Schalits Vater: „Jetzt können wir nur noch auf ein Wunder warten“

Die Familie des entführten Soldaten Gilad Schalit bricht ihr Protestzelt vor der Residenz des israelischen Premierministers ab. Nach der Unterbrechung der Verhandlungen um die Freilassung der Geisel könne man nur noch auf ein Wunder warten, sagte der Vater Noam Schalit am Mittwochabend in einer speziell einberufenen Pressekonferenz…

„Wir verstehen, dass sich das Fenster der Gelegenheit zu unserem Bedauern geschlossen hat“, so der Vater laut der Zeitung „Jediot Aharonot“. „Am tausendsten Tag nach Gilads Entführung werden wir enttäuscht und verletzt in unser Haus in Mitzpe Hila zurückkehren, wie viele Israelis.“ Er bedankte sich bei Zehntausenden Menschen, die ins Protestzelt gekommen waren, um ihre Unterstützung für die Angehörigen zu bekunden.

„Fast tausend Tage lang haben wir Premier Ehud Olmert und der israelischen Regierung gestattet, alles zu tun, um Gilad zurückzuholen“, fügte Noam Schalit hinzu. „Zu unserem Bedauern sind sie gescheitert – Gilad befindet sich immer noch in Gefangenschaft.“ Er sei während Olmerts Amtszeit verschleppt worden, der die Aufgabe habe, ihn zurückzubringen. Die Familie habe gehofft, er werde seine letzten Tage als Regierungschef dafür nutzen. „Doch leider wurden wir enttäuscht.“

Gilad Schalit wurde am 25. Juni 2006 von bewaffneten Palästinensern in den Gazastreifen entführt. Am kommenden Samstag wird sich der heute 22-Jährige tausend Tage in Geiselhaft befinden. Die Verhandlungen mit der radikal-islamischen Hamas um seine Freilassung in Kairo waren Anfang der Woche ohne Ergebnis abgebrochen worden.

inn, 19.03.2009

4 Kommentare zu “Schalits Vater: „Jetzt können wir nur noch auf ein Wunder warten“

  1. Bite,Bitte, Herr lasse nicht zu , das unsere Hoffnung geringer wird! Ein gerechter gläubiger junger Mann darf nicht geopfert werden. Ungerechter kann es nicht sein!!! Ich möchter der Familie Schalit Mut geben!!!Es vergeht kein Tag an dem ich  nicht an ihn denke und darum bete , er möge in den Schoß seiner Familie zurück kehren dürfen.Es wird nicht der Gilad sein der von diesen feigen Terrroristen entführt wurde, aber er wird ganz sicher seine Erlebnisse überwinden und damit lernen zu leben.Shalom für Gilad und seiner Familie

  2. Du bist nicht allein. Deine, meine, unser aller Gedanken verlassen unsere Seelen, heben ab und schwingen sich empor in die Lüfte, vom Wind ergriffen verbreiten sie sich über alle Länder und auch die Wüsten, vereinigen sich zu einem Meer der Sehnsucht.  des guten Willens und kleben voll Innigkeit und Liebe an allem Laub aller Bäume dieser Erde um so dem Licht entgegen zu wachsen.

    Löst sich nun eines, ein Blatt, so dann und wann,  fällt ab,  so erhebt sich ein zartes Flüstern unter all den Gedanken, Deinen, meinen, unser aller Gedanken. Begleitet dies Blatt und pflanzt sich mit den Winden fort über die ganze Erde und auch die Wüsten  und bringt die belaubten Bäume und damit die ganze Welt zum Erbeben und das Blatt ist so niemals einsam genau wie wir,  niemals verloren. Getragen von all den Gedanken, Deinen und meinen uns unser aller Gedanken voller Liebe zum Anderen und zu uns selbst,  zum Leben.

  3. In der Zeit der großen Katastrophen sind unsere Seelen so sehr zerbrechlich, wir „hängen an den Li9ppen“ eines Jeden der uns in Hoffnung wiegt,obwohl  das rationelle Denken warnend einschreitet ! Der Mensch wird von der Hoffnung geleitet, bis verleitet. Der Blick ist verschleiert, und die Enttäuschung bringt uns schier um den Verstand !Das Böse hat viele Gesichter !Auch ich hatte einst einen Sohn, er ging  im frühen Kindesalter, wie ich bereits im vorher geschriebenen Kommentar erwähnte, verlor ich vor kurzer Zeit meinen geliebten Vater , in meiner Seele schwingt ein trauriges Lied,geblieben ist mir meine von der Shoah, sowie vom Leben gezeichnete Mutter! Mit Kräften versuche ich dem Blendwerk des Bösen entgegnen zu können, denn es hat unendlich viele „Gesichter“ Shalom,ve Gilad la Chaim.

  4. Ein trauriges Lied schwingt in unseren Seelen, es  ist die Zeit der großen Katastrophen, wir haben nicht nur die Nachrichten mehr als intensiv verfolgt,wir versuchten gewissen Versprechungen zu glauben,beteten und hofften ! Gewisse Menschen machten Lippenbekenntnisse um sich ihrerer nicht`s vorwerfen lassen zu müssen,wir wurden getäuscht, ob bewußt oder …? „Es fällt ein Blatt vom Baum,man sagt der Baum habe doch noch genug Blätter, doch dieses eine Blatt es fehlt,es wurde „fortgetragen“ es fehlt und ist unwiederbringlich auf ewige Zeit! Ein trauriges Lied schwingt durch den Baum, schwingt in unseren Seelen. Vor 2 Wochen verlor ich meinen überalles geliebten Vater,fast sein halbes Leben legte er in die Hände des Militär`s als Fallschirmjäger, zu Beginn dieses Monat`s war sein „letzter Sprung“ ,und wie das „Blatt“ wehte ihn der Wind davon! (Shir awud) Shalom Papa   wie sehr verfolgten meine Eltern die Nachrichten und hofften auf Gilad`s Freilassung!

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