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Knobloch erwartet sich klares Signal aus dem Vatikan

Die Solidarität der Deutschen Bischofskonferenz mit der jüdischen Gemeinschaft und ihre Kritik am Vorgehen des Vatikans hat die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland Charlotte Knobloch wohlwollend zur Kenntnis genommen…

Charlotte Knobloch erwartet sich jedoch ein klares Signal aus dem Vatikan, das über eine Entschuldigung des Holocaust-Leugners hinausgeht. Schließlich handle es sich bei ihm um einen überzeugten Antisemiten, den Neonazis als Helden feiern. Gerade von einem deutschen Papst habe sich die Zentralratspräsidentin mehr Sensibilität im Umgang mit den Verbrechen der Nationalsozialisten erhofft. Den Worten des Papstes sollten jetzt auch Taten folgen. Das sei unerlässlich für die Fortführung des interreligiösen Dialogs der beiden Weltreligionen.

Es zeige sich auch, dass die zögerliche Vorgehensweise des Vatikans weitere Holocaust-Leugner in den Reihen der Piusbruderschaft darin bestärke, diese ungeheuerliche Lüge zu verbreiten. Als Überlebende des Holocaust und als Vertreterin der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, erwarte sich die Zentralratspräsidentin, dass der Vatikan die notwendigen Konsequenzen zieht.

PM von Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, 30.01.2009