Zwischen Israel und den Siedlungen gibt es eine klare Linie: Rot und Grün

Kanal 10, einer von Israels drei Fernsehkanälen, strahlte in dieser Woche einen Bericht aus, der sicherlich viele Leute in Schrecken versetzte. Sein Titel war „Wer organisiert den weltweiten Hass gegen die Israel-Bewegung?“ und sein Inhalt war: Dutzende von Gruppen verschiedener Länder, die eine rigorose Propagandakampagne für die Palästinenser und gegen Israel ausführen…

Von Uri Avnery

Die interviewten Aktivisten und Aktivistinnen, junge und alte – eine große Anzahl von ihnen Juden – demonstrieren in Supermärkten gegen die Produkte der Siedlungen und/oder Israels im allgemeinen, organisieren Massentreffs, halten Reden, mobilisieren Gewerkschaften, erheben Klagen gegen israelische Politiker und Generäle.

Nach dem Bericht benutzen verschiedene Gruppen ähnliche Methoden, aber es gibt keine zentrale Führung. Der Film zitiert sogar (ohne Namen, natürlich) die Überschrift von einem meiner letzten Artikel, „Die Protokolle der Weisen von Anti-Zion“ und stellt, wie ich, fest, so etwas gebe es nicht. Er besagte tatsächlich, dass eine weltweite Organisation garnicht nötig sei, weil überall spontane pro-palästinensische und anti-israelische Gefühle auftauchen. Seit kurzem, nach der „Cast Lead“-Operation und der Flotilla-Affäre, habe sich der Prozess beschleunigt.

An vielen Orten – so enthüllt der Bericht – gebe es „rot-grüne Koalitionen“: Kooperationen zwischen linken Menschenrechtsorganisationen und örtlichen Gruppen muslimischer Immigranten.

Die Schlussfolgerung der Geschichte: dies ist eine große Gefahr für Israel, und wir müssen uns dagegen mobilisieren, bevor es zu spät sei.

DIE ERSTE Frage, die sich mir stellte, war: welchen Einfluss wird dieser Bericht auf den durchschnittlichen Israeli haben?

Ich wünschte, ich könnte sicher sein, dass er ihn oder sie veranlasst, noch einmal über die Rentabilität der Besatzung nachzudenken. Wie einer der interviewten Aktivisten in der Reportage sagte: die Israelis müssen dahin gebracht werden, zu verstehen, dass die Besatzung ihren Preis hat.

Ich würde gerne glauben wollen, dies würde die Reaktion der meisten Israelis sein. Doch ich fürchte, dass die Wirkung ganz anders ausfallen wird.

Ein fröhlich klingendes Lied aus den 70er-Jahren lautet:

„Die ganze Welt ist gegen uns.
Das ist nicht so schrecklich, wir werden damit fertig.
Denn auch wir kümmern uns nicht um sie.

Wir haben dieses Lied von unsern Vorvätern gelernt,
wir werden es auch unsern Söhnen vorsingen.
Und die Enkel unserer Enkel werden es singen, hier im Lande Israel.

Und jeder, der gegen uns ist, kann zur Hölle fahren.“

Dem Autor dieses Liedes Yoram Taharlev ( „Reines Herz“) ist es gelungen, eine grundsätzlich jüdische Überzeugung zum Ausdruck zu bringen, die sich im Laufe von Jahrhunderten der Verfolgung im christlichen Europa mit dem Höhepunkt des Holocaust herauskristallisierte. Jedes jüdische Kind lernt in der Schule, dass, als sechs Millionen Juden ermordet wurden, die ganze Welt zuschaute und keinen Finger rührte, um sie zu retten.

Dies stimmt nicht ganz. Zehntausende von Nichtjuden riskierten ihr Leben und das ihrer Familien, um Juden zu retten – in Polen, Dänemark, Frankreich, Holland und anderen Ländern, sogar in Deutschland selbst. Wir alle kennen Leute, die auf diese Weise gerettet wurden: vom früheren Präsidenten des Obersten Gerichts Aharon Barak, der als Kind von einem polnischen Bauern aus dem Ghetto geschmuggelt wurde, bis zum Minister Yossi Peled, der jahrelang von einer katholisch-belgischen Familie versteckt worden war. Nur wenige dieser meist unbesungenen Helden wurden als „Gerechte der Völker“ von Yad Vashem zitiert. (Unter uns gesagt: Wie viele Israelis würden in ähnlicher Situation ihr Leben und das ihrer Kinder riskieren?)

Aber die Überzeugung, dass „die ganze Welt gegen uns ist“, ist tief in unserer nationalen Psyche verwurzelt. Es versetzt uns in die Lage, die Reaktion der Welt auf unser Verhalten zu ignorieren. Es ist sehr praktisch. Wenn uns doch die ganze Welt hasst, dann spielt die Art unserer Taten, ob sie gut oder schlecht sind, keine Rolle. Sie würden Israel hassen, selbst wenn wir Engel wären. Die Gojim sind eben Antisemiten.

Es ist leicht zu zeigen, dass auch dies nicht stimmt. Die Welt liebte uns, als wir den Staat Israel gründeten und ihn mit unserm Blut verteidigten. Einen Tag nach dem Sechs-Tage-Krieg applaudierte uns die ganze Welt. Sie liebte uns, als wir David waren, sie hasst uns, wenn wir Goliath sind.

Dies überzeugt die Leute von „Die Welt ist gegen uns“ nicht.
Warum gibt es keine weltweite Bewegung gegen die Brutalitäten der Russen in Tschetschenien oder der Chinesen in Tibet? Warum nur gegen uns? Warum verdienen die Palästinenser mehr Sympathie als die Kurden in der Türkei?

Man könnte antworten, da Israel in allem einen Sonderstatus verlangt, werden wir mit Sonderstandards gemessen, wenn man auf die Besatzung und die Siedlungen zu sprechen kommt. Aber die Logik spielt hier keine Rolle. Es ist der nationale Mythos, der zählt.

Gestern veröffentliche Israels drittgrößte Tageszeitung, Ma’ariv eine Geschichte über unsere Botschafterin bei den Vereinten Nationen unter der enthüllenden Überschrift: „Hinter der Feindlinie„.

ICH ERINNERE mich an einen der Zusammenstöße, die ich nach Beginn des Siedlungsunternehmens und den entrüsteten Reaktionen in aller Welt mit Golda Meir in der Knesset hatte. So wie jetzt gaben die Leute unserer fehlerhaften „Öffentlichkeitsarbeit / Hasbarah“ alle Schuld. Die Knesset hielt eine allgemeine Debatte.

Ein Redner nach dem anderen deklamierte das übliche Klischee: die arabische Propaganda ist brillant. Unsere „Öffentlichkeitsarbeit“ sei unter aller Kritik. Als ich an der Reihe war, sagte ich: Es ist nicht die Schuld der „Öffentlichkeitsarbeit“. Die beste „Öffentlichkeitsarbeit“ der Welt kann die Besatzung und die Siedlungen nicht weg erklären. Wenn wir die Sympathie der Welt erlangen wollen, dann sind es nicht unsere Worte, die sich ändern müssen, sondern unsere Taten.

Während der Debatte stand Golda Meir – wie es ihre Gewohnheit war – an der Tür des Plenums und rauchte eine Zigarette nach der anderen. Am Ende antwortete sie jedem Redner der Reihe nach, ignorierte aber meine Rede. Ich dachte, sie würde mich boykottieren, als sie sich – nach einer dramatischen Pause – an mich wandte: “ Der Abgeordnete Avnery denkt, sie hassen uns wegen dessen, was wir tun. Er kennt die Gojim (Nicht-Juden) nicht. Die Gojim lieben die Juden, wenn sie geschlagen werden und es ihnen schlecht geht. Sie hassen die Juden, wenn sie siegen und erfolgreich sind.“ Wenn das Klatschen in der Knesset erlaubt wäre, wäre das ganze Haus in donnernden Applaus ausgebrochen.

Es besteht die Gefahr, dass der augenblickliche weltweite Protest dieselbe Reaktion auslösen wird: dass die israelische Öffentlichkeit sich gegen die bösen Gojim statt gegen die Siedler vereinigen wird.

EINIGEN DER Protestgruppen ist das auch völlig gleich. Ihre Aktionen sind nicht an die israelische Öffentlichkeit gerichtet, sondern an die internationale. Ich meine jetzt nicht die Antisemiten, die auf dieser Welle mitzuschwimmen versuchen. Sie sind eine zu unwichtige Gesellschaft. Ich meine auch nicht die, die glauben, dass die Schaffung des Staates Israel ein historischer Fehler war und dass er aufgelöst werden sollte. Ich meine all die Idealisten, die ein Ende der Unterdrückung des palästinensischen Volkes und des Landraubes durch die Siedler erhoffen und den Palästinensern helfen wollen, den freien Staat Palästina zu gründen.

Diese Ziele können nur durch Frieden zwischen Palästina und Israel erreicht werden. Und solch ein Frieden kann nur kommen, wenn die Mehrheit der Palästinenser und die Mehrheit der Israelis dies unterstützen. Druck von außen genügt nicht.

Jeder, der dies versteht, muss an einem weltweiten Protest interessiert sein, der die israelische Öffentlichkeit nicht in die Arme der Siedler treibt, sondern im Gegensatz dazu, die Siedler isoliert und die Allgemeinheit sich gegen sie wendet.

Wie kann dies erreicht werden?

DAS ERSTE wäre, klar zwischen dem Boykott der Siedlungen und einem allgemeinen Boykott gegen Israel zu unterscheiden. Der Fernsehbericht machte klar, dass viele der Protestierenden nicht die Grenze zwischen beidem sehen. Sie zeigte eine Britin mittleren Alters in einem Supermarkt, die einige Früchte über ihrem Kopf schwenkte und rief: „Dies kommt aus einer Siedlung!“ Dann zeigte er eine Demonstration gegen die Ahava-Kosmetik-Produkte, die im palästinensischen Teil des Toten Meeres produziert werden. Aber direkt danach kam ein Aufruf für den Boykott aller israelischen Produkte. Vielleicht waren die Protestierenden – oder die Editoren des Filmes – sich des Unterschieds nicht bewusst.

Auch die israelische Rechte will den Unterschied verwischen. Zum Beispiel: Eine Gesetzesvorlage in der Knesset will jene strafen, die einen Boykott der Produkte Israels unterstützen, einschließlich – wie es extra heißt – der Produkte aus den Siedlungen.

Wenn der Weltprotest klar gegen die Siedlungen gerichtet ist, wird er vielen Israelis deutlich machen, dass es eine klare Linie zwischen dem legitimen Staat Israel und der illegitimen Besatzung gibt. […]

DIE ZWEITE Sache wäre die Verbindung zwischen diesen Gruppen und der israelischen Öffentlichkeit.

Die große Mehrheit der Israelis sagt jetzt, dass sie Frieden wünscht und bereit ist, einen Preis zu zahlen, aber dass die Araber leider keinen Frieden wollen. Das große Friedenslager, das einmal Hunderttausende auf die Straßen schicken konnte, ist in einem Zustand der Depression. Es fühlt sich isoliert. Unter anderem ist seine einst nahe Verbindung mit den Palästinensern, wie sie zur Zeit Yassir Arafats nach Oslo bestand, sehr locker geworden. So ist es auch mit den Protestgruppen im Ausland.

Wenn man das Ende der Besatzung beschleunigen will, muss man den Friedensaktivisten in Israel helfen. Man muss eine enge Verbindung mit ihnen schaffen. Das Komplott des Schweigens ihnen gegenüber in den Medien der Welt brechen und ihre mutigen Aktionen veröffentlichen, mehr internationale Veranstaltungen schaffen, in denen palästinensische und israelische Friedensaktivisten neben einander präsent sind. Es wäre auch schön, wenn auf je zehn Milliardäre, die die extreme Rechte in Israel finanzieren, es wenigstens einen Millionär gäbe, der Friedensaktionen unterstützt.

All dies ist nicht möglich, wenn man zu einen Boykott aller Israelis aufruft, ohne Rücksicht auf ihre Ansichten oder Aktionen. So wird Israel als ein monolithisches Monster dargestellt. Dieses Bild ist nicht nur falsch, es schadet auch sehr.

Viele der Aktivisten, die in dem Bericht erscheinen, lassen Respekt und Bewunderung hochkommen. So viel guter Wille! So viel Mut! Wenn sie ihre Aktivitäten in die richtige Richtung lenken, könnten sie eine Menge Gutes bewirken – Gutes für die Palästinenser und auch Gutes für uns Israelis.

Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs

5 Kommentare zu “Zwischen Israel und den Siedlungen gibt es eine klare Linie: Rot und Grün

  1. @ Munir,

    demnach müsste Atara ja denn wohl der Meinung sein, dass die Familien Saud und Gaddafi, die ja eindeutig zu den reichsten der Region zählen, dort auch das sagen haben sollten? <lol>

  2. Also eigentlich hat das ja mit dem Thema direkt nichts zu tun. Meinen Sie Hitler kommt nicht mehr an die Macht, wenn die Westbank geräumt wird 😉
    Sollte ein kleiner Gag sein. Haha.

    Aber im Ernst, Ataras dümmliches, dummes und diffamierendes Posting hätte auch ohne Hinweis auf Hitler widerlegt werden können.
    Atara ist wohl Sarrazinist und damit fest davon überzeugt, dass ein Reicher besser und klüger ist als ein Armer und es deshalb legitim ist, dass die Reichen bestimmen sollen wo’s langgeht.

  3. Die Nazis kamen auch durch die Finanzierung und Unterstützung der Hochfinanz an die Macht, die dieselben ordentlich puschte, weil sie ihnen gegenüber den damals nicht unerfolgreichen Kommunisten die bessere Alternative erschienen.

    “..Nach einem Geheimtreffen am 20. Februar 1933 spendeten deutsche Großindustrielle insgesamt mindestens zwei Millionen Mark für den letzten, entscheidenden Wahlkampf der NSDAP.

    Maßgeblich Firmen, die zu amerikanischen Kartellen gehörten und oft amerikanische Direktoren hatten, unterstützten die NSDAP mit Parteispenden und ebneten ihnen so mit den Weg an die Macht.

    Anders als der Warenverkehr, verliefen die Finanztransaktionen zwischen den USA und Deutschland auch nach der Besatzung Europas unvermindert weiter.

    Prescott Bush, der Großvater von George, handelte auch während des Kriegs mit den Nazis in großem Stil.

    Friedrich Flick zusammen mit dem WallStreet Banker Clarence Dillon gründeten die Vereinigten Stahlwerke, die die Finanzierung der SA und der SS in den 20ern schon möglich machte.

    Sowohl Thyssens wie Flicks Bankgeschäfte fliessen über die von Bush geführte Union Banking. Dillons riesige Spekulationspyramide U.S. & International Securities Corp. (USIS) betrog Aktionäre um Hunderte von Millionen und trug wesentlich zum Börsenkrach bei.

    Harriman traf sich 1927 auch mit Benito Mussolini. Die Fusion zu Brown Brothers Harriman 1931, der nun grössten und politisch einflussreichsten Privatbank der USA, eröffnete über Thatcher Brown die Beziehungen zum Direktor der Bank of England, Montagu Collet Norman, einer der wichtigsten Hitler-Unterstützer im englischen Filz. Ohne die Gelder von Thyssen (über seine Bank voor Handel en Scheepvaart) und von Harrimans Hamburg-Amerika Line (als Teil der American Ship and Commerce Corp.) wäre Hitler 1933 nicht an die Macht gekommen.

    ..US-Investoren unterstützen die Nazis nicht heimlich, sondern so offen, dass der US-Botschafter in Deutschland, William E. Dodd, 1937 einem Reporter der „New York Times“ mitteilt: „A clique of U.S. industrialists is hell-bent to bring a fascist state to supplant our democratic government and is working closely with the fascist regime in Germany and Italy. I have had plenty of opportunity in my post in Berlin to witness how close some of our American ruling families are to the Nazi regime….“

    (William E. Dodd mit seiner Ehefrau Martha im Garten der US-Botschaft in Berlin 1934)

    Der Ölhandel bleibt während dem Krieg erstaunlich intakt. Rockefellers Standard Oil of New Jersey beliefert Deutschland auch im Krieg, und der Vertreter von Standard Oil in Deutschland, Emil Helfferich, repräsentiert zugleich die Hapag-Lloyd. William Stamps Farish organisierte das Kartell von Standard Oil of New Jersey, der späteren Exxon, mit der I.G.Farben, die seit 1940 mit Zwangsarbeitern in Auschwitz produziert. Walter Teagle von Standard Oil arbeitet eng mit Hermann Schmitz von I.G.Farben zusammen, und die Amerikaner, auch Texaco, liefern den Deutschen (und gemäß Sutton auch der Sowjet-Union) Benzin, Motorenöle und Diesel für die Flugzeuge, Panzer und U-Boote.

    Dank dem deutsch-amerikanischen Geheimabkommen werden die Anlagen der I.G.Farben für die Herstellung von sythetischem Benzin aus Kohle (heute sunfuel) finanziert, und die von KZ-Häftlingen betriebene Anlage in Oberschlesien AusschwitzBush begann 1929, als Harriman die Dresser Industries kaufte, deren Direktor Bush wird…“

    http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Wer_finanzierte_Hitler

    Milliardäre haben in aller Regel erst mal eines im Sinn, ihre Position immer weiter auszubauen und zu konsolidieren und ihre Milliarden zu mehren, was nicht zwangsläufig auch im Allgemeininteresse oder im Sinne einer friedvollen Entwicklung steht. D.h. nicht, dass es darunter nicht auch Philantropen gäbe, aber zu glauben, wer besonders reich ist, wäre klug und würde im Dienste der Allgemeinheit sinnvoll handeln zieht da Schlüsse, die absurd sind. Das kann sein, muss aber überhaupt nicht sein.

    Mittlerweile stehen Demokratien übrigens im harten Wettbewerb nicht mehr mit dem Kommunismus, sondern mit anderen autoritären Regimen und es kann sich durchaus herausstellen, dass letztere ein ‚positiveres Investitionsklima‘ ausweisen.

    Wer glaubt, wer reich ist, hat Recht, und dem Judentum nahe steht, der sollte doch noch mal die Parabel vom Tanz um das Goldene Kalb lesen.

  4. Klar doch – Milliardäre und Millionäre .. überhaupt Menschen, die Millionen in der Industrie und mit Zeitungen machen, sind Lichtgestalten der Demokratie und der Menschlichkeit:
    „Am Treffen nahmen die folgenden Wirtschaftsvertreter teil: [1]

    Hjalmar Schacht, ehemaliger und zukünftiger Reichsbankpräsident
    Gustav Krupp von Bohlen und Halbach
    Albert Vögler, erster Vorstandsvorsitzender der

    Vereinigte Stahlwerke AG


    Fritz Springorum
    ,

    Hoesch AG


    Ernst Tengelmann
    , Vorstandsvorsitzender der

    Gelsenkirchener Bergwerks-AG


    August Rosterg
    , Generaldirektor der

    Wintershall AG


    Ernst Brandi
    , Vorsitzender des

    Bergbauvereins


    Karl Büren
    , Generaldirektor der

    Braunkohlen- und Brikettindustrie AG
    , Vorstandsmitglied der Vereinigung der
    Deutschen Arbeitgeberverbände

    Günther Heubel
    , Generaldirektor der C. TH. Heye Braunkohlenwerke AG,
    Vorstandsmitglied der Deutschen Arbeitgeberverbände

    Georg von Schnitzler
    , Vorstandsmitglied der

    I.G. Farben


    Hugo Stinnes junior
    , Vorstandsmitglied des

    Reichsverband der Deutschen Industrie
    , Mitglied des Aufsichtsrats des

    Rheinisch-Westfälischen Kohlen-Syndikats


    Eduard Schulte
    , Generaldirektor

    Giesches Erben, Zink und Bergbaubetrieb


    Fritz von Opel
    , Vorstandsmitglied der
    Adam
    Opel AG


    Ludwig von Winterfeld
    , Vorstandsmitglied der Siemens & Halske AG und
    Siemens-Schuckert-Werke AG

    Wolf-Dietrich von Witzleben
    , Leiter des Büros von

    Carl Friedrich von Siemens
    ; dieser selbst war der Einladung zum Treffen
    nicht gefolgt.[2]

    Wolfgang Reuter
    , Generaldirektor der
    Demag,
    Vorsitzender des Vereins Deutscher Maschinenbau-Anstalten, Präsidialmitglied des

    Reichsverbands der Deutschen Industrie


    Günther Quandt
    , Großindustrieller, aufgrund seiner Unterstützung des Regimes
    späterer

    Wehrwirtschaftsführer
    .

    August Diehn
    , Vorstandsmitglied der

    Wintershall AG


    Hans von und zu Löwenstein
    , geschäftsführendes Vorstandsmitglied des

    Bergbauvereins


    Ludwig Grauert


    Friedrich Flick
    [3]

    Kurt Schmitt
    , Vorstandsmitglied der

    Allianz AG
    [4]

    August von Finck
    , war in zahlreichen Aufsichtsräten und Fachgremien[4]

    Erich Fickler
    , Generaldirektor der

    Harpener Bergbau AG
    , Aufsichtsratsvorsitzender

    Rheinisch-Westfälischen Kohlen-Syndikats
    , Vorstandsmitglied des

    RDI
    , Mitglied diverser Aufsichtsräte[5]

    Paul Stein
    , Vorsitzender und Generalbevollmächtigter der Gewerkschaft

    Zeche Auguste Victoria
    [6]
    Herbert Kauert, Vorstandsmitglied der

    Gelsenkirchener Bergwerks-AG
    [7]

    Der eingeladene

    Paul Reusch
    nahm nicht teil; er war auf Auslandsreise.[8]

    http://de.wikipedia.org/wiki/Geheimtreffen_vom_20._Februar_1933

    ach ja – da war denn auch noch Alfred Hugenberg .. sicher ein Multimillionär,
    der schon deutlich vor 1933 wusste – er war ja intelligent – jedenfalls hatte er

    @Atara,
    Geld sagt nichts über die Gesinnung aus. Und es IST gefährlich, wenn Millionäre
    / Milliardäre / Pressemogule ihre persönliche, nicht unbedingt demokratische
    Sicht durch ihr Geld in die Gesellschaft zu drücken.

  5. vielleicht deshalb, weil milliardaere nicht gerade dumme menschen sind_? und besseren durchblick haben als herr avnery? der uebrigens sehr viel mit geholfen hat, israels image im deutschsprachigen raum runterzuziehen…..
    fuer ihn gibt es keinen bedeutenden antisemismus, weil er selber einer der groessten ist…..spieglein, spieglein an der wand……..

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