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Arabische Parteien: „Jerusalemtag erst nach Ende der Besatzung möglich“

Die Abgeordneten der arabischen Parteien haben am Mittwoch die Knesset-Sitzung anlässlich des Jerusalemtages boykottiert. Nach ihrer Ansicht könne der wahre Jerusalemtag erst begangen werden, wenn Ostjerusalem die Hauptstadt eines Palästinenserstaates geworden sei…

Der Jerusalemtag (Jom Jeruschalajim) erinnert an die Wiedervereinigung der Stadt nach dem Sechstagekrieg vor 42 Jahren. Er sei ein „Tag der Prahlerei mit Worten und des gefährlichen Nationalismus, der einen Konsens ausdrückt, der zerstörerisch für jeden echten Friedensprozess ist“, hieß es aus den israelischen Parteien Balad, Ra´am-Ta´al und Hadasch. „Der Jom Jeruschalajim wurde durch Besatzung und durch Blut erkauft, als Ostjerusalem mit Militärgewalt im Jahr 1967 besetzt wurde.“

Der wahre Jerusalemtag werde der Tag sein, „an dem die Besatzung Ostjerusalems endet und es zur Hauptstadt des unabhängigen palästinensischen Staates geworden ist, der an der Seite Israels gegründet werden soll“. Sie solle aufgeschlossen sein und alle religiösen Anschauungen respektieren, so die israelisch-arabischen Abgeordneten laut dem Internetportal „Walla“.

Der diesjährige Jom Jeruschalajim beginnt am morgigen Donnerstagabend.

inn, 20.05.2009