Regenrekord zum Neujahrsfest

Das jüdische neue Jahr hat mit einem Regenrekord begonnen: Am vergangenen Wochenende fiel ungewöhnlich starker Niederschlag. Die Menge entsprach laut der Wasserbehörde etwa dem durchschnittlichen Regen für die Monate September und Oktober zusammen. Das stürmische und nasse Wetter hielt viele Israelis jedoch nicht davon ab, die Feiertage in der Natur zu verbringen…

D. Nowak, inn v. 21. September 2009

In Nordisrael fielen am Samstag und Sonntag etwa 40 Millimeter Regen, in den nördlichen Golanhöhen waren es sogar über 60 Millimeter. Über Israels wichtigstem Trinkwasserreservoir, dem See Genezareth, fielen zehn Millimeter Niederschlag. Der Wasserstand des Sees blieb daher trotz des Abpumpens gleich. Da die Energiepreise in Israel am Wochenende günstiger sind, werden an diesen Tagen größere Wassermengen aus dem „Kinneret“ abgepumpt. Ohne den Niederschlag wäre der Wasserstand vermutlich um einen Zentimeter gesunken.

Die kalendarische Regenzeit in Israel beginnt Ende Oktober und dauert bis April. Wie die Tageszeitung „Ha´aretz“ meldet, sollen laut Vorhersagen in dieser Saison schätzungsweise 25 Prozent mehr Regen fallen, als in der vergangenen Periode. Auf solch einen Anstieg wartet die Region schon lange: die letzten fünf Winter waren viel zu trocken.

Trotz des ungemütlichen Wetters verbrachten Zehntausende Israelis die Feiertage zum Neujahrsfest im Freien. Über 350.000 Menschen besuchten an dem langen Wochenende Nationalparks und Naturreservate. Besonders beliebt waren der Ein-Gedi-Naturpark, die Festung Massada und das Hula-Tal, dort können zahlreiche Zugvögel beobachtet werden. Es ist das größte Rast- und Überwinterungsgebiet der Kraniche im Nahen Osten.

In Israel hatte am vergangenen Freitagabend das Neujahrsfest und damit das Jahr 5770 begonnen. Der anschließende Samstag und Sonntag waren ein Feiertag.