Ariel Scharon: Seit vier Jahren im Koma

Israels früherer Premierminister Ariel Scharon liegt nun bereits seit vier Jahren im Koma – in der Nacht zum 5. Januar 2006 hatte er einen Schlaganfall erlitten. Obwohl aus medizinischer Sicht nur wenige Chancen bestehen, hoffen Angehörige, Freunde und Kollegen weiter darauf, dass der Politiker das Bewusstsein wiedererlangt…

Von D. Nowak, inn v. 04.01.2010

Wie Ra´anan Gissin, ein Freund und früherer Sprecher des Ex-Premiers, gegenüber Journalisten sagte, sei Scharon nicht mit einem Atemgerät verbunden. Lediglich nachts benötige er gelegentlich eine Sauerstoffmaske. „Es gibt immer noch keine physiologische Veränderung. Sein Körper funktioniert, aber er hat immer noch nicht das Bewusstsein wiedererlangt“, so Gissin. Er sowie die Angehörigen und viele ehemalige Mitarbeiter Scharons, hoffen jedoch weiter und besuchen den mittlerweile 81-Jährigen regelmäßig, heißt es laut der Tageszeitung „Ha´aretz“.

Der im Ausland oft als Hardliner und „Bulldozer“ verschrieene Scharon hatte im Sommer 2005 einseitig die Räumung der israelischen Siedlungen im Gazastreifen angeordnet. Er regierte Israel von 2001 bis zum abrupten Ende seiner Karriere im Januar 2006. Sein Nachfolger wurde Ehud Olmert.

66 Kommentare zu “Ariel Scharon: Seit vier Jahren im Koma

  1. Das haben die Deutschen mit den PaliArabern gemeinsam. Immer ist der andere an eigenem Versagen  Schuld.
    Was ist der Unterschied zwischen den Deutschen und Leser140?
    – Die Deutschen scheinen es wenigstens zu erkennen, wenn sie versagt haben.
     
    Wenigstens bin ich kein Antisemit…
    – Was für ein Zufall!
     
    Lieber Leser140,
    Sie können von mir noch 100 solcher „Bonmots“ bekommen – Ihre Kommentare sind die reinste Fundgrube dafür!
     
    Aber ich bin weder kleinlich noch nachtragend: Eine ehrlich gemeinte Entschuldigung für Ihre sexistischen Bemerkungen würde mir vollkommen ausreichen… Und wenn Sie es nicht über’s Herz bringen, sich bei mir zu entschuldigen, dann entschuldigen Sie sich wenigstens bei Yael dafür. Lassen Sie uns diesem unwürdigen Schauspiel ein Ende bereiten!
     
    Mittlerweile haben Sie von genügend Leuten einen Wink mit dem Zaunpfahl erhalten, daß niemand Ihr pubertäres Gequatsche hier lesen will – auch von Leuten, die Sie mehr respektieren als mich… Also, gehen Sie in sich und denken Sie mal darüber nach, was Sie in letzter Zeit hier so alles geschrieben haben! Mußte das sein? Versuchen Sie, Ihre Ressentiments gegenüber Frauen, Homosexuellen, Moslems, Deutschen usw. etwas weniger deutlich zur Schau zu stellen bzw. etwas besser in den Griff zu kriegen: Denn sonst schaden Sie nur sich und dem Ansehen der Sache, für die Sie doch eigentlich kämpfen wollen.
     
    Von mir aus also Schwamm drüber, wenn sich Ihre Tonart in Zukunft – auch anderen gegenüber – deutlich ändert!

  2. @ Yael
    Ich kann gut verstehen, dass Sie mit Esther nicht gut können, ich kann es auch nicht und sie mit mir auch nicht. Das ist eben manchmal eine Sympathiefrage, aber antisemitisch eingestellt ist sie zum Beispiel ganz sicher nicht.
     
    Danke, Yael. Ich denke, der Spalt zwischen uns ist gar nicht so breit. Vielleicht können wir ihn irgendwann schließen. Ich werd‘ mich bemühen (und Ihnen nicht den Rang als HaGalil-Gouvernante ablaufen). 😉

  3. Grundsätzliche Anmerkung für diejenigen, die sich ihren Teil dabei denken:

    Niemand muß hier mit irgendjemandem diskutieren – darum geht es überhaupt nicht. Jeder kann sich seine Gesprächspartner nach den willkürlichsten Kriterien auswählen, zu denen er Lust hat… Bei meinem „Auch diskutiere ich nie mit Nichtjuden über Israel“ -Beispiel geht es darum, daß man pauschal eine ganze Personengruppe aufgrund rein äußerlicher Merkmale, die nichts mit ihrer Befähigung zu tun haben, nichts mit ihren charakterlichen, intellektuellen oder sonstigen Qualitäten von einer Diskussion von vornherein ausschließt… Denn genau da beginnt das Ressentiment!

    Ich glaube, jim, „Schlicke“ und vermutlich Yael haben verstanden, worum es mir geht… und hoffe natürlich, daß es nicht die einzigen sind.

  4. „Ich hatte den kurzen Link, auf den ich bezugnehme, schließlich beigefügt und Sie hätten das Mißverständnis sofort aufklären können.“
     
    Das ist schon richtig, aber ich war erst einmal sehr erschrocken und in auch noch in Zeitnot, so dass ich mir den Link gar nicht angesehen habe. Erst nachdem ich nach meinem Job wieder am Computer saß, viel mir der Link erst richtig auf. Deshalb meine verspätete Richtigstellung.
     
    Sexismus ist natürlich nicht in Ordnung, das habe ich auch nicht gemeint. Mir kam Ihr Posting nur so komisch abgedreht vor, ich wusste einfach erst mal nicht, was da plötzlich los ist. Kohldampf und Co haben mir doch mehr auf den Magen geschlagen als ich dachte.
     
     

  5. @ Schulamith
    Es freut mich sehr, daß Sie sich von der Schulamith auf dem HaGalil-Forum distanzieren – bzw. von der, die dort vor einem Jahr geschrieben hat. Warum sind Sie nicht auf die Idee gekommen, das gleich in Ihrem ersten posting zu schreiben? Ich hatte den kurzen Link, auf den ich bezugnehme, schließlich beigefügt und Sie hätten das Mißverständnis sofort aufklären können.
     
    Aufgrund gewisser Ähnlichkeiten in Argumentation und Stil hatte ich Sie tatsächlich für dieselbe Schulamith gehalten: Nun, nobody is perfect. Ich bitte daher in aller Form um Entschuldigung, Sie verwechselt zu haben!
     
    Glauben auch Sie zur Abwechslung mal an das Gute im Menschen: Wenn ich solche Kommentare wie den zuletzt an Sie gerichteten schreibe, geht es mir nicht darum, irgendjemanden an den Pranger zu stellen. Ich halte es nur für schlechten Stil, ständig irgendwelche Behauptungen aufzustellen, ohne sie belegen bzw. beweisen zu können… Deshalb bringe ich zur Illustration dessen, was ich meine, gerne auch Beispiele (bzw. könnte es zumeist).
     
    Von meinem Kommentar habe ich inhaltlich – abgesehen davon, daß ich Sie verwechselt habe – nichts zurückzunehmen: Auf dem HaGalil-Forum geistert eine Schulamith herum, die sich als Jüdin ausgibt und ein ziemlich massives Ressentiment besitzt. Wenn jetzt hier noch eine Schulamith auftauchen sollte, um dazu Stellung zu nehmen, können wir auch nicht wissen, ob es die Richtige ist (außer sie würde vielleicht noch mehr Ressentiments von sich geben).
     
    Im übrigen kann es manchmal ganz gut sein, über bestehende Ressentiments offen zu sprechen (wobei es natürlich darauf ankommt, in welcher Form und zu welchem Zweck dies geschieht): Viele denken sich das gleiche, sagen es nur nicht… Vielleicht kann das ein oder andere auf diesem Wege auch überwunden oder zumindest entschärft werden.
     
    Eine Frage habe ich allerdings noch:
    Hagalil steht für den Kampf und die Aufklärung gegen Antisemitismus und Rassismus.
     
    Heißt das, Sexismus ist o.k.? Warum solidarisieren Sie sich mit jemandem wie Leser140? Sie sehen doch, daß das bei ihm kein einmaliger Ausrutscher war! Aus jedem seiner Kommentare kann man ein Beispiel nehmen – sogar aus seinem letzten an Yael, worin er vorgibt, verstanden zu haben.

  6. @Dear Yael,
     
    meine Theorie ist, dass sich die Frauen ihre Frigidität mit Antisemitismus kompensieren. Das habe aufgrund meiner empirischen Studien in Erfahrung gebracht. Mit Chauvinismus gegen Frauen hat das nichts zu tun. Erhlich. Ich habe nichts gegen Frauen. Ich mag sie. Besonder wenn sie sich nicht über Themen äußern von denen sie keine Ahnung haben.
    Wissen Sie Yael, die meisten gut erzogenen Menschen hälten sich zurück mit dem Reden wenn sie vollen Mund haben. Aber die gleiche Menschen reden ungehemmt wenn sie leeren Kopf haben. Können Sie mir erklären warum?
    (merken Sie, dass ich „Menschen“ schreibe, nicht Frauen?) . Ich nehme Rücksicht auf Ihre Bitte.

  7. Bevor ich mich wieder verpiesle, doch noch ein kurzen Wort zum Thema momentan.
    @leser
    man kann natürlich auch mal deftig schreiben, was einem nicht gefällt (tut jeder, z.B., wenn einem die Antisemiten vermehrt extrem auf den Keks gehen, was sie übrigens seit Jahren tun, ich meine die wirklich harten Fälle wie Kissly, Kohldampf), jedoch wäre es für alle sehr viel angenehmer, wenn man sexuelle Anspielungen ecetera gegenüber Frauen einfach lässt.  Ich bin auch eine Frau und fühle mich bei solchen Sprüchen ebenso nicht sehr wohl. Ich kann gut verstehen, dass Sie mit Esther nicht gut können, ich kann es auch nicht und sie mit mir auch nicht. Das ist eben manchmal eine Sympathiefrage, aber antisemitisch eingestellt ist sie zum Beispiel ganz sicher nicht.  Macht es gut und beaggert euch nicht gegenseitig zu sehr.
    Ich bin dann mal weg. 😉

  8. PA-Führung distanziert sich nicht vom Terrorismus

    Die Führung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) fährt damit fort, gegen Israel zu hetzen und Terroristen zu preisen – trotz Israels unzähliger Versuche, sie zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch zu bewegen.

    Ein aktuelles Beispiel dafür ist Reaktion der PA auf die Ermordung von Rabbi Meir Avshalom Chai. Der 45jährige Chai aus Shavei Shomron, Bibel-Lehrer und Vater von sieben Kindern, war am 24. Dezember nahe Nablus in seinem Wagen von ihn überholenden Terroristen erschossen worden.

    Obwohl die al-Aqsa-Brigaden der Fatah die Verantwortung für den Anschlag übernahmen, fühlte sich kein Offizieller dazu bemüßigt, ihn zu verurteilen oder wenigstens den Hinterbliebenen sein Beileid auszusprechen. Im Gegenteil: PA-Präsident Mahmoud Abbas schickte einen Abgesandten zu den Familien der Terroristen (die getötet wurden, als sie sich ihrer Festnahme widersetzten), um jenen zu kondolieren und diese zu heiligen Märtyrern (Shahids) zu erklären.

    Der palästinensische Ministerpräsident Salam Fayad besuchte  – in Begleitung einer Delegation von Würdenträgern, PA-Ministern und dem Chef der palästinensischen Polizei – persönlich die Familien der Terroristen, wobei er deren versuchte Festnahme von Seiten Israels verurteilte.

    Weitere Beispiele für das aktuelle Festhalten der PA an Hetze und Terroristenverehrung gibt es unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/About+the+Ministry/Behind+the+Headlines/Palestinian_incitement_distances_peace_11-Jan-2010.htm

  9. @Jim,
    nicht jeder hatte so viel Glück im Leben so klug wie Sie geboren zu werden. Wenigstens bin ich kein Antisemit, was Ihr Weltbild ein wenig stört. Sie werfen Homophoben, Xenophoben und Chauvinisten in eine Schublade. Aber es ist nicht so, Jim. Nicht jeder der was gegen Arafat hat muss auch ein Antisemit sein. Nicht jeder der Jane oder Hanna.a für eine dumme Kuh hält, muss auch ein Israelhasser sein.

  10. Na ja, wie auch immer, ich suche mir die GesprächspartnerInnen selber aus.
    Aber ich will mal nicht so sein, weil mir dieser völlig unverständliche und dumme Angriff zwar normalerweise keiner Antwort würdig ist, aber die Gute schiebt mit etwas unter,  was ich hier nie  in dieser komischen Unterstellung geschrieben habe. Also wieso kommt diese Userin darauf, mich so plump anzugehen? Diese Frage soll sie sich aber besser selber beantworten.
    Auf die Idee nachzufragen, ob ich diese Schulamith bin,  kam sie nicht einmal. Allein dass zeigt mir:  Hier ist jemand, der für mich als Gesprächspartner zunächst nicht in Frage kommt.  Es sind zwei verschiedene Personen und wie ich nachlas, schreibt die eine nur im Hagalil-Forum und die andere – nämlich ich – bis her nur hier. Ich lese dort seit Jahren mit, das ist alles. Ich habe zwei Bekannte, die auch Schulamith heißen, stellen Sie sich mal vor, den Namen gibt es wie Sand am Meer.

    Esther, ich gebe Ihnen einen guten Rat: Kümmern Sie sich um Kohldampf und Konsorten, das nämlich ist eurer (nichtjüdisches) Problem. An denen können Sie sich abarbeiten bis zum Sankt Nimmerleinstag. Da habt ihr alle genug zu tun, um nicht ein Bild des Deutschen bei Hagalil weiter entstehen zu lassen, der sich schon überall im Internet sehr negativ herumgesprochen hat. Hagalil steht für den Kampf und die Aufklärung gegen Antisemitismus und Rassismus. Wenn Sie auch dafür stehen, haben Sie hier eine Menge Möglichkeiten. Wenn Sie ernsthafte Fragen an mich haben, beantworte ich sie mit bestem Gewissen gern, aber nicht mit diesem Ton und diesen Bösartigkeiten.
    Ansonsten habe ich an einen weiteren persönlichen Angriff kein Interesse.
     
     
     
     
     
     
     

  11. ich würde Ihnen empfehlen die Fingernägel kürzer zu schneiden. Sie wissen schon warum. Dann müssen sie die Befriedigung nicht bei Hagalil suchen.
     
     
    Ich würde sagen – es reicht!
     
    Was sind Sie doch für ein dummer Mensch?!
     
     
     

  12. „Was glauben Sie, was in diesem Laden wohl los wäre, wenn ich erklären würde, daß Juden für mich zu bestimmten Themen (oder am besten gleich überhaupt) nicht satisfaktionfähig seien?“
    ich würde Ihnen empfehlen die Fingernägel kürzer zu schneiden. Sie wissen schon warum. Dann müssen sie die Befriedigung nicht bei Hagalil suchen. Und Sie haben tatsächlich nichts aber gar nicht zu bestimmen mit wem Sie zu diskutieren möchten. Wenn jemand Sie für nicht diskussionsfähig hält, dann können sie ihn nicht zu einer Diskussion mit Ihnen zwingen. Ich würde mit so einer Person wie Sie bestimmt nicht über Juden oder Israel diskutieren. Wie können höhstens Kochrezepten für Humus mit Tachina austauschen. Für mehr sind sie nicht zu gebrauchen.

  13. @ Schulamith
    Bitte gestatten Sie, daß ich mich kurzfristig in Ihre Diskussion einschalte: Ich verfolge seit ca. einem Jahr relativ regelmäßig die Diskussionen hier bei HaGalil und muß leider sagen, daß ich in meinem ganzen Leben noch nie so vielen Menschen begegnet bin, die so vollgestopft sind mit Vorurteilen und Ressentiments wie hier die Verteter der sich als projüdisch und proisraelisch definierenden Seite. Man muß natürlich in Rechnung stellen, daß extrem antisemitische Statements wohl herausgefiltert werden und sich dadurch möglicherweise auch ein verzerrtes Gesamtbild ergibt.
     
    Ich hatte kaum drei Beiträge auf dem HaGalil-Forum gepostet, da erklärten Sie mir so nebenbei und ohne daß dies überhaupt das Thema war, daß Sie mit Nicht-Juden prinzipiell nicht über Israel diskutieren – aufgrund langjähriger negativer Erfahrungen, wie Sie hinzuzufügen nicht vergaßen. Inwieweit Ihre negativen Erfahrungen vielleicht nur darin bestanden, daß Sie die schlechteren Argumente hatten, blieb meiner Phantasie überlassen:
    http://forum.hagalil.com/cgi-bin/a/show.pl?tpc=279&post=179781#POST179781
     
    Worum handelt es sich bei Ihrer Erklärung, Schulamith? Um das Paradebeispiel eines Ressentiments! Wenn man mit einer bestimmten Personengruppe schlechte Erfahrungen gemacht hat – was ja durchaus möglich ist und was auch nicht außerhalb meines Vorstellungsvermögens liegt – dann sollte man vielleicht von vornherein definieren, unter welchen Voraussetzungen man zu einer Diskussion bereit wäre (z.B. Anerkennung des Existenzrechts Israels etc.). Sich aber hinzustellen und zu verkünden, daß man nie mit 99% der Menschheit über ein bestimmtes politisches Thema zu sprechen bereit sei, ist einfach nur ein diskriminierendes Ressentiment. Was glauben Sie, was in diesem Laden wohl los wäre, wenn ich erklären würde, daß Juden für mich zu bestimmten Themen (oder am besten gleich überhaupt) nicht satisfaktionfähig seien?

  14. @ Leser140
    Sie sollten meinen Eingangskommentar nicht als Bereitschaft interpretieren, mit Ihnen zu diskutieren… In der seelenverwandten Nestwärme der laufenden Diskussion waren Sie offensichtlich in der Lage, einige Sätze zu formulieren, die über eine gewisse innere Logik verfügen: Aufgrund ihres durchaus exemplarischen Charakters hatte ich deshalb zwei Punkte herausgegriffen, um sie zu kommentieren.

    Falls Sie auf diesem Forum ernsthaft als Diskussionspartner in Frage kommen wollen, können Sie ja ein bißchen persönliche Vergangenheitsbewältigung bezüglich Ihres sexistischen Links betreiben:
    http://test.hagalil.com/2009/10/27/wasserknappheit/comment-page-1/#comment-7042

    Ich habe nur ein wenig an Ihrer Oberfläche gekratzt und schon ist der Sexist zum Vorschein gekommen: Was mag wohl als nächstes auftauchen, wenn man etwas tiefer gräbt? Ja, wahrlich… es gibt noch andere Kollektive!

  15. Warum so weit schweifen, wenn das Offensichtliche so nah liegt:

    Bereits in den 80er Jahren entsteht eine weitere Form des Antisemitismus, die sich darüber rechtfertigt, selbst eine Schlussfolgerung aus dem Holocaust zu sein. Sie behauptet, aus einer besonderen deutschen Sensibilität und einer intensiven Auseinandersetzung mit Menschenrechten heraus Juden vor Rassismus warnen oder gar an der Realisation eines „Völkermordes an den Palästinensern“ hindern zu wollen. Eine besondere Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf den Staat Israel. Dessen jüdische BewohnerInnen und alle außerhalb Israels lebenden Juden und Jüdinnen werden zu einem Kollektivsubjekt homogenisiert, das für die Politik Israels verantwortlich gemacht wird. Indem man Israel mit dem nationalsozialistischen Deutschland gleichsetzt, wird die deutsche historische Verantwortung für die Verfolgung der Juden verkleinert. Die Deutschen, „die aus ihrer Geschichte gelernt haben“, werten sich selbst zu den moralisch besseren Menschen auf – sie kennen sich aus mit Völkermord.
     
     
    http://217.20.127.41/~tguv/baustein.dgb-bwt.de/C2/DieDeutschen.html
     
     
    Man dürfe zwar nicht jede Israelkritik als antisemitisch bewerten, heißt es weiter, aber man müsse „eine Israelkritik, die Vergleiche der israelischen Politik mit dem Nationalsozialismus anstellt und Israel die Absicht eines „Vernichtungskriegs“ unterstellt, in ihrem Kern als antisemitisch einstufen. Der Staat Israel steht hier stellvertretend für „die Juden“, die auf diesem Umweg von Opfern zu Tätern umdefiniert werden.“ Hinter dem überzogenen Vergleich kann natürlich der Versuch von Deutschen stehen, die Schuld zu mildern, indem man Deutsche und Juden auf die gleiche Ebene stellen will, wohl noch stärker dürfte aber das Motiv sein, dem Holocaust seine Einzigartigkeit zu nehmen, um so das deutsche Verbrechen zu mildern.
     
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24628/1.html
     
    „Eine Sprache wurde entwickelt, die ich Euro-Antisemitismus nennen möchte. Für einen Euro-Antisemiten ist es kein Widerspruch, der Opfer des Holocausts in tiefer Trauer zu gedenken und im nächsten Satz unter dem Vorwand der Israel-Kritik antisemitische Äußerungen von sich zu geben.“
     
    Imre Kertesz

    Theodor W. Adorno: „Zur Bekämpfung des Antisemitismus heute“, Vortrag von 1962: „Ein besonders hintersinniges Argument ist: ,Man darf ja gegen die Juden heute nichts sagen.‘ Es wird sozusagen gerade aus dem öffentlichen Tabu über den Antisemitismus ein Argument für den Antisemitismus gemacht: Wenn man nichts gegen die Juden sagen darf, dann – so läuft die assoziative Logik weiter – sei an dem, was man gegen sie sagen könnte, auch schon etwas dran. Wirksam ist hier ein Projektionsmechanismus: Dass die, welche die Verfolger waren und es potenziell heute noch sind, sich aufspielen, als wären sie die Verfolgten.“

  16. Nun  gut, auf diesen Mumpitz muß ich doch noch etwas erwähnen:
     
    Hans Dampf in allen antisemitischen Gassen: Das Thema haben Sie hier eingebracht und niemand anderer. Das Thema des Artikels ist ein anderes, was Sie bekanntermaßen erneut für Ihren primitiven Judenhaß mißbrauchen. Ich habe keine Bedüfnis mit Judenhassern über israelische Politik oder Scharon zu diskutieren, das sagt einem eigentlich schon der Menschenverstand. Daher haben Sie meine Meinung gar nicht vernommen und konstruieren sich etwas in Ihrem Wahn, der deutlich macht, daß Sie nicht alle Tassen im Schrank haben.  Capito,  Soziopath?
    Dann brauchen wir nicht weit in der Antisemitismusforschung nachzulesen, denn was Sie fabrizieren ist der Antisemitismusforschung schon längstens 😀 bekannt: Vergleiche und die Gleichsetzung der Nazis mit Israel ist Antisemitismus, etwas was Sie hier erneut und immer wieder  anschaulich demonstrieren. Ein Vergleich des Völkermordes an 6 Millionen Juden mit Sabra etc. verbietet sich jeden anständigen, moralischen Menschen, der Sie ganz sicher nicht sind.
     
    Aber daß Sie Lachnummer zugeben ein Antisemit zu sein, auch wenn die Begründung noch so saudämlich ist, ist immerhin ein Fortschritt. (Küsschen). 😀
     
    Was sind Sie nur für kleiner unbedeutender Wicht.
    Ich muß jetzt erst einmal herzlich über Ihr Pamphlet lachen. 😀

  17. Oh, ich gebe mich als Jüdin nur aus? Sagen Sie mal, Sie dummer Judenhasser geht es noch primitiver oder sind Sie tatsächlich so blöd, sich derart dumm zu artikulieren? Und Juden sind am Antisemitismus auch noch selber Schuld? Wie rassistisch sind Sie denn noch? Gibt es da etwa noch eine Steigerun. Teutone? Man mags gar nicht glauben.
    Sie brauchen wirklich dringens eine Psychotherapie, Herr Superarier.
    Aber seien Sie Dumpfkopf beruhigt: Ich sehe Judenhasser nicht als Representanten aller Deutscher. Baruch HaSchem gibt es in diesem Land genügend, die etwas im Kopf haben und Judenhassern wie Ihnen virtuell das Maul stopfen.

    Das Thema hier ist übrigens, dass Scharon seit 4 Jahren im Koma liegt und nicht die ewige gleiche Platte Ihres primitiven Judenhasses.
     
    Sie werden sicher einen Palästinenser finden, der Ihnen das vergnügt übersetzt: Kuss uchta! 😀 😀

  18. Ach herrje, was ist hier denn los? Ein einziger Kommentar über den Massenmörder und Kriegsverbrecher Ariel Sharon, und ganz plötzlich drehen alle am Rad. Ist Ariel Sharon in Israel vielleicht so etwas wie ein kleiner National-Heiliger, der tabu ist und der nicht kritisiert werden darf, selbst dann nicht, wenn er im Blutrausch gleich 69 Frauen und Kinder ermordet hat?

    Kein einziger hier findet Ariel Sharons Massaker an der Dorfbevölkerung von QIBYA der Rede wert. _KEIN EINZIGER_ hier hat den Charakter, die Verbrechen dieses Mörders zu verurteilen, oder auch nur den Umsatnd zu hinterfragen, warum ausgerechnet in Israel solche Kriegsverbrecher wiederholt in die höchsten Staatsämter gewählt wurden. Das ist jämmerlich und erbärmlich und verachtenswert.

    Statt dessen aber Dutzende von Anmerkungen über Antisemitismus. Wie ist sowas überhaupt noch zu begreifen? Da werden Millionen ausgegeben für die Erforschung des Antisemitismus, da werden am laufenden Meter Institute gegründet und subventioniert und mit hoch dotierten Sozial-Wissenschaftlern ausgestattet, die unermüdlich Antisemitismus erforschen und dabei unendlich viele jeweils immer wieder neue Erscheingsformen des Antisemitismus entdecken. Aber niemals die Gründe dafür. Denn die Ursachen haben doch wohl klar zu sein, oder? Da werden Jesus Christus und Martin Luther und alle Päpste exhumiert und angeklagt als Schuldige am Antisemitismus, da wird hier(!) der Antisemitismus je nach Bedarf als „Wahlfreiheit“ oder als „psychische Krankheit“ diagnostiziert. Oder was auch immer dabei herauskommt. Der Laie staunt sowieso.

    Eine Frage aber bleibt unbeantwortet, nämlich diese hier: WARUM eigentlich kommt kein einziger der Antisemitismus-Experten auf die naheliegende Idee, einfach mal die Antisemiten zu fragen, warum sie denn nun Antisemiten sind?

    Insoweit es mich betrifft, ist die Sache nämlich ganz einfach: Ich hasse doppelte Moral wie die Pest.
    Wenn mir einer daherkommt und mir verklickern will, dass es für ihn einerseits zwar ein entsetzliches Verbrechen ist, wenn ein SS-Mörder Dutzende Juden abknallt,
    dass er es andererseits aber vollkommen in Ordnung und nicht der Rede wert findet, wenn der Mörder Ariel Sharon heisst und ein Jude ist und die Opfer „nur“ Palästinenser sind,
    dann betreibt derjenige in meinen Augen eine Doppelmoral, die in ihrem Ausmass an Heuchelei und Verlogenheit einfach nur noch zum Himmel stinkt. Dieser Opfer-Rassismus (made in Israel) ekelt mich mittlerweile dermassen an, dass ich es gar nicht mehr beschreiben kann. Und ich kann _jedem_ hier versichern, dass ich damit nicht alleine stehe. Und dumm ist derjenige, der jetzt glaubt, die deutsche Regierung spräche im Namen der Mehrheit der deutschen Bevölkerung, wenn sie regelmässig ihre Nibelungentreue zu Israel und zu Israels Verbrechen als „deutsche Staatsräson“ ausgibt.

    So weit, so gut. Gegen doppelte Moral zu sein, ist ja erstmal nichts Verwerfliches. Jetzt aber der Punkt: Die Betreiber dieser doppelten Moral hier, die Shulamit, Michal, Leser-Nr, oder wie die Israel-firster sich sonst noch so nennen mögen, die geben sich jetzt als Juden aus. Und genau da fängt der Antisemitismus an. Denn diese Doppelmoralisten tun jetzt so, als stünden sie mit ihrer doppelten Moral repräsentativ für das ganze Judentum. Die doppelte Moral einer Shulamit (nein, natürlich nicht _der_ Shulamit Aloni) zu verurteilen, wäre also ein Affront gegen das ganze Judentum. Und somit Antisemitismus.

    Ebenso Ariel Sharon. So einen MAssenmörder und Kriegsverbrecher zu verurteilen, bedeutet, das ganze Judentum zu verurteilen, weil dieser Mörder doch schliesslich ein Jude war. _DAS_ ist die Logik der Heuchler und Lügner und Doppelmoralisten hier. Krank ist das allemal.

    Man würde sich von der hochbezahlten Riege der Antisemitismus-Forscher ja mal eine aussagekräftige Studie erwarten zum Thema „In welchem Ausmass befördert die Politik Israels die Zunahme des weltweiten Antisemitismus“.

    Schlickewitz würde so eine Studie wohl begrüssen, denn das wäre ja mal ein Beitrag zur Bildung des gemeinen Deutschen, die er so sehr vermisst. Andere würden solch eine Studie natürlich verhindern wollen, denn sie kennen ja den kausalen Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung. Und dass schliesslich nicht sein kann, was nicht sein darf.

    Aber wie auch immer, einen schönen Gruss jedenfalls an die hier versammelte gewaltige Heerschar der Antisemitismus-Bekämpfer. Oder um es mit den Worten des Bundespräsidenten Theodor Heuss zu sagen: „Na dann siegt mal schön!“

  19. @Schulamith
    @RS
    @Leser140
    Empfehlenswert von Erich Fromm:
     
    „Die Seele des Menschen: Ihre Fähigkeit zum Guten und zum Bösen “

    und

    „Anatomie der menschlichen Destruktivität “

    damit „psychische Krankheit“ etwas differenziert werden kann.

     

  20. @RS

    ich denke, es gibt einen Unterschied. Ich unterscheide zwischen Vorurteilen, die man mit Argumenten bekämpfen kann. Ressentiments in Bezug auf Antisemiten sind hingegen nicht mit Argumenten zu bekämpfen oder Richtigzustellen. Beispiele, dass das nicht funktioniert, haben wir hier ja einige sehr anschaulich.
    Dann habe ich doch einige Probleme damit, (betrifft auch Leser 140) Antisemiten eine psychische Krankheit zu diagnostizieren, denn wenn es sich um eine solche handelt, ist der psychisch Kranke nicht für seine Krankheit verantwortlich zu machen. Antisemiten sind es aber und sie sind nicht nur einfach psychisch krank. Die meisten haben Minderwertigkeitskomplexe, fühlen sich zurück gesetzt etc., und versuchen ihre Komplexe so zu kompensieren, aber das ist keine psychische Erkrankung im eigentlichen Sinne, sondern eher  wie eine Persönlichkeitsstörung einzuschätzen. Ich denke, man sollte mehr versuchen, hier zu differenzieren, denn psychisch Kranke können nichts für ihre Erkrankung und man diskriminiert diese dadurch leider. Dass das nicht eure Absicht ist, weiß ich, aber ich wollte darauf nur mal kurz hinweisen.

    Eine schöne Woche!

  21. @Esther,
    ich weiß nicht was Sie nehmen, aber das bekommt Ihnen nicht. Sie halluzinieren. Erzählen Sie den Arabern, dass sie ihr Arabertum nicht so wichtig nehmen sollen. Es gibt noch andere Kollektive. Z.B. Muslimbruderschaft. Oder Islamischen Jihad, Oder Hamas oder Kommunistische Internationale. Der Antisemitismus ist auch ein Kollektiv, der wichtiger ist als die Nation. Sie müssen davon wissen.
     

  22. Nich auf die Vergangenheit eigener Nation stolz zu sein, ist für viele Menschen sehr belastend.
     
    Nein. Das auf diesem Forum weit verbreitete, nicht hinterfragte Dogma, auf die Vergangenheit der eigenen Nation stolz sein zu müssen oder alternativ sich dafür schämen zu müssen, ist für viele Menschen sehr belastend! Was dabei ‚rauskommt, sieht man ja an den meisten Kommentaren hier. Die Überhöhung des nationalen Kollektivs zum Dreh- und Angelpunkt persönlicher Identität – im positiven oder negativen Sinne – ist das eigentliche Problem.
     
    Die Ablehnung von (anachronistisch anmutenden) Kategorien wie Stolz/Scham in bezug auf die Vergangenheit des eigenen Volkes bedeutet ja nicht, daß man sich mit ihm nicht identifizieren könnte: Ich persönlich bin gerne Deutsche, übernehme dementsprechend „gerne“ auch die damit verbundene Verantwortung – es ist, da kann ich Leser140 ausnahmsweise recht geben, wenigstens nicht so langweilig, wie irgendwas anderes zu sein… Nur. ich gehöre gleichzeitig auch noch einer Menge anderer Kollektive an: Warum sollte ich mich ständig auf das nationale fixieren oder gar von anderen erwarten, daß sie dies täten? Dies ist, nebenbei bemerkt, einer der Gründe, warum Leute wie  Leser140 das „Phänomen Koshiro“ (letzte Version war, glaube ich, ihn für einen Linkspopulisten zu halten) wohl nie verstehen werden.
     
    Deshalb wird immer gesagt, dass das Verbrechen nicht von den Deutschen, denn von den Nazis begangen wurde.
     
    Ausgehend von einer falschen Grundannahme (Überhöhung des nationalen Kollektivs und unreflektierte Übertragung dieser Sichtweise auf andere) gelangt man dann auch zu falschen Schlußfolgerungen (Annahme, daß „Deutsche“ und „Nazis“ als Gegensatzpaar begriffen werden, um das deutsche Volk von jeglicher Schuld reinwaschen zu können). Zur Begriffsverwendung „Deutsche“/“Nazis“ habe ich – zum Leidwesen von Herrn Schlickewitz – schon einige Ausführungen gemacht, die ich hier nicht zu wiederholen brauche. Wer’s immer noch nicht kapiert hat, dem kann ich wirklich nicht mehr helfen:
    http://test.hagalil.com/2009/07/20/hagalil-5/comment-page-1/#comment-5147
     
    Ich selber betrachte „Deutsche“ und „Nazis“ in den Jahren zwischen 1933 und 1945 als weitgehend (wenngleich nicht völlig) identische Personengruppen. Als „Nazis“ bezeichne ich i.d.R. diejenigen, die in diesem Zeitraum aufgrund oder unter dem Deckmantel dieser Ideologie schuldig geworden sind – wenn ich z.B. Parteimitglieder meine, würde ich von „NSDAP-Mitgliedern“ sprechen.
     
    Natürlich besteht die Gefahr, daß die Begriffe „Deutsche“ und „Nazis“ auch als Gegensatzpaar konstruiert werden könnten – mit der Zielsetzung, die Schuld an den während des Nationalsoialismus begangenen Verbrechen einer immer kleiner werdenden Gruppe (zum Schluß nur noch Hitler und seiner „Führungsclique“) zuzuweisen. Doch die pauschale Unterstellung, daß dies zwangsläufig bei den meisten der heute lebenden Deutschen der Fall sei, projiziert m.E. nur die eigenen Erwartungen und Denkmuster auf andere.
     
    Wir werden die Dialogunfähigkeit auf diesem Forum nicht überwinden, wenn wir nicht wenigstens prinzipiell zu reflektieren und zu respektieren bereit sind, daß andere Menschen möglicherweise von anderen Grundannahmen ausgehen. Dies bedeutet ja nicht, daß man deren Sichtweise übernehmen müsse, nur wahrnehmen sollte man sie wenigstens.

  23. @Leser140
     
    Es ist tatsächlich eine Art psychische Krankheit, an der viele Deutsche leiden. Ich widerspreche Ihnen nicht.

    Überlegen Sie einmal, ein Volk baut sein ganzes Selbstverständnis auf Lüge und Heuchelei auf. Es belügt seine Kinder, seine Eltern seine Mitmenschen, diejenigen, die es für ungebildeter (auf einer niedrigeren sozialen Stufe stehend) hält und es belügt sich selbst.

    Wenn Sie zum Beispiel wissen würden, wie mich einige Angehörige der deutschen akademischen Bildungsschicht, Professoren für Geschichte und Soziologen darunter, angefeindet haben, als sie erkennen mussten, dass ich mich dem allgemeinen Lügenkonsens der deutschen Historiker nicht beugen würde, sondern mich für eine Publizierung der so ungeliebten und verdrängten Wahrheit aussprach! Sie würden es nicht glauben!

    Man hält geradezu krampfhaft fest am Eigenbild vom ‚guten Deutschen‘. Man weigert sich anzuerkennen, dass man die scheusslichste Geschichte aller europäischer Völker aufweist. Man verdrängt aus und als Lebenszweck.

    Warum wird den Hobbies, dem Sport, der Wellness, den Reisen, der Schundliteratur, den „Games“, dem Auto- und Schönheitskult in diesem Lande derart gehuldigt? – Um sich abzulenken.
    Es gibt beispielsweise Leute, sog. „Eisenbahnfans“ in Deutschland, die kennen die Fahrpläne der Züge in Deutschland aus dem Jahre 1936 auswendig! Andere können Ihnen mitteilen, mit wie vielen Nieten eine Preußische Dampflok aus dem Jahr 1908 zusammengebaut war, oder sie sind in der Lage eine (Museums-)Dampflok selbst zu steuern. Gleichzeitig weigern sich diese Individuen, die häufig der akademischen Oberschicht angehören, mehr über deutsche Geschichte, oder gar Minderheitengeschichte zu lesen, über die sie, beiläufig erwähnt, fast nichts wissen. 

    Viele deutsche Akademiker sind sich der Tatsache bewusst, dass noch eine Menge ‚Leichen im nationalen Keller‘ liegen, ich habe das Thema Hexen angesprochen, nur eines von vielen weiteren. Andere vermuten noch schlimmere Dinge. Fast alle jedoch sind sind sie sich einig:  Stillschweigen bewahren.

    Hauptmotiv ist, man hat Angst davor weltweit noch mehr an Ruf und Ansehen, als dies bereits durch die Aufdeckung der NS-Verbrechen geschehen ist, zu verlieren. Außerdem befürchtet man eine Verunsicherung der Bevölkerung – in einer arbeitsintensiven Gesellschaft eine mögliche Gefahr für das Bruttosozialprodukt.

     
    Die deutschen Antisemiten wissen meist nicht ausreichend über ihre eigene Geschichte Bescheid und sie machen häufig Juden generell verantwortlich dafür, dass ihr geliebtes Deutschland in so schlechtem Ruf steht. Viele waren nie in Dachau oder gar Auschwitz, sie glauben nicht, was für uns Tatsachen sind. Es ist das Versagen der deutschen Bundesregierungen, nicht grundsätzlich jede deutsche Schulklasse zwangsweise nach Auschwitz geschickt zu haben, damit die jungen Menschen mit eigenen Augen sehen, was ihre Landsleute einst angerichtet haben. So eine Klassenfahrt nach Polen käme auch den deutsch-polnischen Beziehungen zugute. Ich habe mich auch mit dem Bürgermeister von Oswiecim hierzu bereits unterhalten.

    Warum schlägt die Bundesregierung nicht unter ihrem polnischfreundlichen Außenminister Westerwelle so ein Projekt vor? Drei Völker könnte man damit  sich näher bringen: Israelis, Polen und Deutsche.
    Was hält Euch deutsche Christdemokraten und Efdepisten davon ab ein solches Abkommen mit Polen einzugehen!

    Auch zur Vorbeugung gegen Antisemitismus und Fremdenhass. Denn wer sich kennt, hasst sich gewöhnlich nicht.

     
    Was die Anwürfe und Anklagen gegenüber Israel durch deutsche Antisemiten hier auf haGalil anbelangt, die dienen u.a. der Ablenkung von eigenen deutschen Untaten. Außerdem geben den Antisemiten diese Anklagen das Gefühl selbst moralisch richtig zu handeln (Endlich was ‚Gutes‘ tun können!).
    Natürlich gibt es keine Entschuldigung für Antisemitismus oder Antiziganismus.
    Jedoch muss man bei der Bewertung dieser Haltung und bei der Ursachenermittlung für diese (uns als psychisch krank erscheinenden) Einstellungen auch die Rahmenumstände betrachten.
     
    RS

  24. Es lohnt sich nicht , sich über Antisemiten aufzuregen, man wird Deutschland nicht ändern. Diese Menschen, mit denen ich 37 Jahre meines Lebens verbrachte, haben ein grundsätzliches Problem. Sie glauben nicht. Würden Sie als Christen den jüdischen Messias David ben Yishai bekämpfen um die Wahrheit zu vertuschen, das Yeshuah nicht der Maschiach war, würde ich dieses noch als legitim bezeichnen. Diese Christen aber sind leider so pervers, das sie David verkaufen würden das er Jesus ist, um ihn dann in den Suizid zu treiben oder Ihn im Auto oder in der eigenen Wohnung zu vergasen. Davor darf kein Jude in Deutschland seine Augen oder Herzen verschließen. Obwohl es mir manchmal so vorkommt, als würden die Juden Ihren eigenen Messias opfern wollen, um Ihr eigens Leben zu retten oder Ihren Wohlstand zu erhalten. Aber der Ewige sei hochgelobt, der alle Kranken Israel heilen wird. Unser Schöpfer wird kommen, und unsere Generation wird es live miterleben. Dann werden die Menschen sehen, das es einen Schöpfer gibt, und an diesen Tag glaube ich, auf diesen Tag hoffe ich , und auf diesen Tag freue ich mich.Der Tag, an dem eine jede Kreatur das bekommt , was sie verdient. Dann werden die Menschen sehen, wer stärker ist, die Menschen und Dschinn’s, oder der Herr und seine Herrscharen. Selah
     
     

  25. Habt ihr nen Knall? Merkt Ihr manchesmal noch was?
    „Und von den Juden, die das Shoa als Vorwand nutzen um das deutsche Volk auszubeuten (Wiedergutmachung) oder ihm die U-Boote zu entreissen.“ 

    „@Leser140
    Nichts anderes versuche ich in meinen Beiträgen zu vermitteln. Es freut mich, dass ich in Ihnen eine ‘verwandte Seele’ entdecke.
     
    RS“

    „Selbstüberhöhung und Selbstüberschätzung stellen auch heute noch häufig anzutreffende deutsche Charaktereigenschaften dar. Grund hierfür ist ein sehr beschränktes Wissen um die eigene Geschichte und Kultur bei weiten Teilen der deutschen Bevölkerung. Sportliche und wirtschaftliche Erfolge oder Bestleistungen, von den Medien und der Regierung wirkungsvoll präsentiert, blenden bzw. bestätigen viele Deutsche noch zusätzlich, in der Annahme etwas ganz Besonderes zu sein.“
    Und jetzt noch mal ganz langsam „140“ und „Schlickewitz“  lesen! Mannomann!

     

  26. @RK
    die Unwissenheit ist eine Sache. Die psychische Krankheit eine andere. Ich halte die Theorie, dass man zum Antisemiten aus Unwissenheit wird für falsch. Ich halte Antisemiten in den nicht islamischen Gesellschaften für Psychischkranke, die unter einer Obsession leiden. Die Verfolgungswahn, Verschwörungstheorien, obsessive Beschäftigung mit dem Thema Judentum und Israel, manische Recherche in einschlagigen Foren nach Beweisen für die vermeintliche Schuld der Juden an dem Elend der Welt sind Hinweise auf diese Krankheit und ein Unvermögen sich von dem Zwang zu befreien Juden als Grund des Übels anzusehen gehört zum klinischen Bild der Krankheit.
    Sie können lieber Herr Schlickewitz nicht behaupten, dass z.B.  Koshiro seine antiisraelische Kommentare aus Unwissenheit abgibt. Es gibt zweifelsfrei jede Mengen Antisemiten die Strohdoof sind, keine Kenntnisse der Geschichte haben und sonst Gaga sind. Aber es gibt eine nicht geringe Anzahl von diesen Psychischkranken, die sogar Professorentitel tragen und in deutschem Parlament sitzen, oder ein Bishofosamt bekleiden. Denen die Unwissenheit vorzuwerfen ist unangebracht. Sie wissen Bescheid und trotzdem sondern sie ihren antisemitischen Gift ab. Und das ist kein Unwissen. Das ist eine psychische Erkrankung. Und zwar unheilbar.
    Die Frage, die sich dabei stellt lautet: Müssen wir uns von den absurden Gedanken eines unheilbar psychischkranken Menschen belästigen lassen? Ich für mich versuche diese Menschen so weit es geht zu meiden. Vielleicht ist das Egoismus, aber ich kann damit nicht umgehen nachdem ist feststellte, dass sich dabei nicht um Überzeugung/Meinung, sondern um eine für die Umgebung lästige Krankheit handelt.
    Der Antisemitismus, der in islamischen Gesellschaften häufig anzutreffen ist, hat andere Ursachen, die aus religiösen Motiven resultieren. Er ist in der Wirkung nicht weniger abschäulich als der nichtislamische Antisemitismus, aber ich sehe ihn nicht als eine isolierte psychische Krankheit, sondern als eine Art der Soziopathie die von der Psychopathie der nichtmoslemischen Antisemiten strikt zu unterscheiden gelte.

  27.  
    @Leser140
    Ihr letzter Artikel spricht mir aus dem Herzen.
    Mir fällt es schwer, solche Gefühle derart gut in Worte zu fassen – daher meinen Dank.
    Ihre Ausführungen werfen aber ach die Frage auf, wie man sich als Jude, der inmitten eines Volkes lebt, das seine Vergangenheit verdrängt, fühlen soll. Ist es nicht anmaßend von den Deutschen, mit Hilfe des Staatsbürgergesetzes, Juden und Deutsche auf eine Stufe zu setzen ?! Indem sie die eigene Schuld relativieren, von sich schieben, irgendwelchen „Nazis“ die gesamte Schuld aufbürden. Sie erheben sich zu Opfern der faschistischen Herrschadt und wollen für sich und ihre Nachfahren, nicht wahrhaben, dass die Verbrecher aus ihrem eigenen Volk kamen.
     

  28. @M.K.
    nachdem ich mich vor einigen Jahren in der Bundesrepublik niederlassen habe, stellte ich mit mit Entsetzen fest, dass die Mehrheit der Akademiker, mit denen ich zu tun hatte, nur sehr begrenzte Kenntnisse der Deutschen und Europäischen Geschichte besaß. Nur dadurch ist zu verstehen, warum das Buch von Dietrich Schwanitz es zum einem Bestseller schaffte. Er füllte nämlich eine Lücke in der allgmeinen Bildung der „Deutschen Elite“. In diesem Buch, das 700 Seiten dick ist, sind explizit dem deutschen Verbrechen 1939-1945 nur knapp 2,5 Seiten gewidmet. Dem Shoa selbst etwas mehr als eine Seite. Für einen unvoreingenommenen Leser sind diese Seiten leicht zu übersehen.
    Ich habe mir lange überlegt, warum  die Geschichte in den deutschen Schulen so stiefmütterlich behandelt wird, dass die Schüler selbst keine Lust haben sich mit diesem faszinierenden Wissen über die Vergangenheit eigener Nation auseinander zu setzen.  Die Mehrheit der jüngern Menschen hatte z.B. keine Ahnung darüber wer Rudolf Heß, Reinhard Heydrich oder Hans Frank waren. Von Eichmann haben auch nur wenige jüngeren gehört. Und – was wichtig ist – die wollten eigentlich darüber überhaupt nichts hören. Ich werte das als Abwehrreflex, um die psychische Gleichgewicht nicht zu verlieren. Für die jüngere Generation wird es zu einer starken Belastung zu wissen, dass sie einer Generation von Kriegsverbrechern und Massenmörder entsammen. Bei diesem Stand des Wissens, oder besser gesagt Unwissens über die Geschichte eigenes Volkes, wird es für einen Unbedarften leichtes Kunststück Ariel Sharon zu Massenmörder zu ernennen, der sich von Eichmann kaum unterscheidet. Und wenn, dann nur quantitativ und nicht qualitativ.
    Ich denke, dass sie Vernachläßigung des historischen Wissens über die Vergangenheit des deutschen Volkes eine psychologisch und politsch gewollte Handlung der Regierenden war. Angenommen, hätte man die Nachkrieggenerationen detalliert über die Vergangenheit aufgeklärt, müsste man den enormen psychischen Schäden der Millionen Bürger im Kauf nehmen, die mit dem schändlichen Handeln eigenen Eltern und Großeltern konfrontiert geworden wären. Das Volk wäre dann traumatisiert, beschämt, schuldbewusst und nicht fähig die Aufbauarbeit nach dem Krieg zu leisten. Nicht fähig sich mit Deutschland überhaupt zu identifizieren. Ich hätte persönlich schon ein Problem damit, ein Deutscher zu sein. Nich auf die Vergangenheit eigener Nation stolz zu sein, ist für viele Menschen sehr belastend. Die jüngere Generation trug zwar persönlich keine Schuld für Shoah aber Stolz auf die Untaten ihrer Eltern und Großeltern könnte sie nicht sein. Und sie könnte sich nicht wohl als Deutsche fühlen, würde man ihr das Verbrechen der Deutschen immer wieder detalliert unter die Nase reiben.
    Deshalb wird immer gesagt, dass das Verbrechen nicht von den Deutschen, denn von den Nazis begangen wurde. Von den Nazis, die in Namen des Deutschen Volkes das getan hätten. Man impliziert, dass das Deutsche Volk nur indirekt daran involviert war. Als sozusagen ein Auftragsgeber der Nazis, die die ganze Dreckarbeit getan haben. Dann wurden die Nazis offiziel denazifiziert und die Sache ist gegessen. Und die Deutschen stilisieren sich jetzt zu den Opfer von Nazis, Russen, Polen, Tschechen. Und von den Juden, die das Shoa als Vorwand nutzen um das deutsche Volk auszubeuten (Wiedergutmachung) oder ihm die U-Boote zu entreissen.
    Das haben die Deutschen mit den PaliArabern gemeinsam. Immer ist der andere an eigenem Versagen  Schuld. Vielleicht ist hier diese ungeheurliche Sympathie der Deutschen mit den Hamas zu suchen?
     
     
     
     
     
     

  29. Was Wut und Zorn betrifft, gehts mir ähnlich. Das wegen Deim PS halt ich eher für’n technisches Problem, die Zeit für Korrekturen ist einfach zu kurz.
     
    Jeden Falls und sei’s wie’s sei – ich würde Dich vermissen, Michal.
     
     

  30. @Baruch Zion
     
    Sehr geehrter Baruch Zion,
     
    danke für die Beantwortung meiner Frage, danke für Ihre anerkennenden Worte, danke für Ihre guten Wünsche.
     
    Ein Grund für das fremdenfeindliche bzw. minderheitenfeindliche Verhalten der Deutschen, das so häufig in menschlichen Katastrophen endete, waren/sind ihre Minderwertigkeitskomplexe. Die Einsicht von Angehörigen der deutschen Eliten doch nur eine zweitrangige Nation zu sein, der angloamerikanischen und der französischen Kultur über lange Perioden der Geschichte weit unterlegen zu sein, findet sich in so manchen Büchern bis in die 1930er Jahre zum Teil ganz offen ausgedrückt. Schmerzlich wirkte auf viele (nicht nur primitive) Deutsche ferner, dass soviele der deutschen Nobelpreise (wohl ein Viertel vor 1933) an deutsche Juden gingen, obwohl Juden in Deutschland mit 1 bis 2 Prozent der Gesamtbevölkerung nur einen minimalen Anteil stellten.
    Selbstüberhöhung und Selbstüberschätzung stellen auch heute noch häufig anzutreffende deutsche Charaktereigenschaften dar. Grund hierfür ist ein sehr beschränktes Wissen um die eigene Geschichte und Kultur bei weiten Teilen der deutschen Bevölkerung. Sportliche und wirtschaftliche Erfolge oder Bestleistungen, von den Medien und der Regierung wirkungsvoll präsentiert, blenden bzw. bestätigen viele Deutsche noch zusätzlich, in der Annahme etwas ganz Besonderes zu sein.

    Ein wenig kommen mir meine Landsleute wie der Kaiser im Märchen  „Des Kaisers neue Kleider“ vor. Vor lauter Lob und Bauchpinselei sind sie nicht mehr in der Lage die Realität zu erkennen. Im Prinzip ist der Deutsche jedoch eine tragische Figur, die einem Leid tun müsste, wenn er nicht solche Verbrechen begangen hätte und heute so täte, als ginge ihn das gar nichts mehr an.
     
    Sie erwähnen Amalek – ich kenne die Geschichte dieses Volkes.
     
    Und, die Rivalität zwischen Deutschen und Briten! Wie dumm von den Deutschen anstatt Konfrontation nicht von Anfang an Kooperation gesucht zu haben! Am Anfang klappte es noch. Deutsche kauften wie verrückt britische Waren, sogar ganze Lokomotiven. Später bauten Briten die ersten Lokomotiven in Deutschland (Techniktransfer). Dann hat allmählich deutscher Neid, deutsche Großmannssucht, ein krankhafter deutscher Ehrgeiz das Verhältnis zwischen beiden Nationen kaputt gemacht und aus Partnern wurden Feinde. Tatsächlich war der deutsche Kaiser daran mitschuld.

    Juden in Großbritannien erhielten wesentlich früher als in Deutschland die gleichen Bürgerrechte, erklommen viel früher hohe und höchste Positionen in Gesellschaft und Staat (Benjamin Disraeli u.a.) und bewiesen damit, dass die britische Gesellschaft die reifere, erwachsenere, gefestigtere, intelligentere und wohl auch menschlichere war. Bitter für einen Deutschen dies anzuerkennen, aber es bleibt keine andere Wahl.
     
    Auch ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffe auch in Zukunft auf Ihre Kommentare hier auf haGalil.
    Mit den besten Grüßen
    Robert Schlickewitz

  31. @Andrea
    ich habe heute mittag noch als PS geschrieben, daß mir mal jemand sagte, bei Hagalil auf die Antisemiten zu antworten, fördere den Jezer Har´a  in uns. Ich muß der Person Recht geben, weil ich es bei mir selber merke und das es nicht gut für mich und andere ist. Ich dachte, da ich es nicht entdecken kann, ihr hättet es als Angriff gegen euch empfunden.
    Schabbat Schalom und alles Gute.

  32. @Leser 140 und Schulamith
     
    Ich danke Ihnen beiden für Ihre Repliken und gestehe ein, dass ich früher ganz ähnlich empfunden habe wie Sie. Nur, traf ich dann auf einen Mann, bei einer halbstaatlichen Organisation, der mir seinen Weg beschrieb, wie er auf Antisemiten erfolgreich einwirkt. Sicherlich vollbringt auch er keine Wunder und kann nicht jeden beliebigen rechten Judenhasser überzeugen, aber bei manchen hat es geklappt. Sein Rezept, es wendet sich an halbintellektuelle Ultras, er sucht in Geschichte und Gesellschaft Themen, wo es noch Gemeinsamkeiten mit ihnen gibt. Und vertieft dann diejenigen Subthemen, in denen sich erste Differenzen abzeichnen. Argument reiht sich an Argument, man versteht sich besser und besser, es bewegt sich was…
    Ein schwieriger Weg, ein aufwendiger Weg, ein gangbarer Weg. Er hat bereits Erfolge gebracht.
     
    Mein Weg ist der, ich versuche es durch Argumente, die schwer widerlegbar sind, zu überzeugen oder zum Nachdenken/Umdenken zu bewegen, gleichzeitig rühre ich an deutschen Tabus. Wenn ich etwa sage, dass Deutschland zwei Weltkriege ausgelöst hat und dass diese Weltkriege eine ungeheure Zahl an Opfern mit sich gebracht haben, dann ist dies nur schwer zu leugnen (vorausgesetzt mein Gegenüber ist guten Willens). Ich belege ferner wo und wie unser bundesdeutscher Staat in den letzten 60 Jahren bildungspolitisch versagt hat. Anstatt nämlich den Deutschen so rasch als möglich die volle Wahrheit über den Zweiten Weltkrieg und den Nationalsozialismus und die Hintergründe zu eröffnen und eine breite Diskussion anzuregen, erkannten die Politiker in dieser möglichen Diskussion eine Bedrohung für Wirtschaft, Moral und ihre eigene Existenz. Entsprechend erhielten staatliche Historiker den Auftrag gewisse, leider sehr wesentliche, Dinge unter den Tisch fallen zu lassen.
    Klar fanden Diskussionen im Rahmen der ‚Vergangenheitsbewältigung‘ statt, aber der einfache Deutsche blieb davon so gut wie unberührt. Man nimmt an, dass nur 1-5 % aller Deutschen sich je ernsthaft mit der eigenen Vergangenheit auseinandersetzte (die Zahl habe ich bei Historikern vernommen).
    Leider sind in diesem Lande die Historiker fast alle Beamte, Beamte, die sich an einen gewissen Konsens halten und dieser Konsens schließt z. B. aus, dass man über die christlichen Wurzeln des Antijudaismus/Antisemitismus offen diskutiert oder schreibt. ‚Man‘ will es nicht. Man nimmt Rücksichten auf Gefühle, Gefühle der Nachkommen der Täter freilich, nicht Gefühle der Nachkommen der Opfer. Ich fand das falsch und begann daher meine Art der ‚rücksichtslosen‘ Aufklärung. Ich sage offen, was Sache war und Sache ist.
     
    Bei Kohldampf & Co handelt es sich zweifellos um Betonköpfe, da brauchen wir nicht drüber zu streiten. Andererseits hatten sie höchstwahrscheinlich nie Zugang zu amerikanischen, britischen, französischen, israelischen Geschichtsbüchern, hegten sie wie die meisten Deutschen, stets allergrößtes Vertrauen in die eigene deutsche Geschichtsschreibung und da fanden sie über die Hintergründe und die anderen sensiblen Dinge eben leider nur ungenügende bis mangelafte Angaben vor.
     
    Ich gebe ein Beispiel: Einer der bekanntesten und wohl auch besten Historiker des gegenwärtigen Deutschlands ist Hagen Schulze. Im renommierten dtv Verlag erschien 1998 seine bis heute in mehreren Auflagen nachgedruckte „Kleine deutsche Geschichte“, keine 10 Euro teuer und höchst lesenswert.
     
    Schulze beschreibt besser als so mancher andere seines Faches Hintergründe, die deutsches Handeln verständlich erscheinen lassen, auch unmoralisches und verbrecherisches deutsches Handeln in der Geschichte. Aber, und das ist der Schwachpunkt seines Buches, er setzt das Wissen um Art und Umfang (!) dieser schlimmen Verbrechen der Deutschen voraus, was bedeutet, dass sein Buch sich nur an eine intellektuell gebildete bzw. überdurchschnittlich informierte Leserschaft wendet (an eine Elite also!), denn er unterschlägt uns diese deutschen Verbrechen fast vollständig. Klar, dass er das „Dritte Reich“ und und den Holocaust nicht verheimlicht. Nur war das eben ’nur‘ einer von sehr vielen menschlichen Tiefpunkten in der deutschen Geschichte. Der 1000jährige deutsche Antijudaismus/Antisemitismus mit seinen ungezählten Toten etwa ist Schulze einen Halbsatz wert, und der steht nicht etwa da (im Buch), wo er begann, im Mittelalter, nein, im Zusammenhang mit der Shoa erwähnt er ihn, so en passant. Der für das Christentum so bedeutende Kaiser Konstantin, ein übles Scheusal, ein Judenschlächter par excellence, kommt viel zu positiv davon. Die Kreuzzüge werden nur gestriffen und vom sie begleitenden Judenmord kein Wort. Kirchen- oder Päpstekritik unterbleibt so gut wie. Die Hexenverfolgungen werden vollkommen ausgespart, obwohl sie gerade in Deutschland extrem wüteten und vor allem länger als woanders. Das Thema Luther und die Juden fällt flach, ebenso wie die 600jährige deutsche Geschichte des Mordes an Sinti und Roma. Die Gegenreformation wird bewusst so behandelt, dass der Hauptverantwortliche für die durch sie verursachten Hunderttausenden Toten der Glaubenskriege, Bayern, keine Rufschädigung erleidet. Ebenso wird die Tatsache, dass Bayern Brutstätte, Geburtsregion und Wiege des NS war, viel zu vage und für Nichtinsider nicht deutlich genug herausgestellt.
    Deutsche erhalten somit ein sehr geschöntes und pflegeleichtes Eigenbild serviert.
     
    Andere deutsche Geschichtsbücher, leider auch Schulgeschichtsbücher, verhalten sich ähnlich zurückhaltend bei sensiblen Themen.
     
    Kohldampf und Co sind also nicht in der Lage, bildungsmäßig (und intellektuell) die Voraussetzungen zu erfüllen, die für uns, die wir auch nichtdeutsche Geschichtsbücher gelesen haben, ’normal‘ sind. Ich räume ihnen daher ein kleines Maß an Verständnis ein. Falls nämlich zu dieser ungenügenden historischen Aufklärung auch noch etwa ein sehr national gesinnter Vater oder Großvater in der Familie als Respekts- oder Bezugsperson hinzukommt und sich noch nationale Minderwertigkeitskomplexe (die leider in gewissen deutschen Kreisen nicht selten sind) hinzuaddieren, kann ein Abgleiten auf die rechtsradikale, antisemitische Bahn beinahe vorgezeichnet sein.
     
    Ich will damit den Antisemitismus dieser Individuen gewiss nicht verharmlosen, nur erklären, wie es bei gewissen Charakteren dazu kommen kann.
     
    RS

  33. Schade, daß mein letztes kurzes Posting nicht zugelassen wurde. Es war nicht gegen Hagalil gerichtet, sondern was diese Antisemiten in einem auslösen und das das keinem gut tut.
    Ich verabschiede mich von allen Usern, die noch in der Lage sind, Geduld aufzubringen.
    Ciao Michal
     

  34. „Ich halte es in diesem Fall mit Herbert Marcuse. Der sagte, die Meinungsfreiheit gelte für alle, außer für die Feinde der Meinungsreiheit.“
    Genau das meinte ich.

  35. Ich halte es in diesem Fall mit Herbert Marcuse. Der sagte, die Meinungsfreiheit gelte für alle, außer für die Feinde der Meinungsreiheit.
    Herrn Schlickewitz ist in der Tat zu danken für seine Darlegung, auch wegen der Sorgfalt, die er mit jedem seiner Worte beweist.

  36. Sehr geehrter Herr Schlickewitz,

    kol ha Kawot ( mit viel  Respekt und Ehre) zu Ihrem schreiben Herr Schlickwitz und zu der Einschätzung.
    Sie hatte mich gefragt mit was oder mit wem der Niedergang der deutschen Kultur angefangen hat.  Mit Völker ist das wie mit einem Menschem sie haben immer und zur jederzeit die Möglichkeit auf den rechten Weg zurückzukehren.  G“tt erkennt der Versuch der Umkehr und Unterstützt die Tat  in dem Er dem Menschen gutes zukommen lässt.  Aber genauso geht es auch in die andere Richtung denn G“tt erkennt auch den Weg des Frevlers.
    Die deutsche Kultur hatte immer dann eine Blütezeit und Aufschwung bei der Vereinigung und Verschmelzung mit anderen Kulturen. Beispiel Römisches Reich, der Teil der Germanen die sich zum Römischen Reich erklärt haben denen ging es Wirtschaftlich, Politisch und Sozial gut, was selbst bis heute noch sehr eindrucksvoll zwischen Nord und Süd  zu sehen ist. Und schon damals gab es Menschen die dieses Multikulturelle zusammenleben strikt abgelehnt haben und mit allen Kräfte versucht hatte es zu zerstören. Mit der Begründung wir sind von einem Stamm und wollen auch so Bleiben und unser Blut nicht mit eurem mischen. “ Die Geburt des Ariakult “ Wenn mann wissen will warum die deutschen heute so sind wie sie sind, dann muss mann den Ursprung verfolgen. Die Germanen sind Verwand mit den Afganen die von sich selber auch sagen sie seien Aria und damit Verwand mit Germanen. Was zum Anfang für die Bundeswehr wahrscheinlich sehr merkwürdig klang als die Afganischen  Stammesfürsten die Bundeswehr Offiziere als Arische Verwande Bergüssten.  
    Wie dem auch sei es gibt seid der Sünde im Paradies das Gute und das Böse wie das Licht und den Schatten oder Tag und Nacht. In der Zeit in der auf einer seite der Erdkugel die Sonne scheint ist auf der anderen Seite Nacht. 
    Nach dem Auszug aus Ägypten kämpfte das Volk Israel unteranderem gegen Amalekiter. Das Volk Amalek steht für das Böse in der Welt ist ständig im Kampf gegen das gute auf deiser Welt. Die Amalekiter wurden teilweise von den Babyloniar vernichtet und Zerstört doch der Geist von Amalek  ist bis heute in der ganze Welt zu finden. Und ständig auf der such nach Opfern die sie für ihren Kampf gegen das Gute missbrauchen und einsetzen  können.
    G“tt hat die Welt so geschaffen das beide Seiten gleich stark sind, soviel Anteil Gutes es auf der Weltgibt,  soviel Anteil Böses gibt es auf der Welt. 
    Das was hier in Deutschland ab ca. 1890 passiert ist, ist das schaffen einer Künstlichen Bösen Welt gegen die Guten. Kaiser Wilhelm geboren mit einem Handicap Verachtete  das Englische Empire  und Hasste seine ganze Englische Familie.  Dieser Hass führte unter anderem nicht nur zum Antisimetismus sondern noch schlimmer zum Antijudaismus und dessen Verbreitung im  gesamten deutschsprachigen Raum dessen Auswirkung wir heute noch haben.  
    Wir haben die Aufgabe  Menschen die wie Amalek sind immer wieder neu zu erklären und zu versuchen sie vom Guten Weg zu überzeugen, das es besser ist den Menschen als Schöpfung G“ttes anzuerkennen und damit zu Respektieren.
    Nur der Weg des Guten war schon immer der schwere, der des Frevler leicht und Sorglos. Und das ist das schwere an der Sache dem Menschen den schweren aber guten Weg zu zeigen. 
    Bleiben Sie stark Herr Schlickewitz denn auf Menschen wie Sie ist die Welt aufgebaut und nur mit Menschen wie Sie Funktioniert die Welt auch nur.
     
    Mit freundlichen Grüssen

    Baruch Zion

  37. @RS
     
    hier muß ich auch klar widersprechen. Kohldampf und Konsorten sind keine Neuerscheinungen hier, sondern ein bekanntes Dauerärgernis, das leider auch einen Schatten auf Hagalil in der jüdischen und nichtjüdischen Blogwelt hinterläßt. Denen geht es doch nicht um einen Meinungsaustausch oder um Argumente. Wir wissen doch alle wie diese Antisemiten ticken und das die noch nie für Argumente zugänglich waren.
    Das ist doch keine Neuigkeit, sondern ein Fakt. Hier haben sie eine Spielwiese gefunden, auf der sie sich austoben und ihrem Judenhaß freien Lauf lassen können, weil sie wissen, das niemand sie daran hindert. Entweder will man Blogs für Diskussionen oder einen Platz wo sich dieses Gesindel austoben kann. Dann sind natürlich Diskussionen obsolet und noch mehr User, vor allem jüdische, ziehen sich von hier zurück. Genauso lief es im Hagalilforum und genauso läuft es hier und es werden noch mehr gehen. Irgendwann sagt man sich, nee, das tue ich mir nicht noch länger an. Daher muß man sich schon entscheiden, was man will und ob es hier ewig so weiter gehen soll. Ich persönlich gebe mir noch diese Woche, danach werde ich Hagalil nicht mehr anklicken.
    Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Geduld.

  38. „Wir müssen versuchen mit Argumenten zu überzeugen“
    Das muss sich aber auch lohnen, bei Antisemiten, dessen Wesen Nichtargumente und Hass sind,  (Kohldampf, Kissly) tut es das bekanntlich nie. Und die meine ich. Antisemitismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

  39. @Robert Schlickewitz,
    Hut ab, wegen Ihrer Geduld. Aber welche Erfahrung haben Sie gemacht bei der Überzeugungsarbeit mit Antisemiten? So viel ich weiß ist Antisemitismus eine unheilbare psychische Krankheit. Gegen diese Krankheit helfen keine Argumente. Im besten Fall wird der Antisemit schweigen und läßt seiner Krankheit keine Symptome zeigen. Er bleibt aber weiter Krank. Latent krank. Das ist zwar für die Umgebung angenehmer und erträglicher als virulenter Antisemitismus, aber man weiß nicht, wann die Krankheit mit allen ihren Sympotmen wieder ausbricht.
    Es ist schon richtig, dass man Mitleid mit Psychischkranken haben sollte. Aber gehören nicht manche Geistesgestörte wegen ihrer Gemeingefährlichkeit in die geschlossene Anstallten? Woher weiß man, dass Kohldampf oder Kissly oder Koshiro und wie die alle heißen sich nur verbal äußern werden? Vielleicht mutieren sie mal zu den Gewalttäter? Vielleicht sind sie so krank wie die Pädophilen? Erstmal leben nur im Kopf ihre kranken Phantasien aus, und dann wollen sie doch real ausprobieren? Und dann fliegen diese Widerlinge nach Thailand. Und dann in den Knast. Vielleicht werden diese Antisemiten auch zu Terroristen die Synagogen in Brand setzen? Wer kann das wissen? Aber Aufklärung mit dem Hinweis auf die fehlerhaften deutschen Schulbücher hilft nicht. Sie haben selber geschrieben, dass in anderen Länder die Geschichte ohne diese Tabus unterrichtet wird. Und? Gibt es deswegen keinen Antisemitismus in diesen Ländern? Gibt es keinen Antisemitismus in Polen, in England? In Russland?
    Lieber Herr Schlickewitz, diese schreckliche Krankheit läßt sich nicht mit Argumenten bekämpfen. Leider. Schon seit Tausenden von Jahren gibt es Antisemitismus. Und obwohl damals noch keinen PaliAraber gab, gab es schon solche kranke Menschen wie Kohldampf, Kissly, jane, Koshiro und Co.  Wenn nicht wegen der PaliAraber, dann wegen Brunenvergiftung, Ritualmord oder Geldleihgewerbe.
    Ich halte lieber mit  Woody Allen und seinem Argument gegen Antisemiten. ich bin nämlich kein Pazifist.

  40. @Schulamith
    Nein und nochmals, nein (beschum ‚ofen lo!).
    Wir müssen versuchen mit Argumenten zu überzeugen, nicht mit undemokratischen Mitteln. Denkt daran, dass Israel ein demokratisches Land ist, und in einer Demokratie sollen auch die zu Wort kommen dürfen, die unpopuläre Meinungen vertreten. Jemanden aus einer Diskussion auszuschließen, ist typisch für viele Deutsche; das hat mit dem Bedürfnis nach ‚Selektion‘ zu tun. Einen Zug, den anständige Menschen auf gar keinen Fall kopieren sollten.
    Ich rechne es daher Andrea und David hoch an, dass sie eben gerade nicht zum Mittel der Zensur oder des Ausschlusses greifen, sondern jedem die Möglichkeit einräumen, seine oder ihre Meinung zu äußern.
     
    Kohldampf habe ich oben belehrt; sollte dies nicht genügen und er fortfahren vom „israelischen Massenmord“ zu sprechen, rate ich dazu, ihn einfach zu ignorieren.
     
    RS

  41. „gibts da keine technische handhabe?“
    Die gibt es. Einfach nicht mehr freischalten, was die Admins aber scheinbar nicht wollen, obwohl nun jeder weiß, wer und was Kohldampf und sein Volksgenosse Kissly ist. Leider wird dadurch jede interessante, wirkliche Diskussion zerstört bzw. schon gar nicht zugelassen.

  42. Volksgenosse Kohldampf,
     
    ich gebrauche bewusst die Anrede ‚Volksgenosse‘, da ich annehmen muss, dass dies die Anrede ist, die Sie in Ihrem persönlichen Umfeld am liebsten hören.
     
    Es fällt auf, dass Sie offensichtlich nur ein einziges Thema kennen, und zwar ganz egal worüber jeweils diskutiert wird. Sie kennen immer nur das Thema Ihrer eigenen persönlichen sog. ‚Deutschen Schuld‘.
     
    Anscheinend gehören Sie nicht zu den Lesern meiner Beiträge, denn sonst wüssten Sie, das ich mehrere verschiedene Themen bearbeitet habe und nicht nur „ein einziges“.
    Weiters geht es mir keineswegs um „Schuld“, sondern in erster Linie um eine ehrliche Geschichtsschreibung ohne Tabus, eine Geschichtsschreibung, die keine Fragen und Zweifel offen lässt, eine Geschichtsschreibung die derart unterbelichtete Existenzen wie Sie einer sind, gar nicht erst aufkommen lässt.
     
    Hätten wir in Deutschland eine tabufreie Geschichtsschreibung bereits in den Schulgeschichtsbüchern gehabt, dann müssten sich nicht Leute wie Sie und Konsorten täglich auf haGalil derart blamieren. Denn sie wüssten dann, dass man gewisse Vergleiche lieber unterlassen sollte.
     
    Sie vergleichen besonders gerne und häufig das, was Sie „Massenmord“ der Israelis nennen mit dem Genozid der Deutschen.
    Im Falle einer tabufreien Geschichtsschreibung, wüssten Sie, dass Deutschland die Verantwortung für den Tod von etwa 80 Millionen Menschen allein im 20. Jh. trägt. Soviele Menschenleben kostete nämlich die Welt der Erste und der Zweite Weltkrieg, die beide, so steht’s jedenfalls in den Geschichtsbüchern aller Länder, mit Ausnahme Deutschlands, von Deutschland ausgelöst wurden. Auch wenn Sie jetzt anfangen wollen zu lamentieren oder zu relativieren, die Schuld Deutschlands an diesen beiden schlimmsten Kriegen der Menschheitsgeschichte steht fest und ist international anerkannt, egal ob nun ein Volksgenosse Kohldampf anderer Meinung ist.
     
    Bereits lange davor hat sich Deutschland den zweifelhaften Ruf erworben die meisten Frauen aller Länder Europas auf dem Scheiterhaufen verbrannt zu haben, als Hexen. Die letze offizielle Hexe wurde von Deutschen im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts dem Feuer übergeben. Kein anderes Land hat in jener fortgeschrittenen Zeit noch so einen christlichen Bockmist vollbracht!
     
    Der deutsche Genozid an den Juden, unter Ihrem Idol Hitler, war, was Sie nicht wissen können als jemand, der lediglich eine Geschichtsschreibung mit Tabus kennt, nicht der einzige. Eine halbe Million Sinti und Roma und 20 bis 30 Millionen Slawen, von Leuten ihrer Kaste auch „slawische Untermenschen“ genannt, wurden in zwei weiteren Völkermorden von deutschen Herrenmenschen ermordet, einfach so.
    Deutschland nach Hitler hat nur eine minimale Anzahl der Täter vor Gericht gestellt und abgeurteilt. Die Zahl der zum Tode verurteilten Naziverbrecher, die auch hingerichtet wurden, ist so minimal, dass wir uns heute alle noch darüber schämen müssen.
     
    Nun werfen wir einen Blick auf das von Ihnen so geschmähte und gehasste Israel. Das Land kämpft seit seinem Entstehen vor etwas über sechzig Jahren um seine Existenz. Es wurde von Feinden von außen und von innen immer wieder angegriffen und es verteidigte sich. Auf dem Boden Palästinas tobt gleichzeitig ein mörderischer Bürgerkrieg von untereinander rivalisierenden Palästinensern, die einander so spinnefeind sind, dass sie sich ohne Gnade gegenseitig abschlachten. Krieg und Bürgerkrieg haben unter den Palästinensern Opfer gefordert, zuviele Opfer.
     
    Aber wieviele Tote denn insgesamt? Eine Million? – Nein.
    Hunderttausend? – Auch nein.
    Es sind paar Zehntausende getötet worden, davon viele als Kombattanten oder Terroristen!
     
    Was sind paar Zehntausende gegenüber 80 Millionen?
    Erkennen Sie Ihren Irrsinn?
    Den „Massenmord“, von dem Sie ständig faseln, haben alleine die Deutschen begangen! Mangels Geschichtswissens und weil Sie ein verbohrter Nazi sind, wollen Sie das nicht einsehen.
    Kommen Sie mir bloß nicht auf den Gedanken nun zu argumentieren, man dürfe nicht ‚aufrechnen‘. Bei derartigen Dimensionen des Völkermordes wäre jedes Nichtaufrechnen eine Verharmlosung deutscher Untaten.
     
    Sie, Herr Schlickewitz,  scheinen mir der Prototyp desjenigen Deutschen zu sein, über den Churchill gesagt hat…
     
    Papperlapapp! Was wissen Sie, was für ein Deutscher ich bin? Es wird Ihnen nicht gelingen mich in eine Ihrer perversen deutschen Schubladen einzuordnen. Ich habe einen deutschen Pass und bin in Deutschland geboren, na und! Ich entstamme einer multiethnischen, multireligiösen Familie, in der man keine nationalen und religiösen Unterschiede kennt. Und Leute wie ich werden bald in der Mehrzahl sein. Bereits jetzt hat fast jeder dritte Deutsche einen Migrationshintergrund und rasch ist es jeder zweite. Baruch Zion hat vollkommen recht mit seinen Deutschlandprognosen. Leute wie Sie, reichsdeutsche Vollarier also, wird es in einhundert Jahren nicht mehr geben, dem Gerechten sei Dank!
    Stecken Sie sich also Ihren „Prototypen desjenigen Deutschen“ irgendwohin.
     
    Ich frage Sie jetzt mal ganz konkret, Herr Schlickewitz: _Welche_ Lehren haben Sie aus Auschwitz gezogen?...“
     
    Ich war in Auschwitz, sicherlich im Gegensatz zu Ihnen. Leute wie Sie fahren nicht nach Auschwitz, denn sie halten Auschwitz für eine Lüge und ein Konstrukt der „bösen Alliierten“. Ist gleichfalls ein Resultat der nichttabufreien Geschichtsschreibung im Deutschland von nach 1945.
     
    Konkret war die Lehre, die ich aus meinem Besuch in Auschwitz zog die, dass ich beschloss so ungebildete Zeitgenossen wie Sie, von denen in Deutschland Millionen herumlaufen, einer uninformierter als der andere, aber dennoch mit einer Riesenklappe ausgestattet, dass man meinen muss, sie wären wer, dass ich beschloss diesen Zeitgenossen ein tabufreies Bild ihrer Geschichte zu präsentieren. Nicht mehr und nicht weniger!
     
    Ich möchte Ihnen noch einige gute Ratschläge geben, in Sachen Massenmord, Volksgenosse Kohldampf:
     
    Gerade als verblendeter Christ, für den ich Sie halte, sollten Sie die Worte Ihres „Gottessohns“ beherzigen. Letzterer hat sinngemäß mal gesagt, wird überliefert, dass man den Splitter im Auge des anderen nicht zu genau fixieren sollte, wenn man einen Eichenbalken im eigenen (Auge) staken hat.
    Kehren Sie erst den Riesenhaufen Dreck vor der eigenen (deutschen) Tür weg, ehe Sie den Staubkorn auf dem Abstreifer der Israelis als Politikum empfinden.
    Fahren Sie nach Auschwitz, lassen Sie den grössten Friedhof der Menschheitsgeschichte, den es ohne Deutsche nicht gäbe, auf sich wirken und kehren Sie dann, hoffentlich geläutert, nach Hause zurück!
     
    RS

  43. Hans Kohldampf – Der Nick sagt schon fast Alles !
    Solch einen widerlichen Schmutz, habe ich aber schon lange nicht mehr gelesen und ich hoffe, dass sich der Wunsch von Leser140 erfüllt.

    Viele meiner Bekannten und Freunde, die Das gelesen haben, empfinden Scharm, weil so ein Widerling in Deutschland lebt.
    Der Name Ariel und auch die Koseform Arik erfreut sich seit Sharon großer Beliebtheit, nicht nur für jüdische Kinder………

  44. Den kannte ich noch nicht, „Hans Kohldampf“. Erst fand ich ihn noch zum Lachen und dachte, den kann ich vielleicht irgendwo vorführen und ausstellen… aber dann, so ab der Mitte, wenn er zu seinem „Thema“ kommt … ich glaube, der ist einfach zu echt für den Zirkus 😉

  45. ich bedanke mich bei der Hagalil, dass so ein perverser Feigling, der sich hinter dem Nick „Hans Kohldampf“ versteckt, seine ekelhafte und abscheuliche Elaborate der Öffentlichkeit präsentieren dürfte. Irgendwann ist er auch dran wegen Volksverhetzung, wie viele anderen, die sich hier ausgekotzt haben. Die zuständige  Staatsanwaltschaft München wird bald bei Hagalil anklopfen um sich IP von „Hans Kohldampf“ geben lassen. Es kostet nur einige Minuten eine Straftat bei der Staatsanwaltschaft anzuzeigen. Die Ermittlung des Staatsschutzes werden Herrn „Hans Kohldampf“ noch viele Freude bereiten. Einige können schon ein Lied davon singen. Immerhin halten sich seitdem von Hagalil fern, nachdem ihnen der Staatsanwalt auf die dreckige Finger klopfte. Das ist vielleicht nicht schön mit Strafgesetzbuch gegen Antisemiten zu kämpfen, aber im Fall von Kohldampf, Kissly und Co. geht es anders nicht.

  46. @Kohldampf
    Es wird leider in den Massenmedien verschwiegen wieviel Angriffe die Fatah und die Palästinenser von der Hamas kriegen.
    Kannst ja nach Gaza gehen und doch vor Ort erkundigen
    Über die vielen Kriege in Afrika schweigt die Presse.
    Es wird einseitig berichtet gegen Israel. Über die Palästinenser die in Israel schon lange in Frieden wohnen und dort arbeiten erfährt man nichts. Auch nicht über arabische Juden.
    da kann auch Sharon nichts dafür
    eines stimmt wer Israel segnet bekommt Segen und wer Israel flucht bekommt Fluch .Ohne eines Menschen Zutun . Es hat sich durch die Geschichte hindurch bewahrheitet. Du darfst dich entscheiden.
    Wiseo ist wohl das british commonwealth verschwunden nachdem Churchill Israel teilte.
    Wie gings Deutschland nach dem schrecklichen Holocaust. Zur Zeit können wir Gutes tun.

  47. „Man muß schon seehr viel Judenhass -oder eben bodenlose Beschränktheit- in sich tragen, um solche Ereignisse auf eine Stufe mit Auschwitz zu stellen…“
     
    Nicht nur beschränkt. Dieser Kerl bestätigt, wie der Kissly, täglich seinen Judenhass:
    “Beispiele, wie sich Anti-Semitismus zum Staat Israel manifestiert

    Der Vergleich der heutigen Politik Israels mit der Politik der Nazis.”

    Eine Arbeits-Definition von Antisemitismus
    nach der European Union Agency for Fundamental Rights (ehemals EUMC)*
    (Januar 28, 2005)

    Antisemiten mit dieser Beschränktheit sind bekanntlich Argumenten nicht zugänglich, weil sie keine haben, was das Wesen des Judenhasses entspricht.
    Daher Willow bemüh dich nicht.
     
     
     

  48. Man muß schon seehr viel Judenhass -oder eben bodenlose Beschränktheit- in sich tragen, um solche Ereignisse
     
    http://de.wikipedia.org/wiki/Qibya-Massaker
     
    auf eine Stufe mit Auschwitz zu stellen…
     
    Da dies auch immer wieder behauptet wird, auch das Massaker von Sabra und Shatila wurde weder von Sharon geplant, noch ausgeführt, noch unterstützt – selbst mittelschwere Israelfeinde können der israelischen Armee und ihrem Befehlshaber letztlich „nur“ vorwerfen, die libanesischen Verbündeten nicht mit Waffengewalt von ihrer Racheaktion abgehalten zu haben.
    Wobei ich sowieso den Eindruck habe, daß die Typen, welche den Israelis ununterbrochen Nazimethoden vorwerfen, Israel letztlich mit ihrem Spiegelbild verwechseln..
     

  49. Herr Schlickewitz,

    Es fällt auf, dass Sie offensichtlich nur ein einziges Thema kennen, und zwar ganz egal worüber jeweils diskutiert wird. Sie kennen immer nur das Thema Ihrer eigenen persönlichen sog. „Deutschen Schuld“.

    Nun weiss ich ja nicht, ob Sie persönlich Juden ermordet haben, oder ob Sie sich hier nur fremdschämen für die Taten anderer. So oder so, für beides wäre natürlich ein gewisses Ausmass an Verachtung angebracht. Sie, Herr Schlickewitz,  scheinen mir der Prototyp desjenigen Deutschen zu sein, über den Churchill gesagt hat „Das Problem mit diesen Deutschen ist, dass sie einem entweder den Hals würgen oder dass sie einem die Füsse lecken“.

    Wie gesagt, insoweit empfinde ich schon ein bisschen Verachtung vor einer Schuldkult-Haltung, so wie Sie sie hier anbieten. Fremdschämen ist für mich immer so etwas wie moralische Prostitution, so eine Art Aschenputtel-Effekt, indem einer möglichst viel Dreck und Schuld aus sich lädt, nur um sich dann in einem Prozess der pseudo-religiösen Läuterung davon zu distanzieren um danach dann wie ein Phoenix aus der Asche und als sauberes Prinzesschen wieder aufzutauchen. Ich finde sowas einfach nur billig, erbärmlich, krank und pervers.

    Aber Sie werden mir meine Verachtung sicherlich nicht nachtragen wollen, denn Sie verachten sich ja schliesslich selbst. Wie Sie es hier ja schon so oft bekundet haben.

    Eine ganz andere Sache ist aber die der doppelten Moral, die Sie hier betreiben. Und da verwandelt sich bei mir die Verachtung in Abscheu und Ekel. Ich frage Sie jetzt mal ganz konkret, Herr Schlickewitz: _Welche_ Lehren haben Sie aus Auschwitz gezogen? Haben Sie aus Auschwitz vielleicht die Lehre gezogen, dass ein Massenmörder niemals nie und nimmer Regierungschef eines zivilisierten und an westlichen Wertmassstäben orientierten Staates werden darf? Mord verjährt bekanntlich nicht.

    Ich vermute mal, insoweit es Deutschland betrifft, werden Sie dieser Aussage zustimmen, und es besteht Konsens zwischen uns. Ein edutscher Bundeskanzler, der nachweislich Juden ermordet hat, so ein Bundeskanzler wäre absolut undenkbar in Deutschland.

    Jetzt aber Israel, Ariel Sharon, Thema dieses Artikels. Der Massenmörder Ariel Sharon hat nachweislich Kriegsverbrechen begangen und hat Palästinenser ermordet. Und dieser Massenmörder Ariel Sharon wurde _DENNOCH_ Premier in Israel. Und, Herr Schlickewitz, _WIE_ vereinbaren Sie das jetzt mit Ihrer eigenen persönlichen Lehre, die Sie aus angeblich aus Ihrer „Deutschen Schuld“ gezogen haben?

    _WIE_ bewerkstelligen Sie es jetzt, zwischen Massenmördern und Massenmördern zu differenzieren, je nachdem ob diese Massenmörder nun Deutsche oder Israelis waren? Hängt die Schuld eines Massenmörders davon ab, welchem Volk er angehört? Oder hängt die Schuld eines Massenmörders davon ab, welchem Volk die Leute angehörten, die er ermordet hat? Wollen Sie hier jetzt ernsthaft die Volkszugehörigkeit eines Täter oder eines Opfers als Kriterium nehmen für die Schuld eines Verbrechens?

    Ich kann es aber verstehen, Herr Schlickewitz, wenn Sie diese Fragen nicht beantworten. Nicht, weil Sie es vielleicht nicht wollten, sondern weil Sie es nicht können. Sie _können_ diese Fragen nicht beantworten, ohne dass ihr gesamtes Lügenkonstrukt von einer vorgeblich „völkischen Schuld“ zusammenkracht, oder dass es sich als das parodistische Hirngespinst erweist, das es nun mal ist.

    In diesem Sinne.

  50. Danke, Baruch Zion, für diese ebenso betrüblich wie nachdenklich stimmenden, aber hoffentlich heilsamen, Worte, die wir Deutschen manchmal so bitter nötig haben.
     
    Gestatten Sie die Frage, mit welchen Ereignissen genau Sie den Beginn des Untergangs der Deutschen Kultur ab der Wende vom 19. auf das 20. Jahrhundert verbinden?
     
    Mit dem Wahnsinn des Kaisers, England rüstungsmäßig überholen zu wollen und der unter ihm einsetzenden deutschen Aufrüstung, die zu Krieg und Niederlage, Krisen, Chaos und schließlich Nationalsozialismus führten?
    Oder beziehen sie sich auf spezifische Entwicklungen in der Gesellschaft bzw. in der Kultur?
     
    RS

  51. für Herrn Kohldamp,

    Herr Kohldampf  was haben die Deutschen und Palästineser gemeinsam?
    Beide stehen immer auf der Falsche Seite
    Ihr wisst nie  wo die Guten sind
    Beide sind ständige verlierer der Welt- Geschichte vereint im Hass gegen die Juden, um von ihrer eigenen Unfähigkeit was Gutes in dieser Welt zu schaffen abzulenken.

    Noch zwei Generationen und hier Leben soviel verschiedene Kulturen das die sogenannte Deutsche Vorzeigekultur mit Goethe, Schiller und Beethoven und dem Deutschen Ordnungssinn  nur noch im Museum zu sehen ist genauso wie die Palästineser.
    Sie können hier schreiben was und wie Sie wollen über Israel und über das Judentum.
    Verflucht seien die, die Haus Israel verfluchen und Gesegnet seien die, die Haus Israel segnen. Das hatte schon Ägypten,  Napoleon, Alexander der Grosse, Rom, Hitler, Stalin, der Gesamte Ostblock und alle  Araber lernen müssen.
    Ihr Deutschen habt es bis heute nicht verstanden wer Israel wirklich ist und warum das Haus Israel auf dieser Welt ist.

     Na wie auch immer der Untergang der Deutschen Kultur begann um 1900 und Sie sind einer der Sargnägel. In 100 Jahren steht wahrscheinlich gerademal in 10 Seiten der Geschichtsbücher was über die ehmalige Kulter der Deutschen hier in Mittel Europa.

    Das Haus Israel wird es dann immer noch geben und viele Juden werden nach Berlin kommen um sich ihren Sargnagel im Museum anzusehen.

    Was haben Sie von Charles Darvin gelernt wie man so was nennt?

    Richtig Evolution, das was kein Sinn macht in der Natur verschwindet.

    Da sage ich doch gerne zu Ihnen Happy New Year 🙂

    Weil Sie wieder ein Jahr näher an der Bedeutungslosigkeit dran sind.

    Mit den Besten Grüsse

    Baruch Zion

  52. „Der im Ausland oft als Hardliner und “Bulldozer” verschrieene Scharon
    hatte …“

    Ach herrjeh, wie denn, geht`s noch? Soll das jetzt etwa heissen, dass ausgerechnet Israel derjenige Staat sein will, der ausgewiesene Massenmörder und Kriegsverbrecher verharmlost und verherrlicht?
    Da fragt man sich doch, wie sowas überhaupt angehen kann. Gerade angesichts der Geschichte des Judentums. Und was da noch für eine kranke Heldenlegende beschworen werden soll um den Massenmörder und Kriegsverbrecher Ariel Sharon.

    Zur Kenntnisnahme, und das ist verifizierbar, und das ist historische Überlieferung:
    Der hier als „Bulldozer“ verharmloste und verherrlichte Ariel Sharon war derjenige Massenmörder gewesen, der in der Nacht vom 14. auf den 15 Oktober 1953 das arabische Dorf QIBYA überfallen hat, zusammen mit seinen ebenfalls israelischen Mörderkumpanen.

    Diese israelische „Einheit 101“ unter dem Kommando des Massenmörders Ariel Sharon hatte also heimlich in der Nacht die Häuser des Dorfes QIBYA mit Sprengsätzen versehen, und hatte diese dann im Morgengrauen gezündet. Und als die überlebenden Bewohner in Panik aus ihren brennenden und einstürzenden Häusern flüchten wollten, hatte der Massenmörder Ariel Sharon den Befehl gegeben, alle diese Frauen und Kinder auf der Schwelle ihrer Häuser abzuknallen. So wie Ratten und Kakerlaken abgeknallt werden. 45 Häuser, eine Schule und eine Moschee. 69 tote Araber. Männer, Frauen, Greise und Kinder. Aber Ariel Sharon war es egal, denn er war schliesslich Zionist: Hauptsache Palästinenser – und blutig – und tot.

    ———–
    The Qibya Massacre occurred in October 1953 when Israeli troops under Ariel Sharon attacked a Jordanian West Bank village. Sixty-nine Palestinians were killed, many while hiding in houses blown up over their heads[citation needed]. Forty-five houses, a school, and a mosque were destroyed.[1]

    The act was condemned by the U.S. State Department, the UN Security Council, and by Jewish communities worldwide.[2] As a result, aid was temporarily suspended to Israel.

    The operation was codenamed Operation Shoshana by the Israel Defense Force (IDF). It was carried out by two Israeli units at night: a paratroop company and Unit 101, a special forces unit of the IDF.
    ———–

    Es bleibt die Frage:
    _WIE_  konnte es geschehen, dass ausgrechnet ein Staat wie Israel, der sich selbst doch konstituiert hat als _DIE_ ultimative Antwort auf die grössten Kriegsverbrechen der Menschheitsgeschichte, dass also genau _DIESER_ Staat Israel nichts Besseres als eine Abfolge von Massenmördern und Kriegsverbrechern (über Begin, Shamir, Sharon) in seine höchsten Regierungsämter wählt? Wie konnte das geschehen.

    Und _WIE_  konnte es geschehen, dass ausgrechnet der Staat Israel, der sich selbst definiert als Refugium und als Heimstätte aller rassistisch Verfolgten (Juden) dieser Welt, dass also ausgerechnet _DIESER_  Staat Israel heute weltweit als Synonym gilt für Apartheid, Rassismus und Rassentrennung?

    Nirgendwo in dieser Welt gibt es ein zu Israel vergleichbares System. Israel will keine Grenzen haben. Israel will immer noch mehr Land haben. Aber nicht die Menschen die in diesem Land leben. Die Judensiedlungen, die Apartheidsstrassen, die Apartheidsmauern in den besetzten Gebieten, das alles ist eine Form und ein Ausmass an Rassentrennung, wie es die Welt noch niemals zuvor gesehen hatte. Nicht einmal in dem burischen Herrenmenschen/Untermenschen-System Südafrika.

    Aber Israel feiert jetzt erstmal den Massenmörder und Kriegsverbrecher Ariel Sharon.

    Und die Talk-Backers hier bei Hagalil kreischen „Antisemitismus“.

    Alles wie gehabt.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.