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Leo Baeck: Das Wesen des Judentums

Leo Baeck war der letzte große religiöse Lehrer des deutschen Judentums. Im August 1925 erschien die vierte Auflage seines Grundlagenwerks über „das Wesen des Judentums“ (Erstausgabe 1905), das wir hier in Zusammenfassungen und Auszügen vorstellen wollen.

Bei dieser Gelegenheit weisen wir auch auf die Ausgabe von Baecks Gesamtwerk hin. Dieses Vermächtnis eines der wichtigsten jüdischen Denker des 20. Jahrhunderts erschien 2006 zur 50. Jahrzeit Baecks der 1956 in London starb.

I. Der Charakter des Judentums

EINHEIT UND ENTWICKLUNG

Judentum:
Ohne Dogmen – gegen Fundamentalismen
Die jüdische Glaubenslehre ist, wie es Leo Baeck in seinem Werk über “das Wesen des Judentums” schreibt, im stetigen Ringen ums geistige Dasein, Religionsphilosophie geblieben. Sie ist weder eine bloße Schulphilosophie geworden, die nur den geforderten Beweis zu führen hat, noch eine Tagesphilosophie, die der gesicherten Macht ihre Zierrate herstellt…

Der Weg zur Erkenntnis:
Das Gebot des Forschens

Jede “gute Idee” wird versuchen sich zu immer größerer Bestimmtheit und Klarheit durchzuringen. Daraus folgt, so Leo Baeck, das Gebot des Forschens. Um die Gotteslehre müsse man sich bemühen. Der Wahrheitsgehalt der Schrift muss erst, im Forschen, Lernen und Lehren, errungen werden…

Leben in der Spannung:
Renaissance als immer neuer Weg zur Gegenwart

Seit der frühesten Zeit hat sich im Judentum eine Frische und Selbständigkeit erhalten, mit der religiöses Erkennen und Fordern dem Ueberlieferten gegenübertrat…