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Knobloch: Überlebende in Gedenktag mehr einbeziehen

Persönliche Befindlichkeiten spielten bei der Absage der Teilnahme am Holocaust-Gedenktag im Bundestag keine Rolle. Das bekräftigte die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland Charlotte Knobloch heute gegenüber dem Präsidenten des Bundestages Norbert Lammert in einem Gespräch…

„Es geht in erster Linie darum, dass gerade an diesem Tag des Gedenkens jene Menschen angesprochen werden, die das Glück hatten, das Grauen des Nationalsozialismus zu überleben. Jahrelang wurden die Überlebenden als Gäste in die zweite und dritte Reihe verwiesen und auch nicht als Zeitzeugen zu den Gesprächen mit den Schülern eingeladen, die zu diesem Thema anlässlich des Gedenktages in den Bundestags gekommen waren.“

Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland Charlotte Knobloch und der Präsident des Bundestages Norbert Lammert kamen überein, die Einzelheiten für die Zukunft besonders im Hinblick auf die Zeitzeugen in einem persönlichen Gespräch zu klären.

Schuldzuweisungen im Zusammenhang mit den Unstimmigkeiten waren nicht Thema des Gesprächs – im Besonderen keinesfalls über die Funktion des Generalsekretärs Stephan Kramer, die nicht zur Debatte steht.

PM von Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, 29.01.2009