Porno und Tod: Nackt, nackter geht’s nicht

In Jedioth achronoth berichtet Dani Spector von einem Besuch der Ausstellung „Körperwelten“, die gerade in Haifa eröffnet wurde…

In der selben Ausgabe beschreibt Jonathan Gur unter dem Titel „Todesporno“ seine Eindrücke von der Ausstellung: „Wie es war? Ich weiß nicht so recht. Es ist cool, zwischen Leichen und Körperteilen herum zu laufen und zu sehen, wie wir von innen ausschauen. Ich war fasziniert.

Die Grübeleien begannen später. Gut, dass wir einen Verdrängungsmechanismus haben. Der lässt uns vergessen, dass wir eigentlich tote Menschen bestaunen. Natürlich kann man sagen, dass es einen pädagogischen Effekt hat, die Lunge eines Rauchers und die Leber eines Alkoholikers zu sehen, aber nicht deshalb werden die Besucher nach Haifa strömen.

Die Ausstellung „Körperwelten“ ist eigentlich der letzte Schrei in der Pornoindustrie. Nackter geht’s nicht mehr.