Synagoge Eisleben beschmiert

In der Nacht vom 9. zum 10. März wurde die Vorderfront der Synagoge Eisleben mit rechtsradikalen Symbolen und Parolen beschmiert…

Für Rüdiger Seidel, Vorsitzender des Fördervereins Alte Synagoge, weist dies auf zwei Dinge hin. Einmal die Tatsache, dass die rechtsradikalen Kräfte auch in Eisleben wirken und zum Zweiten, dass sie eine neue Zielrichtung gefunden haben, wo sie ihren antisemitischen Rassenhass austoben können. Gleichzeitig wurden auch, bereits zum zweiten Mal, die in Eisleben gesetzten Stolpersteine für die Familie Dr. Ludwig Königsberger mit schwarzer Farbe beschmiert.

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

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>> Synagoge in Eisleben wird bewahrt

4 Kommentare zu “Synagoge Eisleben beschmiert

  1. Ich habe mich mein ganzes Leben als Künstler (Internationaler Karikaturist) im Dienste des Friedens eingesetzt. Meine Antwort ist als Künstler Grenzen zu überschreiten, in der Reflektion des tun´s durch Karikaturen. Was ist Menschlich? Der Mensch ist nicht zum Menschen geboren, er wird Mensch, in dem er menschlich handelt. Ihre Unmenschlichkeit zeigen ihre Taten.

  2. Liebe(r) B. Adl,

    kein Grund zur Resignation! Auf geht’s, widmen Sie sich eines bestimmten Themas, lesen Sie sich ein und veröffentlichen  Sie an dieser Stelle Material, das zur Aufklärung ihrer so häufig ‚unterbelichteten‘ Landsleute beiträgt.
    Jeder hat die Pflicht, wenn schon unser unfähiger, bundesdeutscher Staat versagt, die Umwelt zu ‚erhellen‘.
    Kennen Sie sich beispielsweise mit deutscher Parteipolitik gut aus, so schreiben Sie drüber und über die damit verbundenen Kritikpunkte. Oder Sie suchen sich ein anderes Thema, das bei Ihnen ‚brennt‘.
    Manchmal sind Politiker sogar dankbar für Aufklärung und Belehrung ‚von unten‘.

    Sagen Sie jetzt nicht, das könnten Sie nicht, faule Ausrede, Sie können! Fangen Sie gleich heute damit an!
    Alles Gute!

  3. Deutschland ist und bleibt ein faschistischer Schandfleck in Europa!
    Wenn die Linken und die NPD sich schon die Hand reichen, so wie es in Berlin geschah, deutsche Juden bedroht und belästigt werden und mehr als 20% der Deutschen Bevölkerung immernoch in einer III. Reichs- Romantik leben, so sehe ich Schwarz für Deutschland. Und der „Anti-Israelismus“, so wie man es vermehrt im Land spürt, ist die neue Form des Antisemitismus, dazu gehören auch Begriffe wie „Antizionismus“, etc.
    Ich schäme mich dafür, in diesem Land geboren zu sein-leider…

  4. Allein von Mai 1945 bis Dezember 1999, so Adolf Diamant in „Geschändete Jüdische Friedhöfe in Deutschland“ (Potsdam 2000), haben deutsche Vandalen über 1000 Übergriffe auf Grabsteine, Friedhofseinrichtungen und Mauern von Begräbnisstätten von Juden in Deutschland verübt.  Schändungen von Synagogen und an anderen jüdischen Gebäuden, aber auch in den KZ-Gedenkstätten Dachau, Flossenbürg sowie anderswo kommen noch hinzu.
    Sie legen beredt dafür Zeugnis ab,  dass die deutsche Gesellschaft auch noch heute nicht ausreichend darüber informiert ist, welch eine ungeheuer positive Bereicherung das jüdische Erbe in ihrer christlichen Geschichte darstellte und noch darstellt.
    Warum verschweigen deutsche Geschichtsbücher so gerne bis in die Gegenwart die bedeutende Rolle jüdischer Bankiers, Ärzte, Mathematiker, Wissenschaftler, Dichter, Denker, Komponisten, Musiker, Sportler, etc. (?)
    Bayern etwa wäre ohne seine Juden um seine Pionierstellung im deutschen Eisenbahnbau, seine wichtigsten Banken, die Firma BMW, zahlreiche Unternehmen der Textilherstellung, den Flugzeugbau Augsburg (Rumplerwerke), den Kickverein Bayern-München, einen Großteil seiner (anständigen) Literatur, Pionierleistungen in der Mathematik (Noether) und vieles mehr ärmer – ohne seine Juden.
    Außerdem erfuhr das deutsche katholische wie  evangelische  Christentum in der Auseinandersetzung mit dem Judentum einen nicht zu unterschätzenden Reifungsprozeß.
    Warum greift keine Landeszentrale für politische Bildung, oder gar die Bundeszentrale diese Gesichtspunkte auf und klärt endlich darüber auf, dass Juden nicht nur Opfer waren, sondern Kulturvermittler oder -träger ? –
    Weil, wahrscheinllich, die christliche Kultur dann nicht mehr allzuviel aufzuweisen hätte, worüber sie stolz sein kann…

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