Marine vereitelt Anschlag in Gewässern nahe des Gazastreifens

Während die Gaza-Flottille die Schlagzeilen beherrscht, hat ein mit Taucheranzügen bekleidetes palästinensisches Kommando am frühen Montag Morgen, vom Wasser aus versucht, einen Anschlag auszuführen…

Nach Angaben des Sprechers der israelischen Armee entdeckte eine Marine-Einheit die Gruppe und eröffnete in den Gewässern von Nahal Aza das Feuer. Die schwerbewaffneten palästinensischen Männer hatten mehrere Aufforderungen anzuhalten, ignoriert.

Nach Angaben der Al-Aksa-Brigaden, dem militärischen Flügel der Fatah, starben dabei vier ihrer Männer. Ein weiterer wurde demnach leicht verletzt und werde vermißt. Israelische Soldaten wurden nach eigenen Angaben nicht verletzt.

Die Absichten der palästinensischen Gruppe sind noch unklar, aber Schätzungen zufolge planten ihre Mitglieder bereits seit einer Weile einen Anschlag vom Meer aus. Sicherheitskreise vermuten, dass Terrororganisationen schon seit längerem Probleme haben, Anschläge entlang des Grenzzauns durchzuführen, weswegen sie nach neuen Wegen suchten, Israel zu erreichen.

Palästinensische Taucher und Schwimmer haben bereits in der Vergangenheit Versuche unternommen, Israel vom Meer aus zu erreichen. Dieses Mal schien die Gruppe allerdings gut vorbereitet und trainiert. Die Angreifer wurden abgefangen, nachdem die israelische Armee frühzeitige Hinweise erhalten hatte.

Ynet/Jpost, 07.07.10

3 Kommentare zu “Marine vereitelt Anschlag in Gewässern nahe des Gazastreifens

  1. Woher will „man“ wissen, daß diese Männer ( Menschen !) einen Anschlag geplant hatten ??? Da wird manch einer auf Geheimdienste verweisen wollen; aber was geheimdienstliche Informationen wert sind, das wissen wir ( nur ein einziges Beispiel ) aus den „erfundenen Stories“ z.B. aus den US ./. Irak Vorspielen zum dann erfolgenden Krieg. Erst schießen, dann fragen …. eine schlechte Empfehlung; insbesondere dann, wenn die möglicherweise zu Befragenden „außer Gefecht gesetzt wurden“. Tote Menschen sagen vielleicht noch vor einem Gerichtsmediziner aus, aber sonstige Lebende verstehen deren Sprache nicht mehr.

    Das einzig Gute an diesen Vorfällen ist allerdings, daß das israelische Volk allmählich kritischer wird gegenüber dem verselbständlichen Tun ( und Wüten ) der eigenen Militärmacht.

    Die Regierung – so sie denn tatsächlich im demokratischen Sinne voll handlungsfähig ist – muß Volkes Stimme hören und umsetzen wollen und Volkes Stimme, das heißt Mehrheit aller, klingt allmählich contra Militärfürsten und untergeordneter Parteienmächtchen.

  2. Diese Nachricht wird Jane freuen.
    Statt Koriander gibt es wenigstens Tauchanzüge.
    Aber vielleicht sind die Prioritäten falsch gesetzt.

    Diese Männer könnten leben, hätten sie sich Aufgaben im Dienst von Aufbau und Entwicklung gewidment.

    Hat die Hamas inzwischen geruht, die Hilfsgüter anzunehmen?

    Wie wären die 700 Leute eigentlich zurückgekommen, wären sie nicht – wie wohl von ihnen erwartet – von Israel eingesammelt und von dort ausgeflogen worden? Mankell war schließlich auf Lesereise und die beiden Bundestagsabgeordneten hatten noch keine Sommerpause.
    Insofern glaube ich diesen Leuten sogar, dass sie die den gewaltsame Widerstand gegen das Aufbringen der Schiffe nicht im Plan hatten – nur den späteren Protest dagegen… Egal wo, egal wie.

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