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Israelis sorgen sich um die Umwelt – auch in Afrika

Die überwältigende Mehrheit der israelischen Bevölkerung kümmert sich um Umweltfragen. Laut einer vom Umweltschutzministerium veröffentlichten Umfrage halten sich ganze 98% der Israelis an ökologische Vorgaben wie das Recycling; 95% halten grüne Themen für wichtig…

Weiter geht aus der Umfrage hervor, dass 93% der Befragten bereit sind, Müll zu trennen, und 91% eine mittelgroße Präferenz für umweltfreundliche Produkte haben. Israels Umweltschutzminister Gilad Erdan kommentierte die Ergebnisse der Umfrage wie folgt: „Die Ergebnisse zeigen, dass die Öffentlichkeit eine angemessene Infrastruktur erwartet, die es ihr ermöglicht, eine aktivere Rolle bei der Verbesserung der Umweltsituation zu spielen.“

Die primäre Manifestation des israelischen Umweltaktivismus ist derzeit noch das Recyceln von Flaschen.

(Yedioth Ahronot, 02.05.10)

Totes Meer: Pegel um 12 Zentimeter zurückgegangen

Der Wasserstand des Toten Meeres ist im vergangenen Monat um 12 Zentimeter gesunken. Dies teilten die israelische Wasserbehörde und die Organisation „Mischmar HaMiflas“ mit, die sich für das Überleben des Gewässers einsetzt. Ende April lag der Pegel des Toten Meeres 423,19 Meter unter dem Meeresspiegel. Einen Monat zuvor war noch ein Wasserstand von 423,07 Metern gemessen worden. Begünstigt durch die Regenfälle im Januar und Februar hatte sich der Wasserstand in den Wintermonaten bis Ende März um rund 18 Zentimeter erhöht. Dass sich der Anstieg auch im März fortsetzte, ist ungewöhnlich, schreibt die Zeitung „Jediot Aharonot“. Nach Angaben der Wasserbehörde ist der Pegel des Salzmeeres im vergangenen Jahrzehnt um mehr als 10 Meter zurückgegangen.

(INN, E. Hausen, 05.05.10)

Bildungsniveau in Israel gestiegen

Wenngleich die sozioökonomischen Unterscheide beträchtlich bleiben, ist die israelische Gesellschaft im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhundert insgesamt erheblich gebildeter und technologisch bewanderter geworden. Das ergibt eine große nationale Erhebung, die das Zentralamt für Statistik am Dienstag veröffentlicht hat. Eine der bemerkenswertesten Trends ist dabei der gewaltige Anstieg von akademischen Abschlüssen im Land, was auch mit der rapiden Zunahme von Hochschulen und Colleges zu tun hat.

2008 verfügten 22.9% aller Israelis über einen Universitätsabschluss; 1995 hatte der Anteil noch bei lediglich 14.3% gelegen. In Tel Aviv belief sich die Zahl der Hochschulabsolventen auf 37% (gegenüber 19.7% im Jahr 1995), in Omer, einem Vorort von Be’er Sheva, gar auf 52.1% (1995: 36.3%). Ein relativ hoher Zuwachs war auch in Lod (von 8 auf 15%) und Umm al-Fahm (3.4 auf 6.7%) zu verzeichnen.

(Haaretz, 05.05.10)

Israel hilft Afrika bei Wüstenbekämpfung

Israel will den afrikanischen Staaten beim Kampf gegen die Wüstenbildung zur Seite stehen und ist bereit, seine Technologien und Kompetenzen zu teilen, die es bei seinen Erfahrungen im eigenen Land angesammelt hat. Israels Landwirtschaftsminister Shalom Simhon (Avoda) ist kürzlich von einer Afrikareise zurückgekehrt, die ihn in den Senegal, an die Elfenbeinküste und nach Gabun führte. Im Mittelpunkt seiner Reise stand die Übermittlung von Know-how, vor allem im Bereich von Bewässerung und Wassermanagement.

„Wir kommen nicht nach Afrika, um den afrikanischen Staaten Bodenschätze abzunehmen. Wir kommen hierher, um Know-how und Fähigkeiten an diese Staaten zu ihrer Entwicklung weiterzugeben“, berichtete Shimhon der Nachrichtenagentur Reuters während seines Senegal-Aufenthalts. „Israel ist das einzige Land auf der Welt, das es geschafft hat, die Wüste zu besiegen. Mehr als 50% unserer Exporte stammen aus semiariden Zonen. Das ist unsere Stärke – das ist, was wir hierher bringen möchten.“

In Bezug auf den Senegal, der derzeit 80% seines Nahrungsbedarfs aus Importen deckt, bemerkte der Minister: „Senegals traditionelle Landwirtschaft kommt auf eine Ernte pro Jahr. Wir wissen, wie man auf drei bis vier Ernten im Jahr kommen kann. Wir können das lehren.“
Simhon verwies insbesondere auf Israels technologische Leistungen in der Wasserwirtschaft, die es den Bauern ermöglicht hat, 30% Wasser weniger als zuvor zu verbrauchen.

(Yedioth Ahronot, 04.05.10)