Undiplomatischer Rüffel

Israel ist über die Türkei empört und hat den türkischen Botschafter in Tel Aviv vorgeladenen, um ihm einen bis ins letzte Detail geplanten diplomatischen Rüffel zu erteilen…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 12. Januar 2010

„Achten Sie bitte darauf, dass der Botschafter auf einem niedrigen Sofa sitzt, während wir auf ihn von hohen Stühlen herabschauen“, erklärte der stellvertretende Außenminister Dany Ayalon den anwesenden Fotografen. Nicht nur das. Auf dem niedrigen Tisch zwischen den israelischen Beamten, „die nicht lächeln“, wie Ayalon weiter sagte, stand nur ein kleines israelisches Fähnchen und kein türkisches. Dem türkischen Gast wurde nicht einmal ein Glass Wasser angeboten. Der Botschafter musste zudem mehrere Minuten lang vor der verschlossenen Tür des Büros warten. Denn Bedienstete der Knesset hatten die üblichen Getränke und Knabbergebäck aufgefahren. Als die hohen Beamten das sahen, mussten diese kleinen Symbole einer selbstverständlichen Gastfreundschaft erst einmal wieder abgeräumt werden. Erst danach öffnete sich die Tür und der Botschafter durfte den Raum betreten. Die mit „ernster Miene“ dreinschauenden israelischen Beamten schüttelten dem Botschafter nicht einmal zur Begrüßung die Hand.

Israels Außenminister Avigdor Lieberman wollte eigentlich den israelischen Botschafter aus Ankara abrufen. Das ist in der Sprache der Diplomaten die schärfste Form des Protestes. Doch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu widersprach. Daraufhin wurde am Montag der türkische Botschafter kurzfristig in das Büro Ayalons in der Knesset vorgeladen, um ihn zu erniedrigen. Fotografen und Kameraleute wurden gerufen, die Szene zu dokumentieren. Ayalon gab persönlich die Regieanweisungen. Seine Worte, worauf die Fotografen achten sollten, die niedrige Bank für den Gast, die hohen Stühle für die Israelis, die fehlenden Getränke und das einsame Fähnchen auf dem Tisch, wurden mitgeschnitten und dienten am Dienstag im Rundfunk als Vorlage für lange Diskussionen im Radio. Da wurden Türkeiexperten, Diplomaten und Geschäftsleute befragt, ob das die „feine Art“ sei. Die Zeitungen setzten ein entsprechendes Bild des peinlichen Treffens auf ihre Frontseiten. Politische Korrespondenten berichteten aus Diplomatenkreisen, dass Israel beschlossen habe, „jede Attacke auf den Staat Israel mit einer aggressiven Antwort“ zu erwidern. Das entspreche der Politik gegenüber dem Gazastreifen. Jedem Raketenangriff auf Israel folgt ein Bombardement der Schmugglertunnel und anderer Ziele.

Der aktuelle Anlass für den Rüffel war das Ausstrahlen einer alten Fernsehserie mit antiisraelischen Elementen bei einem privaten türkischen Fernsehsender. Ein weiterer Grund seien beleidigende Verbalattacken des türkischen Premierministers Tayip Erdogan auf Israel. Dessen Kampagne gegen Israel begann mit einer öffentlichen Beleidigung des israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres bei einem Wirtschaftsgipfel in Davos vor genau einem Jahr. Dieser Tage behauptete Erdogan bei einem offiziellen Besuch im Libanon, dass Israel „gezielt palästinensische Kinder ermordet“. Auf diese „zügellose Kritik“ des türkischen Premiers erwiderte das israelische Außenministerium: „Die Türken sind die Letzten, die dem Staat Israel und seiner Armee moralische Lektionen erteilen können, zumal Israel die moralischste Armee der Welt hat.“

In den israelischen Medien wurde das Verhalten des stellvertretenden Außenministers Ayalon als „geschmacklos“ und „schädlich für Israel“ kritisiert. Verschiedene Zeitungen berichteten, dass hinter der Erniedrigung des türkischen Botschafters eine ganz andere Absicht steckte. Außenminister Liberman sei wütend über Verteidigungsminister Ehud Barak, weil der sich weigere, einer Hochschule in Ariel im besetzten Westjordanland den Status einer Universität zu verleihen. Durch das undiplomatische Vorgehen gegen den türkischen Botschafter wollte Liebermann angeblich einen geplanten Türkei-Besuch Baraks schon im Voraus zum Scheitern bringen.

© Ulrich W. Sahm / haGalil.com

79 Kommentare zu “Undiplomatischer Rüffel

  1. @Yunus
    In meinem Umfeld kenne Ich keinen Menschen, der sich am 11.09. gefreut oder gar gejubelt hat. Alle auch wirklich alle waren schockiert und konnten nicht Glauben, was Sie im Fernsehen sahen. Jeder erinnert sich noch ganz genau, was er/sie an diesem Tag machte und wo er/sie sich befand, als er/sie die ersten Bilder sah.

    Es gab kurz nach Ausstrahlung der angeblich jubelten Bilder der Araber Berichte, dass die Bilder gestellt seien (siehe Spiegel 21.09.2001 Die Macht der TV-Bilder – Was ist die Wahrheit?).

    „problematische Phänomene“ ??? 11.09.? Gaza?

  2. @Serdal

    Soetwas wie „Eigenverantwortung“ gibt es für sie wohl nicht…

    Jedem halbwegs denkfähigen Menschen (sprich: der übergroßen Mehrheit der Wähler im Gazastreifen) hätte klar sein müssen, daß Hamas, einmal an der Regierungsmacht, Israel den Krieg erklären würde. Serdal, man kann sich nicht für einen Krieg entscheiden und dann über die Einschränkungen und Belastungen jammern, die dieser Krieg mit sich bringt…

    Bevor sie wieder ablenken – jedem halbwegs denkfähigen Menschen hätte klar sein müssen, daß Hamas einmal an der Regierungsmacht, mindestens so korrupt sein würde wie Fatah … Hamas wurde also gewählt, weil sie jede Friedenslösung mit Israel ablehnen.

  3. @Schula
    –Bitte sehr :-).

    @Serdal
    Deine Ausführungen sind einseitig. Hast du auch Freunde, deren Verwandte in Gaza leben?
    –>Ja, habe ich. Ein Akademiker, dessen Bruder von der Hamas erschossen wurde…

    Falls nicht sei doch so gut und schreibe ein paar weise Worte, was wohl jemand der in Gaza lebt denkt und wie es diesen geht. Das kannst du sicher mit Links (nach deinem letzten Kommentar zu urteilen).
    –>Was soll ich über Gaza schreiben, was nicht bekannt wäre? Die Menschen dort leiden unter der Hamas, wie auch der restriktiven Politik Israels. Der letzte „Gaza Einsatz“ der israelischen Armee war nicht nur unverhältnismäßig, sondern bracht wohl Verbrechen an der Menschlichkeit mit. Damit beschäftigt sich das israelische Gericht, dazu gibt es stichhaltige Berichte. Was Du vielleicht wissen solltest ist, das es eben Israelis sind, die sich mit diesen Verbrechen beschäftigen und die Armee mit anklagen. Das Bild eines Beifall klatschenden „Juden“ muss man sofort dekonstruieren, denn sie eignet sich eigentlich nur als Stoff für Antisemitismus. Das ist doch genaus so, wie mit den Bildern von tanzenden und klatschenden Palästinensern nach dem 11.9. Wie wir gilt das für die muslimische Welt? Natürlich haben viele Muslime die ich kenne gesagt „of olsun“ (gut ist es geschehen), dies ist die Strafe für den Imperialismus der USA, doch viele haben auch gesagt, „ich oder mein Kind hätte in diesem Gebäude sein können“. Die Frage ist doch, zu welchen Generalisierungen werden problematische Phänomene wie das in Gaza, 11.9, Hamas und andere verwendet und dadurch eigentliche Probleme verdeckt…ups…ich muss jetzt zur Arbeit… Viele Grüße, Yunus

  4. Serdal, ich glaube nicht, dass gerade Sie, die Einseitigkeit in Person, anderen in dieser Beziehung etwas vorzuwerfen haben. Das wäre so, als würden man Eulen nach Athen tragen. Yunus kennt Sie vielleicht nicht, andere hingegen sehr wohl und das ist kein Kompliment.

  5. @Yunus
    Deine Ausführungen sind einseitig. Hast du auch Freunde, deren Verwandte in Gaza leben?

    Falls nicht sei doch so gut und schreibe ein paar weise Worte, was wohl jemand der in Gaza lebt denkt und wie es diesen geht. Das kannst du sicher mit Links (nach deinem letzten Kommentar zu urteilen).

  6. @Cem
    „Und meine meinung: das staat Israel dort von westlichen mächten dort hingesetzt wurde, wo sie in dieser form nicht zu suchen hat…
    Mag mansche hier kränken, nun es ist meine meinung, dieses besagt aber nicht das ich die Israelis oder Juden allg. hasse… wie es gleich von allen seiten behauptet wird…“
    –>Natürlich hat jeder eine Meinung, dass das aber gleichbedeutend sein muss, dass man diese überall und jederzeit äußern kann ist leichtfertig (siehe Mohammed Karikaturen). Ich versuche das mal zu rekonstruieren. Wahrscheinlich hast Du bei Google News die Nachricht mit dem türkischen Botschafter und seiner Demütigung gelesen. Dann hast Du hagalil aufgesucht, denn hier wird wohl irgendein „Jude“ darüber was zu sagen haben,… anschließend hast Du Dein ganzes Inventar an Argumenten über diese An-Gelegenheit ausgepackt und sie „verschossen“. Sicherlich kann man sich über eine falsche diplomatische Vorgehensweise eines Landes aufregen. Klar, war das falsch. Das haben hier die meisten auch gesagt, aber genau solche Ereignisse werden dann als Anlass für eine ganze Reihe an Argumenten genommen, die sich meistens als Behauptungen und antisemitische Drohgebärden herausstellen. Ich habe hier keine Lust erneut auf die Stellen in Deiner Argumentationskette zu verweisen, das hat Schula schon zur Genüge getan. Lies mal aufmerksam nach, was du geschrieben hast und ich bin mir relativ sicher, dass du bemerken wirst, dass du beim Schreiben sehr emotional gewesen sein musst. Okay, nun gut, jetzt hast Du schon mal den Spagat zwischen diplomatischen Zwischenfall und Existenzrecht Israels gemacht, denn du schreibst „Und meine meinung: das staat Israel dort von westlichen mächten dort hingesetzt wurde, wo sie in dieser form nicht zu suchen hat…“
    Nun stellt sich für mich die Frage (bitte verzeih meine Wortwahl), was haben „Kuchen backen“ und „Arschbacken“ gemeinsam? Eben: nichts! Auch weil diese Frage 1. keine Frage ist, sondern eine Verneinung des Existenzrechts Israels, 2. auf bekannte Verschwörungstheorien verweist, 3. nicht hierher gehört und 4. so von niemanden beantwortet wird (werden muss/ kann). Im Anschluss wünschst Du Dir, dass die verantwortlichen politischen Kräfte bzw. Institutionen Frieden schließen. Ich habe einen sehr guten Freund jüdischen Glaubens und G’tt weiß, wie oft wir uns in die Wolle bekommen haben, ein Teil seiner Verwandtschaft lebt in Israel. Und es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, dass er in ständiger Angst um seine Lieben dort lebt. Nun kommst Du Cem und sagst, deiner Meinung nach würde Israel nicht dorthin gehören, wo sie heute ist, d.h. also sie hat dort nichts zu suchen, damit auch nicht die Menschen dieses Staates! Was enthält Deine Frage noch? Frieden!? Wohl kaum! Lieben Gruß, Yunus

  7. @Yunus

    vielen Dank für Ihre Antwort. Ich denke, wir sind mit unseren Standpunkten nicht weit voneinander entfernt. Auch die Antwort an willow fand ich sehr gut.
    Alles Gute!

  8. @Cem

    „Und meine meinung: das staat Israel dort von westlichen mächten dort hingesetzt wurde, wo sie in dieser form nicht zu suchen hat…“

    Hmmm, ist auch Bulgarien von westlichen Mächten dort hingesetzt worden, oder Armenien, Griechenland, der Libanon? Auch diese Länder sind irgendwie Erben des osmanischen Reiches…

    Hätte das Gebiet nur unter Moslems aufgeteilt werden – obwohl ca. 7% der Bevölkerung Juden waren?

    (Wieviel Prozent des ehemaligen osmanischen Reiches macht das Gebiet Israels?)

  9. @ all

    Zu nächst möchte ich betonen, das ich nicht verallgemeinern wollte, also die „Juden“ , die „Türken“ die „Moslems“.
    Entweder habe ich mich falsch ausgedrückt oder aber Ihr habt mich nicht richtig verstanden. Ich sage nicht das all die Juden für etwas verantwortlich sind, oder all die Türken, oder Moslems.
    So dumm bin ich nun auch nicht das ich alle Menschen unter einen kamm schäre…

    @moslems:
    Ich bin es auch leid das „moslems“ die Imame Propaganda betreiben und diese auch weiter hin tun dürfen. Da es keine kontroll gremiem gibt (nähme ich an)…
    Diese müsste sofort aufhören… den die Bildung bzw. die erzählung via Imama in den Moschen, müssen und dürfen nur sivilisierten bedingungen praktizieren, Also keine Hass reden der gleichen.
    Viele Moslems begründen immer noch es sei im Kuran geschrieben, das mann sich wehren muss, das zwar das töten verboten sei, aber unter (scheinheiligen) „besonderen“ umständen Kriege im namen gottes erlaubt, Ja sogar von Gott gewollt sei. UNd das die Moslems die Oberste religion sei und all anderen religionen an sich nicht existieren dürfen…
    Diese und andere argumentationen von Imamen, Hocas und wie sie noch alle heisen und sich nennen, finde ich muss aufhören..
    … Dieses könnte mann in Europa ändern, so fern die Ausbildung der Imame (Hocas) in den Moschen in Europa stattfinden würde, durch in der EU gebohrene, aufgewachsene… also die hisige Kultur kennen und zu schätzen wissen, diese könnten dan eine religion (Moslems) verkünden die tolleranz verspricht.

    So weit ich weiss werden die Imame aus irgend welche Moslemischen Ländern dazu berufen, Sie werden ins Ausland gesendet um dort in einer mosche zu predigen… Diese kennen die Kultur nicht die Sprache nicht… Falscher weg..
    @willow
    Wo sind ähnliche Proteste gegen die Vereinnahmung des Islam durch Terroristen? Es ist wohl einfacher, gegen die Verbrechen “der Anderen” zu protestieren –
    Sie haben voll kommen recht das fällt mir auch immer auf…
    Und ich verabschäue dieses verhalten, das darf es nicht geben… Eine Doppel moral darf nicht sein…
    Als jüngstes Beispiel: Scheizer Minarete sind sie dabei zu protestieren und wenn in Ägypten Christen von „moslems“ (4 leute warens glaub ich) erschossen werden, nur weil sie anders sind… dann gibt es nirgends proteste…

    So glaub ich kein Land der Erde hat wohl eine weisse weste…
    Aber wenn ich meine meinung über Israel äussere ist das ja nicht gleich (wie hier behauptet) das ich israel hasse oder alle juden hasse…
    Das gleiche gilt für die Türkei, ich hasse nicht alle türken, oder die Türkei…

    Nun ich habe hier versucht wie mir schein wie sinnlos das alles ist… wenn wir so weiter machen… gibt es keine lösung…
    Irgend eine seite muss mal anfangen frieden zu stiften, und ich müsste mich wieder holen, aber AUFWACHEN müssen die POLITIKER… und Frieden stiften..

    Die denkweise gleich wenn mann seine meinung äussert, als juden hasser oder türken hasser HINGESTELLT zu werden, ist genau dieses verhalten von vielen die nicht gewillt zu argumentieren…

    Und meine meinung: das staat Israel dort von westlichen mächten dort hingesetzt wurde, wo sie in dieser form nicht zu suchen hat…
    Mag mansche hier kränken, nun es ist meine meinung, dieses besagt aber nicht das ich die Israelis oder Juden allg. hasse… wie es gleich von allen seiten behauptet wird…

    Nun es sit eine tatsache und ich muss mit meiner meinung leben, aber ich darf sie doch wohl äussern ohne gleich angeprangert zu werden…

    Viel besser wäre es doch mal zu diskutieren wie mann Frieden stiften kann..

    @Schula
    Sorry, aber wenn Sie das nicht erkennen, was soll ich denn dazu noch schreiben? Ich habe die Faxen dicke von all den Kohldampfs, Kisslys, Janes, Hannas, Cems und wie sie alle heißen, die sich ausschließlich auf einer jüdischen Seite tummeln, um ihren Antisemitismus auszuleben.

    Ich habe auf dieser seite einmal vor 9 Jahren etwas geschrieben und jetzt…

    Da ich mich für dieses Thema interessiert habe bin ich hier via google gelandet…
    Aber anstatt meine evtl. „vorurteile“ auf meine „fragen“ antworten zu bekommen, werde ich hier beschimpft… nicht gerade angenehm…

    Und noch was wenn ich Juden oder Israel oder sonst wem Hassen würde, hätte ich wie einige HIER mit schimpf wörtern um mich geschmissen…

    liebe grüsse…

  10. @willow
    „Wie sehen sie das, stimmt die oft gehörte Behauptung, daß es für Menschen mit mulimischem kulturellen Hintergrund keine Selbstkritik gibt!? Inschallah?“
    –>Das ist eine schwere Frage, weil ich zunächst nur für mich sprechen kann. Des Weiteren aus meiner Erfahrung lediglich meine Meinung wiedergeben kann. Ich erinnere mich, dass in meiner tief religiösen Phase jeweils unterschieden wurde wer wen warum kritisiert. Innerhalb der muslimischen Gemeinde sollte idealerweise jeder Muslim ein Spiegelbild des anderen sein, dadurch gewährleistet werden, dass man sich seiner Fehlerhaftigkeit gewahr wird. In der Theorie wird also eine gehörige Portion Selbstkritik und gemeinschaftliche Ratsuche gefordert. In der Realität sah das jedoch so aus, dass innerhalb der muslimischen Gemeinschaft ideologische Grabenkriege ausgefochten wurden. Auf die Aufzählung der unzähligen Fraktionen und Gruppen verzichte ich an dieser Stelle. Der innerislamische Disput zeigte dabei zwei Dimensionen a)eine politische (bspw. wie haben wir uns gegenüber Nicht-Muslimen zu positionieren oder wie ist mit dem Nahost-Konflikt umzugehen) und eine b)theologische (bspw. welchen Status hat das Freitagsgebet in einer Situation, in der kein „islamischer Staat“ vorhanden ist). Dieses Knäuel aus religiösen und politischen Strängen wird Ihnen auch innerhalb der jüdischen Gemeinschaft bekannt sein (bspw. Reformjudentum und Orthodoxie, Säkulare Juden und Chassidim, religiös-nationalistische Strömungen, jüdisch Orthodoxe Gruppierungen, die den Staat ablehnen, etc. etc.). Also worauf ich hinaus will ist, dass „Selbstkritik“ näher definiert werden muss und stets auf ihren Kontext verweist. Nun zurück zur Frage, Sie fragten ob es stimmt, dass es für Menschen mit „muslimischem kulturellen Hintergrund keine Selbstkritik gibt?“. Ich muss leider Fragen, welche Menschen meinen Sie. Einen muslimischen Akademiker, den Gemüseverkäufer Hassan um die Ecke; Ali den Dönervekäufer, Murat, den Schlosser bei Mercedes; Gülcan, die Fernsehmoderatorin, Fatma, die Sozialpädagogin oder Cem, den Hauptschüler?“. Sie werden stets mit unterschiedlichen Formen der Selbstkritik konfrontiert werden. Genauso verhält es sich so auch mit Menschen jüdischen Glaubens. In der Frage der Kritik an der israelischen Politik gegenüber Palästinenser scheiden sich nicht nur die Meinung der Nicht-Juden, sondern die breite und bunte Palette der Menschen mit jüdisch-kulturellem Hintergrund. Damit sind beispielsweise als sehr kleine Auswahl deutsche Bürger jüdischen Glaubens; sephardische Juden, israelische Atheisten, zionistische Siedler, israelische Friedensaktivisten, jüdische Intellektuelle, äthiopische Israeli und agnostische Juden gemeint. In der islamischen Welt gibt es sehr wohl sehr kritische Stimmen, die die Selbstüberheblichkeit, Ignoranz und Menschenfeindlichkeit unter ihren eigenen Reihen anklagen und es werden immer mehr. So wie beispielsweise jüdische Stimmen in Israel wie Sophia Deeg, Michèle Sibony und Michael Warschawski Mitgründer von Yesch Gvul und Gründer des Alternativen Informationszentrums (AIC) in Jerusalem… Meine Meinung ist, dass wir alle nicht selbst kritisch genug sein können und für mich stellt der israelische Staat, trotzt seiner Fehler, ein Funken Hoffnung im Nahen Osten dar, was Selbstkritik angeht, denn sie hat die gewaltige Aufgabe den Geist der Demokratie in einem Demokratie feindlichen Umfeld (innerlich wie äußerlich) zu behaupten und dabei um ihre Existenz zu kämpfen. Denjenigen, die das nicht verstehen, muss gerade mit den Worten Martin Walsers geantwortet werden, dass wenn ein Mann, um sein leben kämpft, nicht anders kann, als um sein Leben zu kämpfen. Das gilt auch für Staaten…

  11. @Yunus

    Vielleicht ist der Vergleich mit dem 11.September gar nicht so schlecht…

    Vielleicht geht es ihnen anders, für mich waren die Bilder von feiernden Moslems an diesem Tag das mit Abstand Schlimmste… darunter auch Palästinenser.

    Es besteht kein Zweifel daran, daß auch Israel in dem Versuch zu überleben Fehler begeht – wohl auch Verbrechen. Aber werden die gefeiert? Können sie sich nicht an die Proteste erinnern, zum Beispiel nach Sabra und Schatila, aber auch während des letzten Libanonkrieges?

    Wo sind ähnliche Proteste gegen die Vereinnahmung des Islam durch Terroristen? Es ist wohl einfacher, gegen die Verbrechen „der Anderen“ zu protestieren – besonders die der Juden…

    Wie sehen sie das, stimmt die oft gehörte Behauptung, daß es für Menschen mit mulimischem kulturellen Hintergrund keine Selbstkritik gibt!? Inschallah?

  12. @Schula
    Es gab eine Phase in meinem Leben, in der ich als Pressesprecher eines muslimischen Dachverbandes aktiv war. Das war sozusagen in einem früheren religiösen Phase meines Lebens :-). Ich erinnere mich sehr gut, nach dem 11. September rannten uns die Journalisten die Tür ein und wir veranstalteten einen Pressetermin. Sie kamen alle. Von der dpa, reuters, FAZ, weiß der Geier von woher noch. Die erste Frage, die mir gestellt wurde lautete: „Was halten die Muslime in XYZ vom Anschlag auf die WTC?“… Ich hätte gerne geantwortet: „Ich weiß es nicht. Manche freuen sich vielleicht, ja ganz bestimmt. Andere haben sich den Bart abrasiert, andere wiederum sind entsetzt. Mein Schwester hat geweint, meinen Nachbarn interessiert es nicht. Er sagt: Auch Muslime sterben…“ Wie sollte ich auf so eine Frage antworten, bisher war höchstens mal einer von der Regionalzeitung erschienen, wenn mal wieder Interreligiöser Dialog angesagt war. Ich spürte, dass dies keine Frage war, sondern eine Anklage in Form von „Wie konntet IHR nur!? Ja IHR und DU, los rechtfertigt euch dafür!!“. Ich sollte also eine Verlautbarung verlesen, in der sich Muslime in irgendeiner mittelgroßen Stadt in Deutschland von einer terroristischen Tat „distanzieren“ und diesen als solchen „verurteilen“. Schon diese Presseerklärung stellte einen kausalen Zusammenhang zwischen Muslim-Sein und 11.9 her, samt seinen Implikationen. Dies war meine erste und letzte Presseerklärung. Warum ich das erzähle? Um zu sensibilisieren. Um Möglichkeiten für gewisse Querverweise, Ähnlichkeiten oder gar Parallelen zu schaffen. Um gehört zu werden, um damit zu beweisen, dass auch ich zuhöre und alles andere nur Flucht ist.

    „Sorry, aber wenn Sie das nicht erkennen, was soll ich denn dazu noch schreiben? Ich habe die Faxen dicke von all den Kohldampfs, Kisslys, Janes, Hannas, Cems und wie sie alle heißen, die sich ausschließlich auf einer jüdischen Seite tummeln, um ihren Antisemitismus auszuleben.“
    –>Verzeihen Sie, sollte der Eindruck entstanden sein, dass ich den Mist dieser Menschen verkennen. Nein, nein, gar nicht. Mir ist lediglich aufgefallen, dass womöglich bei Cem die Hoffnung besteht, dass er sich seines Irrtums bewusst werden könnte. Aber ich kann ihre tiefe Abscheu auch nachvollziehen, jedoch glaube ich trotzdem, das wir es aushalten müssen.

    „Ich habe es noch einmal versucht, aber wenn wir nicht weiter kommen, sollten wir es dann besser beenden. Es geht auch nicht um meine oder anderer Nerven, sondern um den Sinngehalt einer Diskussion.“
    –> Ich denke auch, dass jeder seinen Standpunkt dargestellt hat.

    Gruß, Yunus

  13. @willow

    “Im Falle Israels existiert ein Rechtsstaat, der solche Fälle aufgreift und aburteilt. In einer Gesellschaft existieren Gruppen, Parteien, Fraktionen, vielfältige Zusammenschlüsse, die verschiedenste Interessen vertreten. Keine Tat dieser Teile rechtfertigt eine kollektive Verurteilung bzw. Verfolgung des Gesamten.”

    Sobald Cem & Co. das verstehen könnte, dann bin ich zu jeder -auch schmerzlichen und schwierigen- Diskussion bereit (und viele Andere hier vermutlich auch…), aber leider leider ist es einfacher, mit einem Sündenbock zu leben. Übrigens, schon deshalb glaube ich, daß Israel eine Zukunft hat.“

    Träume: http://de.sevenload.com/item/yt/2mT1h_OXBNI 😉

  14. @Yunus

    glauben Sie mir. Ich und viele andere Juden kennen Antisemitismus sehr gut und erleben ihn leider oft genug. Mit denen zu diskutieren ist mehr als nur sinnlos, denn Judenhass basiert nicht auf Argumenten (wie jeder Hass auch nicht darauf basiert), sondern ein Verbrechen, das Millionen von Menschenleben gekostet hat. Judenhass begründet sich nicht auf Argumente, sondern auf Hass, es sind keine Vorurteile, sondern es ist ein Ressentiment (den Unterschied muss man sich allerdings klar machen),und seit wann ist Judenhass mit Argumenten beizukommen? Es erweist sich immer!! als sinnlos. Sie können nicht von Juden verlangen, dass sie sich mit denjenigen auf eine Diskussion einlassen, der sie hasst. Abgesehen davon, dass er gar nicht diskutieren will, sondern nur seinen Hass und Ressentiments auslebt.

    Zu Ihrer Antwort auf Willow

    Sie verkennen, dass ein Cem und viele andere, Juden, die keine Israelis sind, vermeindliche Verbrechen an den Kopf werfen. Die Sprache ist eine Sprache der Verachtung, des Hasses, der Unmenschlichkeit.
    Was hat eine Yael oder ein anderer Jude/Jüdin mit der Politik von Palästinenser und Israelis zu tun, was mit dem Gazakrieg (lesen Sie doch all diese antisemitische Mottenkiste die er bedient hat und weiter bedient), dazu sollte man doch nichts mehr erklären müssen)? Diese unerträglichen dummen Dinge, sind Rassismus, wobei es sich hier um Antisemitismus handelt. Juden eine andere Staatszugehörigkeit als die israelische zuzurechnen, ist ein antisemitischer Trick, den es seit der Gründung Israels gibt. In jedem seiner Ausgüsse fährt er fort, daher ist das kein einmaliger Ausrutscher, den man auf eine Unfähigkeit der Artikulation zurückführen könnte. Er ist Verantwortlich zu machen, nur er, weder ich, wir, noch Hagalil.
    Wenn ich z.B. jeden Türken für die Politik der Türkei verantwortlich machen würde, wäre das ein Hass auf Türken. Und dann wäre ich genauso dafür verantwortlich.

    „Ich verstehe Sie also gut. Dennoch meine ich, dass Ihr Verhalten erst recht Cem per Etikettierung zum “Judenhasser” macht.“

    Wie das? Ich habe mich eingeschaltet, als er schon lange antisemitische Äußerungen von sich gegeben hat. Ich denke, dass man ihn nicht wie ein Kleinkind – das nicht weiß was es tut, behandeln sollte. Er – und nicht wir – haben diese Beleidigungen einer Jüdin gegenüber geschrieben (von seiner Einseitigkeit gegenüber Israel ganz zu schweigen), genauso wie er all seine antisemitischen Entgleisungen von sich gegeben hat. Er ist verantwortlich dafür. Punktum.

    „…sondern es um einen Menschen, der sich in widerwärtigster Weise ausschließlich durch seinen Judenhass artikuliert.”
    –> Wirklich?!“

    Sorry, aber wenn Sie das nicht erkennen, was soll ich denn dazu noch schreiben? Ich habe die Faxen dicke von all den Kohldampfs, Kisslys, Janes, Hannas, Cems und wie sie alle heißen, die sich ausschließlich auf einer jüdischen Seite tummeln, um ihren Antisemitismus auszuleben.

    Ich habe es noch einmal versucht, aber wenn wir nicht weiter kommen, sollten wir es dann besser beenden. Es geht auch nicht um meine oder anderer Nerven, sondern um den Sinngehalt einer Diskussion.

  15. „Im Falle Israels existiert ein Rechtsstaat, der solche Fälle aufgreift und aburteilt. In einer Gesellschaft existieren Gruppen, Parteien, Fraktionen, vielfältige Zusammenschlüsse, die verschiedenste Interessen vertreten. Keine Tat dieser Teile rechtfertigt eine kollektive Verurteilung bzw. Verfolgung des Gesamten.“

    Sobald Cem & Co. das verstehen könnte, dann bin ich zu jeder -auch schmerzlichen und schwierigen- Diskussion bereit (und viele Andere hier vermutlich auch…), aber leider leider ist es einfacher, mit einem Sündenbock zu leben. Übrigens, schon deshalb glaube ich, daß Israel eine Zukunft hat 😉

  16. @willow

    „Wie wollen sie mit Jemandem wie Cem eine Diskussion führen? Für ihn sind Juden ausschließlich an Diebstahl und Krieg interessiert, am Ermorden von Kindern …“

    –> Wieso ist das so schwer? 1. Es gibt nicht „die Juden“. Demnach sind 2. keine „die Juden“, die ausschließlich an Diebstahl und Krieg interessiert sind, 3. genau so wenig, „die Juden“, die Kinder ermorden. Aber es kann Menschen islamischen, jüdischen christlichen Glaubens bzw. Menschen ohne einen Glauben geben, die Verbrechen an der Menschlichkeit begehen. Im Falle Israels existiert ein Rechtsstaat, der solche Fälle aufgreift und aburteilt. In einer Gesellschaft existieren Gruppen, Parteien, Fraktionen, vielfältige Zusammenschlüsse, die verschiedenste Interessen vertreten. Keine Tat dieser Teile rechtfertigt eine kollektive Verurteilung bzw. Verfolgung des Gesamten. Nationale Gebilde äußern sich letztendlich als ideologische Konstruktionen. Sie sind niemals homogen. Jitzchak Rabin wurde von Jigal Amir ermordet. Ein Israeli tötete einen Israeli, ein Jude den anderen. Im Irak und Pakistan sprengen sich Selbstmordattentäter in der Moschee in die Luft. Muslime töten Muslime. Damit meine ich, dass die Welt nicht aufteilbar ist in Schwarz und weiß. Jeder moralisch erhobener Finger greift in die Leere. Aber das alles wissen wir doch, oder?

    „Im Übrigen, wer ist letztlich für Cems Bildungsdefizite verantwortlich? Hagalil etwa?“
    –> Wenn man Cem in die Ecke kickt und sich einfach abwendet, ja!

    Gruß, Yunus

  17. @Schula
    @Yunus

    „es geht nicht um Nazis,..“
    –>Eben! Es geht hierbei eben auch um einen bestimmten Automatismus…
    „…sondern es um einen Menschen, der sich in widerwärtigster Weise ausschließlich durch seinen Judenhass artikuliert.“
    –> Wirklich?! Mir scheint, dass er in ähnlich affektierter Weise (wie übrigens Sie auch) versucht zwischen Anklage, Unzulänglichkeit, Fehlverhalten aber auch Diskussionswillen eine Verständigung aufzubauen. Als Türke, der seit seiner Kindheit nie einer sein wollte, bin ich bis in mein jetziges Alter mit Türkenhass in seinen verschiedensten Formen konfrontiert worden. Ich musste lernen den Dialog mit Menschen zu suchen, die meine Herkunft „hassen“. Ich verstehe Sie also gut. Dennoch meine ich, dass Ihr Verhalten erst recht Cem per Etikettierung zum „Judenhasser“ macht. Denn Cem seiner Affektiertheit und stellenweise Unzulänglichkeit seiner Argumentation zu überführen erscheint mir leicht, doch es kostet Nerven, doch die haben Sie anscheinend nicht, oder?

    „Und das reicht mir jetzt!“
    –> brrrb…*tief Atem hol*… Es war nicht mein Ziel Sie zu verärgern.

    „Adios Ihr Beiden.“
    Kategorisiert und abgeschlossen? So blicken „wir alle“ durch eine Brille auf die Welt, und jedes mal, wenn wir eine ausziehen, blicken wir durch eine andere andere hindurch… Shalom.

  18. @cem

    „Was ist mit den 100 UN resulutionen die Israel ignoriert, Menschenrechts verletzungen die Israel begeht…“

    Nun Cem, können sie mir erklären, warum es gegen andere Länder, die noch in viel stärkerem Maße Menschenrechte verletzen, keine UN-Resolutionen gibt? Gibt es regelmäßig resolutionen für einen unabhängigen kurdischen Staat? Für einen Rückzug der Türkei aus dem völkerrechtswidrig besetzten Nordzypern? Oder wenigstens gelegentlich eine Resolution zum Sudan und Dafur? Nein? Haben sie dafür irgendeine Erklärung?

    Bitte nennen sie mir ganz konkret Menschenrechtsverletzungen Israels, wetten, daß etliche davon eine ähnliche Glaubvwürdigkeit haben wie die Ermordung vom Mohamed al Dura?

  19. @willow

    „Beim “Antiislamismus” geht es um Religionskritik – bei Judenhass um die physische Vernichtung einer Gruppe von Menschen. Deshalb ist es auch wenig zielführend, Islamkritik mit Judenhass gleichzusetzen.“

    So ist es. Vor allem hat hier niemand einen Muslim für die Verbrechen anderer verantwortlich gemacht.
    Aber dabei klingelt es eben nicht.

    Ansonsten ist alles gesagt.

  20. Ungeschickt zum Gesandten

    Den türkischen Gesandten dafür auf den Topf zu setzen, dazu hat Israel jedes Recht, wenngleich dies nicht notwendigerweise mit schlechtem Benehmen einhergehen muss. Insofern ist es in Ordnung, wenn Israel, wie geschehen, für die unhöfliche Behandlung Celikkols um Entschuldigung bittet.

    Belastet dieser Vorfall die israelisch-türkischen Beziehungen? Das mag sein. Deutlich belastender sind gleichwohl gewisse Aussagen des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan, der sich ehrverletzende und antisemitische Ungeheuerlichkeiten bereits im Dutzend geleistet hat. So behauptete Erdogan unter anderem während des Gaza-Feldzugs, Israel greife gezielt Zivilisten an, der Kampf gegen die Hamas sei nur ein Vorwand. Er unterstellte Israel „Staatsterrorismus“ („Bedauerlicherweise behandeln die Israelis die Palästinenser so, wie sie selbst vor 500 Jahren behandelt wurden“), plädierte für den Rauswurf des jüdischen Staates aus den Vereinten Nationen, warf dem Land „Barbarei“ und „unmenschliche Taten“ vor, mit denen Israel „seine Selbstzerstörung herbeiführen“ werde und brüskierte Präsident Shimon Peres in Davos mit der Behauptung, Israel töte kleine Kinder, die an den Stränden spielten:

    Wenn es ans Töten geht, wisst Ihr sehr gut, wie man Menschen tötet.

    Auf die fällige Entschuldigung aus Ankara warten wir bis heute.

    http://spiritofentebbe.wordpress.com/2010/01/15/ungeschickt-zum-gesandten/#comment-6174

  21. @Inan

    es geht hier um Judenhass und um nichts anderes. Hier hat keiner Muslime für irgendwas verantwortlich gemacht. Und Klingels?
    Dass Sie das nicht stört, ist Ihre Sache, aber kommen Sie nicht mit diesem durchsichtigen und billigen Ablenkungsmanöver.

    Ihiye beseder!

    @Yunus

    es geht nicht um Nazis, sondern es um einen Menschen, der sich in widerwärtigster Weise ausschließlich durch seinen Judenhass artikuliert. Und das ist bekanntermaßen nicht nur Nazis vorbehalten.
    Und das reicht mir jetzt!

    Adios Ihr Beiden.

  22. wenn der papst was sagt was anderen völkern nicht recht ist dann werden katholiken und der katholizismus zu ihm gezogen angeprangert.macht israel einen fehler so wird das gesamte judentum beschuldigt.eines haben diese religionsgemeinschaften :diese gehen nicht hin in massen,verbrennen fahnen und rufen hasstiraden hoch.wie komme ich da gerade auf eine religionsgemeinschaft die garkeine kritik vertraegt.die auf die strassen geht wenn man nur fehler macht,die ein ganzes volk verfluchen weil jemand eine karrikatur gemalt hat?einen staat anprangern wo ein muslim von einem rechtsradikalen attakiert wurde?diese leute aber nicht auf die strasse gehen wenn terroristen in namen des propheten unschuldige in die luft sprengen?touristen entfuehren oder diese in hotels mit bomben sprengen?und du nennst das antimuslimatismus?na inan ich nenne es nicht so.diese sehen sich als ein volk an wenns darum geht die religion mit kritischen auge betrachtet wird.
    imane nicht aus ihren moscheen rauszuwerfen die zu hass aufrufen habe ich auch noch nicht erlebt in der muslimischen welt.es ist nicht die religion es sind die die es fanatisch falsch leben mit genau das was man eben nicht tun und machen sollte.inan,es sind nicht wenige und fragt man prozentual in muslimischen laendern nach dann rate man was die zu israel sagen.es werden natuerlich nur die palästinensischen brueder(ach doch ein volk?)als opfer gesehen.komischerweise leben die meisten palästinensischen flüchtlinge aber nicht in einem islamischen land.wie kommts?bruderhass oder doch nur der alleinige anspruch auf jerusalem und das heilige land?
    na dann mal ran an die wahrheit der hier aufgeführten fragen.

  23. @Yunus

    Wie wollen sie mit Jemandem wie Cem eine Diskussion führen? Für ihn sind Juden ausschließlich an Diebstahl und Krieg interessiert, am Ermorden von Kindern …

    Im Übrigen, wer ist letztlich für Cems Bildungsdefizite verantwortlich? Hagalil etwa?

  24. @Inan

    Beim „Antiislamismus“ geht es um Religionskritik – bei Judenhass um die physische Vernichtung einer Gruppe von Menschen. Deshalb ist es auch wenig zielführend, Islamkritik mit Judenhass gleichzusetzen.

  25. Ich kann villeicht nicht so gut formulieren und meine rechtschreibung ist auch unter eurer würde, aber ich kann doch bitte ein paar gegen argumente, für meine beispiele erwarten?
    Nun vielleicht auch nicht…
    Ich teile Meinungen…
    Ich stelle fragen, z.B. UN und Israel, Menschenrechte und Israel…
    Und ich bekomme:

    Dafuk, Kuss uchta weUf Mipo, kleines Antisemiten-Hirn.
    Dummer Mensch, Soviel Arroganz, Dummschwätzerei, Volksverhetzung und Selbstüberschätzung,
    hamangeplappere über juden,

    DANKE 🙂

    Ich hab euch trotzdem gern…

    P.S.
    @ Schula

    Israel und Demokratie? und im gegensatz Türkei und Demokratie?
    Die beiden o.g. Staaten sind keine Demokratie… Nur einer von Ihnen gibt sich mühe, zumiondestens in den letzten sagen wir 6 – 8 Jahren.. und hört auch die EU und UN…

    Also es ist traurig mit vielen, wenn ich mir euch als meine Nachbarn vorstelle und wir sitzen an einem Tisch und ich würde meine meinung äussern…

    Würdet Ihr mich erst einmal gar nicht aussprechen lassen und zweitens mir an die gurgel gehen und 3. die Polizei rufen um eine Strafanzeige zu erstatten…

    Na das nenne ich eine Demokratie…

    @ YAEL
    der kleine Cem ist kein Türke, Kurde oder der gleichen…
    Und wenn es so wäre, was hätte das zu bedeuten? Ich habe gegen die keinerlei gräul…

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