Der Zentralrat lobt Vorstoß der Bundesregierung: Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen

Der Zentralrat der Juden in Deutschland begrüßt den Beschluss der Bundesregierung, Migranten künftig die Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Ausbildung zu erleichtern…

„Mit dem gestrigen Beschluss des Bundeskabinetts wird eine vom Zentralrat bereits seit langer Zeit geforderte Regelung umgesetzt, die Anerkennung gleichwertiger beruflicher Qualifikationen von Zuwanderern bundesweit einheitlich zu regeln sowie ein vereinfachtes Verfahren zu ermöglichen“, so Generalsekretär Stephan J. Kramer.

„Damit haben auch jüdische Zuwanderer endlich eine Perspektive, um in Deutschland beruflich Fuß fassen zu können und sich selbst eine Zukunft aufzubauen, die sie ohne die erzwungene Abhängigkeit von Staatsleistungen gestalten können. Für die überwiegend hochqualifizierten und hochmotivierten jüdischen Zuwanderer könnte die Neuregelung geradezu ein Befreiungsschlag aus der Abhängigkeit von staatlicher Unterstützung oder Arbeitsverhältnissen sein, die oftmals weit unter ihrer beruflichen Qualifikation liegen“, so der Generalsekretär. „Wichtig ist nun eine rasche und unbürokratische Umsetzung der Neuregelung“, betonte Kramer.

„Die Neuregelung ist nicht nur ein positives Signal für alle Migranten, sondern zugleich ein unschätzbarer Gewinn für den bundesdeutschen Arbeitsmarkt, für Industrie und Gesundheitswesen, die damit den eklatanten Mangel an Fachkräften und qualifiziertem Personal ausgleichen und von dem enormen Potential der Fachkräfte profitieren können“, betont der Generalsekretär.

Presseerklärung des Zentralrat der Juden in Deutschland, 10.12.2009

Ein Kommentar zu “Der Zentralrat lobt Vorstoß der Bundesregierung: Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen

  1. Als Deutscher kann ich mich für diesen verspäteten Schritt in die richtige Richtung nur schämen.
     
    Jahrzehntelang glaubte man die ‚eigenen‘, heimischen Arbeitskräfte gegen Konkurrenz ‚von außen‘, etwa die eingewanderten Mediziner aus der ehemaligen UdSSR, schützen zu müssen , Integration tut Not, und nun, nachdem nicht mehr genug ‚eigene‘ Kräfte vorhanden sind, besinnt man sich ganz plötzlich der Qualifikationen der (in Wirklichkeit doch ungeliebten Immigranten) und bemüht sich um sie.
     
    Ein so offensichtlich schäbiges Spiel mit den Einwanderern, wie es typisch ist für die Politik in unserem Deutschland.
     
    RS

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