgruppen genötigt werden den Flüchtlingsstatus ihren Nachkommen zu vererben.

Whitleys Aufrichtigkeit kostete ihn seine Position bei der UNWRA und wie man sehen kann auch seine Würde. Zornig kritisiert von Hamas und bis zur jordanischen Regierung wurde Whitley gezwungen in einem Brief an Christopher Gunness, Sprecher der UNWRA öffentlich zu widerrufen.

Sein Ton ist so kraftlos und demütig, dass der Leser gezwungen ist sich zu wundern, ob diese Wörter wirklich die von Whitley sind, oder ob das, in der Manier des KGB von jemand anderen verfasst wurde. „Ich drücke mein aufrichtiges Bedauern aus und meine Entschuldigung für jeden Schaden, den meine Worte der Sache der palästinensischen Flüchtlinge verursacht haben und für jede Kränkung die ich vielleicht verursacht habe,“ der Brief endet so: „Die Agentur (UNWRA K.P.) ist frei meine Erklärung in jeder Weise zu benützen, wie sie es für richtig hält. Es gibt keine Notwendigkeit für eine Antwort.“

Hätte die „Israel Lobby“ sich eine solche traurige Zurückweisung des Rechtes für freie Meinungsäußerung von einem Kritiker der israelischen Politik beschafft, dann wäre ein Chor der „Ich habe es ja gesagt“ von den Dächern erklungen. Aber über Whitleys Schicksal wurden keine Beschuldigungen gegen „Zensur“, „Maulkorb“ oder „McCarthysm“ erhoben…

UNWRA – es ist notwendig dies zu sagen – hat Whitley nicht ohne von außen kommenden Druck entmannt. Zusätzlich zu den arabischen Regierung (Übrigens keine von diesen befindet sich unter den zwanzig Spitzenspendern der UNWRA) waren es islamistische Terroristen, westliche Gruppen wie Al Awda, welche sich selbst als „die Koalition für das palästinensische Recht auf Rückkehr“ nennt und von Kalifornien für das Blut von Whithley bellt, deren Anhänger bekannt sind und solche charmante Lieder singen wie „die Juden sind unsere Hunde“, welche die UNWRA unter Druck setzten.

Al Awda veröffentlicht triumphierend ein e-mail von Sami Mshasha von der UNRWA, der dankbar die Rolle dieser Organisation anerkennt, von Whitley eine Entschuldigung zu erhalten.

Alles in Allem ist die Affäre Whitley entschieden unerfreulich gewesen, mit keinen Gewinnern außer den Fanatikern, deren Hass für Israel bedeutet, dass sie ganz zufrieden sind, wenn auch zukünftige Generation von Palästinensern in arabischen Ländern leben werden mit dem minderen Status eines Flüchtlings, denen nicht manuelle Arbeit, höhere Bildung, Reisemöglichkeit und alle Zuwendungen die ein freies Leben lebenswert machen nicht gestattet werden.

Quelle: http://www.huffingtonpost.com