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Da da Liebermann: Ein schlechter Witz

„Yvette Liebermann hat sich den Ruf eines Mannes verschafft, der weiß, was er will, und dies dann auch erreicht“… Wie viele andere Mythen in der israelischen Politik („Bibi ist ein starker Mann“, „Livni ist eine mutige Frau“, „Barak in der Stunde der Wahrheit“) fehlt es auch diesem Mythos an jeder Grundlage…

Aus einem Kommentar von Nachum Barnea (Jedioth achronoth)

Ich glaube ihm nicht!

Liebermanns bisherige politische Karriere zeichnet sich in erster Linie durch Faulheit, Genusssucht und mangelnde Ernsthaftigkeit aus. Als Minister für strategische Belange war er ein Witz. Sein Beitrag zum Kampf gegen die iranischen Atompläne belief sich auf null. Im Amt des Premiers gefiel es allen, mit ihm auf den Putz oder die Schenkel zu hauen. Mit Yvette kann man sich amüsieren: Liebermann weiß einen guten Witz zu schätzen, eine schöne Frau, einen gelungenen politischen Trick. Viel Zeit für strategische Planung bleibt da nicht mehr.

Ich hätte erwartet, dass Netanjahu, Livni und Barak Liebermann klar und deutlich ablehnen, wie ihre Parteien Kahana abgelehnt haben. Das wird nicht passieren. Er ist zu groß. Er kann nützlich sein. Und außerdem glauben sie ihm auch nicht. Liebermanns Lage ist ideal: Nur wer ihn nicht kennt, glaubt ihm.