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Anschlag in Jerusalem

Innerhalb von wenigen Minuten war ein erneuter Anschlag mit einem Schaufellader an einer der größten Kreuzungen im Süden Jerusalems vorüber…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 5. März 2009

Der gelbe Radlader fuhr auf eine Polizeistreife zu, hob das Fahrzeug in die Luft und warf es zerquetscht wieder auf das Pflaster. Als der Traktorfahrer dann auf einen vollbesetzten Bus losfuhr, zückte der Taxifahrer Udi Antebi seine Pistole und erschoss den Traktorfahrer. Einer der leicht verletzten Polizisten versicherte sich mit seinem M-16 Schnellfeuergewehr, dass der Traktorfahrer, vermutlich ein Araber aus Ostjerusalem, tot sei. In dem fast attackierten Bus erlitten einige Passagiere eine Schock und mussten ins Krankenhaus abtransportiert werden.

Es ist das dritte Mal innerhalb eines Jahres, dass in Jerusalem arabische Traktorfahrer ihre schweren Baugeräte als Waffe für ihre Anschläge benutzen. Bei zwei früheren Anschlägen dieser Art gab es Tote und Verletzte.

Der neue Bürgermeister von Jerusalem, Nir Barkat, forderte eine erhöhte Strafe für „Terroristen“ dieser Art. Den Taxifahrer bezeichnete er als Held des Tages, weil er durch seine schnelle Reaktion das Leben von vielen Menschen gerettet habe. „Wir werden ihn ausfindig machen und umarmen.“

(c) Ulrich W. Sahm / haGalil.com