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Lag-Baomer im Bezalel

Der vorliegende historische Text widmet sich dem Lag baOmer Fest nur am Rande. Vielmehr stellt er die Arbeit einer bedeutenden Institution vor, die Lag baOmer als ihren Jahrestag gewählt hat. Die Rede ist von der 1906 von Boris Schatz in Jerusalem gegründeten Kunstakademie Bezalel. Der Autor beschreibt die Feierlichkeiten am zweiten Jahrestag der Schule, an Lag baOmer im Jahr 1908. Der Text erschien in „Palästina“, einer Zeitschrift für den Aufbau Palästinas, herausgegeben unter anderem Alfred Nossig, Felix A. Theilhaber und Adolf Böhm…

Josua Benmosche, Jerusalem
Erschienen in: Palästina, Heft 8/9, 1908

Lag-Baomer war immer bei uns Palästinenser als ein Festtag gefeiert. An diesem Tage versammeln sich die Juden Jerusalems auf dem Felde vor dem Grabe Schimon-Hazadiks, Simon des Gerechten, verbringen den Tag mit Weinen und Gebeten und bei dieser Gelegenheit erlauben sie sich, etwas von dieser Welt zu geniessen. Die Frommen reisen sogar nach Meron bei Saffed, um dort an der bekannten Hadllaka auf dem Grabe des Rabbi Schimon ben Jochai teilzunehmen. Und das Fest Lag-Baomer ist bei uns viel bedeutender geworden, seit die Kunstgewerbeschule „Bezalel“ hier gegründet worden ist und sie den Lag-Baomer als ihren Jahrestag erwählt hat.

Voriges Jahr veranstaltete der „Bezalel“ seine erste Jahresausstellung, oder vielleicht richtiger gesagt, überhaupt die erste Ausstellung in Palästina, an welcher denn auch alle Jerusalemer ihre Freude hatten. Daher war die Leitung des „Bezalel“ sicher, dass auch die diesjährige Ausstellung von allen besucht sein würde, besonders, wo heute alle wissen, dass der „Bezalel“ sein neugekauftes Haus einweihen wird.

Und es war wirklich so. Schon am Morgen war die Bezalel-Strasse belebt von vielen hohen türkischen Beamten, Konsuln und anderen Honorationen der Stadt, die kamen, um die Ausstellung zu besuchen. Trotz des grossen Raumes des neuen Hauses war es doch von Besuchern überfüllt, die ihre Bewunderung über alles, was sie gesehen haben, laut ausdrückten. Sie hatten auch Grund sich zu wundern, denn sie sahen, dass im Verlaufe von zwei Jahren bereits im Museum eine bedeutende Kollektion an Wissenschaft, Antiquität und Kunst zusammengebracht hatte; sie sahen ein Musterlager verschiedener schöner Teppiche, Möbel, Holzschnitzereien, Perlmutter-und Steinarbeiten; sie sahen einen Salon, dessen Wände mit schönen Studien von verschiedenen Typen, Landschaften und originellen Zeichnungen bedeckt waren. Und alle waren mit der Ausstellung zufrieden ‚und drückten ihre Freude dem Direktor der Schule laut aus.

Die Hauptfeier fing erst am Abend an. Das schöne Haus des Bezalel, welches sich auf einem der höchsten Punkte Jerusalems befindet, war von den vielen Fackeln und hunderten Laternen hell beleuchtet und es glich einem Leuchtturme, welcher aller Augen auf sich zog. Der Saal des Bezalel war von den Grössten Jerusalems und manchen Gästen aus der Provinz überfüllt und alle wendeten ihre Blicke der Rednerbühne zu, welche von Bezalelteppichen geschmückt war. Herr Prof. Boris Schatz, Leiter des „Bezalel“, eröffnete mit einer schönen begeisterten hebräischen Rede die Feier. Herr Prof. Schatz war damals erregt, er hat viel gearbeitet und sah endlich voll Glück, wie seine Träume sich langsam, langsam verwirklichen; er war erregt vor Freude und Glückseligkeit, als er unter anderem folgendes sprach:

„. . . Und jetzt will ich ihnen von der Zukunft des „Bezalel“ erzählen, was er, wenn er gross ist, machen wird. Vielleicht, wenn Sie das wissen, werden Sie ihn, wie ich, schätzen, und wünschen, dass er auch später, wo ich vielleicht nicht mehr sein werde, existiere. Da wir heute Jom Tow haben, werde ich nicht in Bezug auf die materiellen, sondern die geistigen Aussichten sprechen. Lassen Sie mir dieses Vergnügen, dieses Mal, nach Verlauf von zwei Jahren Arbeit, nicht von Geldangelegenheiten zu reden, und wünschen, dass man meine Arbeit nicht mit der Krämerwage wiege und meine Liebe, Seele und mein Herz, die ich diesem Unternehmen geopfert, nicht mit Kupfermünzen abschätze.

In der letzten Zeit, als ein Aufleben des Volkes sich zu entwickeln anfing, als man das Bedürfnis für eine nationale Sprache, Literatur, Kultur und ein eigenes Land fühlte, da sah man den Mangel einer jüdischen Kunst ein. Man fing also an, in vielen Orten, wie Paris, Frankfurt, Wien u. a., verschiedene jüdische Antiquitäten zu sammeln, um ein jüdisches Museum zu gründen, man unterstützte junge jüdische Künstler und sogar eine jüdische künstlerische Zeitung fing zu erscheinen an. Leider aber haben alle diese Unternehmungen nicht das gewünschte Ziel gebracht, eine jüdische Kunst haben sie doch nicht geschaffen. Wir haben zwar jüdische Künstler, deren Namen allen bekannt und in der Welt berühmt sind. Mein seliger Lehrer Antokolski war zu seiner Zeit einer der grössten Bildhauer der Welt, für jüdische Kunst hat er nichts gemacht, obwohl er in seinem Herzen ein treuer Jude war. Er hat selbst gefühlt, dass er nicht für sein Volk, zu dem sein Herz ihn so zog, arbeitete. Sein ganzes Leben war daher eine furchtbare Tragödie, welche er durch seinen Stolz zu verhehlen verstand, damit kein Fremder sie gewahr würde. Unter unseren Komiteemitgliedern befinden sich zwei weltberühmte Künstler, Josef Israels und Prof. Max Liebermann. Den Namen des ersteren hat Holland auf Sein Nationalmuseum aufschreiben lassen und mit dem zweiten stolziert Deutschland, in dem als Vorkämpfer der modernen Kunst gilt. Leider aber kann unser Volk sich ihrer nur damit rühmen, dass sie „biwrito schel Anraham Awinu“ eingeführt worden sind. Sie sind uns fremd, sie sind uns fern, denn mit ihrem kräftigen Pinsel haben sie nicht die Seele unseres Volkes der Welt gezeigt. In den von uns gegründeten verschiedenen Museen können wir nicht die Phantasie und Poesie unseres Volkes sehen, wie es sein eigenes und Gottes Haus verziert und seine Ideale über die Schönheit und Erhabenheit ausgedrückt hat, woraus wir seine Seele und sein Herz, seine Leiden, Freuden und Hoffnungen ersehen könnten. Alldies sehen wir nicht an den tausenden verschiedenen Gegenständen, welche für schweres Gold gekauft sind, überall sehen wir nur eine Nachahmung fremder Motive, wie der Jude mit fremder Phantasie sein Bethaus geschmückt und an der Stelle des Kreuzes den „Magen David“ und anstatt der lateinischen eine hebräische Aufschrift hingestellt hat, so dass wir bei diesen leicht die Periode und das Land, wo sie gemacht worden sind, unterscheiden können. Sogar die Hagada und die Megilla, die wir mit verschiedenen Zeichnungen verziert und in geschmückten silbernen Deckeln eingefasst haben, auch diese einzigen, bei denen wir solches zu tun uns erlaubt haben, zeigen keine Spur von der Poesie der herrlichen Feste, von welchen sie sprechen; ihre Verzierungen sind schlechte Kopieen nach fremden Motiven. Ich habe alle jüdischen Museen besucht und alle Gegenstände mit Herzweh und Schamgefühl betrachtet. Ich habe damals alle Völker beneidet, sogar die Eskimos, die, obwohl eine barbarische, doch eine eigene Kunst besitzen. Aber noch mehr war ich beleidigt, als ich die Arbeiten der jüdischen Künstler, wie Kaufmann und seine Kollegen, sah, die das „jüdische Leben“ vorstellen sollten. Sie erinnerten mich an jene Clowns im Zirkus, die, um das Publikum zum Lachen aufzumuntern, sich als Juden vorstellen. Jene glauben, dass es genug sei, Peies mit einem jüdischen Barte zu malen, um uns das jüdische Leben zu zeigen.

Nein, wir haben keine jüdische Kunst und besassen lange Zeit eine solche nicht, weil die Kunst nur bei einem Volke, welches in seinem eigenen Lande wohnt, existiert. Nur in seinem Lande kann das Volk für sein Heiligtum einen ewigen Tempel errichten, wo der Beste die Grösse seines Genies zeigen kann, was als Muster der Schönheit und Erhabenheit für das ganze Volk bleibt. Nur jener Künstler, welcher bei seinem Volke wohnt, kann ein Volkskünstler sein und den Geist und das Leben deines Volkes richtig in Farbe wieder hergeben. Und wir — wir sind zweitausend Jahre lang gewandelt und was kann ein Wanderer errichten — ein Zelt! Unsere Kinder aber, welche Künstler sein wollen, mussten uns verlassen, bei anderen Völkern lernen und den Fremden ihre Kenntnisse weihen. Ja, schwer ist es, ein Volk ohne Land zu sein und noch schwerer ist für dieses Volk die Schaffung einer eigenen Kunst.

Haben wir Juden einmal, als wir ein Volk auf eigenem Lande waren, eine Kunst besessen? Mit dieser Frage haben sich bereits viele Gelehrte und Künstler beschäftigt, und fast alle haben zuletzt verneinend geantwortet. Ich selbst, als ich noch im Golus war, habe ich auch diese Meinung geteilt, aber jetzt denke ich anders. Wir finden zwar winzige Spuren alter jüdischer Kunst, aber nicht deshalb, weil wir eine solche nicht gehabt, sondern weil niemand da war, der sie aufbewahrte. Wäre das Bezalelmuseum vor tausend Jahren gegründet worden, dann ginge es uns jetzt bei unserer Forschung viel besser und könnten wir leichter ein jüdisches Museum schaffen, aber Ida wir erst jetzt ein solches zu machen anfangen, finden wir nichts. Und doch will ich behaupten, dass bei uns eine Kunst einmal existiert hat. Betrachtet die jüdischen alten Münzen und Lehmlampen in unserem Museum und Ihr werdet einsehen, wie nahe die Juden der Natur waren. Harfe, Krug, Aehren, Palmen und Trauben, dies waren die Symbole, die der Jude auf seine Münze geprägt hat. Wir besitzen eine Münze von Bar Kochba, auf welcher man ein Zeichen sieht, dass sie früher die Münze des Vespasian war und die das Bild einer in Ketten gebundenen weinenden Jüdin zeigte und diese hat Bar Kochba gewechselt und liess auf der einen Seite eine Palme und auf der anderen eine Harfe mit der Aufschrift „Zur Befreiung Jerusalems“ prägen.

Ein besseres Zeugnis noch für die Liebe des Volkes zur Natur ist das Schir-Haschirim. In diesem hohen schönen Lobesliede, das ein Mensch jemals der Natur gesungen hat und welches zu bewahren die Talmudisten sich nicht ohne Ursache weigerten, da es das heiligste aller Heiligtümer ist, in diesem Liede sieht man die tiefe Liebe und grenzenlose Begeisterung für die palästinensische Natur, die ich nur in Palästina verstehen konnte. Ein Volk aber, welches solche Lieder gesungen, hat gewiss das Haus ,und die Schmucksachen seiner Geliebten wunderschön verziert. Und lesen wir unsere Bibel, da sehen wir, wie weit das Volk ihren Künstler Bezalel ben Uri verherrlichte, so dass man ihn den „Geist Gottes“ nannte, während die Römer, welche später waren, ihre Künstler Sklaven nannten und behaupteten, ein freier Mann könne kein Künstler sein. Wir lesen auch, wie die Bibel mit Liebe alle Einzelheiten, wie die Tempel gebaut werden, erzählt und auch hier die Künstler mit Lob erwähnt. Dies tut nur ein Volk, welches die Kunst liebt und sich mit ihr beschäftigt.

In Gold und teueren Metallen ist uns nichts geblieben; wir konnten sie nicht aufbewahren und Fremde haben sie von uns genommen ‚und sie eingeschmolzen, um mit ihnen dann ihre Götter zu verlieren. Aber wir sind ein Volk des Buches und haben im finsteren Golus dieses Buch wie unsern Augapfel gehütet und dieses allein kann uns manche Fragen hier aufklären. Und dieses Buch wird die Schüler des „Bezalel“ lehren, die schöne Natur unseres alten Vaterlandes zu verstehen, weil man nur hier die Poesie dieses Buches kennen lernen kann; hier werden sie bei ihrem Volke sein. Die hiesigen verschiedenen jüdischen Typen werden ihre Modelle sein und von der hiesigen entzückenden Natur werden sie schöne Farben lernen; sie werden bei ihrem Volke wohnen, seine Sprache sprechen, seine Leiden, Freuden und Hoffnungen fühlen, seine Künstler sein, sie werden seine Ideale der Welt zeigen können, da sie selbst ein Teil des Volkes sind.

„Bezalel“ wird eine jüdische Kunst schaffen! — Wann? Wieviel Jahre muss man darauf warten? Dieses sind schon kleinliche Fragen. Es ist genug, dass dies einmal geschehen wird. Unbedeutend ist es, ob ich es selbst sehen werde, bedeutend aber ist das Faktum, dass es sein wird. Der erste Anfang ist bereits gemacht und falls ich es nicht vervollständige, wird sich ein anderer finden, der es tun wird. Der Architekt kann nur mit Energie und Liebe den Grundstein eines Baues legen, wenn er den ganzen zukünftigen Bau in seinem Geiste sieht. Dagegen aber kann man von Leuten, die nur einen Zufluchtsort suchen und nicht über die Zukunft des Hauses denken, ’nicht fordern, dass die Arbeit des Fundaments schätzen, und wir dürfen uns auch nicht wundern, wenn sie denken, dass der Architekt beim Aufgraben des Fundaments den ganzen Bauplatz zerstöre. In unserem „Bezalel“ haben wir vorläufig den Grundstein gelegt — vielleicht habe ich damit zu viel gesagt ״ wir sind derweil beim Abräumen des Schuttes, der sich im Verlaufe Hunderter von Jahren hier eingenistet hat, um den rechten Boden für das Fundament zu finden. Ich darf also nicht verlangen, dass alle mit meiner Arbeit zufrieden seien, aber eine Bitte will ich hier stellen: Vergesse man nicht, dass der „Bezalel“ noch jung wie ein Kind ist, dem man geben muss und von dem man nicht sehr viel verlangen darf, sei man mit ihm vorsichtig und falls man ihm nichts geben kann oder will, berühre man ihn wenigstens nicht mit groben Händen und lösche man ihm nicht seine Lebensfunken mit der eisigen Kritik, denn er könnte, Gott behüte, sterben!!“

Der Saal war von dem unaufhörlichen Bravoklatschen erfüllt. Ich aber konnte nicht an dem Applaus teilnehmen, denn ich habe zu sehr die bittere Wahrheit gefühlt. Ich habe eingesehen, dass wir zu wenig den „Bezalel“ unterstützen, so dass ich mich beschämt fühlte. Indessen wurden meine traurigen Gedanken verscheucht, als der zweite Redner, Herr Eisenstadt, mit begeisterten Worten, für den Kreis der Verehrer des „Bezalel“ — und deren gibt es nicht wenige — sprach. Noch einen tieferen Eindruck machte auf mich Herr Scheinkin, der den „Bezalel“ zu seinem Feste im Namen seiner Schwester „Gimnasia ibrit“ (des hebräischen Gymnasiums) begrüsste. Das war ein Wunsch von einem Arbeiter an den anderen, (von einem Kämpfer an den anderen. Er wünschte zugleich, dass der „Bezalel“ auch ferner von fremden Meinungen, auch von diesen, welche glauben, dass sie für ihre wenigen Pfennige alles verlangen können, nicht abhängig sei und ferner, dass der „Bezalel“ sein hohes angestrebtes Ziel erreiche, dem Armen Brot und dem Volke Geist zu schaffen. Unter anderem erwähnte er auch die wunderschöne talmudische Sage, dass, wann der Messias kommt, der Todesengel den Teufel töten wird und werden die Frommen ihn für einen Berg halten, so dass sie sich wundern werden, dass sie so ein Ungeheuer bekämpfen konnten und die Schlechten werden ihn als eine Gerste erblicken und sich ärgern, dass sie so eine Kleinigkeit nicht beherrschen konnten. Und so wird es sein, wenn der „Bezalel“ sein Ziel erreichen wird, werden diejenigen, die mitgearbeitet haben, alle Stürme und Wetter, die sie überwunden haben, in ihrer wahren Grösse erst überblicken und glücklich sein, dass sie endlich ihr Streben erreicht haben.

Der bekannte Redner, Herr Mossinsohn, der während seines kurzen Hierseins sich bereits bei der ganzen hiesigen Bevölkerung beliebt gemacht, hat sich dieses Mal am meisten mit seiner Rede ausgezeichnet; ich kann mir nicht versagen, wenigstens das Ende seiner Rede hier wiederzugeben. Als er die Ursache der Beliebtheit des „Bezalel“ beim Volke erklärte, erzählte er folgendes Märchen: Es war ein Maler, dessen Bilder sich mit ihrer wunderschönen Farbe vor andern Künstlerarbeiten auszeichneten. Seine Kollegen bewunderten sie, kauften dieselbe Farbe, dieselben Pinsel und doch waren die seinigen die schönsten. Es war ein Geheimnis und dieses wurde nach seinem Tode bekannt. Als man ihn beim Tode entkleidete, sah man auf seiner Brust eine Wunde und von dieser Wunde pflegte er das Blut zu holen und es mit den Farben zu mischen. Wisset Ihr, warum es Herrn Prof. Schatz gelungen ist, den „Bezalel“ als Institut beliebt zu machen? Das Blut seines Herzens ist dabei verwandt worden, er hat viel, sehr viel ihm geopfert, doch hütet Euch, dass er nicht selber als Opfer falle! . . . Die Versammlung weilte noch lange auf dem Dache des „Bezalel“. Bis spät in die Nacht unter dem blauen palästinensischen Himmel und vor dem Lichte der goldenen Sternlein klang laut bis an das alte Jerusalem gelangend der Gesang von Männern und Frauen, Jünglingen und Mädchen: „Od lo awda Tikwatenu!….“

Drei Tage lang waren das Museum und die Ausstellung offen, drei Tage lang der „Bezalel“ der Punkt, wohin sich alle Bewohner Jerusalems, Juden, Christen, Mohamedaner, Alte und Junge, Fromme und Freie begaben, alle haben das Fest mitgefühlt, mehr aber der Jude, da der „Bezalel“ ein Teil seines Volkes ist. Ich habe bei der Ausstellung einen alten sephardischen Rabbiner seine Hände aufheben gesehen und mit Begeisterung ausrufen gehört: Aschrei Ajin raata ele — Wohl dem Auge, welches all dies gesehen hat! . . .