Grippe: Gestank wird teuer

Die Preise von Knoblauch sind in Israel um 30 Prozent gestiegen, wegen dem Aberglauben in China, dass der Genuss der stinkenden Knolle einer wirksamen Impfung gegen die Schweinegrippe gleichkomme…

von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 30. November 2009

Ein Paket mit vier Knollen Knoblauch kostete in Israel bisher rund 6 Schekel und jetzt 8 Schekel (1,50 Euro). Das berichtet die angesehene israelische Zeitung Haaretz auf ihrer Titelseite. Sie zitiert den britischen Independent, wonach eine Investition in Knoblauch heute lohnender sei als eine Anlage in Gold oder Silber.

Knoblauch wird knapp, weil beim größten Knoblauchproduzenten der Welt, China, Knoblauch als Wundermittel gegen das tödliche Virus gilt. Eine Schule in China habe zum Beispiel 200 Kilo Knoblauch eingekauft und zwinge alle Schüler, täglich mehrere Zehen zu essen, um gesund zu bleiben. In China sei der Kilopreis von Knoblauch um das Fünffache auf 6,14 Yuan (0,70 Euro) gestiegen.

Laut BBC hätten auch Spekulanten die Finger im Spiel. Wer jetzt große Mengen von Knoblauch ergattert und dann von einem Lager ins nächste transportiert, könne anhand der erhöhten Nachfrage weltweit Millionen verdienen.

© Ulrich W. Sahm, haGalil.com