Ein Hetzer ohne Ahnung

Die „Außenansicht“ eines vermeintlichen Insiders beim Thema Antisemitismus, in der Süddeutschen Zeitung von Wolfgang Benz veröffentlicht, entpuppt sich bei genauem Hinschauen als eine ungeheuerliche, geradezu antisemitische Hetze…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 16. Januar 2010

Hätte Benz sich darauf beschränkt, einen offenbar angeborenen Fremdenhass gegen Juden mit Fremdenhass gegen Türken und andere „Ausländer“ zu analysieren, hätte man mögliche Parallelen vielleicht durchgehen lassen können. Dem „Juden raus“ folgte in den sechziger Jahren das „Türken raus“. Xenophobie ist ein weltweit verbreitetes Phänomen, kulturübergreifend und in jedem Fall gefährlich.

Doch der Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin geht weit über dieses von ihm nicht einmal erwähnte Phänomen hinaus. Benz sollte bekannt sein, dass der Antisemitismus, der Hass auf Juden, nicht erst von dem „renommierten deutschen Historiker und populären Publizisten“ Heinrich von Treitschke (1834 – 1896) erfunden worden ist. Auch die notorische Hassschrift des zaristischen Geheimdienstes, die „Protokolle der Weisen von Zion“, stehen nicht am Anfang einer „Überfremdungsangst“, sondern eher am Ende einer Entwicklung, die wenig später zu Auschwitz führte. Benz scheint weder Martin Luthers Spätschrift „Von den Lügen der Jüden“ zu kennen, noch die antijüdische Hetze der Kirchenväter des vierten Jahrhunderts, als die Juden zu „Gottesmördern“ erklärt wurden. Er scheint weder von den mittelalterlichen „Brunnenvergiftern“ noch von den Blutlegenden gehört zu haben, die immer wieder zu grausamen Judenverfolgungen geführt haben, nicht nur der Kreuzfahrer, sondern auch der Spanier während der Inquisition. In all diesen Perioden waren die Juden bestenfalls eine geduldete Minderheit. Sie mussten sich „Schutzbriefe“ mit viel Geld erkaufen, um in engen Ghettos ihr Leben zu fristen. Gleichzeitig waren Juden mit einem „Berufsverbot“ belegt, bis hinein in die Neuzeit. Da Juden kein Land besitzen und Bauern sein durften, waren sie gezwungen, sich intellektuell zu betätigen oder Handel zu treiben. Daraus wurde dann das Gespenst der vermeintlichen „Überfremdung“ in Deutschland, weil eben Heinrich Heine die schönsten Gedichte schrieb, Karl Marx die umfassendste Gesellschaftskritik, Franz Kafka die schönsten Romane und Kurt Tucholsky die bissigsten politischen Kommentare. Was heißt hier „Überfremdung“? Selbst die Nazis konnten die „Lorelei“ nicht verbieten. Urdeutscher könnte der Beitrag dieser Juden zur deutschen Kultur nicht gewesen sein.

„Millionen glauben an das Bild vom Juden als Inkarnation des Bösen in der Welt, welches die „Protokolle“ suggerieren“, schreibt da Benz und vergisst, dass die christlichen Kirchen seit fast 2000 Jahren die Juden zum Ahasver, zum Anti-Christen, zur „Inkarnation des Bösen“ gemacht haben. Nicht erst Treitschke „verlieh dem Antisemitismus Reputation und Schubkraft“. Eine Judeophobie gab es schon Jahrhunderte zuvor.

„Die unterschwellig bis grobschlächtig praktizierte Diffamierung der Muslime als Gruppe durch so genannte „Islamkritiker“ hat historische Parallelen“, behauptet Benz, doch derartige Parallelen gibt es nicht. Solange man in Deutschland fast nichts über den Islam wusste, wurde der Islam als eine späte, nicht weiter ernst zu nehmende Religionserfindung belächelt. Während sich das Christentum stets in einem vermeintlichen Konkurrenz- und Rechtfertigungskampf mit dem „von Gott auserwählten Volk“ zu befinden glaubte, war doch der Islam nur eine neuere „Sekte“, mit der sich der Vatikan oder die Theologen genauso wenig auseinander setzen mussten, wie mit Hare Krischna, den Mormonen oder gar den Buddhisten und Hinduisten. Allein mit den Juden hatte das christliche Abendland ein echtes Problem. Denn jeder noch auf zwei Beinen laufende Jude stellte die „Wahrheit“ des christlichen Glaubens und des „neuen Bundes“ Gottes in Frage. Wenn Juden nicht umgebracht wurden, so wurde halt alles getan, sie durch Mission, Zwangstaufe und seit der Aufklärung durch Emanzipation abzuschaffen. Sogar die sehr verspätete Anerkennung des Staates Israel durch den Vatikan hatte tiefe theologische Gründe, weil nicht sein durfte, dass sich das zur Verstreuung verdammte Volk in einem eigenen Staat und noch dazu im Heiligen Land sammelte.

Der „Islam“ als vermeintliches Hass-Objekt existiert erst seit wenigen Jahren. Als die ersten türkischen Gastarbeiter nach Deutschland kamen, galten die Parolen „Türken raus“ nicht ihrem Glauben, sondern ihren fremden Sitten. Das war Fremdenhass pur.

Was Benz als „Islamkritik“ bezeichnet hat jüngere Ursachen, die absolut nichts mit „historischen Parallelen“ zu tun haben, wie Benz behauptet.

Blinde Hetze gegen den Islam ist genauso wenig zu rechtfertigen wie der Versuch, aus der „Religion des Friedens“ eine Gebrauchsanweisung für Kinderschänder, „Heilige Krieger“ oder Frauenunterdrücker zu machen. Darum geht es nicht. Zumal das Christentum den vermeintlichen „Rachegott“ der Juden erfunden hat, während man sich selbst für Anhänger des „Gottes der Nächstenliebe“ hielt. Niemandem, nicht einmal Luther, ist aufgefallen, dass Jesus den Spruch „Liebe deinen Nächsten“ lediglich zitierte, mit einem „wie geschrieben steht“. Weder Koran noch Neues Testament gab es damals, aus dem Jesus hätte zitieren können…

Der „Islam“ und die in Europa durchaus verbreitete Angst vor ihm gibt es erst seit zehn, zwanzig oder höchstens dreißig Jahren. Wahrscheinlich aber erst seit dem 11. September 2001. Bis dahin war der Islam gar kein Diskussionsthema.

Ein Jahr danach, im Dezember 2002, hatte der extremistische Scheich Jusuj Qardawi aus Qatar, heute bekannt als einer der einflussreichsten islamistischen Prediger, erklärt: „Nach Konstantinopel werden Rom und der Rest Europas folgen. Es gibt Zeichen, dass der Islam nach Europa als Eroberer zurückkehrt und triumphieren wird. Ich glaube, dieses Mal werden wir Europa erfolgreich erobern, nicht mit dem Schwert, sondern durch die Verbreitung islamischer Ideologie.“ Heute würde jede Nachrichtenagentur einen solchen Spruch als berichtenswert aufgreifen und die „Angst vor dem Islam“ zusätzlich schüren. Im Dezember 2002 beschied eine Redakteurin der Katholischen Nachrichtenagentur in Bonn: „Einen derartigen Schwachsinn verbreiten wir nicht.“ Wenn es damals, vor sieben Jahren schon die heutige Diskussion über Islam oder eben „Islamkritik“ gegeben hätte, wäre ein derartiger Spruch des in der islamischen Welt bekanntesten, aber in Deutschland noch völlig unbekannten islamischen Ideologen, nicht im Papierkorb gelandet.

„Nicht jeder Moslem ist ein Terrorist, aber (fast) jeder Terrorist ist ein Moslem.“ Dieses geflügelte Wort wird inzwischen den Sicherheitsleuten auf Flughäfen in aller Welt eingeschärft. Das Problem bei diesem vermeintlich diskriminierenden Spruch sind nicht jene Terroristen, die mit einem „Allah uakbar“ auf den Lippen in New York, London, Madrid, in Israel, Libanon, Pakistan, Irak und Indien, in Tschetschenien, in der Türkei und in Ägypten als Selbstmordattentäter Massenmorde begehen. Das Problem ist vielmehr „der“ Islam. Islamische Geistliche schweigen nach besonders mörderischen Attentaten, die durchaus „im Namen der Religion“ verübt wurden. Andere bieten Rechtfertigungen, oder finden Verschwörungstheorien. „Die vermeintlichen Attentäter vom 11. September 2001 besaßen doch gar keine Flugzeuge“, sagte mir der damalige Jerusalemer Mufti, Ekrem el Sabri, just an dem Tag, an dem in Bagdad die Amerikaner Saddam Hussein vom Sockel stürzten, am 9. April 2003. Deshalb hätten der CIA oder der Mossad das World Trade Center zum Einsturz gebracht, behauptete der Mufti.

Im Januar 2002, nach Selbstmordattentaten in Israel und dem 11. September kam es zum ersten „dramatischen“ interreligiösen Gipfel in Kairo, an dem sich der anglikanische Erzbischof von Canterbury und führende Rabbiner aus Israel beteiligten. Erstmals wurde in der sogenannten „Alexandria Deklaration“ Massenmord im Namen Gottes scharf und eindeutig als Sünde verurteilt. Die Repräsentanten des Islam waren dabei der Großscheich von Al Azahr in Kairo, Scheich Mohammed Sayed Tantawi, die höchste Autorität des sunnitischen Islam, und Sheikh Taisir Tamimi, Oberrichter der Scharia Gerichte der palästinensischen Autonomiebehörde. Tamimi wurde zu einer Berühmtheit, weil er entgegen dem Protokoll beim Besuch von Papst Johannes Paul II sowie beim Besuch von Papst Benedikt XVI im Heiligen Land die Gelegenheit nutzte, mit hasstriefenden Hetzreden zur Zerstörung des jüdischen Staates aufzurufen. Scheich Tantawi hatte schon einen Tag nach der Unterzeichnung der Erklärung von Alexandrien eine Fatwa (Richtspruch) veröffentlicht, in der er ausdrücklich Selbstmordattentate gegen Aggressoren und Besatzer befürwortete.

Benz verkennt, dass der Islam eine Massenreligion mit Milliarden Anhängern in zwei Dutzend Staaten mit den größten Ölvorkommen der Welt, riesigen Armeen und durchaus antiwestlichen Ideologien ist. In Pakistan war schon die Rede von der „islamischen Bombe“, als Pakistan Atommacht wurde. Irans Rhetorik gegen den Westen mitsamt seinem Streben nach der Bombe werden nicht mit pragmatischem Machtstreben gerechtfertigt, sondern mit islamisch-theologischen Vorstellungen vom Mahdi (Messias) und einem apokalyptischen Endzeitkrieg.

Möge Benz in der langen Geschichte des zahlenmäßig bis heute winzigen jüdischen Volkes (nur 13 Millionen Menschen weltweit), bis 1948 überall nur eine Minderheit, eine historische Parallele zu der vermeintlichen, empfundenen oder tatsächlichen Bedrohung der Welt finden, wie sie heute teilweise islamischen Ländern ausgeht. Niemals und nirgendwo, gewiss nicht in Deutschland, stellten die Juden jemals eine akute Gefahr für den physischen Bestand des deutschen Volkes dar. Bis zur Gründung Israels gab es weder eine jüdische Armee noch eine jüdische Atombombe. 1973 jedoch war die arabische Welt fähig, die gesamte Welt mit einem Ölboykott unter Druck zu setzen, damals allerdings noch nicht mit islamischen Argumenten.

Ungeachtet der Frage, ob die Angst der Deutschen vor „den“ Moslems gerechtfertigt, übertrieben oder nur eine Phobie ist, kann selbst Benz nicht wegdiskutieren, dass die islamisch/arabische Welt mit automatischen Mehrheiten in der UNO, mit seinen Geldreserven, dem Öl und nicht zuletzt mit militärischen Mitteln dem Westen und nicht nur Israel oder den USA die Stirn bietet. Das ist ein Phänomen, das niemals und nirgendwo von den Juden ausging. Selbst das antisemitische Argument einer vermeintlichen „jüdischen Weltherrschaft“ lässt sich nicht vergleichen mit der tatsächlichen oder vermuteten Gefahr, die heute von einigen islamischen Staaten ausgeht oder ausgehen könnte, falls etwa El Qaeda Zugriff auf die pakistanische Atombombe erhalten sollte oder Ägypten an die Moslembrüder fallen sollte. El Qaeda im Jemen, die Hisbollah im Libanon und die Hamas in den Palästinensergebieten liefern jetzt schon beängstigende Beispiele für mögliche Entwicklungen auch in anderen Teilen der arabisch/islamischen Welt, vom Mullah-Regime im Iran ganz zu schweigen.

Das alles hat nichts oder nur wenig mit dem Koran oder der Religion des Islam zu tun. In jüdischen wie christlichen Heiligen Schriften kann man genauso schlimme Sprüche finden, die Extremisten anfeuern könnten.

Die von Benz monierte „Islamkritik“ ist vielmehr eine reale Angst wegen einem politischen Machtstreben, das heute schon mit einem schleichenden Weltkrieg verglichen werden kann, wenn man die Irak-Kriege, den 11. September, Terroranschläge weltweit, den Nato-Einsatz gegen die Taliban in Afghanistan, Militäroperationen in Somalia, den Einsatz der Bundesmarine gegen Piraten am Horn von Afrika oder vor der Küste des Libanon in einem Gesamt-Zusammenhang betrachtet. Das sind keineswegs nur „Gerüchte, Unterbewusstes, Hörensagen, literarische und volkstümliche Überlieferung“ die sich zu „Tatsachen“ erheben, und nur vom Glauben leben, wie Benz zum Antisemitismus schreibt.

Abschließend noch ein Kommentar zu folgendem Satz von Benz: „Der Berliner Antisemitismusstreit war vor allem eine Identitätsdebatte, eine Auseinandersetzung darüber, was es nach der Emanzipation der Juden bedeuten sollte, Deutscher zu sein und deutscher Jude zu sein.“ Benz „erklärt“ hier, was der von Treitschke ausgelöste „Antisemitismusstreit“ bedeutet. Doch Benz impliziert hier als Realität eine Epoche „nach der Emanzipation der Juden“.

Mit „Emanzipation“ ist letztlich gemeint, dass die Juden ihre Identität aufgeben und sich in die deutsche (arische) Gesellschaft voll integrieren. Genau das wollten Antisemiten wie Treitschke wegen der „Rassenreinheit“ um jeden Preis verhindern. Treitschkes Schüler, die Nazis, zogen daraus die logische Konsequenz. Jeder weitere Kommentar erübrigt sich an dieser Stelle.

Es ist ungeheuerlich, dass der wohl angesehenste Antisemitismusforscher Deutschlands an dieser Stelle nicht darauf hinweist, dass jener „Antisemitismusstreit“ in gerader Linie den Weg zum ideologisch motivierten Massenmord an sechs Millionen Menschen, dem Holocaust, ebnete. Benz musste das unterlassen, weil sonst sein Vergleich des Antisemitismus mit der „Islamkritik“ keinen Bestand mehr gehabt hätte.

© Ulrich W. Sahm / haGalil.com

Antisemitismus und Islamophobie

  • 2010
    Kritik an Wolfgang Benz‘ Außenansicht: Ein Hetzer ohne Ahnung
    „Die unterschwellig bis grobschlächtig praktizierte Diffamierung der Muslime als Gruppe durch so genannte “Islamkritiker” hat historische Parallelen“, behauptet Benz, doch derartige Parallelen gibt es nicht. Solange man in Deutschland fast nichts über den Islam wusste, wurde der Islam als eine späte, nicht weiter ernst zu nehmende Religionserfindung belächelt…

  • Micha Brumlik zum Vergleich von Islamophobie und Antisemitismus: Neue Feindschaft, alte Muster
    Seit einer Veröffentlichung des Publizisten Wolfgang Benz gibt es Streit ob Islamophobie und Antisemitismus vergleichbar sind…
  • 2009
    Antisemitismus und Islamfeindlichkeit: Vergleichen heißt nicht gleichsetzen
    Darf man Antisemitismus und Islamophobie in einem Atemzug nennen? Der Historiker Wolfgang Benz hat es getan und wurde deswegen schwer angegangen…
    Tagung der Berliner Antisemitismusforscher: Judenhasser versus Islamfeinde
    „Feindbild Muslim – Feindbild Jude“: Bei einer Veranstaltung des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung vergleichen Experten Islamfeindlichkeit mit Judenhass…

  • 2008
    Islamophobie und Antisemitismus: Zwei sehr verschiedene Begriffe und Problembeschreibungen
    Auch ein Blick auf den Antisemitismus in islamischen Gesellschaften ist wegen des Zusammenhangs mit der Entwicklung des Islamophobie-Begriffs erforderlich. Vor noch nicht allzu langer Zeit war das Problem „Antisemitismus im Islam“ kein Thema in der deutschen politischen Debatte, weder bezogen auf die islamischen Staaten noch auf die muslimischen Minderheiten in Europa oder Deutschland…

  • 2003
    Debatte um „Islamophobie“: Wer hat Angst vor Differenz?
    Islamophobie, gibt es so etwas? Eine Diskussion über diesen Begriff tobt seit einigen Monaten in Frankreich und scheint nun auch in Deutschland zu beginnen. Wobei es immer wieder darum geht, ob das Phänomen, das der Begriff umreißt, überhaupt existiert…

67 Kommentare zu “Ein Hetzer ohne Ahnung

  1. Mir persönlich ist es egal, wer mir “sein” oder “ihr” Mittelalter andrehen will – und wenn’s der Osterhase und Aschenputtel wären, dann wäre ich eben gegen den Osterhasen und Aschenputtel.
     
    hi Gerrit,
     
    damit unterscheidest Du Dich in nichts von Benz. Nun sag mal. was konkret ist diesem Menschen denn nun wirklich vorzuwerfen, als dass man ihn als „Hetzer ohne Ahnung“ bezeichnen darf?

  2. Wer meint, bei den Lutherischen hätte sich seit Luther viel geändert, kennt Bischöfin Käßmanns Meinung über den gerechten Krieg noch nicht.
    Und wer Uli Sahm „unsachlich“ nennt, setzt sich dem Verdacht aus, er/sie könne eine Argumentation nicht von einem Teller Sauerkraut unterscheiden.
    Uli Sahm beweist seinem Gegenstand gegenüber mehr Sachlichkeit, als die Apologeten des Kritisierten Sahm und den seinen angedeihen lassen.
    Immerhin werden die Rollen gerade so herumgedreht, dass Broder et.al. jetzt die „Hassprediger“ sind, während die von ihnen Kritisierten die Unschuldslämmer darstellen sollen.
    Die „Unschuldslämmer“ vertreten in dieser schwarzen Rhetorik, die sich als „Kritik“ der Kritik behaupten will, offensichtlich die gewünschte Stelle des Eigenen.
    Im übrigen, inhaltlichen, finde ich, F. Hoffmann und Ulli K. haben es hier auf den Punkt gebracht.
    Der Versuch, Leute pseudo-politisch abzuwatschen, die ihre – wenngleich unvollkommen verwirklichten – gesellschaftlichen Freiheitsrechte nicht so mir nichts, dir nichts aufgeben wollen, strebt nach der Aufgabe der Freiheit, wo doch ihre vollendete Verwirklichung, ihre Befreiung aus der gesellschaftlich falschen Form, angezeigt wäre.
    Darüberhinaus ist mir – wie auch F. Hoffmann – nicht ersichtlich, wie eine Affirmation repressiver gesellschaftlicher Praxis zu einer Aufhebung der Umstände beitragen kann, in denen der Mensch ein entrechtetes, unterdrücktes, usw. Wesen ist.
    F. Hoffmann sagt sehr richtig: „Ich finde es auch nicht notwendig gesellschaftliche Rückschritte in Richtung mittelalterliches Denken zu machen, um einen Reformprozess anzuschieben.“
    Denn das wäre nicht etwa die Befreiung der Freiheit, sondern vielmehr die Befreiung von der Freiheit.
    Mir persönlich ist es egal, wer mir „sein“ oder „ihr“ Mittelalter andrehen will – und wenn’s der Osterhase und Aschenputtel wären, dann wäre ich eben gegen den Osterhasen und Aschenputtel. Und selbst damit ist nichts Wesentliches gegen Ostern oder Grimms Märchen gesagt.
    Ich vermisse gedankliche Differenzierung in der „Kritik“ der Kritik, und damit ein wesentliches Merkmal der Moderne im besonderen, des logisch-kritischen, begrifflich differenzierenden Denkens aber im allgemeinen.
    Anhand der Checkliste von Umberto Eco können alle, die es wollen, nun zu ihren eigenen Schlüssen kommen – allein damit ist schon etwas sehr Wesentliches über die Freiheit gesagt.
    Sätze, wie Voltaire sie einmal sagte – „Ich mag weder Sie noch Ihre Meinung, aber ich werde die Bedingung der Möglichkeit, dass auch Sie weiterhin Ihre Meinung vertreten können, bis zum letzten verteidigen“ – scheinen indes von den „Kritikern“ der Kritik nicht bloß als unmodisch, sondern sogar als geradezu unverständlich abgestempelt zu werden.

  3. Hallo Herr Sahm, wenn Sie bei Google-Books in Luthers Werken suchen, empfehle ich Begriffe wie „Mahomet“ und „Alkoran“. Selbstverständlich gab es zu Zeiten Luthers längst eine theologische Auseinandersetzung mit dem Islam. Bis heute gibt es Christen, die davon ausgehen, dass Mohammed ein falscher Prophet und der Antichrist sei. Es ist ja auch logisch, dass sich das Christentum zum Selbstverständnis des Islams verhalten muss, der Jesus zwar als Messias anerkennt, aber nicht als Gottessohn und auch nicht als letzten Gesandten Gottes. Damit wird den Muslimen abgesprochen, überhaupt an Gott zu glauben. Den Juden hingegen wird abgesprochen, weiterhin Gottes auserwähltes Volk zu sein, sondern sie seien durch den angeblichen Mord an Jesus in alle Ewigkeiten verdammt.

    Im christlichen Antijudaismus und Antiislamismus werden sowohl Juden als auch Muslime als Leugner des dreieinigen Gottes und der Gottessohnschaft Christi dargestellt.

    Was bei Luther hinzukommt, ist eine Dämonisierung des Papstes als mindestens genauso schlimm wie die Muslime, wenn nicht sogar noch schlimmer. Und die Juden sind bei Luther die Allerschlimmsten. Natürlich ist es unter heutigen Lutheranern nicht mehr so, aber die Islamfeindschaft unter Berufung auf Luther ist beispielsweise ein Thema in der dänischen Volkskirche.

  4. Antwort an Alan Posener,
    als der Islam erst gechaffen wurde, gab es längst die ausgerklügelte christliche Judenfeindschaft, inkl. den „Gottesmord“. Bitte klären Sie mich auf, welche theologische, grundsätzliche dogmatische Probleme das Christentum mit dem Islam hatte, was auch nur im Fernsten mit den erheblichen, den eigenen Glauben, berührenden theologischen Fragen mit dem Judentum gleichgesetzt oder auch nur verglichen werden könnte.
    Wenn Luther über die „Türken“ schreibt, hat er das theologische Probleme? Wohl kaum. Ich werde umgehend noch einmal seine Spätschrift vorkünpfen und das prüfen.

  5. Ich denke auch, dass dies ein Tiefpunkt nicht nur des sahmschen Journalismus ist. Ein wunderbares Beispiel dafür, wie niveaulos diese sogenannten „Islamkritiker“ sind, oder zumindest wie kritiklos und unreflektiert sie einander beispringen. Erstmal knallts im etablierten Mainstream und Broder haut erst mal in Welt, Spiegel, Focus oder Tagesthemen los, dann folgen PI, Cicero, Junge Freiheit und der Jubeltross kommt in Fahrt.

  6. O-Ton Uli Sahm:

    Benz sollte bekannt sein, dass der Antisemitismus, der Hass auf Juden, nicht erst von dem „renommierten deutschen Historiker und populären Publizisten“ Heinrich von Treitschke (1834 – 1896) erfunden worden ist. Auch die notorische Hassschrift des zaristischen Geheimdienstes, die “Protokolle der Weisen von Zion”, stehen nicht am Anfang einer „Überfremdungsangst“, sondern eher am Ende einer Entwicklung, die wenig später zu Auschwitz führte. Benz scheint weder Martin Luthers Spätschrift „Von den Lügen der Jüden“ zu kennen, noch die antijüdische Hetze der Kirchenväter des vierten Jahrhunderts, als die Juden zu „Gottesmördern“ erklärt wurden. Er scheint weder von den mittelalterlichen „Brunnenvergiftern“ noch von den Blutlegenden gehört zu haben, die immer wieder zu grausamen Judenverfolgungen geführt haben, nicht nur der Kreuzfahrer, …usw.usf.

    O-Ton Henryk M. Broder:

    „Ein sehr altes und ein sehr aktuelles Thema“: Wolfgang Benz, Leiter des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung, hat den zweiten Band seines „Handbuchs des Antisemitismus“ vorgestellt. Erstmals werden in dem beeindruckenden Werk auch Fälle aus der jüngeren Zeit berücksichtigt.

    Vor 65 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Aus diesem Anlass wurde am Dienstagabend in Berlin der zweite Band des „Handbuchs des Antisemitismus“ vorgestellt. Es ist eine akademische Fleißarbeit von fast tausend Seiten Umfang, sie enthält 686 Biografien von „Personen, die von der Spätantike bis zur Gegenwart auf allen Kontinenten der Erde im Kontext der Judenfeindschaft eine Rolle gespielt haben“, so Wolfgang Benz, der Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Berliner TU.

    Zu den im Buch erwähnten und erklärten Personen zählen klassische Judenhasser wie Hans Ulrich Megerle, der 1662 dem Orden der Augustiner beitrat, sich fortan Abraham a Sancta Clara nannte und die Juden für alles verantwortlich machte, vom Ausbruch der Pest bis zum Aufmarsch der Türken vor Wien; moderne Judenverfolger wie Adolf Eichmann, der auf dem Rücken der Juden Karriere im NS-Apparat machte, indem er mit professioneller Kälte die Endlösung der Judenfrage managte; und multiple Überzeugungstäter wie der polnische Geistliche und Gründer von „Radio Maryja“, Tadeusz Rydzyk, …usw.usf.

  7. Ich bin geradezu entsetzt über den unsachlichen Angriff gegen Prof. Benz und das Insitut für Antisemitismusforschung. Von Herrn Sahm, dessen Artikel und Beurteilungen für mich bisher sehr spannend und aufschlußreich waren, hätte ich ein solches Niveau der Auseinandersetzung mit einem rennomierten Wissenschaftler nicht erwartet.

  8. „Ich finde lediglich interessant, dass die größte und bisweilen gehässigste “Kritik” am Islam aus den Reihen europäischer Christen zu kommen scheint, obwohl diese vom Koran ja keineswegs derart diffamiert und beleidigt werden wie z. B. das Judentum. Woher denn plötzlich dieser Sinneswandel, dass christliche Neokonservative mit einem Mal ihre “Christusmörder” gegenüber dem Islam in Schutz nehmen?“

    Wie wäre es mit: Vielleicht, weil sie jeden Tag den Anhängern der real existierenden Religion des Friedens ausgesetzt sind?

  9. Wolfgang Benz liegt in der Hinsicht historisch richtig, wenn er den Antisemitismusbegriff in der Zeit des Kaiserreichs verortet. Hier tauchte er erstmalig im politischen Umkreis des Journalisten Wilhelm Marr (1819-1904) auf, in dessen Schriften Judentum mit Semitentum gleichgesetzt wurde. Seine Publikation „Der Sieg des Judenthums über das Germanenthum – Vom nichtconfessionellen Standpunkt aus betrachtet“ kann in der Hinsicht als Beginn des modernen Antisemitismus bezeichnet werden, als er in ihr Juden als homogene Nationalität betrachtet, die eine „Weltherrschaft“ anstrebten. Genau dieses Wahngespinst zeichnet den Antisemitismus aus. Im Unterschied zu einer religiös motivierten Judenfeindschaft benötigte er weder das Bild des „Brunnenmörders“ oder „Christusmörders“, da er als Atheist sich nicht auf „theologische“ Debatten einlassen brauchte. Natürlich verflechtet sich der Antisemitismusbegriff auch in den meisten Fällen mit Xenophobie. Doch eine xenophob begründete Judenfeindschaft, wie man sie in der Kaiserzeit gegenüber den aus Polen stammenden Polen empfand, musste nicht zwingend mit der Wahrnehmungsstruktur „Antisemitismus“ einhergehen. Umgekehrt benötigen insbesondere moderne antisemitische Phrasendrescher keinen einzigen Juden in der Nähe; sie haben ja den Staat Israel.

    Auch wenn sich in den Schriften Luthers und in der mittelalterlichen Geschichte antisemitische Wahrnehmungsstrukturen belegen lassen, so gingen diese mit einem christlich motivierten Antijudaismus einher. Dass man die beiden Begriffe nicht gleichsetzen kann, auch wenn sie oft Hand in Hand gehen, liegt an dem geschichtlichen Umstand, dass getaufte Juden aus dem Blickfeld des Antijudaisten verschwinden, während diese für einen Antisemiten von Interesse sind. Den Xenophoben der Kaiserzeit hingegen interessierten vornehmlich die polnischen fremden Juden (auch wenn er oftmals zeitgleich von einer Durchdringung des „Judentums“) fantasierte, wie der Xenophoben von heute den „Türken“, den „Araber“ oder den „Muslim“ als Bedrohung erkennt. In der Hinsicht lassen sich xenophobe Wahrnehmungsstrukturen auch vergleichen.

    Und genau hier liegt das Problem von Benz. Er unterscheidet nicht zwischen einer xenophob begründeten Judenfeindschaft von einer antisemitisch begründeten. Auf dieser Prämisse aufbauend kann man zu dem Trugschluss geraten, Islamkritik lasse sich mit Antisemitismus gleichsetzen. Das Problem besteht in dem ganz einfachen Umstand, dass der Antisemit im Menschen immer den Juden erkennen wird, egal in welchem Gewand er sich kleidet. Der Islamkritiker hingegen setzt dort an, wo aus dem Bekenntnis zum Islam politisches Handeln folgt.

  10. Eine Blödsinnsdebatte.
    Was hat denn die jahrhundertelange Diskriminierung und Verfolgung der Juden mit dem Kunst- und Totschlagbegriff „Islamophobie“ zu tun?
    „Islamophobie“ wird unkritisch als Synonym für alles Mögliche, von Islamkritik bis Rassismus gebraucht. Es ist ein nichtssagender, dummer, inhaltsloser Begriff, den jeder so benutzen kann, wie er ihm passt, beginnend mit seinem Erfinder Ayatollah Khomeini.
    Wenn ein deutscher Professor Weblogs abklappert und daraus umgehend eine Verfolgung eine religiösen Minderheit konstruiert, spricht das für seine wissenschaftliche Qualität und sonst nichts.
    Wenn er berechtigte Kritik an einer konservativen politisch- religiösen Bewegung (Islamverbände, etc..) und deren Forderungen mit Rassismus gleichsetzt, muß er sich ein merkwürdiges Verständnis von freiheitlicher Demokratie unterstellen lassen.
    Bizarr auch, daß manche Leute zwar eine Reform des Islam vorgeblich unterstützen, dann aber ausgerechnet eine Anpassung an die Forderungen der Nicht-Reformbereiten für opportun halten und Leute wie Kelek, Ates etc., die jetzt und hier Reformen fordern, mundtot machen wollen.
    Ich finde es auch nicht notwendig gesellschaftliche Rückschritte in Richtung mittelalterliches Denken zu machen, um einen Reformprozess anzuschieben.
    Daß Staaten, die sich selbst als islamische Gottesstaaten (Iran) oder vorbildliche islamische Staaten sehen (z.B. Saudi Arabien) als nicht wirklich islamisch gesehen werden, ist bei manchen Leuten sicher noch einem eingebrannten Denkschema geschuldet:
    Kommunistische Terrorregime repräsentierten ja nie den „wahren“ Sozialismus oder Kommunismus.
    Auch im Alltagsvergleich hinkt die Gleichsetzung von Antisemitismus und „Islamophobie“ sehr.
    Juden wurden in Ghettos gedrängt, vielen hiesige Muslime wohnen in selbstgewählten Ghettos (sogar Trittin hat´s bemerkt).
    Das von der Gesellschaft aufgezwungene Tragen des „Judensterns“ sollte die Juden ausgrenzen. Das islamischen Kopftuch soll ein Kennzeichen der „wahren“ Gläubigen sein, sie auch von liberalen Muslimen abgrenzen. Ein Symbol des Konformismus einer konservativen Glaubensrichtung, keinesfalls ein Symbol von Individualismus („jedem Narr seine Kappe“), wie gerne kolportiert.
    „Kauft nicht beim Muslim“ habe ich noch nirgends gelesen oder gehört.
    Jeder Muslim hat die gleichen Bürgerrechte, wie jeder Andere auch, aber keine Sonderrechte (wie jeder Andere auch nicht).
    Und schon garnicht das Recht, die Scharia über das hiesige Rechtssystem zu stellen.
    Zurück zum Vergleich: Forderungen nach einem Sonderrecht für Juden habe ich hierzulande noch von keinem jüdischen Verband vernommen.
    Ebensowenig ist mir die Forderung nach einer diskriminierenden „Sondergesetzgebung“ für Muslime bekannt, wie es die ja für die Juden gab.
    Und so weiter.
    „Islamophobie“ ist das „Sesam öffne dich“ von reaktionären Muslimvertretern bei einer bestimmten Gruppe von „Intellentuellen“, ansonsten ein nichtssagender aufgeblasener Begriff.

  11. „Das alles hat nichts oder nur wenig mit dem Koran oder der Religion des Islam zu tun.“

    In der Aufzählung, auf die dieser Satz folgt, fehlt noch, daß das Recht zum Wechsel der Religion auf Drängen Ägyptens 1966 nicht in den UN Zivilpakt aufgenommen wurde (siehe Link) und daß islamische Staaten seither zum Christentum konvertierten Muslimen die rechtliche Anerkennung ihrer neuen Religion verweigern können, ohne formalrechtlich gegen die Menschenrechte zu verstoßen. Die Auswirkungen für die Betroffenen sind immens!

    Das hat natürlich auch „nichts oder nur wenig mit dem Koran oder der Religion des Islam zu tun“, weshalb der linksliberale Feulletonist auch schulterzuckend darüber hinweg geht.

  12. Spinnt Wilders? Ist der Islam eine faschistische Ideologie?

    by Ibn Warraq
    In a speech that he gave at Columbia University, Umberto Eco spelled out fourteen features that he considered were typical of Eternal Fascism; adding however this explanatory detail: “ These features cannot be organized into a system; many of them contradict each other, and are also typical of other kinds of despotism or fanaticism.

    [1] The Cult of Tradition. „Truth has already been spelled out once and for all, and we can only keep interpreting its obscure message.“
    [2] „Traditionalism implies the rejection of modernism …The Enlightenment, the Age of Reason, is seen as the beginning of modern depravity. In this sense [Eternal fascism] can be defined as irrationalism.“
    [3] „Irrationalism also depends on the cult of action for action’s sake …. Thinking is a form of emasculation. Therefore culture is suspect insofar as it is identified with critical attitudes. Distrust of the intellectual world has always been symptom of Ur- [or Eternal Fascism ].“
    [4] “ No syncretistic faith can withstand analytical criticism. The critical spirit makes distinctions, and to distinguish is a sign of modernism. In modern culture the scientific community praises disagreement as a way to improve knowledge. For Ur-Fascism, disagreement is is treason.“
    [5] „Besides, disagreement is a sign of diversity. Ur-fascism grows up and seeks for consensus by exploiting and exacerbating the natural fear of difference. The first appeal of a fascist movement is an appeal against intruders. Thus Ur-Fascism is racist by definition.“
    [6] „Ur-Fascism derives from individual or social frustration.“
    [7] “ …Thus at the root of the Ur-Fascist psychology there is the obsession with a plot, possibly an international one. The followers must feel besieged. The easiest way to solve the plot is the appeal to xenophobia. But the plot must also come from the inside: Jews are usually the best target because they have the advantage of being at the same time inside and outside.“
    [8] „The followers must feel humiliated by the ostentatious wealth and force of their enemies ….However, the followers must be convinced that they can overwhelm the enemies. Thus, by a continuous shifting of rhetorical focus, the enemies are the same time too strong and too weak. Fascist governments are condemned to lose wars because they are constitutionally incapable of objectively evaluating the force of the enemy.“
    [9] „For Ur-Fascism, there is no struggle for life, but rather life is lived for struggle. Thus pacifism is trafficking with the enemy. It is bad because life is permanent warfare.“
    [10] „Elitism is a typical aspect of any reactionary ideology, insofar as it is fundamentally aristocratic, and aristocratic and militaristic elitism cruelly implies contempt for the weak. Ur-Fascism can only advocate a popular elitism. Every citizen belongs to the best people of the world, the members of the party are the best among the citizens, every citizen can (or ought to) become a member of the party … “
    [11] „…Everybody is educated to become a hero …This cult of heroism is strictly linked with the cult of death. In non-fascist societies, the lay public is told that death is unpleasant but must be faced with dignity ; believers are told that it is the painful way to reach a supernatural happiness. By, contrast, the Ur-Fascist craves heroic death, advertised as the best reward for a heroic life. The Ur-Fascist hero is impatient to die. In his impatience, he more frequently sends other people to death.“
    [12] „Since both permanent war and heroism are difficult games to play, the Ur-Fascist transfers his will to power to sexual matters. This is the origin of machismo (which implies both disdain for women and intolerance and condemnation of non-standard sexual habits, from chastity to homosexuality).“
    [13]  „Ur-Fascism  (Eternal Fascism) is based upon a selective populism, a qualitative populism, one might say. In a democracy, the citizens have individual rights, but the citizens in their entirety have a political impact only from a quantitative point of view – one follows the decisions of the majority. For Ur-Fascism (Eternal Fascism), however, individuals as individuals have no rights, and the People is conceived as a quality, a monolithic entity expressing the Common Will. Since no large quantity of human beings can have a common will, the Leader pretends to be their interpreter…“
    [14] „Ur-Fascism speaks Newspeak. Newspeak was invented by Orwell, in 1984, …But elements of Ur-Fascism are common to different forms of dictatorship. All the Nazi or Fascist schoolbooks made use of an impoverished vocabulary, and an elementary syntax, in order to limit the instruments for complex and critical thinking.“
    A.K.Brohi already quoted above, goes on to write, „By accepting to live in bondage to this Divine Law, man learns to be free,“ which again frighteningly reminds one of Orwell’s Newspeak…

  13. Sahm: „Das alles hat nichts oder nur wenig mit dem Koran oder der Religion des Islam zu tun. In jüdischen wie christlichen Heiligen Schriften kann man genauso schlimme Sprüche finden…“

    Das ist wirklich kaum zum Aushalten.
    Der Islam verstößt gegen die Menschenrechte. Deswegen haben die islamischen Staaten die allgemeinen Menschenrechte eben nicht anerkannt, sondern ihre eigenen entwickelt (Kairoer Erklärung der Menschenrechte), die alle wirklichen Menschenrechte unter Schariavorbehalt stellen.
    Der Islam verstößt gegen das Grundgesetz. Gleiche Rechte für alle gibt es im Islam nicht (Männer, Frauen, Homo-, Heterosexuelle, Gläubige, Ungläubige), Religionsfreiheit gilt nicht, Gaubensabfall: lt. Hadith Todesstrafe.
    Wichigster Punkt ist, daß das oberste Gesetz menschlichen Zusammenlebens in der Gesellschaft von Allah bestimmt wird und sich alle anderen Gesetze (auch die Verfassung) dem unterzuordnen haben. Das ist grob verfassungswidrig, denn in einer Demokratie bestimmen die Menschen das oberste Gesetz und nicht ein Gott aus dem 7. Jahrhundert.
    36% der britischen Muslime sind der Meinung, dass wer den Islam verlässt, getötet werden sollte, das sind mehrheitlich britische Bürger! 68% denken, wer den Islam beleidigt, gehört bestraft. 54% der franz. Muslime wollen die Scharia weltweit eingeführt sehen.

    Frank Meyer:
    Die Muslime sollen sich in unsere Gesellschaft integrieren. Sie sollen Freiheit und Gleichheit unserer rechtsstaatlichen Demokratie akzeptieren, indem sie sich lösen aus der religiösen Unterdrückung, die Koran und Scharia bedeuten.

    Die Geschichte des Antisemitismus ist eine Geschichte der Verweigerung von Freiheit und Gleichheit, von Teilhabe und Mitbestimmung: Juden sollten nicht Bürger unter Bürgern sein – für die Nazis nicht einmal Menschen unter Menschen.

    Antisemitismus (Vorurteil, Verweigerung von Gleichheit, Ausgrenzung) ist eher das Gegenteil von Islamkritik (Aufruf zur Gleichberechtigung, Anerkennung der Menschenrechte aller – Frauen, Nichtmuslime usw.).

  14. Ja, ja die Kreuzzüge. Jahrtausende saßen Moslems friedlich in ihrem ihnen angestammten Heiligen Land, bis auf einmal die bösen Kreuzzügler auf die Idee kamen, dieses Land zu erobern. Dass Moslems dies bereits vorher erobert hatten, so wie sie auch alles erobert hatten (denn wer bekehrt sich schon freiwillig zur zweiten schlechten Kopie der Originalreligion?) muss dabei natürlich unter den Tisch fallen. Genauso, warum es Reconquista – zu deutsch: Rückeroberung – heißt.

    Dass Menschen dem Islam feindlich gegenüberstehen, mag bedauerlich sein, ist aber wenig verwunderlich, wenn der Islam sich so fortschrittlich, weltgewandt und tolerant zeigt, wie er es in unseren Zeiten tut: Bomben legen, steinigen, Hände abhacken – dabei aber ständig beleidigt sein, wenn man das kritisiert – verschafft einem nun mal keine Sympathien. Außer natürlich bei der Intelligenzia des linksliberalen Feuilletons.

  15. Antijudaismus und Islamfeindschaft gingen immer Hand und Hand, und sie tun es noch heute.

    Nikolaus von Cues, Von der Wissenschaft des Nichtwissens, S 200

    „Hieraus siehst du, wenn ich mich nicht täusche, daß es keine vollkommene, den Menschen zum höchsten und ersehnten Ziel des Friedens führende Religion gibt, die Christus nicht als Mittler und Erlöser, als Gott und Menschen, als den Weg, die Wahrheit und das Leben auffaßt. Wie widersinnig ist daher der
    Irrglaube der Saracenen, welche Christus für den größten und vollkommensten Menschen halten, geboren aus der Jungfrau, und glauben, daß er lebendig in den Himmel aufgefahren, aber seine Gottheit läugnen. Sie sind fürwahr verblendet, weil sie Unmögliches behaupten.

    Nach dem Gesagten muß es für jeden Menschen sonnenklar sein, daß kein Mensch der durchaus vollkommenste und größte und übernatürliche aus einer Jungfrau geboren sein kann, der nicht zugleich
    Gott ist. Die Saracenen sind daher unverständig, Feinde des Kreuzes, die dessen Mysterien nicht verstehen
    und darum auch die göttliche Frucht der Erlösung nicht verkosten werden. Auch von dem Gesetze ihres Mahomed, das nichts als Befriedigung sinnlicher Lust verheißt, die durch den Tod Christi in uns ertödtet ist,
    dürfen sie nicht erwarten, wornach wir in Hoffnung auf den Besitz unvergänglicher Herrlichkeit eifrig streben.

    Mit den Saracenen glauben auch die Juden, der Messias sei der größte, vollkommenste, unsterbliche Mensch, läugnen aber gleichfalls seine Gottheit, von derselben teuflischen Blindheit geschlagen. Auch
    sie werden die höchste Seligkeit, Gott zu genießen, auf die sie nicht hoffen, auch nicht erlangen. Was am
    Befremdendsten ist, ist das, daß sowohl Juden als Saracenen an eine einstige allgemeine Auferstehung
    glauben, aber die Möglichkeit derselben durch einen Menschen, der zugleich Gott ist, nicht zulassen.
    Wollte man auch sagen, die Auferstehung sei schon darum nothwendig, weil sonst, wenn die Bewegung
    des Entstehens und der Zerstörung aufhört, daß Universum nicht mehr seine Vollkommenheit hätte, und
    da die menschliche Natur ein wesentlicher Theil des Universums ist, das Universum ohne sie nicht nur
    nicht vollkommen, sondern überhaupt kein Universum mehr sein würde, und daß, wenn einmal die Bewegung aufhört, entweder das ganze Universum zu Grunde gehen oder die Menschen, deren Natur als die mittlere das Ganze in sich faßt, zur Unzerstörlichkeit auferstehen müssen (andere lebende Wesen brauchen nicht aufzuerstehen, da der Mensch die Vollkommenheit derselben ist); oder wollte man auch die Auferstehung nur deßhalb annehmen, damit der ganze Mensch die ihm gebührende Vergeltung von dem gerechten Gott erhalte, so ist doch zu allem Dem vor Allem der Glaube an Christus als den Gottmenschen nothwendig, durch welche allein die menschliche Natur zur Unvergänglichkeit gelangen kann.

    Blind sind daher Alle, welche an die Auferstehung glauben, aber Christus, die Vermittlung ihrer Möglichkeit, nicht bekennen, da der Glaube an die Auferstehung auch der Glaube an die Gottheit und Menschheit Christi, an seinen Tod und seine Auferstehung ist.“

  16. Lieber Ulrich Sahm,

    Die christliche Islamophobie hat eine lange Geschichte. Lesen Sie einmal nach, was zu Zeiten der Reconquista in Spanien, zu Zeiten der Kreuzzüge in ganz Europa, was noch von Martin Luther gegen die Türken usw. geschrieben wurde, bevor Sie anderen Menschen öffentlich Unkenntnis der Geschichte vorwerfen. Antijudaismus und Islamfeindschaft gingen immer Hand und Hand, und sie tun es noch heute.

  17. „Nur wären diese höchst wahrscheinlich wirkungslos gewesen, da die israelische Armee Gaza nicht mit Kassam-Raketen angegriffen haben.“

    So ein Kriegshetzer wie Herr Serdal meint, dass Kassams nur Spielzeuge sind, mit denen man nichts dem Gegner anhaben kann. Eine harmlose Waffe.
    Herr Serdal sollte wissen, dass man sogar mit vermeintlich harmlosen Kartoffelkannonen den Menschen ernsthafte Schäden zuzufügen sind. Herr Serdal kann es nach dem Unterrichtschluß vor dem Gemüseladen seines Vaters das ruhig ausprobieren:
    http://www.youtube.com/watch?v=Mku1xEFO-ic
    Nächste Woche, nach den Zeugnissen, kann Herr Serdal eine Kartoffelkannone basteln und deren Wirkung ausprobieren. Dann darf er weiter die Kassams verharmlosen.

    Die Tzahal aber erwägt, um die Zivilbevölkerung in dem Gazastreifen nicht zu verletzen die Einführung anderen Waffensysteme.
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,672999,00.html

    Ob damit Herr Serdal und seine Kriegshetzerkammeraden sich zufrieden stellen lassen?
    Ansonsten wird fieberhaft mit anderen Lösungen experimentieren. Die Chemie soll helfen:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,175774,00.html
    Die Israelis zeigen Interesse ähnliche Stinkbomben zu entwickeln.
    Da wird natürlich die Hamasbanditen zu Klagen veranlassen, dass man die Giftgasmunition verwendet und eine neue Goldstein Untersuchung veranlassen.
    Ich meinerseits bezweifle die Wirkung von diesen Stinkbomben. Angesichts des Abwassersystemszustands in Gazastreifen, werden die Palis überhaupt nicht merken, dass eine Stinkbombe niedergeganen ist.
    Trotzdem, ist das ein Versuch wert. Auf jeden Abschuß einer Kassamrakete aus dem Wohngebiet der Gazaner, soll die Luftwaffe eine Stinkbombe auf dieses Gebiet abwerfen. Dann werden die Gazaner endlich sturm gegen die Kassamterroristen laufen und die Mütter werden ihren Söhnen endlich die Hintern versohlen.

  18. @Serdal

    es tut mir leid xx xxxxx Serdal, dass Sie so xxxxxx xxxxxxx wissenresistent sind. Jeder normaler Mensch muss wissen, dass die Hamas, die ein demokratischer Vertretter der Gazaner ist, den Krieg wollte, provozierte und mit allen Mitteln heraus forderte. Wenn die xxx Palis so blöd waren, einen Krieg gegen eine größte Armee der Region anzuzetteln dann müssen sie die Konsequenzen tragen. Mein Mitleid mit den unschuldigen Palästinenser habe ich, aber die Verantwortung sehe ich bei der Hamas und Leuten die sie bedingungslos unterstützen und zu einer selbstmörderischen Politik hetzten. Das sind die Leute wie Sie, Herr Serdal, die den strunzdummen Hamasniks nicht erklären wollen, dass ein Frieden immer besser wäre als ein selbstmörderischer Krieg. Sie tragen auch die Verantwortung Serdal, weil Sie ein Rädchen in dem Propagandakrieg der Hamas sind. Wie fühlen Sie sich als Versager und Verlierer? Wie fühlen Sie sich als ein Mitverantwortlicher für den Tod von armen Zivilisten, denen solche Leute wie Sie den Sieg über die beste Armee des Nahen Osten versprachen? Solche Leute wie Sie, Herr Serdal, die Kriegshetzer sind und den Propagandakrieg für Hamas führen, sollte man vor dem Internationalen Kriegsverbrechertribunal in den Hag anklagen. Sie Herr Serdal haben nichts, aber gar nichts zum Frieden beigetragen. Sie sind schuld Herr Serdal. Allah wird Sie bestrafen.

  19. @Kohldampf
    „Müssen sich die Moslems in den “Panikräumen” verstecken?“
    Panikraum? Das hätten sich die Palästinenser auch im Gaza-Angriffskrieg gewünscht. Nur wären diese höchst wahrscheinlich wirkungslos gewesen, da die israelische Armee Gaza nicht mit Kassam-Raketen angegriffen haben. Die Menschen aus Gaza haben aufgrund von Zementmangel (Einfuhrverbot) nicht mal die Möglichkeit Ihre zerbombten Häuser wieder aufzubauen, geschweige denn wirkungsvolle Bunker für die Zivilbevölkerung zu bauen.

    „Wer droht wem?“
    Die Frage ist nicht wer droht wem, sondern wer tötet wen? Sie wollen doch jetzt nicht allen ernstes behaupten, dass die Hamas Israel allen ernstes real bedrohen kann. Die alleinige Atommacht im nahen Osten. Knapp 600 000 Soldaten (inkl. Reservisten) bei einer Einwohnerzahl von 7.3mio. Modernste Kriegsgeräte. Bis auf die Zähne bewaffnet. Enorme Rüstungsausgaben. Wie soll die Hamas so Israel bedrohen? und noch wichtiger: Wie kann sich Israel bedroht fühlen?

  20. Übrigens, wäre Islam so eine friedliche Religion wie sie sich darstellt, würde man sich von der Fatwa verstecken müssen wie Rushdi und viele anderen Künstler oder Politiker?
    Müssen sich die Moslems in den „Panikräumen“ verstecken? Wer droht wem?
    Die Juden aufgrund des Deutschen Rassenwahns haben sich verstecken müssen (und wurden trotzdem gefunden und umgebracht). Die Muslimas sind stolz, ihre Anderssein zur Schau zu stellen und wie Pinquine auf den Strassen zu watschen. Sie haben Angst dass sie angebaggert werden? Lächerlich. Von wem?

  21. @Jim
    wenn Sie sich in einer „rechthabenden“ Minderheit von Träumer wohlfühlen, dann ist doch prima.
    Denken Sie nur, die Islamkritiker sind keine Menschenmörder.
    Nieman denkt an einer physischen Vernichtung von Millionen europäischen Moslems. Oder haben sie schon von der Endlösung der Moslemsfrage gehört?
    Haben Sie sich gestern Shoah auf Arte angeschaut? Denken Sie wirklich, dass die Moslems so ein Schicksal erwartet wie den Juden in Polen?
    Das einzige was man sich wünschen würde, ist eine Rücksichtnahme seitens der Moslems auf die Befindlichkeiten der Merheitsbevolkerung in Europa. Ich habe keine Lust mich kneblen zu lassen, weil irgendwelche Migranten mit Minderwertigkeitskomplexen sich ewig beleidigt fühlen, oder sind neidisch, weil ich so leben kann wie ich will und am Ramadan muss ich nicht fasten.
    Wissen Sie, dass die „Kopftuchmädchen“ in Berlin die katholischen Mädchen überfallen, weil diese kein Kopftuch tragen? Ist das kein Rassismus?
    http://polskaweb.eu/die-opfer-sind-meist-polinnen.html

    Übrigens, der Islamismus ist ein Kunstwort. Um die Moslems nicht zu ärgern. Islamismus ist die Bezeichung des radikalen Islams. Punkt. Salafisten, Wahabiten, Jihadisten – das ist die Quelle des Übels. Alle berufen sich auf den Koran. Und wahnen sich im Recht. Vielleicht anstatt mich zu belehren, belehren Sie die „Islamisten“, dass die Nichtmoslime gleiche Menschen wie sie sind.
    Weil die sind die echten Rassisten.

  22. Willow & Kohldampf – kongenial.

    Doch davon ab:

    Nun, auch sie überlegten mit Blick auf Herrn Sahm zumindest “Ob er sich von pi hat anstecken lassen?”…

    Nun, Ihr Pipes-Artikel ist auch von pi, gestern dort erschienen.

    Im Übrigen gebt ihr Beide dem Benz nun doch noch Recht, insofern, als dass sich einerseits Pipes zumindest in Hinblick auf den Islam von Wilders ganz unmissverständlich distanziert, andererseits Bonhorst hier von Islamisten und nicht pauschal vom Islam per se spricht.

    Nochmals OTon Benz, betrifft Leute wie Ulfkotte, Raddatz und Wilders, sowie Gruppierungen wie zB Pro Köln, die österreichische FPÖ, italienische Lega Nord und die französische FN:

    “Die Parallelen zu Antisemitismus und Judenfeindschaft sind unverkennbar: Mit Stereotypen und Konstrukten, die als Instrumentarium des Antisemitismus geläufig sind, wird Stimmung gegen Muslime erzeugt. Dazu gehören Verschwörungsfantasien ebenso wie vermeintliche Grundsätze und Gebote der Religion, die mit mehr Eifer als Sachkenntnis behauptet werden. Die Wut der neuen Muslimfeinde gleicht dem alten Zorn der Antisemiten gegen die Juden.
    Die Verabredung einer Mehrheit gegen das Kollektiv der Minderheit, das ausgegrenzt wird (einst und immer noch ,die Juden’, jetzt zusätzlich ,die Muslime’), ist gefährlich, wie das Paradigma der Judenfeindschaft durch seine Umsetzung im Völkermord lehrt. Aufgabe der Antisemitismusforschung, die sich als Vorurteilsforschung begreift und Judenfeindschaft als erkenntnisleitendes Paradigma versteht, ist es, beide Phänomene in den Blick zu nehmen: Hass gegen die Juden und den Judenstaat, wie er von Muslimen artikuliert wird, und Hass gegen die Muslime, der sich der gleichen Methoden bedient, die vom christlichen Antijudaismus wie vom rassistischen Antisemitismus entwickelt werden.”

    Danke für das Gespräch!

  23. Oder hat er was gegen Verherrlichung von Mafiamethoden:

    „Auch die islamistischen Terroristen sind eine Art Mafia. Aber eine, die es bei uns leichter hat als ihre Berufsgenossen italienischer Tradition. Denn wir tänzeln in der öffentlichen Debatte gern auf Zehenspitzen um sie herum. Da wird über die Grenzen von Satire und Karikatur diskutiert: auch eine hübsche, aber doch eher nebensächliche Diskussion. Das eigentliche Thema ist die Gefahr für uns alle, wenn eine internationale, verwirrte Bruderschaft Menschen mit dem Tode bedroht, weil sie sich beleidigt fühlt.

    Die Mafia wird hart bekämpft und niemand sorgt sich, man könne damit „alle Italiener“ diskriminieren. Es wäre auch abwegig. Beim Kampf gegen Mord-Islamisten macht man sich solche abwegigen Sorgen. Wäre ich Moslem, ich würde selber diese Typen als die Mafia bekämpfen, die sie sind.“

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/eine_art_mafia/

  24. @Jim

    Nun, auch sie überlegten mit Blick auf Herrn Sahm zumindest „Ob er sich von pi hat anstecken lassen?“…

    Wilders, oder zumindest das holländische Wahlverhalten – „Warum, glauben Sie, macht der das?“ – zu „begreifen“ (was nicht unbedingt bedeutet, ihm zuzustimmen, schon gar nicht in allen Punkten..) fällt recht schwer, wenn sie sich ausschließlich durch erklärte Wilders-Kritiker informieren lassen … zu den aktuellen Ereignissen fand ich die Gedanken von Daniel Pipes recht interessant, zumal dieser mit Wilders in Sachen Islam erklärtermaßen nicht übereinstimmt:

    http://de.danielpipes.org/7890/auf-die-seite-von-geert-wilders

  25. @Jim,
    „Warum, glauben Sie, macht der das?“
    Vielleicht denkt er irrtümlicherweise, dass der Quran eine Anleitung zur Welteroberung durch Moslems ist und hat Angst vor der islamisierung.
    Oder ist er psychisch krank. Das merken aber seine Anhänger nicht. Er hat immer größer werdenende Clique von Unterstützer im ganz Europa. Aber sie haben Recht, Jim. Alle irren sich. Sie haben aber Recht. Genau wie der Falschfahrer auf der Autobahn.
    ich kenne persönlich keinen gewaltbereiten Moslem. Aber ich kenne keinen, der explizit den Gewalt gegen Israelis oder Juden verurteilte. Die Gewalt der moslemischen Minderheit in Namen des Islams geht der schweigenden Mehrheit der Moslems am Allerwertigsten vorbei.

  26. Wie interpretieren sie denn dann z.B. den Kommentar des Users “Stefan”?

    Wenn Sie den User „Stefan“ meinen, so sprechen Sie doch bitte ihn darauf an.

    Kontextuell ergab sich für mich aus Ihrem Beitrag eine Kritik an Benz.

    Übrigens:

    Niederlande machen Politprovokateur Wilders den Prozess

    Die Vorwürfe gegen Wilders wiegen schwer: Die 22-seitige Anklageschrift spricht von Anstachelung zum Hass, Beleidigung von Muslimen als Gruppe aufgrund ihrer Religion sowie Diskriminierung. Sie ist gespickt mit Zitaten, die die Vorwürfe belegen sollen. Einige von ihnen sind längst berühmt-berüchtigt:

    • Der Koran sei wie Hitlers „Mein Kampf“.
    • Der Kern des Problems sei der „faschistische Islam“.
    • Es gebe einen „Islamisierungs-Tsunami“.

    Geert Wilders ist der mittlerweile wohl bekannteste europäische Vertreter jener Gruppe, die mangels passender Begriffe oft als „Islamkritiker“ beschrieben wird.

    Ich selbst halte diesen Wilders für einen üblen Hetzer und Rassisten!

    Warum, glauben Sie, macht der das?

  27. Ich finde lediglich interessant, dass die größte und bisweilen gehässigste „Kritik“ am Islam aus den Reihen europäischer Christen zu kommen scheint, obwohl diese vom Koran ja keineswegs derart diffamiert und beleidigt werden wie z. B. das Judentum.
    Woher denn plötzlich dieser Sinneswandel, dass christliche Neokonservative mit einem Mal ihre „Christusmörder“ gegenüber dem Islam in Schutz nehmen?
    Der Apostel Paulus, einer der Begründer des kirchlichen Antisemitismus, hat wenige Jahre nach Jesus‘ Tod propagiert, dass das Christentum fortan keine dem Judentum entstammende Glaubensrichtung mehr sei, sondern das zwischen Juden und Christen nur noch getrennte Wege herrschen sollten. Und seit dem Frühen Mittelalter haben sich Islam und Christentum beinahe gegenseitig überboten in der Verteufelung des Judentums.
    1526 lagen die antichristlichen und antisemitischen Osmanen noch vor Wien, da hat Luther den Türken noch als wohlverdiente Strafe Gottes gegen die Papisten und unrechtschaffenen Christenmenschen gedeutet und sich nicht weiter drum geschert, er musste ja in den darauffolgenden Jahren an seiner „ethnographischen Studie“ über die Juden werkeln.
    Der deutsche Antisemitismus hat selbst nach 1945 noch fortgelebt, man denke nur an die Empörung und den Hass, den die ersten Ulmer „Einsatzgruppenprozesse“ und nicht zuletzt der Auschwitzprozess selbst im bundesrepublikanischen Deutschland losgetreten haben.
    2001 stürzen schließlich in New York zwei Türme ein, CNN zeigt aus dem Zusammenhang gerissene Bilder jubelnder Palästinenser, und auf einmal wird Samuel Huntingtons „Clash of Civilizations“, der noch 1994 selbst dem strebsamsten Politikstudenten wohl nur ein genervtes Gähnen entlocken konnte, zur prophetischen Schrift, die belegt, dass uns der Islam seit langem den Krieg erklärt habe. Auf einmal sind wir alle Amerikaner, auf einmal besinnen wir uns auf judäo-christliche Werte (und Paulus ist vergessen?!), auf einmal erkennen wir, dass der Untergang des Abendlandes unmittelbar bevorsteht, wenn wir nicht handeln, und auf einmal befassen wir uns eindringlich mit der Religion muslimischer Einwanderer, die uns vorher gründlich am Arsch vorbeigegangen waren, obwohl sie schon seit den 1960er Jahren bei uns leben. Auf einmal mutiert jeder zum Koranexperten und kommt zu der überwältigenden Erkenntnis: „Nicht jeder Muslim ist ein Terrorist, aber (fast) jeder Terrorist ist ein Muslim“. Genau auf diese Art haben deutsche Nazis damals alle Juden in die Nähe von Wall Street und Weltfinanz gerückt und ihnen unterstellt, sie würden die Regierungen unterwandern. („Nicht jeder Jude ist ein verschwörerischer Strippenzieher, aber (fast) jeder verschwörerische Strippenzieher ist ein Jude“?! ) Und hat man früher den Juden unterstellt, sie würden die Christen in Sicherheit wiegen, sich bei Kaiser und Obrigkeit einschleimen und ihre wahren Absichten leugnen, so spricht der Islamkritiker von heute von „Taqquiya“, wenn die Muslime sich auf ihr durch den Koran verbrieftes Recht zur Lüge berufen (und ein Fall von Taqquiya ist ja allein schon die infame Behauptung, man könne auch Muslim sein, ohne zum Terroristen mutieren zu müssen…)
    Klar, Äpfel und Birnen kann man nicht gleichsetzen. Aber Haarspalterei hat bisher jede unangenehme Diskussion zunichte gemacht.

  28. @jim

    „Kein Mensch bezeichnet Uli Sahm als Nazi. Diese Behauptung ist maßlos und höchst bezeichnend.“

    Wie interpretieren sie denn dann z.B. den Kommentar des Users „Stefan“? Immerhin behauptet er:

    „dienen heute Genitalverstümmler und Schuhbomber dem modernen Islamkritiker als Vorwand, um hierzulande fremdenfeindliche Parolen loszustoßen, die selbst einem Julius Streicher den Neid ins Gesicht getrieben hätten. “

    Ralf Giordano ist übrigens ganz ähnlichen Vorwürfen ausgesetzt…

  29. @Jim
    zwischen Birnen und Äpfeln bestehen ebenfalls Parallelen. Diese Früchte wächsen auf Bäumen. Man kann die Früchte vergleichen. Aber nicht gleichsetzen.

  30. Oha… wer also Probleme damit hat, wenn Judenhass und Islamkritik gleichgesetzt werden, der *muß* ein Nazi sein… selbst wenn er, wie Ulrich Sahm buchstäblich seit Jahrzehnten höchst verdienstvoll wirkt. Was für eine einfache “Logik”.

    Kein Mensch bezeichnet Uli Sahm als Nazi. Diese Behauptung ist maßlos und höchst bezeichnend.

    Auch hat Benz keineswegs Judenhass und Islamkritik gleich gesetzt. Er hat sich bloß herausgenommen, auf tatsächlich bestehende Parallelen hinzuweisen.

    Wie sehr er damit richtig liegt, zeigt die unsachliche, hysterische, beleidigende und ausgesprochen verleumderische Demagogie in der Reaktion des sog. „Autorenteams“.

    Benz sagt die Wahrheit und trifft damit den wunden Punkt, aber voll!

  31. Der Vergleich ist völlig falsch, denn niemand wirft Moslems vor, Brunnen zu vergiften, Kinder aus relig. Motiven zu ermorden, Verantwortlich für den Kommunismus und gleichzeitig für den Kapitalismus zu sein. Wo sind die Parallelen zum Antisemitismus, der im „Protokolle der Weisen von Zion“ gipfelte und vieles mehr?
    Der Vergleich mag hehren Motiven entspringen, aber letztendlich erweist er sich als nicht fundiert.

    Und Julius Schoeps fragt zu Recht: „Sind „aggressive Philosemiten“, wie er erklärt, tatsächlich die schärfsten Islam-Feinde? Bedeutet „pro-jüdisch“ – wenn auch „künstlich pro-jüdisch“ – automatisch so etwas wie eine Anfälligkeit für „anti-islamisch“? Muss man, in der Zuspitzung, israelkritische oder antiisraelische Positionen vertreten, um nicht in Verdacht zu geraten „islamophob“ zu sein?“

  32. Oha… wer also Probleme damit hat, wenn Judenhass und Islamkritik gleichgesetzt werden, der *muß* ein Nazi sein… selbst wenn er, wie Ulrich Sahm buchstäblich seit Jahrzehnten höchst verdienstvoll wirkt. Was für eine einfache „Logik“.

  33. @Stefan
    sollen wir jetzt 600 Jahre darauf warten, dass sich die Terroristen besinnen und mit friedlichen Mitteln ihr Glauben verbreiten? So viele Zeit hat Israel nicht.

  34. Fragen Sie doch mal die „Islamkritiker“ und vermeintlichen Philosemiten von „Politically Incorrect“, wieviel diese tatsächlich über die jüdische Religion und Kultur wissen, ohne Wikipedia bemühen zu müssen. Denen dient der muslimische Antisemitismus doch nur als Rechtfertigungsgrundlage, um ihrer eigenen aufgestauten Xenophobie Luft zu machen, weil sie ja damit vermeintlich etwas Gutes tun, wenn sie judäo-christliche Wurzeln gegen „den Moslem“ verteidigen. Wie einst den mittelalterlichen Christen der jüdische „Brunnenvergifter“, dienen heute Genitalverstümmler und Schuhbomber dem modernen Islamkritiker als Vorwand, um hierzulande fremdenfeindliche Parolen loszustoßen, die selbst einem Julius Streicher den Neid ins Gesicht getrieben hätten. (Falls sie mir nicht glauben, stöbern Sie doch mal ein bisschen in den Kommentarseiten der PI-Ortsgruppen).
    Der (um mehr als 600 Jahre jüngere) Islam muss reformiert werden, keine Frage, aber man muss ihm die Chance dazu lassen. Vor etwa 600 Jahren wurde Jan Hus in Konstanz verbrannt, weil er die Kirche von grundauf reformieren wollte. Auch der Islam befindet sich im intrareligiösen Glaubenskampf, man denke nur an die zahlreichen schiitischen Muslime, die ebenfalls Bombenattentaten der Extremisten zum Opfer fallen. Und wenn man als Gutmensch hingestellt wird, weil man ja angeblich so blauäugig ist, wenn man versucht, zwischen Muslim und Terrorist zu unterscheiden, dann muss man sich doch wirklich die Frage stellen dürfen, ob Islamkritiker wirklich den „kritischen Dialog“ suchen, oder lieber einen fremdenfeindlichen Monolog an dessen Stelle setzen.

  35. @Schula, Ihre Frage war „seit wann“. Ich sagte: Seit Luther. Was ich nicht sagte, war, dass es heute keine Antisemiten mehr gäbe. Die antisemitische Ideologie beruht darauf, dass die Juden durch ihren angeblichen Auserwähltheitsanspruch alle Nichtjuden für Feinde halten, die man betrügen, belügen und töten dürfe. Martin Luther sah das bereits als angeboren, zumal er ja erkennen musste, dass sich die Juden nicht zum Christentum bekehren ließen, auch nicht zu seinem Reformchristentum. Ideologische Grundlage ist die These, dass die Juden durch den angeblichen Mord an Jesus von Gott verflucht seien, also nicht mehr das auserwählte Volk Gottes. Ihre „Verstocktheit“ (sich nicht taufen zu lassen) wurde so als permanente Feindseligkeit dargestellt. Der behauptete Auserwähltheitsanspruch der Juden als Grundlage für jede Judenfeindlichkeit.

    Ich wüsste nicht, wo heutige Antisemiten der alten Schule das anders bewerten. Heute sind die Juden halt Schuld an der „Islamisierung“, dem „Gutmenschentum“ und den „Denkverboten“. Immer steht dahinter die Vorstellung, dass die Juden das deutsche Volk (oder überhaupt die Arier) vernichten wollen, z.B. durch „Umvolkung“.

  36. “Befremdlich auch, dass Sahm den Unterschied zwischen Judenemanzipation und Assimilation nicht kennt.”

    Mich hat sein Beitrag erschreckt, um nicht zu sagen wirklich schockiert.
    Ob er sich von pi hat anstecken lassen?
    Werde wohl ab heute seine Artikel mit anderen Augen lesen müssen.

    Schade.

  37. @Schula, das steht in Martin Luthers „Von den Juden und ihren Lügen“. Spätere antisemitische Schriften im 19. Jahrhundert bringen es noch einmal auf den Punkt, beispielsweise Willhelm Marr.

  38. Seit wann wird dem Judentum unterstellt, Ungläubige, weil sie nicht glauben, zu töten und dem Judentum abgesprochen eine Religion zu sein? Bin sehr gespannt auf eine Antwort!!

  39. Befremdlich auch, dass Sahm den Unterschied zwischen Judenemanzipation und Assimilation nicht kennt. Oder nicht weiß, dass das antisemitische Schlagwort von der Überfremdung auf die Juden aus Osteuropa zielte, die gleich nach der Machtergreifung abgeschoben wurden.

  40. Peinlich, dass Hagalil diese Selbstmontage von Sahm veröffentlicht. Alleine, dass er, offenbar in Unkenntnis des Werks von Wolfgang Benz, unterstellt, dieser habe keine Ahnung vom kirchlichen Antijudaismus und Luther, so fällt dieser Vorwurf auf Sahm zurück, weil er wohl nicht weiß, dass die Islamfeindschaft bei Luther kanonisiert ist im Augsburger Bekenntnis. Neu ist da gar nichts. Luther fand die Juden allerdings noch schlimmer als die Türken (nachzulesen in „von den Juden und ihren Lügen“). Heutige Rechte finden die Türken schlimmer als die Juden. Na immerhin. Das Grundmuster der religiösen Feindschaft kann man aber gut vergleichen. In beiden Fällen wird versucht, die Minderheit als Angehörige eines satanischen Kults zu diffamieren. Sowohl Judentum als Islam wird von Antisemiten und Islamfeinden abgesprochen, eine Religion zu sein, und beiden wird unterstellt „Ungläubige“ töten zu müssen.

  41. Es ist klar, dass nun Islamhasser, die gerne als Philosemiten auftreten, vor Hass kochen. Immerhin sprach sich Benz gegen das Minarettverbot der Schweiz aus, das die selbsternannten „Verteidiger Deutschlands, des christlichen Europas und neokonservativ-westlicher Kultur“ doch zum Befreiungsfanal gegen die Islamisierung der Schweiz hochstilisierten.

  42. Antisemitismus und Islamfeindlichkeit: Vergleichen heißt nicht gleichsetzen

    “Die Parallelen zu Antisemitismus und Judenfeindschaft sind unverkennbar: Mit Stereotypen und Konstrukten, die als Instrumentarium des Antisemitismus geläufig sind, wird Stimmung gegen Muslime erzeugt. Dazu gehören Verschwörungsfantasien ebenso wie vermeintliche Grundsätze und Gebote der Religion, die mit mehr Eifer als Sachkenntnis behauptet werden. Die Wut der neuen Muslimfeinde gleicht dem alten Zorn der Antisemiten gegen die Juden.
    Die Verabredung einer Mehrheit gegen das Kollektiv der Minderheit, das ausgegrenzt wird (einst und immer noch ,die Juden’, jetzt zusätzlich ,die Muslime’), ist gefährlich, wie das Paradigma der Judenfeindschaft durch seine Umsetzung im Völkermord lehrt. Aufgabe der Antisemitismusforschung, die sich als Vorurteilsforschung begreift und Judenfeindschaft als erkenntnisleitendes Paradigma versteht, ist es, beide Phänomene in den Blick zu nehmen: Hass gegen die Juden und den Judenstaat, wie er von Muslimen artikuliert wird, und Hass gegen die Muslime, der sich der gleichen Methoden bedient, die vom christlichen Antijudaismus wie vom rassistischen Antisemitismus entwickelt werden.”

    (…)

    Und

    “Bei aller Strukturidentität etwa zwischen der christlichen Kritik am angeblich undifferenzierten herrschaftlichen Gottesbild des jüdischen und muslimischen Monotheismus und bei aller ähnlich gelagerten Kritik geschichtsloser Feministinnen an der Unterdrückung jüdischer Frauen im patriarchalisch geprägten orthodoxen Judentum gab es doch niemals eine “jüdische Kriegserklärung” an jene Gesellschaften, in denen Juden lebten. Das ist jedoch beim radikalen Islamismus aller Spielarten sehr wohl der Fall, und man wird fragen dürfen und müssen, ob und welchen Einfluss diese totalitäre Ideologie (Yehuda Bauer) auf einen Teil der muslimischen Immigranten hat. Diese Frage zu stellen ist weder islamophob noch rassistisch, sie mit einem undifferenzierten, bejahenden Generalverdacht zu beantworten sehr wohl.”

  43. Benz schreibt „Feindbilder bedienen verbreitete Sehnsüchte nach schlichter Welterklärung, die durch rigorose Unterscheidung von Gut (das immer für das Eigene steht) und Böse (das stets das Fremde verkörpert) … zu gewinnen ist. Feindbilder, die eine solche Welt beschwören, lindern politische und soziale Frustrationen und heben das Selbstgefühl. Feindbilder sind Produkte von Hysterie.“

    Und nur mit Hysterie (oder bewusst dämagogischer Verhetzung) ist zu erklären, dass Sahm bei jedem Satz genau das vermisst, was garnicht Thema des Satzes ist. Benz sagt „heute scheint die Sonne, vielleicht machen wir einen Ausflug“ und Sahm kritisiert: „Benz will uns vergessen machen, dass das Regime in Haiti schon in den 60ern enge Beziehungen zu denitalienischen Espressotassenherstellern suchte“.

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