Festival: Jerusalemer genießen Großmutters Küche

Erstmals hat Jerusalem am Wochenende ein Kochfestival veranstaltet. Wie die Zeitung „Ha´aretz“ berichtet, stieß es auf große Resonanz. Etwa 20 Großmütter nahmen an dem Kochwettbewerb teil…

Der Versuch alte Kochrezepte aus Jerusalem zu erhalten, ist normal ein schwieriges Unterfangen. Meistens gibt es weder spezifische Mengenangaben noch genaue Kochzeiten. „Es ist ganz einfach“, sagt dagegen Rachel Guate, die auf dem Festival unterschiedliche Gerichte wie Couscous zubereitete. Der genaue Vorgang wird das Geheimnis der Köchin bleiben, die einer der großen Stars der Veranstaltung war. Gefragt nach den Zutaten listete sie nur einige auf: weiße Bohnen, Mangold, gefüllte Innereien, verschiedene Sorten Rindfleisch, Grieß, Knoblauch und Gewürze.

Das Festival „Jerusalemer Topf“ lockte Tausende hungrige Bewohner in die Nähe des Mahane Jehuda-Marktes. Zahlreiche unbekannte Heimköche und prominente Chefköche lokaler Restaurants kreierten Leckereien und traditionelle regionale Delikatessen. Die Einnahmen der Veranstaltung gehen an die Organisation „Elem“, die sich um Jugendliche in Bedrängnis kümmert.

Die beiden Chefs Keren Kadosch und Tallie Friedman, die das Festival organisiert haben, besuchten vorher alle Kandidaten zu Hause: „Wir haben bei 50 bis 60 Großmüttern getestet und die Gerichte ausgewählt, die uns am meisten angeregt haben“, so Kadosch. In der letzten Runde waren Mahlzeiten aus Marokko, Italien, dem Iran, Polen, Jerusalem, der kurdischen Kultur und Tripolis vertreten.

inn