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Juden im Iran: Erziehung über die Hintertür

Die jüdische Gemeinde Irans tritt antisemitischen Vorurteilen jeglicher Art vehement entgegen, sei es durch offene Briefe an Zeitungsredaktionen, die staatliche Rundfunkbehörde, den Justizminister oder eben an den Präsidenten. In wichtigen Fällen werden die Beschwerdebriefe jüdischer Funktionäre in der Gemeindezeitung nachgedruckt…

Anmerkungen zu einem antizionistischen Brief an Mahmoud Ahmadinejad

Walter POSCH in der Ausgabe 84 des Kulturmagazins DAVID

Der Kampf gegen den Antisemitismus

Den Herausgebern der jüdischen Vierteljahresschrift Ofeq Binâ (hebräisch: „Horizont der Weisheit bzw. des Wissens“) war der Zusammenhang zwischen Holocaustleugnung und Antisemitismus immer schon bewusst. Sie versuchten daher den allgemeinen Mangel an Wissen über den Holocaust, der in der iranischen Gesellschaft und sogar innerhalb der jüdischen Gemeinde herrscht, durch Aufklärung zu beheben.1 Das vom Teheraner Kulturkommittee der jüdischen Gesellschaft Teherans AKT herausgegebene Blatt geht normalerweise sehr behutsam mit heiklen politischen Themen um. Wie alle Zeitungen von Minderheiten verurteilt auch Ofeq Binâ in fast jeder seiner Ausgaben Israel und die „zionistische Aggression“. Dennoch erschien in den Jahren 1999 bis 2003 kaum eine Nummer, in der nicht mindestens ein mehrseitiger Artikel dem Thema der Shoah gewidmet war. Ofeq Binâ ist damit die einzige mir bekannte Zeitschrift im Iran, in der regelmässig seriöse Artikel über den Holocaust erschienen sind.2 Da Ofeq Binâ mehr nichtjüdische als jüdische Leser hat, liegt die Bedeutung des Blattes für die Wissensvermittlung über die Shoah auf der Hand. Dies blieb dem Regime natürlich nicht verborgen, und die Herausgeber wurden öfters – unter Mohammad Khatami äusserst höflich – ermahnt, sich bei diesem Thema, sowie beim Hebräischunterricht, zurückzuhalten.3 Die jüdische Gemeinde Teherans betrieb also „Holocaust-Erziehung“ über die sprichwörtliche Hintertür.

Im Iran existieren drei verschiedene Kategorien antijüdischer Vorurteile, die unter bestimmten Umständen virulent und gefährlich werden können: (a) islamischer Antijudaismus, der in sehr traditionellen und konservativen Schichten vorhanden ist, sich aber im Wesentlichen auf Fragen der rituellen Reinheit beschränkt und eher in der Landbevölkerung und in Kleinstädten eine Rolle spielt, (b) adaptierter europäischer Antisemitismus, wie er im 19. und 20. Jahrhundert verbreitet war, dessen Kernstück der Revisionismus ist, und (c) die Auswirkungen der Staatsgründung Israels.4

Die traditionelle Vorstellung von der Unreinheit von Nichtmuslimen (nejâsat) spielte in den ersten Jahren der Revolution vor allem bei den hezbollahis, den Revolutionsgarden, und dem niederen, vom Land in die Städte zugewanderten Klerus eine Rolle.5 Heutzutage ist dieses Problem von geringer Bedeutung: Einerseits, weil die meisten der einschlägigen Vorschriften soviel Interpretationsspielraum zulassen, dass sie von der Bevölkerung einfach ignoriert werden.6 Andererseits, weil Revolutionsführer Ajatollah Seyyed Ali Khamenei die Anhänger der Offenbarungsreligionen – also Juden, Christen, Zarathustrier und nach seiner Darstellung auch die Sabäer in einem seiner Rechtsgutachten (fatwa) für kultisch rein erklärt hat.7 Khamenei ist damit deutlich liberaler als der Grossteil der schiitischen Ajatollahs, vor allem ist er liberaler als Khomeini! Auch die Auswirkungen der Staatsgründung Israels liessen sich durch die oben beschriebene politisch-ideologische Positionierung der Gemeinde als antizionistisches und anti-israelisches iranisches Judentum bis zu einem gewissen Grad unter Kontrolle bringen. Ein Kunstgriff sind dabei lose Kontakte zu Palästinensern, wie ein aufsehenerregendes Treffen zwischen linksorientierten jüdischen Intellektuellen und dem PLO-Vertreter Hani al-Hassan im Jahre 1979 in Teheran,8 oder der Besuch des jüdischen Ausstellungsstandes auf der Teheraner Buchmesse durch palästinensische Studenten im Sommer 2002. Die palästinensischen Studenten, die übrigens voll des Lobes für die israelische Organisation Peace Now waren, erklärten, dass sie „weder gegen das Judentum noch gegen die Juden Hass und Feindschaft hegten“ sondern Gegner des [israelischen] Expansionismus (tajâvozgari) und Rassismus (nezhâdparasti) seien.9 Deutlicher könnte die von Ofeq Binâ an seine Leser verbreitete Botschaft nicht sein: Gerade die Palästinenser lehnen Antisemitismus ab.

Die zweifellos grösste Herausforderung in diesem Zusammenhang ist das Aufkeimen europäischer antisemitischer Vorstellungen. Europäischer Antisemitismus kam erstmals während der Regierungszeit von Reza Schah10 in den 1930er Jahren, unter anderem durch deutsche Vermittlung, nach Iran und verbreitete sich vor allem unter den progressiven, gebildeten und wenig religiösen Nationalisten. Hauptvertreterin dieser Richtung war die 1941 von Dariush Foruhar und Mohsen Pezeshkpour gegründete Paniranistische Partei (Hezb-e Pân-Irânist); ab 1952 die ebenfalls von Foruhar gegründete Iranische Nationalpartei (Hezb-e Mellat-e Iran), die sich unter seiner Führung gegen Kapitalismus, Kommunismus, Monarchie, Klerus sowie den Einfluss religiöser Gruppen, nämlich der Bahâis und der Juden,  aussprach.11 In einer populäreren Variante wurde dieser Antisemitismus zwar oberflächlich schiitisiert und dadurch der breiten Masse zugänglich gemacht,12 blieb aber dennoch im Wesentlichen ein auf ultra-nationalistische und rassistische Kreise beschränktes Phänomen.

Dazu kommt noch der Mangel an Aufklärung über den Holocaust und die Tendenz des Regimes, in den Massenmedien den Holocaust zugunsten der Leiden des palästinensischen Volkes herunterzuspielen, sowie die Praxis, in der Propaganda zwischen Juden und Zionisten eben nicht genau zu unterscheiden – ganz zu schweigen von gelegentlichen antisemitischen Entgleisungen hoher iranischer Staatsdiener. Alles zusammen reicht aber nicht aus, um das Eindringen und die Verbreitung typisch europäischer antisemitischer Vorurteile befriedigend zu erklären. Wichtiger war in diesem Zusammenhang, dass radikale Islamisten in anderen Teilen der muslimischen Welt sich in den letzten Jahrzehnten aus dem Fundus des europäischen Antisemitismus reichlich bedient hatten13 und iranische Extremisten aus diesen trüben Quellen ihr „Wissen“ schöpften, sich also Sujets des europäischen Antisemitismus indirekt aneigneten. Daneben gab und gibt es auch direkte Übernahmen, von denen weiter unten noch die Rede sein wird (in diesem Zusammenhang wird weiter unten die Rolle eines deutsch-iranischen Agitators analysiert).

Nach einer kurzen Ruhephase Mitte der 1990er Jahre nahmen antisemitische Angriffe auf die iranische jüdische Gemeinde in der zweiten Präsidentschaft Khatamis zu. So veröffentlichte das politische Massenblatt Jomhuri-ye Eslâmi, immerhin eine der wichtigsten Zeitungen des Landes, am 14. Ordibehescht 1381/4. Mai 2002 seine eigene Version ältester anti-jüdischer Verleumdungen: Unter „Vermischtes“ (jahat-e ettelâ‘) wird „ein in England ansässiger Mediziner“ zitiert, der von „einem alten jüdischen Brauch berichtet“, wonach die Juden zur Zubereitung ihrer Festtagsspeisen (gemeint ist offensichtlich das Pessach-Mahl, Anm. WP) Menschenblut verwenden würden.14 Der Kern dieser Geschichte ist wohlbekannt: Es handelt sich um jenes aus der christlichen Tradition überlieferte antisemitische Vorurteil, wonach die Juden den ungesäuerten Brotteig zum Pessachfest mit Menschenblut mischten. Diese Vorstellung war vor allem unter den Christen im Nahen Osten – Griechen, Syrern und Armeniern – weit verbreitet, wie Stanford Shaw in seinem Standardwerk über die Juden im Osmanischen Reich nachwies.15 Sinn macht diese Verleumdung, aus der sich in Europa die Ritualmordlegenden entwik-kelten, nur vor dem Hintergrund des Konzepts des christlichen Sakraments des Altars,16 das Muslimen genauso fremd ist wie Juden. Daher „säkularisiert“ Jomhuri-ye Eslâmi die geschmacklose Geschichte und beruft einen in England  ansässigen Mediziner zum Kronzeugen. Die „Modernität“ der Geschichte wird dann noch durch die Angabe des „Internet“ als Quelle unterstrichen.

Das Kulturkommittee der jüdischen Gesellschaft Teherans (AKT) reagierte prompt, und ohne sich ein Blatt vor den Mund zu nehmen:

„Sehr geehrter Herr Chefredakteur: Wie ist es möglich, dass so ein Nonsens (auch wenn die Quelle desselben das Internet sein sollte) der jüdischer Gebräuche unkundigen muslimischen Bevölkerung unterbreitet wird? Ist denn wirklich jeder Blödsinn im Internet es wert, verbreitet zu werden? Warum geben Sie keine einzige der vielen tausend Internetquellen an, die sich seriös mit der jüdischen Religion auseinandersetzen? Haben Sie eigentlich überhaupt die geringste Ahnung über das Pessah (oder Passah) Fest, die Sie dem Leser unterbreiten könnten?“17

Der Autor (vom Stil her zu urteilen dürfte es sich um Harun Yashayayi handeln) klärt dann den Chefredakteur über jüdische Gebräuche, vor allem des Pessachfestes, und über jüdische Speisevorschriften auf. Gegen Ende des Protestschreibens heisst es dann weiter:

„Alle religiösen Vorschriften, Sitten und Gebräuche und selbstverständlich alle religiösen Traditionen der Juden sind in den religiösen Büchern verzeichnet, und alle Kulthandlungen werden streng nach religiöser Vorschrift durchgeführt. Sind Sie in der Lage, auch nur die geringste Spur dieser [unterstellten] inakzeptablen Handlungen in den jüdischen Vorschriften nachzuweisen? Oder haben Sie auch nur den geringsten Hinweis darauf in irgendeinem historischen Dokument gefunden? (Das gilt freilich nur, sofern Sie sich nicht auf die antisemitischen Märchen der Nazis stützen!) Zu guter Letzt fordern wir noch, dass Sie diese Antwort vollständig, in derselben Spalte und im selben Wortlaut (wie vom Pressegesetz vorgeschrieben) in Ihrer Zeitung veröffentlichen. Und wir laden Sie höflichst dazu ein, etwas mehr Umsicht hinsichtlich der Auswirkungen und Konsequenzen derartiger verleumderischer Publikationen  in der öffentlichen Meinung, walten zu lassen!“18

Im letzten Punkt sprach die AKT die hetzerischen Intentionen des Artikels an. Tatsächlich wurde diese Antwort, wie vom Pressegesetz verlangt, abgedruckt. Am Ende konnte sich die Redaktion jedoch den Zusatz nicht verkneifen: „Wie schön, dass die Juden Irans durch das Zusammenleben mit dem iranischen Volk diese Bräuche nicht haben!“ Die AKT verzichtete auf ein weiteres Protestschreiben und überliess die endgültige Beurteilung dem intelligenten Leser.19 Dass die Jomhuri-ye Eslâmi eine derartige Erklärung überhaupt abdruckte, war nur unter Khatamis Präsidentschaft möglich. Es dürfte im übrigen auch der einzige Fall dieser Art gewesen sein.

In den Jahren 2002 und 2003 verschärfte sich der Ton gegenüber den iranischen Juden. So heisst es im selben Artikel von Ofeq Binâ,20 die Zeitung Nouruz vom 20. Tir 1381/11. Juli 2002 habe einen Artikel unter dem Titel Der Kampf aller gegen alle veröffentlicht, in dem, in wenig verklausulierter Sprache, der khomeinische Grundkonsens zwischen  iranischen Juden und dem islamistischen Regime aufgekündigt und von einer endgültigen, globalen Konfrontation zwischen Muslimen und Juden geschrieben würde – was die jüdische Gemeinde in Teheran wohl nicht zu Unrecht als Aufruf zum Judenmord interpretierte.21 Dieser Artikel kam just zu jenem Zeitpunkt, als der muslimisch-jüdische Dialog in Teheran begann und die Regierung Khatami ernsthafte Schritte unternahm, diskriminierende Strafrechtsbestimmungen zu korrigieren. Tatsächlich spricht einiges dafür, dass sich verschiedene Gruppen eifrig des Antisemitismus bedienten, um Khatamis Reformpolitik zu bekämpfen. Freilich lässt sich im Einzelnen nicht beurteilen, ob die eigentliche Motivation eher antisemitisch, oder eher anti-Khatami inspiriert war. Wahrscheinlich waren beide Motive zum damaligen Zeitpunkt bereits amalgamiert.

Im März 2003 sahen sich Harun Yashayayi und der Abgeordnete der jüdischen Minderheit, Maurice Motamed, gezwungen, ihre Beschwerde über die Zunahme verleumderischer Artikel in Presse und Massenmedien, sowie Drohanrufe und Drohbriefe in einem offenen Brief an Justizminister Ajatollah Seyyed Mahmud Hashemi Shahrudi zu richten.22 In dem Schreiben vom 7. Bahman 1381/27. Jänner 2003, Nr. 9942 wird zunächst auf die Verunsicherung innerhalb der jüdischen Gemeinschaft hingewiesen, um dann sofort in medias res zu gehen. So unterstreichen die Autoren, dass die jüdische Gemeinde Irans sich vom „Kampf der Zionisten und deren brutaler Vorgangsweisedistanziert halte und sogar dagegen angekämpft habe. Die jüdische Gemeinde Irans sei tief in ihrer Heimat verwurzelt und habe ihren Beitrag zum Sieg der Revolution und Imam Khomeinis [das ist wahrscheinlich eine Anspielung auf die eigene revolutionäre Vergangenheit der Autoren; Anm. WP] sowie im achtjährigen Krieg gegen den Irak geleistet. Nun aber würden verleumderische Texte in Umlauf gebracht, welche nicht nur für die jüdische Gemeinschaft beleidigend seien, sondern auch den revolutionären Zielen der Islamischen Republik zuwider liefen. So würde der „antizionistische Kampf der Muslime und der Weltgemeinschaft“ im zunehmenden Masse als Religionskonflikt dargestellt. Ausserdem würden die „primitivsten Rechte dieser monotheistischen Gemeinschaft“ (der Juden nämlich) ignoriert, da Erwiderungen auf Hetzartikel in der Regel nicht abgedruckt würden, was gesetzeswidrig sei. Weiter schreiben Motamed und Yashayayi:

„Aber die Lügner und Wortverdreher verbreiten in ihren Publikationen dermassen alte, frei erfundene und von vorn bis hinten gefälschte Geschichten wie „das Vermischen des ungesäuerten Brotteiges mit Blut“ oder „Ehebruch mit engen Verwandten“ und tausenderlei andere Unwahrheiten über die Juden, und stacheln die Bevölkerung damit zu Rachlust, Mord und Totschlag auf. Jedermann weiss, dass diese falschen, antisemitischen Geschichten frei erfundenen sind, aus dem europäischen Mittelalter stammen und durch keine wahren oder logischen Quellen gedeckt sind. Die grosse iranische Nation wird diese Brutalität, diesen ethnischen, rassistischen und religiösen Hass nie akzeptieren. Zweifelsohne können wir die Verleumder nicht als Kräfte akzeptieren, die der Islamischen Revolution und der Islamischen Republik treu ergeben sind. Aber die Sorge der kleinen jüdischen Gemeinde Irans wird jeden Tag grösser, dass, G‘tt möge es verhindern, diese zurückgebliebenen Elemente eines Tages durch zunehmenden Einfluss Ehre, Ruhm und Ansehen der iranischen Nation beflecken und durch die Schaffung einer unsicheren und gefährlichen Atmosphäre für die Juden Irans Handlanger der unheilvollen Ziele der Feinde [Irans; Anm. WP] werden.“23

Die Autoren führen weiter aus, dass die „kulturfeindliche und antisemitische Propaganda“ in den letzten Jahren, vor allem aber in den letzten Monaten zugenommen habe und immer bedrohlichere Formen annehme. Am schlimmsten sei, dass einzelne Provokateure bereits so weit gingen, „das Existenzrecht dieser [jüdischen] Gemeinschaft aufgrund des  ‚Vergehens, Jude zu sein‘ infrage“ zu stellen. Warum, so fragen die Autoren weiter – und hier scheint für einen Augenblick die ganze Frustration über die verordneten anti-israelischen und pro-palästinensischen Pflichtübungen aufzublitzen,

„Warum verknüpfen in letzter Zeit in unserem Lande gewisse Personen und Gruppen die Verteidigung der Rechte der Palästinenser – welche einer der wichtigsten [politischen] Diskurse und eines der wichtigsten politischen Themen des Systems überhaupt ist – unbedingt mit der Leugnung der jüdischen Glaubensinhalte und mit der Infragestellung der staatsbürgerlichen Rechte der iranischen Juden?“24

Und dann, wieder auf das Arrangement zurückkommend:

„Hat denn nicht der verstorbene Imam [Khomeini; Anm. WP] […] in aller Deutlichkeit Folgendes gesagt: wir unterscheiden zwischen der jüdischen Glaubensgemeinschaft und den Zionisten, jene sind nämlich nicht religiös; 24 Ordibehesht 1358 [/14. Mai 1979]“.

Danach zitieren die Autoren in extenso die iranische Verfassung, Gespräche und Klarstellungen Khomei-nis, projüdische Zitate des Propheten Mohammed, Imam Alis und anderer Imame, sowie einige Koransuren.25 Der letzte Absatz beginnt mit einer Ergebenheitserklärung, der deutlichen Forderung an die Justiz, endlich ernsthafte Schritte gegen antijüdische Hetzartikel zu setzen, und schliesst wie folgt:

„Wir sind Juden, und wir wollen Juden bleiben, unser Jude-Sein ist jedoch eng mit Liebe zum Iran und zu den Iranern verwoben. Wir wünschen, dass der Propaganda-Angriff gegen die jüdische Religion und die Juden Irans aufhört! Wir rühmen uns, dass wir den zionistischen Einflüsterungen zur Emigration nach Amerika oder nach Israel widerstanden haben. Und ganz bestimmt wird es den Unverständigen nicht gelingen, uns aus unserer Heimat zu entwurzeln und zum Kanonenfutter der israelischen Armee zu machen.“26

Shâhrudi, der 2009 aus dem Amt schied, antwortete meines Wissens auf diesen offenen Brief nicht. Rafs-anjani, den Vertreter der jüdischen Gemeinschaft in derselben Angelegenheit besuchten, zeigte sich tief „betroffen über die Bedrohungen gegen die Juden und [die Verletzung] dessen, was ihnen heilig ist.“ Und bekräftigte, dass die Vertreter des Systems keinesfalls Beleidigungen und Bedrohungen gegen die anerkannten Religionen, darunter die jüdische duldeten.27 Dennoch muss der im März 2003 in Ofeq Binâ veröffentlichte Brief einen grösseren Leserkreis erreicht haben, da sich nun eine nicht näher bezeichnete Gruppe von Technikstudenten der Shariati-Universität (im Folgenden: Studenten) meldete, die offensichtlich jenen Kreisen angehörte, die entweder für die Verbreitung der antisemitischen Propaganda selbst verantwortlich war, oder zumindest empfänglich dafür. Wohl ohne es zu wissen, druckte Ofeq Binâ ein Dokument ab, das, meiner Ansicht nach, einen neuen Abschnitt in der Entwicklung des Antisemitismus im Iran einleitete.28

Der staatlich geförderte Antisemitismus einer radikalen Minderheit

Europäischer Revisionismus und Antisemitismus sind, als sekundäre Elemente, kein unverzichtbarer Bestandteil der iranischen revolutionären Ideologie, und sicherlich nicht mehrheitstauglich. Sie sind allenfalls als Provokation oder Reaktion, z.B. auf die Mohammed-Karikaturen, für das Regime von – begrenztem – Nutzen. Die stille Duldung bzw. aktive Förderung des europäischen Revisionismus und Antisemitismus wurde vom iranischen Regime unter anderem dazu eingesetzt, auf die westliche Kritik an der Menschenrechtssituation im Iran zu kontern: Derselbe Westen, der im Namen der Meinungs-, Rede- und Pressefreiheit Tabus und Werte der Islamischen Republik kritisiere, sei selbst kaum besser, wenn er wissenschaftliche Forschung unterbinde und „Denker“ oder „Wissenschafter“ wie den französischen Holocaust-Leugner Roger Gaurudy mit Haftstrafen bedrohe. Das Treffen von Revolutionsführer Khamenei mit Garaudy vom 20. April 199829 ist, meiner Ansicht nach, auch vor diesem Hintergrund zu sehen. In Summe kommt jedoch diese von allerhöchster Stelle geförderte Toleranz antisemitischen und revisionistischen Gedankengutes jedoch einer Förderung von Aktivitäten extremistischer Kleingruppen gleich. Letztere, wie noch zu zeigen sein wird, überschneiden sich mit jenem gewalttätigen Milieu, das die Reformpolitik Khatamis energisch bekämpft hatte.

So richteten die  oben genannten Studenten „eine Nachricht der Freundschaft an die geschätzten jüdischen Landsleute (ham-mihanân, nicht Staatsbürger, shahrvand)“ an die Redaktion von Ofeq Binâ, von der sie den Abdruck verlangten, da sie den Text sonst einem der Massenblätter zur Verfügung stellen würden.30 In der Einleitung wird der Vorwurf, iranische Juden mit Zionisten sowie mit Israel gleichzustellen, zurückgewiesen. Zugleich aber wird in Erinnerung gerufen, dass, nach Ansicht dieser Gruppe, jede Annäherung an ein so „rassistisches Regime“ (d.i. Israel; Anm. WP) eine Schande für die gesamte Menschheit sei. Nun gehen die Autoren deutlich auf Maurice Motamed und dessen Aufgabenbereich in der parlamentarischen Kommission für Erdöl und Energie ein, deren Mitglied er seinerzeit war. Aufgabe dieser Kommission sei es, „das Eindringen internationaler Ölkonzerne, die im Banne des Weltzionismus stehen, in den Öl- und Gassektor dieses Landes zu verhindern.“ Die Studenten wussten also nicht nur über den damaligen Stand der Arbeit der Kommission sehr gut Bescheid, sondern sagten gleich auch einem Mitglied, welche Entscheidung es treffen möge! Mit einem langes Zitat aus Khomeinis Schriften über Moses und das „wahre“ Judentum schliesst der erste Teil des Briefes.31

Bot der erste Teil schon Einblick in ihre Gedankenwelt, so verrät der zweite Teil noch mehr:32 Die Studenten zählen fünf Punkte auf. Die ersten drei, die wichtigsten, lassen sich nicht einfach aus der Geschichte des radikalen Islam in Iran erklären, sondern sind eindeutig auf Antisemitismus westlich-europäischer Genese zurückzuführen. Die letzten beiden Punkte hingegen gehören in den islamistischen bzw. iranisch-gesellschaftlichen Kontext.

Blutopfer:

An der Geschichte der „Vermischung von Blut und Brot“ müsse, nach Ansicht der Studenten, doch etwas Wahres sein, wenn in einem Buch (1974 in Jerusalem erschienen, der Titel durch die persische Übersetzung unkenntlich), das sich vorwiegend auf jüdische Quellen stütze, davon die Rede sei, dass bei nachweislich zwölf Gelegenheiten Juden aufgrund der Anschuldigung, Sauerteig mit Blut zu mischen, angegriffen worden seien (sic!). Mit anderen Worten: Die Tatsache, dass Juden angegriffen wurden, reiche bereits als Beweis für die Richtigkeit der Behauptung aus.

Die Herausgeber von Ofeq Binâ merkten dazu verzweifelt an: „Und wenn es noch hundert Mal wiederholt wird, es wird nicht wahr!“

Die Protokolle der Weisen von Zion:

Bei der Behauptung, die Protokolle der Weisen von Zion seien eine Fälschung, solle man vorsichtig sein, denn habe nicht gerade die Geschichte deren Authentizität bewiesen? Man nehme nur die Gründung eines jüdischen Staates in Palästina! So gut könne man etwas gar nicht erfinden. Zusätzlich wird der französische Übersetzer als Kronzeuge für die Authentizität des Werkes herangezogen. Und: Antisemitisch seien die Protokolle nicht, da sie sich gegen den damals in Basel tagenden Ersten Zionistischen Weltkongress, und nicht gegen Juden im Allgemeinen wendeten!

In ihrer Antwort verwiesen die Herausgeber von Ofeq Binâ auf einen Artikel des iranischen Historikers Abdollah Shahbâzi, Warum sind die Protokolle der Weisen von Zion eine Fälschung?33 An anderer Stelle wies die Redaktion von Ofeq Binâ darauf hin, dass in den vielen Neuauflagen der unseligen Protokolle der Titel von Protokoll der Weisen von Zion auf Protokoll der jüdischen Führer zur Eroberung der Welt geändert worden sei, wodurch die antisemitische Absicht wohl ausser Frage stünde.34

Holocaust/Shoah

Am meisten lag den Studenten aber die „Wahrheit“ über den Holocaust am Herzen: „Warum“, so fragen sie, „verlangen die iranischen Juden nach derselben internationalen Gesetzeslage, die gegen jene Forscher gerichtet ist, die den Holocaust wissenschaftlich erforschen!“ Die Studenten verweisen nachdrücklich auf ein 1987 in den USA gegründeten Institute for Historic Revisionism (Wort für Wort korrekt ins Persische übersetzt als mo‘asseseh-ye bâznazar-e târichi) und dessen Standardwerk Dissecting the Holocaust (im Original englisch). Die in diesem „Forschungsband“ veröffentlichten Ergebnisse, so die Studenten, kämen alle zu dem Schluss, dass „keine Quellen und dokumentarischen Beweise für die Existenz eines derartigen Verbrechens (gemeint ist der Holocaust; Anm. WP) vorhanden“ seien.

Die Antwort der Herausgeber von Ofeq Binâ hier im Wortlaut, da viele der Argumente später  im Brief an den iranischen Präsidenten wieder begegnen:

„Der Autor (oder die Autoren) erwähnt, mit keiner Silbe, kein einziges Dokument, keine Fachliteratur, die zu den über ganz Europa verstreuten Konzentrationslagern der Nazis existiert, sowie die Bauwerke selbst. Die Museen, die es in Polen und Deutschland gibt, oder auch die  vielen und wiederholten Aussagen der Naziführer, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gehört wurden, sind Realität. In gleicher Art und Weise kann keine Rede davon sein, dass die Quellen für die eigenen Ansichten [der Autoren; Anm. WP] korrekt zitiert würden! Als Beispiel sei Roger Garoudy erwähnt: in seinen Büchern leugnet er die eigentliche Tatsache [des Holocaust; Anm. WP] nicht, aber er diskutiert die Übertreibung der Anzahl der Opfer, das Ausmass des Verbrechens und eben auch die Instrumentalisierung des „Holocaust“.

Palästina als Hölle der Juden

Die Studenten wiesen die Beschwerde der jüdischen Gemeinde über den Satz, „Palästina wird die Hölle des jüdischen Volkes sein“, zurück. Daran sei nichts Anstössiges, da „die heutzutage in Palästina anwesenden Juden Zionisten sind oder deren Ansichten teilen“. Selbstverständlich seien damit nicht alle Juden auf der Welt gemeint.

Ofeq Binâ wies darauf hin, dass die Zeitschrift, in der das genannte Zitat vorgekommen war, Yâ Lâserat, sehr wohl alle Juden gemeint hätte. Ausserdem sei zu fragen, woher die Studenten wissen wollten, dass alle Juden in Israel Zionisten seien.

Fernsehsendung

Zu guter Letzt stellen die Studenten fest, sie könnten in der von der jüdischen Gemeinde kritisierten Fernsehsendung Die Blauen Augen Zahras keinerlei Antisemitismus entdecken.  Die jüdische Gemeinde sah dies freilich anders. Der Brief der Studenten endet mit folgendem Aufruf

„Und heute! Zu einer Zeit, da die schrecklichen Verbrechen, wie das Massaker in den Flüchtlingslagern Sabra und Shatilâ, und nun Jenin, geschehen sind und jeden Tag Jugendliche, Frauen und sogar unschuldige Kinder und wehrlose Palästinenser Märtyrer werden, und da in den Gefängnissen des zionistischen Regimes ungefähr 7.000 stolze und ehrwürdige Personen schmachten, die nichts anderes [taten] als zu versuchen, ihr Recht zurückbekommenen,  dessen sie verlustig gegangen waren, ist die rascheste Vereinigung aller internationalen Freiheitskämpfer eine unabstreitbare Notwendigkeit, damit, um mit einem Wort des Imam [Khomeini; Anm. WP] zu sprechen, dieses Krebsgeschwulst [Israel; Anm. WP] ausgemerzt wird.35

Zu diesem Brief sind mehrere Anmerkungen zu machen:

Offensichtlich wurde er von mehreren Personen, wahrscheinlich sogar von mehreren Gruppen geschrieben. Wie bereits erwähnt, vereint er zwei unterschiedliche Tendenzen: Eine europäisch antisemitische und eine radikal islamistische. Letztere,  deren Urheberschaft in Punkt (4) klar wird, ist wohl auch für die islamistische Ummantelung des Textes (Moses zu Beginn, Kampf und Vernichtung Israels am Ende) verantwortlich. Der Hinweis auf die Zeitschrift Yâ Lâserât (voller Titel: Yâ Lâserâto l-Hossein, „Rache für [Imam] Hussein“) ist dabei von besonderer Bedeutung, da diese Zeitschrift bekannt und einer politischen Gruppe eindeutig zuordenbar ist: Ansâr-e Hezbollah, kurz Ansar, ursprünglich eine Frontkämpferorganisation. Ansar war in den 1990er Jahren nachweislich in die Morde an Intellektuellen verwickelt, wenn auch nur am Rande, wie es scheint. Die Gruppe hat Überschneidungen mit Geheimdienst und Basiji – Milieu sowie radikalen Klerikern wie dem Hassprediger Mesbâh-Yazdi. Seit ihrer formellen Gründung 1992 bezog sie radikal Stellung gegen Rafsanjani und später gegen Khatami. Ansar ist die bekannteste und vielleicht die wichtigste der über das Land verstreuten mehr oder weniger geheimen  hezbollâhi – Gruppen36 und gehörte zu jenen, die den Wahlsieg Mahmoud Ahmadinejads begrüssten.

Daneben gibt der Text aber einen typisch europäisch-antisemitischen Standpunkt wieder. Lassen sich die Punkte (1) und (2) noch als geschmackloses Kopieren antisemitischer Vorurteile erklären, so ist dies in (3) nicht möglich. Hier wird deutlich, dass ein europäischer revisionistischer Standpunkt nicht nur eingenommen, sondern auch reflektiert und verstanden wurde. Diese Vertrautheit mit einer auch in Europa (hoffentlich) nur wenigen bekannten modernen revisionistischen Szene ist für Iraner unüblich, geschweige denn für Mitglieder von Ansâr-e Hezbollâh, von denen tiefschürfende intellektuelle Reflexionen bisher nicht bekannt geworden sind. Die Autoren beziehen sich zum Beispiel auf die in verschiedenen europäischen Ländern gültige Rechtslage für Holocaust-Leugner – ein Thema, das für Ansar keine Rolle spielt. Oder die Kenntnis vom Institute for Historical Revisionism (www.vho.org). Auf ein Werk der Publikationsliste dieses Institutes, das eigentlich nur als Machwerk zu bezeichnende Dissecting the Holocaust, wird sogar dezidiert verwiesen. Viele der dort zitierten Autoren, wie der bekannte französische Holocaust Leugner Robert Faurisson, tauchten drei Jahre später, im Dezember 2006, bei der sogenannten Holocaust-Konferenz in Teheran auf. So viel Zufall scheint wohl unwahrscheinlich. Vielmehr lässt sich daraus schliessen, dass der Verfasser dieser Zeilen mit ziemlicher Sicherheit der Organisator der Holocaust-Konferenz, nämlich der 1954 geborene Mohammad Ali Ramin war. Ramin hat in Deutschland Auftrittsverbot, da seine wüsten anti-israelischen und anti-zionistischen Ausfälle ihn mit den Verbotsgesetzen in Konflikt brachten – daher offenbar die intime Kenntnis der europäischen Rechtslage. Auf der Konferenz sass er dann übrigens neben seinem Idol Robert Faurisson.

Mohammad Ali Ramin, 1332/ 1954 im südiranischen Dezful geboren, lebte nach eigenen Angaben37 von 1356/ 1977 bis 1373/ 1994, also 17 Jahre lang, in Deutschland, wo er bis 1994 in Karlsruhe und Düsseldorf Maschinenbau studierte und gleichzeitig politisch aktiv war. Ob er die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, wie gelegentlich behauptet wird, entzieht sich der allgemeinen Kenntnis. 1982 verbrachte Ramin ein Jahr im Gefängnis, aus welchem er nach eigenen Angaben mit Hilfe der Vertreter der Islamischen Republik wieder entlassen wurde, was eventuell auf einen nachrichtendienstlichen Hintergrund verweisen könnte. Nach seiner Rückkehr in den Iran schloss sich Ramin den Kadern der Hezbollahis an. Später  wurde er auch in der Öffentlichkeit politisch aktiv: Ramin, der sich zu Unrecht rühmt, keiner politischen Gruppe anzugehören, kandidierte 2004 für die Parlamentswahlen, wo er einen Achtungserfolg erzielte. 2006 wurde er von Ahmadinejad beauftragt, den Wahlkampf seiner Anhänger für die Gemeinderatswahlen zu koordinieren. In einem Interview mit der deutschen Internet-Plattform Muslim Markt spricht Ramin stolz von seiner Tätigkeit als Berater des Präsidenten für die Beziehungen zu den deutschsprachigen Ländern,38 ein anderer Titel lautet Experte für gesellschaftspolitische Fragen.39 Einer breiteren Öffentlichkeit im Iran ist er aber als „Experte“ für historische Fragestellungen zu Judentum und Holocaust bekannt geworden. Unklar ist, ob und seit wann er mit Präsident Ahmadinejad befreundet ist, und unter welchen Umständen die beiden einander kennen lernten. Jedenfalls gehört Ramin zum Umkreis des Präsidenten. Fest steht auch, dass der im Vergleich zu Ahmadinejad (der das Land wohl kaum je verlassen hat) weltläufige Ramin grossen Einfluss auf die Ansichten seines Präsidenten hat, vor allem auf dessen Verständnis von Europa und dem Holocaust. Als Beispiel dafür mögen Ahmadinejads Aussagen über Deutschland gelten, die einen politischen Diskurs verraten, wie er für die revisionistische europäische Rechte typisch ist. So spricht Ahmadinejad von den Deutschen, denen man sogar sechzig Jahre nach Kriegsende einrede, ihre Väter seien Kriminelle gewesen: Er bedauert die Deutschen (und übrigens auch die Österreicher) dafür, dass sie nicht wie alle anderen Völker ihre Kriegsgeneration ehren dürften (ein für den Kriegsteilnehmer Ahmadinejad bewegendes Thema), sondern Symbole errichteten, die jedem Deutschen verdeutlichten, sein Vater sei ein Krimineller gewesen.40 Mit diesem Gedankengut, und vor allem mit diesem Diskurs konnte sich Ahmadinejad unmöglich während seiner früheren Karriere im Iran (z.B. als Nachrichtendienstler in Kurdistan oder als Gouverneur im azeri-sprachigen Ardabil) vertraut gemacht haben, Ramin jedoch sehr wohl. Damit wird auch vorstellbar, in welchen Kreisen Ramin während seiner Studienzeit verkehrte.

Die Holocaust-Konferenz von Dezember 2006 steht am (vorläufigen?) Ende jahrelanger pseudowissenschaftlicher, antisemitischer Agitation Ramins und seines Kreises. Als 2005 Präsident Ahmadinejad zum ersten Mal mit seinen – wohl von Ramin bezogenen – Thesen aufhorchen liess, reagierte der jüdische Abgeordnete Maurice Motamed, wie eingangs erwähnt, energisch. Gegen Ende des Jahres verdichteten sich die Anzeichen, dass einflussreiche Kreise um Ramin die „wissenschaftliche Erforschung“ des Holocaust für notwendig erachteten und irgendwann im Jahre 2006 eine Konferenz, zu der die gesamte Szene der Holocaust-Leugner geladen werden sollte, organisieren wollten. Schlimmer noch, diese Konferenz sollte schliesslich mit ausdrücklicher Förderung des Präsidenten der Islamischen Republik über die Bühne gehen.