Terrorangriff mit Axt: 13-Jähriger getötet

Ein Terrorist ist am Donnerstagmittag in die israelische Westbank-Siedlung Bat Ajin in der Region Gusch Etzion, südl. von Jerusalem eingedrungen und hat dort mit einer Axt auf Israelis eingeschlagen. Dabei wurde ein 13-jähriger Junge getötet, ein 7-Jähriger wurde mittelschwer am Kopf verletzt…

Der 7-Jährige wurde sofort nach dem Angriff ins Hadassah-Krankenhaus nach Jerusalem gebracht. Er hat einen Schädelbruch erlitten. Bei dem 13-Jährigen konnten die eintreffenden Rettungskräfte jedoch nur noch den Tod feststellen. Er hieß Schlomo Nativ. Sein Vater gehörte zu den Gründern der Siedlung südwestlich von Jerusalem.

Wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet, konnte der Angreifer entkommen. Die Polizei leitete eine umfassende Suche nach dem Täter ein und errichtete Straßensperren in der Gegend. Die Bewohner Bat Ajins wurden angewiesen, in ihren Häusern zu bleiben.

Laut dem Bericht hatte ein Bewohner der Ortschaft bemerkt, dass der 7-Jährige vor einem Mann davonlief. Der Israeli konnte den Angreifer stoppen und ihm die Axt entwenden. „Ich schnappte mir seine Hand, wir kämpften und ich rief, die Leute sollen Hilfe und die Polizei holen. Irgendwann habe ich es geschafft, ihm die Axt zu entreißen. Ich lag auf dem Boden und in diesem Moment ist der Mann entkommen“, zitiert die Zeitung den Israeli, der nur seinen Vornamen, Awinoam, angegeben hatte.

Die Sicherheitskräfte prüfen derzeit, wie der Angreifer in die Siedlung gelangen konnte. Die Ortschaft ist nicht von einem Zaun eingefasst. Überprüft wird auch, ob der Mann möglicherweise ein arabischer Arbeiter war. Allerdings teilte der Siedler Awinoam laut dem Bericht mit, dass in Bat Ajin offiziell keine Araber arbeiteten.

Zu dem Anschlag bekannten sich die Terrorgruppe „Islamischer Dschihad“ und die Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden, der bewaffnete Flügel der Fatah-Partei. Allerdings hatten beide Gruppen in der Vergangenheit bereits mehrmals die Verantwortung für Attentate übernommen, welche sie weder geplant noch ausgeführt hatten.

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10 Kommentare zu “Terrorangriff mit Axt: 13-Jähriger getötet

  1. @ Willow & Yael: Lasst „Serdal“ doch einfach ins Leere laufen. Jede Richtigstellung ist verlorene Zeit und Kraft. Ignoranz und das All haben eines gemeinsam: Sie sind beide unendlich.

  2. ich glaube nicht alles was im internet steht
    und jeder der halbwegs Frieden und Frieden stiften im kopf hat …
    sollte besser gleiches tun .
     alles nur hetze – gegenseitig auf gleicher miesen art und weise

    komisch wohl kein Platz für Dialog Ereignisse , für Dialog Projekte ?
    sowas wird tot geschwiegen ..

    also ..ich glaub nicht alles was im Internet steht….

  3. Die Verantwortung für den Anschlag haben der militärische Flügel des Islamischen Jihad und eine weniger bekannte Organisation namens „Imad Mughniyeh-Gruppe“ gemeinsam übernommen.

  4. Wenn sie Serdals Ansichten größtenteil (85%) als „richtig“ einstufen, ist es verständlich, wenn meine Ansichten ihnen nicht gefallen – aber rechtfertigt das Beschimpfungen und Verleumdungen?

  5. Serdal ist mir nicht sympathisch, er ist ein Fanatiker. Willow ist mir noch weniger sympathisch, er ist nämlich noch fanatischer.

    @Willow et al.
    Wenn Sie vielleicht mal etwas weniger hysterisch reagieren würden, würde Ihnen auffallen, dass Serdal zu 85% Fakten benennt, die Sie dann als Lüge diffamieren (15% sind tatsächlich fanatischer Mist und machen den Rest unglaubwürdig und Srdal als Diskussionspartner fast so unmöglich wie Sie, Willow et al.).
    Und da Sie noch weitere Mitstreiter haben, die Sie bestätigen, die aber nicht minder fanatisch sind, macht es vielleicht den Eindruck, als hätten Sie recht. Dem ist aber nicht so. Sie sind ein christlicher Fundamentalist, vermute ich mal, oder ein PI-Vertreter der „Neo-Rechten“.

  6. @Serdal

    Ich bin es müde, ihre Lügen zu korrigieren … sie ertragen es einfach nicht, daß israelische Araber besser leben und mehr demokratische Möglichkeiten haben als die „einfachen Menschen“ in allen „richtigen“ arabischen Ländern. Also übertreiben und verzerren sie alles, was vielleicht noch nicht so gut funktioniert. Und blenden aus, wie in den islamischen Ländern mit ethnischen und religiösen Minderheiten (insbesondere den Juden!) umgegangen wird…

  7. Terrorangriff? Ich würde es als Amoklauf bezeichnen. Das ist treffender.

    Ohne den Täter verhaftet zu haben, geht man von einem Araber aus. In anderen Medien wird schon von einem Palästinenser berichtet. („Allerdings hatten beide Gruppen in der Vergangenheit bereits mehrmals die Verantwortung für Attentate übernommen, welche sie weder geplant noch ausgeführt hatten“).

    @willow: „Sind 13-Jährige Kinder weniger wert, wenn es sich bei ihnen um Juden handelt und sie die Kinder israelischer Siedler sind?“

    Bericht in der Focus:
    http://www.focus.de/politik/ausland/nahost/nahost-amoklaeufer-toetet-kind-mit-axt_aid_386609.html

    Im Gegensatz zu Israel bei ermordeten und verletzten Palästinensern:

    Am 20 Mai 2006 berichtete Israels populärster TV-Kanal 2 über  eine weitere gezielte Tötung im Gazastreifen, eine Tötung, die den Qassambeschuss  verringern helfen wird (Es waren 376 Leute durch gezielte Tötungen ums Leben gekommen – 150 von ihnen Zivilisten, die nach das Ziel der „gezielten Tötungen“ waren)  Ehud Yaari, ein bekannter israelischer Korrespondent über arabische Angelegenheiten, saß im Studio und sagte: „Der Getötete war Muhammed Dahdouh vom islamischen Jihad … dies ist Teil des anderen Krieges, der die Zahl der Qassam-Aktivisten verringern soll.’ Weder Yaari noch der IDF-Sprecher fanden es der Mühe wert zu berichten, dass  auch vier unschuldige palästinensische Zivilisten bei dieser Operation getötet und drei weitere schwer verletzt wurden, darunter ein fünfjähriges Mädchen Maria, das ab jetzt vom Hals ab gelähmt sein wird.

    @willow: „offener Rassimus“
    Rassismus: wenn das israelische Parlament ein Gesetz herausgibt, dass 13% des Landes nur an Juden verkauft werden kann, dann ist dies ein rassistisches Parlament. Wenn in 60 Jahren das Land nur einen einzigen arabischen Minister hatte, dann hat Israel eine rassistische Regierung. Wenn in 60 Jahren während Demonstrationen Gummi ummantelte Kugeln und tödliche Munition nur gegen arabische Demonstranten angewandt wurden, dann hat Israel eine rassistische Polizei. Wenn 75% der Israelis zugeben, dass sie sich weigern würden, einen arabischen Nachbarn zu haben, dann ist die Gesellschaft rassistisch. Indem man nicht anerkennt, dass Israel ein Ort ist, wo Rassismus die Beziehungen zwischen Juden und Arabern bestimmt, macht es den israelischen Juden unmöglich, sich mit diesem Problem, ja mit der Realität ihres eigenen Lebens auseinander zu setzen.

  8. Habe mich mal bei einschlägigen Seiten umgeschaut. Wenn Kinder durch Wahnsinnstaten – wie Amokläufe – getötet werden, erscheint die dazu gehörige Meldung groß und breit auf Seite 1.
    Ich frage mich nun: Sind 13-Jährige Kinder weniger wert, wenn es sich bei ihnen um Juden handelt und sie die Kinder israelischer Siedler sind?
    Das Schweigen im Blätterwald der deutschen Meinungsführer ist offener Rassismus. Anders lässt sich das nicht bezeichnen.

  9. heute habe ich in unserer Tageszeitung BNN über diesen feigen Anschlag auf den 13jährigen israelischen Jungen gelesen. Die Nachricht wurde in einem Artikel mit der Überschrift „Lieberman sorgt für Empörung“ als kleiner Nachsatz erwähnt. Ich habe daraufhin den zuständigen Redakteur angerufen und ihn gefragt, wenn ein Israeli einen 13jährigen palästinensischen Jungen erschlagen hätte, ob dies auch in einem Artikel über Politik im Nachsatz nur erwähnt worden wäre. Seine lapidare Antwort war, die Zeitung hätte durch den Gipfel nicht mehr Platz gehabt. Ich finde es einfach skandalös! Zum Schluss meinte er noch, dass ich wohl die Dinge etwas einseitig sehen würde. (Pro Israel)

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