Botschaft Israels: Kritik an Einladung Alfred Grossers

Israels Gesandter in Berlin, Emmanuel Nahshon, hat die Entscheidung der Stadt Frankfurt am Main kritisiert, den französischen Politologen Alfred Grosser als Hauptredner zur Gedenkstunde an das Judenpogrom vom 9. November 1948 in der Paulskirche einzuladen…

Der Jerusalem Post teilte der Diplomat mit, dass diese Ehrbezeugung gegenüber dem für seine antiisraelischen Stellungnahmen bekannten Grosser einen „bedauerlichen und unnötigen Schatten“ auf die Veranstaltung werfe. Dessen Ansichten zu Israel seien „illegitim und unmoralisch“.

Grosser wurde 1925 in Frankfurt in eine deutsch-jüdische Familie hineingeboren, die 1933 nach Frankreich emigrierte. Er hat Israels Politik gegenüber den Palästinensern in jüngerer Zeit mit der antijüdischen Politik der Nazis in den frühen 30er Jahren verglichen.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland sprach sich bereits scharf gegen einen Auftritt Grossers bei der Gedenkstunde aus.

The Jerusalem Post, 07.11.10

Ein Kommentar zu “Botschaft Israels: Kritik an Einladung Alfred Grossers

  1. Es gibt keine „Juden“ innerhalb der Biologie und der Wissenschaft. Die Wissenschaft kennt nur (unbewusste und meist saudumme) Körper, die mehr oder weniger genetisch miteinander verwandt sind…

    Die Natur kennt keine „Nationen“ und keine Grenzen (und auch keine „Völker“).
    Nur Schopenhauer, Hitler et al. verwendeten diese Begriffe (und dummerweise noch immer 98% aller Körper von heute, die über ihr körperliches Dasein hinaus noch immer nicht denken gelernt haben…).

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