Ist Israel an allem schuld?

Allen einfältig-verlogenen Erklärungen des Historikers Tony Judt zum Trotz ist die israelische Gesellschaft pluralistisch und auch die allermeisten Juden in der Diaspora, denen er Sympathien für Israel vorwirft, können auf die Ratschläge, die er in seinem am 12. Dezember in der Süddeutschen Zeitung erschienenem Artikel “Ethnische Geiselhaft / Wie soll sich Israel definieren“ äußerte, verzichten…

Von Karl Pfeifer

Judt schreckt vor keiner Demagogie zurück. Er maßt sich an, für „uns Juden“ zu sprechen und stellt nur die „alles entscheidende Frage“  die er glaubt den „meisten Juden“ in New York unterstellen zu müssen, die natürlich nichts anderes zu fragen haben, als wer sind „wir“? Und darauf –  so sie „sich mit der Geschichte des Judentums auseinandersetzen“ angeblich „eine streng rassenbezogene und ethno-deterministische Auffassung“ äußern.

In Israel kann man weiße, schwarze, braune und gelbe Juden erleben und mit Ausnahme einer kleinen Minderheit, definiert in Israel und in der Diaspora niemand Juden als Rasse. Die jüdische Tradition ist nicht rassistisch, ein Blick in die Bibel genügt, um dies zu beweisen, zum Beispiel werden im 1. Buch Moses Kapitel 10 alle bekannten Völker der Welt aufgezählt, die alle von den drei Söhnen Noahs abstammen und eine große Familie bilden. Und hier könnten noch mehr Stellen aus der Bibel und dem Talmud genannt werden, die sich gegen Diskriminierung von Menschen wenden.

Allerdings haben einige wenige jüdische Denker die Doktrin vom auserwählten Volk rassistisch interpretiert und es gibt Chassidim, die der Meinung sind, eine jüdische Seele unterscheide sich von einer nichtjüdischen Seele, doch solche Meinungen gehören nicht zum mainstream.

Judentum kann also weder als Rasse noch als ethnisch homogen definiert werden und auch die in Israel gültige Definition: „Jude ist, wer von einer jüdischen Mutter abstammt oder  wer konvertiert ist“ ist trotz allen Behauptungen von Judt nicht rassistisch. Freilich gibt es genetische Merkmale, die über viele Generationen vererbt worden sind. Dafür aber sind Genetiker und nicht Historiker zuständig. Wenn Judt Juden „Überlegenheitsdenken“ unterstellt und es für angebracht hält, „diese ethnische Unterscheidung in Frage zu stellen“, dann hat das wenig mit der Realität, aber viel mit seinen Halluzinationen zu tun. Indem er den angeblichen Rassismus der Juden bekämpft und einen jeden Unterschied verneinenden Standpunkt vertritt, bedient er eine Nachfrage für Täter-Opfer Umkehr.

In seiner bemerkenswerten Schrift „Melange“ ging Theodor  W. Adorno bereits 1945 auf die Argumentation von Judt ein:

„Das geläufige Argument der Toleranz, alle Menschen, alle Rassen seien gleich, ist ein Bumerang. Es setzt sich der bequemen Widerlegung durch die Sinne aus, und noch die zwingendsten anthropologischen Beweise dafür, daß die Juden keine Rasse seien, werden im Falle des Pogroms kaum etwas daran ändern, daß die Totalitären ganz gut wissen, wen sie umbringen wollen und wen nicht.“

Und Adorno setzt hinzu: „Eine emanzipierte Gesellschaft jedoch wäre kein Einheitsstaat, sondern die Verwirklichung des Allgemeinen in der Versöhnung der Differenzen. Politik, der es darum im Ernst noch ginge, sollte deswegen die abstrakte Gleichheit der Menschen nicht einmal als Idee propagieren. […] Attestiert man dem Neger, er sei genau wie der Weiße, während er es doch nicht ist, so tut man ihm insgeheim schon wieder Unrecht an. Man demütigt ihn freundschaftlich durch einen Maßstab, hinter dem er unter dem Druck der Systeme notwendig zurückbleiben muß, und dem zu genügen überdies ein fragwürdiges Verdienst wäre. Die Fürsprecher der unitarischen Toleranz sind denn auch stets geneigt, intolerant gegen jede Gruppe sich zu kehren, die sich nicht anpaßt: mit der sturen Begeisterung für die Neger verträgt sich die Entrüstung über jüdische Unmanieren.“

Wenn der Historiker Judt Rationalitätskriterien außer Kraft setzend behauptet, „die Grundvoraussetzung des Zionismus war, dass die Juden ein homogenes Volk bilden“, dann ignoriert er die wirkliche Grundvoraussetzung, den hauptsächlich in Europa seuchenartig sich ausbreitenden Antisemitismus. Er behauptet, den „ethno-nationalistischen Bewegungen in Zentral- und Osteuropa“ hätten, die Juden „ihre eigene, ethnisch definierte Exklusivität“ entgegensetzt. Was natürlich so nicht stimmt, die Juden Deutschlands, Österreichs und Ungarns wollten nur als Deutsche, Österreicher und Ungarn „mosaischen Glaubens“ gleichberechtigt mit anderen anerkannt werden. Es waren jedoch die aufkommenden antisemitischen Bewegungen, die gerade das nicht wollten, die insbesondere assimilierte Juden ablehnten und denen die getauften Juden besonders verhasst waren.

Und wenn schon der um sich greifende Antisemitismus Ende des 19. Jahrhunderts erwähnt wird, dann darf man auch nicht vergessen, in Frankreich, im klassischen Land der Judenemanzipation konnte Theodor Herzl am Beispiel von Hauptmann Dreyfuß erleben, wie ein total assimilierter Jude von der Offizierskaste zum Sündenbock gemacht wurde und wie ein antisemitischer Mob dies als Anlass zum Wüten nahm. Karl Kraus, der bereits vor 110 Jahren – wie Judt jetzt – den Juden vorwarf am Antisemitismus schuld zu sein, sah wie andere auch nur einen Ausweg, die Juden müssten verschwinden, denn mit der Assimilation allein war es auch nicht getan, denn „die Assimilation ohne physiologische Blutmischung [hat sich] als unzureichend erwiesen.“

Die Zionisten waren Realisten und sahen Juden nicht als „eine selbstdefinierte und herbeigedichtete Gemeinschaft“, sie haben ihre Verletzlichkeit als machtlose Objekte erkannt [auch wenn sie die Schoa nicht voraussehen konnten] und schufen einen Staat, der natürlich weit davon entfernt ist perfekt zu sein, der aber der einzige jüdische Staat auf Erden ist. Und weil das so ist, konnte sich der Antisemitismus nach Auschwitz wieder wandeln. Der Staat Israel wurde zum Sündenbock, und auch Judt trägt dazu bei.

Was soll man von einem Wissenschaftler sagen, der den jüdischen Israelis das „Jüdischsein“ vorwirft, und damit implizit die Hegemonie des „Arabischsein“ und „Muslimischsein“ der Region, in der sich Israel befindet, befürwortet. Würde er auch diese als „Ethno-Mythos“ in Frage stellen, könnte man ihm eine universalistische Motivation zubilligen. Doch dann könnte er nicht mehr die Rolle des „guten Juden“ spielen, der „autochthone“ Araber gegen „fremde“ Juden verteidigt und auch damit den Antisemiten vorgebliche Gründe für ihre Aggressionen liefert. Ohne jeglichen Beweis meint er feststellen zu müssen: „Israel behauptet heute aggressiver denn je, nicht nur für einen jüdischen Staat zu sprechen und zu handeln, sondern für alle Juden.“ Und schwups ist die lang ersehnte simple Erklärung da: „Das macht die Juden weltweit zu unfreiwilligen Komplizen der israelischen Politik. Kein Wunder, dass der Antisemitismus wieder wächst.“
Also – so Judt – sehen „junge Männer, die in europäischen Vororten leben und nordafrikanischer, nahöstlicher oder südasiatischer Herkunft sind […] im Fernsehen, wie Israelis im Israeli Gazastreifen die Palästinenser bombardieren.“

Mit rassistischer Überheblichkeit qualifiziert Judt diese jungen Muslime, denn um solche handelt es sich in der Regel, als geistig minderbemittelte oder als Menschen bar jeder Moral, wenn er ihnen unterstellt, sie könnten keinen Unterschied machen zwischen einem Juden, der in einem Pariser Vorort lebt und einem, der nicht gewillt ist, sich aus Gaza mit Raketen beschießen zu lassen. Hatten die klassischen Antisemiten für alle Missstände „den Juden“ schuldig gesprochen, so liefert Tony Judt den neuen Antisemiten, die nicht weniger mörderisch sind als ihre Vorgänger, eine Entschuldigung für ihre Missetaten: „Ohnmächtig und wütend identifizieren sie sich mit den Ländern oder dem Glauben ihrer Eltern.“ Ja dann ist es auch klar, weswegen gelegentlich ausgerechnet in Frankreich hunderte von Autos abgefackelt und Geschäfte geplündert werden.

Judt meint dazu: „Solch eine Wut kann nicht in Paris oder Amsterdam gezähmt werden.“ Was natürlich absurd, doch nicht überraschend ist. Heute ist der Spruch „Der Jud’ ist an allem schuld“ verpönt. Wer aber erklärt „Israel ist an allem schuld“, der kann mit Anerkennung rechnen, denn diese Schuldzuweisung wird ja von „Antizionisten“ als zulässige Kritik am jüdischen Staat hingestellt.

Judt begnügt sich nicht damit, das unentschuldbare zu entschuldigen und dem mörderischen Antisemitismus  einen Persilschein auszustellen, er gibt sich auch als Nahostsachverständiger: „Darauf zu beharren, „das Judentum“ mit einem kleinen geographischen Territorium in eins zu setzen, ist pervers und schadet sowohl Israel als auch den Juden. Es ist der Hauptgrund dafür, dass das Problem zwischen Israel und Palästina nicht gelöst werden kann.“

Judt halluziniert ein Mittel, um diesen Konflikt zu beenden: „Wenn amerikanische Juden damit aufhören würden, ihr Schicksal (und vielleicht ihr Schuldgefühl) mit Israel in Verbindung zu setzen und ihre Spenden für bessere Zwecke verwenden würden, dann könnte etwas Ähnliches (wie das Ende des nordirischen Bürgerkriegs) im Nahen Osten passieren.“ Als ob Israel von diesen Spenden abhängig wäre und als ob Israels arabische Nachbarn nur danach lechzen würden mit Israel in Frieden und Eintracht zu leben.

Natürlich existiert Israel nicht aufgrund einer Theorie, oder lediglich aufgrund seines jüdischen Charakters, aber Fakt ist, dass sich Israel schon anlässlich seiner Gründung wehren musste gegen die Aggression seiner Nachbarn. Und man kann sich ausrechnen, was mit den Juden Israels passieren würde, wenn sie sich nicht mehr verteidigen könnten. Man muss sich nur anschauen, wie im Nahen Osten nationale, ethnische und religiöse Minderheiten behandelt werden, gegen die keine jahrzehntelange Hasskampagnen geführt wurden, um zu wissen, was schutzlose Juden in diesem Fall zu erwarten hätten. Doch gerade das ist wovon Judt träumt, dass Israel von seinem mächtigen Verbündeten in Stich gelassen wird: „Vielleicht wird irgendwann sogar Washington erkennen, wie sinnlos es ist, die amerikanische Außenpolitik und das eigene internationale Prestige an den Wahn eines kleinen nahöstlichen Ethno-Staats zu binden.“ Vom Olymp der New Yorker Akademie herabblickend nimmt dieser gelernte Historiker dabei nicht wahr, dass große Staaten sich bei ihrer Bündnispolitik eher um ihre Interessen als um den Spleen einiger „antizionistischer“ Akademiker kümmern.

Judt gibt auch gequirlten Unsinn von sich: „Stellen Sie sich vor, eine Gruppe Tiroler Ärzte und Rechtsanwälte würde mit dem Schiff nach Südengland übersetzen und verkünden, dass sie gekommen seien, um das Land ihrer sächsischen Vorfahren zu bestellen.“

Die Sachsen wurden nicht aus England vertrieben, sondern eroberten England und machten die Urbevölkerung zu Untertanen. Und was immer man über Tiroler Ärzte und Rechtsanwälte sagen kann, sie beten nicht paar Mal am Tag, damit sie Gott zurückführt nach Südengland. Immerhin bildeten Juden bereits Mitte des 19. Jahrhunderts die Mehrheit der Jerusalemer Bevölkerung. Und wie immer man das an der New York University betrachtet, die Verbindung der Juden zum Heiligen Land war eine andere, als die der Tiroler zu Südengland.

Er wiederholt unverschämt die verlogene antisemitische arabische Propaganda von den fremden Juden, die eigentlich nichts im Heiligen Land zu suchen hätten und fragt sich naiv stellend: „Warum unbedingt an einem so streitsüchtigen Ort (sic!) sein wie Kanaan? Wieso nicht Kanada?
Judt macht auch für die Holocaustleugnung des iranischen Präsidenten, die andere Antizionisten regelmäßig mit Übersetzungsfehlern zu kaschieren versuchen, Israel verantwortlich: „Wenn Israels beste Verteidigung Auschwitz ist, dann braucht man nur noch zu sagen, es habe den Holocaust nie gegeben.“

Judt unterschiebt auch, dass Ahmadinedschads antisemitische Rundumschläge „aus einer israelischen Perspektive“  geradezu „bestätigend“ wirken und daher „vielleicht nicht ganz unwillkommen“ sind.

Was früher die Taufe war, scheint heute der „Antizionismus“ gewisser jüdischer Akademiker zu sein. Mit doppelter Ergebenheit und beflissenem Aufwand dürfen sie das Urteil über andere Juden zur Freude der Antisemiten, die keine sein wollen, bestätigen. Sie wollen – behaupten sie –  ja nur Israel kritisieren, als ob man dazu besonders couragiert sein müsste. Der „Antizionismus“ wird so zur Eintrittsbillet in gewisse akademische Kreise.

Wie immer, Tony Judt gelang es all die abgestandenen und durch die Praxis widerlegten vorgestanzten, antizionistischen, stereotypen Formeln – von der jüdischen Lobby in den USA und bis zum angeblichen Rassismus Israels  – mit Brachialgewalt zu benützen, als ob er Propagandist einer islamistischen Bewegung wäre, er hat sich damit sein Eintrittsbillet erworben.

97 Kommentare zu “Ist Israel an allem schuld?

  1. @Schulamit
    Es wird nichts bringen, solche Psichim wirst du nicht durch die besten Argumente überzeugen… die glauben sogar fest daran, daß Israel die israelischen Araber in Umm El Fahm am Häuserbau hindert – hoffnungslos! Letztlich hoffen diese Typen vermutlich, mit ihren Komplexen besser klarzukommen, wenn sie Andere bespucken können…
     

  2. Jane, weshalb hat Jasser Arafat in Camp David nicht die Vorschläge von Ehud Barak und von Clinton akzeptiert?  Und vor allem weswegen hat er keine Gegenvorschläge gemacht?
    Es geht nicht darum wer die bessere Menschen sind sondern darum dass es zweierlei Gesellschaften sind, in der einen gibt es antisemitische Hetze im öffentlichen oder halböffentlichen Medien und die Indoktrination von Kindern und in Israel gibt es eben keine Rassenhetze in den öffentlichen Medien. Doch das versuchen Sie wegzuwischen mit einer lässigen Bemerkung über bessere Menschen. Wer solche Hetze übt, denkt nicht an eine friedliche Koexistenz.
    Was aber die Christen im Heiligen Land angeht, ist das natürlich keine Überraschung. Denn die Christen werden Opfer in den Gebieten von unglaublichen Aggressionen, da ermordete man den Besitzer einer christlichen Buchhandlung in Gaza und wer von den Christen kann, wandert aus.
    Wenn Sie so besorgt sind über das Schicksal der Christen, dann rate ich Ihnen sich auch mit dem Schicksal der Kopten in Ägypten zu befassen und deren Probleme mit den Problemen der Christen in Israel zu vergleichen.
    @Kissly@“wer einen Fehler des Mossad mit der zum Teil industriellen Vernichtung eines Volkes gleichsetzt will kein Antisemit sein.“ schrieb ich. Also nocheinmal da Sie schwer von Begriff sind. Es gab einen Überfall von arabischen Terroristen auf israelische Sportler. Und da beschloss man in Israel die dafür verantwortlichen Terroristen zu töten.  Und dabei ist tatsächlich eine unschuldiger Mensch umgebracht worden.  Und Sie vergleichen das mit dem an Juden verübten Völkermord.
    Im übrigen ist Ihrer Meinung nach auch die deutsche Regierung eine „Verbrecherregierung“ weil einer Bombardierung durch Deutsche in Afghanistan auch Zivilisten zum Opfer fielen?
    Kissly, Ihnen habe ich alles gesagt, wenn Sie weiter mich beschimpfen wollen und Juden mit der SS vergleichen wollen, machen Sie doch lieber auf einer der neonazistischen Websites oder einer „antiimperialistischen“ Website z.B. bei Jürgen Elsässer weiter.
     
     

  3.  
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    in Ihrer letzten Wochenendausgabe haben Sie dem bekannten, englischen Israelkritiker Tony Judt durch einen langen Artikel eine Plattform für die Verbreitung seiner provokanten, und in dieser neuen Form unserer Ansicht nach eindeutig antisemitischen und somit unerträglichen Thesen gegeben. Dieser Artikel erschien unkommentiert und wurde durch Hervorhebungen, wie die Überschrift „Juden in Europa und in den USA sollten sich von Israel distanzieren“ und die Nennung des Herrn Judt als „Historiker und Leiter des Remarque-Institutes der New-York University“ noch bestätigend redaktionell hervorgehoben.
    Kern dieses Artikels, den bereits Historiker von SPME ausführlich analysiert und widerlegt haben, ist der, dass Herr Judt die Existenz des jüdischen Volkes schlichtweg leugnet. Er verlangt in seinem Artikel zu glauben, dass das Judentum eine »herbeigedichtete Gemeinschaft unter vielen« ist, die sich ihre »Selbstdefinitionen in Reaktion auf ihre Verfolger entwickelt« hat. Später sagt er noch: »Wenn wir uns darauf einigen können, dass es das ›Jüdische‹ nicht gibt …« Da es nach Herrn Judt „das Judentum“ also gar nicht gibt, kommt er in diesem Artikel auch sehr schnell wieder zu dem Thema, mit dem er schon hinlänglich (negativ) bekannt geworden ist, der Beschreibung einer weltweiten »Israel-Lobby«. Auch hier bedient er klar antisemitische Stereotypen einer weltweiten Verschwörung, die ansonsten nur in rechtsradikalen Kreisen verbreitet sind.
     
    Die fortbestehende Existenz des jüdischen Volkes, die historisch, aber inzwischen auch z.B. durch die moderne Molekularbiologie eindeutig belegt ist, zweifelt er schließlich durch das Einstreuen der Begriffe „Mischehen, Bekehrungen und Assimilationen“ an. Er schreibt »Der Ethno-Mythos einer direkten jüdischen Abstammungslinie war für die Legitimität des jüdischen Staates und somit für die institutionalisierte Vorzugsbehandlung der Juden gegenüber den Nicht-Juden essentiell.« Unserer Ansicht nach ist die Verleugnung und bewusste Verdrehung historischer Tatsachen nicht nur grob unwissenschaftlich, sondern für das Existenzrecht Israels und mögliche Lösungen im Nahen Osten fatal und infam.
    Ein Beharren auf der Berechtigung der Existenz des jüdischen Staates in Israel geißelt er hingegen als »selbstgefälliges Überlegenheitsdenken« der Juden. Derartige Begrifflichkeiten sind uns in „umgekehrter Art“ nur aus finsterer rechtsextremer Argumentationsweise bekannt und Herr Judt macht hiermit die Juden wieder selbst für den Antisemitismus verantwortlich, eine ebenfalls leider wohl bekannte Rhetorik von Antisemiten. In dieselbe Richtung geht auch die Passage, »dass Antisemiten im Fernsehen sehen, wie Israel im Gazastreifen Palästinenser bombardiert… «: Natürlich, wie so oft in den deutschen Medien, fehlt jedes Wort zu den Tausenden Raketen, die aus Gaza auf Israel seit dem Rückzug abgeschossen wurden, und die Grausamkeiten eines Krieges werden hier als „Rechtfertigung“ für den Antisemitismus angeführt. Die Juden sind somit also wieder selbst schuld am weltweiten Antisemitismus.
    Zusammengefasst protestieren wir gegen diesen aggressiven antiisraelisch-antijüdischen Artikel, der ohne Kommentar in ihrer Zeitung – übrigens ausgerechnet zum jüdischen Chanukka-Fest und vor den Toren des »Festes der Liebe« veröffentlicht wurde. Dass man hier den Juden weltweit ihr eigenes jahrtausendealtes Selbstbewusstsein bestreitet und sie gar schuldig für die Angriffe der Antisemiten sein lässt, hat eine Qualität, die nicht mehr nur antiisraelisch, sondern eindeutig antisemitisch ist. Dass schließlich auch noch der Schulterschluss mit einem der gefährlichsten Politiker der Welt, unter dem momentan besonders auch das eigene iranische Volk leidet, hergestellt wird, ist infam und eine Schande für die »Süddeutsche Zeitung«, wogegen wir mit aller Macht protestieren.
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_judt_hat_seine_pflcht_getan_der_judt_kann_kaum_noch_gehen/

  4. Jane, die arische Genocidlabertante:

    Auch Ihre Einseitigkeit stinkt erbärmlich zum Himmel:
     
    Lesen bildet:
     

    „So ist es brav, mein Kleiner“

    Am 1 Januar 2003 versuchten drei palaestinensische Kinder in die israelische Gemeinde El Sinai im noerdlichen Gazastreifen einzudringen um einen Anschlag mit den mitgefuehrten Messern auszuueben.

    Die drei Kinder, Muhammad Dawas (14), Tarek Dawas (15) und Jihad Abed (13) wurden von der IDF entdeckt, welche dann auf sie schoss und die drei toetete, um einem weiteren Anschlag auf israelische Zivilisten vorzubeugen.

    Das ist nicht das erste mal, dass terroristische Organisationen palaestinensische Kinder anheuerten um Anschlaege auszufuehren.

    24 April 2002

    Die drei palaestinensischen Kinder Ismael Abu Nadi, Anwar Hamdona und Yusuf Zakut waren mit Messern und Rohrbomben bewaffnet, als sie versuchten in die israelische Gemeinde Netzarim im Gazastreifen einzudringen. Eine in dieser Gemeinde stationierte IDF Einheit erkannte den Versuch des Anschlages, schoss und toetete die Kinder. Die Kinder waren 14 und 15 Jahre alt.

    30 Dezember 2001

    Die drei Kinder Ahmed Banat, Muhammad Maldun und Muhammad Labad versuchten in die israelische Gemeinde Dugit im noerdlichen Gazastreifen einzudringen um auf Befehl Israelis mit den mitgefuehrten Messern zu erstechen. Eine IDF Einheit vereitelte den Anschlag indem sie auf die 16 bzw. 17 Jaehrigen schoss und sie toetete.

    Das Phaenomen, das palaestinensische Kinder ausgeschickt werden um Anschlaege zu verueben, loesste eine Debatte unter den Palaestinensern aus.

    Am 2 Januar 2003 veroeffentlichte die Fatah eine Bekantmachung gegen palaestinensische Terrororganisationen, die die Kinder zu terroristische Anschlaegen aussenden. In der Bekanntmachung verurteilt die Fatah „die Respektlosigkeit und das Spiel mit dem Schiksal [der Kinder], und die Bequemlichkeit in der das Blut [der Kinder] fuer die eigenen Parteiinteressen genutzt wird.“

    Dr. Suna Abu Daka, Vorstand der Abteilung fuer Psychologie von der islamischen Universitaet in Gaza, sagte in einem Interview mit einem Journalisten am 3 Januar 2003, dass „die [palaestinensische] Familie ihre Kinder ueber die Bedeutung der Selbstmordanschlaege unterrichten muss, ueber ihre Wichtigkeit, ihre Bedeutung; und sie muss ihnen beibringen, wann sie bereit sind um sich zu einem terroristischen Anschlag eignen zu koennen. Mehr noch, es ist die Verantwortung [der palaestinensischen Familien] ihre Kinder zu beschuetzen, bis sie stark werden und die Faehigkeit haben ihre eigene Entscheidung zu treffen [in dem was die Anschlaege betrifft].“ Sie sagte, dass die terroristischen Organisationen hier eine Wichtige Rolle spielen.

    Es ist bemerkenswert, dass Jaser Arafats Bevollmaechtigter in der PLO Muhmud Abbas (Abu Mazen), in einem Interview mit der jordanischen Zeitung A-Rai am 20 Juni 2002 bekannt gab, dass die palaestinensische Terrororganisationen den Kindern fuenf Scheckel (NIS) geben, damit diese dann Sprengstoff an den IDF Soldaten vorbeischmuggeln. Die Schlussfolgerung ist, dass 40 Kinder durch Amputationen koerperbehindert geworden sind.

    Quellen:

    http://www.idf.il/hebrew/an
    http://www.islamonline.net/
     
    http://www.adf-berlin.de/html_docs/berichte_palestina/kinder_opfer.html
     
     
    Suche den Tod!”
    Die Indoktrinierung palästinensischer Kinder, den Tod für Allah zu suchen – Shahada

    Von Itamar Marcus

    nterviewer: „Du hast Shahada als etwas Schönes beschrieben. Meinst du, dass es schön ist?”

    Walla: „Shahada ist sehr, sehr schön. Jeder sehnt sich nach Shahada. Was könnte es Besseres geben, als ins Paradies zu gehen?”

    Interviewer: „Was ist besser, Friede und volle Rechte für das palästinensische Volk, oder Shahada?”

    Walla: „Shahada. Ich werde meine Rechte erhalten, wenn ich eine Shahida geworden bin.”

    Jussra: „Natürlich ist Shahada eine gute Sache. Wir wollen nicht diese Welt, wir wollen das Jenseits. Wir profitieren nicht von diesem Leben, sondern vom Jenseits… Die Kinder Palästinas haben das Konzept akzeptiert, dass dies Shahada ist, und dass der Tod durch Shahada sehr gut ist. Jedes palästinensische Kind, das ungefähr 12 Jahre alt ist, sagt ‘O Herr, ich möchte eine Shahid werden.’” (PA-TV, 9. Juni 2002)

    Während des über zweijährigen bewaffneten Konflikts hat sich die PA stark bemüht, ihre eigenen Kinder davon zu überzeugen, dass es keine größere Errungenschaft gibt als den Tod für Allah im Kampf.

    „Suche den Tod” war die Botschaft der PA an ihre Kinder über die vielen Medien, die ihr zur Verfügung stehen, einschließlich der Kindersendungen im Fernsehen, des Erziehungswesens, der Kulturprogramme, der Weisungen politischer und religiöser Führer und sogar der entsprechenden Aufmunterungen innerhalb der Familien.

    Die Resultate der Indoktrination

    In den vergangen Monaten sind die Erfolge der Indoktrinationsbemühungen der PA offenbar geworden. Die oben zitierten Elfjährigen, die den Tod für Allah als ihr Lebensziel beschreiben, und öffentliche Umfragen bestätigen die weitverbreitete Akzeptanz dieser Einstellung: 72-80% der palästinensischen Kinder streben den Tod als Shahids an.

    Noch gravierender sind die Fälle, in denen 14-Jährige diese Anweisung der PA erfüllt und Abschiedsbriefe an ihre Eltern hinterlassen haben. Danach machten sie sich in Todeshoffnung zu Selbstmordmissionen auf. In den Abschiedsbriefen der Kinder finden sich wortwörtlich übernommene Sätze aus den PA-Propagandafilmen, die eine direkte Verbindung zwischen der PA-Propaganda und dem Wunsch nach dem Heldentod zeigen.

    Teil I: Die Indoktrinierung palästinensischer Kinder, den Tod für Allah zu suchen – Shahada
    a. Propagandafilme für Kinder

    Täglich, oftmals für mehrere Stunden, werden am PA-TV kurze Propagandafilme für Kinder gezeigt, die diesen beibringen, Gewalt und Shahada – den Tod für Allah-als ideale Werte zu betrachten, die von ihnen erwartet werden. Nachfolgend drei Beispiele aus Hunderten:

    b. Schulen und Unterrichtsmaterial

    Die Schulbücher des Ministeriums für Erziehung der PA stellen Shahada als ein Ideal dar. So preist z.B. „Das Gedicht des Shahids” das Sehnen nach dem Tod; es enthält folgende Worte: „Ich sehe meinen Tod, aber ich eile ihm entgegen…” Es taucht in Schulbüchern der Klassen 5, 6, 7 und 12 auf. Die Illustration eines toten Kindes (unten), die in einem im September 2001 veröffentlichten Schulbuch enthalten ist, lehrt die Kinder, ein Kind zu identifizieren, das sich nach dem Tod sehnt.

    c. Kultur

    Viele kulturelle Programme verherrlichen Shahada und die Shahids, die für Allah gestorben sind. Das reguläre Programm des PA- Fernsehens schließt Lieder und Tänze ein, die Szenen von Gewalt begleiten, sowie Äußerungen, die die Bereitschaft, für Allah zu sterben, preisen. Nachfolgend einige Beispiele von kulturellen Sendungen des PA-Fernsehens, welche die Shahada verherrlichen:

    d. Politische Führung

    von der politischen Führung der Palästinenser. Arafat stellt die Handlungen von Kindern, die absichtlich als Shahids starben, als Modell hin. Der 14-jährige Farism Ouda starb eine Woche nachdem im Fernsehen übertragen wurde, wie er Steine gegen einen israelischen Panzer warf. Die Geschichte seiner erfolgreichen Todessuche wurde von der offiziellen Presse der PA verherrlicht: „Am Tage seines Todes verliess Faris Ouda sein Zuhause mit einer Schleuder, nachdem er sich einen Kranz mit Photos seiner selbst gemacht und darauf geschrieben hatte ’Der tapfere Shahid Faris Ouda’…” Er sagte zu seiner Mutter: „Mach dir keine Sorgen, Mutter, Shahada ist süß…” (Offizielle Tageszeitung der PA, Al-Hajat Al-Jadida, 30. November 2000; 3. Februar 2001)

    1. Arafat: Der Welt tote palästinensische Kinder zu zeigen ist „die größte Botschaft.”

    Frage: „Herr Präsident, welche Botschaft möchten Sie dem palästinensischen Volk und insbesondere den palästinensischen Kindern senden?”

    Arafat: „…Dieses Kind, das den Stein ergreift, sich dem Panzer entgegenstellt, ist das nicht die größte Botschaft an die Welt, wenn dieser Held ein Shahid wird? Wir sind stolz auf sie…” (PA-TV, 15. Januar 2002)

    f. Religiöse Führung

    Bereich des Kultus beschränkt, da soziale und militärische Unternehmungen auch unter die islamische Rechtsprechung fallen. Palästinensische religiöse Führer waren durch ihre Religions-stunden und ihre im Fernsehen übertragenen Predigten eine treibende Kraft beim Aufruf an die Palästinenser, Juden zu töten, besonders durch Selbstmordanschläge. Sie lehren, dass das Streben nach dem Tod für Allah als Shahid die Pflicht jedes Moslems ist, und sie richten diese Botschaft auch an Kinder. Religiöse Weisungen (Fatwas) haben ebenfalls festgelegt, dass Kinder an diese Aktivitäten teilzunehmen verpflichtet sind. Nachfolgend eine Anzahl von Beispielen:

    3. Religiöser Führer: Väter sollten ihre Söhne zu Selbstmordanschlägen schicken

    „Schande über den, der seine Kinder nicht zum Dschihad erzieht… Segen über den, der sich oder seinen Kindern einen Sprengstoffgürtel gibt und sich unter die Juden mischt und sagt: Allah Akbar…” (Dr. Muhammad Ibrahim Madi, Freitagspredigt, PA-Fernsehen, 8. Juni 2001)

    Altersgruppe 10-13: Dem Todeswunsch Ausdruck Geben
    1. 11-Jährige: Shahada ist dem Frieden vorzuziehen.

    2. Meinungsumfragen

    „72% der Kinder, die aus allen Bezirken Gazas ausgewählt wurden, drückten ihre Hoffnung aus, in den Auseinandersetzungen Shahids zu werden…” (’Sout Al-Nissa’-Stimme der Frauen, Al-Ajjam, 24. Januar 2002)

    „…79-80% der Kinder drückten ihre Bereitschaft aus, Shahids zu werden.”

    (Offizielle Tageszeitung der PA, Al-Hajar Al-Jadida, 18. Juni 2002)

    Teil III: Ergebnisse und Schlussfolgerungen

    Die Palästinensische Autonomiebehörde hat für ihre jungen Kinder eine gewaltsame, todesverherrlichende Realität geschaffen, indem sie ihnen beigebracht hat, den Tod für Allah – Shahada – als ein Ideal zu betrachten, von dem erwartet wird, dass sie es erreichen. Wie Arafat es in seiner Botschaft an Kinder ausdrückte: „Ist es nicht die größte Botschaft an die Welt, wenn dieser Held ein Shahid wird?”

    Die Beispiele in diesem Bericht stellen eine repräsentative Auswahl dar, die die umfassende Kampagne der Palästinensischen Autonomiebehörden aufzeigt. Wenn nur schon 1% der Kinder versuchen, ihre „Pflicht” zu erfüllen und nach Shahada durch Selbstmordattentate zu streben, werden die Auswirkungen verheerend sein. Die Ziele der künftigen palästinensischen Terrorwelle werden Israel und wahrscheinlich auch andere westliche Demokratien sein.

    Heute glaubt eine ganze Generation von palästinensischen Kindern, Opfer der Indoktrination und der Propaganda der PA, dass ihr Tod für Allah im Kampf die höchste im Leben erreichbare Errungenschaft sei. Diese Erziehung ist ein dunkles Kapitel in der Geschichte des palästinensischen Volkes, und reiht die Palästinensische Autonomiebehördeörde unter die größten Kindsmisshandler der Geschichte ein.

    http://www.pmw.org.il/AFD_ger.html
     
     
    http://www.welt.de/dossiers/dschihadaufdeutsch/article1815142/Hamas_radikalisiert_Kinder_mit_Hass-Hasen.html
     
    Hamas radikalisiert Kinder mit Hass-Hasen
     
    Über den Fernsehsender al-Aksa TV verbreitet die Hamas ihren Hass gegen Juden und Israel. Der Sender ist auch in Deutschland zu empfangen. Viele Sendungen richten sich gezielt an Kinder, immer wieder wird dabei zu Attentaten und Mord aufgerufen. Aktueller Protagonist der Propaganda ist der Hase Assud.

    „In Gaza findet ein echter Holocaust statt“, sagte Dr. Walid Al-Rashudi vor drei Wochen dem Fernsehsender al-Aksa TV der palästinensischen Terrororganisation Hamas. Der Leiter des Fachbereichs Islamische Studien an der King Saud University in Saudi-Arabien belehrte die Zuschauer zudem, dass „ein Holocaust nicht das Verbrennen von 50 bis 60 Juden in Deutschland oder der Schweiz“ sei, obwohl „die Juden dies weiterhin Holocaust nennen“. Und er fügt hinzu: „Bei Allah, wir werden nicht einmal zufrieden sein, wenn alle Juden getötet worden sind.“

    Auch Politiker kommen auf al-Aksa TV zu Wort. Fathi Hammad, ein Parlamentarier der Hamas, erläuterte am 29. Februar 2008, dass sich das palästinensische Volk, gerade auch Frauen, Kinder und Alte, als menschliche Schutzschilde verstünden, um dem „zionistischen Feind“ zu sagen: „Wir lieben den Tod so wie ihr das Leben liebt.“ Hammad, der auch Mediendirektor von al-Aksa TV ist, verurteilte die bisherige Kritik an seinem Sender als „Angriff auf die islamische Kultur durch den zionistischen Feind und die US-amerikanischen Imperialisten“. Aufrufe, den Sender abzuschalten, seien Teil einer Verschwörung, durch die man verhindern wolle, dass palästinensische Kinder islamisch erzogen werden.

    Die Hamas hat sich zwar offiziell dagegen ausgesprochen, Kinder und Jugendliche als Soldaten oder Selbstmordattentäter zu missbrauchen. Einem Bericht des Geneva Centre for the Democratic Control of Armed Forces vom August 2003 zufolge hätten Hamas-Vertreter jedoch erklärt, dass ihre Definition des Kindseins nicht auf dem Alter, sondern den Fähigkeiten basiere.
    Die Hamas steht auf der EU-Terrorliste und hat in Deutschland laut Verfassungsschutz 300 Mitglieder. Verschiedene Spendensammelvereine wie al-Aksa e.V. sind verboten worden, denn „Unterstützungshandlungen und -leistungen aus Deutschland für die Hamas fördern deren terroristische Aktivitäten und richten sich gegen den Gedanken der Völkerverständigung.“

    Verschonen Sie uns endlich mit Ihrer zum Himmel stinkenden Doppelmoral.

  5. Ausgerechnet Sie, der Hagalil-Antisemit redet von Menschenverachtung? Ausgerechnet Sie, der Juden als das Böse schlechthin seit Monaten hier hinstellt?
    Wie verlogen sind Sie eigentlich?
     
    Nur ein einziger Satz der Ihren Judenhass seit Monaten belegt, reicht aus um zu wissen, wie Menschenverachtend Sie sind:
     
    „Schon schlimm wie intolerant Juden sind.“
     
    Und das ist nur ein O-Ton des Antisemiten Kissly.
     
    Ihr Hass auf Juden stinkt hier täglich erbärmlich zum Himmel!

  6. Je schuldiger Israel wird umso unschuldiger werden andere Nationen die Verbrechen an Juden begangen haben.
    Und Israel hat seine Unschuld schon lange verloren
    .

    Ich bezweifle, dass Israel als Land und politische Entität jemals ‚unschuldig‘ war, allerdings ist der erste Satz wirklich unselig. Es gilt Unrecht aufzuzeigen, vor allem wenn es so penetrant ignoriert wird, wie das an den Palsätinensern früher und immerfort begangene; freilich ändert das nichts an der deutschen Geschichte. Schuld sind allerdings die, die etwas taten, die die ihnen applaudierten, die die sie bagatellisierten und die die es vorzogen nicht darüber nachzudenken – in der Reihenfolge. Es sind aber nicht alle schuldig, denn das 3. Reich war auch eine Diktatur die gnadenlos gegen Kritiker vorging und ihre Schergen hielten immer die Ohren offen. Auch Menschen die damals noch nicht lebten sind nicht schuldig.

    Die eine Schuld wird aber nicht durch eine andere relativiert. Unschuldige Menschen gibt’s wohl nicht – und alles was hilft ist Unrecht aufzuzeigen, mit den einen einzigen Ziel  – es zu beenden – und damit ist es gut.

  7. Herr Pfeiffer

    Schauen Sie sich an wie Kleinkinder zum Hass gegen Juden im Fernsehen von Gaza aufgestachelt werden:

    Solche Videos gibt es genauso von israelischen Kindern auf eine Verlinkung verzichte ich jetzt, aber man gebe nur settler children violence ein, vielleicht noch yeshiva und kill arabs – dann wird man schon fündig.

    Bzgl. der Schritte auf eine Lösung des Konflikts hin besagt das alles jedoch gar nichts. Ich setze mich ja übrigens auch nicht für die Besatzung Israels durch die Palästinenser ein, sondern dafür, dass die Israelis rückgängig machen, was sie in den letzten 15 Jahren alles anstellten um Oslo zu unterwandern und dass eine Lösung auf Grundlage des internationalen Rechts auch von Israel akzeptiert werden muss (nicht nur von den Palästinensern, die das de facto schon akzeptiert hatten).

    @Gerrit
    In der Rechtsform eines bürgerlichen Subjektes schützt der Staat die individuelle Existenz nicht perfekt. Er bedroht Sie aber auch nur in weit geringerem Maße, als ein Mangel an subjektivem Recht sie im Rahmen von staatlicher Willkür bedrohte.

    Staatliche Willkür sieht vor israelischen Gerichten für Palästinenser dann zum Beispiel so aus (ist alt, heute ist es eher noch übler):

    „Der Staat Israel verhandelt gegen 34 jugendliche Palästinenser. Sie werden beschuldigt, während der Adventsunruhen Steine auf Soldaten oder Polizisten geworfen zu haben…..

    Mit der Wahl des Anwalts fängt es schon an. Die Angeklagten hatten keine Gelegenheit, vor Beginn des Verfahrens mit ihren Verteidigern zu reden. Sie müssen den Anwalt durch Zuruf bestimmen. Ein halbes Dutzend Advokaten marschiert vor der Anklagebank auf; die Palästinenser können dann auf einen von ihnen zeigen, der ihnen zusagt: „Du?“ „Wer, ich?“ „Nein, der mit dem grauen Anzug und dem Bart.“ Der Anwalt darf einen Blick in die Ermittlungsakte werfen, und los geht’s mit der Rechtsfindung.

    Die meisten der jungen Männer sind nachts in den Wohnungen ihrer Eltern verhaftet worden. Die Häscher hatten es so eilig, daß sie sich dabei oft genug vergriffen. Der Richter ruft mehrfach Angeklagte auf, die gar nicht im Saal sind. Dafür sind andere da, die nicht auf seiner Liste stehen.
    ..
    Von den 34 Angeklagten werden an diesem Vormittag nur drei verurteilt; sie haben sich schuldig bekannt. Einer davon ist Latif Abd el-Hadi, 15, wohnhaft im Lager Anabta nördlich von Nablus. Latif gibt zu, daß er am Schultor Schmiere gestanden hat, als seine Kameraden Steine auf Militärfahrzeuge warfen. Weil er nicht vorbestraft ist, verurteilt ihn Richter Levi zu sechs Wochen Gefängnis und zu einer Geldstrafe von 500 neuen Schekel, etwa 450 Mark.

    Normalerweise hat Richter Levi zwischen drei und vier Dutzend Fälle am Tag zu verhandeln. Doch selbst so routinierte Gerichtsherren wie die israelischen Militärrichter sind dem Tempo und der Besessenheit, mit der die Sicherheitskräfte in den letzten Wochen drauflos verhafteten, nicht gewachsen. Im Gazastreifen, in Ostjerusalem und im Westjordanland sind mindestens tausend Palästinenser in Haft genommen worden.
    In Nablus werden an diesem Tag nur 24 Angeklagte vorgeführt – im Schnitt einer pro Viertelstunde. 21 Fälle müssen vertagt werden – weil die Akten unvollständig oder verschwunden sind,

    Richter Levi ist kein Betonkopf. Die Pannen sind ihm wirklich peinlich. Das orientalische Chaos paßt nicht in die Klischeevorstellungen von israelischer Effizienz. Levi räumt ein, daß die Art, mit der hier Recht gesprochen wird, nicht dem Rechtsempfinden des israelischen Volkes entspricht. Es sei alles „ein großes Durcheinander“.
    Aber die Militärrichter haben ihre Anweisungen. Deshalb wird weitergewurstelt, obwohl die Schnellverfahren dem Ruf des Staates schaden.

    ..Allein in Gaza sind fast 600 Jugendliche festgenommen worden, 85 Prozent davon im Alter von 14 bis 17 Jahren.
    Wer sich von vornherein schuldig bekennt, kann mit einem moderaten Strafmaß rechnen. Der Punktekatalog sieht vor: Steinwurf sechs Wochen, Fenster einwerfen drei bis sechs Monate, Steinwurf mit Treffen am Mann sechs bis zwölf Monate.“

    So sah also die ‚Nicht-Herrschaft über die Palästinenser 1988 aus, lt. Spiegel

    Wie ist es heute? Heute lauten die Urteile im Zweifelfall lieber zuungusten.

    Israelische Täter an Palästinensern können auch auf unsachliche Beurteilung hoffen:   1996 misshandelte der Sicherheitsmann Nachum Korman einen elfjährigen Jungen aus Hussan derart, dass er starb. Seine Strafe: sechs Monate Sozialdienst und ein Geldbetrag wegen fahrlässiger Tötung. Heute arbeitet Korman bei Pindrus in der Stadtverwaltung.  Spiegel, 24.11.2003

    Die ‚Nicht-Herrschaft‘ sieht lt. einem israelischen Kommandeur des IDF zum Beispiel so aus:

    Die Untersuchungsergebnisse von „Defence for Children International“ (DCI) kommen nach den Enthüllungen der israelischen Soldaten und ranghoher Kommandeure: es sei eine „normale Prozedur“, in der Westbank palästinensische Zivilisten, einschließlich Kinder zu terrorisieren.
    Oberst Itai Virob, Kommandeur der Kfir Brigade, gab letzten Monat bekannt, dass zur Erfüllung einer „Mission“ auch „Aggressivität gegen jeden Bewohner im Dorf gehört“. Zu Verhören gehören Ohrfeigen, Schläge und Fußtritte, sagte er.
    Oberst Virob machte seine Aussagen während einer Gerichtsverhandlung zur Verteidigung zweier Soldaten, einschließlich seines vertretenden Kommandeurs, der angeklagt worden war, Palästinenser im Dorf Qaddum, nahe Nablus, geschlagen zu haben. Einer sagte vor Gericht, „die Soldaten seien zu Aggressionen in der IDF-Armee erzogen worden“.
    Oberst Virob schien seine Beobachtung zu bestätigen, als er sagte, es wäre Taktik, das Dorfleben während Militärmissionen „aus dem Gleichgewicht zu bringen“ und dass die meisten Angriffe „gegen Leute seien, die nicht beteiligt seien“. http://schattenblick.net/infopool/politik/ausland/panah526.html

  8. Herr Pfeifer, die Deutschen haben sehr große  menschenverachtende Verbrechen gegen Russland und Polen verübt. Die logische Strafe hierfür war die Enteignung von Schlesien und anderen Gebieten, auch zur künftigen Absicherung der östlichen Grenzen. Gegen Juden hat Deutschland noch größere Verbrechen begangen. Zwar haben auch andere Völker ähnliche Verbrechen begangen, aber niemals in einem solchen Umfang. Hätten die Deutschen nicht auch für dieses übergroße Verbrechen an den Juden, ähnlich bezahlen sollen wie die Abtretung von Schlesien?? Stattdessen haben die Palestinenser dafür bezahlt. ????  Das ist doch unlogisch und ungerecht ???

  9. Soso Herr Pfeifer, die Ermordung eines Menschen ist ein Fehler?
    Diese Wertlosigkeit des menschhlichen Lebens habe ich letztmalig bei dem braunen Gesockse gelesen – naja für Israels war es „nur“ ein Araber – ein Untermensch?
    Dazu der Talmud:
    „Wer einen menschen rettet ist vor Gott so als ob er die ganze Menschheit gerettet hätte“ .
    Das heisst für mich dass für Gott jedes einzelne Menschenleben wichtig ist, für sie ist ein ermordeter Araber nur ein Fehler, ein Kollateralschaden.
    Ich mache da keinen Unterschied – jedes Menschenleben ist wichtig egal ob eines oder fünf Millionen – für den Mossad und die SS und Herrn Pfeifer nicht.
    Und ich mache auch keinen Unterschied ob aus rassischen (rassistischen?) Gründen ein Mensch ermordet wird, egal ob Araber oder Jude.
    Für Sie ist die Ermordung des Arabers nur ein Fehler – die Ermordung von Milionen (zu Recht) ein Verbrechen.
    Ab wieviel Toten reden Sie von Verbrechen?
    Müssens nach ihrer Lesart 50, 100, 1000 Tote sein das es kein Fehler ist?
    Oder ists bloss ein Fehler weils nur ein Araber war?
    Der Rassist sind Sie, ermordete Juden sind Opfer und ermordete Araber bloss ein Fehler.
    Ihre Menschenverachtung stinkt zum Himmel.
     

  10. „Mit manchen hartgesottenen oder verwirrten ist tatsächlich jede Diskussion überflüssig.
    In der Regel haben die Leute die glauben für die Palästinenser posten zu müssen wenig Ahnung über die tatsächliche Lage im Heiligen Land.“
     
    Sie werden hier drei dieser Spezies hier finden: Jane, Kissly und Hans Kohldampf. Letztere beiden sind die schlimmsten Antisemiten, die ihr Unwesen gern auf jüdischen Seite treiben. Antisemitismus in Deutschland ist schon lange wieder salonfähig.

  11. Willow

    ohne weitere Prüfung nehmen Sie an, was ethisch ist, das ist schön – es offenbart zumindest, dass wir doch im Grunde genommen das gleiche Rechtsverständnis haben – aber ist es auch die Wahrheit?

    “Beim Libanonkrieg erhielten jüdische Israelis von der Regierung Schadenersatz für die Schäden, welche durch Hisbollah-Beschuss entstanden – Christen und Muslime gingen leer aus.”

    „und ohne weitere Prüfung machen sie eine Behauptung zu einer unumstößlichen Tatsache.“
    Nun – ich habe sicher nicht alles zur Gänze geprüft, wo sollte man da anfangen und wo aufhören – aber haben Sie Ihre Annahme überprüft. Immerhin hatte ich natürlich darüber gelesen, in Quellen, denen ich keine Unglaubwürdigkeit unterstelle. Wie sieht es mit Ihnen aus, haben Sie Ihre Aussge geprüft, ehe Sie mir mirnichtsdirnichts eine Lüge unterstellten?

    Nun dann muss ich Sie auf folgenden Artikel aufmerksam machen:

    Erzbischof Elias Chacour: „Arabische Christen in Israel benachteiligt“ – Die arabischen Christen im von den Kämpfen betroffenen Norden Israels erhalten vom israelischen Staat im Gegensatz zu den jüdischen Bürgern keine Entschädigung… Anders als die jüdischen Mitbürger hätten sie in ihren Dörfern keine Bunker, in denen sie Schutz suchen könnten

    http://www.haefely.info/gesellschaft+politik_heiliges-land_hoffnungszeichen.htm

    Das gleiche trifft auf die Muslime zu:

    http://www.haaretz.com/hasen/spages/763244.html

    „Court discusses Israeli Arab appeal for equal war compensation“

    Ich hoffe, Ihr Rechtsverständnis wird nicht durch den Umstand gebeugt, dass die Kompensation, die Israel je nach Religionszugehörigkeit gewährte, möglicherweise doch sehr unterschiedlich ausfiel oder auch ganz ausblieb.

  12. Herr Pfeiffer

    Kurios – jetzt kam ich zum Thema, ‚ethnische Geiselhaft‘ und jetzt verlegen Sie sich dann offenbar lieber auf ein anderes auch beliebtes Spiel. D.h. wer sind die besseren Menschen, die Juden oder die Araber.  De Fakto leben Palästinenser unter israelischer Militärdiktatur. Sie können jederzeit ohne Gerichtsverfahren in israelischen Gefängnissen verschwinden und auch ohne große Folgen für die Täter getötet werden. Delikte an Palästinensern von Siedlern oder Soldaten begangen, kommen kaum zur Anzeige, werden kaum verfolgt und sollten sie es doch einmal vor ein  Gericht schaffen, mit lächerlichen Strafen bedacht.

    Die Palästinenser sind natürlich nicht “von den Israelis vollkommen entrechtet und unterdrückt”, soeben hat ein Palästinenser beim Obersten Gericht gegen die Sperrung einer Straße geklagt und gewonnen.  Eine Lüge Jane wird nicht wahr wenn man sie auch oft wiederholt.

    Ja ein sensationelles Urteil, das ändert freilch nichts daran, dass für diese Straße für jüdische Siedler auf nicht-israelischen Land viele Palästinenser enteignet wurden. Seit dem 6 Tage Krieg wurden an die 20.000 palästinensische Häuser kompensationslos zerstört.

    Der systematische Angriff der Israelischen Armee gegen Palästinensische Bäume hat schon mit der israelischen Besetzung Palästinensischen Territoriums 1967 begonnen und hat inzwischen dazu geführt, dass über 1 Million Bäume allein bis 1999 ausgerissen worden sind. Seit Beginn der laufenden Intifada im Jahr 2000, vor allem seit Baubeginn an der Apartheid Mauer wurden etwa 1.6 Millionen Bäume entwurzelt. Die israelische Armee hat für den Bau der Apartheid Mauer und anderer Maßnahmen vorranging immer wieder die fruchtbarsten Ländereien und Obstbäume im Auge.

    Ja – das Dorf B’ilin hat gegen den Mauerverlauf und die Enteignung ihrer Felder bei Gericht geklat und RECHT ERHALTEN, was leider nicht bedeutet, dass dieses Gerichtsurteil umgesetzt würde. Tatsächlich ließ das Gericht mal wieder die berühmte ‚Grauzone‘, denn es legte nicht fest, wo die Mauer denn verlaufen dürfe. Die Mauer, die ja zum allergrößten Teil auf nicht-israelischem Land gebaut wurde ist natürlich komplett nicht legal, wie es das Urteil des internationalen Gerichtshofs in Den Haag besagt. Der israelische Staat kann allerdings ungestraft auch die Urteile der eigenen Gerichte ignorieren.

    Wenn Palästinenser, dann ihr Recht tatsächlich durchsetzen wollen läuft das mitunter so.

    „Ja, kürzlich als die Siedler einen Außenposten errichten wollten. Wir stellten uns unter einen Wohnwagen, der an einem Kran hing, und erklärten, dass wir dort bleiben würden, weil dies unser Land ist. Gleichzeitig haben wir per Handy die israelische Polizei verständigt. Wir waren drei und wurden von etwa 15 Personen zusammengeschlagen. Wir wurden verletzt, aber wir blieben und haben uns nicht gewehrt. Als die Polizei eintraf, hat sie uns verhaftet, nicht die Siedler. Erst eine israelische Friedensaktivistin hat eine Ambulanz gerufen“

    Das ist für den unbedarften Medienkonsumenten natürlich vollkommen irreführend, genauso wie die Bezeichnung ‚illegale Siedlungen‘- die Siedler, die Woche für Woche, Jahr für Jahr palsätinensische Felder verwüsten, Bäume entwurzeln etc. werden ja unter der Hand schon vom ein oder anderen Regierungsvertreter gesponsert und den ‚illegal aufgestellten Wohnwagen‘ folgen dann bald die Soldaten und die festen Häuser. Sowas finden sie freilich in keinem Feuilleton.

    Und dieses Moratorium – ein Witz – da wurden noch mal schnell hunderte Wohneinheiten gebilligt, die natürlich trotzdem gebaut werden müssen und in 10 Monaten solls dann ganz offiziell weiter gehen. Der einzige wirklich Zweck dieses Moratoriums, ist das ‚wir tun ein bischen so – und können alle das Gesicht wahren‘ – in Wirklichkeit ist es jetzt schon Makulatur. Und was heißt denn 10 Monate? Und dann? Diese so tun als ob Rethorik ist Bestandteil dieses nie enden wollenden ‚Spiels‘ und selbst die ‚liberalen’Elemente der israelischen Gesellschaft, die auf Menschenrechte wert legen, sind mitunter wohl unfreiwillig Bestandteil seines Fortbestands, da sie einer ungeschriebene Agenda offensichtlich irreführend in Frage stellen, ohne dass dies schließlich und endlich irgend einen Erfolg hätte.

    Der israelische Staat wurde von den Palästinensern anerkannt und ihrer wurde jenseits der Grünen Linie ausgerufen und von einigen muslimischen Ländern anerkannt. Die westlichen würden folgen, hätte Israel nicht blockiert. Israel hat die eigene international anerkannte Grenze, die Grüne Linie selber niemals anerkannt, sondern expandiert unaufhörlich darüberhinaus. Es will einfach mehr Land, da ihm 73% des ursprünglich palästinensichen Territoriums nicht genügen. Das zu bestreiten ist albern. Nicht mal hier behauptet es irgend jemand ernsthaft, außer wenn man die Dinge so bündig auf den Punkt bringt. Tatsächlich gibt es für ein solches Verhalten eines Staats keinerlei legitimation – es ist schlicht und ergreifend Raub. Das hört sich dann nicht so schön an. Die Siedlungen zu verteidigen und gleichzeitig zu behaupten, man wolle eine Zwei-Staaten-Lösung ist zynische Heuchelei, da nützt es auch nichts, die ein oder andere radikale palästinensische Widerstandsbewegung vorzuführen.

  13. @Rotana@
    Wodurch ist eigentlich der Hass der Palestinenser auf den Staat Israel entstanden ?
     
    Ihre kurze Frage verdient eine Antwort. Und zwar werde ich zunächst mit einer Analogie aus der deutschen Geschichte antworten.
    Deutschland hat 1939 einen Krieg gegen Polen begonnen. 1945 nach der Niederlage des „3. Reichs“ wurden die meisten Deutschen aus Schlesien, das zu Polen kam, vertrieben. Nun war der Prozentsatz der Nazi unter den Schlesiern nicht höher als derjenige unter Österreichern. Trotzdem mussten sie flüchten oder wurden vertrieben. Ein Teil dieser Vertriebenen träumte davon, das status quo ante herzustellen und machte in Hasspropaganda gegen Polen.
    Doch die deutsche Gesellschaft musste erkennen, dass mit Revanchismus kein Staat zu machen ist. Heute gibt es korrekte bis herzliche Beziehungen zwischen den beiden Ländern.
     
    Und jetzt meine Gegenfrage, wohin hat der Hass gegen Juden die Palästinenser gebracht?
    Schauen Sie sich an wie Kleinkinder zum Hass gegen Juden im Fernsehen von Gaza aufgestachelt werden:
    http://www.youtube.com/watch?v=gi-c6lbFGC4&feature=player_embedded
     
    http://www.youtube.com/watch?v=1LaAvZp7EP4&feature=player_embedded
     
    Kann man diesen Hass und diese Indoktrination von Kindern rechtfertigen? Nützt dieser Hass den Palästinensern?
     
    Wäre es nicht Zeit diesen Hass abzubauen?

  14. @ Jane
    Auch wenn Sie bemerkenswert bemüht sind, mich misszuverstehen, beweisen Sie an keiner Stelle, dass Israel kein Rechtsstaat wäre. Es wird Ihnen auch nicht gelingen, aber vielleicht gefallen Sie sich gerne als Sysiphus.
    Dadurch, dass Sie etwas wiederholt behaupten, wird kein Argument daraus – und noch lange kein Beweis. Anderenfalls wäre sogar die Fernsehwerbung nichts als pure Offenbarung
    Mir scheint, Sie greifen relativ wahllos und beliebig Ereignisse heraus, die Sie als Missstände und Ungerechtigkeiten empfinden. Wir könnten uns jetzt darüber austauschen, inwieweit sich unsere Eindrücke decken, aber derartige Selbsterfahrungsspirenzien sind für Andere nur sehr begrenzt von Interesse, geschweige denn von Belang.
    Kurz zu Ihrer Einlassung:
    „Was ist das für ein ‘Rechtsstaat’, der ‘großzügig’ auf die Durchsetzung des eigenen Rechts verzichtet, insofern die eigenen Staatsbürger die Begünstigten und die fremden die Benachteiligten sind?“
    Haben Sie schon vom Siedlungsmoratorium gehört? Kennen Sie die Entscheidung, die neue Autobhan nach Jerusalem für Palästinenser frei zu geben? Ihre oben angeführte Einlassung stellt das in Frage.
    Beides sind übrigens  Entscheidungen, die von Organen eines Staates getroffen wurden, der allen Kriterien von Rechtstaatlichkeit entspricht (mithin entsprechen auch seine Entscheidungen diesem Prinzip).
    Was Sie da an vermeintlichen Belegen für Ihre These heranziehen, sind Ergebnis der Widersprüche, wie sie in jedem bürgerlichen Rechtstaat in der Durchsetzung des staatlichen Gewaltmonopols entstehen. Diese Erscheinungen sind keine Spezialtät des Staates Israel. Das dennoch zu behaupten, ist unredlich und wirft die Frage nach dem Grund auf, aus dem es geschieht.
    Erinnern Sie sich noch, was vor ein paar Jahren in den Vororten von Paris los war? Das war auch nicht schön! Aber: Dass derlei geschieht, ändert dennoch nichts daran, dass Frankreich ein Rechtsstaat ist (manche würden sogar sagen: Es belegt es vielmehr).
    Es sei Ihnen ein Trost, Jane: In der Rechtsform eines bürgerlichen Subjektes schützt der Staat die individuelle Existenz nicht perfekt. Er bedroht Sie aber auch nur in weit geringerem Maße, als ein Mangel an subjektivem Recht sie im Rahmen von staatlicher Willkür bedrohte. Das meinte ich mit meiner Anspielung auf die Shariah.
     
     

  15. @Schulamith@ dort wo es möglich ist, trete ich entgegen. Mit manchen hartgesottenen oder verwirrten ist tatsächlich jede Diskussion überflüssig.
    In der Regel haben die Leute die glauben für die Palästinenser posten zu müssen wenig Ahnung über die tatsächliche Lage im Heiligen Land.
     

  16. Ach die Genocidschwätzerin mal wieder. Fragt sich nur, wo bei ihr kein Antisemitismus vorherrschend ist. Es geht nur so: Diese Juden-Hasser mit ihren Verleumdungen ignorieren.

  17. @Jane@ natürlich ist es schon interessant, was im palästinensischenTV gezeigt wird, was Palästinenser sehen, wenn sie sich Al Manar oder auch gewisse ägyptische TV Programme anschauen. Denn dort werden immer neuere Versionen der Protokolle der Weisen von Zion gezeigt, dort werden Juden beschuldigt Ritualmorde zu begehen. Wenn heute die Theorie der „jüdischen Weltverschwörung“ derartig in der arabischen Welt und auch unter Palästinensern verbreitet ist, dann gibt es ein Hindernis für den Frieden, für den Sie doch eintreten wollen.
    Die Palästinenser sind natürlich nicht „von den Israelis vollkommen entrechtet und unterdrückt“, soeben hat ein Palästinenser beim Obersten Gericht gegen die Sperrung einer Straße geklagt und gewonnen.  Eine Lüge Jane wird nicht wahr wenn man sie auch oft wiederholt.
    Und noch haben wir nicht vom mörderischen Terror geschrieben, den Palästinenser jahrelang gegen israelische Zivilisten geführt haben.
    Israel zog sich aus dem Libanon zurück. Was war die Antwort? Raketenbeschuss. Israel zog sich aus dem Gazastreifen zurück, wie reagierte Hamas?
    Damit es zum Frieden kommt, müssen die Hasspredigten aufhören, es muss verzichtet werden auf Terror, Israel muss anerkannt werden und dann können alle UNO-Resolutionen verwirklicht werden. Sicher wird man dann auch über Siedlungen reden.
    Wir sehen aber zwei verschiedene Gesellschaften, eine halbfeudale Stammesgesellschaft und auf der anderen Seite einen hochentwickelten Staat mit 5,8 Millionen Juden und 1,2 Millionen Arabern, die friedlich zusammenleben. Im Gegensatz zu einigen muslimischen Staaten werden in Israel keine Moscheen gesprengt. Ist alles perfekt? Nein, da gibt es viel Probleme, aber immerhin hat Israel sein Flüchtlingsproblem (mehr als eine halbe Million Juden flüchteten aus arabischen Ländern oder wurden vertrieben) gelöst und all das unter fortgesetzten Anfeindungen der arabischen Nachbarn. Tatsache ist, die Juden haben sich auf ihren Staat vorbereitet, die Araber nicht. Während Juden in aller Welt, vor allem in den USA Israel Milliarden zu seinem Aufbau und Erhalt zur Verfügung stellten und stellen, bauten und bauen die Ölmilliardäre in Saudi Arabien und in den Emiraten Traumpaläste und künstliche Inseln mit babylonischen Hochhäusern,  anstatt nach dem Muster des Judentums in aller Welt ihren islamischen Brüdern einen Palästinenserstaat errichten zu helfen, der dem Judenstaat auf Augenhöhe gegenübertreten könnte.
    In aller Welt hasserfüllte Selbstmorattentäter gegen Israel zu rekrutieren oder aus dem Iran Massen von Waffen an die HizbAllah zu liefern, wie unlängst die israelische Küstenwache abgefangen hatte, ist kein Ersatz für einen globalen Erziehungsplan in Demokratie, Gesellschaftspolitik, Technologie, Polit- und Wirtschaftswissenschaften. Die herrschenden Dynastien und Diktaturen streben dies im Interesse des eigenen Machterhalts verständlicherweise gar nicht erst an. Hier aber liegt der tiefste Kern des Konflikts zwischen Israel und seinen Nachbarn.
     

  18. Ach Jane, wieder einmal verquirlen sie Halbwahrheiten mit Gerüchten und Lügen… ich frage mich einfach nur: warum? Woher diese einseitige Verblendung, dieser Hass? Da haben sie von einem Priester gelesen
     
    „Beim Libanonkrieg erhielten jüdische Israelis von der Regierung Schadenersatz für die Schäden, welche durch Hisbollah-Beschuss entstanden – Christen und Muslime gingen leer aus.“
     
    und ohne weitere Prüfung machen sie eine Behauptung zu einer unumstößlichen Tatsache. Hauptsache Israelhetze! In dieser -ihrer!- Welt werden dann auch permanent Palästinenser
     
    aus ihren Häusern und von ihren Felder vertreiben
     
    oder, so stellen sie sich das vermutlich vor, willkürlich und vom israelischen Staat abgesegnet an jeder Straßenecke ohne Grund und Bestrafung umgebracht… können sie sich nicht vorstellungen, daß derartige Hetze eher etwas über ihren Kopf aussagt als über das realexistierende Israel?
     
    Zuletzt, gegen die „Siedlungen“ läßt sich einiges vorbringen, keine Frage – aber nach internationalem Recht eindeutig illegal sind sie keinesfalls, auch wenn das noch so oft nachgeplappert wird, gelegentlich sogar von Leuten, die es besser wissen (müßten) – falls sie es ertragen, hier eine Abhandlung darüber:
    http://jer-zentrum.org/ViewBlog.aspx?ArticleId=90
     

  19. Jane, mein Thema war der Text von Tony Judt und nicht die Besatzung.  Daher schlage ich vor, dass Sie beim Thema bleiben.
    Die Version, das auf der einen Seite die teuflischen Israelis und auf der anderen Seite die engelhaften Palästinenser stehen ist genauso zu verwerfen, wie diejenige, die behauptet auf der einen Seite stehen die engelhaften Israeli und auf der anderen Seite die teufelhaften Palästinenser.

    Den Vorwurf können Sie mir machen, denn den Text Judts selbst hatte ich noch gar nicht gelesen – nur warum schreiben Sie ‚Ist Israel an allem schuld?‘ so lautet ja der Titel Ihres Artikels und ich frage mich worauf der sich bezieht, vor allem das ‚Allem‘?.  Was ist denn dieses ‚Alles‘?

    Diese ständige argumentative Pendelbewegung von einem postulierten Extrem ins andere – ‚an allem‘, ‚teuflich‘ engelhaft‘ ‚verlogen‘ etc. vernebeln jede echte Bestandsaufnahme.

    Tony Judt hat natürlich mit vielem Recht – der israelische Staat sieht sich selbst ja tatsächlich als zuständig für die Juden in der Welt und umgekehrt. Natürlich wird diese Auffassung nicht von allen Juden geteilt, aber auch viele scheinen sich in ihrer eigenen Identität kritisiert, sobald man Israel kritisiert.

    Ein drastisches Beispiel für die Vereinnahmung war zum Beispiel nach dem Massaker in Bombay folgendes:

    Die jüdischen Leichname, deren Särge in israelische Flaggen eingeschlagen waren, wurden von israelischen Kriegsflugzeugen rückgeführt. Mindestens eine der hinterbliebenen Opferfamilien, die des getöteten Rabbiners Arjeh Leibusch Teitelbaum, die der anti-zionistischen Strömung der Satmarer Chassiden angehört, hatte das Angebot Israels strikt zurückgewiesen, zusammen mit den anderen Hinterbliebenen an einer offiziellen Gedenkfeier teilzunehmen. Sie untersagte es außerdem, dass der Sarg des Rabbiners in die israelische Flagge eingeschlagen würde. Aber, wie die israelische Tageszeitung «Haaretz» Anfang Dezember letzten Jahres schrieb, «all ihre Einwände fielen auf taube Ohren ». Das ist in diesem Fall besonders infam, da der Rabbiner weder die israelische Staatsbürgerschaft angenommen noch die ihm und seiner Familie zustehende finanzielle Unterstützung des Staates in Anspruch genommen hatte.
     
    Viele jüdische Verbände, die eigentlich Stellvertreter der Interessen der Juden in ihren jeweiligen Ländern sind, scheinen vor allem ein Sprachrohr der israelischen Regierung zu sein und die zirkuläre Logik, nach der jede ernsthafte Kritik angeblich Antisemitismus ist, setzt aufs selbstverständlichste Zionismus mit Judentum gleich. Das führt soweit, dass Juden, die die israelische Besatzungspolitik ablehnen sich Anti-Semitismus vorwerfen lassen müssen – völlig absurd wird es, wenn ihnen solche Vorwürfe von antideutscher Seite gemacht werden, wie schon geschehen. Wenn dann also Broder bejaht, dass Juden natürlich Antisemiten sein können, so erkennt er das an der besatzungskritischen Einstellung derselben. Dass dann mitunter auch Nicht-Juden das eine mit dem anderen gleichsetzen, was eindeutig nicht in Ordnung ist, müsste man diesen freilich nachsehen, wenn viele Juden das schon selber tun.

    Natürlich geschehen kollektive Zuschreibungen in den Köpfen aller möglichen Menschen, die nicht ausreichend differenzieren, seien es Juden oder Nicht-Juden, aber auch die pro-zionistische Rethorik muss sich diesen Vorwurf gefallen lassen, da sie mit der Delegitimierung der jüdischen Kritiker mit dem Antisemitismusvorwurf die Deutungshoheit dessen, wer oder was ein rechter Jude ist und wer oder was Anti-Semit ist auf ihre eigene Agenda reduziert und damit auf Kritiker unter Juden, wie auch Nicht-Juden einen erheblichen Druck ausübt. Man ist für oder gegen uns, gerade so, wie auch Bush es seinerzeit vereinfachte und dazwischen scheint es nicht wirklich viel zu geben, außer Pseudodiskussionen, die letztendlich nichts anderes bewirken, als ein narzisstisches – ‚wir sind ja auch ein bischen kritisch‘ – ohne dass ein echter Wunsch nach Veränderung, dahinter stünde. Dies ist wohl ein leider völlig unterbelichteter Faktor, der dazu beiträgt, den Nah-Ost-Konflikt scheinbar unlösbar zu machen.

  20.  “Israel ist zwar eine Demokratie welche auch immer wiederkehrende freihe Wahlen hat, ist jedoch keinesfalls ein Rechtsstaat”.
    Da wäre ich jetzt mal auf Ihre Vorstellung von “Recht” gespannt – vielleicht die Shariah?

    Ein kleines Beispiel – die Richtlinien für den Gebrauch von Schusswaffen des IDF sind bei Demonstrationen in den besetzten Gebieten nicht die gleichen, je nachdem ob sich auch Israelis oder ’nur‘ Palästinenser vor Ort befinden. Es wird also nicht nach dem Grad der eigenen Bedrohung, sondern nach der nationalen-religiösen Zugehörigkeit oder auch nur bei Anwesenheit von Israelis anders geschossen oder nicht geschossen.

    Ein großer Teil der Siedlungen sind nicht nur nach internationalem Recht illegal (nach internationalem Recht gibt es keine legalen Siedlungen), sondern sogar nach israelischem Recht, da das israelische Recht die Vertreibung von Palästinensern von ihrem Land und Grund nicht gestattet. Die Praxis ist eine völlig andere und das ist den israelischen Behörden auch bekannt. Was ist das für ein ‚Rechtsstaat‘, der ‚großzügig‘ auf die Durchsetzung des eigenen Rechts verzichtet, insofern die eigenen Staatsbürger die Begünstigten und die fremden die Benachteiligten sind?

    Beim Libanonkrieg erhielten jüdische Israelis von der Regierung Schadenersatz für die Schäden, welche durch Hisbollah-Beschuss entstanden – Christen und Muslime gingen leer aus.

    Man könnte eine endlose Liste dergestalt fortführen. Wenn sich Israel mit Dafur vergleichen will, mag es vielleicht nicht schlecht abschneiden – dessen was wir in Europa unter einem Rechtsstaat verstehen, entspricht ein solches Gebahren allerdings in keiner Weise und würde der deutsche Staat sich so verhalten würde es zu Recht massive Proteste hageln.

    Es ist auch sehr zynisch zu behaupten, die Palsätinenser wären das eigentliche Hindernis für Frieden – es sind nicht die Palästinenser, die Israelis aus ihren Häusern und von ihren Felder vertreiben, sondern umgekehrt und das geschieht fortwährend seit zig Jahren.

    Bevor das nicht aufhört – KANN natürlich kein Frieden entstehen.

    Die ewige Vergleicherei, wer ist der größere Schurke, wer hat die größeren oder kleineren Verbrechen begangen sind auch völlig müßig, wenn man die Lage analysieren und die eigentlich offenkundige Lösung und auch ihre offenkundigen Hindernisse ernsthaft angehen möchte.

    So lange die Palästinenser von den Israelis vollkommen entrechtet und unterdrückt werden, ist es nachvollziehbar, dass die Kritik an ihnen nicht im Vordergrund steht. Das Leben, dass die Israelis führen, ist für die Palästinenser unter Besatzung ein ferner Traum. In dieser Situation kann man nicht ein und die selbe Messlatte anlegen, da es kein Vergleich unter Gleichen ist.

  21. @ „Hermann“:
    wirklich zum Lachen! Ihr wirres Geschreibsel verrät natürlich viel mehr über Sie, als über seinen Gegenstand, an dem es schon durch das Übermaß Ihrer ideologischen Verbledung überhaupt nichts wahrnehmen, geschweige denn etwas aussagen könnte.
    Beispiel 1: „Israel ist zwar eine Demokratie welche auch immer wiederkehrende freihe Wahlen hat, ist jedoch keinesfalls ein Rechtsstaat“.
    Da wäre ich jetzt mal auf Ihre Vorstellung von „Recht“ gespannt – vielleicht die Shariah?
    Beispiel 2: „Alle Ungerechtigkeiten und Schandtaten Israels werden  werden jedoch von der westlichen Welt übersehen. Wer negative Tatsachen über Israel schreibt ist automatisch ein Antisemit.“
    Das ist ebenso falsch wie unsinnig. Sie haben vielleicht vom Goldstone-Report gehört?  Wer behauptet, da noch etwas „übersehen“ zu können, dem wäre auch mit einem Teleskop nicht zu helfen. Und was den Unterschied zwischen „Tatsachen“ und „Antisemismus“ angeht – das gucken Sie jetzt bitte noch mal im Lexikon nach!
    Beispiel 3: „Der iranische President , ein Narr,,, Narren sprechen jedoch sehr oft die Wahrheit aus,welches bei westlichen Politikern und Journalisten nicht der Fall ist. “
    Das ist die Verharmlosung und Entschuldigung für ein menschenverachtendes Terror-Regime und dessen Anführer, aber vielleicht meinen Sie ja, Sie hätten das viel bessere Zeug zum Diktator und wären ein viel erfolgreicherer Ahmenadschab? Sowas hört man bei der iranischen Geheimpolizei aber gar nicht gerne, also wenn Sie nach Hause fahren, dann machen Sie sich besser jetzt schon mal auf was gefasst…
    Eine private Frage an Sie: Beschäftigen Sie sich gerade mit al-Husseini, dem „Groß“-Mufti von Jerusalem, oder waren Sie schon vorher so verwirrt?
    Bitte ersparen Sie mir und anderen eine Antwort, denn ich glaube, den Inhalt kann ich mir denken.

  22. @Hermann@ Originalton: „Alle Ungerechtigkeiten und Schandtaten Israel werden jedoch von der westlichen Welt übersehen“
    Nun gibt es zum Glück der Antisemiten doch die UNO Menschenrechtskommission, die fast zu allen wirklichen Schandtaten muslimischer und arabischer Staaten schweigt, jedoch immer wieder Israel aufgrund von an den Haaren herbeigezogenen „Fakten“ verurteilt.  Und dann gibt es zum Glück der Antisemiten einige main stream Medien in Europa, die sich mit Lust auf Israel einschiessen, auch wenn ihre Beschuldigungen zumeist ohne Grundlage sind.
    Und dann das Jammern der Antisemiten, dass man sie als das entlarvt was sie sind. Die armen Antisemiten, der arme Kissly und der arme Hermann, sie wollen doch nur Israel kritisieren. Doch Pauschalbeschuldigugen und die Auslassungen  von Hermann  zeigen uns mit wem wir es zu tun haben.
    Und noch etwas. Israel ist kein perfektes Land, doch Antisemiten erwarten von Juden, das zu vollbringen, was von keinem anderen Volk erwartet wird, es müsste perfekt sein.
    Den Kisslys und Hermanns die hier ihr ihren Emotionen freien Lauf lassen, möchte ich nur eines sagen, machen Sie ruhig weiter, ihre Motive sind ziemlich durchsichtig und ich habe diese in meinen Postings geschildert.
     

  23. @Hermann
     
    Können sie auch *ein* Beispiel dafür nennen?
    Israel ist zwar eine Demokratie welche auch immer wiederkehrende freihe Wahlen hat, ist jedoch keinesfalls ein Rechtsstaat. Alle Ungerechtigkeiten und Schandtaten Israels werden  werden jedoch von der westlichen Welt übersehen.
     
    Ich habe eher den Eindruck, daß Israel zusätzlich zu dem, was tatsächlich schief läuft-wer oder was ist schon vollkommen?- , noch mindestens 2000% hinzugedichtet werden – also, Butter bei die Fische, welche Schandtaten Israels werden in der westlichen Welt übersehen? Fällt ihnen *ein* Beispiel ein? Ein einziges Beispiel, was wird in der westlichen Welt übersehen – kann doch nich soooo schwer sein, bei dem Durchblick den sie haben!?
     

  24. Tatsachen , welche immer verdreht werden. Die meistenn,Palästinenser sind konvertierte Nachfahren der Juden und Christen. Die meisten Bewohner der arabischsrachigen Staaten sind keine Araber  ( Nordafrika ,teilweise Libanon und Iraq).     Iran Afganistan und Pakistan  zählen ebenfalls nicht zu den arabischen Staaten , sondern haben nur arabische Schriftzeichen. Die Araber machen nur einen sehr geringen Teil der muslimischen Weltbevölkerung aus.  Die westliche Welt ist sehr gut über die teilweise verbrecherischen Muslimregime unterrichtet. Wobei westlich orientierte Verbrecherregime toleriert werden. Israel ist zwar eine Demokratie welche auch immer wiederkehrende freihe Wahlen hat, ist jedoch keinesfalls ein Rechtsstaat. Alle Ungerechtigkeiten und Schandtaten Israels werden  werden jedoch von der westlichen Welt übersehen. Wer negative Tatsachen über Israel schreibt ist automatisch ein Antisemit. Über das verbrecherische Mullahregime im Iran wird jedoch laufend und ausreichen berichtet. Hierbei sind jedoch zusätzliche  Lügen an der Tagesordnung. Der iranische President , ein Narr,,, Narren sprechen jedoch sehr oft die Wahrheit aus, welches bei westlichen Politikern und Journalisten nicht der Fall ist.

  25. Der Kissly-Typ ist doch schon lange als Antisemit bekannt, er bestätigt es mit jedem seiner neuen kranken Postings. Daher: Man kennt ihn nun ganz genau und es ist nicht mehr nötig, dessen Judenhass immer wieder zu veröffentlichen. Ich sehe keinen Sinn darin, diesem Antisemiten immer wieder ein Podium zu bieten. Soll er dahin wo der Pfeffer wächst, aber @Admins, bitte nicht mehr hier.
    schawua tov

  26. Zunächst möchte ich Herrn Pfeiffer für eine Darlegung danken, die der Würde des Kritisierten in einem viel größeren Umfang gerecht wird, als der von ihm kritisierte dem Objekt seiner Verblendung angedeihen lässt.
    Sodann ist der Meinung zuzustimmen, der Umstand, dass Herr Judt mit der SZ und der FT keineswegs in bloß marginalen Veröffentlichungen esoterischer Splittergruppen zu Gehör gebracht wird, sei doch bemerkenswert.
    Aus meiner Sicht geschieht derlei vermutlich leider nicht aus Gründen eines Pluralismus‘ der Meinungen, selbst wenn dieser über sich wüsste, dass er unter den objektiven Bedingungen nur ein vermeintlicher sein kann. Sondern die Veröffentlichung von Herrn Judt steht vor allem der Ansicht derer zu Diensten die meinen, Antisemitismus hätte maßgeblich etwas mit den Juden zu tun. Wenn derlei aus dem vermeintlich berufenen Munde eines „Insiders“ entgegenschallt, wirkt derlei selbstverständlich wie ein Dünger, auf dem das Unkraut des Geistes umso üppiger sprießt.
    Die Schuldumkehr zu perfektionieren gelang dem westlichen Deutschland bereits in Form des damals so genannten „Schuldkomplexes“; ihn zu analysieren war das Verdienst Adornos in seinem nachgerade klassisch zu nennenden Vortrag „Was ist Vergangenheitsbewältigung?“ von 1959.
    In ihm zeigt Adorno, wie das Empfinden von Scham angesichts der objektiven Geschichte im Verblendungszusammenhang des notwendig falschen Bewusstseins nicht anders verarbeitet werden kann, als dass die genuine Empfindung von Scham gegen sich selbst gewendet und zu einer krankhaften Psychose umgedeutet wird, um so jeden vernünftigen Gedanken an die Konsequenzen, die angesichts der historischen Wahrheit und der objektiven Bedingung ihrer Möglichkeit aus eben diesen für die Gesellschaft und jeden Einzelnen erwachsen, unmöglich zu machen.
    Schuldabwehr und Schuldumkehrung sollen nichts weniger, als die Verantwortung, die jedem einzelnen Menschen aus seiner individuellen Existenz als Mensch gegenüber der Menschheit erwächst, auf angenehme und bequeme, vermeintlich auch noch salonfähig „wissenschaftliche“, Art entsorgen helfen, platt gesagt in Form des schlechten Gewissens, das man nicht nötig zu haben glaubt (das auch noch mal in Ihre Richtung gesprochen, Christian).
    Es ist Karl Pfeiffers Verdienst, auf den wenig ruhmvollen Beitrag hingewiesen zu haben, den Herr Judt mit seinen Äußerungen geleistet hat.

  27. Ja Herr Kissly, wer einen Fehler des Mossad mit der zum Teil industriellen Vernichtung eines Volkes gleichsetzt will kein Antisemit sein. Ihr Wille ist eine Sache, doch nach der EU Definition von Antisemitismus sind Sie ein Mensch, der massiven Antisemitismus transportiert.
    Sie sind nicht fähig oder willens auf meine Argumente einzugehen und wiederzholen nur Ihre Mantra und bestätigen dabei voll und ganz, meine Kommentare zu Ihrer Schreibweise.
    Verlogenheit und Ignoranz kennzeichnen Ihre Postings doch für Sprach- und Antisemitismusforscher können Ihre Postings beweisen, welche Wandlungen der Antisemitismus durchmacht
    Die „Antizionisten“ aber können stolz sein auf solch einen Gesinnunsgenossen wie Herr Kissly. 

     

  28. Ich schließe mich jims Vorschlag an und plädiere dafür, Herrn Kissly in Zukunft zu ignorieren. Seine Beiträge bringen uns keinen Schritt weiter, sie bestehen aus billigen Wiederholungen und Schmähungen und jedwedes Argument stößt bei ihm auf Unverständnis oder Ablehung.
    Wozu brauchen wir solche Diskussionspartner?

    RS

  29. Ach jim,
    welcher Antisemitismus steckt denn in der Feststellung dass Israel durch staatl. Stellen (Mossad) morden lässt?
    Und eine Regierung die Verbrechen in Auftrag gibt ist eine Verbrecherregierung.
    Wollen oder können Sie es nicht begreifen?
    Ach so – für Sie ist jegliche Kritik an der Verbrecherregierung antisemitisch.
    Israel ist schuldig wie Deutschland auch.
    Allerdings: Ich bin für die Verbrechen der Nazis nicht verantwortlich –  die Israelis die heute dort wohnen für die Verbrechen der akt. isr. Regierung schon!
    Verstanden?
     Her Pfeifer, wenn Sie mich einen Antizionisten nennen haben Sie Recht – die antisemitische Keule die hier so schnell gegen jeden Israelkritiker geschwungen wird belustigt mich nur noch – ich denke Leute wie zB „jim“ kennen den Unterschied nicht!

  30. „Je schuldiger Israel wird umso unschuldiger werden andere Nationen die Verbrechen an Juden begangen haben.
    Und Israel hat seine Unschuld schon lange verloren.“
     
    So etwas wird im Allgemeinen als antisemitische Verblendung bezeichnet. Es ist nicht wert, weiter kommentiert zu werden.
     
    Mein Vorschlag wäre, solcherlei Kranke von der Diskussion auszuschließen.

  31. @Christian
     
    Judt schreibt – aus meiner Perspektive – über totalitäre Interpretationen des zionistischen Gedankens, die im Extremen auch auf eine Ausscheidung nicht-jüdischer Staatsbürger aus dem israelischen Staatsgebiet hinauslaufen.
     
    „Der Zionismus“ hat schon von Anfang an ein „Zusammenleben zum gegenseitigen Vorteil“ mit den Nichtjuden angestrebt… wenn sie sich ein wenig mit den aktuellen Umfragen im Lande beschäftigen, dann werden sie herausfinden, daß eine übergroße Mehrheit z.B. der muslimisch-arabischen Israelis mit ihren Lebensbedingungen „zufrieden“ bis „sehr zufrieden“ sind und auf keinen Fall in irgendeinem anderen Staat leben wollen. Warum ist es „rassistisch“, dem recht kleinen Prozentsatz, der lieber in einem muslimisch-arabischen Land leben möchte, diese Möglichkeit nicht einzuräumen – beispielsweise im Rahmen von als Voraussetzung für ein Friedensabkommen sicher nötigen Gebietsaustauschen!?
    Den „Siedlern“ jedenfalls wird diese Wahloption von den palästinensischen Machthabern sicher nicht eingeräumt, die streben ganz offen ein „ethnisch reines“ Staatsgebilde an… sprich: genau das, was sie den Zionisten gerade zu Unrecht vorwerfen.
     
    @Kissly
    Egal was sie konsumieren, sie sollten die Finger davon lassen und sich professionelle Hilfe holen!

  32. Jochen Kissly,
    ich verstehe Ihren Beitrag so: Unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern  waren – Ehre den wenigen Ausnahmen – teil der deutsch-österreichischen Volksgemeinschaft, deren Hauptziel die Vernichtung der Juden war. Nun werfe ich als Nachkomme den Juden vor, nicht perfekt zu sein und sich zu verteidigen, denn in meinem innersten Inneren möchte ich doch das Projekt der deutsch-österreichischen Volksgemeinschaft von Arabern weitergeführt sehen.
    Das Problem, dass man heutzutage mit solchen Zuschriften hat ist folgendes, derjenige, der es schreibt, würde heftig protestieren, würde man ihn einen Nazi oder Neonazi nennen.  Ihre Argumentation finden wir haargenau in deren Publikationen.
    Aber es ist schon interessant, wenn man darauf aufmerksam macht, dass arabische Intellektuelle einen Bericht über ihre eigene Gesellschaften publizierten und auf die Massenverbrechen an frauen in Darfur hinweisen, Sie mit der Retourkutsche kommen, Israelische Soldaten würden Araberinnen vergewaltigen.
    Doch nicht vor langer Zeit hat eine israelische Soziologin – ich schreibe da etwas verkürzt – behauptet, die Tatsache, dass israelische Soldaten keine arabischen Frauen vergewaltigen, sei ein Beweis ihres Rassismus.
    Tony Judt und die vereinten „Antizionisten“ müssen sich direkt freuen, solch einen Gesinnungsgenossen zu haben wie Herr Jochen Kissly.
     

  33. Herr Pfeifer, die Presse eines Landes das unerklärte Kriege führt, dessen Armee plündert, zerstört, vergewaltigt und und und hat kein Recht aus diesem Glashaus mit Steien zB nach Darfur zu werfen.
    Dafür hat Israel und die israelische Armee genügend Verbrechen begangen, ich erinnere nur zB an die Ermordung des arab. Kellners in Skandinavien der angebl an den Verbrechen bei den olymp. Spielen 1972 in München beteiligt war.
    Ermordet nur weil er Araber war!
    Je schuldiger Israel wird umso unschuldiger werden andere Nationen die Verbrechen an Juden begangen haben.
    Und Israel hat seine Unschuld schon lange verloren.
     

  34. Christian,
    Birnen-, Äpfel- und andere Länder sitzen gleichberechtigt in der UNO und stimmen gleichberechtigt über Resolutionen ab – egal, wieviele Äpfel-, Birnen- oder sonstige Länder es gibt… Wir haben es hier nicht mit Uni und Kindergarten zu tun, nicht mit Paralleluniversen etc.  Auch  nicht mit Äpfeln oder Birnen, sondern mit Menschen, die auf einer Schiene nach bestimmten Kriterien übereinander urteilen und die – in bezug auf die Organisationsform Staat – Gleichberechtigung fordern und keinen „Birnenstatus“.  Daher sollten die Schienen für die jeweils gewählten durchaus zweigleisig verlegbar sein. 
    Insbesondere wenn Äpfel und Birnen letztlich im selben Obstgarten stehen.

    Und die Sachsen – schreibt der gute Widukind da nicht von Ostfalia, Westfalia und Engern? Das ist eine Menge Autobahnkilometer und Staus von Tirol entfernt… Und jeder Tiroler, der meint, altsächsische Vorfahren zu haben, kann hier in Frieden mit österreichischem oder deutschen Pass leben, genauso wie alle anderen hier nach wie vor als „Standardbevölkerung“ lebenden potentiellen Nachfahren der Altsachsen, die allerdings auch schon gelegentlich – als Teil Gesamt-D’s – von den Nachfahren der nach Südengland ausgewanderten Altsachsen besiegt wurden…

  35. @Christian@ weder befinde ich mich in der Defensive noch in der Offensive. Ich wies nur darauf hin, dass Sie mir etwas unterstellten, was ich nicht geschrieben habe und habe auch den Beweis dafür geliefert in dem ich mich selbst zitierte.
    Dass sich Judt mit Israel beschäftigt habe ich ihm nicht vorgeworfen. Doch den europäischen Markt für ‚Schuldumkehr beliefert er mit „Argumenten“ und das habe ich ihm vorgeworfen.
    Ich habe oben aus dem Arab Human Development Report ein kurzes Zitat gebracht über die schreckliche Lage der Frauen in Darfur. Und für mich ist jede Menschenrechtsverletzung eine zuviel, daher die Frage, warum sich die „Kritik“ auf Israel einschiesst und warum wir in den meisten linken Medien nichts über die schrecklichen Menschenrechtsverletzungen in der arabischen Welt finden.
    Sicher gibt es auch in Israel Menschenrechtsverletzungen, und das wird auch in den israelischen Medien (und nicht nur in Haaretz) thematisiert. Die Tatsache, dass die arabischen Medien sehr sehr sparsam über Menschenrechtsverletzungen,  die von Arabern begangen werden, berichten, bedeutet nicht, dass es keine solchen gibt, sondern nur, dass die Medien der arabischen Welt in der Regel keine Selbstkritik bringen. Daher ist es ein leichtes eine lange Liste wirklicher oder vorgeblicher israelischer Menschenrechtsverletzungen zu bringen. Doch empfehle ich Ihnen und all denen die ständig und immer an Israel herummäkeln die Lektüre dieses Reports, den man aus dem internet herunterladen kann.
    http://www.arab-hdr.org/

    Und ja ich weise auch hin auf den Erfolg der Protokolle der Weisen von Zion in der arabischen Welt hin, auf die Filme arabischer TV-Stationen, die Juden Ritualmord u.ä.m. vorwerfen und ich vermisse den Aufschrei derjenigen, die an Israel kein gutes Haar lassen. Und die unterstellen, Israel wäre schuld daran, dass es keinen Frieden gibt.
    Und genau da sehe ich eine Verbindung zwischen der Vergangenheit, zwischen dem Völkermord an Juden, der von Deutschen, Österreichern und ihren europäischen und außereuropäischen Kollaborateuren begangen wurde und dem tiefen psychlogischen Wunsch auch der Enkel und Urenkel nach Opfer-Täter-Umkehr. Da kommt dann auch das unsinnige Geschwätz von der großen Macht der „jüdischen“, „zionistischen“ oder „israelischen Lobby“, das auch Judt vorzüglich bedient. Die jüdische Weltverschwörung gehört zum Antisemitismus wie das Amen im Gebet. Hat aber nichts mit der Realität zu tun. Denn wie stark ist diese Weltverschwörung wenn Judt seine Texte in der Süddeutschen Zeitung und in Financial Times publizieren kann?
    Judt bedient diesen Markt und das habe ich dargelegt, sein Aufsatz hat wenig mit Geschichte und mit der realen Welt zu tun, und auch das habe ich genau bewiesen.
    Die Auseinandersetzung mit der Rolle antisemitischer Verschwörungstheorien im Kontext des Nahostkonflikts lässt nur einen Schluss zu: Die gegenwärtige israelische Siedlungs- und Militärpolitik ist nicht die Grundlage, auf der das Konstrukt der jüdischen Weltverschwörung aufbaut, das das arabisch-islamische Judenbild bestimmt. Ihr kommt allenfalls eine katalytische Funktion zu.
    Es handelt sich bei der Verbreitung antisemitischer Verschwörungstheorien nicht um eine Randerscheinung oder ein Phänomen, das alleine dem radikalen Islamismus zuzuschreiben wäre. Vielmehr dominiert die Verschwörungsthese die offizielle Geschichtsdarstellung, wie zum Beispiel am Schulunterricht und die Lehre an Universitäten belegbar ist. Und es genügt die Reden des ehemaligen malaysischen Ministerpräsidenten oder die jüngsten Reden des iranischen Präsidenten aufmerksam zu lesen.
    Eine Lösung des Konfliktes würde kein Verschwinden des arabisch-
    islamischen Antisemitismus zur Folge haben. Vielmehr ist die richtige Einschätzung des Antisemitismus und seiner Ursprünge unabdingbar für einzuschlagende Wege im Friedensprozess.

  36. @ Karl Pfeifer

    Pardon, ich entnehme Ihren Äußerungen, dass Sie sich offenbar in der Defensive und persönlich angegriffen sehen. Das sollte zumindest mein Kommentar nicht auslösen.

    Nur teilen wir offenbar nicht die Sicht auf Medienberichterstattung und auch auf die Interpretation von Judts Werks.

    Judt schreibt – aus meiner Perspektive – über totalitäre Interpretationen des zionistischen Gedankens, die im Extremen auch auf eine Ausscheidung nicht-jüdischer Staatsbürger aus dem israelischen Staatsgebiet hinauslaufen.

    Ich denke, es läßt sich gut belegen, dass es diese Interpretationen gibt und sie in der israelischen Innenpolitik und auch in diversen gesellschaftlichen Gruppen en vogue sind (nicht als Mainstream, aber auch nicht als Exotenthema).

    Dazu einmal der Hinweis auf ein Youtube-Video:<object width=“425″ height=“344″><param name=“movie“ value=“http://www.youtube.com/v/KKKaCSpPUr4&color1=0xb1b1b1&color2=0xcfcfcf&hl=de_DE&feature=player_embedded&fs=1″></param><param name=“allowFullScreen“ value=“true“></param><param name=“allowScriptAccess“ value=“always“></param><embed src=“http://www.youtube.com/v/KKKaCSpPUr4&color1=0xb1b1b1&color2=0xcfcfcf&hl=de_DE&feature=player_embedded&fs=1″ type=“application/x-shockwave-flash“ allowfullscreen=“true“ allowScriptAccess=“always“ width=“425″ height=“344″></embed></object>

    Tatsächlich schreiben Sie über die Sonderstellung, die rassistische Interpretationen der Zionismus einnehmen. Tatsächlich sind Sie damit aber meiner Interpretation nach nicht so weit von Judt entfernt, auch er schreibt über eine Potentialität, nicht über ein historisches Faktum. Er schreibt über das Mißbrauchspotential, das darin liegt, einer Gruppe eine historische Sonderrolle zuzugestehen. Und Sie schreiben darüber, dass es diesen Mißbrauch gibt. Eigentlich eine – zumindest partielle – Übereinstimmung.

    <blockquote>Was ich gerne erklärt bekommen hätte, wie kommt es, dass in der israelischen Gesellschaft, die so gerne von so vielen verteufelt wird, rassistische Äußerungen in den mainstream Medien angeprangert werden, dass man die Partei Kahanes nicht zu Wahlen zuliess etc etc.</blockquote>

    Ich weiß nicht, wer die israelische Gesellschaft verteufelt und hoffe auch nicht auf Bekanntschaften aus diesem Kreis. Haaretz hat hier sicherlich einen kritischeren und reflektierteren Berichtsstil, als die Jerusalem Post. Was auf Publikationen von Siedlerorganisationen und von diversen religiösen und/oder nationalistischen Parteien dargeboten wird, ist aber in meinen Augen recht bedenklich und wird in israelischen Fernsehkanälen recht unkommentiert präsentiert. Da ist der Verweis auf Publikationen aus dem arabischsprachigen Raum eher eine Nebelkerze. Seit wann sind die qualitativen Richtlinien der Kairoer (Regierungs-)Presse ausschlaggebend für gute Berichterstattung?

    Ihr Verweis auf die Mängel und die einseitige bis verhetzende Berichterstattung in anderen Ländern erinnert mich an den Versuch Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Beides sind unterschiedliche Obstsorten, die ihren eigenen Korb haben. Dass sich Judt nur mit Äpfeln beschäftigt, läßt sich ihm meines Erachtens nach kaum mit redlichen Argumenten vorwerfen.

  37. Ach Jane, warum lesen Sie nicht wenigstens gelegentlich mal andere Quellen als „Palästinaportal“… oder zählen für Sie Handfeuerwaffen und M-16 Gewehre nicht als Bewaffnung?
    http://www.imra.org.il/story.php3?id=46793
    Im Übrigen hoffe ich -wie auch eine überübergroße Mehrheit der Israelis- , daß die Palästinenser möglichst bald in ihrem Staat leben können – aber, leiderleider sind dafür die Palästinenser das mit Abstand größte Hinderniss…
     
    @Christian
    Sie sollten sich klar darüber werden, daß dieses fürchterlich großisraelische Reich in etwa die Ausdehnung des deutschen Bundeslandes Hessens haben würde… und der fürchterliche Rassismus einiger Israelis sich empörenderweise dafür ausspricht, daß Juden eben auch in den historischen Landschaften Judäa und Samaria leben dürfen – ebenso wie in Israel 20% der Bevölkerung Araber sind. Können sie mir erklären, was daran empörend ist? Ich finde es schon eher empörend, daß nach und nach alle Nichtmoslems aus den arabischen/muslimischen Ländern „vertrieben“ werden…
     

  38. @Christian@: „Wenn man allerdings den Anspruch vertritt, wie es Pfeifer meiner Meinung nach tut, dass Juden per se keine Rassisten sein können, legt man sich ein sehr wohlfeiles Alibi zu und verschließt die Augen davor, dass Juden die gleichen Schwächen und Tugenden wie alle anderen Menschen auch aufweisen.“
    Sie unterstellen mir eine Meinung, die nicht die meine ist. Ich schrieb:
    „Allerdings haben einige wenige jüdische Denker die Doktrin vom auserwählten Volk rassistisch interpretiert und es gibt Chassidim, die der Meinung sind, eine jüdische Seele unterscheide sich von einer nichtjüdischen Seele, doch solche Meinungen gehören nicht zum mainstream.“
    Was ich gerne erklärt bekommen hätte, wie kommt es, dass in der israelischen Gesellschaft, die so gerne von so vielen verteufelt wird, rassistische Äußerungen in den mainstream Medien angeprangert werden, dass man die Partei Kahanes nicht zu Wahlen zuliess etc etc. Während in den arabischen Gesellschaften die These von der jüdischen Weltverschwörung allgegenwärtig ist.  Der vermeintliche übernatürliche Einfluss der Juden ist ein gängiges Paradigma zur Deutung historischer, politischer und gesellschaftlicher Ereignisse und so werden die Protokolle der Weisen von Zion auch seit Langem an arabischen Schulen und Universitäten gelehrt.
    Nur kümmert das weder Judt noch diejenigen, die mit ihm einverstanden sind. Und da muss man schon die Frage stellen warum das so ist.
     

  39. Jane, mein Thema war der Text von Tony Judt und nicht die Besatzung.  Daher schlage ich vor, dass Sie beim Thema bleiben.
    Die Version, das auf der einen Seite die teuflischen Israelis und auf der anderen Seite die engelhaften Palästinenser stehen ist genauso zu verwerfen, wie diejenige, die behauptet auf der einen Seite stehen die engelhaften Israeli und auf der anderen Seite die teufelhaften Palästinenser.

    Nur Jane gibt es einen Unterschied, wenn in Israel sich jemand rassistisch äußert gibt es – mit Recht – eine Welle der Empörung. Wenn in den  palästinensischen bzw. arabischen TV Filme gezeigt werden, die auf den Protokollen der Weisen von Zion gründen und Juden Ritualmorde unterstellen, da gibt es kein  Aufschrei in diesen Gesellschaften.
    Im übrigen empfehle ich Ihnen die Lektüre des Arab Human Development Report 2009, hier eine kleine Kostprobe

    Five years into the armed conflict in Sudan’s Darfur region,
    women and girls living in displaced persons camps, towns,
    and rural areas remain extremely vulnerable to sexual violence.
    Assaults on women continue to occur throughout the region,
    both in the context of attacks on civilians, and during periods
    of relative calm. Those responsible are usually men from the
    government security forces, militias, rebel groups, and former
    rebel groups, who target women and girls predominantly (but
    not exclusively) from Fur, Zaghawa, Masalit, Berti, Tunjur, and
    other non-Arab ethnicities.
    Survivors of sexual violence in Darfur have no meaningful
    access to redress. They fear the consequences of reporting
    their cases to the authorities and lack the resources needed
    to prosecute their attackers. Police are physically present only
    in principal towns and government outposts, and they lack the
    basic tools and political will for responding to sexual violence
    crimes and conducting investigations. Police frequently fail to
    register complaints or conduct proper investigations. While
    some police seem genuinely committed to service, many
    exhibit an antagonistic and dismissive attitude toward women
    and girls. These difficulties are exacerbated by the reluctance
    to investigate crimes committed by soldiers or militia, who
    often gain effective immunity under laws that protect them
    from civilian prosecution.
    The Sudanese government has said it is committed to
    combating sexual violence in Darfur. In November 2005 it
    launched a National Action Plan on Combating Violence
    against Women and in December 2005 the Ministry of Justice
    created a special Unit to Combat Violence against Women and
    Children to oversee the National Action Plan and coordinate
    activities. The governors of the three Darfur states have each
    established state-level committees—composed of a crosssection
    of local authorities—to address violence against
    women.
    But these measures have so far failed to address root
    causes of sexual violence, prevent pervasive and persistent
    incidents of sexual violence throughout Darfur, or reverse
    the climate of impunity that perpetuates it. The government
    has not yet made serious efforts to deter or stop soldiers or
    militia forces from committing sexual violence. Neither has it
    held those who do accountable. Finally, it has done too little
    to address debilitating weaknesses in the police and justice
    sectors. Women and girls continue to be brutally beaten and
    raped. Social stigma and obstacles to justice continue to
    discourage women and girls from seeking redress, while members
    of the armed forces remain shielded from prosecution.
    From 2004 on, the African Union peacekeeping mission,
    known as AMIS, made efforts to protect women and girls
    victimized by sexual violence. But a lack of resources and
    various logistical and security challenges undermined these
    efforts. On January 1, 2008, an expanded United Nations-
    African Union mission (UNAMID) took over the mandate of the
    African Union mission and has been tasked to ensure security
    for humanitarian agencies, protectcivilian populations and
    monitor peace agreements.
    Source:
    HRW 2008c.

    Jane ist auch dafür die israelische Besatzung schuld?
    Wieso läßt das Schicksal dieser Frauen die meisten – insbesondere linken –  Europäer kalt?

  40. Die Replik von Pfeifer auf Judt ist doch seinerseits etwas arg einseitig und tendenziös geraten.
    Meines Erachtens haben die Argumente von Judt durchaus ihre Berechtigung und seine Verwendung des Rassebegriffs als gesellschaftlich-deklamatorischer Begriff und nicht als biologisch fundierte Kategorisierung entspricht meines Wissens nach auch dem aktuellen Stand der Rassismusforschung.
    Betrachtet man zudem Äußerungen von Avigor Lieberman bis hin zu Kahane gibt es eine rassistisch fundierte Strömung im Zionismus, bis hin zur Deklaration eines Großisrael, welche aufgrund ihres Einflusses in der israelisichen Gesellschaft durchaus kritisch hinterfragt werden können.
    Wenn man allerdings den Anspruch vertritt, wie es Pfeifer meiner Meinung nach tut, dass Juden per se keine Rassisten sein können, legt man sich ein sehr wohlfeiles Alibi zu und verschließt die Augen davor, dass Juden die gleichen Schwächen und Tugenden wie alle anderen Menschen auch aufweisen.

  41. Das eigentliche Sujet Judts, der Zustand der Rechtlosigkeit, der ‚Eingeborenen Palätinenser‘ in der von Israel beherrschten Region Israel/Palästina kommt in Pfeifers Argumentation nicht vor. Gestern wurde ein 8-jähriger Palästinenser per Kopfschuss bei einer unbewaffneten Demonstration in B’ilin von israelischen Sicherheitskräften getötet. 2 palästinensische Jugendliche, die dem Kind helfen wollten, wurden verhaftet.
    Vor einigen Tagen wurden 3 unbewaffnete Palästinenser erschossen, denen man eine Beteiligung an einem Attentat ‚vorwirft‘.  Nachweislich waren sie weder bewaffnet, noch versuchten sie zu fliehen. Haben solche Vorkommnisse, die nicht allzu ungewöhnlich sind, irgend welche ernsthaften Folgen für die Täter in Uniform? Gibt es unabhängige Untersuchungen solcher Vorfälle? So lange man diese Fragen mit nein beantwortet, ist Apartheid systemimanent und allein das Vertrauen auf, unsere Jungs sind die guten, ist mehr als selbstgerecht und naiv.

    Besatzung darf kein Dauerzustand sein, und nicht nur die Israelis, vor allem die Palästinenser können, das zeigt die Erfahrung, erst in Sicherheit leben, wenn sie ihren eigenen Staat haben.

    So lange einem diese gigantische Verdrängung gelingt, nicht sehen zu wollen, was die Besatzung mit den Palästinensern macht, mag man all die ‚böse Kritik‘ natürlich ausschließlich als Ausgeburt irrational, antisemitischer Gesinnung diffamieren – es fragt sich nur, wer sich da Illusionen hingibt.

  42. @Hermann D
     
    Informieren sie sich doch bitte, bevor sie hier ihre „Weisheiten“ absondern! Mehr als die Hälfte der jüdischen Israelis stammen von aus muslimischen Ländern Vertriebenen ab – würde nicht dies schon ein Existenzrecht begründen!? Oder können sie auch nur ein Argument dafür nennen, daß bei der Aufteilung des osmanischen Vielvölkerstaates ausschließlich muslimische Länder entstehen sollten? Sind ihrer Meinung nach etwa auch Bulgarien, Griechenland oder Armenien illegal!? Darüber hinaus wären die Vorfahren der allermeisten Palästinenser niemals in das jetzt umstrittene Gebiet eingewandert, wenn es nicht von den Juden urbar gemacht worden wäre…

  43. Wie kann man nur wissenschaftliche Tatsachen anzweifeln, nur weil dieselben einem nicht gefallen. Judt hat doch fast in allen Punkten Recht. 90 % der jüdischen Einwohner des heutigen Israel sind keineswegs  sprachlich wie  rassisch  semitischer Abstammung sonder haupsäcchlich ehemalige jüdische Bewohner der ehemaligen Oatblockstaaten. Hingegen sind die jüdischen Ureinwohner Israls  und die Araber gleicher Herkunft, nur unterschiedlichen Glaubens. Fremde Eindringlinge haben die Ureinwohner vertieben. Ist das gerecht???.  Darauf beruht das Existenzrecht des Staates Israel??? Nur unsere westliche Arroganz und Überheblichkeit kann soetwas gutheißen und fremdes Land verteilen. Die primitiven Ureinwohner haben keine Existenzberechtigung. denn sie wollen in ihrem Lande leben.

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