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Ordnung in die Unordnung bringen: Zuerst die Grenzen skizzieren!

Die Führungsspitze Israels, der Palästinenser und der Amerikaner erzeugen derzeitig einen überflüssigen und unwichtigen Konflikt. Die Staatsführung vergeudet (absichtlich?) ihre Zeit und die Zeit der hohen Stellen der US-Regierung mit einer Schlammschlacht über die Räumung dieses oder jenen Außenposten…

Dani Rothschild, Generalmajor d.R. und Präsident des Nationalen Sicherheitsrates, im Leitartikel der Jedioth achronoth

Diese Aktivität liefert eine Art Hintergrundbild von politischer Aktivität, die aber eigentlich ohne jeglichen Nutzen ist. Die Räumung von Siedlungen ist wichtig – besonders die Räumung von illegalen Außenposten – aber sie zieht überflüssige Energie auf sich. Man verzettelt sich zu früh, anstatt sich mit Themen zu befassen, die wirklich eine Änderung herbeiführen könnten.

Wichtiger als diese Sisyphus-Arbeit ist es, die endgültigen Grenzen festzulegen. Sobald diese festgelegt sind, werden diejenigen, die jenseits des Zauns sitzen, sowieso verstehen dass ihre Zeit begrenzt ist. So war es mit den Grenzen im Norden, über die man sich einig wurde, so war es an der Grenze zu Ägypten, und so auch im Gazastreifen.

Der Eindruck ist, dass im Rahmen der regionalen Friedensinitiative, die von Präsident Obama gefördert wird, die Amerikaner nicht vor haben, Spielchen zu spielen, sondern sich mit den wirklichen Themen zu befassen, die an der Tagesordnung stehen. Daher ist die enorme Menge an Energie so eigenartig, die die US-Regierung in das Thema des natürlichen Wachstums und die Frage der Räumung einer handvoll bizarrer Außenposten steckt.

Wie zwischen Nachbarn, ist es das Wichtigste, wo mein Haus endet, und Dein Haus anfängt. Erst danach können die Nachbarschaftsbeziehungen gefestigt werden. Und da beginnt die Frustration über die politische Lage. Es ist doch Allen mehr oder weniger klar, wo die Grenzen des palästinensischen Staates verlaufen werden – und es ist klar, dass dieser irgendwann in der Zukunft entstehen wird. Auch für Jerusalem kann eine Lösung gefunden werden, auf die sich beide Seiten einigen können.

Obama, Netanjahu, Mubarak, Abu-Mazen, Abdullah und alle anderen arabischen Führungsspitzen müssen sich zuerst mit dem Thema der Grenzen befassen, und die Formel finden, mit der beide Seiten in Frieden und Sicherheit leben können. Es ist kein Witz. Man muss der Realität direkt ins Auge blicken und beginnen, sich mit den wahrhaft wichtigen und strategischen Dingen zu befassen. Man muss der Realität direkt ins Auge blicken und beginnen, die Grenzen zwischen Israel und Palästina zu zeichnen.