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Gilad Atzmons Nazidiktion

Der in Großbritannien lebende Musiker Gilad Atzmon, dessen Texte von „Semit“, „Steinberg-Recherche“, „Erhard Arendt“, von der faschistischen „Eisernen Krone“ sowie dem Holocaust leugnenden „Radio Islam“ publiziert oder gepriesen werden, ist Lieblingsautor linker und rechter Antisemiten. Auch einige palästinensische und pro-palästinensische Websites sind bereit, ihn als „jüdischen“ Kronzeugen zu nennen. So eröffnete die Wiener Antiimperialistischen Koordination (AIK) vor einem Jahr eine Kampagne, um die Hamas von der EU-Terrorliste zu nehmen…

Von Karl Pfeifer

Gilad Atzmon und Norman Finkelstein gehörten zu den Erstunterzeichnern. Dabei waren auch andere Personen, die von radikalen Antisemiten aller Richtungen als „gute Juden“ gepriesen werden, wie Peter Melvyn vom Wiener Grüppchen „Jüdischen Stimmen für einen gerechten Frieden“, Evelin Hecht-Galinski (auch die Tochter genannt) aus Deutschland und der unermüdliche Israel Basher Hajo Meyer. [1]

Nun begibt sich Gilad Atzmon nicht zum ersten Mal in die Niederungen neonazistischer Argumentationen. Er hat auf seiner Website am 25.3. 2010 einen Artikel Judea declares War on Obama publiziert, der die alte rechtsextremistische Legende aufwärmt, wonach es bewiesen sei, dass „die Juden“ Deutschland den Krieg erklärt haben. Als „Beweis“ wird die Schlagzeile „Judea declares war on Germany“ der britischen Boulevard-Zeitung Daily Express vom 24. März 1933 gebracht. Und weil „die Juden“ Krieg erklärt haben, tragen sie laut Atzmon die Verantwortung, für das was ihnen angetan wurde.

Gilad Atzmon Originalton:

“Sicher halten sich jüdische Lobbies nicht zurück, wenn es um die Erpressung von Staaten, Weltpolitikern und sogar von Supermächten geht. Das Benehmen von AIPAC (amerikanische Israel Lobby) letzte Woche erinnerte mich an die 1933 erfolgte jüdische Kriegserklärung an Deutschland.
Nicht vielen Menschen ist bekannt, dass im März 1933, lange bevor Hitler der unbestrittene Führer Deutschlands wurde und begann die Rechte deutscher Juden einzuschränken, hat der American Jewish Congress eine große Protestversammlung in Madison Square Gardens einberufen und zu einem amerikanischen Boykott deutscher Waren aufgerufen. […]
Wie immner, es ist schwer die Ähnlichkeit zwischen dem Benehmen von AIPAC letzte Woche und dem Benehmen des Jewish American Congress 1933 wissentlich zu ignorieren.
Am 24. März 1933 veröffentlichte The Daily Express (London) einen Artikel der bekanntgab, dass die Juden bereits ihren Boykott gegen Deutschland begonnen haben und einen kommenden “Heiligen Krieg” ankündigten. Der Express ermahnte die Juden überall Deutsche Waren zu boykottieren und aktiv gegen deutsche Wirtschaftsinteressen zu demonstrieren. Der Express sagte, dass Deutschland “nun mit einem internationalen Boykott seines Handels, seiner Finanzen und seiner Industrie … in London, New York, Paris und Warschau konfrontiert ist; jüdische Geschäftsleute sind vereint einen wirtschaftlichen Kreuzzug zu beginnen.“
Jüdische Texte tendieren dazu, die Tatsache zu übersehen, dass Hitlers Befehl vom 28. März 1933, der einen Boykott jüdischer Geschäfte und Waren vorsah, eine Eskalation in direkter Antwort auf die Kriegserklärung gegen Deutschland der weltweiten jüdischen Führung folgte. Tatsächlich ist die einzige jüdische Enklave, die bereit ist die historische Reihenfolge der Geschehnisse anzuerkennen, die zur Vernichtung des europäischen Judentums führte, die antizionistissche jüdisch orthodoxe Sekte, die bekannt ist als die Torah Juden.“ [2]
Soweit Atzmon.

Die Behauptung von der „jüdischen Weltverschwörung“ oder dem Wahrheitsgehalt der Protokolle der Weisen Zions – die Atzmon immer wieder  von sich gibt – war eine der Grundlagen der nationalsozialistischen Propaganda. Dazu gehört auch die angebliche jüdische Kriegserklärung, die zur Rechtfertigung antisemitischer Vernichtungsideologie diente und dient.

Gilad Atzmon behauptet – wie das Rechtsextremisten oft tun –  der Zionismus wäre schlechter als der Nazismus und verbreitet Material des jüdischen Holocaustleugners Paul Eisen. Er befindet sich auch im Dunstkreis des schwedischen Antisemiten Adam Ermash (der unter den antisemitischen Hetzern sich als „Israel Shamir“ einen Namen gemacht hat).
Andererseits aber benützt Atzmon die Taktik der „antizionistischen“ Linken, wenn er die „extensive Kollaboration zwischen den Zionisten und den Nazis vor und während des Zweiten Weltkriegs“ erwähnt. Auch deswegen ist er ein Held einer antisemitischen Querfront und der Palestine Solidarity Campaign.

Zusammenfassend: Linksextreme „Antizionisten“, die über eine zionistische Kollaboration mit den Nazis halluzinieren, übernehmen einen Teil ihrer Argumentation von paranoiden, ignoranten Antisemiten wie Gilad Atzmon, der wiederum die Nazipropaganda der „jüdischen Kriegserklärung“ internalisiert hat.

Anmerkungen:
1) Die Unterzeichner aus D, NL und AT, die Hamas von der Terrorliste der EU gestrichen sehen wollen:

Österreich

ARTLIEB Marion, Dpl.Ing.
BADER Wilfried
DWORCZAK Hermann
GABRIEL Leo
HOFBAUER Hannes
LANGTHALER Wilhelm
MELVYN Peter
OBERKOFLER Gerhard
OBID Milan
PIRKER Werner
SCHAUER Waltraud
SCHÖGLER Johann
STUDEN-KIRCHNER Aleks

Holland

AOURAGH Miriyam
BENZAKOUR Mohammed
BOUZERDA Abdou
DUISENBERG Gretta
LAMP Paul
MEYER HAJO G
SOETERIK Robert

Deutschland

ABOUDAN F, Dr.
AL-ZOEBI Mohammed, prof. Dr.
ELSÄSSER Jürgen
FELLER Jonas
HAIDER Ahmad, Dr.
HARTMANN Klaus
HECHT-GALINSKI Evelin
HELMUT Franz
HÖRSTEL Christoph
ITANI Zouhair, Prof.Dr.med
KARSLI Jamal
KREBS Djamila
MASSARRAT Mohssen, Professor Dr.
MAUERSBERGER Günter
SCHYDLO Krystyna
SEIFERT Arne C. (Dr.)
VON RAUSSENDORFF Klaus
WINTER Heinz-Dieter (Dr.)

http://www.recogniseresistance.net/index.php?option=com_content&view=article&id=6:german&catid=7:appeal&Itemid=9

2) http://www.gilad.co.uk/writings/judea-declares-war-on-obama-by-gilad-atzmon.html?printerFriendly=true