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Assad an Peres: „Leider gibt es in Israel keinen Partner für Frieden“

Einen Tag nach der Äußerung von Israels Staatspräsident Peres, Assad müsse verstehen, dass ihm der Golan nicht „auf einem Silbertablett präsentiert“ werde, während er gleichzeitig die Beziehungen zum Iran und zur Hisbollah fortsetze, sagte gestern der syrische Präsident, in Israel gäbe es keinen „echten Partner für Frieden“…

Assad betonte, dass die Einstellung des Siedlungsbaus ein „für die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit dem jüdischen Staat unentbehrlicher Schritt“ sei. Assad sagte dies bei seinem Treffen mit dem deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der Israels Botschaft in Damaskus übermittelt hatte.

Syrien hat bereits mehrmals bekannt gegeben, man sei zu indirekten Verhandlungen mit Israel in der Türkei bereit, unter der Voraussetzung, dass sich die Gespräche auf einen israelischen Abzug aus den Golanhöhen konzentrierten. Die syrische Nachrichtenagentur teilte mit, Assad habe gesagt: „Was Syrien für einen Frieden anbietet, das sind keine Bedingungen, sondern Rechte, zu welchen kein Kompromiss eingegangen und auf die nicht verzichtet werden kann.“

Der deutsche Außenminister sagte: „Ich habe mich an Syrien gewandt, damit es zum Erfolg des Friedensprozesses beiträgt. Man muss die Möglichkeiten in diesem Jahr nützen, ansonsten wird man sie wieder versäumen“. Er rief Syrien auf, die Hisbollah und die Hamas zu zügeln, die, wie er sagte, die Friedensbemühungen beeinträchtigen. Steinmeier fügte hinzu, er habe mit Assad über die Vorantreibung des Friedensprozesses gesprochen. „Ich erhielt den Eindruck, als sei Israel bereit, den Prozess voranzutreiben. Assad wiederholte das Argument, die Haltungen müssten auf einen neuen Beginn der Verhandlungen vorbereitet werden.“
Von Damaskus fuhr der deutsche AM nach Beirut weiter.

Quelle: y-net