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Von „Kauft nicht bei Juden!“ zum Boykott Israels

Vor 70 Jahren hieß es „Kauft nicht bei Juden!“. Dann wurden von den Boykotteuren sechs Millionen europäische Juden ermordet und viele dachten, Antisemitismus wird es nicht mehr geben. Doch diese Seuche starb nicht aus…

Von Karl Pfeifer

Hatten die Nazis noch eine Weltverschwörung von Juden, einen „jüdischen Bolschewismus“ und eine „jüdische Plutokratie“ herbeiphantasiert, so modernisierten sowjetische und volksdemokratische Antisemiten den Antisemitismus, ohne natürlich auf wesentliche Elemente, wie die Weltverschwörung zu verzichten. Sie hatten ja nichts gegen „gute Juden“ welche die Parteipropaganda brav nachplapperten. Sie wollten nur den jüdischen Staat vernichtet sehen, bewaffneten deswegen Ägypten und Syrien und tobten, als Israel diesen 1967 das Handwerk legte. Während der Prager Prozesse Anfang der Fünfzigerjahre beschuldigten sie nicht Juden sondern „Zionisten“ und „Kosmopoliten“, denen sie vorwarfen die Sache der Prolet-Arier verraten zu haben. Ein Staatsanwalt sprach von der typisch „kosmopolitischen Visage“ des Hauptangeklagten Rudolf Slansky. All das hinderte nicht Kommunisten außerhalb der Länder des „realen Sozialismus“ weiterhin den Humanismus und die „Bekämpfung des Antisemitismus“ hinter dem eisernen Vorhang zu loben.

Nun grämt sich ein kleines Wiener Grüppchen „Antiimperialisten“, weil sie nichts zustande bringt. Sie haben zusammen mit anderen „Linken“ bei Wahlen kandidiert und sind durchgefallen, sie haben mit ihrer Frontorganisation „gazamussleben“ große Demonstrationen gegen „Tel Aviv Beach“ angekündigt und konnten diesen nicht stören oder gar verhindern. Deshalb hatte jemand einen zündenden Gedanken, das Projekt der deutsch-österreichischen Volksgemeinschaft zu modernisieren. Und so machten sie aus „Kauft nicht bei Juden“ den Spruch mit dem sie hoffen, den antisemitischen Bodensatz der Gesellschaft zu gewinnen und zu mobilisieren: „Boykottiert Israel“.

Doch weil man solch einen Boykott auch begründen muss, beschuldigen sie den jüdischen Staat der „Apartheid“.

Das Apartheid-Regime in Südafrika war durch ungleiche Repräsentation im Parlament charakterisiert. Schwarze und Farbige durften nicht die gleichen Toiletten, Zugsabteile etc benutzen und jegliche sexuelle Beziehung zwischen Weißen und Schwarzen bzw. Farbigen war streng untersagt.

In Israel hingegen wird kein Unterschied gemacht zwischen jüdischen und arabischen Stimmen bei der Wahl zur Knesset, in den öffentlichen Verkehrsmitteln sitzen Juden und Araber nebeneinander, in den Spitälern liegen sie in den gleichen Räumen. Weder sind sexuelle Beziehungen noch Ehen zwischen Juden/Jüdinnen und Araber/Araberinnen verboten. Also ist das Argument „Apartheid“ bei den Haaren herbeigezogen. Wegen dem Terror wurde ein Sicherheitszaun notwendig, und auch deswegen nahm die Anzahl der Terroropfer ab.

Wer allein gegen den jüdischen Staat einen Boykott verkündet, muss sich die Beschuldigung gefallen lassen, antisemitische Hetze zu betreiben.

Doch wenn schon die AIK solch einen Boykott gegen Israel erklärt, dann sollten wenigstens die AIK Mitglieder und ihre Sympathisanten diesen Boykott auch ernst nehmen und den Boykott nicht auf österreichische Geschäfte, die israelische Waren verkaufen, beschränken.

Erstens mal sollten AIK-Mitglieder keine Tabletten, Pillen oder Tinkturen benützen die von Abic oder Teva erzeugt wurden. Also wer von ihnen an Grippe oder Verkühlung erkrankt, sollte das beherzigen.

Und wenn wir schon von Medizin schreiben, dann darf man nicht den Beitrag vergessen, den israelische Ärzte und Wissenschaftler leisten, dann dürfen AIK-ler auch nicht den einfachen Bluttest mitmachen, mit dessen Hilfe man zwischen einem milden und einem schweren Fall von multipler Sklerose unterscheidet, denn dieser wurde von einer israelischen Firma entwickelt. D.h. wenn ein AIK Mitglied oder Sympathisant an multipler Sklerose erkrankt ist, dann sollte ihm dringend geraten werden, den Boykott höher zu stellen als die eigene Gesundheit und auf diesen Test zu verzichten.

Dann gibt es einen in Israel produzierten Apparat, der hilft eine gelähmte Hand zu benützen, der elektrisch die Handmuskeln stimuliert und so vielen an einem Gehirnschlag bzw. an einer Verletzung des Rückgrats Leidenden, Hoffnung gibt. Wenn sie also auf diese Hoffnung auf ein besseres Leben verzichten wollen, dann boykottieren sie Israel.

Kleine Kinder, die Atmungsprobleme haben, können dank einer israelischen Haube besser schlafen. Diese Erfindung ersetzt die Inhalationsmaske, mit einer verbesserten Zufuhr von Medikamenten, die Kindern und ihren Eltern das Leben erleichtert. Wenn sie also den Boykott ernst nehmen, dann sollten sie den betroffenen Eltern mitteilen, dass der Boykott Israels Vorrang hat.

Das sind nur einige wenige Beispiele, wie Menschen auf der ganzen Welt vom Fortschritt der israelischen Wissenschaft profitieren.

Im Joseph Sangol Neuroscience Center im Sheba Medical Center in Tel HaShomer forschen Wissenschaftler, was gegen Schädigung des Gehirns, Depressionen und Alzheimer getan werden kann. Einem Forscher an der Ben Gurion Universität in Beer Shewa ist es gelungen menschliche Antikörper zu erzeugen, die den sehr ansteckenden Pocken-Virus neutralisieren ohne die gefährlichen Nebenwirkungen der existierenden Impfung.

2004 erhielten zwei israelische Ärzte, Aaron Ciechanover und Avram Hershko sowie der Amerikaner Irwin Rose den Nobel-Preis für Chemie für die Entdeckung des durch Ubiquitin vermittelten Proteinabbaus, dies spielt eine große Rolle bei der Reparatur des DANN- und des Abwehrsystems. Ein Movement Disorder Surgery Programm am Hadassa Medical Center hat bei einer ausgewählten Gruppe von Patienten die physischen Erscheinungsformen der Parkinson Krankheit eliminiert.

Ich könnte fortsetzen mit Endeckungen auf dem Gebiet der Medizin. Doch es gibt noch andere Gebiete.

Die meisten Window Systeme wurden von Microsoft-Israel entwickelt. Daher ein guter Ratschlag an AIK-Mitglieder und Sympathisanten, Computer, die mit Microsoft funktionieren, wegzuwerfen. Doch damit nicht genug, auch die Pentium NMX Chip Technologie wurde von Intel in Israel entwickelt.

Der Pentium 4 Microprocessor wurde zur Gänze in Israel entwickelt und produziert. Das gleiche gilt für die Voice mail Technologie. Also wenn diese Leute Israel wirklich boykottieren wollen, dann könnte ihre Gesundheit Schaden erleiden und die meisten müssten ihre Computer wegwerfen. Doch auch das ist nicht alles, sie müssten auch ihre Mobilphons weggeben, denn deren Technologie wurde auch in Israel von Motorola entwickelt, welches sein größtes Entwicklungszentrum in Israel betreibt.

Das meiste in der Mobilphone Technologie wurde von israelischen Wissenschaftlern entwickelt..
Übrigens die meisten dieser technischen Erfindungen wurden gemacht, weil Israel sich gegen Terroristen schützen muss, die von der AIK unterstützt werden.

Israel gehört zu den Ländern mit dem höchsten Prozentsatz von Universitätsabsolventen in der Welt, dort werden mehr wissenschaftliche Arbeiten pro Kopf der Bevölkerung produziert als anderswo und hat außerhalb des Silicon Valley die größte Konzentration von Hi-Tech Firmen.
Der von der AIK dämonisierte Staat Israel leistet einen großen Beitrag zur Medizin und Kommunikation der ganzen Welt, inklusive der Palästinenser und vieler Araber aus Staaten, die Israel feindlich gesinnt sind und die trotzdem die Behandlung in israelischen Spitälern bevorzugen. All das interessiert die AIK nicht, sie betätigen Tag für Tag die antiisraelische Gebetsmühle und beten herunter: Apartheid, Zionismus, Rassismus etc, denn sie glauben, dass die „Zionisten“ und der jüdische Staat das Haupthindernis bilden, um ihre krausen Theorien in die Praxis umzuwandeln. Was sie dabei vergessen, die zweisprachigen Ortstafeln, die trotz internationaler Verträge in Kärnten nicht aufgestellt werden können, weil bräunliche Elemente dies verhindern, sind in Israel längst Realität.

heinestr

Doch die Hauptsorge der AIK gilt nicht den Zuständen im eigenen Land, sondern Israel. Die Existenz eines jüdischen Staates raubt ihnen den Schlaf.

Angesichts der österreichischen Geschichte wecken die Boykottaufrufe der AIK unsägliche Assoziationen weil sie an die alte Parole „Kauf nicht bei Juden“ anschließen.