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Umfragen: Liebermann überholt die Sozialdemokraten

Nach neuesten Umfragen, ob in der linken „haArez“ oder im rechten „haZofeh“, legt die radikale Rechte weiter zu. Inzwischen scheint eine Mehrheit für Ultra-Orthodoxe und National-Konservative möglich. Netanyahu hat der SchaS (Sefardische Torah-Hüter) bereits eine Koalitionszusage gemacht…

Im Organ der Siedlerbewegung (haZofeh) herrscht bereits Siegeslaune. „Gute Nachrichten: Bibi ganz vorne!“ lautet ein Titel, oder „‚Die Russen‘ – einig hinter der Flagge Liebermanns“. Demnach führt nicht nur der rechts-konservative Likud, auch die hauptsächlich von russischen Einwanderern gewählte Rechtsaußen-Partei „Israel unser Haus“ hat inzwischen die ehemals Staatstragende sozialdemokratische Awodah überrundet.

Dieser Sieg muss kein symbolischer bleiben. Für Netanyahu wäre es, so der Zofeh, ein leichtes, nun einen „Nationalen Block“ zu bilden, der ihm den Stuhl des Premiers sichern würde. Aus der Umfrage geht hervor, dass die Awodah auf der Stelle tritt und Israel Beitenu (Israel unser Haus) weit abhängt. Auch die vom ehemaligen Premier Sharon gegründete Kadimah wird schwächer. Die Lage der Religiösen Rechten bleibt weiter ein Grenzfall. Das Jüdische Heim (Bayith Jehudi) kann die Sperrklausel sicher überwinden, der Ichud Leumi (Nationale Einheit / National Religiöse) gelingt dies aber nicht in allen Umfragen. Die Listen der Rentner, der Grünen (3 Listen), der Links-Orthodoxen, sowie weiterer Rechtsparteien (Starkes Israel etc.) überwinden die Sperrklausel nicht. Auch Balad (eine arab. Partei, früher mit Azmi Bishara) ist an der Grenze der Sperrklausel.

Sitzverteilung – Gesamtzahl 120 (eine ältere Prozentualstatistik finden Sie hier…)

Ichud Leumi 1
Das Jüdische Heim / National Religiöse 4
Israel Beitenu 16
Likud 34

Shass 10
UTJ 5

Kadima 22

Avoda 13
Meretz, die neue Partei 5

Arabische Parteien 10

Institut Maagar Mochot (Prof. Jizhak Katz). +/- 4%.

70% der Israelis haben erklärt, dass sie beabsichtigen, an den kommenden Wahlen teilzunehmen, davon 77% der Männer 65% der Frauen. Bei den über 50 Jährigen sind es 71%, die Gruppe zwischen 30 und 49 Jahren ist mit 74% am stärksten und bei den zwischen 18 und 29 Jahren wollen 58% zur Wahl gehen. Bei den vorigen Wahlen lag die Wahlbeteiligung nur bei 63%.
Einfluss der Bildung: Grundschulbildung 59,3%, Oberschulbildung 63,3%, Hochschulbildung 76,8%
Religiosität: Säkulare 67%, Traditionelle 68%, Religiöse 78%.

ilik