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Hamas verantwortlich: Raketenterror gegen Akaba und Eilat

Vermutlich ist Hamas verantwortlich für die beiden Raketenangriffe auf Eilat und Akaba. Ägyptischen Medien griffen die Hamas und den Iran wegen des Raketenbeschusses scharf an, indem sie die Hamas als einen „Agenten des Irans“ bezeichneten und ihre Bestrafung verlangten…

The Meir Amit Intelligence and Terrorism Information Center

Israelischen Angaben und Berichten aus ägyptischen und palästinensischen Quellen zufolge, stecken die Izz al-Din al-Qassam Brigaden, ein Kommando, das dem militärischen Flügel der Hamas zugerechnet werden kann, hinter den beiden Raketenangriffen auf Israels südlichste Stadt Eilat und die jordanische Stadt Akaba, die von der Gegend um Taba, auf der Sinai-Halbinsel, verübt wurden.

Die Hamas hat bisher nicht die Verantwortung für die beiden Angriffe übernommen und diese beim letzten Vorfall offen abgestritten, um den für Ägypten und Jordanien verursachten Schaden in Grenzen zu halten.

Zur Erinnerung: Die Raketenangriffe auf Eilat und Akaba

Am 2. August 2010 wurden von der Sinai-Halbinsel aus sechs 122mm Grad-Raketen auf Israel abgeschossen. Drei davon gingen auf der Stadt Eilat nieder (eine in ein Entwässerungsbecken im nördlichen Teil der Stadt). Es waren keine Verletzten zu beklagen (IDF, 02.08.2010). Zwei Raketen schlugen in Akaba vor dem Intercontinental Hotel ein. Ein jordanischer Zivilist wurde getötet, und Fünf weitere wurden verletzt, einer davon schwer. Eine Rakete fiel ins Meer.

Die Izz al-Din al-Qassam Brigaden der Hamas wollen ihre terroristischen Aktivitäten über die Grenzen des Gaza-Streifens, Judäas und Samarias hinaus ausdehnen, um Israel, Jordanien und Ägypten den Kampf anzusagen, unter gleichzeitiger Aufnahme einer Politik von verhaltenen Angriffen aus dem Gaza-Streifen heraus. Grund für diese Haltung ist Israels Abschreckungsmacht und administrative Belange der Hamas, während es die Hamas in Judäa und Samaria aufgrund der Aktivitäten zur Terrorismusbekämpfung seitens Israels und der Sicherheitsdienste der palästinensischen Behörde nur schwer versteht, dort zu operieren.

Die Hamas möchte die Friedensgespräche zum Erliegen bringen, besonders die Möglichkeit direkter Gespräche, und für israelische Aktionen Vergeltung üben. In einer Ansprache betonte Khaled Mashaal, Chef des Hamas Politbüros in Damaskus, am letzten Tag des Sommer-Camps unter der Führung der Ahmed Jibrils Volksfront zur Befreiung Palästinas, die Bedeutung des Jihad und des bewaffneten Kampfes und wies die Legitimität einer israelischen Existenz und Verhandlungen mit Israel zurück.

Hamas innerlich gespalten

Unserer Einschätzung nach spiegeln die eklatanten Widersprüche zwischen den von den Izz al-Din al-Qassam Brigaden der Hamas durchgeführten Raketenangriffen und dem Abstreiten der Angriffe seitens der Hamas-Führung im Gaza-Streifen eine interne Spaltung der Hamas wieder, was den Nutzen solcher Angriffe von der Sinai-Halbinsel aus betrifft (und möglicherweise auch in Bezug auf den Nutzen einer Politik von verhaltenen Raketenangriffen, die im Gaza-Streifen seit der Operation Cast Lead übernommen wurde).

Das von der Sinai-Halbinsel aus verübte Raketenfeuer der Hamas stellt eine klare Verletzung der Souveränität und der Interessen Ägyptens dar, Die Hamas hat kein Interesse, ihre gegenwärtig bereits angespannten Beziehungen zu Ägypten (es war kein Zufall, dass Ägypten den Raketenangriff scharf kritisiert hat) weiter in Mitleidenschaft zu ziehen. Die Hamas behandelt die Sinai-Halbinsel wie Niemandsland. Jordanien, abgesehen von den Verwundeten, entstanden Schäden an seiner Wirtschaft und an seinem Ruf als Tourismusland: große Geldbeträge wurden in den Tourismus in Akaba investiert.