Linke Antisemiten verhöhnen Juden an einer Londoner Universität

Am 4. Dezember veranstalteten Bricup (Organisation britischer Akademiker für den Boycott israelischer Hochschulen und Universitäten) und die Vereinigung palästinensischer Studenten eine Diskussion an der London School of Oriental and African Studies (SOAS)…

Von Karl Pfeifer

Auf Youtube kann man die antisemitischen Statements gegen Israel als Apartheidstaat sehen und hören:

Als Jonathan Hoffman eine Frage stellen wollte und seinen Namen nannte, erklang der Ruf “jüdisch”, womit er schon vorab vom antisemitischen Mob markiert wurde.

Jonathan Hoffman fragte, weshalb die SOAS Universität Bongani Masuku (, Aktivist der Südafrikanischen Gewerkschaft COSATU ), der Hassreden schwingt, einlädt zu sprechen: Hoffman wurde rüde unterbrochen, konnte jedoch den letzten Absatz der Verurteilung von Masuku durch die Menschenrechtskommission Südafrikas (SAHRC) HHvorlesen, die ihn wegen „hate speech“ verurteilte, weil Masukus Kommentare ”extremistischer Art sind, die implizieren, die Jüdische Gemeinschaft soll verachtet, geschmäht und lächerlich gemacht werden”. Tom Hickey, von der Gewerkschaft  UCU, der als Vorsitzender agierte, wies die Sprecher an, die Frage von Jonathan Hoffman nicht zu beantworten..

Bei 4:50 können Sie dies anschauen:

Der weitere Verlauf dieser Veranstaltung kann auf http://www.inminds.co.uk/case4boycott.4dec09.php gesehen werden.

Quellen:
http://www.thejc.com/blogpost/antisemitic-meeting-soas
http://news.bbc.co.uk/go/pr/fr/-/2/hi/uk_news/england/london/8419532.stm

9 Kommentare zu “Linke Antisemiten verhöhnen Juden an einer Londoner Universität

  1. Damit man moralisch einwandfreies Denken und Handeln vorzeigen kann, braucht man in Europa „arme, unschuldige Opfer“, die man verteidigen kann. Zu diesen hat man die Palästinenser ernannt. Deshalb gibt es bei denen keine Hassreden, keine Anschläge, keine Vergehen gegen Menschenrechte, denn solche dürfen einfach bei armen, unschuldigen Opfern nicht vorkommen. Und was nicht sein darf, das kann auch nicht sein. Um so mehr gibt es das natürlich beim Gegner Israel und bei den Juden allgemein. Schon mit einer Wortmeldung fängt da die Perfidie an, die nicht-unparteische. Gleich muss ein Riegel vorgeschoben werden! Und natürlich ist das kein Antijudaismus (was auch immer das sein sollte) und kein Antisemitismus. Es lebe dagegen der neue, moralisch einwandfreie Antiimperialismus im Antiisraelismus! Und der kann natürlich nicht aufhören, so lange Israel existiert.
    So hat denn alles seine gewohnte Ordnung.

  2. @Marie@, da jeder jüdische Mensch Ihrer Meinung voreingenommen ist, dürfte man dann auch nicht Felicia Langer, Avraham Burg, Ilan  Pappe etc nicht anhören, ohne sie zu unterbrechen. Und da dann auch jeder Araber voreingenommen ist, müßten die auch unterbrochen werden.
    Hat man schon je im Vereinigten Königreich davon gehört, dass ein Christ bei einer Frage unterbrochen wurde, und der Ruf erschall, „ein Christ“?
    Der Zwischenruf hat nicht nur angedeutet, sondern klar ausgedrückt den Antisemitismus, der Juden mit einem anderen Maßstab mißt, und der einen Juden mundtot machen will, der eine relevante Frage stellt.
    Und wie soll man das Benehmen des „Demokraten“ Hickey qualifizieren, der dazu aufruft, die Frage von Hoffman nicht beantworten?
     
     

  3. Marie, ma chère,
    was waren dann all die PalästinenserInnen, die im Plenum anwesend waren? Etwa unparteiisch und unvoreingenommen? Hat da irgendjemand „palestinian“ auch nur gezischelt? Und was ist mit all den israelischen und Diaspora-Juden und -Jüdinnen, die sich für die Rechte und für den Schutz der PalästinenserInnen einsetzen in Initiativen und Projekten? Sind die alle – ööhh – schizophren? Oder gar nicht existent? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf Deiner Ansicht nach? Weil es „Klar ist (…), dass man als Mensch jüdischen Glaubens zum Thema Israel – Palästina voreingenommen ist(…)“ Oder?
    Menschen mit einem autoritären Charakter zeichnen sich vor allem durch ein gewisses Maß an Irrationalität – gerade auch in der Logik – aus. Seit wann muß jemand in Vertretung der eigenen Interessen unvoreingenommen sein? Und warum sollte Jonathan Hoffman nicht auf den Umstand aufmerksam machen, daß Bongani Masuku, ein verurteilter „Haßredner“ und ausgewiesener Antisemit – ganz und gar nicht unvoreingenommen – im Plenum zu Wort kommen darf? Und ihm, dem „voreingenommenen“ Juden, gleichzeitig das Wort zwar nicht, dafür aber die Diskussion verweigert wird?
    Ich bleibe dabei: Veranstaltungen dieser Art dienen allein dem Zweck der Selbstbestätigung – als Antisemit. Und zu sonst gar nichts. Oder siehst Du irgendeine Verbesserung der Lage der PalästinenserInnen durch diesen Universitätsboykott? Gibt es mehr Bewegungsfreiheit, mehr Gesundheitsfürsorge, mehr Bildung, mehr Sicherheit etcetc. in den palästinensischen Gebieten, weil man sich gegenseitig beklatscht? Und „ja, ja“ sagt? Oder bauen sich neue Häuser in Gaza von selbst, weil man wütet, wenn das Haßobjekt – in irgendeiner beliebigen, vorher unbekannten Person – plötzlich auftaucht?

  4. Also wenn jemand ‚jüdisch‘ ruft, ist er dann gleich schon ein Antisemit?

    Dann müsste ja jeder, der einen anderen als ‚christlich‘ betitelt ja auch gleich schon ein Antichrist oder Christfeind sein, oder?

    Ganz ehrlich, ich finde das lächerlich.

    Klar ist doch, dass man als Mensch jüdischen Glaubens zum Thema Israel – Palästina voreingenommen ist, oder?
    Naja, und genau DAS sollte dieser Zwischenruf suggerieren, eben das Hoffman Jude sei und seine Ausführungen zu dem Thema nicht unparteiisch und neutral sein könnte, ganz einfach.

    Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass dieser Zwischenruf nur das andeuten sollte und ganz gewiss keine Ablehnung des Judentums.

  5. Fatale Simultaneität: Während in Ungarn die antisemitische Rechtspartei, die „Jobbik“, ihre Mitglieder zum großen Teil aus der heranwachsenden intellektuellen Schicht (Studenten der Elite-Universität ELTE) rekrutiert, werben die antiisraelischen und antisemitischen Linken in Großbritannien ihre Klientel gleichfalls an den Universitäten. Beide Gruppierungen bestechen durch ihre Unfähigkeit zur Diskussion – im Video werden nur die „richtigen“ Statements beklatscht – und durch das gänzliche Fehlen rationalen Denkvermögens insbesondere zur Durchsetzung der eigenen demokratischen Maximen. Die sich als schiere Lippenbekenntnisse entlarven.
    Die Rechte der Palästinenser haben absolute – ja einzige! – Priorität, die Belange der israelischen Juden – insbesondere jedoch die der anwesenden jüdischen Diskussionsteilnehmer hingegen werden lautstark und gruppenzwangsgesteuert negiert.
    Es ist niederschmetternd:  Bereits in seiner „Massenpsychologie des Faschismus“ hatte Wilhelm Reich 1933 – also vor über 75 jahren – den Charakter und die Gründe der intellektuellen und emotionellen Retardierung der heutigen rechten und linken Antisemiten beschrieben. Er nannte ihn den „autoritären Charakter“. Erich Fromm schrieb später über die „autoritäre Persönlichkeit“. In Anlehnung an Theodor Adornos „Theorie des autoritären Charakters“ schrieb Fabian Kettner (nachzulesen auf hagalil.com) allzu treffend:
    „Der leidenschaftliche Zustand des Antisemitismus, in den der Antisemit sich versetzt/versetzen lässt, ist Selbstzweck der ganzen Veranstaltung.“
    Oh ja!

  6. Die Briten haben bis heute nicht ihren Hass gegen Juden überwunden, weil Israelis sie aus „Palästine“ rucki-zucki rausgeschmissen haben. Die Araber ließen sich brav jahrzentelang von Briten kolonisieren. Aber die Kinder Israels wollten keine Kolonialherren über sich haben. Das können die Briten bis heute nicht verschmerzen.

  7. Vielleicht sollten diese Antisemiten zuerst versuchen, rassistische Parteien in Großbritannien zu verbieten, bevor Sie überhaupt sich das Recht nehmen, über irgendwelche Boykotts zu sprechen.

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