Deutschland hat Probleme mit Israel

Israels Massenblatt Jedijot Achronot veröffentlichte am Mittwoch eine scharfe Kritik an der Haltung deutscher Politiker und der deutschen Medien zu Israel. Aktueller Anlass ist der erste Solidaritäts-Kongress mit Israel am 31. Oktober in Frankfurt, wo sich jene treffen werden, „die es heute noch wagen, öffentlich ihre Freundschaft zu Israel“ zu bekunden…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 20. Oktober 2010

Im vergangenen Jahrzehnt und verstärkt seit dem Amtsantritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sich ein „präzedenzloser Erdrutsch“ gegen Israel in Bewegung gesetzt, schreibt Eldad Beck, der Berlin-Korrespondent jener israelischen Zeitung.

Israelische Politiker behaupten, dass Deutschland der beste Freund Israels in Europa sei. Seit der Wahl Barack Obamas behaupten sie gar, dass Deutschland gar der beste Freund Israels in aller Welt sei. Beck bezweifelt diese „Wirklichkeit“, obgleich Merkel deutlicher als jeder frühere Kanzler auf der Seite Israels stehe. Richtig sei auch, dass sich unter Merkel die militärische, wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit verstärkt habe, und sogar die gemeinsame Entwicklungshilfe für Drittländer. Doch die enge Zusammenarbeit beschränke sich laut Beck auf wenige Fachkräfte und geschehe „in großer Abgeschiedenheit“.

Kein einziges Kabinettsmitglied der Regierung Merkels habe sich bereit gefunden, zu dem Solidaritäts-Kongress unter dem Motto „Israel ist nicht allein. Als Freund Israels bist Du nicht allein!“ zu kommen. „Jeder mit seinen Gründen“, schreibt Beck. Selbst jene hätten sich verweigert, die ihre Hand automatisch heben, um die „historische Verbundenheit zum Staat Israel und seiner Sicherheit“ zu beschwören.
Bundespräsident Christian Wulff habe im Gegensatz zu seinem Vorgänger beschlossen, im November Israel nur einen „Besuch zum Kennenlernen“ abzustatten, also keinen Staatsbesuch mitsamt Rede in der Knesset und einem Besuch in dem von Raketen beschossenen Sderot, wie es Horst Köhler getan hatte. „Weil Jerusalem hartnäckig blieb, änderte Wulff seine Pläne“, schreibt Beck.

Weiter berichtet der Korrespondent, dass der israelische Außenminister Avigdor Lieberman vor einigen Tagen in Berlin „fast heimlich“ empfangen worden sei. In der Woche zuvor habe der Außenminister des Sudan hingegen einen „sehr medienwirksamen Empfang erhalten“.

Das Auswärtige Amt und sein „Medien-Ableger“, die Deutsche Welle, planen ein internationales Ereignis unter dem Titel: „Der Beitrag der Medien zum Dialog unter den Kulturen.“ Dazu seien zahlreiche arabische Medienvertreter eingeladen worden, aber kein einziger israelischer Journalist. Selbst jene Israelis, die regelmäßig den Deutschen (über Israel) das erzählen, was die Deutschen gerne hören wollen, und dafür Stipendien, Einladungen und andere Vergünstigungen erhalten, seien, so Beck, nicht eingeladen worden. Beck, der keine Namen nennt, dürfte Israelis wie Avi Primor, Mosche Zimmermann, Uri Avnery und andere meinen. „Was Israel angeht, so ist die Pressefreiheit in Deutschland sehr eingeschränkt“, behauptet Beck.

Nicht die jetzige Regierung in Israel sei das Problem, sondern Deutschland selber. Beck präzisiert, dass seit Jahren Deutschland seine Beziehung zu Israel auf Kontakten aufgebaut habe, die weit davon entfernt seien, „die wahre Wirklichkeit in Israel zu repräsentieren“.

Deutschland, so Beck, weigere sich, die ganze komplexe Wirklichkeit Israels zu sehen und zu akzeptieren. Deutschland umhegt linksgerichtete Israelis, von denen einige sogar „anti-zionistisch“ eingestellt seien und schaffe mit deren Hilfe, ein Bild Israels als rassistischem, militaristischem und faschistischem Staat. „Deutschland zieht es vor, sich von Israel unter der zweiten Regierung Netanjahus zu distanzieren, weil dieses Israel nicht mehr den deutschen Illusionen entspricht.“ Abschließend ruft Beck die israelischen Verantwortlichen auf, zu verhindern, dass diese oder jene Tatsachen des Nahen Ostens die Deutschen in die Irre führen, „denn sie (die Deutschen) wissen, was gut für die Welt und für uns (Israelis) ist.“

© Ulrich W. Sahm / haGalil.com

23 Kommentare zu “Deutschland hat Probleme mit Israel

  1. @Robert Schlickewitz:
    Also die Website ist schon derart billig kreiert. Da kann das Verlagswesen nicht gerade professionell und nach meinen Begriffen seriös sein. Das würde nur dem Buch schaden!
     
    LG Eine Schweizerin

  2. @topspirit: Wenn Sie den Zentralrat der Juden auf diese Weise beschuldigen und ihm eine Mitschuld anhängen wollen, die nicht wirklich besteht, sind Sie derjenige, der verleumdet.  Das zu Ihrer lächerlichen Empörung. Dann noch unterstellen wollen, dass Ihnen in irgendeiner Weise körperlich gedroht wird, lässt erkennen, wie paranoid Ihre Vorstellungen über die ach so pösen Juden sind.  Ein intelligenter Mensch müsste das eigentlich verstehen. Ich bin auch nicht Jüdin, trotzdem ist es auch für mich offensichtlich, was Sie da auf läppische Art und Weise versuchen. LG Eine Schweizerin

  3. Und schwupps, hat sich die Webseite von Dr. Schmid in Luft aufgelöst. Bei meinen heutigen Versuchen ihn anzuclicken, lese ich nun nur noch bei ARCOR:
     
    Fehler 404
    Internetseite konnte nicht gefunden werden
     
    Wir werden ihm doch nicht zu nah getreten sein?

    Gestern warb er noch für die Piusbrüder und Mariengebete, für ein Kloster, das einst Williamson einlud etc.

    Hallo, Herr Schmid, haben wir Sie aus dem Web verjagt?

  4. Ich hab momentan nicht die Zeit, mich näher zu äußern. Werde dies nachholen. Auf diese Seite bzw. den Artikel hat mich ein jüdischer Freund aufmerksam gemacht. Ich wollte mich da nicht „in bitterböser Absicht hereinschleichen“. Welch ein Vorurteil.
    Meine Buchempfehlung:
    Franzizka Baumgärtner: Seelische Not und Vorurteil.  < Die Autorin ist Jüdin und weiß, wovon sie spricht.>
     
     

  5. Ich bin entsetzt, mit welchem Hass mir hier begegnet wird. Ich wollte ein positives Zeichen setzen.  Da wird einem Angst. Wie weit ist es vom Hass zur Tat? Da kann man nur noch weinen. Nein, dass ist nicht mein Niveau.
    WER MICH EINER SCHLECHTEN TAT BEZICHTIGEN KANN, DER BENENNE SIE UND WERFE DEN ERSTEN STEIN!
    Ich verberge mich nicht wie viele Forumsteilnehmer im Internet hinter einem Pseudonym, sondern trete überdurchschnittlich viel mit meinem Klarnamen auf. Dies beweist auch meine Homepage, dass ich auf offenem Forum spreche. Mir war und ist doch klar, dass ich auf auf dieser Seite identifiziert werden kann.
    Wer mich in die antisemitische Ecke rückt, verleumdet mich. Über jenen Willliamson habe ich mich oft genug geäußert. Das erschien Gott-sei-Dank auch in der Presse, auch wie ich täglich zur Sühne 1 Stunde lang (über 14 Tage)  im jüdischen Friedhof in Regensburg betete. – Mein GOTT, in welchen Hass-Strudel bin ich hier geraten … Das ist doch völlig absurd, was hier geschieht. Gewolltes Missverstehen!

  6. Werter Herr Dr. Schmid („topspirit“),
     
    ich muss mich bei Ihnen entschuldigen, ich habe Ihren Nachnamen falsch geschrieben, anstatt mit -d mit Doppel-t, Franz Xaver Schmid muss es richtig heißen, pardon.
     
    Etwas möchte ich Ihnen noch mit auf den (weiteren Lebens-)Weg geben.

    Oben wies ich auf Döllinger, einen katholischen Geistlichen mit Durchblick aus dem 19. Jahrhundert hin. Er soll in der Tat nicht der einzige Kleriker seiner Konfession bleiben, an den ich gerne und im Zeichen des friedlichen Miteinanders der Religionen erinnern möchte. Auch das 20. Jahrhundert kannte eine mit Döllinger vergleichbare Persönlichkeit: The Reverend Edward Flannery (1912-1998).
    Flannery, der dem winzigen Rebellen-Ostküstenstaat Rhode Island entstammte, war Autor des Buches The Anguish of the Jews: Twenty-Three Centuries of Antisemitism, ferner fungierte er etwa eine Dekade lang als Berater des Vatikan in jüdischen Angelegenheiten.
    Wie der Untertitel verlauten lässt, geht dieser amerikanische Pater von 23 Jahrhunderten christlichen (katholischen!) Judenhasses aus. The Anguish of the Jews stellt eine wertvolle Lektüre für jeden Katholiken dar, da es verständlich und erfreulich umfassend diese lange Zeit gut lesbar aufbereitet. Unerklärlicherweise wurde das Werk zwar in mehrere Sprachen, darunter sogar Russisch, übersetzt, nie jedoch, ins Deutsche.
     
    Herr Schmid, Sie glauben zu wissen, wo’s lang geht, Sie fühlen sich zum Missionar berufen, Sie wollen Menschen bekehren, zugleich besitzen Sie einen Verlag und Sie sind als Mediziner, darf ich mal annehmen, nicht unvermögend. Tun Sie etwas wirklich Gutes. Bezahlen Sie einen fähigen Übersetzer und bringen Sie das Buch von Flannery in Ihrem Verlag heraus!
     
    The Anguish of the Jews wird sich nicht nur als erfolgreich auf dem deutschen Buchmarkt erweisen, es wird auch noch Herzen öffnen bzw. Menschen und Religionen verbinden. Was könnten Sie sich mehr wünschen (?).
     
    Sind Sie erst einmal diesen verlegerischen Schritt der zwischenmenschlichen Verständigung gegangen, so verzeihen wir hier Ihnen auch gerne den Fauxpas, den Sie begehen wollten, indem Sie sich so quasi durch die Hintertür hier einschleichen wollten, mit bitterböser Absicht, wie’s ausschaut.
     
    Na, wär‘ das kein Vorschlag zur Güte?
     
    Überlegen Sie ihn sich einmal.
    Mit den besten Grüßen
     
    Robert Schlickewitz
     

  7. @topspirit: Wenn Sie so wenig über Politik recherchieren wie zu Mona Lisa, wundert es mich nicht, wenn Sie ein derart vereinfachtes Weltbild skizzieren.
    LG Eine Schweizerin

  8.  
    @topspirit
     
    Es kommt alles ans Tageslicht…^^
     
    Zurück zu Israel, der Nahostkonflikt dominiert die Meinung über das Land.
    Die Bilder fliegender Raketen, vermummter Gestalten mit Knarre und so weiter…..
    Die Medien berichten meist nur über Krieg und Gewalt.
     
    Die Realität sieht oft ganz anders aus, wir waren im letzten Jahr drei Wochen in Israel. Es ist ein vollkommen westliches Land, mit europäischen Standard.
    Wir waren nicht mit einer Reisegruppe unterwegs, sondern richtig mit Mietwagen und Privatunterkünfte aus dem Internet. (Ist viel preiswerter.)
    Ja, das ist problemlos möglich! Auch mit der Selbstversorgung klappt das gut, man kann einfach irgendwo anhalten und sogar am Imbiss essen.^^ Alles ist möglich.
     
    Wir haben es probiert und können nur Gutes berichten.
     
    Übrigens sind wir, da ehemalige DDR-Bürger und nicht so erzogen, in keiner Kirche.
    Die Religion ist ohnehin egal, es kommt auf die Menschen an.
     

  9. Danke für den Link zur Seite von Herrn Schmitt, Herr Schlickewitz,

    ich hab mich köstlich amüsiert :-D.
    „Verhosung der Frau“ wird ab nun fester Bestandteil meines Sprachschatzes. 😉

  10. Für solche Kreise wirbt Herr F.X. Schmitt auf seiner Homepage:
     
    Katholische Hardliner
    Wie die Piusbrüder gegen Juden, Muslime und Schwule hetzen
    Von Peter Wensierski
    Die Holocaust-Leugnung des Bischofs Richard Williamson ist kein einfacher Ausrutscher – er und seine Weggefährten predigen seit Jahrzehnten Hass gegen Juden, Muslime und Homosexuelle. Ihre Schriften gewähren einen erschreckenden Einblick in die Geisteswelt der katholischen Hardliner.
    Der Tatort, die Kirche Notre-Dame de Lourdes, ist der heiligen Muttergottes geweiht. Jeden Sonntag um 10 Uhr wird hier von den Piusbrüdern die Messe auf Latein gefeiert, nach altem katholischen Ritus. Der freundliche Bau steht auf einem kleinen Hügel in der Rue McManamy von Sherbrooke, einem Ort in Kanada, nahe der Grenze zum US-Staat New Hampshire.
     

    Das unscheinbare Gotteshaus wurde im April 1989 Schauplatz eines ungeheuren Sündenfalls, der sich nun wiederholt hat. Hier wurde die katholische Kirche zum ersten Mal klar darüber informiert, dass Bischof Richard Williamson ein notorischer Holocaust-Leugner ist.
    Bei einer heiligen Messe kam der Bischof zunächst auf die Juden, dann auf die Gaskammern, schließlich auf Auschwitz zu sprechen. Wörtlich sagte er: „Dort wurden keine Juden in den Gaskammern getötet!“ Dann rief Williamson den gläubigen Katholiken zu: „Das waren alles Lügen, Lügen, Lügen! Die Juden erfanden den Holocaust, damit wir demütig auf Knien ihren neuen Staat Israel genehmigen.“
    Anschließend holte der Geistliche zum Rundumschlag aus und fasste seine Welt- und Kirchensicht mit den Worten zusammen: „Die Juden erfanden den Holocaust, Protestanten bekommen ihre Befehle vom Teufel, und der Vatikan hat seine Seele an den Liberalismus verkauft.“
    Immerhin: Ein Kirchgänger sprang damals auf, verließ den Gottesdienst und ging zur Polizei, um Williamson anzuzeigen. Der „Toronto Star“ berichtete über den Vorfall und konfrontierte den damaligen Erzbischof von Halifax, James Hayes, mit Williamsons Holocaust-Leugnung.
    Der Erzbischof wiegelte ab und versuchte, den Vorfall herunterzuspielen. Der Skandal zog jedoch weitere Kreise, wenn auch die Anzeige versandete, weil Williamson sich einige Zeit in Québec nicht mehr sehen ließ. In Kanada unterhält die Piusbruderschaft 26 Kirchen, eine Grundschule sowie eine eigene High School. Weit über tausend Anhänger besuchen regelmäßig die Messen. Williamson zog weiter durch Europa und Amerika, wo die Piusbrüder über hundert Kirchen und Kapellen sowie 24 Schulen verfügen.
    Warnung vor der „jüdischen Weltherrschaft“
    Holocaust-Leugner Williamson hat weltweit – auch außerhalb von Predigten – seine antisemitische Gesinnung seit 20 Jahren immer wieder offengelegt. Genug Zeit für den Vatikan, sich davon zu distanzieren.
    Im Juni 2000 beispielsweise heißt es in Williamsons in mehreren Ländern erscheinendem monatlichen „Brief an Freunde und Wohltäter“: „Seit 2000 Jahren haben die Juden nichts unversucht gelassen, die katholische Kirche zu unterwandern und Christus aus dem Christentum zu entfernen.“ Im Oktober 2001 schreibt Williamson im katholischen Magazin „Die Geißel der Sünde“: „Im Mittelalter waren die Juden schwach gegenüber den Christen, aber über die Jahrhunderte wurden die Katholiken immer schwächer im Glauben, besonders seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil.“ Und dann warnt er im Ton der Rechtsextremisten: „So kommen die Juden immer näher und näher ihrem Ziel, der jüdischen Weltherrschaft.“
    Zudem ist klar: Williamson ist kein Einzelfall. Piusbruder Emmanuel Herkel meint in seinem Pamphlet „Kommt der Antichrist?“, nachzulesen an prominenter Stelle auf den Web-Seiten der amerikanischen Piusbrüder, „Der Antichrist wird jüdisch sein … Der Teufel wird nicht versäumen, von ihrer Blindheit Gebrauch zu machen, um sie dem Antichristen unter ihnen unterzuschieben. Christus, den sie zurückwiesen, ist die Wahrheit. Somit wird sich der Fluch von St. Paul den Juden zuwenden …“
    1997 äußern sich die beiden Piusbrüder Michael Crowdy und Kenneth Novak im Pius-Magazin „Angelus“ einmal ganz grundsätzlich: „Das Judentum ist generell feindlich gegenüber allen Nationen, in besonderer Weise gegenüber christlichen Nationen.“ Dann verlangen sie, Juden müssten zum Christentum konvertieren. „Christentum und Judentum sind unausweichlich verurteilt, überall aufeinanderzuprallen, ohne Versöhnung oder Vermischung. In der Geschichte repräsentiert dies den ewigen Kampf von Lucifer gegen Gott, von Dunkelheit gegen Licht, von Fleisch gegen Geist.“
    „Frankreich überschwemmt von Arabern, Deutschland von Türken“
    Diese antijüdische Propaganda ist keine isolierte extremistische Position innerhalb des Weltbildes der Piusbruderschaft, sie geht vielmehr einher mit antiislamischen Parolen, Hasstiraden gegen Homosexuelle und Diskriminierung von Frauen. Die Holocaust-Leugnung von Williamson ist kein Ausrutscher, für den man sich mal eben schnell entschuldigen kann, sie ist eine deutlich sichtbare Blüte in einem weltanschaulichen Sumpf, mit dem die gesamte katholische Kirche unter Benedikt XVI. und teils schon unter seinem Vorgänger Johannes Paul II. stärker belastet ist, als ihr lieb ist.
    Der deutsche Pius-Chef, Pater Schmidberger, warnt ständig vor einem Vormarsch des Islam in Deutschland…
     
    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,605239,00.html

  11. Bei „Topspirit“ handelt es sich um einen katholischen Ultra. Hier seine Webseite:
    http://home.arcor.de/fx.schmid/fxsportal.htm#religious
     
    Herr Dr. Franz Xaver Schmitt, warum verbergen Sie sich hinter einem Pseudonym, wenn Sie schon selbst Ihre eigene Webseite angeben? Stehen Sie doch mit Ihrem Namen zu dem, was Sie als „Topspirit“ (Obergeistlicher?) fordern oder mitteilen!
     
    Sollten solche ewiggestrigen Zeitgenossen wie Sie nicht lieber bei solchen Katholiken lernen wie Ignaz von Döllinger einer war, der schon vor über einem Jahrhundert zu Einsichten gelangte, zu denen Sie anscheinend nicht in der Lage sind?
     
    Hier zu Ihrer Belehrung (oder Erinnerung):
    http://test.hagalil.com/2009/05/06/doellinger/
     
    Gerade Ihr Katholiken solltet Euch besser bilden, denn die Mehrheit von Euch weiß bis heute fast nichts, hält vielmehr krampfhaft fest an Märchen und Legenden, die platter und einfältiger sind als die aus Tausendundeinernacht.
     
    Wacht auf, Ihr Träumer!

  12. Ich kann ja bestimmte Empfindlichkeiten verstehen. Aber wenn Sie mich in die völkische Ecke rücken wollen, liegen Sie völlig falsch. Die Fragen von „jim“ sind gegenüber meiner Person nicht angebracht. Daher liegt es unter meiner Selbstachtung, sie zu beantworten. Den letzten Satz habe ich geschrieben, um aufzuzeigen, dass auch „Nicht-Juden“ berechtigte jüdische Interessen vertreten. (Ich hab da schon Bekanntschaft mit bestimmten Vorurteieln gemacht.)
    Zur Replikder Schwerizerin: Ich habe dem Zentralrat der Juden nicht   d i e   Schuld zugewiesen, sondern wegen seiner politisch wenig ausgeprägten Weitsicht eine  T e i l -Schuld. Derselben Sicht sind übrigens auch jüdische Intellektuelle. Bitte genauer lesen.
    Sie sollten nicht in den Leuten Gegner vermuten, die bei bestimmten Anlässen die israelische Fahne raushängen. Ich hoffe, es hier auf diesem Forum mit intelligenten Menschen zu tun zu haben, die ihre Emotionen so im Griff haben, dass sie erkennen, wer Gegner oder Freund ist.

  13. – Der Verfasser dieses Zeilen ist Nicht-Jude. –

     
    ey, hätte da paar Fragen, interessehalber – Sie können jeweils mit
     
    lehne völlig ab,
    lehne überwiegend ab,
    stimme teils zu, teils nicht zu,
    stimme überwiegend zu,
    bzw,
    stimme voll und ganz zu,
     
    antworten, okay?
     
    Also:
     
    1) Was Deutschland jetzt braucht, ist eine einzige starke Partei, die die Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert.
     
    2) Wie in der Natur sollte sich in der Gesellschaft immer der Stärkere durchsetzen.
     
    3) Wir sollten endlich wieder Mut zu einem starken Nationalgefühl haben.
     
    4) Die Bundesrepublik ist durch die vielen Ausländer in einem gefährlichen Maß überfremdet.
     
    Nun?

  14. Der letzte Satz wäre nicht nötig gewesen. Jetzt dem Zentralrat der Juden die Schuld zuzuweisen, finde ich nicht gerade fair und sachlich. Schon wieder sind die Juden schuld. Eine sehr stereotype Sicht.
    LG Eine Schweizerin

  15. Der Artikel in Jedijot Achronot beschreibt leider eine zutreffende Realität. Die wird in Zukunft noch ungemütlicher werden. Die deutsche Politik wirft sich zunehmend dem Islam in die Arme, weil sie glaubt, damit dem Crash der Kulturen auf deutschem Boden, dem kommenden asymmetrischen Bürgerkrieg, entrinnen zu können. Dafür ist es jetzt zu spät. Jahrzehntelang hat in der Migrations- und Integrationsfrage die deutsche Politik versagt. Sie hat hier überhaupt kein strategisches Konzept entwickelt. Durch die ungeordnete Islamisierung Deutschlands wendet sich immer mehr der Kompass der politischen Orientierung gegen Israel. An der Entwicklung trägt auch der Zentralrat der Juden in Deutschland ein gerüttelt Maß an Schuld, der bis heute sofort mit dem Nazi-Vergangenheits-Reflex reagiert, wenn sich die wenigen kritischen Stimmen melden, die für eine Eindämmung der massiven Immigration aus dem islamischen Kulturraum und für eine Integrationspolitik eintreten, welche ganz eindeutig europäisch-kulturelle Leitlinien stützt. Mit einer rechtsgerichteten  Renegation der deutschen Politik, die antisemitische Gefahren berge, hätte eine solche Politik überhaupt nichts zu tun – im Gegenteil. Das haben inzwischen jüdische Intellektuelle wie Ralph GIORDANO oder BRODER klar erkannt. Das sah man auch in der Sarazzin-Debatte. Die bisherige Linie der Politik bzw. Öffentlichkeitsarbeit des Zentralrats der Juden in Deutschland ist inzwischen bezüglich des jüdischen Bevölkerungsanteils und bezüglich der Beziehungen zu Israel dysfunktional geworden. Hier ist schleunigst ein Kurswechsel angeraten. In Deutschland wächst erneut eine Gefahr für die Juden  – und mittelfristig für Israel (drohender Bündniswechsel!) – heran. Diesmal von einer ganz anderen Seite! (Wobei in Zukunft nicht auszuschließen ist, dass sich eines Tages rechtsradikale Strömungen mit radikalen islamischen strategisch verbünden! Das wäre der Super-GAU.)  Wohin die Entwicklung geht, kann man schon heute  per operationellem In-Vivo-Experiment testen. Dazu bewege man sich mit einer Kippa auf dem Kopf durch besteimmte Stadtteile deutscher Großstädte.                                                                     – Der Verfasser dieses Zeilen ist Nicht-Jude. –

  16. Wer ist Beck?
    Eldad Beck ist der Berlin-Korrespondent von Israels Massenblatt Jedijot Achronot. Das ist so etwas wie die  israelische Bild-Zeitung.
    Manche halten es für nötig über Eldad Becks Artikel zu berichten. (Als wäre Israels Ruf nicht schlecht genug!!)
    Ich habe allerdings schon weitaus dümmeres von ihm gelesen.

  17. klare und richtige analyse von e. beck, da stimme ich voll mit überein.
    hätten die deutschen nicht ihre vergangenheit am hals, sie währen eine der grössten feinde israels, (siehe ehemalige ddr).

  18. Die deutschen Medien gehen immer den geringsten Widerstand, das war schon immer so. Es ging noch nie um Wahrheitsfindung. Deshalb gibt es auch immer mehr Schreibende, die sich dem Journalismus verweigern, weil es einfach eine Schande ist, sich dazu zählen zu müssen.
    LG Eine Schweizerin

  19. „Wer ist Beck?“ – Der Berlinkorrespondent eines israelischen Massenblattes… Seine Meinung dürfte ähnlich einflussreich wie die eines Jersualemkorrespondenten eines deutschen Massenblattes sein.
    Hoffentlich sind einige der angesprochenen Skurrilitäten auf eine mangelhafte Übersetzung oder der journalistischen Qualität des Massenblattes geschuldet.

  20. "Abschließend ruft Beck die israelischen Verantwortlichen auf, zu verhindern, dass diese oder jene Tatsachen des Nahen Ostens die Deutschen nicht in die Irre führen, „denn sie (die Deutschen) wissen, was gut für die Welt und für uns (Israelis) ist."

    .. zu verhindern, dass die Tatsachen nicht in die Irre führen ..
    Aja – die Tatsachen sollen also in die Irre führen !?!
    Skurril wie der ganze Artikel.

    Wei ist Beck?

  21.  
    Beck und Sahm reden hier pauschal von „Deutschland“ und sind dabei nicht fähig oder nicht willens, zwischen offiziellen Regierungserklärungen und den Ansichten der Bevölkerung zu differenzieren.
     
    Fakt ist (Umfrage BBC April 2010), dass Israel zu den weltweit unbeliebtesten Ländern gehört, fast gleichauf mit Nord-Korea. Und insbesondere bei den Deutschen, die zu 69 Prozent eine überwiegend schlechte Meinung haben von Israel. Eine schlechtere als die Deutschen haben in dieser Umfrage nur die Türken und die Ägypter.
     
    Dagegen die offiziellen deutschen Regierungserklärungen über die angeblich „historische Verantwortung der Deutschen bla bla“ klingen mittlerweile doch schon so hohl wie seinerzeit die Beteuerungen der DDR-Führung gegenüber Moskau über die berühmte „unverbrüchliche deutsch-sowjetische Freundschaft.“ Wer sich noch an die Wiedervereinigung erinnert, der weiss, wie schnell damals diese Doktrin quasi über Nacht verschwunden ist.
     
    Und auch die vorgebliche deutsche Staatsraison gegenüber Israel beginnt ja schon zu bröckeln. Der Bundestag hat in einer parteiübergreifenden Resolution sowohl die Blockade von Gaza verurteilt als auch eine internationale Untersuchung gefordert, nachdem Israel den türkischen Hilfekonvoi überfallen und die humanitären Helfer getötet hatte.
     
    Und noch weiter daneben liegen Beck und Sahm in der Einschätzung der Ursachen. Denn nicht etwa, weil die Deutschen „die wahre Wirklichkeit in Israel“ nicht zur Kenntnis nehmen wollten, sondern ganz im Gegenteil, gerade _weil_ sie es tun, geht das Ansehen Israels den Bach runter. Die Politik, die Israel gegenüber den Palästinensern in den besetzten Gebieten betreibt, die Unterdrückung und Entrechtung und Enteignung, die ewigen Kriege die Israel gegen seine Nachbarn führt mit all den vielen getöteten Frauen und Kindern, der Rassismus und die Diskriminierungen in Israel – das alles ist doch keinem hier in Deutschland mehr zu vermitteln.
     
    Wenn die _gesamte Welt_ die jüdische Besiedelung der besetzten Gebiete und den damit verbundenen Landraub und die Annektionen und die Vertreibungen und den Mauerbau und die Blockade der Flüchtlingslager als Unrecht und als Verstoss gegen Menschen- und Völkerrecht empfindet, wie wollen Beck und Sahm dann ausgerechnet von den Deutschen Verständnis für diese menschenverachtende israelische Politik erwarten?
     
    Da nutzt es auch nichts, massenweise Schüler und Künstler zwischen Deutschland und Israel hin- und herzukarren um das Image zu polieren. Ausgehend von einem relativ  hohen Wert vor 40 oder 50 Jahren befindet sich heute die Sympathie der Deutschen für Israel im freien Fall. Und das ist ein Trend, der noch lange nicht abgeschlossen ist. Ein Ende ist nicht in Sicht. Da werden Beck und Sahm noch viele Artikel schreiben können über die Ansicht der Deutschen über Israel.
     
     

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