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haGalil TV-Radar: Fernsehtipps der Woche

Vom 09.01. bis 15.01.2009 …

Freitag, 09.01.2009

10:15 Uhr, ZDFdoku
Jaffa – Geschichten aus der ältesten Hafenstadt der Welt
Jaffa ist eine uralte, heute israelische, Stadt. Es ist kaum zu beschreiben, wer sie alles erobert und verloren hat. Vor allem wegen ihres Hafens, dessen Geschichte 4.000 Jahre zurückreicht.

21:00 Uhr; 3sat
auslandjournal extra
u.a.:
-Israel / Palästina: Arbeiten im Krieg: Journalisten im Gazastreifen
-Israel / Palästina: Unter Beschuss: Leben in der Frontstadt Sderot

22:25 Uhr, 3sat
Die Brüder Lautensack (3/3)
Oskar Lautensack gewinnt den Prozess gegenPaul Kramer. Für ihn bedeutet das noch mehr Popularität und Kramer wird zu einem Jahr Gefängnis und 10.000 Reichsmark Strafe verurteilt. Ihm wird von Freunden geraten, das Land zu verlassen. Lautensack lässt für sich unterdessen eine Prunkvilla bauen, in die Käthe als Herrin einziehen soll. Sie findet die Villa abstoßend und ist außerdem irritiert, dass Oskars übersinnliche Kräfte ihm nicht verraten, dass sie ein Kind erwartet. Käthe trifft sich heimlich mit ihrem Bruder, der sie in seine Fluchtpläne einweiht. Als Paul Kramer jedoch von der Situation seiner Schwester erfährt, beschließt er, seine Flucht hinauszuschieben und ihr zu helfen. Dies wird ihm jedoch zum Verhängnis und er gerät in die Fänge der Nazis. In letzter Not bittet Käthe Lautensack um Hilfe. Um den Ruf der NSDAP steht es derzeit nicht zum Besten. Der Stabschef der Wehrmacht begibt sich deshalb höchstpersönlich zu Lautensack, um vom „Seher“ Rat und Hilfe einzuholen, worauf er ihm den Reichstagsbrand voraussagt. Um Käthe zu beruhigen, setzt sich Lautensack für Kramer ein. In der Partei ist man allerdings der Meinung, dass er damit seine Kompetenzen überschreitet. Nachdem sein Gesuch, Kramer freizulassen, in unteren Instanzen abgelehnt wurde, bittet er jetzt um Privataudienz beim Führer, der seinem Anliegen zunächst auch wohlwollend gegenübersteht. Nachdem ihm jedoch Äußerungen Kramers gegen ihn hinterbracht werden, befiehlt Hitler Kramers Hinrichtung. Als Käthe vom Tod ihres Bruders erfährt, flieht sie in die Tschechoslowakei. Auch Oskar Lautensack soll nun eliminiert werden. Hannsjörg wird vor die Wahl gestellt, seine Karriere zu opfern oder Oskars Leben. Nach einem Streit mit Oskar entscheidet er sich gegen seinen Bruder. Die wahre Todesursache von Oskar Lautensack soll vertuscht werden. Die Presse verbreitet, er sei von den Gegnern der Nationalsozialisten heimtückisch gemeuchelt worden und Hitler ordnet ein Staatsbegräbnis an.

23:50 Uhr, 3sat
Aufschub
Als die Deutschen 1940 Holland überfielen, funktionierten sie das jüdische Flüchtlingslager Westerbork zu einem „Judendurchgangslager“ um. Lagerleiter Gemmeker wollte einen Film über das Leben im Lager machen lassen, 90 Minuten Rohmaterial sind entstanden. – Harun Farocki entdeckte die Aufnahmen und ordnete die Bilder auf seine Weise. Auftakt einer Filmnacht zu Harun Farockis 65. Geburtstag.

Samstag, 10.01.2009

14:00 Uhr; arte
Die Wehrmacht
(1) Angriff auf Europa
Als die deutsche Wehrmacht am 1. September 1939 Polen angriff, war ganz Europa erschrocken über die Schlagkraft einer Armee, die noch wenige Jahre zuvor nur aus 100.000 Mann bestanden und weder über Flugzeuge noch Panzer verfügt hatte. Der zum „Feldzug“ erklärte Krieg dauerte nur vier Wochen. Erstmals wurden Kampfhandlungen massiv aus der Luft unterstützt. Von 1933 an war die Truppe unter Umgehung des Versailler Vertrages systematisch aufgerüstet worden. Leistete die alte „Reichswehr“ noch auf die Weimarer Verfassung den Eid, gab es seit 1934 das Treuegelöbnis auf Hitler persönlich. Das war ein entscheidender Schritt zur Sicherung bedingungsloser Gefolgschaft…

14:45 Uhr, arte
Die Wehrmacht
(2) Wende des Krieges
Von Anfang an hatte Hitler den „Vernichtungskrieg um Lebensraum im Osten“ verfochten. Geschah dies gegen den Willen der Generäle? Für den Historiker Sönke Neitzel, der die Abhörprotokolle des britischen Geheimdienstes in Trent Park entdeckt und veröffentlicht hat, sind die Indizien eindeutig: „Wenn wir in andere Quellen schauen, dann erkennen wir ganz deutlich, dass dieser Krieg in Russland auch und gerade der Krieg der deutschen Generalität gewesen ist, und dass Hitler sie nicht in diesen Krieg treiben musste, dass sie selber diesen Krieg wollten – und zwar so, wie er geführt worden ist.“
Die Propagandathese, mit einem Präventivschlag einem Angriff der Sowjetunion zuvorzukommen, wurde von vielen Soldaten nicht bezweifelt. Dennoch waren die meisten überrascht, viele gar bestürzt, als am 22. Juni 1941 der bislang geheime Plan zum Überfall auf die Sowjetunion Wirklichkeit wurde. Fatal wirkte sich aus, dass die schnellen Siege der ersten Wochen scheinbar nahtlos an die Feldzüge gegen Polen und Frankreich anknüpften. Tatsächlich sind die Verluste an Menschenleben auf beiden Seiten von Anfang an immens. Der deutsche Vormarsch brachte die Rote Armee an den Rand des Zusammenbruchs.

20:15 Uhr, Phoenix
ZDF-History: Verschwunden in Stalins Reich
Die Odyssee der Verschleppten
Als der Krieg in Deutschland schon zu Ende war, wurden noch Hunderttausende in Stalins Reich abtransportiert – weil die Willkür der Sowjetjustiz es so wollte, weil sie als Arbeitssklaven für Kriegsschäden büßen sollten oder weil sie als deutsche Waisenkinder in sowjetische Obhut geraten waren. Nur weil sie gegen die Regierungspolitik der DDR opponierten, wurden ostdeutsche Schüler und Studenten Anfang der 50er Jahre in sibirische Straflager deportiert – oder in eine Moskauer Todeszelle. „Ich bin bereit, sofort mein gutes, gesundes Auge für einen erblindeten Soldaten der Sowjetunion zu geben“, schrieb ein 25-jähriger deutscher Todeskandidat in seiner Not an den Obersten Sowjet. Er fand keine Gnade.

22:35 Uhr; VOX
SPIEGEL TV Specia: Hitler und die Traumfabrik
Wie Hollywood über den Diktator lachte
Lange hatte sich die Traumfabrik gesträubt, Hitler und die nationalsozialistischen Verbrechen in Spielfilmen zu thematisieren. Zu groß waren die wirtschaftlichen Interessen der Studios in Deutschland. So war es ein unabhängiger Produzent, der den Bann mit einem Meisterwerk durchbrach. Kein geringerer als Charlie Chaplin gab den Führer in seinem Film ‚Der Große Diktator‘ der Lächerlichkeit preis. Als der Film auch an der Kinokasse ein Erfolg wurde und die USA in den Krieg gegen Nazideutschland eintraten, gab es kein Halten mehr. In zahlreichen Filmen und Cartoons wurde Hitler zur Witzfigur. SPIEGEL TV Special über Hitler und Hollywood – wie sich Amerika über den Diktator lustig machte.

Sonntag, 11.01.2009

09:45 Uhr; Phoenix
Deutsche Lebensläufe: Rosa Luxemburg
Am 31. Mai 1919 taucht im Berliner Landwehrkanal an einer Schleuse eine Tote auf. Auf Grund ihrer Handschuhe, eines Medaillons und einiger Kleiderfetzen wird sie als Rosa Luxemburg identifiziert.
Am 15. Januar hatte man sie zusammen mit Karl Liebknecht verhaftet. Seitdem galt sie als verschollen. Die Monarchisten sahen in Rosa Luxemburg eine Vaterlandsverräterin, die Sozialdemokraten eine Anarchistin, den Spartakisten war sie nicht radikal genug. Eine Frau zwischen allen Stühlen – ein Leben lang.
Der „Adler der Revolution“, wie Lenin sie nannte, war erschlagen, erschossen, ertränkt worden. Als wollte man sicher sein, dass diese radikale Weltverbesserin für immer schweigt. Sie war zu einer Gefahr geworden.

13:00 Uhr; arte
Schwulsein auf Italienisch
Die beiden Journalisten Luca Ragazzi und Gustav Hofer, seit acht Jahren ein Paar, leben in Rom ein harmonisches schwules Leben, ohne dabei einem Szene-Stereotyp zu entsprechen. Ihr Dokumentarfilm „Schwulsein auf Italienisch“ beschäftigt sich mit den heftigen Reaktionen in Italien auf eine Gesetzesvorlage über eheähnliche Lebensgemeinschaften. Mit einer angenehmen Mischung aus Amüsement und Entsetzen begleiten Hofer und Ragazzi das Abschieben der Gesetzesvorlage in den Verhandlungsausschuss, das anschließende Herumlavieren, die Diffamierungen seitens Kirche, Politik und rechten Aktivisten sowie die Reaktionen von Papstpilgern („Das ist wider die Natur!“).
Die beiden suchen das Gespräch mit demonstrierenden Faschisten und erzkatholischen Politikern, und was sie erzählt bekommen, spottet jeder Beschreibung. Die italienische Gesellschaft entlarvt sich als weitgehend homophob. Immer wieder thematisieren die Filmemacher ihre Arbeit und wenden sich dabei auch an das Publikum. So dokumentiert der Film ganz beiläufig die angeblich „widernatürliche“ Partnerschaft von Gustav und Luca, die geprägt ist von gegenseitigem Respekt und Verständnis und – lebenswichtig: ganz viel Humor.

17:03 Uhr, EinsExtra
Tage des Schreckens – Tage der Hoffnung
Wie Israelis und Palästinenser den Krieg erleben
Hunderte Menschenleben hat der andauernde Konflikt im Gazastreifen bereits gefordert, eine ganze Region in Angst und Schrecken versetzt. Was mit dem Raketenterror der Hamas-Milizen gegen südisraelische Ortschaften begann und in einen Krieg Israels mit den radikalislamischen Hamas in Gaza mündete, droht noch immer zu einem Flächenbrand in Nahost zu werden – auch wenn es inzwischen leise Hoffnungen auf einen Waffenstillstand gibt. Nicht zuletzt angesichts der katastrophalen humanitären Lage im Gazastreifen sehen sich die internationale Staatengemeinschaft, vor allem aber auch Israels Nachbar Ägypten, endlich zum Handeln veranlasst.

Montag, 12.01.2009

04:10 Uhr; Phoenix
Die Bundeslade
Die „Bundeslade“ der Israeliten gilt als eines der geheimnisvollsten Kultobjekte in der Geschichte der Menschheit. Vor etwa 2.500 Jahren verschwand der legendäre Schrein spurlos. Wie die Bibel berichtet, ließ Moses seine Lade aus Akazienholz fertigen und mit Gold überziehen. Darin bewahrten die Israeliten auf ihrem Zug von Ägypten ins Gelobte Land die Steintafeln mit den Zehn Geboten auf. Bis heute suchen Forscher, Abenteurer und Glücksritter nach dem legendären Schrein.

23:00 Uhr; NDR
Protokoll einer Fahndung: Die Jagd nach Dr. Tod
Dr. Aribert Heim war Arzt im KZ Mauthausen, „Dr. Tod“ wurde er dort genannt. Ihm wird vorgeworfen, Hunderte Menschen auf grausame Weise getötet zu haben. Er ist untergetaucht und steht ganz oben auf der Liste der meistgesuchten NS-Verbrecher.Nach dem Zweiten Weltkrieg hat er zunächst unbehelligt in Baden-Baden als Frauenarzt gearbeitet. 1962 wurde ein Haftbefehl gegen ihn erlassen. Durch eine Flucht, die bis heute andauert, entging Heim der Vollstreckung.

Dienstag, 13.01.2009

20:15 Uhr, ZDF
Stauffenberg – Die wahre Geschichte
1. Teil: Der Attentäter
Er war ein mutiger und einsamer Verschwörer gegen Hitler, angetrieben von der rastlosen Stimme seines Gewissens: Am 20. Juli 1944 platzierte Claus Schenk Graf von Stauffenberg eine Bombe in der Besprechungsbaracke des Führerhauptquartiers. Der versuchte Tyrannenmord war Endpunkt und Konsequenz einer persönlichen Entwicklung, die Jahre zuvor begonnen hatte. Der Weg Stauffenbergs vom loyalen Offizier Hitlers zum Attentäter steht im Zentrum des ZDF-Dokudramas „Stauffenberg – Die wahre Geschichte“.

Mittwoch, 14.01.2009

21:00 Uhr; arte
Die Wehrmacht
(3): Verbrechen der Armee
Die Erkenntnis dämmerte erst, als alles vorüber war. Im britischen Offiziers-Gefangenenlager Trent Park, nördlich von London, kommen die beiden deutschen Generalmajore Gerhard Fischer und Ludwig Heilmann im April 1945 in ihrem vertraulichen Gespräch, dessen Wortlaut dank heimlich aufgezeichneter Abhörprotokolle überliefert ist, auch auf Kriegsverbrechen der Wehrmacht zu sprechen. „Wir waren ja an der Front und sagten uns:,Das geht uns ja nichts an, was die da hinten machen'“, berichtet Heilmann. „Erst so allmählich ist alles durchgedrungen, was sie nun mit den vielen Gefangenen machen.“ Fischer ist außer sich vor Empörung: „Wir haben uns ja benommen wie die Wilden, nicht wie ein Kulturvolk.“ Die Wehrmacht als Armee von Tätern, die mordend durch Europa zogen? Oder handelte es sich bei den Verbrechen um Einzelfälle, und die grausamen Missetaten wurden von der SS verübt? Haben sich im Krieg nicht fast alle Beteiligten etwas zuschulden kommen lassen?
Es gibt kaum ein Thema, das in den vergangenen Jahren öffentlich so kontrovers diskutiert wurde, wie die Verbrechen der Wehrmacht. Jüngste Forschungen haben eine Fülle neuer Erkenntnisse zusammengetragen, die ein differenziertes Bild von der Verstrickung der Wehrmacht zeichnen. So ging etwa der Historiker Felix Römer daran, umfangreiche Quellenbestände auf die umstrittene Frage hin zu überprüfen, in welchem Ausmaß der sogenannte „Kommissarbefehl“ tatsächlich zur Anwendung kam. Diese Weisung der Wehrmachtführung verlangte rigoros, die sowjetischen Kommissare der Roten Armee, nach ihrer Gefangennahme zu erschießen. Römers – bisher unveröffentlichtes – Ergebnis: In über 80 Prozent der deutschen Divisionen sind Erschießungen von Kommissaren nachweisbar. Andererseits gab es auch Fälle, in denen Soldaten gefangen genommene Kommissare laufenließen oder Kompaniechefs vorgaben: „Jeder von euch muss das mit seinem Gewissen abmachen, wie er sich verhält.“

21:40 Uhr, arte
Die Wehrmacht
(4): Widerstand in Uniform
General Dietrich von Choltitz zollte in britischer Gefangenschaft jenen Männern der deutschen Wehrmacht Respekt, die am 20. Juli 1944 das Attentat auf Hitler gewagt hatten. Die in Trent Park angefertigten Abhörprotokolle bezeugen aber auch die andere Sicht: „Dass so etwas auf keinen Fall gemacht werden darf“, sagte etwa Major Viebig. Er beharrte darauf, „dass man als Soldat seinem obersten Kriegsherrn auf alle Fälle gehorchen muss“. So dachte wohl die Mehrheit der Wehrmachtsoldaten. Die Debatte setzte sich nach dem Krieg fort. So wurden die Attentäter in der frühen Bundesrepublik sowohl als Hochverräter verfemt als auch zu Vordenkern eines demokratischen Nachkriegsdeutschland verklärt. Wohl kaum ein Datum der deutschen Zeitgeschichte wurde so nachhaltig Gegenstand von Mythen und Legenden wie der 20. Juli 1944.
Wäre das Attentat auf Hitler gelungen, hätte es Wendepunkt des Zweiten Weltkrieges und Signal zur Beendigung des Völkermordes sein können. Allein die Wehrmacht hatte während des Krieges die Mittel, dem NS-Regime die Stirn zu bieten. Doch nicht als der Diktator seine größten militärischen Triumphe feierte, formierte sich die Opposition. Erst als im Krieg gegen die Sowjetunion der wahre, verbrecherische Charakter dieses Feldzuges deutlich wurde, bildete sich der Kern einer Verschwörung. Nach der Niederlage vor Moskau 1941/42 und erst recht nach der Katastrophe von Stalingrad wuchs die Zahl der Hitlergegner. Für viele gab das Entsetzen über die Verbrechen hinter der Front an Zivilisten – vor allem an Juden – den Ausschlag.

Donnerstag, 15.01.2009

23:35 Uhr, RBB
Deutsche Lebensläufe: Rosa Luxemburg
Vor 90 Jahren, am 15. Januar 1919, wurden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg ermordet. Die Leiche der kommunistischen Revolutionärin wurde in den Berliner Landwehrkanal geworfen. Wer war diese Frau, die Deutschland in die Revolution stürzen wollte? Eine Romantikerin, die in blumigen Worten von einer gerechten Gesellschaft schwärmte? Eine Rebellin, die sich mit allen anlegte und immer anders dachte, als die Mehrheit? Eine einsame Frau, die sich nach Kindern sehnte und bei ihren „Kämpfen für die Menschen“ das Sterben des Vaters nicht bemerkte und die ihre große Liebe vor ihrer eigenen Familie verbarg? War sie eine Märtyrerin, die das Leben liebte oder eine Anarchistin, die kein Blut vergießen wollte? Als Kind erlebte sie einen Pogrom im Warschauer Ghetto. Doch sie reagierte darauf nicht mit Angst, sondern mit Stärke. Einer Schulfreundin schrieb sie eine Widmung auf ein Foto, das die zwölfjährige Rosa mit einer Rose in der Hand sehr ernst und stolz zeigt: „Mein Ideal ist eine solche Gesellschaftsordnung, in der es mir vergönnt sein wird, alle zu lieben. Im Namen dieses Ideals werde ich vielleicht einmal imstande sein zu hassen.“ Die Monarchisten sahen in ihr später eine Vaterlandsverräterin, die Sozialdemokraten eine Anarchistin, den Spartakisten war sie nicht radikal genug. Eine Frau zwischen allen Stühlen, ein Leben lang. Mit ihrem schrecklichen Tod wurde die Luxemburg ein Symbol, und blieb es bis heute. Das gelebte Leben ist hinter der Idee fast verschwunden.

Zusammenstellung: Holger Raak