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haGalil TV-Radar: Fernsehtipps der Woche

Vom 27.02. bis 05.03.2009 …

Freitag, 27.02.2009

06:00 Uhr; arte
Augustin Dumay spielt Felix Mendelssohn Bartholdy
Am 3. Februar feiert alle Welt den 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy. Das Königliche Kammerorchester der Wallonie („Orchestre Royal de Chambre de Wallonie“) feiert mit Mendelssohn gleichzeitig sein eigenes 50-jähriges Jubiläum. Chefdirigent Augustin Dumay übernimmt nicht nur die musikalische Leitung, sondern auch den Solopart des Violinkonzertes in d-Moll, das Mendelssohn 1822 mit nur 13 Jahren komponierte.

19:00 Uhr; arte
Die wunderbare Welt des Albert Kahn
(5): Frankreich unter Feuer
Während Tausende junge Männer in den Schützengräben und auf den Schlachtfeldern des ersten Weltkriegs als Soldaten ihr Leben für Frankreich lassen, geht der Alltag der Zivilisten hinter den Fronten weiter – und manch einer verdient sogar besser als vorher an der veränderten Lage. Doch die idyllischen Eindrücke vom beschaulichen Leben jenseits der Kampfzonen täuschen, kaum eine französische Familie und schon gar kein Dorf im weiten Land bleiben von den Auswirkungen des verlustreichen Waffengangs verschont. Fotografen halten im Auftrag Albert Kahns auch diese Aspekte des Lebens der Zivilbevölkerung im Frankreich der schweren und entbehrungsreichen Kriegsjahre fest.

Samstag, 28.02.2009

01:20 Uhr; ARD
Gesprengte Ketten
Während des Zweiten Weltkriegs werden britische und amerikanische Kriegsgefangene, die bereits mehrfach ausgebrochen sind, in ein besonders streng bewachtes deutsches Gefangenenlager gebracht. Dort bereiten sie umgehend einen Ausbruch vor, bei dem 250 Mann entkommen wollen. Nachdem sie mühsam mehrere Fluchttunnel gegraben haben, steigt eines Nachts das spektakuläre Unternehmen.
John Sturges‘ Thriller über einen Massenausbruch alliierter Kriegsgefangener aus einem deutschen Lager basiert auf einer wahren Begebenheit. Zur Starbesetzung gehören Steve McQueen, James Garner, Richard Attenborough und Charles Bronson.

12:45 Uhr; arte
Metropolis
u.a.: Avi Mograbi
Der israelische Dokumentarfilmer Avi Mograbi wurde u. a. durch „How I Learned to Overcome my Fear and Love Ari Sharon“ und „Happy Birthday, Mr. Mograbi!“ bekannt. In seinem jüngstem Film, „Z32“, geht er den Erinnerungen eines jungen Israeli nach, der früher Soldat war und nach Vergebung sucht. Gespräch mit Avi Mograbi.

14:00 Uhr; Phoenix
Die Sudetendeutschen und Hitler (2/2)
Verlorene Heimat
Teil 2 der Dokumentation beginnt mit Hitlers Triumph, der Angliederung des Sudetenlandes an das Deutsche Reich. Für die meisten Sudetendeutschen ist es ein Augenblick großer Freude, für die anderen aber beginnt jetzt das große Zittern. Der junge Sozialdemokrat Lorenz Knorr wird sofort verhaftet und gefoltert. Er soll unterzeichnen, dass er sich fortan für den Sozialismus Adolf Hitlers entscheidet und bereit ist, treu dem Führer zu dienen – „Das hab ich nicht unterzeichnet.“
Konrad Henlein macht aus dem Sudetenland einen Mustergau. 20.000 Hitlergegner werden verhaftet, 2500 allein sofort ins KZ Dachau gesperrt. Rudolf Küchlers jüdischer Vater wird ins KZ Oranienburg gesperrt, seine deutsche Mutter flüchtet mit ihm nach Prag, so wie Zehntausende Juden, Tschechen und sudetendeutsche Hitlergegner.
Der damals 13jährige Vladimír Novák musste mit seiner Familie sein Zuhause sofort verlassen, um der Verhaftungswelle in Aussig zu entkommen. „Wir konnten nichts mitnehmen, mussten alles da lassen, um es später zu holen.“ Aber dazu kam es nicht mehr. Nachdem das Grenzgebiet abgetrennt worden war, hatten wir keine Gelegenheit mehr zurückzukehren. Sie finden Zuschlupf bei Freunden. Auch die jüdische Familie Mändel aus Saaz ist auf der Flucht. Zu fünft wohnen sie in einem Zimmer. Prag ist völlig überfüllt mit Flüchtlingen, die hoffen, hier in Sicherheit zu sein. Doch wenig später zeigt sich, wie berechtigt die Befürchtung der Tschechen war, dass es Hitler tatsächlich nicht um die Befreiung der Sudeten ging, sondern um die Eroberung der Tschechoslowakei. Im März 1939 marschiert die deutsche Armee in Prag ein und errichtet auf dem Boden der übrig gebliebenen Resttschechei das Protektorat Böhmen und Mähren. Vor allem die tschechischen Studenten protestieren und gehen auf die Straße. Ihr Widerstand wird blutig niedergeschlagen. Neun Studentenführer werden erschossen, 1200 Studenten verhaftet und ins KZ verschleppt, die tschechischen Universitäten geschlossen.

20:15 Uhr; 3sat
Felix Mendelssohn Bartholdy – Der Schmerz des Glücks
Felix Mendelssohn Bartholdy war 26, als er umjubelt vom Publikum in Leipzig die Leitung des Gewandhauses übernahm. Einer seiner Nachfolger in Leipzig, der international gefeierte Dirigent Kurt Masur, verfolgt anlässlich des 200. Geburtstags des Komponisten, der am 3. Februar 1809 geboren ist, den Lebensweg von Felix Mendelsohn Bartholdy.

20:15 Uhr; Phoenix
Zivilcourage und Todesmut
„Die Weiße Rose“ nach 50 Jahren
Die Weiße Rose ist eine der bekanntesten Gruppierungen des Widerstandes. Ihr gewaltloser Kampf gegen das verbrecherische NS-Regime gilt bis heute als vorbildhaft. Straßen, Plätze und Schulen tragen die Namen ihrer Mitglieder. Gleichwohl ist das Wissen über ihre Motive und ihr konkretes Handeln oft lückenhaft. Der Film rekonstruiert anhand historischer Bild- und Textdokumente die Geschichte der Weißen Rose. Zeitzeugen aus dem Umkreis der jungen Widerstandskämpfer berichten über deren Beweggründe und erläutern, was die Menschen heute von diesem Vorbild lernen können.
Die Weiße Rose war ein nicht organisierter Freundeskreis; den Kern bildeten fünf Münchner Studenten: Hans und Sophie Scholl, Alexander Schmorell, Christoph Probst und Willi Graf. Aus konservativem Elternhaus stammend und zutiefst geprägt durch eine christlich-humane Überzeugung standen sie in innerer Opposition zum Hitler-Regime. Ihr geistiger Mentor war der Philosophieprofessor Kurt Huber.

21:00 Uhr; 3sat
Felix Mendelssohn Bartholdy „Ein Sommernachtstraum“ op. 61
Der 17-jährige Felix Mendelssohn Bartholdy schrieb 1826 die Ouvertüre zu William Shakespeares „Sommernachtstraum“. Die weitere Musik zu dem Theaterstück komponierte er erst 17 Jahre später auf Wunsch des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. Dieser wünschte sich eine musikalische Bereicherung des Stücks. – Aufführung des „Sommernachtstraums“ mit Ildiko Raimondi und Natela Nicoli.

Sonntag, 01.03.2009

16:00 Uhr; EinsExtra
Ein Krieg wird vertagt
Das Münchner Abkommen
Als Hitler 1945 im Führerbunker seine politischen Ansichten und Erinnerungen für die Nachwelt diktierte, urteilte er: „Das Münchner Abkommen mit Großbritannien, Frankreich und Italien war mein größter außenpolitischer Fehler!“
Dieses Urteil überrascht, galt doch das Abkommen lange als der große außenpolitische Triumph Hitlers. Hitler, in seiner Verblendung, sah darin jedoch den eigentlichen Grund für seinen Untergang. Er glaubte, angesichts seiner unabwendbaren Niederlage, dieses Abkommen, in dem er der Welt seinen Willen aufgezwungen hatte, habe in Wahrheit den Westmächten die nötige Atempause verschafft, den Rüstungsvorsprung des Deutschen Reiches aufzuholen. Das Münchner Abkommen, das zur Abtretung des tschechoslowakischen Sudetenlandes an Nazideutschland führte, ist schon bei seiner Unterzeichnung am 30.09.1938 in seiner Bedeutung umstritten gewesen. Der Krieg lag in der Luft in jenen Wochen im September 1938. Hitler drohte mit dem Einmarsch, sollten ihm nicht die mehrheitlich von Deutschen bewohnten, tschechischen Grenzgebiete abgetreten werden. Die Regierungschefs Großbritanniens und Frankreichs, Chamberlain und Daladier, lenkten in letzter Minute ein, opferten fast 30 000 Quadratkilometer, ohne jedoch die zu fragen, die dieses Opfer zu erbringen hatten, die tschechoslowakische Regierung. Teuer erkauft, dieser Friede, so scheint es, besetzte Hitler jedoch kaum ein halbes Jahr später auch die „Resttschechei“. Seine Garantien und Versprechungen waren keinen Pfifferling wert. Die alliierte Nachgiebigkeit gegenüber einem Diktator, die „Appeasementpolitik“ ein fataler Irrtum?

17:30 Uhr; ARD
So viel Aufbruch war nie
Eröffnungsfeier der Woche der Brüderlichkeit
Die diesjährige „Woche der Brüderlichkeit“ wird am 1. März 2009 im Hamburger Deutschen Schauspielhaus bundesweit von ihrem Schirmherrn, Bundespräsident Horst Köhler, eröffnet. Die ARD zeigt alle wesentlichen Momente – darunter die Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Prof. Erich Zenger. Der Münsteraner Alttestamentler hat sich seit Jahrzehnten beharrlich für den christlich-jüdischen Dialog eingesetzt. Karl Kardinal Lehmann würdigt seine wissenschaftlichen Verdienste in einer Laudatio, Wilfried Köpke stellt den Preisträger in einem Filmporträt vor. Esther Ofarim und ein Ensemble der Hamburger Musikhochschule (Ltg.: Echo-Klassik-Preisträger Wolf Kerschek) sind für den musikalischen Part engagiert worden.

23:30 Uhr; Phoenix
Iran: Galgen für eine 16-Jährige
Warum Atefeh hingerichtet wurde
Tod durch Erhängen lautete das Urteil gegen die 16-jährige Atefeh R. Ihr wurde „unkeusches Verhalten“ vorgeworfen. Der Film rekonstruiert die aufwühlende Geschichte eines ungewöhnlichen Teenagers.
Der Richter hatte dem Teenager den Strick eigenhändig umgelegt. Die Bevölkerung der nordiranischen Stadt Neka durfte zuschauen. Atefeh war die Tochter eines Drogenabhängigen, Halbwaise und von den Großeltern mehr schlecht als recht betreut. Eine Streunerin, die sich in der Kleinstadt freier gab als andere Mädchen in ihrem Alter. Das wurde ihr zum Verhängnis. Bereits mit 13 Jahren geriet sie in die Fänge der islamischen „Moral-Polizei“. Im Namen Gottes wurde sie verprügelt und eingesperrt – wie es die strengen Scharia-Regeln bestimmen. Weil andere Teenager abgeschreckt werden sollten, wurde sie schließlich in einem unrechtmäßigen Verfahren zum Tode verurteilt. An einem Sommermorgen wurde Atefeh dann in aller Öffentlichkeit erhängt.
Ihre Geburtsurkunde, so die späteren Recherchen von Menschenrechtlern und Journalisten, war gefälscht worden. Denn auch der Gottesstaat Iran hat die UN-Kinderkonvention unterzeichnet, wonach Minderjährige nicht hingerichtet werden dürfen.

Montag, 02.03.2009

03:10 Uhr; EinsExtra
Hitlers Diplomaten in Bonn
Das Auswärtige Amt und seine Vergangenheit
Anfang 2005 schreckte der damalige Außenminister Joschka Fischer die gediegene Ruhe im Außenministerium auf, als er mitteilte, NS-belasteten ehemaligen Diplomaten künftig den bislang üblichen „ehrenden Nachruf“ des Amts zu verweigern.
Damit gelangte nach langer Zeit des Schweigens die Frage nach der Rolle des Auswärtigen Dienstes im Dritten Reich wieder in die Schlagzeilen. Mit eigenen Beiträgen zur Erhellung dieser besonderen Vergangenheit hatte das Auswärtige Amt sich vornehm zurückgehalten. Gepflegt wurde die (Selbst-)Darstellung, der Diplomatische Dienst habe dem Nazi-Milieu ferngestanden und an der NS-Politik, an Angriffs- und Vernichtungskrieg allenfalls marginalen Anteil gehabt.
Heinrich Billstein und Mathias Haentjes sind den Fragen nachgegangen, die diese ungewohnt heftige Kontroverse im Außenministerium aufgeworfen hat. Sie beschreiben die systematische Beteiligung des Ministeriums und der Botschaften an der Verfolgung und Deportation der Juden in Europa. Anhand von exemplarischen Fällen belegen sie die Verstrickung von Diplomaten, die später in Bonn Karriere machten, in die Verbrechen des Nationalsozialismus. Mit Hilfe von Dokumenten und Erinnerungen von Zeitzeugen schildern sie das Funktionieren der alten Seilschaften nach 1945

09:10 Uhr; arte
Die wunderbare Welt des Albert Kahn (Whl)
(1): Die Geburt einer Idee
Der erste Teil der Dokumentationsreihe befasst sich mit der Person des 1860 im elsässischen Marmoutier geborenen Bankiers Albert Kahn, der unter anderem Albert Einstein, Austen Chamberlain, Raymond Barrès, Paul Valéry, Anatole France und Auguste Rodin zu seinen Freunden zählte und – durch die Weltwirtschaftskrise 1929 ruiniert – im Jahr 1940 völlig verarmt starb. Wer war dieser Mann, wie wurde er zum Pionier der Farbfotografie und was veranlasste ihn zu dem Projekt, untergehende Kulturen auf Zelluloid festzuhalten? Außerdem berichtet der Film von der Entstehung der Farbfotografie und den damals vorhandenen technischen Möglichkeiten sowie von Kahns Reisen nach England und Irland im Jahr 1913.

19:00 Uhr; arte
Die wunderbare Welt des Albert Kahn
(6): Friedensrausch in Paris
Im November 1918 feierten die Einwohner von Paris den Waffenstillstand, der das Ende des Ersten Weltkrieges einläutet. Die ganze Stadt hallte wider vom Jubel und den Klängen der Marseillaise. Am 28. Juni 1919 versammelten sich Delegierte aus der ganzen Welt im Schloss von Versailles bei Paris, um den Friedensvertrag zu unterzeichnen. Albert Kahn gelang es, einen Kameramann in den berühmten Spiegelsaal von Versailles zu entsenden.

21:00 Uhr; ARD
Terroristenjagd im Sauerland
Wie das BKA ein Blutbad verhinderte
Als die Polizei sie verhaftet, hatten sie schon mit dem Bombenbau begonnen. Es ist Dienstag, der 4. September 2007. Fritz Gelowicz, Daniel Schneider und Adem Yilmaz wollen gerade ihr geheimes Quartier in Oberschledorn im Sauerland verlassen, als die Anti-Terrorspezialisten der GSG 9 zuschlagen. Die Sicherheitskräfte verhindern an diesem Tag ein Blutbad, das größte, das Attentäter jemals in Deutschland planten.
Die Nachricht von den Terrorplänen schockiert die Nation. Die verhinderten Massenmörder sind islamische Fanatiker, aber sie entsprechen so gar nicht dem gängigen Klischee. Im Gegenteil: Die Männer kommen aus der Mitte der deutschen Gesellschaft – „homegrown terrorists“. Und der mutmaßliche Rädelsführer ist kein dunkelhäutiger Araber, sondern ein blonder Schwiegersohn-Typ: Fritz Gelowicz, ein junger Mann aus Ulm, aus gutem Elternhaus. Wie wird ein junger Deutscher aus „geordneten Verhältnissen“ zum Terroristen?

Dienstag, 03.03.2009

09:10 Uhr; arte
Die wunderbare Welt des Albert Kahn (Whl)
(2): Rund um den Globus
Im Herbst des Jahres 1908 brach der französische Bankier Albert Kahn mit seinem Fotografen und Chauffeur Alfred Dutertre zu einer der abenteuerlichsten Reisen aus der Anfangszeit seines Projektes auf, das der bildlichen Dokumentation des Alltagslebens in den unterschiedlichen Kulturen der Welt diente.
Auf ihrer Weltreise legten Kahn und sein Begleiter Zwischenstopps in den USA, in Japan und China ein. Dort machten sie mit Hilfe neuer fotografischer Technik faszinierende Aufnahmen vom temporeichen Alltag in den Metropolen New York und Tokio und vom ländlichen Leben in den von Armut und Not gezeichneten chinesischen Provinzen.

19:00 Uhr; arte
Die wunderbare Welt des Albert Kahn
(7): Die Geburt neuer Nationen
Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Untergang des einstmals so mächtigen Osmanischen Reichs wurde die Landkarte des Nahen Ostens neu geschaffen. Kahn schickte Kameramänner in die Region, um diese historische Wende und die Entstehung der neuen Nationen im Nahen Osten filmisch festzuhalten. Die Aufnahmen machen deutlich, dass bewaffnete Konflikte und gewaltsame Auseinandersetzungen vorprogrammiert waren.

Mittwoch, 04.03.2009

09:10 Uhr; arte
Die wunderbare Welt des Albert Kahn (Wdl.)
(3): Am Vorabend des Krieges
Im Jahr 1910 bereist der Fotograf Auguste Léon im Auftrag des französischen Bankiers und Fotografie-Förderers Albert Kahn zunächst Skandinavien. Anschließend fährt er weiter nach Italien und auf den Balkan. Die dort aufgenommenen Bilder zeigen vor allem das Leben auf dem Lande, spiegeln aber gleichzeitig einen erstarkenden Nationalstolz der Bewohner wider. Und so kommt es nur wenige Monate später in Sarajewo zum Attentat auf den österreichischen Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und dessen Frau Sophie. Dieses Ereignis löst den Ersten Weltkrieg aus, der beinahe 10 Millionen Menschen das Leben kostet.

19:00 Uhr; arte
Die wunderbare Welt des Albert Kahn
(8): Expeditionen nach Fernost
Wie viele Europäer seiner Zeit war Albert Kahn fasziniert vom Orient. Zwischen 1914 und 1928 reisten mehrere Fotografen in seinem Auftrag in den Fernen Osten und auf den indischen Subkontinent. In Kambodscha filmten sie die Pracht von Angkor Wat und in Japan hielten sie Samurai-Riten sowie den Herrscherwechsel fest. Auf diese Weise entstanden bemerkenswerte Filmdokumente.

23:15 Uhr; ARD
Das Kind, der Tod und die Wahrheit
Das Rätsel um den Palästinenserjungen Mohammed Al-Durah
Das Bild ging um die ganze Welt: Ein Vater kauert hinter einem Betonfass, schützend den Arm um seinen kleinen Sohn gelegt. Er versucht, sich und sein Kind zu retten. Die tragische Szene wird gefilmt von einem Kameramann des französischen Fernsehkanals France 2. Weltweit ist zu sehen, wie Mohammed Al-Durah, der zwölfjährige Palästinenserjunge, an der Netzarimkreuzung in Gaza in den Armen seines Vaters stirbt, Opfer eines mörderischen Schusswechsels zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten. Aber stimmt die Geschichte? Oder sind die westlichen Medien Opfer palästinensischer Propaganda geworden? Ist die spektakuläre Szene eine Fälschung?
Erste Zweifel an der schlichten Wahrheit formulierte die ARD-Dokumentation „Drei Kugeln und ein totes Kind – Wer erschoss Mohammed Al-Durah?“(2002). Die akribische Recherche zeigte damals, dass nahezu ausgeschlossen ist, dass israelische Soldaten das Kind am 30. September 2000 erschossen. Was damals noch für heftige Angriffe gegen die ARD sorgte, ist mittlerweile allgemein akzeptiert. Demnach wären Palästinenser verantwortlich für den Tod des kleinen Jungen. Doch vielleicht ist die wahre Geschichte noch viel unglaublicher: Wurde Mohammed Al-Durah überhaupt erschossen? Die Zweifel jedenfalls an der Authentizität der Szene sind so schwerwiegend, dass kürzlich ein Gericht in Paris urteilte, es sei zulässig, von einer Fälschung zu sprechen. Sollten also tatsächlich jene Recht behalten, die seit Jahren behaupten, dass es sich um eine reine Propagandainszenierung handelt, dann wäre dies einer der größten Medienskandale – mit ungeheuerlichen Folgen.

Donnerstag, 05.03.2009

09:10 Uhr; arte
Die wunderbare Welt des Albert Kahn (Wdl.)
(4): Mit den Augen der Soldaten
In den Jahren 1914 bis 1918 entsendet Albert Kahn, Bankier, leidenschaftlicher Förderer der Fotografie und überzeugter Pazifist, mehrere Fotografen auf die Schlachtfelder in und um die französische Stadt Verdun. Die dort entstandenen Farbaufnahmen französischer Soldaten dokumentieren die barbarischen Schrecken des Krieges. Und sie zeigen gleichzeitig die brutalen medizinischen Behandlungsmethoden, die Militärärzte zu dieser Zeit ihren oft schwer verletzten Patienten zumuten müssen.

19:00 Uhr; arte
Die wunderbare Welt des Albert Kahn
(9): Das Ende eines Traumes
In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg hatte Albert Kahn seine Fotografen und Filmemacher in mehr als 20 Länder der Erde geschickt. Die Bilder, die in Frankreich, Norwegen und Schweden entstanden, spiegeln einen scheinbar friedlichen Kontinent wider. Doch in all diesen Ländern fanden große soziale Umwälzungen statt. So gingen Frankreichs Landwirtschaft die Arbeitskräfte aus und Norwegen und Schweden hatten sich gerade getrennt und mussten sich neu positionieren.
Die Dokumentationsreihe endet mit der packenden Geschichte von Albert Kahns eigenem Niedergang. Früher einer der reichsten Männer Europas, starb der Menschenfreund in extremer Armut.

Zusammenstellung: Holger Raak