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Gilad Shalit: Neue Regierung, schlechtere Chancen?

Noam Shalit, Gilads Vater, möchte den Kampf um die Freilassung seines Sohnes verstärken, er befürchtet, dass die neue Rechtsregierung die Verhandlungen noch weniger vorantreiben wird, als die jetzige Regierung der Mitte…

Ins Protestzelt, das die Familie Shalit vor der Residenz des Premiers bezogen hat, kamen vor wenigen Tagen auch die Angehörigen des vermissen Navigators Ron Arad. Sie brachten ihre Solidarität mit den Shalits zum Ausdruck.

Noam Shalit sagte: „Ich kann es mir nicht erlauben, dass die Regierung wechselt, bevor Gilad zu Hause ist, deshalb sind wir hierhergekommen“…

Seit den Wahlen hat der designierte Premier Netanjahu hat seit den Wahlen jedenfalls keinen Kontakt zur Familie Shalit aufgenommen. Die Haltung Netanyahus ist unbekannt, er verurteilte allerdings Olmert wegen dessen Verhandlungen mit der Hamas in dieser Angelegenheit. Auch die Zusammensetzung der Regierung macht den Shalits große Sorgen, nachdem der designierte Verteidigungsminister sich öffentlich gegen das Austauschgeschäft, in dessen Rahmen Shalit freigelassen werden soll, ausgesprochen hat, und auch keinerlei Alternativlösung vorschlug.

M’ariw stellte zum Thema Gilad Shalit, für dessen Freilassung die Hamas einen Austausch mit in Israel inhaftierten Palästinensern, z.T. Terroristen, fordert, eine Zusammenfassung der Positionen diverser Entscheidungsträger zur Verfügung…

Der Noch-Premier Ehud Olmert lehnte in der Vergangenheit den geforderten Preis für die Freilassung entschlossen ab und vermied es, die Liste der 450 palästinensischen Häftlinge dem Kabinett vorzulegen.
Noch-Verteidigungsminister Ehud Barak deutete in Privatgesprächen immer wieder an, dass den Forderungen der Hamas nachgegeben werden sollte. Er forderte jedoch nie eine Debatte über die Liste der freizulassenden Gefangenen.
Generalstabschef Ashkenasi: Befürwortet das Geschäft entschlossen, auch zum Preis der Freilassung aller Häftlinge, die von der Hamas gefordert werden.

Mossad- und Shabak-Chef, Dagan und Diskin: Die Leiter der Geheimdienstgemeinschaft lehnen das Geschäft konsequent ab.
Der designierte Verteidigungsminister Yaalon: Machte klar, er lehne es ab, „jeden Preis“ für die Freilassung zu bezahlen. Lehnt die Freilassung zum jetzt genannten Preis ab.
Der designierte Premierminister Benjamin Netanjahu bezieht keine öffentliche Haltung, verurteilte jedoch seinen Vorgänger Ehud Olmert wegen dessen Kontakte zur Hamas.
Der designierte Außenminister Avigdor Liebermann wird einen Austausch wahrscheinlich ablehnen. Seiner Meinung nach müssen Soldaten zwar befreit werden, allerdings nicht durch Austausch.