Drei Jahre später: Lage der aus Gaza abgezogenen Siedler weiter schwierig

Ein besonderer Ausschuss soll die aktuelle Behandlung der früheren Siedler im Gazastreifen untersuchen. Das entschied das Knesset-Komitee für Rechnungsprüfung am Mittwoch. Anlass war ein Bericht des israelischen Rechnungsprüfers über die Lage der Israelis, die im Sommer 2005 den Gazastreifen verlassen mussten. Damals hatte der damalige Regierungschef Ariel Scharon alle israelischen Siedlungen im Gazastreifen räumen lassen…

Aus dem Bericht geht hervor, dass 95 Prozent der ehemaligen Siedler noch kein dauerhaftes Zuhause gefunden haben. In der Gemeinde Nitzan nahe der Küstenstadt Aschdod gebe es nicht genügend Schutzräume, die wegen der palästinensischen Raketenangriffe notwendig seien. Dort war ein Teil der Israelis provisorisch angesiedelt worden.

Der Untersuchungsausschuss soll sich unter anderem damit befassen, welchen Einfluss die Versäumnisse der zuständigen Behörden auf den seelischen und gesundheitlichen Zustand der Gaza-Siedler haben. Dies berichtet die Tageszeitung „Jediot Aharonot“. Das Knesset-Komitee entschied sich mit sechs Stimmen für die Untersuchung.

Ein Kommentar zu “Drei Jahre später: Lage der aus Gaza abgezogenen Siedler weiter schwierig

  1. Alle die ehemaligen Gaza Siedler tun mir leid ,haben die doch damals(ausser ihren Familien)beinahe alles verloren haben.Koennte mir vorstellen dass in Zukunft weniger Junge Familien sich zum Siedeln ueberreden lassen werden. Besonders wenn man heute sieht dass wir zum Tausch einen Krieg „erhalten“ haben in dem wir versuchen die Einwohner von Israel vor Hamas Raketen zu „beschuetzen“.Die Demokratie in Israel funkzioniert ; sogar so gut dass nach manchen Knesset Abstimmungen die „I told you so“ stimmung wieder aufkommt.Haette Israel damals die Siedler bewaffnet und Gaza weiterhin als (wirkliches) Friedens Pfand behalten…waeren wir im Moment nicht viel schlechter dran.Ja ich weiss…alles 20/20 in naher Sicht. Vielleicht naechstes Mal?

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