„Jerusalem ist keine Siedlung sondern unsere Hauptstadt“

Rede des Ministerpräsidenten Binyamin Netanyahu auf der AIPAC Konferenz in Washington (USA), 22.03.2010 …

Sehr geehrte Regierungsmitglieder, Senatoren, Kongressmitglieder, Verteidigungsminister Ehud Barak, Minister Uzi Landau, Botschafter Michael Oren, Vorsitzende von AIPAC, sehr geehrte Damen und Herren,

angesichts der Tatsache, dass die Welt monumentalen Herausforderungen gegenübersteht, weiss ich, dass Amerika und Israel ihnen gemeinsam begegnen. Wir stehen zusammen, weil wir von den gleichen Idealen angetrieben werden und vom selben Traum inspiriert sind – dem Traum von Sicherheit, Wohlstand und Frieden. Vor einem Jahrhundert war dieser Traum für viele Juden unmöglich.

Diesen Monat beging mein Vater seinen hundertsten Geburtstag. Als er geboren wurde, herrschte der Zar in Russland, das Britische Imperium hat den Globus umspannt und die Ottomanen haben den Nahen Osten regiert. Während seines Lebens sind all diese Imperien zusammengebrochen, andere sind aufgestiegen und wieder zusammengestürzt und das jüdische Schicksal hat sich von Verzweiflung zu einer neuen Hoffnung gewendet – der Wiedergeburt des jüdischen Staates. Zum ersten Mal in 2000 Jahren kann sich das jüdische Volk selbst gegen Angriffe verteidigen.

Davor waren wir unendlicher Barbarei ausgesetzt: dem Blutvergießen des Mittelalters, der Vertreibung der Juden aus England, Spanien und Portugal, das Abschlachten der Juden in der Ukraine, den Pogromen in Russland und es endete in der Steigerung zum Bösesten überhaupt – dem Holocaust.

Die Gründung des Staates Israel hat nicht die Angriffe auf Juden beendet. Sie hat nur den Juden die Kraft gegeben, sich dagegen zu wehren.

Wieder und wieder musste sich die israelische Armee Angriffen von viel größeren Gegnern zur Wehr setzen, die Israel zerstören wollten. Als Ägypten und Jordanien erkannten, dass sie uns durch Krieg nicht bekämpfen können, haben sie den Weg des Friedens eingeschlagen.

Es gibt aber noch jene, die weiterhin den Kampf gegen den jüdischen Staat führen und offen zu unserer Zerstörung aufrufen. Sie versuchen dies durch Terror, Raketen, und zuletzt durch das Anstreben von Atombomben zu erreichen.

Die Ansiedlung des jüdischen Volkes im Staat Israel schreckt diese Fanatiker nicht ab, es regt eher ihren Appetit an. Irans Führer sagen „Israel ist ein Ein-Atombomben-Land“. Der Führer der Hisbollah sagt „Wenn die Juden alle in Israel versammelt sind, erspart es uns, sie auf der ganzen Welt zu verfolgen.“
Meine Freunde, das sind unschöne Fakten, aber Fakten.

Die größte Bedrohung für irgendein Lebewesen oder eine Nation ist, Gefahr nicht rechtzeitig zu erkennen. Vor fünfundsiebzig Jahren haben viele Staatsführer ihren Kopf in den Sand gesteckt. Millionen Menschen starben im Krieg, der darauf folgte. Letztendlich haben zwei der größten Staatsmänner – Franklin Delano Roosevelt und Winston Churchill – geholfen, die Welt zu retten. Aber sie waren zu spät, um sechs Millionen Menschen von meinem Volk zu retten.

Die Zukunft des jüdischen Staates darf niemals von dem guten Willen selbst der größten Menschen der Welt abhängig sein. Israel muss immer das Recht bewahren, sich selbst zu verteidigen.

Heute zeichnet sich eine beispiellose Gefahr für die Menschheit ab. Ein radikales iranisches Regime, ausgerüstet mit nuklearen Waffen, könnte ein Ende für die Ära des nuklearen Friedens bedeuten, den die Welt in den letzten 65 Jahren erlebte. Solch ein Regime könnte Terroristen mit Nuklearwaffen versorgen und selbst geneigt sein, sie zu benutzen. Unsere Welt wäre niemals mehr wie zuvor. Irans schamlose Ankündigung nukleare Bomben zu entwickeln ist zu allererst als Drohung gegen Israel zu verstehen, aber es ist auch eine ernste Bedrohung der Region und der Welt.

Israel erwartet von der internationalen Gemeinschaft, sich schleunigst und entschieden dieser Gefahr in den Weg zu stellen. Aber wir werden immer unser Recht auf Selbstverteidigung bewahren.

Wir müssen uns aber auch gegen Lügen und Verunglimpfungen wehren. In der Geschichte haben die Verunglimpfungen der Juden immer zu physischen Angriffen gegen uns geführt und wurden dafür genutzt, diese Angriffe gegen uns zu rechtfertigen. Die Juden wurden die Brunnenvergifter der Menschheit genannt, die Anstifter zu Instabilität, die Quelle allen Übels unter der Sonne.

Leider haben diese hetzerischen Angriffe gegen Juden nicht mit der Gründung des Staates Israel aufgehört. Eine Zeit lang wurde offener Antisemitismus zurückgehalten angesichts der Scham und des Schocks über den Holocaust. Aber nur eine Zeit lang. In den letzten Jahrzehnten hat der Hass gegen Juden wieder zunehmend an Stärke gewonnen, aber mit einer heimtückischen Wendung. Er ist nicht mehr nur gegen das jüdische Volk gerichtet, sondern zunehmend gegen den jüdischen Staat. In seiner schädlichsten Form argumentiert er, dass wenn nur Israel nicht existiere, viele der Probleme dieser Welt verschwinden würden.

Heißt das, dass Israel über jede Kritik erhaben ist? Natürlich nicht. Israel, wie jede andere Demokratie, hat seine Unzulänglichkeiten, aber wie sind bemüht, sie durch Debatte und Untersuchung zu korrigieren. Israel verfügt über unabhängige Gerichte, Rechtsstaatlichkeit, eine freie Presse und eine lebhafte parlamentarische Debatte – glauben Sie mir, sie ist sehr lebhaft.

Aber Israel sollte nach den gleichen Standards beurteilt werden, die für alle Nationen gelten und Beschuldigungen gegenüber Israel sollten auf Fakten basieren. Eine Beschuldigung, die dies zum Beispiel nicht tut, ist die, dass die Juden in ihrem Heimatland fremde Kolonialisten seien, eine der größten Lügen der modernen Zeit.

Die Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und dem Staate Israel ist nicht von der Hand zu weisen. Die Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und Jerusalem ist nicht zu leugnen. Das jüdische Volk hat vor 3.000 Jahren in Jerusalem gebaut, und das jüdische Volk baut heute in Jerusalem.

Jerusalem ist keine Siedlung. Jerusalem ist unsere Hauptstadt.

In Jerusalem behält meine Regierung die Politik aller israelischen Regierungen seit 1967 bei. Dazu gehören die Regierungen unter Golda Meir, Menachem Begin und Yitzhak Rabin. Heute leben fast eine viertel Million Juden – annähernd die Hälfte der jüdischen Bevölkerung der Stadt – in Stadtteilen, welche unmittelbar hinter den Waffenstillstandslinien von 1949 liegen. All diese Stadtteile sind mit dem Auto fünf Minuten von der Knesset entfernt. Sie sind ein integraler und unentwirrbarer Teil des modernen Jerusalems. Jeder weiß, dass diese Stadtteile in jedem abgeschlossenen Friedensvertrag zu Israel gehören werden. Deshalb bedeutet es, dort nicht zu bauen, die Möglichkeit einer Zweistaatenlösung unmöglich zu machen.

Nichts ist im Nahen Osten seltener als die Toleranz für den Glauben der anderen. Nur unter israelischer Souveränität ist in Jerusalem die religiöse Freiheit aller Glaubensrichtungen garantiert. Während wir unsere Heimat in Ehren halten, anerkennen wir gleichzeitig, dass dort auch Palästinenser leben. Wir möchten sie nicht regieren. Wir möchten ihnen nichts vorschreiben. Wir möchten sie als Nachbarn, die in Sicherheit, Würde und Frieden leben. Und doch wird Israel ungerechtfertigt beschuldigt, nicht in Frieden mit den Palästinensern leben zu wollen. Nichts könnte der Wahrheit ferner stehen.

Meine Regierung hat dauerhaft in Worten und Taten gezeigt, dass sie dem Frieden verpflichtet ist. Vom ersten Tag an haben wir die Palästinensische Autonomiebehörde aufgerufen, ohne Verzögerung in Friedensverhandlungen mit uns zu treten. Ich mache denselben Aufruf heute. Präsident Abbas, kommen Sie und verhandeln Sie über den Frieden. Führungspersönlichkeiten, die ernsthaft Frieden wollen, sollten von Angesicht zu Angesicht zusammen sitzen.

Natürlich können die USA den Verhandlungsparteien helfen, ihre Probleme zu lösen. Sie können aber nicht die Probleme für die Parteien lösen. Frieden kann nicht von außen auferlegt werden. Er kann nur durch direkte Verhandlungen erzielt werden, in denen wir gegenseitiges Vertrauen aufbauen.

Im vergangenen Jahr sprach ich über eine Friedensvision, in der ein entmilitarisierter palästinensischer Staat den jüdischen Staat anerkennt. So, wie die Palästinenser von Israel erwarten anerkannt zu werden, erwarten wir von den Palästinensern, den jüdischen Staat anzuerkennen.

Meine Regierung hat hunderte von Straßenblockaden, Absperrungen und Checkpoints entfernt, um den Palästinensern die Fortbewegung zu erleichtern. Als Resultat haben wir geholfen, die palästinensische Wirtschaft anzukurbeln (Cafés, Restaurants, Unternehmen, sogar Mulitplex-Kinos). Und wir haben ein beispielloses Moratorium zum israelischen Bauen in Judäa und Samaria verabschiedet.

Das ist, was meine Regierung für den Frieden getan hat. Was hat die Palästinensische Autonomiebehörde für den Frieden getan? Nun, sie hat Vorbedingungen an die Friedensgespräche gestellt, führte eine unerbitterte internationale Kampagne, um Israels Legitimität zu untergraben, und verbreitete den notorischen Goldstone-Bericht, welcher Israel fälschlicherweise beschuldigt, Kriegsverbrechen begangen zu haben. Genauer gesagt, findet diese Verbreitung zu diesem Zeitpunkt bei der UN statt, in einem Gremium, das grotesker Weise UN Menschenrechtsrat heißt.

Leider macht die Palästinensische Autonomiebehörde auch weiterhin Stimmung gegen Israel. Vor einigen Tagen wurde ein öffentlicher Platz in Ramallah nach einer Terroristin benannt, die 37 israelische Zivilisten umgebracht hatte – darunter 13 Kinder. Die Palästinensische Autonomiebehörde hat nichts dagegen unternommen.

Frieden verlangt Gegenseitigkeit. Er kann keine Einbahnstraße sein, in der nur Israelis Zugeständnisse machen. Israel ist bereit, die für einen Frieden nötigen Kompromisse zu machen. Aber wir erwarten von den Palästinensern ebenfalls Kompromissbereitschaft. Es gibt nur eine Sache, in der wir nie zu Kompromissen bereit sein werden – unsere Sicherheit.

Ein Friedensabkommen mit den Palästinensern muss effektive Sicherheitsabsprachen vor Ort beinhalten. Israel muss sicher sein, dass das, was im Libanon und im Gaza-Streifen geschehen ist, nicht wieder in der Westbank geschehen wird.

Israels größtes Sicherheitsproblem mit dem Libanon ist nicht die Grenze zum Libanon. Es ist die libanesische Grenze zu Syrien, über die der Iran und Syrien zehntausende Waffen der Hisbollah schmuggelt.

Israels größtes Sicherheitsproblem mit Gaza ist nicht die Grenze zum Gaza-Streifen. Es ist die Grenze von Gaza zu Ägypten, unter der annähernd 1.000 Tunnel gegraben wurden, um Waffen zu schmuggeln. Die Erfahrung lehrt uns, dass nur die Anwesenheit von Israel dem Waffenschmuggel vorbeugen kann. Das ist der Grund, warum ein Friedensvertrag mit den Palästinensern die israelische Präsenz an der östlichen Grenze eines zukünftigen palästinensischen Staates beinhalten muss.

Wenn sich der Frieden mit den Palästinensern als dauerhaft erweist, können wir die Sicherheitsabsprachen neu überdenken. Wir sind bereit, Risiken für den Frieden einzugehen, aber wir werden nicht waghalsig mit dem Leben unserer Bürger und der Existenz des einzigen jüdischen Staates umgehen.

Die Bürger Israels möchten eine Zukunft, in der unsere Kinder die Grauen des Krieges nicht mehr erleben müssen. Wir möchten eine Zukunft in der Israel sein volles Potenzial als globales Technologiezentrum ausschöpfen kann, gebunden an seine Werte und den Frieden mit seinen Nachbarn.

Ich habe die Vision von einem Israel, das noch mehr von seiner Kreativität und naturwissenschaftlichen Talent dafür aufwenden kann, große Herausforderungen dieser Tage zu lösen. Eine der wichtigsten ist die, eine saubere und preiswerte Alternative zum Öl zu finden. Und wenn wir diese Alternative gefunden haben, werden wir aufhören Hunderte von Milliarden Dollar an radikale Regime zu überweisen, die Terrororganisationen unterstützen.

Unsere und Ihre Soldaten kämpfen gegen fanatische Regime, die unsere gemeinsamen Werte verabscheuen. In den Augen dieser Fanatiker sind wir Sie und Sie sind wir. Der einzige Unterschied in ihren Augen ist, dass Sie groß sind und wir klein. Sie sind der große Satan, wir sind der kleine Satan. Dieser fanatische Hass gegenüber westlichen Zivilisationen bestand schon über tausend Jahre vor der Gründung Israels.

Der militante Islam hasst den Westen nicht wegen Israel. Er hasst Israel wegen des Westens; weil er Israel als Außenstelle von Freiheit und Demokratie sieht, die seine Ausbreitung im Nahen Osten verhindert.
Das bedeutet, dass Israel, wenn es einem Feind gegenübersteht, einem Feind Amerikas gegenüber steht.

Harry Truman, der erste Präsident, der Israel anerkannte, sagte Folgendes: „Ich habe Vertrauen in Israel und ich glaube an seine große Zukunft – nicht nur als eine weitere souveräne Nation, sondern als die Verkörperung der großen Ideale unserer Zivilisation.“

Original-Rede in englischer Sprache

70 Kommentare zu “„Jerusalem ist keine Siedlung sondern unsere Hauptstadt“

  1. >>> Die Juden waren und sind Opfer, die Palästinenser aber auch.

    Nein! Die Juden denken gar nicht daran, sich mit der Opferrolle abzufinden, auch wenn es vielen „ehrbaren Antisemiten“ so passen würde. Die Palästinenser hingegen suhlen sich regelrecht in ihrer Opferrolle.

    >>> [Die] Führung der arabischen Muslimischen Welt hat die Schna[u]tze voll von den radikalen Palästinensern

    Woran machst du DAS jetzt fest???

    >>> die westliche Welt hat die Schnauze voll von den radikalen Israelis.

    Ich vermute, das beruht auf Gegenseitigkeit.

  2. @Denn Kosteli

    „Dann sollten die Israelis nicht setig ihr Gebiet vergrößern, weil ich glaube kaum, dass sich die Lage dadurch verbessert! “

    Auch hier sollten sie sich etwas ausführlicher informieren… durch die Räumung von Sinai und Gazastreifen hat Israel sein Gebiet erheblich *verkleinert*. Vergleichen sie z.B. einfach mal die Fläche des Staates Israel mit der Größe des Krügernationalparks… aber ein Reservat für Juden geht für Einige garnicht.

    Das mit dem „Loswerden der Palästinenser“ wird tatsächlich kontrovers disskutiert – wenn alle Juden aus den arabischen Ländern vertrieben wurden, wenn die Palästinenser darauf bestehen, daß ihr Gebiet vollständig ohne Juden (und Christen…) sein muß – ist es dann nicht „irgendwie“ gerecht, wenn die israelischen Araber zu Bürgern eines arabischen/palästinensischen Staates werden!? Aber wie gesagt, informieren sie sich, eine übergroße Mehrheit der Israeli ist gegen solche Aktionen – selbst der angebliche Nazi Liebermann fordert nur, den arabischen Israeli eine Wahl zu ermöglichen: Israeli oder Palästinenser (wobei Gebiete mit israelischen Arabern die zu Palästina wollen gegen Gebiete mit jüdischen Siedlern die keine Palästinenser werden wollen ausgetauscht werden).

    PS – zu den „Kindern auf beiden Seiten: Für mich macht es schon einen Unterschied, ob 13-15jährige Kinder in eine Discothek oder einem Schulbus – oder eben als bewaffnete und vermummte Kindersoldaten der Hamas, bewaffnet mit Maschinenpistole/RPG ums Leben kommen.

  3. @ Yael
    Hast recht, habe ich auch von gehört, dass ist traurig. Aber hast du davon gehört, dass in Palästinenser in Wirklichkeit von israelischen Siedlern und Soldaten erschossen werden? Das die Palästineser Israelis erschiessen steht ausser Frage, anders herum stehts aber auch ausser Frage.
    Und ich glaube im letzten Jahr wurden mehr Palästinenser vertrieben als 30 Familien! Wesentlich mehr!

    @ Willow
    Dann sollten die Israelis nicht setig ihr Gebiet vergrößern, weil ich glaube kaum, dass sich die Lage dadurch verbessert! Es gibt auch Israelis die Tag und Nacht daran arbeiten wie sie sich der Palästinenser entledigen können.

    NOCHMAL!!!! Die Juden waren und sind Opfer, die Palästinenser aber auch. Wenn jeder auf sein vermeintliches Recht bestehen würde gäbe es Weltkrieg! Hier werde ich so ziemlich bestätigt, IHR seid das Problem, IHR seid das Hinderniss für Frieden! IHR wollt die anderen fertig machen, weil IHR glaubt das die anderen die Bösen sind. Mit IHR meine ich die Moslems UND die Juden die NUR beim anderen das Problem sehen WOLLEN!
    Aber eines versichere ich ALLEN, der Führung der arabischen Muslimischen Welt hat die Schnatze voll von den radikalen Palästinensern, und die westliche Welt hat die Schnauze voll von den radikalen Israelis.
    Wo kein Wille da kein Weg! Wohin das führt habe ich bereits zum anfang dieses schweren Dialogs – z.T. Monologs – bekannt gegeben. Solche Leute mit der Einstellung wie ihr sind schuld das Gaza eingezäunt ist, dass Kinder auf beiden Seiten getötet werden, dass es keinen Frieden gibt. Ihr solltet euch schämen! So wird das nichts mit einem Israel oder einem Palästina!

    MfG

  4. Denn Kosteli, Israel ist von Feinden umgeben, die Tag und Nacht daran arbeiten, Israel zu vernichten. Wer da die gleichen Maßstäbe anlegt wie an Schweden oder die Schweiz…

    Wobei es durchaus interessant wär, wie die Schweden reagieren würden, wenn sie jahrelangem Raketen- und Mörserbeschuß ausgesetzt wären. Ich finde, daran gemessen schlägt sich Israel nicht mal schlecht.

    Übrigens, etwa die Hälfte der Israelis wurde aus arabischen Ländern vertrieben – nix „Europäer“. Aber wozu Informationen, wenn man doch seine Vorurteile hat.

  5. „Nehmen wir Schweden als Maßstab, kommt Israel keineswegs gut davon ( Sperrzaun, Enteignung, Tötungen, Militärzensur etc.) Also, was ist der Maßstab?“

    Das ist heute Schweden:

    Skandinaviens Juden fühlen sich nicht mehr sicher

    Zwischen Dänemark und Norwegen steigt die Anzahl antisemitischer Übergriffe. An norwegischen Schulen bekommen jüdische Schüler gelbe Sterne auf den Rücken geklebt und müssen hören, dass “alle Juden erschossen“ gehören.
    Aus Malmö sind im letzten Jahr 30 jüdische Familien ausgewandert, weil ihnen die ständigen Schikanen, denen sie ausgesetzt waren, zu viel wurden. In ganz Skandinavien klagen die jüdischen Gemeinden über zunehmende Übergriffe und dass die Verantwortlichen das Problem ignorieren.

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/546769/index.do?_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/index.do

  6. @ willow
    Jacob ist dir vorraus, wenn auch nur unter Vorbehalt, in dem er auf andere Staaten verweist.
    Das es viele jüdische Israelis gibt die gute Ansichten haben weiß ich. Aber hier geht es um solche Bremsen wie dir!

    @ Jacob
    Mit Sicherheit haben Minderheiten in Israel mehr Rechte als Minderheiten oder Frauen im Palästinensergebiet. Aber was ist der Maßstab? Wenn wir die Taliban nehmen ist die Hamas das Vorzeigebild einer Demokratie!!!
    Nehmen wir Schweden als Maßstab, kommt Israel keineswegs gut davon ( Sperrzaun, Enteignung, Tötungen, Militärzensur etc.) Also, was ist der Maßstab?
    Leider ist die Situation im Nahen Osten ein Dilemma! Beide Völker beanspruchen das selbe Stück Land, und beide Seiten meinen den Ursprung der anderen historisch entdeckt zu haben. Die Israelis sind eigentlich Euopäer, und die Palästinenser sind eigentlich Jordanier, Syrer, Ägypter etc. Ich behaupte ganz fest, beides ist richtig und beides ist falsch! Fazit: Es kann keine Pauschalisierungen geben! Das nennt man Reduktion der Komplexität einer Situation! Ist ein Jude der als Europäer zum Judentum konvertiert ist ein Israeli? Ist ein Syrer, der ins britische Kolonialgebiet gezogen ist ein Palästinenser?

    Der Verweis auf das „Problem“ mit den Migranten in europäischen Staaten ist qualitativ gänzlich von dem „Problem“ in Israel verschieden. Es ist ja nicht so, dass es immer schon Araber in Europa gab, Israel dagegen war lange Zeit der Nährboden einer mehrheitlich anderen Bevölkerungsgruppe als Juden. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. In Deutschland ist es „Abschiebung“, in Israel in den meisten Fällen „Vertreibung“, genau wie die „Vertreibung“ der Juden durch die Römer. Sobald ein Volk irgentwo über Generationen seßhaft geworden ist, ist es Vertreibung, und keine Abschiebung. Israel ist ein Präzedenzfall! Oder würde man es „Abschieben“ nennen wenn die nordamerikanischen Indianer die „neuen“ Amerikaner entfernen?

    MfG

  7. >>> Seht ihr eigentlich auch nur eine einizge VErfehlung Israels? Irgentein Krümmelchen Ungerechtigkeit?

    Natürlich. Israel ist weit davon entfernt perfekt zu sein. Dass bspw. muslimische Araber in Israel trotz allem noch nicht gleichgestellt sind, ist doch kein Geheimnis. Da muss sich noch einiges tun. (Dieses Problem teilt Israel im Übrigen mit vielen anderen westlichen Ländern. Werden diese deswegen als „rassistisch“ oder „Apartheidstaat“ bezeichnet, wie es mit Israel geschieht? Spricht man z. B. Deutschland das Existenzrecht ab, weil es mit der Integration der muslimischen Migranten dort nicht so recht klappen will?)

    Allerdings musst auch du zugeben, dass du als Muslim in Israel weitaus mehr Freiheiten, Rechte und Privilegien genießt als deine Glaubensgenossen in den autonomen Palästinensergebieten (insbesondere wenn du eine Frau bist). Oder?

  8. „“In Tel Aviv ist neulich sogar eine israelische Araberin zur ordentlichen Professorin ernannt worden. Wie rassistisch!”
    Die Betonung liegt auf EINE, und dass wurde auch Zeit! Ja, dass ist rassistisch, wenn bisher noch kein Araber gelehrt hat. Was soll es denn sonst sein? Nenn mir eine vernünftige Begründung.“

    Informieren sie sich einfach… selbstverständlich gibt es sehr viel mehr arabische Professoren als nur diese Eine. Genau darum geht es doch – der Anteil sowohl der „arabischen“ Studierenden als auch der „arabischen“ Dozenten entspricht ziemlich exakt dem Bevölkerungsanteil – mit all seinen regionalen Streuungen.

    „Ich kenne aber kein muslmisches Land, in dem ne Volksgruppe im Käfig gehalten wird, die wenn sie keine Tunnel hätten krepieren würden, weil dort keine Nahrung ankommen würde. Oder irre ich mich, bitte kläre mich auf! “

    Gerne! Kannst du sogar twittern:

    126 trucks of humanitarian aid have entered #Gaza today through the Kerem Shalom Xing

    April 6th: 168 trucks/4,671 tons of humanitarian aid + 185,010 liters of diesel fuel were imported into #Gaza.

    273 trucks of humanitarian aid to enter #Gaza Strip today. Erez Xing open. 2:11 AM Apr 7th

    http://twitter.com/IDFSpokesperson

    „Seht ihr eigentlich auch nur eine einizge VErfehlung Israels? Irgentein Krümmelchen Ungerechtigkeit? “

    Geh auf eine beliebige israelische Tageszeitung – da findest du Kritik und Anprangerung von Verfehlungen pur! Allerdings -im Gegensatz zu hier- auch Hinweise zu Massenhinrichtungen durch Hamas oder das Benennen von Straßen und Plätzen nach „verdienten“ Terroristen duch die Fatah.

    und zu den Nationalstaaten – solange es über 20 arabische Nationalstaaten gibt, warum nicht auch einen einzigen, klitzekleinen jüdischen? Zumal sich das mit der Zufluchtsstätte für verfolgte Juden ja keinesfalls „erledigt“ hat – nach wie vor werden Juden vertrieben.

  9. @ Jacob P.

    „So! Nun geh und erzähl das mal den fanatischen Muselmanen. In Israel hätten sie nämlich genau DAZU die Möglichkeit, wenn sie nur wollten.“

    Geh mal zu DEN!!! Ich bin auch Muselmane, und mich würd es nicht stören. Sicherlich hast du recht, dass es viele von den Palästinensern stört, aber genauso würde es viele jüdische Israelis stören. Und bitte, verwende doch neutrale Worte und net „Muselmanen“. Was soll das?

    „In Tel Aviv ist neulich sogar eine israelische Araberin zur ordentlichen Professorin ernannt worden. Wie rassistisch!“
    Die Betonung liegt auf EINE, und dass wurde auch Zeit! Ja, dass ist rassistisch, wenn bisher noch kein Araber gelehrt hat. Was soll es denn sonst sein? Nenn mir eine vernünftige Begründung.

    willow

    @Denn Kosteli

    Es ist natürlich absoluter Zufall, daß sie ausgerechnet im Fall Israel finden, Nationalstaaten seien doof – und die Juden sollen sich nicht so haben, schließlich haben sie ja jahrhunderte Erfahrungen damit, wie es ist als Minderheit zu existieren.

    Nein, es ist kein Zufall, ich komme aus Bosnien, und ich finde es zum kotzen wie das dort läuft. 5Km fahrt, serbische Grenze, 5Km fahrt, kroatisch/bosnische Grenze, 5km fahrt kroatische Grenze usw. Wie behämmert ist das denn?
    Nationalismus ist gänzlich behämmert! Kram von gestern, da ist es mir schnuppe ob Jude, Moslem oder Chinese, Nationalismus ist BULLSHIT! Das sollte grade ein Jude verstehen, der 2000 Jahre und mehr Mutlikultur/nationalität in sich trägt, aber jeder andere auch!

    „Vielleicht sollten sie sich ja einfach mal informieren, gerade im arabisch/muslimischen Gebiet ist es irgendwie Tradition, daß Minderheiten nicht annähernd so fair behandelt werden wie die Israelis arabischer Herkunft in Israel. Ich behaupte sogar, daß die arabischen Israelis mehr Rechte und Freiheiten haben als “Normalbürger” in irgendeinem arabischen Land! Die warten auch nur darauf, endlich wieder rechtlose Untertanen eines arabischen Despoten zu werden…“

    Ja stimmt, und ist es deshalb richtiger was Israel mit den Palästinensern macht? Leid kann man nicht relativieren, Leid bleibt Leid! Ich kenne aber kein muslmisches Land, in dem ne Volksgruppe im Käfig gehalten wird, die wenn sie keine Tunnel hätten krepieren würden, weil dort keine Nahrung ankommen würde. Oder irre ich mich, bitte kläre mich auf!

    @ Jacob und willow
    Ich sehe, welchen Mist den einige ( Muslime) bauen, dass gebe ich auch gerne zu, warum auch nicht, ist ja so! Aber was ist mit euch? Seht ihr eigentlich auch nur eine einizge VErfehlung Israels? Irgentein Krümmelchen Ungerechtigkeit?

    MfG

  10. Jemand wie Koshiro oder Jane, der niemals Israel live erlebte iund sein verzehrtes Israelbild aus merkwüdigen Quellen bezieht, wird nie eine Wahrheit über Israel erfahren. Und auch nicht, wenn die Moderatoren bei Hagalil ihren Kommentaren freundlich gesinnt sind und sie freigeben. Dann denken sich diese komsischen Gestallten wie Jane oder Koshiro oder wie sie alle zu nennen mögen, dass sie im Recht sind, weil sie ihre antiisraelischen Kommentare bei einem Israeli wie Herr Gal posten dürfen.
    Das ist aber falsch. Herr Gal erlaubt jedem Idioten wie Koshiro oder Jane ihre Erzeugnisse hier zu posten.

  11. Was ich gerade auch in einem anderen Kommentar geschrieben habe: Ein funktionierender „Zwergstaat Jerusalem“, der gänzlich von Israel und Palästina unabhängig ist, aber dennoch beiden Staaten als Hauptstadt und Regierungssitz dient, könnte eine produktive Lösung sein.

  12. Ach Koshiro… informieren sie sich einfach:

    http://www.welt.de/debatte/kolumnen/Brennpunkt-Nahost/article6061957/Palaestinenser-die-Israel-den-Vorzug-geben.html

    „Einer gängigen Meinung zufolge wünschen sich die in Ost-Jerusalem lebenden Palästinenser nichts sehnlicher als die Übergabe ihrer Stadtbezirke an die Palästinensische Autonomiebehörde. Das Gegenteil ist der Fall: Die Mehrheit der Palästinenser weiß die Vorteile eines Lebens unter israelischer Herrschaft durchaus zu schätzen.“

    Und genau deshalb haben sich, seit es tatsächlich echte Chancen auf einen Palästinenserstaat gibt, zigtausende „israelische Palästinenser“ einen „richtigen“ israelischen Personalausweis besorgt. Immer dann, wenn z.B. die Übergabe einiger Viertel (Ost-)Jerusalems an die PA als vertrauensbildende Maßnahme auch nur im Gespräch war, bildeten sich seeehr lange Schlange vor den entsprechenden Behörden.

    Dadurch werden aber „israelische Palästinenser“ zu „arabischen Israelis“ – es ist also irgendwie richtig, daß die „israelischen Palästinenser“ nur „Residents“ sind… was aber eben nicht automatisch bedeutet, daß eine Mehrheit des arabischen Bevölkerungsanteils in „Ostjerusalem“ Palästinenser sind.

    Vielleicht einfach mal den verlinkten Artikel lesen…

  13. „(etwa ein Drittel mit Staatsbürgerschaft, Rest Residents)“
    Wo kommen diese Zahlen her?

    „bekanntlich wollen ja auch von den Arabern mit Resident-Status nur gaaanz wenige (weniger als 20%)“
    Und diese?

    Nein, Ihre dahingeschleuderten Behauptungen sind nicht bis zum Beweis des Gegenteils richtig. Und nein, ich nehme Ihnen nicht die Recherchearbeit ab.

    Lustig übrigens, daß Sie jetzt nach aktuellen Zahlen fragen und damit gleich mal klarstellen, daß Sie sich Ihre vorhergehende Aussage einfach aufgrund von Hörensagen aus den Fingern gesaugt haben.

  14. @simcha

    Hast du verläßliche *aktuelle* Zahlen? Den von dir geschilderten Zustand (etwa ein Drittel mit Staatsbürgerschaft, Rest Residents) kannte ich bis in die 90er hinein… danach, insbesondere ab ca. 2000, sollen aber extrem viele Araber aus Ostjerusalem die israelische Staatsbürgerschaft beantragt (und bekommen) haben – bekanntlich wollen ja auch von den Arabern mit Resident-Status nur gaaanz wenige (weniger als 20%) unter palästinensische Obrigkeit kommen…

  15. es ist richtig, daß die überwiegende mehrheit der palästinenser ist ostjerusalem keine israelische staatsbürgerschaft haben. aber sie könnten sie erweben, wenn sie wollten und damit zum beispiel an den wahlen der knesset teilnehmen. palästinenser in ostjerusalem werden ihnen erzählen, daß sie aus religiösen gründen keine israelische staatsbürgerschaft annehmen dürfen und wenn sie sie annehmen, werden sie sehr oft als verräter angesehen. nichtsdestotrotz beantragen palästinenser immer wieder die staatsbürgerschaft.

  16. @Denn Kosteli

    Es ist natürlich absoluter Zufall, daß sie ausgerechnet im Fall Israel finden, Nationalstaaten seien doof – und die Juden sollen sich nicht so haben, schließlich haben sie ja jahrhunderte Erfahrungen damit, wie es ist als Minderheit zu existieren.

    Vielleicht sollten sie sich ja einfach mal informieren, gerade im arabisch/muslimischen Gebiet ist es irgendwie Tradition, daß Minderheiten nicht annähernd so fair behandelt werden wie die Israelis arabischer Herkunft in Israel. Ich behaupte sogar, daß die arabischen Israelis mehr Rechte und Freiheiten haben als „Normalbürger“ in irgendeinem arabischen Land! Die warten auch nur darauf, endlich wieder rechtlose Untertanen eines arabischen Despoten zu werden…

    Wer sich da auf Wikipedia verläßt… naja.

  17. >>> Wenn es nach mir gehen würde, würde es kein Israel und kein Palästina geben, sondern 1 Staat, in der die Menschen mit ihren unterschiedlichen Kulturen zusammen leben!

    Du willst also EINEN Staat haben, in dem die Menschen mit ihren unterschiedlichen Kulturen zusammenleben können.

    So! Nun geh und erzähl das mal den fanatischen Muselmanen. In Israel hätten sie nämlich genau DAZU die Möglichkeit, wenn sie nur wollten.

    (In Tel Aviv ist neulich sogar eine israelische Araberin zur ordentlichen Professorin ernannt worden. Wie rassistisch!)

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