Israel startet Programm zur Rettung des Grundwassers in der Küstenregion

Aus Sorge, dass eines der wichtigsten Grundwasservorkommen des Landes durch Salzwasser nachhaltig geschädigt werden könnte, startet Israel ein groß angelegtes Projekt zur Rettung des Trinkwassers…

Die Nationale Wasserbehörde hat der israelischen Firma Mekorot die Erlaubnis erteilt, mit dem 500-Millionen-Schekel-Projekt zum Aufhalten der Versalzung des Grundwassers in der Küstenregion zu beginnen.

Als Teil des Plans werden zwischen Ashdot im Norden und Sderot im Süden 35 Bohrungen durchgeführt. Diese Bohrungen werden es Mekorot ermöglichen, bis zu 40 Millionen Kubikmeter Wasser abzupumpen, das Salze und andere Mineralien enthält. Das Wasser wird dann in Spezialanlagen entsalzt und als Trinkwasser genutzt. Die Salzrückstände werden ins Meer abgeleitet.

Die Grundwasserschicht an der Küste, die sich von Caesarea bis zum Gazastreifen erstreckt, ist eine von Israels wichtigsten Grundwasserquellen. Sie wird jedoch durch chemische und mikrobische Verschmutzung, Versalzung, Nitrate, Schwermetalle und weitere Schadstoffe gefährdet.

Die übermäßige Abpumpung von Wasser hat den Wasserstand in den vergangenen Jahren um sechs bis zehn Meter abgesenkt und die Flussrichtung des Wassers geändert. Dadurch wurde die empfindliche Balance zwischen dem Ein- und Abfluss von Salzen und Schadstoffen gestört. Neben der Entsalzung des Wassers sind daher auch die Stabilisierung des Wasserstandes und die Verhinderung von Verschmutzung Ziele des Projektes.

Haaretz, 31.07.2009